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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: &quot;Innerstaatliche Fluchtalternativen&quot; in Afghanistan? Der UNAMA-Jahresbericht 2015 zu Zivilopfern: Neuer HÃ¶chststand an Zivilopfern - lauter wuchernde Fluchtursachen!</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afrika + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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        <h1>
            &quot;Innerstaatliche Fluchtalternativen&quot; in Afghanistan? Der UNAMA-Jahresbericht 2015 zu Zivilopfern: Neuer HÃ¶chststand an Zivilopfern - lauter wuchernde Fluchtursachen!         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 16. Februar 2016 19:35:37 +02:00 (111626 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Im 1. Nach-ISAF-Jahr nahmen die Zivilopfer bei Frauen um 37% zu, bei Kindern um 14%, bei Regierungs- und Justizpersonal verdoppelten sie sich. In der Nordostregion - ehem. deutsches Verantwortungsgebiet - hat sich die Zahl der Zivilopfer verdoppelt. Hier Zusammenfassung und Kommentierung des UNAMA-Bericht mit weiteren Informationen zu Daesh, Kunduz, Baghlan und Helmand.</p></div>
            <div>    <p align="center">&bdquo;Innerstaatliche Fluchtalternativen&ldquo; in Afghanistan?</p>
<p align="center"><strong>Neuer H&ouml;chststand an Zivilopfern 2015 -</strong></p>
<p align="center"><strong>Zunahme bei Frauen um 37%, bei Kindern um 14%, </strong></p>
<p align="center"><strong>Verdoppelung bei Justiz- und Regierungspersonal -</strong></p>
<p align="center"><strong>Lauter wuchernde Fluchtursachen!</strong></p>
<p align="center">(UNAMA-Jahresbericht 2015)</p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, MdB a.D. (16.02.2016)</p>
<p align="center"><strong><em>Fotos</em></strong><em> unter </em><a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei"><em>www.facebook.com/winfried.nachtwei</em></a></p>
<p><em>Am 14. Februar ver&ouml;ffentlichte UNAMA ihren <strong>Jahresbericht 2015</strong> &bdquo;<strong>Schutz von Zivilpersonen im bewaffneten Konflikt&ldquo;,</strong> </em><a href="http://unama.unmissions.org/protection-of-civilians-reports"><em>http://unama.unmissions.org/protection-of-civilians-reports</em></a><em> . <strong>Zusammenfassung von Thomas Ruttig</strong>, 16.02.2016,</em></p>
<p><a href="https://thruttig.wordpress.com/2016/02/16/un-zahl-ziviler-opfer-in-afghanistan-steigt-weiter/"><em>https://thruttig.wordpress.com/2016/02/16/un-zahl-ziviler-opfer-in-afghanistan-steigt-weiter/</em></a><em>&nbsp; </em></p>
<p><em>Auf ZEIT ONLINE</em><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/un-bericht-zivile-opfer-afghanistan"><em>http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/un-bericht-zivile-opfer-afghanistan</em></a></p>
<p><em>Zum UNAMA-Bericht 2014 und meinen 20 weiteren Beitr&auml;gen zur Sicherheitslage Afghanistans auf &nbsp;</em><a href="http://nachtwei.de/"><em>http://nachtwei.de</em></a><em> (linke Spalte).</em></p>
<p><em>Da die Massierung an schlechten Nachrichten in Sicherheitslagen AFG nicht die ganze Wahrheit des Landes erfasst und ein &bdquo;ich kann`s nicht mehr h&ouml;ren&ldquo; nahelegt, bin ich auch im Fall AFG unverdrossen weiter auf der Suche nach Hoffnungsfunken und Chancen. &Uuml;ber diese berichte ich bei anderen Gelegenheiten.</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">UNAMA-Report 2015</span></strong></p>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p>2013, 2014, 2015 &ndash; jedes Jahr ein neuer H&ouml;chststand an Zivilopfern, jetzt mit &uuml;ber 3.500 get&ouml;teten und fast 7.500 verletzten Zivilpersonen.</p>
<p>Die Opferzahlen stiegen am st&auml;rksten bei Regierungsvertretern, Justizpersonal (jeweils verdoppelt ggb. 2014), bei Frauen und Kindern.</p>
<p>Der Anstieg der Zivilopfer konzentrierte sich auf den Nordosten (verdoppelt, ggb. 2009 verachtfacht) und den Raum Kabul.</p>
<p>Auff&auml;llig sind die zunehmenden Angriffe auf Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, Menschenrechte von Frauen, Medien und Menschenrechtsverteidiger.</p>
<p>Zugeschrieben werden die Zivilopfer zu 62% den regierungsfeindlichen Kr&auml;ften (AGE), 17% den Pro-Regierungskr&auml;ften. Erstmalig fielen Zivilpersonen auch ISIS-/Daesh-K&auml;mpfern zum Opfer. Zu den meisten Zivilopfern (37%) kam es im Kontext von Bodenk&auml;mpfen und insbesondere durch den Einsatz von indirektem Feuer und Explosivmunition auf Seiten der afg. Sicherheitskr&auml;fte.</p>
<p>Die versch&auml;rfte Sicherheitslage f&uuml;hrte zu einem Anstieg der Binnenfl&uuml;chtlinge um &uuml;ber 335.000 (78%) auf knapp 1,2 Mio.</p>
<p><strong>Kommentar</strong></p>
<p>Ein Jahr nach Abzug von ISAF ist die Sicherheitslage desastr&ouml;s. F&uuml;hrungsversagen auf&nbsp; afghanischer Seite und strategische Fehler der Staaten&ldquo;gemeinschaft&ldquo; (und darin auch Deutschlands) haben dazu beigetragen.</p>
<p>Von dem &bdquo;sicheren Umfeld&ldquo;, das ISAF und internationale Aufbauhilfen 13 Jahre bef&ouml;rdern sollten und das es zeitweilig in Teilen des Landes auch gab, ist immer weniger geblieben und zu sehen. Als &auml;u&szlig;erst best&uuml;rzend, ja verst&ouml;rend empfinde ich den Sicherheitsabsturz im Nordosten und insbesondere von Kunduz. F&uuml;r die Abertausenden Frauen und M&auml;nner, die von Bundesregierung und Bundestag dorthin entsandt wurden, die dort Strapazen, Gefahren und Opfer auf sich nahmen, viel leisteten und Kameraden verloren, kann dieser nacht&auml;gliche Sinnverlust zum Verzweifeln sein.</p>
<p>Seri&ouml;s nicht absehbar ist, wie es in Monaten, in ein, zwei Jahren um solche Provinzen und Distrikte steht, die jetzt noch relativ ruhig erscheinen.</p>
<p>Hier wie Innenminister de Maiziere die Existenz von &bdquo;innerstaatlichen Fluchtalternativen&ldquo; (&bdquo;sicheren Herkunftsl&auml;ndern&ldquo; im Kleinen sozusagen) zu behaupten, entbehrt jeder faktischen Grundlage und setzt die lange in deutscher Afghanistanpolitik vorherrschende Sch&ouml;nrednerei und Realit&auml;tsverleugnung fort. Sein Argument, in Afghanistan seien Ziel von Angriffen der Taliban nicht &bdquo;normale B&uuml;rger&ldquo;, sondern &bdquo;Funktionstr&auml;ger&ldquo; (FAZ 3.2.2016), negiert die Tatsache der extremen &bdquo;Begleitopfer&ldquo; der Zivilbev&ouml;lkerung bei Bodenk&auml;mpfen, Sprengstoffanschl&auml;gen, gezielten T&ouml;tungen, die wachsende Bedrohung f&uuml;r &bdquo;normale B&uuml;rger&ldquo;. Der UNAMA-Report beschreibt in Zahlen, was Stefan Klein in seiner Reportage in der S&uuml;ddeutschen vom 15. Februar eindringlich am Beispiel einzelner afghanischer Familien schilderte: Die Gewalt-Fluchtursachen wuchern in einem Land, wo 42% der Bev&ouml;lkerung j&uuml;nger als 15 Jahre ist und die sowieso schwache Wirtschaft seit 2013 abst&uuml;rzt.</p>
<p><em>(</em><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-rettet-den-mittelstand-1.2862792?reduced=true"><em>http://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-rettet-den-mittelstand-1.2862792?reduced=true</em></a> )</p>
<p>Hierhin aus Deutschland afghanische Fl&uuml;chtlinge abschieben zu wollen, w&auml;re verantwortungslos und zynisch. (<em>vgl. die BICC-Studie &bdquo;Warum Afghanistan kein sicheres Herkunftsland ist&ldquo; mit Empfehlungen zur wirksamen Fluchtursachenbek&auml;mpfung in Afghanistan, </em><a href="https://www.bicc.de/uploads/tx_bicctools/BICC_Policy_Brief_1_2016.pdf"><em>https://www.bicc.de/uploads/tx_bicctools/BICC_Policy_Brief_1_2016.pdf</em></a><em> )</em></p>
<p><strong>Im Einzelnen</strong></p>
<p><strong>(1) </strong><strong>Die Gesamtzahl der Zivilopfer</strong> im Kontext des bewaffneten Konflikts stieg in 2015 ggb 2014 um 4% auf <strong>11.002</strong> und damit auf die h&ouml;chste Opferzahl seit Beginn der UNAMA-Z&auml;hlung 2009.</p>
<p>Die Zahl der Ziviltoten ging um 4% zur&uuml;ck auf 3.545, die Zahl der Verletzten stieg um 9% auf 7.457.</p>
<p>Besonders zu nahm die Zahl der Opfer unter Frauen (+37% auf 1.246, davon 333 Tote) und Kindern (+14% auf 2.829, davon 733 Tote). Jedes vierte Opfer war 2015 ein Kind und jedes zehnte eine Frau.</p>
<p>(Die Afghanischen Sicherheitskr&auml;fte verloren bis Ende Oktober 2015 12.169 Soldaten und Polizisten, davon 4.541 Gefallene und 7.628 Verwundete, ein Anstieg ggb. dem Vorjahr um 20%. Verl&auml;ssliche Zahlen zu den Opfern auf Seiten der Aufst&auml;ndischen sind mir nicht bekannt.)</p>
<p><strong>(2) Verantwortliche</strong>: 62% der Zivilopfer gingen auf das Konto der Aufst&auml;ndischen, 17% auf das von Pro-Regierungskr&auml;ften (Afghanischen Sicherheitskr&auml;fte/ANDSF 14%, internationale Streitkr&auml;fte 2%, 1% andere Pro-Regierungskr&auml;fte). 17% der Zivilopfer lie&szlig; sich keiner Seite zweifelsfrei zuordnen (+90% ggb. dem Vorjahr; bei den K&auml;mpfen in und um Kunduz konnte ein erheblicher Teil der Zivilopfer nicht zugeordnet werden).</p>
<p><strong>Regierungsfeindliche Kr&auml;fte (AGE)</strong>: Die ihnen zugeschriebenen Zivilopfer gingen ggb. dem Vorjahr um 10% auf 6.859 (davon 2.315 Tote) zur&uuml;ck, v.a. wegen sinkender Opferzahlen durch IED`s und Bodenk&auml;mpfen. AGE-Zivilopfer nahmen zu bei komplexen und Selbstmordattacken (+16%) und bei gezieltem T&ouml;ten (+27%).</p>
<p><strong>Pro-Regierungskr&auml;fte (PGF</strong>): Ihre Zivilopfer nahmen ggb. dem Vorjahr um 28% auf 1.854 (davon 621 Tote) zu, verursacht v.a. durch den Einsatz von indirektem Feuer und Explosivmunition (Artillerie, M&ouml;rsern, Raketen) bei Bodenk&auml;mpfen. (In 2015 waren die ANDSF erstmalig fast vollst&auml;ndig auf sich gestellt.)</p>
<p>Die Zahl der Zivilopfer durch Luftoperationen internationaler Streitkr&auml;fte stieg um 9% auf 170 (davon 103 Tote). Dieser Anstieg von Zivilopfern resultiert weitgehend aus dem Luftangriff auf das MSF-Krankenhaus in Kunduz.</p>
<p><strong>(3) Taktiken/Kontext</strong>: Insgesamt gab es die meisten Zivilopfer bei Bodenk&auml;mpfen: 1.116 Tote und 3.021 Verletzte (37% aller Zivilopfer, +15% ggb. dem Vorjahr); 21% durch IED`s (22% im Vorjahr), 17% (21%) durch komplexe und Suizid-Attacken, 13% (14%) durch gezielte T&ouml;tungen, 3% durch Luftoperationen.</p>
<p><strong>Zivilopfer durch gezieltes T&ouml;ten </strong>(targeted killing, hier prim&auml;r von Seiten der Aufst&auml;ndischen)stiegen um 27% auf 1.422, davon 850 Tote. <span style="text-decoration: underline;">Gezieltes T&ouml;ten verursachte nach Bodenk&auml;mpfen die zweitmeisten Ziviltoten</span>. 94% dieser Mordversuche gingen auf das Konto von regierungsfeindlichen Kr&auml;ften. Sie zielten vor allem auf humanit&auml;re Helfer, Stammes&auml;lteste, Regierungsvertreter, Mullahs und Justizangeh&ouml;rige. Zu 139 der 725 den AGE zugeschriebenen targeted killings F&auml;llen bekannten sich die Taliban, ein Anstieg um 59% ggb. dem Vorjahr.</p>
<p>UNAMA wertet diese ausdr&uuml;cklich gegen Zivilpersonen und zivile Objekte gerichteten Angriffe als Kriegsverbrechen.</p>
<p>Die <span style="text-decoration: underline;">Zivilopfer unter Richtern, Staatsanw&auml;lten und Justizpersonal verdoppelten</span> sich 2015 ggb. 2014 auf 188, davon 46 Tote.</p>
<p>Auch bei <span style="text-decoration: underline;">Angriffen auf Regierungsvertreter verdoppelte sich die Zahl der Zivilopfer</span> auf 962, davon 156 Tote.</p>
<p>Gezielte Angriffe auf Mullahs und religi&ouml;se Orte gingen leicht zur&uuml;ck, die Todesopfer dabei erh&ouml;hten sich aber von 19 in 2014 auf 42 in 2015.</p>
<p><strong>(4) ISIL/Daesh</strong> begann 2015 in der Provinz Nangarhar Zivilopfer zu verursachen, prim&auml;r bei K&auml;mpfen mit den Taliban. Im ersten Halbjahr wurden Daesh 13 Zivilopfer zugeschrieben, im 2. Halbjahr in der Provinz Nangarhar 69 (davon 30 Tote). Daesh war verantwortlich f&uuml;r weitere 26 Zivilopfer (davon 17 Tote) durch gezielte T&ouml;tungen und 26 Zivilopfer (4 Tote) durch IEDs, 23 (11) bei Bodenk&auml;mpfen und 7 Tote bei Entf&uuml;hrungen.</p>
<p>Imitiert wurden Medientaktiken des ISIS aus anderen L&auml;ndern: Am 25. Juli wurden in Nangarhar 10 erwachsene, mit den Taliban liierte K&auml;mpfer per IED exekutiert. Das Video mit der Exekution zirkulierte ab 10. August weltweit in den sozialen Medien.</p>
<p>(Zu den Daesh-Attacken gegen Schulen und Gesundheitseinrichtungen s.u.)</p>
<p><em>Brigadegeneral Wilson Shoffner/Resolute Support Mission sch&auml;tzt die Zahl der mit Daesh in Afghanistan verbundenen Militanten auf fast 4.000, aktiv in vier oder f&uuml;nf entlegenen Distrikten in Nangarhar. (TOLOnews 12.2.2016)</em></p>
<p><strong>(5) R&auml;umliche Verteilung</strong>: Der Anstieg der Zivilopfer konzentrierte sich auf die zwei Regionen Nordost und Central (in und um Kabul). In allen anderen Regionen ging die (oft h&ouml;here) Zahl an Zivilopfern zur&uuml;ck.</p>
<p>Im Nordosten, dem fr&uuml;heren Haupteinsatzraum der Bundeswehr, verdoppelte sich die Zahl der Zivilopfer von 929 in 2014 auf 1978 in 2015. (Hauptgrund die K&auml;mpfe in und um Kunduz nach der Taliban-Eroberung Ende September) Der <span style="text-decoration: underline;">Nordosten hat damit die zweitmeisten Zivilopfer von den insgesamt acht Regionen Afghanistans</span>. In 2009 lag die Region mit 262 Zivilopfern an sechster Stelle landesweit. Die Zahl der Zivilopfer im Nordosten hat sich ggb. 2009 fast verachtfacht!</p>
<p>(<em>Zum Vergleich: In 2009 entfielen 10% aller Zwischenf&auml;lle mit bewaffneten Oppositionsgruppen auf den gesamten Norden. ANSO Quarterly Data Report 4/2009</em>)</p>
<p>In der Central-Region, insbesondere Kabul City, verursachten komplexe und Selbstmordattacken einen Anstieg der Zivilopfer um 18%. Zwei Selbstmordattacken am 7. August verursachten 355 Zivilopfer, davon 43 Tote.</p>
<p>In 2015 nahmen die Taliban 24 Distriktzentren ein (4 im Vorjahr), vier hielten sie bis zum Jahresende. Mit Kunduz besetzten sie erstmalig seit 2001 eine Provinzhauptstadt.</p>
<p><strong>(6) Besonders bedrohte Gruppen und Einrichtungen</strong></p>
<p><strong>Frauen im bewaffneten Konflikt</strong></p>
<p>11% aller Zivilopfer waren Frauen und M&auml;dchen. Im Durchschnitt wurden 2015 jede Woche mehr als 24 Frauen und M&auml;dchen get&ouml;tet oder verletzt.</p>
<p>In den meisten Regionen hinderten Aufst&auml;ndische in Gebieten unter ihrer Kontrolle Frauen und M&auml;dchen an der Wahrnehmung fundamentaler Menschenrechte, so ihrer Bewegungsfreiheit, Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, Verbot der Schulbildung oberhalb der Grundbildung.</p>
<p>Von Pro-Regierungskr&auml;ften verantwortete weibliche Zivilopfer nahmen um 36% zu, meistens wegen des Einsatzes von M&ouml;rsern und Granaten in bewohnten Gebieten.</p>
<p><strong>Zwischenf&auml;lle bei Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen</strong></p>
<p>Daesh-/ISIL-K&auml;mpfer erzwangen im August die Schlie&szlig;ung von 25 Bildungseinrichtungen im Distrikt Deh Bala in der Provinz Nangarhar und verwehrten &uuml;ber 14.000 Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und 341 Lehrpersonen den Zugang zu den Schulen. Lehrer wurden bei &ouml;ffentlichen Versammlungen und in Telefonanrufen massiv bedroht.&nbsp; Zum Jahresende waren noch zehn Bildungseinrichtungen geschlossen.</p>
<p>Bei dem US-Luftangriff auf das Krankenhaus von &Auml;rzte ohne Grenzen in Kunduz wurden 42 Zivilisten get&ouml;tet und 43 verletzt.&nbsp; Die Auswirkung auf die Gesundheitsversorgung in der Provinz ist verheerend.</p>
<p>Stark zugenommen haben Einsch&uuml;chterungen und Drohungen gegen&uuml;ber Gesundheitspersonal auf 31 (14 im Vorjahr), was zur Schlie&szlig;ung von Gesundheitszentren und K&uuml;ndigung vieler weiblicher Besch&auml;ftigten f&uuml;hrte. Attacken auf Gesundheitseinrichtungen nahmen um 47% auf 63 zu. Fast ein Drittel davon geschah in der Provinz Nangarhar, zum gr&ouml;&szlig;ten&nbsp; Teil durch Daesh/ISIL-Anh&auml;nger.</p>
<p><strong>Taliban Drohungen gegen Medien und Menschenrechtsverteidiger</strong></p>
<p>Am 12. Oktober verurteilte die Milit&auml;rkommission der Taliban in einer Stellungnahme die Berichterstattung der&nbsp; TV-Kan&auml;le Tolo TV und 1TV und erkl&auml;rte ihre Niederlassungen zu &bdquo;milit&auml;rischen Zielen&ldquo; und ihre Mitarbeiter zu &bdquo;feindlichem Personal&ldquo;. Zuvor hatten beide Kan&auml;le &uuml;ber Beschuldigungen berichtet, wonach Taliban in Kunduz Frauen vergewaltigt h&auml;tten. (<em>Einen Tag sp&auml;ter wies eine Versammlung afg. Journalisten die Drohung zur&uuml;ck und k&uuml;ndigte f&uuml;r den Fall, dass Medienleute zu Schaden k&auml;men, einen Boykott der Taliban-Nachrichten an</em>.) Am 16. Oktober riefen Taliban auf ihrer Website zu Attacken auf Medien-Niederlassungen und Journalisten auf, &bdquo;die f&uuml;r den Westen arbeiten und von ihm finanziert werden&ldquo;. &nbsp;Sie m&uuml;ssten &bdquo;eliminiert&ldquo; werden. (Am 20. Januar griff in Kabul ein Kfz-gest&uuml;tzter Selbstmordattent&auml;ter einen Shuttle-Bus der Moby Group, einer Muttergesellschaft von Tolo TV, an und t&ouml;tete acht Zivilpersonen, davon sieben Tolo TV-MitarbeiterInnen, und verletzte 30 weitere. Die Taliban bekannten sich dazu. (<a href="http://www.nytimes.com/2016/01/22/world/asia/afghanistan-tolo-tv-bombing.html?_r=0">http://www.nytimes.com/2016/01/22/world/asia/afghanistan-tolo-tv-bombing.html?_r=0</a> )</p>
<p>(<em>Am 30. Januar erschossen Bewaffnete in Nangarhar den bekannten, f&uuml;r Radio Television Afghanistan/RTA arbeitenden Journalisten und Publizisten Mohammad Zubair Khaksar, genannt auch &bdquo;Stimme von Nangarhar&ldquo;.)</em></p>
<p>Am 15. Oktober ver&ouml;ffentlichte die Afghanistan Independent Human Rights Commission (AIHRC) einen Bericht &uuml;ber die Menschenrechtssituation w&auml;hrend der Taliban-Besetzung von Kunduz. Am Folgetag wiesen die Taliban den Bericht zur&uuml;ck und bezeichneten die AIHRC als Geheimdienst-Netzwerk. Zehn Tage sp&auml;ter wurde in Jalalabad ein AIHRC-Bus mit IED angegriffen, zwei Mitarbeiter der Kommission wurden get&ouml;tet, vier verletzt.</p>
<p><strong>(7) Entf&uuml;hrungen</strong> nahmen um 39% auf 410 zu (400 durch AGE). Die Zahl der Zivilopfer dabei stieg um 112% auf 172, davon 145 Todesopfer und 27 Verletzte.</p>
<p><strong>Entf&uuml;hrungen und T&ouml;tungen von Hazara: </strong>145 Menschen dieser Ethnie wurden 2015 bei 20 Zwischenf&auml;llen entf&uuml;hrt. 118 wurden freigelassen, 13 get&ouml;tet, zwei starben in Gefangenschaft.</p>
<p><strong>(8) Zivilopfer durch weitere Pro-Regierungskr&auml;fte</strong></p>
<p><strong>Die Afghan Local Police </strong>umfasst Anfang 2016 28.231 M&auml;nner in 175 Distrikten und 28 Provinzen. Die ALP bildet in entlegenen Gebieten die erste Verteidigungslinie.</p>
<p>Die der ALP zugeschriebenen Zivilopfer gingen um 9% auf 134 (davon 35 Tote) zur&uuml;ck. Die schwersten Zwischenf&auml;lle geschahen in Kunduz, Badakhshan, Sar-e Pul und Kandahar. Am meisten wurden der ALP vorgeworfen K&ouml;rperverletzungen durch Schl&auml;ge, Zerst&ouml;rung von Eigentum, Diebstahl, Bedrohungen, Schikane.</p>
<p>(Die ALP verliert pro Monat ca. 500 Mitglieder durch Tod, Verwundung und Desertion.)</p>
<p><strong>Bewaffnete Pro-Regierungsgruppen</strong> verantworten 136 Zivilopfer, davon 54 Tote, und einen Anstieg um 42%ggb. dem Vorjahr. Zu &uuml;ber der H&auml;lfte der Zivilopfer kam es bei Bodenk&auml;mpfen. Solche Gruppen werden vermehrt von den afg. Sicherheitskr&auml;ften genutzt. Vermehrt f&uuml;hrten diese Gruppen targeted killings durch. Dabei wurden 22 Menschen get&ouml;tet und 3 verletzt. Im Vorjahr waren es 9 Tote und ein Verletzter.</p>
<p>(Im Rahmen ihrer &bdquo;National Uprising Support Strategy&ldquo; will die afg. Regierung in 25 Provinzen mit schwacher ANDSF-Pr&auml;senz regierungsfreundliche bewaffnete Gruppen schaffen. Bis Ende 2015 entstanden solche Gruppen in 23 Distrikten von 10 Provinzen, davon in 6 Distrikten in Badakhshan, 5 in Jawzjan, 3 in Balkh, 2 in Sar-e Pul, je 1 in Baghlan und Samangan &ndash; alle im Norden.)</p>
<p><strong>(9) Binnenfl&uuml;chtlinge</strong>: Ihre Zahl wuchs in 2015 um 335.400 (+78%) auf insgesamt 1,17 Mio. IDPs.&nbsp; Allein die Konflikte im Nordosten zwangen 90.700 Menschen, ihre Wohnorte zu verlassen. K&auml;mpfe zwischen Daesh-/ISIL K&auml;mpfern und Taliban sowie extreme Unterdr&uuml;ckung durch Daesh trieb in Teilen der Provinz Nangarhar 40.000 Menschen in die Flucht. Ende 2015 beherbergten oder &bdquo;produzierten&ldquo; 31 von 34 Provinzen Fl&uuml;chtlinge.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Weitere Informationen zur Sicherheitsentwicklung</span></strong></p>
<p><strong>(1) Laut</strong> <strong>TOLOnews Security Report</strong> 2015 (<a href="http://www.tolonews.com/en/afghanistan/23282-afghanistan-witnesses-10000-security-terrorist-incidents-in-2015-report">http://www.tolonews.com/en/afghanistan/23282-afghanistan-witnesses-10000-security-terrorist-incidents-in-2015-report</a> ) kam es im letzten Jahr insgesamt zu 9.996 Sicherheits- und Terrorvorf&auml;llen. Nach Start der &bdquo;Azm&ldquo;-Operation der Taliban am 24. April wurde der Mai der gewalttr&auml;chtigste Monat mit 1.026 Vorf&auml;llen. Die meisten Sicherheitsvorf&auml;lle ereigneten sich in Helmand, Nangarhar und Faryab; in Panjshir kam es nur zu zwei &nbsp;Sicherheitsvorf&auml;llen. In den letzten beiden Monaten des Jahres gingen die Aktivit&auml;ten der Militanten deutlich zur&uuml;ck. Aber zugleich fokussierten sie sich vermehrt auf gr&ouml;&szlig;ere St&auml;dte. Sicherheitsoffizielle bezeichneten 2015 als ein &bdquo;Jahr f&uuml;r`s &Uuml;berleben&ldquo;. Laut Report halfen der Widerstand und die Opfer der afg. Sicherheitskr&auml;fte dem Land, das Jahr zu &uuml;berleben.</p>
<p>Als weitere Bedrohung tauchte 2015 ISIL/Daesh auf. Nach anf&auml;nglich nur wenigen Aktivit&auml;ten in Teilen des Landes entwickelte sich die Terrorgruppe sp&auml;ter f&uuml;r die Sicherheitskr&auml;fte zu einem Problem. Die ersten K&auml;mpfe zwischen Daesh und Taliban K&auml;mpfern gab es im Distrikt Kajaki/Helmand. Dann tauchten angebliche Daesh-K&auml;mpfer in den Provinzen Zabul und Farah auf.</p>
<p>Entf&uuml;hrungen (mehr als 650 Personen durch Militante) und wachsende Gewalt gegen Zivilisten verst&auml;rkten die Sorgen in der Bev&ouml;lkerung.</p>
<p>(<em>Zur Entf&uuml;hrung von 31 Buspassagieren in Zabul und der Ermordung von sieben Hazara sowie den darauf folgenden gr&ouml;&szlig;ten Massendemonstrationen im November gegen politische Gewalt seit Jahrzehnten vgl.&nbsp; </em><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1381"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1381</em></a> )</p>
<p><strong>(2) Jahresbilanz des Resolute Support Kommandierenden, US-General Campbell</strong></p>
<p>Die Afghanische Armee (ANA) sei kaum einsatzbereit: Nur eine von insgesamt 101 Infanterieinheiten landesweit sei &bdquo;bereit f&uuml;r den Kampf&ldquo;, 38 h&auml;tten massive Probleme. Statistisch habe die ANA jeden Tag 22 Soldaten im Kampf verloren, eine Steigerung von 42% ggb. 2014. Zusammen mit der hohen Attrition-Rate verliere die Armee jedes Jahr ein Drittel ihrer Soldaten. (SPIEGEL 2/2016)</p>
<p>und <strong>Warnung des Chefs der US Defence Intelligence Agency (DIA)</strong></p>
<p>James R. Clapper, vor dem US-Senat vor einem politischen Zusammenbruch in Afghanistan in 2016. (TOLOnews 10.2.2016)</p>
<p><strong>(3) Raum Kunduz</strong></p>
<p>Die afg. Nachrichtenagentur Pajhwok meldete am 8. Februar 2016, dass fast 400 der insgesamt 2.100 registrierten <span style="text-decoration: underline;">Unternehmer und H&auml;ndler</span> die Provinz Kunduz aus Sicherheitsgr&uuml;nden verlassen h&auml;tten. Die Exporte &uuml;ber den Amu-Flusshafen Scher Chan Bander an der tadschikischen Grenze sei um 50% zur&uuml;ckgegangen. Die Taliban st&uuml;nden zum Teil f&uuml;nf Kilometer vor Kunduz. Die Mobilfunkkommunikation sei nachts eingestellt. (Ein solches &bdquo;Funkloch&ldquo; hatten die <em>Taliban auch im Fr&uuml;hjahr 2010 erzwungen. Sie konnten es bis zum Sp&auml;therbst 2010 halten.</em>) <a href="http://www.pajhwok.com/en/2016/02/08/400-traders-leave-kunduz-security-reasons">http://www.pajhwok.com/en/2016/02/08/400-traders-leave-kunduz-security-reasons</a></p>
<p>Viele <span style="text-decoration: underline;">zivilgesellschaftliche Organisationen</span>, insbesondere solche zu Frauenrechten, sahen sich gen&ouml;tigt, mit und nach der Besetzung von Kunduz die Provinz zu verlassen. Vorher arbeiteten mehr als 70 in der Provinz, jetzt sind es noch 30. (<a href="http://www.pajhwok.com/en/2016/02/14/kunduz-security-threats-force-csos-scale-back-operations">http://www.pajhwok.com/en/2016/02/14/kunduz-security-threats-force-csos-scale-back-operations</a> )</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bericht von Sybille Schnehage, Vors. von Katachel</span> e.V., Verein f&uuml;r humanit&auml;re Hilfe in AFG (seit1994) aus Kunduz aktuell (sie entkam knapp bei der Taliban-Besetzung) und der wider alle Schwierigkeit aufrecht erhaltenen Hilfe. <a href="http://www.katachel.de/aktuelles/">http://www.katachel.de/aktuelles/</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Umfassend zur Lage in Kunduz</span> Thomas Ruttig;&nbsp; <a href="https://thruttig.wordpress.com/2016/02/09/ist-nach-kundus-vor-kundus-medienubersicht-u-aan/">https://thruttig.wordpress.com/2016/02/09/ist-nach-kundus-vor-kundus-medienubersicht-u-aan/</a><em> , </em>und am 30. Januar 2016</p>
<p>Obaid Ali (AAN), The 2016 Insurgency in the North: Beyond Kunduz city &ndash; lessons (not taken) from the Taleban takeover, <a href="https://www.afghanistan-analysts.org/the-2016-insurgency-in-the-north-beyond-kunduz-city-lessons-not-taken-from-the-taleban-takeover/">https://www.afghanistan-analysts.org/the-2016-insurgency-in-the-north-beyond-kunduz-city-lessons-not-taken-from-the-taleban-takeover/</a></p>
<p><strong>Baghlan</strong></p>
<p>Ende Januar und am 11.2.2016 Sprengung von Hochspannungsmasten und &bdquo;circuits&ldquo; durch Aufst&auml;ndische in Baghlan und Kunduz, damit Unterbrechung der Importstromleitungen aus Tadschikistan und Uzbekistan nach Kabul. Am 16.2. meldet TOLOnews heftige K&auml;mpfe in den Gebieten Dand-e Ghori und Dand-e Shahabuddin in Nord-Baghlan.</p>
<p><strong>(4) Helmand</strong></p>
<p>Mitglieder des Provinzrates berichten, die anhaltenden heftigen K&auml;mpfe im Distrikt Sangin erschwerten das Leben der Bev&ouml;lkerung extrem. Die K&auml;mpfe begannen vor vier Monaten, als Hunderte Taliban Marja, Musa Qala, Sangin und auch die Provinzhauptstadt Lashkar Gah st&uuml;rmten. (TOLOnews 14.2.2016)</p>
<p>Bis Ende Februar sollen einige hundert US-Soldaten nach Helmand verlegt werden.</p>
<p>TOLOnews und CNN 21.12.2015<strong>: </strong>Der Distrikt Sangin sei &uuml;berwiegend in den H&auml;nden der Aufst&auml;ndischen, so auch mehrere Regierungsgeb&auml;ude. Regierungskr&auml;fte seien auf den Compound des Polizeichefs und den St&uuml;tzpunkt eines ANA-Bataillons zur&uuml;ckgedr&auml;ngt. Laut Polizeichef habe es schwere Verluste gegeben und sei die Munition fast aufgebraucht. Am Tag zuvor sei der Distrikt Greshk an die Aufst&auml;ndischen gefallen.</p>
<p><a href="http://www.tolonews.com/en/afghanistan/22918-taliban-seize-control-of-parts-of-sangin-local-officials">http://www.tolonews.com/en/afghanistan/22918-taliban-seize-control-of-parts-of-sangin-local-officials</a></p>
<p>Longwar-Journal 21.12.2015: Von 13 Distrikten seien f&uuml;nf unter Taliban-Kontrolle (Nowzad, Musa Qala, Baghran, Dishu, Sangin), f&uuml;nf hart umk&auml;mpft. (Landesweit seien 40 Distrikte, 10% aller Distrikte, unter Taliban-Kontrolle und 39 umk&auml;mpft). Im letzten Monat ergaben sich 65 Soldaten und mehrere ihrer Offiziere den Taliban, nachdem ihr Au&szlig;enposten &uuml;ber Wochen belagert worden war und keine Verst&auml;rkung und Nachschub erhalten hatte. Allein in und um Sangin seien seit 2006 mehr als hundert britische Soldaten gefallen. <a href="http://www.longwarjournal.org/archives/2015/12/taliban-controls-or-contests-nearly-all-of-southern-afghan-province.php">http://www.longwarjournal.org/archives/2015/12/taliban-controls-or-contests-nearly-all-of-southern-afghan-province.php</a></p>
<p><strong>(5) 27. Jahrestag des sowjetischen Truppenabzugs aus Afghanistan am 15. Februar</strong></p>
<p>W&auml;hrend der sowjetischen Besatzung vom Dezember 1979 bis Februar 1989 verloren 850.000 bis 1,5 Mio. afghanische Zivilpersonen ihr Leben.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">J&uuml;ngste Beitr&auml;ge zu Afghanistan</span></strong></p>
<p>- Stell Dir vor, es ist Krieg, ISAF geht, es gibt Kriegsopfer mehr denn je &ndash; und kaum jemand hierzulande sieht noch hin. <strong>Kommentar zur Resolute Support Debatte im Bundestag</strong> vor dem Hintergrund der zeitweiligen Eroberung von Kunduz, 22.12.2015, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1383">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1383</a></p>
<p>- Was tun, wenn in Afghanistan die Zivilopfer immer mehr zunehmen und Fluchtursachen sprie&szlig;en? <strong>Bundestag zu Resolute Support</strong> zwischen Ern&uuml;chterung, Realismus und Verdr&auml;ngung, Brief an Abgeordnete der Bundestagsfraktion von B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen, 18.12.2015, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1382">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1382</a></p>
<p>- <strong>Afghanistan: Dranbleiben</strong>! In: ADLAS &ndash; Magazin f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik, 3/2015, S.52-59, <a href="https://adlasmagazin.files.wordpress.com/2015/12/adlas-2015-03.pdf">https://adlasmagazin.files.wordpress.com/2015/12/adlas-2015-03.pdf</a></p>
<p>- Selbstkritische <strong>Bilanz und Lehren nach 13 Jahren deutschen AFG-Einsatzes</strong>, in: R. Schr&ouml;der, S. Hansen, Stabilisierungseinsatz als gesamtstaatliche Aufgabe &ndash; Erfahrungen und Lehren aus dem deutschen AFG-Einsatz zwischen Staatsaufbau und Aufstandsbek&auml;mpfung (COIN), Nomos 2016</p>
<p>- Alarmsignale, Hoffnungszeichen &ndash; <strong>AFG-Nachrichten, die hierzulande nicht durchdringen</strong>, 13.12.2015, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1381">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1381</a></p>
<p>- &bdquo;Freundschaft verbindet&ldquo; &ndash; <strong>100 Jahre deutsch-afghanische Beziehungen</strong>, 13.12.2015, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1380">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1380</a></p>
<p>- <strong>Die Eroberung von Kunduz &ndash; ein Weckruf!?</strong> Aktuelle Anmerkungen und ein Interview mit der M&auml;rkischen Oderzeitung + S&uuml;dwestpresse, 18.10.2015, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1373">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1373</a></p>
<p>- Bericht der unabh&auml;ngigen <strong>Kommission zur Untersuchung des Einsatzes des G36-Stumgewehres in Gefechtssituationen</strong>, 14.10.2015, Zusammenfassung und Links unter <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1374">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1374</a></p>
<p>- Auch das gibt`s in Afghanistan: <strong>Aktuelle Better News von Aufbauprojekten</strong> &ndash; z.B. Berufsausbildungs-Campus Takhta Pul, Radio- und TV-Studio in Samangan, Neubau des Umweltschutz-Departement in Feyzabad, August 2015, <a href="http://www.nachtwei.de/index.0php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1368">www.nachtwei.de/index.0php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1368</a> , Fotos auf Facebook</p>
<p>- 6 Monate nach ISAF-Abzug aus Afghanistan: <strong>H&ouml;chststand an Zivilopfern, v.a. bei Frauen und Kindern; Anstieg komplexer und Suizid-Attacken um 78% (UNAMA</strong>-Bericht 1. Halbjahr 2015), <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1366">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1366</a> , Fotos auf Facebook</p>
<p>- <strong>Kunduz &ndash; eine Woche im April: Taliban-Offensive</strong> dort, Einsatzbilanzierungen, vor allem Verdr&auml;ngung hierzulande, 3.5.2015, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1353">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1353</a></p>
<p>- &bdquo;Ihr habt die Uhr &hellip;&ldquo; - <strong>erster Afghanistanbesuch nach ISAF-Ende</strong> &ndash; die Aufbauhilfe geht weiter, Reisebericht 8.3.2015, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1345">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1345</a> , Fotos auf Facebook</p>
<p>- <strong>Curriculum f&uuml;r obligatorische &ldquo;Friedens- und Menschenrechtserziehung</strong>&rdquo;: Das gibt`s nicht in Deutschland, aber bald in Afghanistan &ndash;f&uuml;r alle Studierenden an 44 Teacher Training Colleges!, 3.3.2015, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1344">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1344</a></p>
<p>- <strong>UNAMA-Jahresbericht &bdquo;Zivilopfer&ldquo; 2014</strong>: Im ISAF-Abzugsjahr 2014 Intensivierung des Krieges: Zunahme der Zivilopfer um 22% auf 10.548 Tote und Verletzte, durch Bodenk&auml;mpfe um 54%! 27.2.2015, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1343">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1343</a></p>
<p>- Bundestag zu Afghanistanbilanz und <strong>Beratungsmission &bdquo;Resolute Support</strong>&ldquo; &ndash; meine &bdquo;Pers&ouml;nliche Erkl&auml;rung zur Abstimmung&ldquo;, 28.12.2014, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1333">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1333</a> ,&bdquo;Denkw&uuml;rdigkeiten&ldquo; der Politisch-Milit&auml;rischen Gesellschaft Nr. 94, <a href="http://www.pmg-ev.com/deutsch/denk.htm">http://www.pmg-ev.com/deutsch/denk.htm</a></p>
<p>- &bdquo;<strong>Wir bleiben dran und da</strong>!&ldquo; Deutsch-afghanische Freundschaft mit langem Atem: 28. Afghanistan-Tagung in Villigst &ndash; ein Leuchtturm! 16.12.2014, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1331">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1331</a>&nbsp;</p>
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