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Auswärtiges Amt unterstützt Frauenprojekte in Kandahar mit 1 Mio. Euro

Das Auswärtige Amt unterstützt mit Sondermitteln zur Frauenförderung in paschtunischen Stammesgebieten Frauen in der südafghanischen Stadt Kandahar. Die Förderung fügt sich ein in das Engagement des Auswärtigen Amts zum Aufbau demokratischer Strukturen und der Stärkung der Zivilgesellschaft in Afghanistan.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und örtlichen Nichtregierungsorganisationen werden im Jahr 2003 mit 1 Mio. Euro Projekte im Bildungs- und Gesundheitsbereich sowie einkommensschaffende Maßnahmen gefördert. Die Stellung der Frauen in Afghanistan, vor allem in den paschtunisch dominierten Landesteilen, erfordert weiterhin das verstärkte Engagement der internationalen Gemeinschaft.

Schwerpunkt des Sonderprogramms ist es, Frauen und Mädchen den Zugang zum Bildungssektor und speziell zu einem Hochschulstudium zu erleichtern. Das Auswärtige Amt finanziert in Kandahar den Neubau eines Wohnheimes für Studentinnen sowie einen Universitäts-Vorbereitungskurs für 40 Teilnehmerinnen. Außerdem werden u.a. Alphabetisierungs-, Computer- und Englischkurse angeboten. Die mit Mitteln des Auswärtigen Amts neu eingerichtete Frauenklinik in Kandahar ist fast ausschließlich mit weiblichem Personal besetzt und erlaubt so eine umfassende medizinische Versorgung von Frauen. In Workshops und Seminaren werden Frauen über politische Entwicklungen informiert, einkommenschaffende Maßnahmen fördern ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit. Ergänzend werden in 20 mobilen Frauenzentren Frauen beraten, die sich aufgrund des traditionellen Frauenbildes in Afghanistan nicht außerhalb ihrer Nachbarschaft bewegen können.

Die gesamte Unterstützung des Auswärtigen Amts für Wiederaufbauprojekte in Afghanistan beträgt in diesem Jahr 30 Mio. Euro.