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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei zur NSG-Ausnahmeregelung fÃ¼r Indien</title>
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    <span class="xar-mod-title">AbrÃ¼stung und RÃ¼stungskontrolle + Atomwaffensperrvertrag</span>

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    <tr>
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                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
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<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=82-102">Any of these categories</a>
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        <h1>
            Nachtwei zur NSG-Ausnahmeregelung fÃ¼r Indien         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 25. September 2008 22:52:46 +02:00 (143433 Aufrufe)            </div>
            <div>    <strong>Winfried Nachtwei</strong> hat sich im Bundestag zur NSG-Ausnahmeregelung fÃ¼r Indien  wie folgt geÃ¤uÃŸert:
</div>
            <div>    <p>
VizeprÃ¤sidentin
Dr. h. c. Susanne Kastner: 
</p>
<p>
NÃ¤chster Redner ist der Kollege Winfried Nachtwei,
BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen.
</p>
<p>
Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS
90/DIE GRÃœNEN): 
</p>
<p>
Frau PrÃ¤sidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr
Staatsminister, Sie haben entgegen Ihrer sonstigen Art eine ErklÃ¤rung hier
abgelesen. Das nehme ich zur Kenntnis.
</p>
<p>
(Dr. Werner Hoyer [FDP]:
Mit Anstand!)
</p>
<p>
Atomwaffen sind der Extremismus der
MilitÃ¤rtechnik, und der Nichtverbreitungsvertrag versucht, in diesem Bereich
wenigstens nukleare Anarchie zu verhindern und gleichzeitig die Dinge in
Richtung nuklearer AbrÃ¼stung zu bewegen.
</p>
<p>
Wir wissen alle: In den letzten Jahren
ist der Nichtverbreitungsvertrag in eine erhebliche Krise gekommen. Erinnern
wir uns: 1974 war der erste indische Nukleartest. Wodurch wurde er mÃ¶glich?
Durch Plutonium, das aus einem Reaktor, von Kanada geliefert, dafÃ¼r abgezweigt
werden konnte. Die Schlussfolgerung daraus war die GrÃ¼ndung der Nuclear
Suppliers Group durch USA, Kanada, die Bundesrepublik und einige andere LÃ¤nder.
Und nun soll es diese Ausnahmeregelung fÃ¼r Indien geben.
</p>
<p>
Herr von Klaeden, wenn da von Misstrauen
gegen-Ã¼ber Indien gesprochen wird, ist das in diesem Zusammenhang die
unpassende Kategorie.
</p>
<p>
(Dr. Werner Hoyer [FDP]:
Sehr richtig!)
</p>
<p>
Aber wir mÃ¼ssen zunÃ¤chst feststellen, dass Indien
keine verbindliche AbrÃ¼stungsverpflichtung im Nuklearbereich eingegangen ist,
</p>
<p>
(Elke Hoff [FDP]: Genau!)
</p>
<p>
dass kein Beitritt zum Atomteststopp erklÃ¤rt wird und
dass schlieÃŸlich auch ein Ã¼berprÃ¼fbares Moratorium fÃ¼r die Produktion von
waffenfÃ¤higem Spaltmaterial nicht zugesagt wird.
</p>
<p>
Was die IAEO-Kontrollen in den 14
zivilen Anlagen und in den acht anderen Anlagen angeht, die fÃ¼r die militÃ¤rische
Nutzung entscheidend sind: null. AuÃŸerdem kann Indien auch von sich aus die
Kontrollen der IAEO beenden. Ich verstehe, dass die IAEO sagt: Jetzt haben wir
den FuÃŸ in der TÃ¼r. Daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, das sei insgesamt
eine AnnÃ¤herung an den Nichtverbreitungsvertrag, ist aber eine falsche
Bewertung. Dazu haben Sie in Ihren vier Minuten Rede nichts gesagt. In frei
gesprochenen weiteren vier Minuten wÃ¼rden Sie angesichts der Wirkung dazu
vermutlich etwas anderes sagen. 
</p>
<p>
Wie will man gegenÃ¼ber dem Iran denn
jetzt bitte schÃ¶n noch irgendwie glaubwÃ¼rdig vertreten - das ist schon gesagt
worden -: Ihr dÃ¼rft das, was die anderen machen, nicht; die sind halt Atommacht
usw. Das bekommen Sie nicht mehr auf die Reihe.
</p>
<p>
(Beifall beim
BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP)
</p>
<p>
Israel und Pakistan haben selbst gesagt:
Das wollen wir auch - PrÃ¤zedenzfall. Eine Ablehnung kann man nicht plausibel
machen. Na gut, Pakistan kann man sagen: Euch kÃ¶nnen wir nicht trauen. Aber
Israel? Israel trauen Sie doch sehr. Warum denn da nicht? 
</p>
<p>
(Eckart von Klaeden
[CDU/CSU]: Israel hat das doch gar nicht gesagt! Das ist doch Quatsch! Das ist
doch gar nicht wahr!)
</p>
<p>
Was Pakistan angeht: Gestern hatten wir
dazu eine Aktuelle Stunde.
</p>
<p>
(Eckart von Klaeden
[CDU/CSU]: Das passt doch gar nicht!)
</p>
<p>
- Jetzt will ich keine Zwischenrede. 
</p>
<p>
(Eckart von Klaeden
[CDU/CSU]: Aber hier Unsinn erzÃ¤hlen!)
</p>
<p>
- Ich erzÃ¤hle weiter. Sie kÃ¶nnen dann sehen, das ist
ganz schÃ¶n sinnvoll.
</p>
<p>
Wir haben festgestellt, dass Pakistan
ein politisches Pulverfass ist, vielleicht das gefÃ¤hrlichste weltweit. Erinnern
wir uns daran, was 1999 war - das ist nachzulesen -, als es sieben Wochen lang
einen kriegerischen Konflikt zwischen Pakistan und Indien gegeben hat: 13-mal
ist von beiden Seiten der Einsatz von Atomwaffen angedroht worden. Bitte schÃ¶n!
Das heiÃŸt im Klartext: Wenn auf indischer Seite jetzt die MÃ¶glichkeit besteht -
ich will das nicht unterstellen -, in Sachen nuklearer AufrÃ¼stung
weiterzumachen, dann ist die Perzeption beim Gegner doch eindeutig. Dann geht
die Sache auch da hoch. Das mÃ¼ssen Sie bitte berÃ¼cksichtigen.
</p>
<p>
(Beifall beim
BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP)
</p>
<p>
Die Bundesregierung trÃ¤gt eine ganz erhebliche Mitschuld
an dieser Art von Entscheidung.
</p>
<p>
Herr Staatsminister, Sie haben vorhin
von einem Kompromiss gesprochen. Sie wissen selbst, wie schlimm das gelaufen
ist: Die kritischen Kleinen, die RÃ¼ckgrat hatten, sind von den Spitzen der USA
fertiggemacht worden, und die Bundesregierung, die gegenÃ¼ber dem grÃ¶ÃŸten
VerbÃ¼ndeten in solchen Angelegenheiten schon einmal RÃ¼ckgrat bewiesen hat, hat
das dieses Mal offensichtlich nicht getan. Es ist wirklich ein Hohn, wenn Sie
in diesem Zusammenhang von einem Kompromiss reden. 
</p>
<p>
Ich habe den Eindruck, dass elementare
Sicherheits- und AbrÃ¼stungsinteressen anderen Interessen geopfert wurden. Davon
wird natÃ¼rlich gar nicht gesprochen. Es geht aber immerhin um einen Markt von
150 Milliarden Dollar. Legitimerweise sind daran natÃ¼rlich alle mÃ¶glichen
Seiten interessiert. Ich glaube, das war das Entscheidende.
</p>
<p>
VizeprÃ¤sidentin
Dr. h. c. Susanne Kastner: 
</p>
<p>
Herr Kollege Nachtwei!
</p>
<p>
Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS
90/DIE GRÃœNEN): 
</p>
<p>
Ich komme zum Schluss, Frau PrÃ¤sidentin. 
</p>
<p>
VizeprÃ¤sidentin
Dr. h. c. Susanne Kastner: 
</p>
<p>
Ja, bitte.
</p>
<p>
Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS
90/DIE GRÃœNEN): 
</p>
<p>
Zwei dringende Bitten an die Koalition: Erstens. Reden
Sie hier wenigstens nicht um diese Fehlentscheidung drum herum. Uta Zapf, ich
glaube, Sie kÃ¶nnen das ein bisschen korrigieren. Zweitens. Wenigstens sollte es
jetzt keinerlei Nuklearlieferungen an Indien geben. Das ist das Mindeste.
Australien zum Beispiel macht uns das vor.
</p>
<p>
VizeprÃ¤sidentin
Dr. h. c. Susanne Kastner: 
</p>
<p>
Herr Kollege Nachtwei, ich muss Sie jetzt wirklich
unterbrechen.
</p>
<p>
Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS
90/DIE GRÃœNEN): 
</p>
<p>
Ich beende jetzt meine Rede. 
</p>
<p>
Danke schÃ¶n.
</p>
</div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
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