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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei erneut in der Demokratischen Republik Kongo</title>
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    <span class="xar-mod-title">Internationale Politik und Regionen + Sudan</span>

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        <h1>
            Nachtwei erneut in der Demokratischen Republik Kongo         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 28. April 2008 00:59:51 +02:00 (109163 Aufrufe)            </div>
            <div>    Im zweiten Jahr nach der ersten demokratischen Wahl in der Demokratischen Republik Kongo besuchte <strong>Winfried Nachtwei</strong> erneut den zentralafrikanischen Staat.
</div>
            <div>    <p>
Zuerst fÃ¼hrten die Teilnehmer der Delegationsreise der deutschen Parlamentariergruppe mit den SADC-Staaten (Southern African Development Community) in Kinshasa GesprÃ¤che mit ParlamentskollegInnen, mit Regierungsvertretern und zivilgesellschaftlichen Akteuren, um sich Ã¼ber den Stand der jungen Demokratie zu informieren. WÃ¤hrend die Arbeit des Parlaments Fortschritte mache, sei die Regierungspolitik von Stagnation gekennzeichnet. Bei ihrer Reise in die Ostprovinzen Nord- und SÃ¼d-Kivu begegneten den Abgeordneten inmitten des Naturparadieses rund um den Kivu-See die HÃ¶lle auf Erden. Hier sorgen verschiedene Milizen nicht nur fÃ¼r ein instabiles Umfeld, das eine hemmungslose PlÃ¼nderung der dortigen BodenschÃ¤tze ermÃ¶glicht. Zu ihrer Kampfmethode gehÃ¶rt auch exzessive sexuelle Gewalt. In den KrankenhÃ¤usern von Bukavu und Goma begegneten den Abgeordneten Hunderte Frauen und MÃ¤dchen, die mit extremster Grausamkeit vergewaltigt und verstÃ¼mmelt und von ihren Familien verstoÃŸen worden waren. Laut UNO sind diese Provinzen im Ostkongo weltweit der Brennpunkt sexueller Gewalt Ã¼berhaupt. Vertreter der UN-Mission MONUC kritisierten scharf, dass der PrÃ¤sident der Hutu-Miliz FDLR, Dr. Jgnace Murwanashyaka, die fÃ¼r einen GroÃŸteil des Terrors gegen Frauen verantwortlich sei, seit Jahren unbehelligt von Deutschland aus wirken kÃ¶nne. Dies widerspricht der Resolution des UN-Sicherheitsrates vom 13. MÃ¤rz 2008, die alle Mitgliedsstaaten aufforderte, die â€žBereitstellung finanzieller, technischer und sonstiger UnterstÃ¼tzung an die FDLR (...) durch ihre StaatsangehÃ¶rige oder von ihrem Hoheitsgebiet aus zu verhindern.&quot;
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Vor zwei Jahren war viel Hoffnung auf die Reform von Armee und Polizei mit Hilfe der EU-Missionen EUSEC und EUPOL gesetzt worden. Die Bilanz ist zumindest fÃ¼r die Armee Ã¤uÃŸerst ernÃ¼chternd: Wo der Sold bis heute kaum bei den Soldaten ankommt, sind viele Armeeeinheiten fÃ¼r die BevÃ¶lkerung weiter eine Plage.
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Lichtblicke ergaben sich demgegenÃ¼ber bei den Treffen mit Vertretern der kongolesischen Zivilgesellschaft, mit Entwicklungsexperten und mit FachkrÃ¤ften des Zivilen Friedensdienstes. Bei ihnen begegnete uns ein mutiges wie kompetentes Engagement, das hÃ¶chste Aufmerksamkeit und UnterstÃ¼tzung verdient.
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Die Absicherung der Wahlen in Kinshasa durch die EU-Truppe EUFOR und die Beteiligung der Bundeswehr daran war bei den GesprÃ¤chspartnern noch in guter Erinnerung. Umso mehr wurde bedauert, dass weder EU noch deutsche Regierung die damalige Aufbruchstimmung in der BevÃ¶lkerung aufgenommen hÃ¤tten. Gerade das deutsche Engagement sei eher zurÃ¼ckgegangen. Damit wurden nachtÃ¤glich die groÃŸen Worte von Friedenssicherung und Aufbau im Kongo entwertet, mit denen der Bundeswehreinsatz damals begrÃ¼ndet worden ist.
</p>
<p>
(Der umfassende Reisebericht erscheint in KÃ¼rze. Die Berichte der zwei Kongo-Reisen von 2006 sind unter <a href="/">http://www.nachtwei.de/</a> &lt;<a href="/">http://www.nachtwei.de/</a>&gt; zu finden.)
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