Winfried Nachtwei 

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Michael Schlickwei

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8.5.2003

Für eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide

Anlässlich des Fraktionsbeschlusses zur zivilen Nutzung der Kyritz-
Ruppiner Heide erklären Cornelia Behm, MdB und Winfried Nachtwei,
sicherheitspolitischer Sprecher und stellvertretender
Fraktionsvorsitzender:

Ein Luft-Boden-Schießplatz Wittstock bleibt sicherheitspolitisch
unnötig und regionalpolitisch schädlich. Wir setzen uns auf allen
Ebenen für die zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide ein.

Wir erkennen den vorhandenen Übungsbedarf der Luftwaffe an. Doch die
Einsatzfähigkeit der Luftwaffe war in den letzten zehn Jahren auch
ohne einen Übungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide gegeben. Um rund
Zweidrittel ist die Anzahl der Übungsflüge in den letzten zehn Jahren
zurückgegangen. Der sinkende Bedarf an Übungsflügen und die Umstellung
der Waffensysteme ermöglicht den Verzicht auf die Inbetriebnahme eines
Luft-Boden-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide, ohne andere
Plätze zusätzlich zu belasten.

Die Kyritz-Ruppiner Heide liegt in einer strukturschwachen Region mit
einer einmaligen Naturausstattung. Durch den Übungsplatz würden viele
der privaten und öffentlichen Investitionen im Tourismusbereich
bedroht. Ein Wegbrechen des regionalen Wachstumsmotors Tourismus würde
die dortige Arbeitsmarktsituation weiter verdüstern. Für uns hat der
Schutz und der Ausbau des naturnahen Tourismus in der Region Vorrang
vor der Einrichtung eines militärischen Übungsplatzes und der
Ansiedlung einer Garnison. Wir fordern sanften Tourismus statt
Tieffluglärm!

Die Anwohner um die Kyritz-Ruppiner Heide wären dem Tieffluglärm
ausgesetzt. Der Lärm wäre eine Gefährdung für die menschliche
Gesundheit, insbesondere von Kindern, Alten und Kranken.

Wir lehnen die Einrichtung eines Luft-Boden-Schießplatzes in der
Kyritz-Ruppiner Heide entschieden ab und werden auch bei unserem
Koalitionspartner weiterhin auf die zivile Nutzung drängen.

Der Fraktionsbeschluss zum download unter www.gruene-fraktion.de