Wer den Frieden will, bereite den Frieden vor

Fachtagung am 12.10.2001 in Berlin

Beiträge zur Stärkung der zivilen Säulen internationaler Friedensmissionen

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Sehr zufrieden zeigten sich die ReferentInnen, Teilnehmenden und Organisatoren der Fachtagung "Wer den Frieden will, bereite den Frieden vor. Erstmalig wurden die unterschiedlichen nationalen und transnationalen Institutionen, die im Rahmen von Friedensmissionen zu einer Konferenz eingeladen, um miteinander zu analysieren, was in den letzten Jahren entwickelt wurde, welche Erfahrungen gesammelt wurden und vor allem, wie die Kooperation bei und Effektivität der Friedensmissionen verbesert werden kann.

In den vergangenen Jahren ist die Bereitschaft der Staatengemeinschaft, sich im Rahmen internationaler Friedensmissionen in Krisenregionen zu engagieren, deutlich gewachsen. In der Öffentlichkeit werden internationale Friedensmissionen oft nur in ihrer militärischen Dimension wahrgenommen und diskutiert. Dies greift angesichts der Komplexität heutiger Missionen zu kurz. Für eine erfolgreiche Krisen- und Konfliktregulierung ist man maßgeblich auf die Effektivität der zivilen Säulen von Friedensmissionen angewiesen.

Nicht zuletzt in Folge der Kosovo-Erfahrungen werden auf nationaler und internationaler Ebene Anstrengungen zur Stärkung der zivilen Dimension von internationalen Friedensmissionen unternommen. Die Vereinten Nationen (VN),
die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Europäische Union (EU) und die Bundesregierung arbeiten an der Verbesserung der zivilen Handlungsinstrumente. Dabei kommt der Personalfrage eine Schlüsselrolle zu. So hat z. B. die EU im zivilen Bereich Planziele für Polizei, Rechtsstaatspersonal, Zivilverwaltungspersonal und Katastrophenschutz festgelegt.

Damit sind auf internationaler wie nationaler Ebene wichtige Schritte des Auf- und Ausbaus einer effektiveren Infrastruktur zur zivilen Konfliktregelung in die Wege geleitet. Diese wurden auch von der rot-grünen Regierungskoalition unterstützt. Bei der Umsetzung dieser Aufgabe ist man mit vielfältigen Herausforderungen
konfrontiert: von der politischen Auftragslage über die Ausbildung, Rekrutierung, Betreuung des Friedenspersonals bis zur Kooperation aller beteiligten Akteure im Einsatz.