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Erinnerungsarbeit
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Trauer über Alexander Bergmanns Tod - WN-Anzeige und Reaktionen

Veröffentlicht von: Nachtwei am 24. Januar 2016 21:57:08 +01:00 (6411 Aufrufe)

Am 23. Januar erschien in den Westfälischen Nachrichten in Münster eine Todesanzeige für Alexander Bergmann, unterzeichnet von 30 Einzelpersonen und 16 Vereinen und Institutionen, die dem Vorsitzenden des Vereins der ehemaligen jüdischen Ghetto- und KZ-Häftlinge seit den 90er Jahren verbunden waren. Hier zur Anzeige und zu Reaktionen auf seinen Tod. 

Reaktionen auf Alexander Bergmanns Tod

(zusammengestellt von W. Nachtwei, Stand 1.2.2016)

Todesanzeige in den Westfälischen Nachrichten und in der Münsterschen Zeitung am 23. Januar 2016 (erschienen auf der ersten von acht Seiten Traueranzeigen, oben mittig)

Unterzeichnet von dreißig Personen und 16 Vereinen, Institutionen, Freundeskreisen, die – oft seit den 90er Jahren – enger mit Alexander Bergmann Kontakt hatten, vertraut und befreundet waren: http://www.wn-trauer.de/Traueranzeige/Alexander-Bergmann-2016-01-12--16237830  auch auf www.facebook.com/winfried.nachtwei

1. Februar 2016

Ojars J. Rozitis, Journalist, Übersetzer, Münster/Brüssel/Riga

"Während meiner Arbeit an der lettischen Fassung des Filmes Vom Umgang mit dem Verschwinden habe ich mir auf der Suche nach Übersetzungsnuancen die Berichte von Aleksandrs Bergmanis über den Holocaust wieder und wieder angehört. Es war geradezu unausweichlich, daß ich sie dabei bis zu einem gewissen Grad verinnerlicht habe, nicht nur den Inhalt, sondern auch den Tonfall oder die unaufgeregte, aber nichtsdestotrotz engagierte Erzählweise. Schon von daher ist mir Aleksandrs Bergmanis nahegekommen. Doch auch die wenigen persönlichen Begegnungen haben mich sehr beeindruckt; für mich ist sein Tod ein schmerzlicher Verlust. Als Lette werde ich wohl für immer an seinen Satz in dem Film denken müssen, ihm sei in Lettland nie die Gelegenheit geboten worden, wie in Deutschland vor Schülern von seinen Erfahrungen zu berichten."

27.1.

Vortrag „Nachbarn von nebenan – verschollen in Riga“ im St. Antonius-Gymnasium Lüdinghausen/Münsterland mit Erinnerung an Alexander Bergmann (um 100 Interessierte, davon ein Großteil Schülerinnen und Schüler)

23.1.

„Europäische Erinnerungskultur – Alexander Bergmann verstorben / Projekte der Realschule und der Wolfgang Suwelack-Stiftung gefördert“, Artikel von Matthias M. Ester in Westfälische Nachrichten/Billerbecker Anzeiger 23. Januar 2016, http://www.eine-schule-fuer-alle-billerbeck.de/magazin/artikel.php?artikel=119&type=2&menuid=33&topmenu=39

22.1.

„Zeitzeuge wider das Vergessen – Riga-Komitee trauert um Alexander Bergmann“, Artikel in den Westfälischen Nachrichten/Münster, Lokalteil

Recklinghausen: Deutsches Riga-Komitee – Trauer um Alexander Bergmann

Pressemeldung vom 21. Januar 2016, http://www.pressemeldung-nrw.de/recklinghausen-deutsches-riga-komitee-trauer-um-alexander-bergmann/ , http://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/_details.asp?form=detail&db=513&id=19366

www.lokalkompass.de , Nachrichten-Community für Recklinghausen

http://www.lokalkompass.de/recklinghausen/leute/deutsches-riga-komitee-trauer-um-alexander-bergmann-d618401.html

Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Berlin:

„Vorsitzender des Vereins der ehemaligen jüdischen Ghetto- und KZ-Häftlinge Lettlands Alexander Bergmann , 30. Mai 1925 in Riga - 12. Januar 2016 in Riga“

(Erinnerungen an A. Bergmann von W. Nachtwei)

http://www.gegen-vergessen.de/startseite/news-detailseite/article/vorsitzender-des-vereins-der-ehemaligen-juedischen-ghetto-und-kz-haeftlinge-lettlands-alexander-be.html

21.1. Volker Steinhoff, NDR TV PANORAMA

„Danke, dass Sie an uns gedacht haben!
Alexander Bergmann war ein großartiger Mensch!
Ich denke oft an ihn, erzähle oft von Begegnungen mit ihm.
Fast zu gut für unsere Welt.
Aber ich freue mich auch sehr, dass Sie, die Middelmanns und viele andere - in dieser von Eintagsfliegen geprägten Zeit - so überzeugende Kontinuität entwickelt haben!
Ohne Menschen wie Sie wäre letztlich auch unsere journalistische Arbeit und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft vergeblich.
Selten hat mich eine "Geschichte" so geprägt wie diese. (…)“
(V. Steinhoff enthüllte zusammen mit John Goetz im März 1993 in PANORAMA den Skandal, dass ehemalige Angehörige der lettischen Waffen-SS aus Deutschland eine Kriegsversehrtenrente bekamen, ehemalige Ghero- und KZ-Häftlinge im Baltikum aber keinen Pfennig Entschädigung.)

20.1. Christiane Schlötzer; Süddeutsche Zeitung, Seite Drei, Stv. Ressortleiterin

„herzlichen Dank für Ihre Mail. Ich habe Alexander Bergmann bis heute in so lebendiger Erinnerung, die Begegnung mit ihm in Riga ist unvergesslich. Er führte mich erst durch die sommerhelle Stadt, dann in sein bescheidenes Zuhause, voller Bücher in vielen Weltsprachen. Dann aßen wir zusammen, das heißt, wir bastelten in seiner Küche gemeinsam aus einer Gurke, Ei und Brot (so erinnere ich mich) ein köstliches Essen für zwei, das Köstlichste daran war die Schlichtheit und die Freude an der Begegnung. Wir hielten danach noch lange Kontakt. Dass er 90 Jahre alt werden durfte, ist gut, dass er gestorben ist, traurig. (…)“

(Ihre Reportage „Bergmanns Liste wird immer kürzer“ in der Süddeutschen Zeitung vom  5.7.1995)

18.1. Beerdigung von Alexander Bergmann auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Riga Smerlis, Fotos von Thomas Irmer auf www.facebook.com/T.Irmer , 18. Januar

Rolf Schütte, Deutscher Botschafter in Riga

teilt mit, dass an der heutigen Beerdigung wegen dringender OSZE-Konsultationen der Ständige Vertreter teilnehmen und Blumen niederlegen wird.

Thomas Rey, Deutsches Riga Komitee, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Hauptstadtbüro, an die 50 Mitgliedsstädte des Riga-Komitees

„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe AnsprechpartnerInnen im Deutschen Riga-Komitee,
heute sende ich eine traurige Nachricht, s. auch
http://www.volksbund.de/partner/deutsches-riga-komitee/hinweise-ansprechpartner.html
Alexander Bergmann gestorben
Alexander (Sascha) Bergmann, geboren am 30. Mai 1925, verstarb am 12. Januar 2016 gegen 11.00 Uhr in einem Rigaer Krankenhaus. (…)“
(Text unserer Anzeige)
info@riga-komitee.de , http://www.riga-komitee.de

Andreas Körner, 17.1.

„(…) das ist eine traurige Nachricht. Vielen Dank, dass du an uns gedacht hast und die Erinnerung an ihn pflegst. Man spürt, dass du und Angela ihm bis in seine letzten Stunden herzlich verbunden wart. Ich habe Alexander Bergmann nicht sehr oft getroffen, aber in meiner Erinnerung ist das Bild eines freundlichen und klugen Mannes mit strahlendem Lächeln um die Augen gespeichert. Ich wusste nicht (mehr?) dass er auch in Stutthof war. Ich war dort 1984 mit ASF zur Gedenkstättenarbeit. (…)“

(A. Körner war in den 90er Jahren wissenschaftlicher Mitarbeiter in meinem Bonner Abgeordnetenbüro)

www.nachtwei.de

Alexander Bergmann, Vorsitzender des Vereins ehem. jüdischer Ghetto- und KZ-Häftlinge Lettlands, ist gestorben. Erinnerungen an einen großartigen, lieben MENSCHEN

„1993 trafen wir uns erstmalig in Riga. Gerade hatte er den Vorsitz im Verein der ehemaligen Ghetto- und KZ-Häftlinge in Lettland übernommen. Er wurde der beste Botschafter und wirksame Vorkämpfer der vergessenen Holocaust-Überlebenden aus Osteuropa in Deutschland und gegenüber einer über Jahre gleichgültigen und ignoranten Bundesregierung. Vor einer Woche wollten wir uns wieder in Riga treffen. Wir konnten nur noch einmal kurz miteinander telefonieren. Hier einige Erinnerungen an Sascha, der unvergessen bleibt. (…)“

http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1387 ; Fotos unter www.facebook.com/winfried.nachtwei

Unterstützer- und Freundeskreise für Holocaust-Überlebende im Baltikum mit Spendenkonten
Göttingen:  Freundeskreis für die Holocaust-Überlebenden im Baltikum, c/o Hanna und Wolf Middelmann: IBAN: DE28 2605 0001 0100 4994 33 , BIC NOLADE21GOE; „Hilfe für baltische Holocaust-Überlebende“ von Jörn Barke, Göttinger Tageblatt 24.7.2015

http://www.goettinger-tageblatt.de/Goettingen/Uebersicht/Hilfe-fuer-baltische-Holocaust-Ueberlebende

Leipzig: Freundeskreis ehemaliger jüdischer KZ- und Ghetto-Insassen im Baltikum e.V., c/o. Pfr. R .Enders, rfenders@t-online.de :IBAN: DE61 8608 0000 0436 3772 00 ; BIC: DRESDEFF 860.http://www.kirchgemeinde-leutzsch.de/kontakt/index.php

Freiburg: Hilfsfonds Ghetto-Überlebende Baltikum, c/o Margot Zmarzlik: IBAN: DE79 6808 0030 0407 1177 01

Hamburg: Yad Ruth e.V., Bericht aus Riga in Rundbrief 45, Juli 2014, S. 10: http://www.yadruth.de/fileadmin/userdata/rundbriefe/2014/YAD-Rundbrief-45-Internet.pdf

Aktuelle Meldungen

Alexander Bergmann`s „Aufzeichnungen eines Untermenschen“ von 2009, seit längerem vergriffen, inzwischen erhältlich als Kindle eBook bei Amazon.
http://www.amazon.de/Aufzeichnungen-eines-Untermenschen-Alexander-Bergmann-ebook/dp/B011R5U510 

Artikel „Gespräch und Lesung mit Alexander Bergmann“ in Allgemeiner Zeitung, 26.1.2009 http://www.azonline.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/2009/01/Archiv-Gespraech-und-Lesung-mit-Alexander-Bergmann (mit Foto: Bergmann mit deutschen Jugendlichen auf der verschneiten Ludzas iela im ehemaligen Ghetto)

Riga-Reise: Auf den Spuren der deportierten jüdischen Nachbarn – Erkundungen in und um Riga, 9.-15. Juli 2016, Gesamtreiseleitung Matthias M. Ester M.A., Kolping-Reisedienst in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge,

http://www.kolping-ms.org/de/erholung-und-reisen/reiseangebote/2016-07-09-Riga.php

„Zwischen Ausgrenzung und Integration. Europäische Erinnerungskultur in den baltischen Staaten“, Tagung der Academia Baltica 27.-29. Mai 2016 in Schleswig-Holstein, Leitung Dr. Deniss Hanovs/Riga und Dr. Christian Pletzing (http://www.academiabaltica.de/ )

3. Symposium des Deutschen Riga Komitees, 21.-22. September 2016 in Osnabrück; aktualisierte Broschüre des Riga-Komitees: https://www.volksbund.de/fileadmin/redaktion/BereichPartner/Dt%20Riga%20Komitee/Materialien/Riga-Komitee_Broschuere_2015_WEB.pdf

Artikelsammlung zu Erinnerungsarbeit Riga, Riga-Komitee, Gedenkstätte Bikernieki: http://www.arbeit-und-leben-hochtaunus.de/Lettland.Riga-Bikernieki-1.pdf

 

 


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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