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Jahrestag von Guernica – keine Rehabilitation deutscher Bomber

Veröffentlicht von: Webmaster am 26. April 2007 04:02:04 +01:00 (19985 Aufrufe)
Zum 70. Jahrestag der Bombardierung der baskischen Stadt Guernica durch das deutsche Jagdgeschwader "Legion Condor" erklären Jürgen Trittin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, und Winfried Nachtwei, sicherheitspolitischer Sprecher:

Wir gedenken heute der entsetzlichen Bombardierung und Einäscherung der baskischen Stadt Guernica durch die deutsche Luftwaffe im Jahr 1937. Deutschland griff damit auf Seiten Francos in den spanischen Bürgerkrieg ein und half tatkräftig bei der Zerstörung der spanischen Republik mit. Es folgten die Jahrzehnte der faschistischen Franco Diktatur. Erst mit dem Sturz dieses Regimes, der Rückkehr Spaniens zur Demokratie und seiner auch von Deutschland geförderten Integration in die EU konnte dieses dunkle Kapitel beendet werden.

Das faschistische Deutschland begriff den spanischen Bürgerkrieg als Experimentierfeld für neue Kriegstechniken. Guernica steht für einen der ersten Fälle von Luftangriffen, die mit Flächenbombardements systematisch auch auf die Tötung der Zivilbevölkerung und die Demoralisierung der überlebenden Menschen ausgerichtet waren. Damit brachen die Deutschen bereits im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs als erste ein Tabu. Sie brachen auch das Kriegsvölkerrecht. Es folgten die deutschen Angriffe auf Warschau, Rotterdam und Coventry. Erst später wurde dann auch die deutsche Zivilbevölkerung von derartigen schrecklichen Angriffen getroffen.

Leider gibt es auch heute noch rückwärtsgewandte Traditionen innerhalb und außerhalb der Bundeswehr, die glauben, deutsche Flieger von damals rehabilitieren zu müssen. Der Jagdflieger Werner Mölders war Mitglied der Legion Condor und damit tief verstrickt in die Aktivitäten des damaligen Regimes, auch wenn er nicht persönlich bei dem Angriff auf Guernica beteiligt war. Benennungen von Einrichtungen der Bundeswehr nach seinem Namen wurden aufgrund eines Beschlusses des Bundestages 2005 abgeschafft. Diese Entscheidung war richtig. Keine Bundeswehreinrichtung darf nach Angehörigen der Legion Condor benannt sein. Bestrebungen in Bundeswehr und Publizistik, dies rückgängig zu machen sind aufs Schärfste zurückzuweisen.


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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