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Genauer Hinsehen: Sicherheitslage Afghanistan (Lageberichte + Einzelmeldungen) bis 2016
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Winfried Nachtwei

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Winfried (Winni) Maria Nachtwei, MdB a.D. (1994-2009) Stand Februar 2016

BriefmarkeGeboren 15.4.1946 in Wulfen/Krs. Recklinghausen, wohnhaft in Münster/Westfalen, verheiratet mit Angela Nachtwei-Hanak. Aufgewachsen und Abitur in Düsseldorf, aktiv als Messdiener und im katholischen „Quickborn".

1965 bis 1967 Wehrdienst (zuletzt Leutnant der Reserve beim FKG 2/ Atomwaffenverband); zweimal Teilnahme am Internat. Viertagemarsch in Nijmegen. Studium der Geschichte, Sozialwissenschaften und Geographie in Münster und München. Ab Ende 60er, v.a. 70er Jahre aktiv in der Studentenbewegung (Fachschaft Geographie MS, Fachschaft Geschichte München, RotZGesch MS), Anti-Vietnamkriegs- und Internationalismusbewegung, KBW, Anti-AKW-Bewegung, rege Demo-Teilnahme, GEW. (vgl. "Geschichtskoffer JUGENDERFAHRUNGEN in Ost- und Westdeutschland", Schwerin/Essen 2008)

17 Jahre Studienrat für Geschichte und Sozialwissenschaften am Clemens-Brentano-Gymnasium in Dülmen/Krs. Coesfeld bis 1994.

Gründungsmitglied der GAL/GRÜNEN in Münster, mehrfach Mitglied des Kreisvorstandes, seit 1980 bis Ende der 90er Jahre in der Friedensbewegung aktiv (Friedens-AG GAL/GRÜNE MS), 1981 fünf Wochen Unterstützung des Notärzte-Komitees Cap Anamur in Somalia, langjähriger friedenspolitischer Sprecher der GRÜNEN NRW, Mitarbeit in der Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden und Internationales der GRÜNEN seit Gründung bis heute (kooptiertes Mitglied). 1987/1988-1994 Mitglied des Polizeibeirats und des Feuerwehrausschusses der Stadt Münster, Jan.-Nov. 1994 auch der Bezirksvertretung West.

Spurensuche und Erinnerungsarbeit zum Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, zu Judendeportationen, „Reichsjudenghetto" Riga und Polizeibataillonen (1988/1996), 1990-1994 Beobachtung und „Begleitung" eines Kriegsverbrecherprozesses (Maikovskis) zusammen mit meiner Frau in Münster, Engagement für Holocaust-Überlebende im Baltikum (Soforthilfe und Entschädigung), Mitinitiator und Unterstützer des "Deutschen Riga Komitees" (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge).

Mitglied des Bundestages (Bündnis 90/Die Grünen), des Verteidigungsausschusses und Unterausschusses Abrüstung 1994-2009, seit 2002 sicherheits- und abrüstungspolitischer Sprecher, Obmann in den o.g. Ausschüssen; Mitglied des Gemeinsamen Ausschusses („Rumpfparlament"); 2002-2005 zzt. der rot-grünen Koalition (Irakkrieg 2003) stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Mitglied der NATO-Parlamentarierversammlung;

Schwerpunkte: Abrüstung, Rüstungskontrolle und Rüstungsexporte, Zivile Krisenprävention (2002 Initiative zum "Aktionsplan Ziv. Krisenprävention" der Bundesregierung), Krisenbewältigung + Auslandseinsätze/insbesondere Balkan, Afghanistan, Kongo, Irak (beteiligt an 70 Mandatsentscheidungen) , Friedens- und Sicherheitspolitik allgemein; über 40 Besuche in Krisenregionen, davon 18 in Afghanistan. 2003 Aufnahme in die Liste von Persönlichkeiten der vorbeugenden Diplomatie der UN; 2007/8 stellvertretender Vorsitzender der Friedens- und Sicherheitspolitischen Kommission von Bündnis 90/Die Grünen. 2009 freiwillig aus dem Bundestag ausgeschieden („letzte Chance der Resozialisierung").

Winfried NachtweiSeitdem rege Vortrags-, publizistische und ehrenamtliche Tätigkeit, Herausgabe der „Materialien zur Sicherheitslage Afghanistans" und der „Better News statt Bad News aus Afghanistan" seit Sommer 2007 (unregelmäßig) auf www.nachtwei.de . 2015, Juni-Okt. Vorsitzender der von Verteidigungsministerin von der Leyen berufenen Unabhängigen Kommission "G36 im Einsatz".

Ehrenamtliche Mitgliedschaften (Mitarbeit): Beiräte Zivile Krisenprävention des Auswärtigen Amtes (Ko-Vors. seit 2011 zusammen mit Dr. Jörn Grävingholt/DIE), für Fragen der Inneren Führung beim BMVg (AG Einsatzrückkehrer und -folgen), Stiftung Friedensbewegung, Kathol. Friedensstiftung; Vorstände der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), von "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." und „Lachen helfen" e.V. (bis 2009 im Aufsichtsrat des Zentrum Internationale Friedenseinsätze, bis 2006 im Stiftungsrat der Dt. Stiftung Friedensforschung); AG „Gerechter Friede" von „Justitia et Pax", Kommission „Europäische Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr" am IFSH; Kuratorien von CARE Deutschland Luxemburg e. V., des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Minsk (bis 2009 im Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit)

Weitere Mitgliedschaften: Deutsche Parlamentarische Gesellschaft und Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments; mehrere Friedensgruppen/-organisationen (FI Nottuln, „Freie Heide"/Brandenburg, Forum Ziviler Friedensdienst, Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, Bund für Soziale Verteidigung); Beisitzer im Vorstand des Förderkreises Darmstädter Signal; Mitglied in GEW, „Politisch-Militärischer Gesellschaft", Förderverein Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit/BITS, Berlin, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster, Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte, Gesellschaft für bedrohte Völker, Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Münster - Rjasan, Eine-Welt-Netz, NRW, Gesellschafter der „Watt fair for Peace" GmbH & Co. KG, Münster, NABU.

Veröffentlichungen zur Kolonialgeschichte Namibias (Buch 1976), zur Geschichte des Rigaer Ghettos und dem Schicksal der Holocaust-Überlebenden im Baltikum, zum Kriegseinsatz vonPolizei-Bataillonen, zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr (Balkan, vor allem Afghanistan, Kongo, Horn von Afrika, Nordirak), Reiseberichte (allein 16 zu AFG), zu ihrer Bilanz und Kriterien von Kriseneinsätzen und Parlamentsbeteiligung, , zu Stand und Perspektiven der Zivilen Krisenprävention, zu Internationalen Polizeimissionen und UN-Friedenssicherung, zur Responsibility to Protect und zum ressortübergreifenden, "Vernetzten Ansatz"

(vgl. Gesamtliste Berichte und Stellungnahmen zu Afghanistan (Pakistan), anderen Krisenregionen, Auslandseinsätzen, Ziviler Krisenprävention, Friedens- und Sicherheitspolitik, Kriegsgeschichte/Erinnerungsarbeit unter www.nachtwei.de )

Auszeichnungen

  • Viertagekreuz (mit Krone) für die zweimalige Teilnahme am Int. Viertagemarsch 1966 und 1967 in Nijmegen
  • Verurteilung durch das Amtsgericht Münster 1985 wg. Teilnahme an einer Sitzblockade der Friedensbewegung 1983 und nachträglicher Freispruch aufgrund des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts von 1995
  • Special Award des American Jewish Committee, 91. Jahrestreffen Mai 1997 in Washington
  • Münster-Nadel der Stadt Münster für vorbildlichen bürgerschaftlichen Einsatz 1995
  • Goldene Wien-Medaille der Bundeshauptstadt Wien (Verdienste um die Errichtung der Gedenkstätte Riga Bikernieki), November 2001
  • erster „Senior Researcher" des Geschichtsorts „Villa ten Hompel" in Münster
  • Bundesverdienstkreuz (Verdienstkreuz am Bande) Dezember 2010
  • Ehrenmedaille des "Fördervereins der Jugendoffiziere" 2014
Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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