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12.11.2003
Deutsche Polizisten unterstützen Polizei in
Mazedonien
Bereits im Dezember werden die ersten deutschen
Polizeibeamtinnen und -beamten ihren Dienst zum weiteren
Aufbau der Polizei in Mazedonien antreten. Die Beamten haben
die Aufgaben zu beobachten, zu beraten und die Polizei in
Mazedonien zu überprüfen. Exekutive Befugnisse, wie etwa
Festnahmen, haben sie jedoch nicht.
Das Bundeskabinett hat am 12. November 2003
beschlossen, dass sich Deutschland mit bis zu 20
Polizeivollzugsbeamten an der EU-Mission PROXIMA beteiligen
wird. Damit unterstreicht die Bundesregierung die Bedeutung,
die sie der Fortsetzung des Stabilisierungsprozesses in
Mazedonien beimisst.
An der Mission, die am 5. Dezember beginnen wird, werden
sich insgesamt rund 180 Polizeivollzugsbeamten aus
EU-Mitgliedstaaten sowie Nicht-EU-Staaten beteiligen. Geplant
ist die Mission bisher für ein Jahr. Sie soll dazu beitragen,
in Mazedonien nach bewährten europäischen und
internationalen Praktiken eigene tragfähige Regelungen für
die Polizeiarbeit zu schaffen und die derzeitigen
polizeilichen Standards zu heben.
Bei PROXIMA handelt es sich um die zweite zivile Mission
dieser Art. Die erste fand in Bosnien-Herzegowina statt.
Beschlossen wurde die Mission für Mazedonien am 29. September
vom Europäischen Rat für Allgemeine Angelegenheiten und
Außenbeziehungen.
Neben dieser Polizeigruppe wird es in Mazedonien eine
bewaffnete Komponente geben, die dem Selbstschutz der
EU-Polizisten, der Europäischen Beobachtergruppe und
Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und
Zusammenarbeit in Europadienen wird. An dieser Truppe wird
sich Deutschland jedoch nicht beteiligen.
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