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Internationale Politik und Regionen
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Verantwortung zu schützen: Interventionspolitik seit 1990 - eine friedensethische Bilanz (Empfehlenswerte Neuerscheinung!)

Veröffentlicht von: Nachtwei am 18. Juli 2014 10:36:46 +01:00 (10095 Aufrufe)

Der Afghanistan-Großeinsatz geht zu Ende. Die Debatte um mehr deutsche Verantwortung in der Welt schlägt Wellen. Überfällig ist da, sich genauer die Erfahrungen mit mehr als 20 Jahren Interventionen anzusehen, die humanitär und mit Friedenssicherung gerechtfertigt wurden. Aus Erfahrungen selbstkritisch lernen: Das führt die Neuerscheinung "Verantwortung zum Schutz" vor, hg. von Thomas Hoppe und vorgelegt von der AG "Gerechter Friede" von "Justitia et Pax".

Verantwortung zu schützen:

Interventionspolitik seit 1990 – eine friedensethische Bilanz

Analysen und Empfehlungen, hg. von Thomas Hoppe, vorgelegt von der Arbeitsgruppe Gerechter Friede der Deutschen Kommission Justitia et Pax,

Deutschland sollte mehr internationale Verantwortung übernehmen, sich mehr an der Lösung von Konflikten weltweit beteiligen.

Was von Bundespräsident Gauck, Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen wiederholt gefordert wurde, worauf viele internationale Stimmen drängen, wird in Teilen der deutschen Öffentlichkeit vielfach als Votum für mehr Militäreinsätze verstanden und eher abgelehnt. Abgesehen davon, dass hierbei die Intentionen von Bundespräsident und Ministern militärlastig verkürzt, z.T. verdreht werden – überfällig und hilfreich wäre es, die Erfahrungen mit mehr als 20 Jahren humanitär und friedenspolitisch begründeter Interventionen genauer zu analysieren, nicht bei Pauschalwahrnehmungen und „Ferndiagnosen“stehenzubleiben.

Dies tat von 2009-2013 die von Prof. Dr. Thomas Hoppe geleitete Arbeitsgruppe „Gerechter Friede“ der Deutschen Kommission Justitia et Pax, zu deren 13 Mitgliedern zu gehören ich die Freude hatte.

Hier das Verzeichnis der Beiträge, die eine große Hilfe sind, die Debatte um internationale und Schutzverantwortung, Friedenssicherung und das „äußerste Mittel“ näher am Boden der verzwickten Tatsachen zu führen. (www.verlag-koester.de )

In meinem Beitrag schildere ich die Erfahrungen mit der Bilanzierung deutscher Kriseneinsätze, die nicht nur methodisch schwierig ist, sondern auch politisch lange gemieden wurden.

Inhalt

Zur Einführung

  • Thomas Hoppe/Peter Schlotter: Erfahrungen aus militärischen Interventionen seit 1990 in friedensethischer Perspektive

Zur Legitimitätsfrage von Interventionen in der Perspektive des Gerechten Friedens

  • Thomas Hoppe: Die Schutzverantwortung der Staatengemeinschaft als Grundprinzip einer Ethik internationaler Beziehungen

Theorie und Praxis internationaler Friedenseinsätze

  • Winrich Kühne: Vom traditionellen Peacekeeping zu robusten, multidimensionalen Friedenseinsätzen. Entwicklung, Lessons Learned, ungelöste Probleme

Erfahrungen nichtmilitärischer Akteure in internationalen Friedenseinsätzen

  • Gernot Ritthaler: Erfolge und Misserfolge von militärischen Interventionen: Erfahrungen von Caritas International
  • Martin Vehrenberg: Militärische Interventionen und zivile Beiträge zum Frieden. Erfahrungen der AGEH im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes – ausgehend vom Fallbeispiel Sierra Leone

Regionalspezifische Expertisen

  • Marie-Janine Calic: Internationale Interventionen auf dem Balkan. Eine friedensethische Bilanz am Beispiel Bosnien-Herzegowina
  • Peter Schumann/Elke Grawert: Internationales Peacekeeping im Sudan. UNAMID: Zwischen humanitärem Auftrag und realpolitischen Interessen
  • Conrad Schetter/Nelli Nokkala: Die Auswirkungen der militärischen Intervention auf Afghanistan und Pakistan
  • Egon Ramms: Afghanistan – Hat der Westen alles falsch gemacht? Eine kritische Bestandsaufnahme aus der Perspektive eines Soldaten

Zur Auswertung von Interventionserfahrungen

  • Winfried Nachtwei: Bilanzierung und Evaluation deutscher Auslandseinsätze

Dokumentation

  • Gemeinschaft Katholischer Soldaten: Verantwortung übernehmen – Frieden möglich machen. Einsätze der Bundeswehr – eine ethische Orientierung
  • Pax Christi – Deutsche Sektion: Keine Gewöhnung an Gewalt. Den Krieg beenden – Zur Verlängerung des Afghanistan-Mandats (Januar 2011)

 Verlag Dr. Köster, Berlin Juni 2014

 


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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