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Internationale Politik und Regionen + Bericht von Winfried Nachtwei
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CORONA in Afghanistan und anderen Konflikt- u. Krisenländern: Ein Aufruf zu Hilfe von unten, Aufruf zu Globalem Waffenstillstand, Berichte + Kommentare zu einem anrollenden globalen Tsunami

Veröffentlicht von: Nachtwei am 4. April 2020 22:41:59 +02:00 (333 Aufrufe)

In den Konflikt- und Krisenländern des globalen Südens rollt mit der Corona-Pandemie ein globaler, sozialer und wirtschaftlicher Tsunami heran, der in Konflikten als Brandbeschleunige wirken kann. Hierzu Links zu aktuellen Artikeln, Berichten Kommentaren, zum Aufruf des UN-Generalsekretärs zu einem Globalen Waffenstillstand und der Aufruf des Afghanischen Frauenvereins zu Hilfe von unten (Hygiene-Pakete fpr Schülerfamilien), zu JETZT dringend notwendiger, möglicher und ankommender Hilfe. (laufend aktualisiert, Stand 07.04.2020)

CORONA IN AFGHANISTAN und anderen Konflikt- und Krisenländern:

Ein Aufruf zu Hilfe von unten, Aufruf zu Globalem Waffenstillstand, Berichte + Kommentare zu einem anrollenden globalen Tsunami

Winfried Nachtwei (Stand 04./08.2020)

Die Verletzlichkeit unserer hochvernetzten Gesellschaften war uns grundsätzlich ja lange bekannt. Dass aber ein neuartiger Virus Wirtschaft und Gesellschaft weltweit zum Stillstand bringen, ja lähmen könnte mit zzt. noch unabsehbaren, interkontinental verheerenden, vielleicht umstürzlerischen Folgen, das hatte nicht nur ich nicht auf dem Schirm. Ein solcher worst case war Katastrophenthrillern vorbehalten. Es ist mal wieder ein Beispiel für Krisenfrühverkennung in der Praxis - und auch meine eigene Verdrängungsbereitschaft.

Zum ersten Mal erleben unsere Nachkriegsgenerationen eine so umfassende, die Grundlagen unseres Zusammenlebens treffende Bedrohung, ohne direkte Bekämpfungsmöglichkeiten zzt., ohne Fluchtmöglichkeiten in "sicherere" Regionen, nur mit den Optionen der umfassenden Bewegungs- und Kontakteinschränkungen und  des millionenfachen individuellen Rückzugs in die Wohnungskapseln.

Ob gleichzeitig Zusammenhalt und Solidarität wachsen, gesellschaftliche Vereinzelung und Entsolidarisierungen schrumpfen, dafür gibt es hoffnungsvolle Zeichen, ist aber noch längst nicht ausgemacht.

Wer weiß, wie sich darüber auch Prioritäten von Friedens- und Sicherheitspolitik verschieben und Karten in verschiedener Hinsicht neu gemischt werden.

(1)Aufruf zu möglicher Soforthilfe, Stahlmann-Bericht zu Corona-Perspektiven in Afghanistan

Von ganzem Herzen unterstütze ich den Aufruf unserer Freundin Nadia Nashir, der Vorsitzenden des Afghanischen Frauenvereins, und gebe ihn hier weiter.

Die offiziellen Zahlen von Corona-Infizierten sind zzt. in Afghanistan noch recht gering. Aber vieles spricht für eine unkontrollierte, kaum vermeidbare enorme Ausbreitung (vgl. Bericht von Friederike Stahlmann unten): die mangelnde Identifikation Betroffener, die sich Kontaktsperren und Einstellung der Arbeit nicht leisten können; fehlende Möglichkeiten zu Selbst- und Fremdschutz; keine realistische Chancen auf medizinische Versorgung; verbreitete Mangelernährung (14 Mio. Hungernde zzt.) und geschwächte Immunsysteme, Vorerkrankungen bei einem erheblichen Teil der Erwachsenen. Am 28. März begann in Kabul eine dreiwöchige Ausgangssperre. (vgl. Tagesschau, 28.03., https://www.tagesschau.de/ausland/corona-afghanistan-101.html )

Mit Hygiene-Paketen kann sofort Hunderten, Tausenden Familien geholfen werden. 15 Euro für ein Paket! (http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1628 )

Fotos auf www.facebook.com/winfried.nachtwei

31.03.2020, Winfried Nachtwei, MdB a.D.

Aufruf des AFGHANISCHEN FRAUENVEREINS

Bitte helfen Sie unseren SchülerInnen in Afghanistan,

sich und ihre Familien vor Corona zu schützen

(Ende März 2020)

Liebe Afghanistan-Freundinnen und -Freunde,

die Zahl der Corona-Infizierten steigt in Afghanistan leider von Tag zu Tag. Vor allem die derzeit zurückkehrenden Flüchtlinge aus dem benachbarten Land Iran tragen zur Ausbreitung bei. Es mangelt an Aufklärung und viele arme Familien können es sich aufgrund steigender Preise nicht mehr leisten, sich Seife und andere Hygieneartikel zu kaufen.

Bald jedoch beginnt der Unterricht an unseren Schulen in den Provinzen Kabul, Ghazni und Kunduz. Um die Kinder besser vor dem Corona-Virus zu schützen und seine Ausbreitung zu verlangsamen, starten wir ein Hygiene-Nothilfeprogramm. Allen SchülerInnen und LehrerInnen möchten wir zum Schulstart ein Gesundheitspaket mit Seife, Desinfektionsmittel, einem Wasserbehälter und Infomaterial zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen rund um Corona ermöglichen.
Unsere Lehrerteams sollen zudem gleich bei Schulbeginn an allen unseren Schulen Aufklärungskampagnen zu den wichtigsten Vorsorgeregeln durchführen.

Um diese spontane Nothilfe leisten zu können und die SchülerInnen und Lehrerinnen unserer Einrichtungen damit zu schützen, bitten wir um Ihre Unterstützung.

Ein Hygiene-Paket für eine Familie wird 15 Euro kosten. Bitte helfen sie uns, alle der uns anvertrauten etwa 3.000 Kinder und ihre Familie mit dieser Hilfe zu erreichen.

Mit einem Hygiene-Paket helfen Sie unseren SchülerInnen, die Ausbreitung des Corona-Virus in Afghanistan aufzuhalten

Sie leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag und helfen, jene zu schützen, die sonst dem Corona-Virus nichts entgegenzusetzen haben.

Wir danken Ihnen von Herzen und wünschen Ihnen in dieser schwierigen Zeit alles Gute.

Bitte bleiben Sie gesund!

Ihre Nadia Nashir
(Vorsitzende)

P.S. Ihre Spende kommt an.

Jetzt spenden!

Nutzen Sie für Ihre Hilfe unser Online-Formular unter: 
www.afghanischer-frauenverein.de/so-helfen-sie-uns
Stichwort: Saubere Hände gegen Corona oder per Überweisung auf unser Spendenkonto:
Afghanischer Frauenverein e. V. Commerzbank AG Koblenz
IBAN: DE28 5708 0070 0680 8505 00
SWIFT-BIC: DRES DEFF 570
Stichwort: Saubere Hände gegen Corona
Pressekontakt:
Afghanischer Frauenverein e.V. (AFV)
Nadia Nashir
Katharinenstraße 32
49078 Osnabrück
Tel.: 05 41-4 08 99 96
info@afghanischer-frauenverein.de

Zum Afghanischen Frauenverein mein Bericht über das Fest zum 25-jährigen Bestehen des AFV 2017: http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1499  

Bericht:Risiken der Verbreitung von SARS-CoV-2 und schweren Erkrankungen an Covid-19 in Afghanistan, besondere Lage Abgeschobener“, von Friederike Stahlmann, 27.03.2020. https://www.fluechtlingsrat-thr.de/sites/fluechtlingsrat/files/pdf/Afghanistan/Stahlmann-Corona-Afghanistan.pdf

Summary: „Eine unkontrollierte Verbreitung des Corona-Virus in Afghanistan scheint nicht vermeidbar zu sein – auch weil die Bevölkerung zur ganz überwiegenden Mehrheit nicht die Möglichkeit hat, Selbstschutzmaßnahmen zu ergreifen. Zudem droht eine Eskalation der humanitären Not. Mit medizinischer Versorgung kann auch bei langsamer Verbreitung nicht gerechnet werden. Im landesweiten Zentrum für Corona-PatientInnen in Kabul stehen vier Beatmungsgeräte zur Verfügung, während das Gesundheitsministerium damit rechnet, dass 700.00 Corona-PatientInnen im Krankenhaus behandelt werden müssen. Aus Sicht lokaler Ärzte muss zudem davon ausgegangen werden, dass angesichts der bestehenden Lebensbedingungen auch junge Erwachsene mit einem schweren Verlauf der Krankheit zu rechnen haben. Rückkehrer aus Europa gelten aus Sicht lokaler Ärzte hierbei als besonders vulnerabel.“

(2) Artikel, Kommentare zu den Corona-Perspektiven in Konfliktregionen und ärmsten Ländern: Ein sozialer + wirtschaftlicher, globaler Tsunami + Brandbeschleuniger baut sich auf!

- „Terroristen profitieren von Coronavirus-Pandemie - Der IS gewinnt im Nahen Osten an neuer Schlagkraft - Tausende Kämpfer, viel Geld und Gegner, die mit der Corona-Pandemie befasst sind: Der „Islamische Staat“ versucht, im Nahen Osten wieder Fuß zu fassen“, von Christian Böhm + Thomas Seibert, Tagesspiegel 08.04.2020, https://www.tagesspiegel.de/politik/terroristen-profitieren-von-coronavirus-pandemie-der-is-gewinnt-im-nahen-osten-an-neuer-schlagkraft/25727556.html  

- „Corona in Krisenregionen : Die Ruhe vor dem Doppelsturm“ von Omid Nouripour, Gastbeitrag in der FAZ 08.04.2020, https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-fuehrt-im-nahen-osten-und-nordafrika-zu-krisen-16716900.html

- „Konflikt zwischen USA und WHO: Völlig vermasselt hat es nur Trump. In der Corona-Pandemie braucht es Organisationen, die multilateral agieren können. Die WHO hat diese Stärke bewiesen, urteilen Experten“, von Heike Haarhoff, taz 08.04.2020, https://taz.de/Konflikt-zwischen-USA-und-WHO/!5677620/

- „Militäretats nach der Pandemie : Europas Bonsai-Armeen können nicht weiter getrimmt werden“, von Claudia Major und Christian Mölling, Gastbeitrag  FAZ 07.04.2020, https://www.faz.net/aktuell/politik/werden-europas-armeen-wegen-corona-kaputt-gespart-16715209.html  

- „Nicht mal Händewaschen - In der Favela Paraisopolis in Sao Paula fehlt es am Nötigsten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. In vielen Haushalten gibt es kein fließend Wasser, und die beengten Wohnverhältnisse lassen an Isolation kaum denken. Gewerbetreibende zwingt die schiere Not, ihre Läden wieder zu öffnen. Von Tjerk Brühwiller, FAZ 07.04.2020, https://www.faz.net/redaktion/tjerk-bruehwiller-15426175.html

- „Der Terrorgürtel in der Sahel-Zone wird breiter - Dschihadisten nutzen die Gunst der Stunde – auch das militärisch starke Tschad wird attackiert. Von Thilo Thielke, FAZ 07.04.2020, https://www.faz.net/redaktion/thilo-thielke-15607104.html

- „Fehler im Gehirn. Man sagt Afrika das Schlimmste voraus. Dass es glimpflich davon kommen könnte, ist nicht vorstellbar“, (Senegal) Gastbeitrag von Felwine Sarr, SZ 07.06.2020, https://www.sueddeutsche.de/kultur/corona-senegal-1.4869649

- „Absturz der Schwellenländer“, von maf, FAZ 07.04.2020

- „Osteuropa droht ein tiefer Absturz“, Leitartikel von Andreas Mihm, FAZ 07.04.2020, https://www.faz.net/redaktion/andreas-mihm-11104350.html 

- „Wehe, wenn die globale Pandemie kommt“, von Stefan Reinecke, Christian Jakob, taz 06.04.2020, https://taz.de/Corona-im-Globalen-Sueden/!5673605&SuchRahmen=Print/ 

„Corona im Globalen Süden: Bei uns ist der Lockdown Luxus - Der Stillstand der Wirtschaft ist für die Menschen in armen Staaten eine Katastrophe. Sie sind existenziell bedroht“, Kommentar von Stefan Reinecke, taz 06.04.2020, https://taz.de/Corona-im-Globalen-Sueden/!5673507/

„Gefahr, dass Solidarität unter Gleichen bleibt“, Interview mit Thomas Gebauer, Christian Jakob, taz 06.04.2020, https://taz.de/!5673604/

- „Entwicklungsländern droht Tragödie – Corona könnte in den ärmsten Ländern eine humanitäre Katastrophe verursachen. Der IWF sieht die „dunkelste Stunde“ und mobilisiert Hilfen mit der Weltbank“, von Winand von Petersdorff, Christian Schmidt, FAZ 06.04.2020,  https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/corona-krise-entwicklungslaendern-droht-tragoedie-16713132.html

- „Die nächste Katastrophe – Allmählich erreicht das Virus die Favelas und Slums der Welt. Die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Folgen werden gigantisch sein“ “, von Marian Blasberg, Georg Fahrion, Laura Höflinger, Susanne Koelbl, Fritz Schaap, DER SPIEGEL Nr. 16/04.04.2020, SPON https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-krise-in-armutsvierteln-wo-es-schon-vorher-schlimm-war-a-00000000-0002-0001-0000-000170323283  

- „Minister Müller fordert Weltkrisenstab“; DER SPIEGEL 16/04.04.2020, SPON „Brechen Entwicklungsländer zusammen, gibt es Chaos, Unruhen und Bürgerkrieg“, Interview, https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerd-mueller-im-interview-corona-besiegen-wir-nur-gemeinsam-in-der-welt-oder-nicht-a-a84f1727-c2bd-4087-849b-2f06a6a4adcf ; https://www.afp.com/de/nachrichten/3966/mueller-fordert-einrichtung-von-neuem-weltkrisenstab-corona-krise-doc-1qe23r1

„Das Coronavirus und instabile Regionen ´Die Menschen werden sterben wie die Fliegen` -

Die Welt wird sich durch die Krise verändern, sagt der Politikwissenschaftler Johannes Varwick. Deutschland müsse dem Nationalismus widerstehen. Ein Interview.

Hans Monath , Tagesspiegel 03.04.2020, https://www.tagesspiegel.de/politik/das-coronavirus-und-instabile-regionen-die-menschen-werden-sterben-wie-die-fliegen/25702988.html?fbclid=IwAR2ThnR8BNUW0-2cVHAAXIIDCJ1lsSSlJ39DkCoE9H_M4ESxOsu8wwR2O7U

- „Mit Seife gegen die Pandemie – In Ländern wie Zimbabwe haben viele Menschen nicht die nötigen Reserven, um eine Ausgangssperre zu überstehen“, von Thilo Thielke, FAZ 01.04.2020, https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ausgangssperre-in-zimbabwe-mit-seife-gegen-die-corona-pandemie-16705767.html

- „Was ist ein Virus gegen Jahre von Hunger und Krieg? Die Pandemie beeinträchtigt die Arbeit von Hilfsorganisationen – gleich mehrfach“ von Christoph Ehrhardt, FAZ 31.03.2020, auf faz-net „Wie ein unsichtbarer Brandbeschleuniger“, https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-im-krieg-zahl-der-beduerftigen-in-kriegsgebieten-steigt-16703856.html

- „Allzu fruchtbarer Boden - In vielen Konfliktregionen kommt die Corona-Pandemie erst jetzt langsam an. Schwache, von Krieg und Terror verheerte Staaten haben der Seuche kaum etwas entgegenzusetzen. Und vielerorts könnte das Virus die Konflikte zusätzlich anheizen“ (zu Kolumbien, Mali, Syrien, Jemen, Afghanistan, Philippen), von Tomas Avenarius, Moritz Baumstieger, Tobias Matern, Benedikt Peters, Anna Reuss, SZ 30.03.2020, https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-pandemie-covid-19-konfliktregionen-1.4861147

- „Wo Afrika vorne liegt – Beim Coronavirus ist nicht mehr Afrika der Seuchenherd, sondern Europa. Afrikas Regierungen reagieren auch schneller auf die Gefahr als europäische“, von Dominic Johnson, taz, 16.03.2020, https://taz.de/Afrikas-Umgang-mit-dem-Coronavirus/!5668561/

(3) Vereinte Nationen

UN-Generalsekretär Antonio Guterres: Aufruf zu einem Globalen Waffenstillstand anlässlich COVID-19

23. März 2020

„Unsere Welt steht vor einem gemeinsamen Feind: COVID-19.

Das Virus macht keinen Unterschied zwischen Nationalität oder ethnischer Zugehörigkeit, Gruppierung oder Glauben. Es greift alle an, unerbittlich.

Währenddessen wüten bewaffnete Konflikte auf der ganzen Welt.

Die Schwächsten – Frauen und Kinder, Menschen mit Behinderungen, Marginalisierte und Vertriebene – zahlen den höchsten Preis.

Sie sind auch am stärksten gefährdet, verheerende Verluste durch COVID-19 zu erleiden.

Wir dürfen nicht vergessen, dass in den vom Krieg verwüsteten Ländern die Gesundheitssysteme zusammengebrochen sind.

Die ohnehin schon wenigen Gesundheitsfachkräfte sind häufig betroffen.

Flüchtlinge und andere durch gewaltsame Konflikte vertriebene Personen sind doppelt gefährdet.

Die Wut des Virus veranschaulicht den Irrsinn des Krieges.

Deshalb rufe ich heute zu einem sofortigen globalen Waffenstillstand in allen Teilen der Welt auf.

Es ist an der Zeit, bewaffnete Konflikte zu beenden und sich gemeinsam auf den wahren Kampf unseres Lebens zu konzentrieren.

Den Kriegsparteien sage ich:

Ziehen Sie sich aus den Feindseligkeiten zurück.

Legen Sie Misstrauen und Feindseligkeit beiseite.

Bringen Sie die Geschütze zum Schweigen; stoppen Sie die Artillerie; beenden Sie die Luftangriffe.

Das ist entscheidend.

Hilfe bei der Schaffung von Korridoren für lebensrettende Hilfe.

Um wertvolle Fenster für die Diplomatie zu öffnen.

Hoffnung an Orte zu bringen, die zu den am stärksten von COVID-19 bedrohten gehören.

Lassen wir uns von Koalitionen und Dialogen inspirieren, die sich langsam zwischen rivalisierenden Parteien bilden, um gemeinsame Ansätze gegen COVID-19 zu ermöglichen. Aber wir brauchen noch viel mehr.

Wir müssen die Krankheit des Krieges beenden und die Krankheit bekämpfen, die unsere Welt verwüstet.

Es beginnt damit, dass wir die Kämpfe überall stoppen. Und zwar sofort.

Das ist es, was unsere Menschheitsfamilie braucht, jetzt mehr denn je.“

Video des Aufrufs auf Twitter: https://www.un.org/en/un-coronavirus-communications-team/fury-virus-illustrates-folly-war

Coronavirus global health emergency: https://www.un.org/en/coronavirus

United Nations Mobilizes Globally in Fight against COVID-19

https://www.un.org/en/coronavirus-covid-19/united-nations-entities-come-together-fight-against-covid-19

UN-Generalsekretär Guterres: Der Weg aus der Coronavirus-Krise muss zu einer besseren Welt führen, Meinungsbeitrag, 02.04.2020, https://dgvn.de/meldung/der-weg-aus-der-coronavirus-krise-muss-zu-einer-besseren-welt-fuehren/

(4) Themendossiers Corona-Krise der Stiftung Wissenschaft und Politik, 

https://www.swp-berlin.org/swp-themendossiers/corona-krise/    Zum Beispiel:

- „Drei Folgen der Coronakrise in Iran“. Das Coronavirus ist mehr als eine medizinische Herausforderung für die Islamische Republik. Es verschärft die Legitimitätskrise der Führung und lässt die Religion in den Hintergrund treten, meint Azadeh Zamirirad. Kurz gesagt, 07.04.2020, https://www.swp-berlin.org/publikation/drei-folgen-der-coronakrise-in-iran/  

- „Vorausschau erleichtert die gezielte Vorbereitung auf böse Überraschungen“, Kurz gesagt, von Lars Brozus, 06.04.2020, https://www.swp-berlin.org/publikation/vorausschau-erleichtert-die-gezielte-vorbereitung-auf-boese-ueberraschungen/

- Coronavirus: Wie gut ist Afrika vorbereitet?“ Das Coronavirus hat Afrika erreicht. Die Politologin Annette Weber erklärt, warum das für etliche Länder eine besondere Bedrohung ist - und wie Kriege und Konflikte die Lage verschärfen. Interview von Maria Stöhr, in: Spiegel Online, 11.03.2020, https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronavirus-wie-gut-ist-afrika-vorbereitet-a-5c7a1084-de12-4df8-b147-8fadb722e748


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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