Demokratische Republik Kongo
Die Operation
"Artemis" hat die humanitäre Situation in Bunia
(Demokratische Republik Kongo) verbessert. Verschiedene
humanitäre Hilfsorganisationen und Zehntausende von Flüchtlingen
sind nach Ankunft von "Eufor" (European Forces)
in die Stadt zurückgekehrt.
Dies berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort
(15/1956) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion
(15/1766). "Eufor" habe zusätzlich im
Operationsgebiet Bunia eine Entwaffnung der dort
agierenden Milizen durchgesetzt.
Zu den Entwaffneten gehörten auch Kindersoldaten. Die
Sicherheitslage für die Zivilbevölkerung habe sich mit
dem verstärkten Engagement der internationalen
Gemeinschaft ("Monuc" - Mission der Vereinten
Nationen für den Kongo) seit dem Sommer 2003 bereits spürbar
verbessert.
Dennoch könnten schwerste Menschenrechtsverletzungen
angesichts der Größe des Einsatzgebietes
"realistischerweise" auch für die Zukunft nicht
vollkommen ausgeschlossen werden.
Die Ausgabenplanung für national zu tragende
einsatzbedingte Zusatzausgaben belaufen sich nach Angaben
der Bundesregierung für Deutschland auf circa 5,5
Millionen Euro. Bislang seien davon etwa 4 Millionen Euro
verausgabt worden.
Der Betrag für gemeinsam zu tragende Kosten für die
Gemeinsame Aktion der EU zur Durchführung der Operation
"Artemis" beziffere sich voraussichtlich auf 7
Millionen Euro. Eine Abrechnung der tatsächlich
entstandenen Kosten sei noch nicht erfolgt.
Die Bundesregierung weist ergänzend darauf hin, allein für
"Monuc" seien für das Jahr 2003 rund 60
Millionen US-Dollar (etwa 51 Millionen Euro) im Haushalt
des Auswärtigen Amtes eingestellt worden.
Zur Antwort der
Bundesregierung
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