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Erdrutsch-Katastrophe Badakhshan - Unterstützung für Hilfsaufruf, aktualisierte Informationen (21.5.2014)

Veröffentlicht von: Nachtwei am 10. Mai 2014 11:53:05 +01:00 (9552 Aufrufe)

Hier aktualisierte Informationen zur Hilfe für die Erdrutschopfer in der entlegenen NO-Provinz Badakhshan. Der Hilfsaufruf von Generalleutnant a.D. Glatz und mir findet erfreuliche Verbreitung ...

Erdrutsch-Katastrophe in Badakhshan – aktualisierte Informationen (21.5.2014)

Der Erdrutsch am 2. Mai in Ab-e Barik in der Provinz Badakhshan forderte (Stand 16.5.) 503 Todesopfer. Ca. 500 Familien sind von der Katastrophe betroffen.

Der Hilfsaufruf vom 7. Mai wurde inzwischen auch auf www.augengeradeaus.net/page/5/ (mit 31, z.T. kritischen Kommentaren), auf der Seite der Evangelischen Militärseelsorge  www.eka.militaerseelsorge.bundeswehr.de/portal/a/eka , bei „Lachen Helfen e.V.,  www.facebook.com/LachenHelfen und www.nouripour.de (MdB) veröffentlicht sowie über mehrere Verteiler vor allem unter Afghanistan-Rückkehrern verbreitet.

Positive Rückmeldungen kamen nach dem Auswärtigen Amt (Arbeitsstab Afghanistan-Pakistan, s. Anhang zum Hilfsaufruf 8.5.) auch vom

-         AFG-PAK-Referat des Entwicklungsministeriums: „prima, vielen Dank für die Initiative! Wir sind dankbar für jede Unterstützung, die den Menschen in Afghanistan zugute kommt und zugleich dazu beiträgt, dass Afghanistan hierzulande angesichts anderer Krisen nicht in Vergessenheit gerät.“ Auf Nachfrage wurde mitgeteilt: Im Rahmen der „Not- und Übergangshilfe in Nordostafghanistan“ unterstützt die GIZ seit 2010 Projekte zu Disaster Risk Management und Disaster Preparedness in der Provinz Badakhshan: Ausbildung von Disaster Management Committees auf Kommunal- und Distriktebene, Ausstattung mit verschiedenen Ausrüstungsgegenständen. Für 28 Distrikte wurde eine Risiko-Kartierung durchgeführt. Die Karten zeigen die Verteilung der wenig, mittel und stark durch Erdrutsche, Lawinen und Flut gefährdeten Gemeinden. Das Kartenwerk steht kurz vor der Vollendung und wird in Kürze an die Verwaltung übergeben. Mit GIZ-Hilfe entstanden monatliche Treffen zwischen den ca. zehn in der Provinz mit Katastrophenvorsorge befassten Organisationen (einschließlich NGO`s). Das AA beauftragte die GIZ Anfang 2014 mit einem weiteren Katastrophenvorsorge Vorhaben in der Provinz.

-         aus dem Bundesinnenministerium (Internationale Polizeimissionen)

-         aus dem Bundesverteidigungsministerium (Öffentlichkeitsarbeit): Verbreitung der Informationen in der Bundeswehr

-         vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr (Abteilung J9 CIMIC): „(…) Das Regionalkommando Nord in Mazar-e Sharif hat durch die Übergabe von 1 to Medikamente an das 209. Afghanische Korps, logistische Unterstützung und Satellitenaufnahmen der betroffenen Region rasch geholfen. Inzwischen ist – wie auch den Medien zu entnehmen – eine große Hilfsaktion angelaufen. (…) Nach Bewertung vor Ort kommt es nun darauf an, die angelaufene Hilfe zu orchestrieren. Die Hilfsgüter müssen in die richtigen Hände gelangen. (…) Die Verantwortlichkeit liegt in den Händen afghanischer Regierungsstellen, diese werden durch die VN unterstützt. ISAF wird lediglich auf Bitten der afghanischen Regierung und der VN tätig (…). Mit Aufgabe der PRTs Feyzabad und Kunduz sowie der Reduzierung unserer Kräfte sind auch die deutschen CIMIC-Kräfte nicht mehr in der Lage substantiell zu unterstützen. Die mediale Aufmerksamkeit wird rasch abklingen. Es bleibt zu hoffen, dass auch danach noch Unterstützung für die Betroffenen erfolgt. Vielleicht wäre hier ein Ansatz für die von Ihnen eingeworbenen Spenden zu sehen. Ich wünsche Ihnen im Interesse der bedauernswerten Menschen vor Ort viel Erfolg bei Ihren Hilfsbemühungen.“ Generalleutnant Fritz, Befehlshaber des EFüKdo`s, dankte inzwischen persönlich für die Initiative und informierte über den letzten Stand der Hilfsmaßnahmen.

-         von der Direktorin des Zentrums Internationale Friedenseinsätze (ZIF), Dr. Almut Wieland Karimi: „Vielen Dank für diese Initiative und Info! Die Mediothek Afghanistan engagiert sich auch. Sie hat ein Community Center in Kunduz und war früher auch mit einem Community Center in Badakhshan engagiert. Die afghanischen Mediothekskollegen im Norden haben sich entschieden, vor allem die Kinder zu unterstützen und mit ihnen  die traumatische Erfahrung zu bearbeiten. Diese sind geschockt, fühlen sich bestraft, allein gelassen mit der traumatischen Erfahrung und können die Naturkatastrophe nicht einordnen. Insofern sollen sie mit Gesprächen (..) und einer engen Betreuung in den nächsten Monaten begleitet werden. Die Kontoverbindung der Mediothek ist unter dem Stichwort „Badakhshan“ die VR Neuwied-Linz, IBAN DE75 5746 0117 0305 5044 16, BIC GENODES1NWD

-         von CARITAS INTERNATIONAL aus Tadschikistan: Lt. CI-Team vor Ort gebe es genug Nahrung dort, allerdings hätten die Leute zu weiten Teilen keine Möglichkeit zum Kochen; die Unterbringung in Zelten sei nur eine Minimalversorgung, vor allem bez. der sanitären Anlagen; Wasser sei ein echtes Problem und werde zzt. mit Lastern angebracht und in Flaschen verteilt; in den Nächten werde es noch recht kalt und es fehle an Heizmöglichkeiten bzw. Kleidung, außerdem an Hygieneartikeln. An diesen Bedarfen setze CI an.

-         vom Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestages, Dt. Hans-Peter Bartels, der den Aufruf an die Ausschussmitglieder weiterleitete, vom Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Helmut Königshaus, und von Militärgeneraldekan Matthias Heimer vom Evangelischen Kirchenamt für die Bundeswehr.

Die New York Times berichtete am 7. Mai aus Ab-e Barik über die erheblichen Probleme bei der Verteilung der Hilfsgüter: fehlende Infrastruktur und Verwaltung, widerstreitende Interessen lokaler Führer und Politiker, Ansturm von Bedürftigen aus der Umgebung. („Aid fails to reach Afghan landslide victims“)

Thomas Ruttig, Ko-Direktor des Afghanistan Analysts Network, nahm am 9. Mai sehr informativ zu ökologischen, sozialen und Entwicklungsaspekten der Erdrutsch-Katastrophe Stellung: http://www.afghanistan-analysts.org/slippery-slopes-ecological-social-and-developmental-aspects-of-the-badakhshan-landslide-disaster (Zusammenfassung unter www.nachtwei.de am 14.5.2014)

 

 

 

 


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

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    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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