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Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung

+ Bericht von Winfried Nachtwei
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15 Jahre ZIF: "Einsatzbereit für die Zukunft - zivil, innovativ, flexibel". Jubiläumsfeier im Berliner "Wasserwerk"

Veröffentlicht von: Nachtwei am 1. Juli 2017 21:22:39 +02:00 (1778 Aufrufe)

Eine Erfolgsgeschichte in Sachen Friedensfähigkeit! Angestoßen unter Rot-Grün 1998 ff., gegründet 2002, jetzt vollwertige Entsendeorganisation des Auswärtigen Amtes für zivile Experten in Friedensmissionen. 

15 Jahre ZIF: „Einsatzbereit für die Zukunft – zivil, innovativ, flexibel“

Jubiläumsfeier im Berliner Wasserwerk am 26. Juni 2017

Winfried Nachtwei, MdB a.D., Ko-Vorsitzender Beirat

Zivile Krisenprävention beim AA, Vorstandsmitglied DGVN

(Fotos auf www.facebook.com/winfried.nachtwei )

Hunderte Menschen kamen am 26. Juni, einem strahlenden Sommertag, im „Wasserwerk“ am Hohenzollerndamm in Berlin zusammen, um das 15-jährige Bestehen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze (ZIF) zu feiern. Für viele war es zugleich ein vielfaches herzliches Wiedersehen: von Frauen und Männern, die nach ZIF-Trainings rund um den Globus in Friedenseinsätzen und Wahlbeobachtermissionen gearbeitet hatten; von Kooperationspartnern aus Ministerien, Entwicklungszusammenarbeit, Bundeswehr, Polizei, Wissenschaft, aus UN, OSZE, EU; von Abgeordneten, von frühen Förderern, Unterstützern und vielen Sympathisanten.

Da ich noch am selben Abend nach München musste, kann ich dieses Mal nicht umfassend von der Feier berichten. Der Bericht des ZIF mit weiteren Links unter http://www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/nachrichten-aus-dem-zif/detailansicht/article/das-zif-wird-15-einsatzbereit-fuer-die-zukunft-zivil-innovativ-flexibel.html .

Im Tagesspiegel berichtete Ulrike Scheffer über die Jubiläumsveranstaltung unter „Zivile Einsätze in den Bundestag“: Sie schildert die Leistungen des ZIF und bringt die Kernbotschaften der HauptrednerInnen. Ein guter Artikel – und ein seltener. Denn beim 10-jährigen ZIF-Jubiläum, bei den bisher vier Tagen des Peacekeepers gab es in überregionalen Medien praktisch keine Berichterstattung. (http://www.tagesspiegel.de/politik/sicherheitspolitik-zivile-friedenseinsaetze-in-den-bundestag/19986110.html )

Das Motto des Jubiläums, „Einsatzbereit für die Zukunft – zivil, innovativ, flexibel“ prangt unübersehbar unter der Decke des ehemaligen Abwasserpumpwerks Wilmersdorf Im ZIF arbeiten zzt. rund 50 Mitarbeiter. Mit dem kürzlich novellierten Sekundierungsgesetz wird das ZIF zu einer vollwertigen Entsendeorganisation des Auswärtigen Amtes für ziviles Fachpersonal in Friedensmissionen. Für rund 160 deutsche Experten im Ausland wird das ZIF vom 1. Juli 2017 an auch Arbeitgeber. Zugleich fungiert das ZIF als Kompetenzzentrum.

Der Kernauftrag des ZIF besteht in der Qualifizierung und Entsendung von zivilen Experten für internationale Friedenseinsätze und in der Erarbeitung von Analysen und Konzepten zu Peacekeeping und Peacebuilding.

Für den Personal-Pool des ZIF wurden inzwischen über 1.500 Fach- und Führungskräfte und Wahlbeobachter gewonnen (2012 waren es über 1.200). Seit 2002 wurden 1.500 Langzeit-Sekundierungen in Friedensmissionen in 50 Ländern vermittelt und über 4.600 Wahlbeobachter in über 80 Länder entsandt.

(vgl. Fact & Figures zu Internationalen Friedenseinsätzen http://www.zif-berlin.org/fileadmin/uploads/analyse/dokumente/veroeffentlichungen/ZIF_Memo_ZIFat15.pdf )

ZIF-Direktorin Dr. Almut Wieland-Karimi fordert in ihrer Begrüßung eine regelmäßige Debatte im Bundestag auch zu den zivilen Peacekeepern. Neben der Parlamentsarmee brauche Deutschland auch ein solides Kontingent an „Parlamentszivilisten“ für den weltweiten Einsatz. Denn: „Friedenseinsätze sind ein wichtiges Werkzeug der internationalen Krisenprävention und des Konfliktmanagements. Sie helfen dabei, Gewalt zu verhindern, einen Waffenstillstand zu sichern und nachhaltig Frieden zu schaffen.“ Das ZIF sei zusammen mit der schwedischen Folke Bernadotte Academy weltweit zu einem Modell geworden. (Bei der 10-Jahresfeier des ZIF am selben Ort hatte Almut Wieland-Karimi empfohlen, auch in Deutschland den International Day of UN-Peacekeepers zu begehen. Diese auch von Mitgliedern des DGVN-Vorstandes unterstützte Forderung wurde schon 2013 von den Ministern des Auswärtigen, der Verteidigung und des Innern in die Tat umgesetzt. Das ZIF leistete bei diesen bestens gelungenen Tagen des „Peacekeepers“ jeweils wesentliche organisatorische Unterstützung.)

Statt Außenminister Sigmar Gabriel spricht kurzfristig Europa-Staatsminister Michael Roth (seine Redehttp://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2017/170627-StM_R_ZIF.html ). Im Unterschied zu früheren Spitzenvertretern des Auswärtigen Amtes spricht er deutlich und vehement für eine Aufstockung der Mittel für Außenpolitik. Im AA habe man kürzlich vorgeschlagen, für jeden Euro im Verteidigungsetat im Gegenzug 1,50 Euro für Diplomatie, Stabilisierung, humanitäre Hilfe und Mediation auszugeben.

Weitere Reden und Grußworte von

Prof. Henrietta Mensa-Bonsu, ehem. stv. Missionsleiterin von UNMIL (Liberia) und Mitglied des vom VN-Generalsekretär berufenen  High Level Independent Panel on Peace Operations,

Jean-Pierre Lacroix, Under-Secretary-General for Peacekeepin-Operations (Videobotschaft),

Federica Mogherini, Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik (verlesen von Dr. Wibke Hansen)

Einsatzbereiche der Zivilexperten

Wahlen, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Verwaltungs- und Regierungsaufbau, Aufbau unabhängiger Medien, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, politische Analyse und Beratung, Versöhnung und Vermittlung, Missionsaufbau und Management, Humanitäre Hilfe und Flüchtlingsarbeit, Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration, Beobachtung und Verifikation, Infrastruktur und Wirtschaft.

Zum Magazin 15 Jahre ZIF: http://www.zif-berlin.org/de/schwerpunkte/zif-magazin-15-jahre-zif.html

Mein Bericht von der 10-Jahresfeier des ZIF http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1143


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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