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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Kunduz - eine Woche im April: Taliban-Offensive dort, Einsatzbilanzierungen, vor allem VerdrÃ¤ngung hierzulande</title>
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    <span class="xar-mod-title">Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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<br />
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</div>

        <h1>
            Kunduz - eine Woche im April: Taliban-Offensive dort, Einsatzbilanzierungen, vor allem VerdrÃ¤ngung hierzulande         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 3. Mai 2015 20:50:39 +02:00 (83827 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>&Uuml;ber viele Jahre stand Kunduz beispielhaft f&uuml;r den deutschen Afghanistaneinsatz, erst f&uuml;r Hoffnungen, dann f&uuml;r Entt&auml;uschungen und die R&uuml;ckkehr des Krieges. Seit dem Bundeswehrabzug im Oktober 2013 verschwindet Kunduz hinterm Horizont. Nach einem ersten Ansturm vor acht Monaten gingen hunderte Taliban seit dem 24. April&nbsp; erneut in die Offensive. Hierzu und zu j&uuml;ngsten Einsatzbilanzen einige Informationen ...&nbsp; &nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Kunduz &ndash; eine Woche im April: Taliban-Offensive dort, Einsatzbilanzierungen, vor allem Verdr&auml;ngung hierzulande</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, MdB a.D. (5/2015)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">HIERZULANDE</span></strong><strong><span style="text-decoration: underline;">: </span></strong><strong><span style="text-decoration: underline;">In Berlin h&auml;uften sich in der letzten Aprilwoche Veranstaltungen zur Bilanz des Afghanistan-Einsatzes</span></strong></p>
<p><strong>&bdquo;Lehrstunde Afghanistan</strong>&ldquo; der Dt. Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP) und der Dt. Atlantischen Gesellschaft am 22. April ganzt&auml;gig im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung mit geladenen G&auml;sten. Referenten beim Panel &bdquo;Sicherheit&ldquo; Mauritz Jochems, ehem. Hoher Ziviler Repr&auml;sentant der NATO in AFG, Ex-Staatssekret&auml;r BMVg R&uuml;diger Wolf, Generalmajor Josef Blotz (mehrfach ISAF, NATO), beim Panel &bdquo;Entwicklung&ldquo; Adrienne Woltersdorf (Leiterin FES-B&uuml;ro Kabul), BMZ-Referatsleiter Dr. Stephan Oswald, BICC-Direktor Prof. Conrad Schetter, beim Panel &bdquo;Gute Regierungsf&uuml;hrung&ldquo; Botschafter Dr. Michael Koch (Sonderbotschafter der Bundesregierung f&uuml;r AFG-PAK), W. Nachtwei, Prof. Michael Daxner (FU Berlin, SFB 700), BMWi-MinR Dr. Rudolf Gridl.</p>
<p><strong>Buchvorstellung &bdquo;Am Hindukusch &ndash; und weiter? </strong>Die Bundeswehr im Auslandseinsatz: Erfahrungen, Bilanzen, Ausblicke&ldquo;, hrg. von Rainer L. Glatz und Rolf Tophoven, am 23. April in der Berliner Niederlassung der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung (bpb)<strong>. </strong>Nach Gru&szlig;worten des Pr&auml;sidenten der bpb Thomas Kr&uuml;ger, des Parlamentarischen Staatssekret&auml;rs BMI Dr. J&uuml;rgen Krings und des Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, MdB Hans-Peter Bartels, Podium mit den beiden Herausgebern, MdB Bartels, und den AutorInnen Dr. Anja Seiffert (Zentrum f&uuml;r Milit&auml;rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr) und Uli Gack (ZDF). Nach vielen Einzelver&ouml;ffentlichungen zu AFG liegt jetzt erstmalig ein Sammelband vor, der aus den verschiedenen Perspektiven von zwanzig Praktikern, Verantwortlichen aller Ebenen und engen Begleitern eine erfahrungsreiche und (selbst)kritische Bilanzierung des Einsatzes leistet. Mein Beitrag ist &uuml;berschrieben mit &bdquo;<em>Die Politik und Afghanistan: pers&ouml;nliche Bilanz und Ausblick eines politischen Auftraggebers</em>&ldquo;. <span style="text-decoration: underline;">Kernaussagen</span>:</p>
<p>&bdquo;<em>(&hellip;) Die Startfehler konnten sich so lang halten, weil sich Deutschland wie die meisten anderen Staaten im Multilateralismus versteckten. Jeder leistete seinen Beitrag &ndash; die Bundesrepublik mit besonderer Verl&auml;sslichkeit &ndash; und k&uuml;mmerte sich in nationaler Nabelschau fast nur um ihn. Kaum einer nahm die Erfahrungen anderer Verb&uuml;ndeter wie der Briten in Helmand und der Niederl&auml;nder in Uruzgan auf, machte sich Gedanken um eine tragf&auml;hige gemeinsame Strategie. Hinzu kamen Mechanismen und Mentalit&auml;ten von Sch&ouml;nrednerei, die zusammen mit dem Primat innenpolitischer Interessen in Berlin und anderen Hauptst&auml;dten eine unheilige Allianz bildeten. Das Ergebnis waren strukturelle Unehrlichkeit, Selbstt&auml;uschung und Realit&auml;tsverlust. (&hellip;) Bis heute wurde eine systematische und unabh&auml;ngige Wirksamkeitsanalyse des deutschen Gesamtengagements verweigert. &Uuml;ber unmittelbare Einsatzauswertung hinaus fand institutionalisiertes Lernen nicht statt.</em></p>
<p><em>Nicht nur in Deutschland tat sich mit der Zeit immer mehr eine Schere auf: Zwischen den Soldaten, aber auch Polizisten und Zivilexperten, die ihre Aufgaben mit h&ouml;chstem Einsatz &ndash; bis zum Einsatz von Leben und Gesundheit &ndash; erf&uuml;llten, und einem Primat der Politik, die diesen nur halbherzig ausf&uuml;llte. Symptomatisch war, dass in Deutschland nie ein Spitzenpolitiker sichtbar f&uuml;r den umfassenden Afghanistaneinsatz stand. Der Knackpunkt des abgedrifteten Einsatzes war ein kollektives politisches F&uuml;hrungsversagen.</em></p>
<p><em>Wo die Parlamentsbeteiligung bei Auslandseins&auml;tzen so weit geht wie in Deutschland, tr&auml;gt daf&uuml;r der Bundestag mit seinen Fachaussch&uuml;ssen erhebliche Mitverantwortung. &Uuml;ber die Neigung zur Mikrokontrolle, &uuml;ber zweifellos auch wichtige Ausr&uuml;stungsfragen gerieten die strategischen Fragen des Einsatzes, der Koh&auml;renz der staatlichen Akteure und der Unausgewogenheit der Mittel aus dem Blick. Die erste Bundestagsdebatte zur deutschen Polizeiaufbauhilfe Afghanistan fand am 9. November 2007 statt. Wo die weitere deutsche Beteiligung an ISAF aus B&uuml;ndnisloyalit&auml;t feststand, trat das Interesse an ungeschminkter Wirksamkeitsanalyse immer wieder hinter dem Prim&auml;rinteresse an Selbstlegitimation zur&uuml;ck. Zwei Untersuchungsaussch&uuml;sse des Verteidigungsausschusses (2007/2008 zu Murnat Kurnaz, 2010 zum Luftangriff bei Kunduz am 4. September 2009) banden &uuml;berdies so viel an Kr&auml;ften, dass dar&uuml;ber die sorgf&auml;ltige Einsatzbegleitung zu kurz kam. Nicht die Schl&uuml;sselfrage, warum die fr&uuml;here Hoffnungsprovinz Kunduz so abgest&uuml;rzt war und wie das zu &auml;ndern sei, stand 2009/2010 im Vordergrund, sondern die stark parteipolitisch aufgeladene Frage nach der Informationspolitik der Bundesregierung. Gefangen in ihrer Koalitionsloyalit&auml;t fanden verschiedene Koalitionsmehrheiten nicht die Kraft, Fehlentwicklungen im Einsatz zu identifizieren und auf Abhilfe zu dr&auml;ngen. Zahlreiche Afghanistandebatten konnten nicht verhindern, dass die anf&auml;ngliche Zustimmung zum Einsatz in der Bev&ouml;lkerung im Laufe der Jahre kippte. (&hellip;)</em></p>
<p><em>Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender von 2002 bis 2005 hatte ich eine Schl&uuml;sselrolle bei der Afghanistan-Startentscheidung. Anfangs f&uuml;rchtete ich, wir k&ouml;nnten in Afghanistan in ein &bdquo;rot-gr&uuml;nes Vietnam&ldquo; geraten. Vor der ersten OEF-Entscheidung erwog ich die R&uuml;ckgabe des Bundestagsmandats. Jahrelang war der Afghanistaneinsatz insbesondere bei den Gr&uuml;nen hei&szlig; umk&auml;mpft und f&uuml;r die Bef&uuml;rworter oftmals ein politisch-existenzielles Risiko. Ich konnte diese Auseinandersetzungen nur durchhalten, indem ich mich so intensiv einarbeitete wie in kein anderes Thema, das Land bis heute 17 Mal besuchte und nach der Devise &bdquo;Genauer Hinsehen&ldquo; umfassend und differenziert berichtete und Stellung nahm. &Uuml;ber Begegnungen mit Hunderten von Frauen und M&auml;nnern im und nach dem Einsatz und in Aufbauprojekten, mit der Teilnahme an fast allen Trauerfeiern f&uuml;r in Afghanistan Gefallene verschob sich meine Afghanistan-Motivation, trat die pers&ouml;nlich-menschliche Verbundenheit und Verpflichtung in den Vordergrund. R&uuml;ckblickend muss ich feststellen, dass ich mitverantwortlich bin f&uuml;r die unter Rot-Gr&uuml;n gemachten strategischen Fehler der ersten Jahre und mit meinen relativ fr&uuml;hen Kritiken an den Defiziten der deutschen Afghanistanpolitik zu wenig durchdrang und wirkte. (&hellip;)&ldquo;</em></p>
<p>Der sehr empfehlenswerte 392-Seiten-Band ist erschienen in der Schriftenreihe der bpb, Band 1584, und dort f&uuml;r 4,50 Euro zu bestellen. (<a href="https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/205485/am-hindukusch-und-weiter">https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/205485/am-hindukusch-und-weiter</a> )</p>
<p><strong>Bundestagsdebatte &uuml;ber die Gro&szlig;e Anfrage der LINKEN &bdquo;Krieg in Afghanistan</strong> &ndash; Eine Bilanz&ldquo; und die Antwort der Bundesregierung am 23. April. (Drs. 18/4168 vom 27.02.2015, <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/041/1804168.pdf">http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/041/1804168.pdf</a> ) Der Redner der LINKEN, fr&uuml;her ein Unterst&uuml;tzer der sowjetischen Okkupation Afghanistans, malt ein pauschales Zerr- und Schwarzbild des AFG-Einsatzes. Dass ISAF 13 Jahre lang einm&uuml;tig vom UN-Sicherheitsrat beauftragt wurde, dass erhebliche Teile der Bev&ouml;lkerung trotz gro&szlig;er Entt&auml;uschungen und Opfer Teilfortschritte anerkennen und den ISAF-Abzug eher f&uuml;rchteten als begr&uuml;&szlig;ten, erw&auml;hnt er mit keinem Wort. (Auch die Gro&szlig;e Anfrage fragt keinmal nach der Wahrnehmung der afghanischen Bev&ouml;lkerung.) Er zeigt keinen Funken Interesse an einer (selbst)kritischen, differenzierten Bilanzierung, sondern ausschlie&szlig;lich Interesse an Selbstbest&auml;tigung der eigenen Fundamentalposition und der Denunziation aller anderen Fraktionen als Kriegsparteien, als Kriegsschuldige.</p>
<p>Die RednerInnen der den AFG-Einsatz grunds&auml;tzlich mittragenden Fraktionen lassen diese &ndash; au&szlig;erhalb des Bundestages recht wirksame - Demagogie kampflos unbeantwortet. Einige Koalitionsabgeordnete reagieren stattdessen mit Sch&ouml;nf&auml;rberei. Wo die Zivilopfer im Kontext der bewaffneten Auseinandersetzungen so hoch wie nie seit 2002 sind, wo die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte extreme Verluste erleiden, da hat ISAF leider kein sicheres Umfeld &ndash; so der Kernauftrag &ndash; hinterlassen. Davon kein Wort! Die Fehler des internationalen AFG-Einsatzes werden verk&uuml;rzt auf die Aufbau-Illusionen der ersten Jahre. Verdr&auml;ngt werden meist die jahrelangen strategischen Dissense zwischen Hauptverb&uuml;ndeten und das Desaster des entgrenzten &bdquo;war on terror&ldquo;.</p>
<p>Ohne die Mandatszustimmungen des Bundestages w&auml;re kein einziger Soldat nach Afghanistan entsandt worden. Mit der heutigen Debatte ist die lange &uuml;berf&auml;llige systematische und ehrliche Auswertung und Bilanzierung des AFG-Einsatzes und des umfassenden AFG-Engagements keineswegs geliefert &ndash; sie steht noch aus.!</p>
<p><strong>Vortrag &bdquo;Afghanistan: Chancen und Risiken nach 13 Jahren Afghanistaneinsatz&ldquo; </strong>bei der Gesellschaft f&uuml;r Sicherheitspolitik (GSP) am 27. April in Halle (Saale)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">AM HINDUKUSCH, in Kunduz</span></strong>(Fotos unter <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a> )</p>
<p>Inzwischen dringen kaum noch Nachrichten aus Kunduz nach Deutschland. Eine Stadt, eine Provinz, die so sehr f&uuml;r den deutschen Afghanistaneinsatz steht, f&uuml;r anf&auml;ngliche Hoffnungen und Fortschritte, dann R&uuml;ckschl&auml;ge, Gefallene, R&uuml;ckkehr des Krieges wie kein anderes Einsatzgebiet von Bundeswehr, deutschen Entwicklungsexperten und Polizisten.</p>
<p><strong>Am 24. April</strong> <strong>begannen hunderte Aufst&auml;ndische ihre zwei Tagen zuvor angek&uuml;ndigte Fr&uuml;hjahrsoffensive</strong> <strong>&bdquo;Azm&ldquo;</strong> (&bdquo;Entschlossenheit&ldquo;) mit dem landesweiten Schwerpunkt in der Provinz Kunduz: Gemeldet wurden koordinierte Angriffe rund um Kunduz-Stadt in den Distrikten Aliabad, Chahar Darreh, Qala-i Zal, Dasht-e Archi, Imam Sahib und Khanabad. In Chahar Darreh wurden etliche Au&szlig;enposten der ANSF genommen. Taliban drangen bis auf wenige Kilometer an die s&uuml;dliche Stadtgrenze heran. Der Vorort Gortepa in Kunduz City werde von Taliban kontrolliert. In Imam Sahib im Norden r&uuml;ckte eine gro&szlig;e Zahl von Aufst&auml;ndischen, unter ihnen Militante aus Usbekistan, Tadschikistan, Tschetschenien aus drei Richtungen auf das Distriktzentrum vor. Ein ANA-Bataillon mit ca. 400 (500) Soldaten wurde auf einem St&uuml;tzpunkt in Imam Sahib eingeschlossen. Bisher seien ca. 2.000 Familien aus ihren H&auml;usern geflohen. (Thomas Ruttig &ldquo;Taliban greifen nach Kundus&ldquo;, taz, <a href="https://thruttig.wordpress.com/2015/04/29/die-taleban-offensive-in-kunduz-und-was-sie-bedeutet-aktualisierte-taz-beitrage-29-4-2015/">https://thruttig.wordpress.com/2015/04/29/die-taleban-offensive-in-kunduz-und-was-sie-bedeutet-aktualisierte-taz-beitrage-29-4-2015/</a> ; New York Times 28.4., <a href="http://www.nytimes.com/2015/04/29/world/asia/afghan-troops-rush-to-kunduz-amid-taliban-assault.html?_r=0">http://www.nytimes.com/2015/04/29/world/asia/afghan-troops-rush-to-kunduz-amid-taliban-assault.html?_r=0</a> ; <a href="http://www.longwarjournal.org/archives/2015/04/taliban-launch-offensive-in-northern-afghan-province.php">http://www.longwarjournal.org/archives/2015/04/taliban-launch-offensive-in-northern-afghan-province.php</a> )</p>
<p>Der Vorsitzende des Provinzrates von Kunduz sagte, 65% der Provinz w&uuml;rden von den Taliban kontrolliert. Er warnte vor einem Fall der Stadt, wenn die Regierung nicht schnell reagiere. Vizegouverneur Hamdullah Daneschi hatte schon vor Tagen vor einer drohenden Eroberung der Provinz durch die Taliban gewarnt (&bdquo;Das ist die schlimmste Situation in Kunduz seit 2002&ldquo;, SZ 23.4.) und in einem dramatischen Appell zus&auml;tzliche Truppen aus Kabul angefordert. (FAZ 28.4.2015)</p>
<p>Heftige K&auml;mpfe wurden auch aus anderen Nordprovinzen gemeldet, so Baghlan, Sar-i Pul, Jowzjan und Faryab im Nordwesten. Insgesamt sollen die ANSF zzt. landesweit in 18 &bdquo;ungeplante Operationen&ldquo; verwickelt sein (taz 29.4.2015).</p>
<p><strong>Der Kunduz-Offensive vorausgegangen</strong> war am 10.-12. April ein Angriff von mehreren hundert Taliban auf ANA-Positionen im Distrikt Jurm in Badakhshan. Hierbei sollen 28 Soldaten get&ouml;tet und z.T. gek&ouml;pft sowie zehn entf&uuml;hrt worden sein.</p>
<p>Am 18. April wurden bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kundenschlange vor einer Bankfiliale in Jalalabad 34 Menschen get&ouml;tet und 125 verwundet. Nicht die Taliban sondern &bdquo;Daesh&ldquo; (IS) habe sich laut Pr&auml;sident Ashraf Ghani zu der Tat bekannt. Die tats&auml;chliche T&auml;terschaft ist umstritten und ungekl&auml;rt.</p>
<p>Am 22. April vormittags wurde ein 37-j&auml;hriger deutscher Mitarbeiter der GIZ auf der Fahrt von Kunduz nach Mazar entf&uuml;hrt. Im Norden arbeiten 100 Deutsche/Internationale und 1.000 Einheimische im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mitte Februar hatte ich die Bewegungsfreiheit der EZ-ExpertInnen in Balkh als f&uuml;r afghanische Verh&auml;ltnisse noch ganz brauchbar erfahren. Die jetzige Entf&uuml;hrung bedeutet da eine erhebliche Verunsicherung und kann die gute Aufbauarbeit gef&auml;hrden. Dem Entf&uuml;hrten w&uuml;nsche ich von Herzen baldige und wohlbehaltene R&uuml;ckkehr, seinen Kolleginnen und Kollegen viel Kraft bei der Bew&auml;ltigung der Attacke.</p>
<p>Am 24. April um 8.20 Ortszeit schlug im Camp Marmal bei Mazar in N&auml;he des Flugfeldes eine ungelenkte 107-mm-Rakete ein. Ein nicht-deutscher Resolute-Support-Soldat wurde leicht verletzt. Den letzten Raketeneinschlag hatte es in Camp Marmal vor vier Jahren am 11. Mai 2011 gegeben. Da inzwischen der Bundeswehr-Airbus aus Deutschland nicht mehr Termez, sondern direkt Mazar anfliegt, ist die Raketenattacke besonders heikel.</p>
<p><strong>ANSF-Gegenoffensive &bdquo;Shaheen&ldquo;</strong>: Ca. 2.000 zus&auml;tzliche Sicherheitskr&auml;fte wurden nach Kunduz verlegt. Provinzgouverneur Mohammad Safi gab lt. TOLOnews 2.5.2015 bekannt, in der zur&uuml;ckliegenden Woche seien mehr als 200 Aufst&auml;ndische, 20 Angeh&ouml;rige der Sicherheitskr&auml;fte und vier Zivilpersonen bei den K&auml;mpfen get&ouml;tet worden.</p>
<p>Am 29.4. berichtete TOLOnews von einer gewissen Normalisierung in Kunduz Stadt. L&auml;den &ouml;ffneten wieder, Sch&uuml;ler kehrten in die Schulen zur&uuml;ck. Am Vortag h&auml;tten die Afghanischen Sicherheitskr&auml;fte (ANSF) eine massive Gegenoffensive gestartet, am 29.4. sei sie durch Luftwaffeneins&auml;tze unterst&uuml;tzt worden. Regierungsoffizielle erkl&auml;rten, die Beteiligung von Daesh/IS sei best&auml;tigt, Mullah Abdul Salam von der Quetta-Shura in Pakistan soll angeblich die Aufst&auml;ndischen-Offensive f&uuml;hren. Der Kommandeur von RSM-North, Brigadegeneral Andreas Hannemann, bestritt demgegen&uuml;ber die Pr&auml;senz von Daesh/IS (Afghan Arzu TV 30.4.)</p>
<p>Am 1.5. ver&ouml;ffentlichten die Taliban ein 5:37-Video unter dem Titel &bdquo;Kunduz and Renewed Resolve&ldquo;. Es zeigt unmaskierte Taliban mit leichten und schweren Waffen, mit Fahrzeugen und in St&uuml;tzpunkten der ANSF &ndash; angeblich in Chahar Darreh und Gor Tepa, sowie gefangene lokale Polizisten. (<a href="http://www.longwarjournal.org/archives/2015/05/taliban-touts-success-in-kunduz-offensive.php">http://www.longwarjournal.org/archives/2015/05/taliban-touts-success-in-kunduz-offensive.php</a> )</p>
<p>Am 2.5. berichtet TOLO TV &uuml;ber ca. 2.000 bewaffnete Oppositionelle in der Provinz Kunduz. (Die Glaubw&uuml;rdigkeit dieser Meldung kann ich nicht beurteilen.)</p>
<p>Am 3.5. berichtet Afghan Islamic Press News Agency, dass Sicherheitskr&auml;fte die Bev&ouml;lkerung in einigen Gegenden der Provinz Kunduz die Bev&ouml;lkerung aufrufen, ihre H&auml;user zu verlassen, um bei Operationen Zivilopfer zu vermeiden. Laut dem Direktor f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsfragen in Kunduz h&auml;tten inzwischen mehr als 4.000 Familien Zuflucht in Kunduz Stadt gesucht. &nbsp;</p>
<p><strong>Weitere Meldungen: </strong></p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Einfluss ausl&auml;ndischer K&auml;mpfer</span> (TOLOnews 28.4.2015): &Ouml;rtliche Offizielle und unabh&auml;ngige Analysten sprechen von ca. 4.000 bis 5.000 foreign fighters aus Usbekistan, Tschetschenien, Arabischer Halbinsel, Turkmenistan und von chinesischen Uiguren, die sich mit vielen ihrer F&uuml;hrer und ihren Familien in Nord-AFG aufhalten. Die gr&ouml;&szlig;ten Gruppen seien in Faryab, Sar-e Pul, Kunduz, Teilen von Takhar, Badakhshan, Maidan Wardak und Jowzjan. Entstanden sei eine &bdquo;Militanten-Pipeline&ldquo; von Nord-Waziristan (Pakistan) &uuml;ber Kunar und Nuristan sowie Zabul und Ghazni, bef&ouml;rdert durch Pakistans Milit&auml;roffensive in Nord-Waziristan und anderen Gebieten der Tribal Areas.</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Wachsende Bedeutung von US-Luftunterst&uuml;tzung</span> (New York Times 29.4.): Bisher betonten US-Offizielle, dass die Rolle der US-Streitkr&auml;fte in Afghanistan reduziert sei auf Counterterrorism (gegen die Reste von Al Qaida und anderer internationaler Terrorgruppen) und Training und Beratung der ANSF. Gegen Taliban sollte nur noch im Fall der force protection von US-Kr&auml;ften operiert werden. In Wirklichkeit gehe man inzwischen aggressiver gegen Taliban vor, seit diese verst&auml;rkt gegen Regierungskr&auml;fte k&auml;mpfen. US- und NATO-Kr&auml;fte f&uuml;hrten im M&auml;rz 52 Luftschl&auml;ge durch, im ersten Quartal insgesamt 128, gerichtet auf untere und mittlere Talibanf&uuml;hrer in besonders entlegenen Gebieten. Ein offizieller Gespr&auml;chspartner nennt Beispiele, wo 40 US-Spezialsoldaten in Kunar zur Beratung stationiert wurden &ndash; um dar&uuml;ber Luftschl&auml;ge zu rechtfertigen. Viele Luftschl&auml;ge h&auml;tten keinen erkennbaren Bezug zu force protection oder Terroristenbek&auml;mpfung.</p>
<p>Die NYT-Autoren weisen zugleich daraufhin, dass sich die hohe Verlustrate der ANSF von 2014 in diesem Jahr noch verschlimmert: Im ersten Quartal stiegen die Verluste von Polizei und Milit&auml;r um 54% gegen&uuml;ber dem Vorjahrszeitraum! (Lt. NYT vom 22.10.2014 fielen von M&auml;rz bis August 950 afghanische Soldaten und 2.200 Polizisten!)</p>
<p>RSM-Kommandeur General Campbell werde stark von Pr&auml;sident Ghani unterst&uuml;tzt. Ihre Beziehung sei sehr eng. Der General besuche den Pr&auml;sidenten fast t&auml;glich. Sein Stab helfe nicht nur bei der Formulierung der Strategie der Streitkr&auml;fte, sondern auch bei der allgemeinen Strategie &ndash; zu einer Zeit, wo der Krieg vermeintlich ganz in der Hand der Afghanen sei. Ghani, der noch einen Verteidigungsminister benennen m&uuml;sse, habe in vielerlei Hinsicht vieles vom laufenden Krieg an General Campbell ausgelagert. Einige westliche Offizielle &auml;u&szlig;erten privat ihr Unbehagen mit der amerikanischen Rolle und fragten, warum die Fortsetzung der amerikanischen Strategie in Afghanistan in diesem Jahr effektiver sein sollte als in den letzten 13 Jahren. (<a href="http://www.nytimes.com/2015/04/30/world/asia/more-aggressive-role-by-us-military-is-seen-in-afghanistan.html?_r=0">http://www.nytimes.com/2015/04/30/world/asia/more-aggressive-role-by-us-military-is-seen-in-afghanistan.html?_r=0</a> )</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Zivilopfer</span>: UN Assistant Secretary General for Human Rights Ivan Simonovis sprach am 22.4. bei seinem AFG-Besuch von einer paradoxen Situation. Einerseits gebe es neue Gelegenheiten f&uuml;r Friedensgespr&auml;che, die noch vor einigen Monaten unvorstellbar gewesen seien; zuggleich intensivierten die Aufst&auml;ndischen ihre Angriffe. Zivilisten zahlten den Preis daf&uuml;r. &bdquo;2014 war schon das schlimmste Jahr f&uuml;r die Zivilbev&ouml;lkerung in Afghanistan.&ldquo; Die Zahlen f&uuml;r das erste Quartal w&uuml;rden den Negativtrend best&auml;tigen: 655 Tote und 1.155 Verwundete. (TOLOnews 22.4.) MitarbeiterInnen des Internationalen Komitees versorgten im ersten Quartal 19% mehr Zivilopfer als im Vorjahr. (Afghan Channel One TV 1.5.)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">F&uuml;hrungsvakuum</span>: Nach monatelanger Vakanz Neubesetzung des Kommandierenden Generals des 209. Corps &bdquo;Shaheen&ldquo; in Mazar durch General Hamidullah Hamid, vormals KG 205. Corps &bdquo;Atal&ldquo; in Kandahar.</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Vor-Friedensgespr&auml;che</span>? Am 3. und 4. Mai treffen in Doha/Qatar Vertreter des afghanischen High Peace Council (20 Personen), der Taliban (acht Personen) und Mediatoren der Pugwash Konferenz zu inoffiziellen Gespr&auml;chen ohne Agenda zusammen. Beide Seiten betonen ausdr&uuml;cklich, dass es sich nicht um Friedensgespr&auml;che handle. (TOLOnews 2.5.2015)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Besorgte Nachbarschaft</span>: Der russische Botschafter in Kabul &auml;u&szlig;erte am 29. April die Besorgnis seiner Regierung &uuml;ber die Versch&auml;rfung der Sicherheitslage in AFG, insbesondere im Norden und die reichliche Pr&auml;senz von zentralasiatischen Aufst&auml;ndischen wie der Uzbekistan Islamiv Movement, der Eastern Turkistan Fighters und tschetschenischen K&auml;mpfern. Angesichts der regionalen Bedrohung betonte er die Bedeutung der Kooperation zwischen Moskau, Kabul und anderer Staaten in der Region, um sich der Flut des militanten Extremismus entgegenzustemmen. Die USA forderte er auf, ihre Verpflichtungen gegen&uuml;ber Afghanistan wahrzunehmen und f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung zu sorgen, die das Land ben&ouml;tige. (TOLOnews 29.4.2015)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Solidarit&auml;t</span>: Hunderte B&uuml;rger versammelten sich am 1.5. in Kabul und erneuerten ihr Versprechen, Blut zur Unterst&uuml;tzung verwundeter Soldaten und Polizisten in Kunduz zu spenden. (TOLOnews 1.5.2015)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Religionsgelehrte gegen Daesh und Taliban</span>: Zahlreiche Religionsgelehrte unterst&uuml;tzten am 30.4. bei einer Versammlung in der Abdul Rahman Moschee in Kabul j&uuml;ngste Stellungnahmen von Gelehrten in der Heiligen Stadt Mekka, die Daesh und Taliban als Abweichung vom Islam verurteilt hatten.&nbsp; (TOLOnews 30.4.2015)</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Anmerkungen</strong></p>
<p>- Mit dem Abzug der ISAF-Kampftruppen und dem weitgehenden Wegfall von alliierter Luftnahunterst&uuml;tzung konnten die Aufst&auml;ndischen ihre Taktik ausweiten: Neben Hinterhalten und Anschl&auml;gen kommt es vermehrt zu Angriffen in Gro&szlig;formationen. Bei den zunehmenden Bodenk&auml;mpfen kommen immer mehr Zivilpersonen zu Schaden. (In 2014 wurden erstmalig die meisten Zivilpersonen bei Bodenk&auml;mpfen get&ouml;tet (1.092) und verletzt (2.513). Das waren 34% aller Zivilopfer und ein Anstieg um 54% ggb. dem Vorjahrszeitraum! Mehr als die H&auml;lfte der Zivilopfer wurden durch indirektes Feuer von M&ouml;rsern und Granaten verursacht. 43% der Zivilopfer bei Bodenk&auml;mpfen werden regierungsfeindlichen Kr&auml;ften zugeordnet (+51%), 26% Pro-Regierungskr&auml;ften (+141%). Im ersten Quartal nahm die Zahl der Zivilopfer bei Bodenk&auml;mpfen nochmal um 8% zu.</p>
<p>- Beg&uuml;nstigt wurde die Taliban-Offensive im Raum Kunduz durch eine doppelte F&uuml;hrungsschw&auml;che der ANSF: Der einzige bisher nicht besetzte Kabinettsposten in Kabul ist der des Verteidigungsministers. Monatelang nicht nachbesetzt war die Position des Kommandierenden Generals des 209. ANA-Corps im Norden!</p>
<p>- In den zur&uuml;ckliegenden Jahren waren Spitzenreiter bei den Angriffen der Aufst&auml;ndischen (3. Quartal 2013) die Provinzen Helmand (1.426), Ghazni (1.276), Kandahar (1.247), Kunar (1140). In Kunduz gab es damals 254 Attacken, in Baghlan 139, in Badakhshan 88, in Balkh 75. (INSO Afghanistan Quarterly Data Report 3.2013)</p>
<p>Wenn jetzt acht Monate nach der Gro&szlig;offensive von August/September 2014 im Raum Kunduz (s.u.) der Schwerpunkt der Fr&uuml;hjahrsoffensive auf Kunduz zielt, dann hat das auch eine gro&szlig;e progangandistische Bedeutung: Es demonstriert Angriffsf&auml;higkeit weit weg von R&uuml;ckzugsr&auml;umen und Nachschublinien in Pakistan.</p>
<p>- Die katastrophale Sicherheitsentwicklung m&uuml;sste&nbsp; j e d e r&nbsp; Seite zutiefst zu denken geben:</p>
<p>(a) den Einsatzbef&uuml;rwortern, weil ISAF kein sicheres Umfeld hinterlie&szlig;. Ob mit der Aufbauhilfe f&uuml;r die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte die Voraussetzungen f&uuml;r verbesserte und nachhaltige Sicherheit geschaffen wurden, wird sich vielleicht erst in Jahren zeigen &ndash; auf jeden Fall bringt dieses Jahr einen Lackmustest; (b) den Sofortabzugs-Bef&uuml;rwortern, weil der ISAF-Abzug den Krieg in Afghanistan keineswegs schrumpfen lie&szlig;, sondern mit einer Zunahme an K&auml;mpfen unter Afghanen einherging, mit wachsenden Opferzahlen unter ANSF und Zivilbev&ouml;lkerung.</p>
<p><strong>Vor acht Monaten:</strong><strong> &bdquo;Umzingelung von Kunduz</strong>: <strong>Warum die Taliban wieder so erfolgreich sind. Neueste AAN-Fallstudie zu Distrikten</strong>&ldquo;</p>
<p><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1311">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1311</a></p>
<p><strong>Abzug aus Kunduz</strong><strong>: Meine Kunduz-Berichte ab 2004 bis 2013 (Teil I 2004-2006)</strong></p>
<p>vom 6. Oktober 2013 (8242 Aufrufe bis 1.5.2015)</p>
<p><em>Nach 10 Jahren PRT Kunduz &uuml;bergab Minister de Maizi&egrave;re am 6. Oktober 2013 die Einsatzliegenschaft an die afghanische Armee und Polizei. Erstmalig traten die Minister der Verteidigung und des Ausw&auml;rtigen in Afghanistan gemeinsam auf. Ein Fazit &quot;wir haben viel erreicht, aber es bleibt noch eine Menge zu tun&quot; ist leider durch die Realit&auml;ten so nicht gedeckt. Es steht voll in der Tradition von Selbstzufriedenheit und Selbstt&auml;uschung, die nicht nur deutsche Afghanistanpolitik &uuml;ber viele Jahre pr&auml;gte. Umso mehr verdienen die sehr vielen Diplomaten, Soldaten, Entwicklungshelfer und Polizisten hohen Respekt, Aufmerksamkeit und Dank, die ihr Bestes gaben f&uuml;r mehr Sicherheit und Frieden in einem kriegsgeschundenen Land. Wir Politiker haben keinerlei Grund zu Selbstzufriedenheit, aber allen Grund zur Selbst&uuml;berpr&uuml;fung. Dazu als &quot;Pr&uuml;fmaterial&quot; alle meine Kunduz-Berichte ab 2004 ...</em></p>
<p><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1239">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1239</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">EMPFEHLENSWERT:</span></strong> <strong><span style="text-decoration: underline;">Afghanistan Zhaghdablai</span></strong> &ndash; <strong>Thomas Ruttig &uuml;ber Afghanistan</strong> <a href="https://thruttig.wordpress.com/author/thomasruttigaan/">https://thruttig.wordpress.com/author/thomasruttigaan/</a></p>
<p>Thomas Ruttig: <em>&ldquo;<strong>Zhaghdablai</strong>&rdquo; ist Pashto, das Wort Resultat eines vor Jahrzehnten vorgenommenen, aber (in diesem Fall gescheiterten) Purifizierungsversuchs. &ldquo;Zhaghdablai&rdquo; hei&szlig;t &uuml;bersetzt n&auml;mlich &ldquo;Stimmbox&rdquo; oder &ldquo;Lautsprecher&rdquo; und sollte den sch&ouml;nen, auch im Pashto gebr&auml;uchlichen Internationalismus &ldquo;Radio&rdquo; ersetzen. Vergeblich, wie gesagt. Aber ich finde das Wort trotzdem sch&ouml;n, und irgendwie entspricht es auch dem Anliegen dieser Seite, n&auml;mlich Nachrichten und Berichte aus und &uuml;ber Afghanistan zu verbreiten.</em></p>
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