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Gedenkveranstaltung und Antrag: Die Giftgasangriffe auf Halabja

Autor: Webmaster

Datum: 17. März 2008 11:39:49 +01:00 oder Mo, 17 März 2008 11:39:49 +01:00

Zusammenfassung:  Am 16. März 2008 jährte sich zum 20. Mal der Giftgasangriff der irakischen Armee auf das irakisch-kurdische Halabja. Dabei kamen bis zu 5.000 Menschen ums Leben, viele Tausend wurden verletzt und leben bis heute mit den gesundheitlichen Schäden. Am 13. März 2008 veranstaltete die Bundestagsfraktion ein Treffen zum Thema. Mehrere Gäste berichteten über den Hergang der Angriffe auf die kurdische Stadt Halabja durch die irakische Armee unter Saddam Hussein.

Hauptteil: 

Gedenkveranstaltung 20 Jahre HalabjaClaudia Roth und Winfried Nachtwei mit den Gästen aus Kurdistan/ Irak.Kayvan Mohammed überlebte den Angriff als Kind und wurde danach in Österreich behandelt. Er erzählte wie der Angriff, bei dem er schwer verletzt wurde bis heute sein Leben prägt. Kayvan lebt heute in Österreich. Dort wurde er von Prof. Gerhard Freilinger behandelt, der von seinen Erfahrungen mit Giftgasverletzungen in Halabja und während des Iran-Irak-Krieges berichtete. Die meisten Verletzten vor Ort haben bis heute keine adäquate Versorgung erhalten.

Von der aktuellen Lage in Halabja und den Aktivitäten der Zivilgesellschaft berichteten Munira Sharif und Qayssar Rahman-Ahmad. Sharif arbeitet bei einer Organisation, die sich bemüht soziale und kulturelle Aktivitäten in Halabja aufzubauen. Rahman-Ahmad arbeitet bei einem Jugendradio. Beide berichteten von den großen Defiziten beim Wiederaufbau der Stadt. Weder von der kurdischen Regionalregierung noch von anderer Seite kam hier in der Vergangenheit genügend Aufmerksamkeit.

Claudia Roth und Winfried Nachtwei beleuchteten den Angriff aus Sicht des Bundestages. Winfried Nachtwei wies darauf hin, dass der Angriff nicht ohne die Beteiligung internationaler, darunter auch deutscher Firmen möglich gewesen wäre. Er wies darauf hin, dass bereits damals die grüne Bundestagsfraktion einen Untersuchungsausschuss gefordert habe, der nie zustande kam. Auch heute sei das Problem der Rüstungsexporte trotz Verschärfungen der Bestimmungen nicht gelöst, da keine ausreichende parlamentarische Kontrolle im Rüstungsbereich bestehe.

Aus Anlass des Jahrestages hat die grüne Fraktion auch einen Antrag in den Bundestag eingebracht. Darin geht es neben dem Gedenken an die Ermordeten auch um konkrete Hilfe für die Opfer und ihre Angehörigen. Sie haben in den letzten 20 Jahren viel zu wenig Unterstützung erhalten. Die Förderung von Projekten und die Unterstützung der Zivilgesellschaft in Halabja und weiteren von Giftgasangriffen betroffenen Gebieten im kurdischen Nordirak wäre eine wichtige Unterstützung für zahlreiche Menschen, die noch heute unter den Folgen der Gewaltherrschaft unter Saddam Hussein leiden.

Anmerkungen: 

Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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