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10. February 2003

Stärkung und Intensivierung des Inspektionsteams im Irak

 

REGIERUNGonline" 

Gemeinsame Überlegungen von Deutschland und Frankreich zur Stärkung und Intensivierung des Inspektionsteams im Irak

Veröffentlicht am: 10.02.2003


Zur aktuellen Lage im Irak erklärte Regierungssprecher Béla Anda am 10. Februar in Berlin vor Journalisten, es gebe eine übereinstimmende Auffassung der Staatengemeinschaft, dass der Irak seine Massenvernichtungswaffen vollständig abrüsten müsse. Der Weg dafür sei die im Konsens verabschiedete UN-Resolution 1441. Das Mittel, um dieses zu erreichen, sei die Arbeit der UN-Waffeninspekteure, mit denen der Irak voll und aktiv kooperieren müsse. Es gelte, deren Möglichkeiten zu optimieren, um alle Mittel für eine friedliche Lösung auszuschöpfen und einen Krieg zu verhindern. Das bedeute, und dies sei Kern gemeinsamer Überlegungen zwischen Deutschland und Frankreich, die Stärkung und Intensivierung des Inspektionsteams in Absprache mit den Chefinspektoren Blix und El Baradei.

 

Erste Vorschläge dazu habe der französische Außenminister de Villepin bereits bei der UN-Sicherheitsratssitzung am 5. Februar in seiner Rede vorgetragen. Diese Vorschläge würden vor dem Hintergrund einer engen Abstimmung zwischen Deutschland und Frankreich von der Bundesregierung unterstützt. Sie beinhalteten unter anderem eine Verdreifachung der Zahl der Inspektoren sowie eine Verstärkung ihrer technischen Aufklärungs- und Auswertungsmöglichkeiten. Auf die Frage, ob dazu ein Blauhelmeinsatz notwendig sei, erklärte Anda, die Frage stelle sich nicht, weil es darum gehe, dass der Irak vollständig zu kooperieren habe.

 

Die Inspektionen zeigten laut den Äußerungen von Blix und Baradei nach ihren jüngsten Gesprächen vom Wochenende in Bagdad erste Fortschritte. Daher gebe es gegenwärtig keinen Grund für eine zweite Resolution des UN-Sicherheitsrates, die eine militärische Gewaltanwendung legitimierte. Gerade jetzt komme es vielmehr darauf an, das Instrumentarium der Inspektionen weiter zu schärfen. Diese Position sei nicht nur die Auffassung von Deutschland und Frankreich, sondern der Mehrheit der Mitglieder des UN-Sicherheitsrates. Sie sei ausdrücklich auch durch den russischen Präsidenten Putin am Sonntagabend im Anschluss an sein Gespräch mit dem Bundeskanzler bestätigt worden.

 

 

 

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