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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Mein persÃ¶nlich-politischer JahresrÃ¼ckblick 2015: Krisen-Multitasking ohne Ende - mein vernetzter Ansatz</title>
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    <span class="xar-mod-title">TÃ¼rkei + Menschenrechte + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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        <h1>
            Mein persÃ¶nlich-politischer JahresrÃ¼ckblick 2015: Krisen-Multitasking ohne Ende - mein vernetzter Ansatz         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 7. April 2016 17:38:52 +02:00 (150465 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>&quot;Was machen Sie denn so?&quot; werde ich h&auml;ufig bei Wiederbegnungen gefragt. Hier eine &Uuml;bersicht &uuml;ber meine friedens- und sicherheitspolitischen Verwicklungen und Bem&uuml;hungen in 2015, j&uuml;ngste Ausgabe (Nr. 55) meiner langj&auml;hrigen Meldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik. &nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Mein pers&ouml;nlich-politischer Jahresr&uuml;ckblick 2015:</strong></p>
<p align="center"><strong>Krisen-Multitasking ohne Ende - Mein vernetzter Ansatz<br /></strong></p>
<p align="center">(Pers&ouml;nliche Meldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik Nr. 55)</p>
<p align="center">von Winfried Nachtwei, MdB a.D. ( April 2016)</p>
<p>Vor 20 Jahren, in meinem ersten Abgeordnetenjahr, stritten wir bei den Gr&uuml;nen und in der Friedensbewegung hei&szlig; &uuml;ber Menschenrechtsschutz und Gewaltfreiheit im Bosnienkrieg.</p>
<p>Vor zehn Jahren endeten sieben Jahre rot-gr&uuml;ne Koalition &ndash; gerade auf dem Feld der Friedens- und Sicherheitspolitik voller Umbr&uuml;che, Br&uuml;che, auch Fortschritte, vor allem voller Erfahrungen.</p>
<p>Seit sechs Jahren bin ich raus aus der tagespolitischen M&uuml;hle des Bundestages, aber nicht raus aus der politischen Arbeit. Als &bdquo;unabh&auml;ngiger friedens- und sicherheitspolitischer Experte&ldquo;, wie es bei Veranstaltungsank&uuml;ndigungen oft hei&szlig;t, kann ich meine Schwerpunkte selbst bestimmen und vertieft bearbeiten. Die Nachfrage nach meiner Mitarbeit und meinen Beitr&auml;gen ist weiterhin ausgezeichnet und fordernd, meine Vernetzung ist breit, ressort&uuml;bergreifend und weiter wachsend. Meine Grundloyalit&auml;t zu den Gr&uuml;nen ist ungebrochen, die Arbeitskontakte sind flott und hilfreich. &Uuml;berwiegend arbeite ich aber in nicht-gr&uuml;nen Kontexten, wo ich mich &uuml;ber mangelndes Echo nicht beschweren kann.</p>
<p>Die H&auml;ufung n&auml;her r&uuml;ckender und sprunghafter, vernetzter Krisen, der enorme Zustrom an Fl&uuml;chtlingen nach Europa, vor allem nach Deutschland, verunsichern mich erheblich, setzen mich innerlich unter Druck und erh&ouml;hen mein Orientierungsbed&uuml;rfnis. Der mindestens verdoppelte Informationsbedarf kostet Zeit. Als pl&ouml;tzlich die Sonderaufgabe Leitung der G36-Kommission dazu kam, musste ich im Grunde zwei Vollzeitbesch&auml;ftigungen unter einen Hut bekommen. Im Vergleich zu den aktiven Abgeordneten, gegen&uuml;ber deren Arbeitseinsatz ich heute noch mehr Respekt empfinde, ist mein Arbeits- und Lebensstil aber immer noch relativ entschleunigt. Aber Urlaub gab`s keinen in 2015.</p>
<p><em>(vgl. &bdquo;Ein Loch wird kommen&ldquo; von Robert Birnbaum im Tagesspiegel/Potsdamer Neueste Nachrichten vom 6. August 2009, </em><a href="http://www.pnn.de/dritte-seite/203008"><em>www.pnn.de/dritte-seite/203008</em></a><em> ) </em></p>
<p><strong>Thematische, sich erg&auml;nzende Schwerpunkte in 2015</strong></p>
<p>(1) Lernen aus der Geschichte? Riga/Baltikum, Deutsch-Niederl&auml;ndische Beziehungen, &bdquo;Nie wieder!&ldquo; Nie wieder?</p>
<p>(2) Wachsender Stellenwert der Krisenpr&auml;vention und UN-Friedenssicherung</p>
<p>(3) Kommission &bdquo;G36 im Einsatz&ldquo;: die scharfe Seite der deutschen Auslandseins&auml;tze</p>
<p>(4) Afghanistan: Sicherheitsabsturz, Sinnverlust - bleibende VErantwortung und Lernen, Lernen!</p>
<p>(5) Einsatzr&uuml;ckkehrer und Einsatzfolgen</p>
<p>(6) Konzeptionelle Weiterentwicklungen: Partizipationsphase zum Wei&szlig;buch 2016</p>
<p><strong>Ger&uuml;st meiner Aktivit&auml;ten</strong></p>
<p>ist die ehrenamtliche Mitgliedschaft in einer Vielzahl von Beir&auml;ten und Vorst&auml;nden (in zehn F&auml;llen aktive Mitarbeit).</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beirat <strong>Zivile Krisenpr&auml;vention</strong> beim AA, zweimal/Jahr: Seit Herbst 2011 Ko-Vorsitzende Dr. J&ouml;rn Gr&auml;vingholt (Deutsches Institut f&uuml;r Entwicklungspolitik DIE, Bonn) und ich (Mitglied im Beirat seit 2010, vorher seit Gr&uuml;ndung 2005 als Gast/Fraktionsvertreter)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 14. Beirat f&uuml;r <strong>Fragen der Inneren F&uuml;hrung</strong> bei der Bundesministerin der Verteidigung, viermal/Jahr, zus&auml;tzliche Arbeitsgruppen. Die AG &bdquo;Einsatzr&uuml;ckkehrer und &ndash;folgen&ldquo; wird von Generalleutnant a.D. Rainer Glatz (ehemaliger Befehlshaber Einsatzf&uuml;hrungskommando) und mir geleitet. Au&szlig;erdem arbeite ich im &bdquo;Netzwerk der Hilfe&ldquo; mit. (Beiratsmitglied seit 2010),</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vorstand der <strong>Deutschen Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen</strong> DGVN (seit 2001, Wiederwahl bei der MV im November): Hervorragende aktuelle Informationsquellen sind die DGVN-Internetportale zu Friedenssicherung, Klimawandel, menschlicher Entwicklung, Menschenrechte; Schulprojekt &bdquo;<em>VN im Klassenzimmer</em>&ldquo; (<a href="http://www.dgvn.de">www.dgvn.de</a> )</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vorstand &bdquo;<strong>Gegen Vergessen &ndash; F&uuml;r Demokratie</strong> e.V.&ldquo; (seit 2004): Schwerpunkte NS, SED-Regime Politischer Extremismus, Demokratief&ouml;rderung (<a href="http://www.gegen-vergessen.de/">www.gegen-vergessen.de</a> )</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vorstand von &bdquo;<strong>Lachen Helfen</strong> e.V.&ldquo;: Initiative deutscher Soldaten und Polizisten f&uuml;r Kinder in Kriegs- und Krisengebieten, wird 2016 20 Jahre alt. Projekte aktuell in S&uuml;dsudan, Nordirak, Kabul, Balkan (<a href="http://www.lachen-helfen.de/">www.lachen-helfen.de</a>)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; AG &bdquo;<strong>Gerechter Friede</strong>&ldquo; der Bisch&ouml;flichen Kommission &bdquo;Justitia et Pax&ldquo;: tagt viermal/Jahr, Hauptthema in der Arbeitsperiode 2009-2014 war die Auswertung humanit&auml;r begr&uuml;ndeter milit&auml;rischer Interventionen in friedensethischer Perspektive (Sudan, Bosnien, Afghanistan, UN-Friedensmissionen). Neuberufung f&uuml;r die Arbeitsperiode 2015-2016, Schwerpunktthema Europ&auml;ische Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik (<a href="http://www.justitia-et-pax.de/jp/index.php">http://www.justitia-et-pax.de/jp/index.php</a> )</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kommission &bdquo;<strong>Europ&auml;ische Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr</strong>&ldquo; beim Institut f&uuml;r Friedensforschung und Sicherheitspolitik (ISFH) an der Uni Hamburg, Vors. Prof. Dr. Michael Brzoska (<a href="https://ifsh.de/das-ifsh/bundeswehr-kommission/">https://ifsh.de/das-ifsh/bundeswehr-kommission/</a> )</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fachbeirat <strong>Europa/Transatlantik</strong> der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung (<a href="https://www.boell.de/de/navigation/struktur-2230.html">https://www.boell.de/de/navigation/struktur-2230.html</a> )</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Neuberufung in den Beirat der <strong>Katholischen Friedensstiftung</strong> Hamburg (<a href="http://www.katholische-friedensstiftung.de/">http://www.katholische-friedensstiftung.de/</a> )</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mitarbeit in der <strong>Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Frieden und Internationales</strong> von B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen als kooptiertes Mitglied (mit Stimmrecht), Mitarbeit seit Gr&uuml;ndung Anfang der 80er Jahre</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Facharbeitskreis &bdquo;<strong>1648 &ndash; Dialoge zum Frieden</strong>&ldquo; bei der Stadt M&uuml;nster</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kuratorium von <strong>CARE Deutschland-Luxemburg </strong>und des<strong> Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes/IBB<br /></strong></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beirat Stiftung<strong> Friedensbildung </strong>Marburg (fr&uuml;her Stiftung Friedensbewegung)</p>
<p>Hinzu kommt die Mitgliedschaft in etlichen Vereinen und Initiativen, angefangen bei der vorbildlichen <strong>Friedensinitiative Nottuln</strong> (bei M&uuml;nster), dem <strong>ForumZiviler Friedensdienst</strong>/ ZFD, Gesellschaft f&uuml;r Christlich-J&uuml;dische Zusammenarbeit M&uuml;nster, Gesellschaft f&uuml;r bedrohte V&ouml;lker, Politisch-Milit&auml;rischen Gesellschaft.</p>
<p><strong>Herzst&uuml;ck meiner Aktivit&auml;ten</strong></p>
<p>sind weiterhin <strong>Vortr&auml;ge </strong>(und Teilnahme an Podiumsdiskussionen), wegen der f&uuml;nfmonatigen Kommissionsarbeit aber in geringerer Zahl: bundesweit 39 (2014: 55, 2013: 47, 2012: 60), davon 16 zu Afghanistan (20, 15, 28) zu Afghanistan (seit 2002 ca. 185); 18 (20, 17, 23) zu Friedens- und Sicherheitspolitik allgemein; 5 (15, 15, 12) zu Riga-Deportationen und Erinnerungspolitik.</p>
<p>Seit Herbst 2014 verkn&uuml;pfe ich die AFG-/Kriseneinsatz-Bilanz und &ndash;Lehren zunehmend mit den neuen, nahen Kriegen und Krisen in Ukraine, Nordirak/Syrien/IS, n&ouml;rdlichem Afrika und Schlussfolgerungen f&uuml;r eine deutsche Friedens- und Sicherheitspolitik: <strong><em>Schneller besser werden!</em></strong> wird die Devise. Die illustrierten Vortr&auml;ge finden durchweg beste Resonanz &ndash; bei allgemein Interessierten, bei Sch&uuml;lerInnen und Studierenden, bei Fachpublikum, bei Einsatzerfahrenen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Besonders gut war die Resonanz bei </span></p>
<p>- Aschermittwoch-Forum der Pfarre St.Clemens/ Sachausschuss &bdquo;Mission &ndash; Entwicklung &ndash; Frieden&ldquo; in Viersen Vortrag &bdquo;<em>Kriegsverh&uuml;tung, Friedensf&ouml;rderung &ndash; Erfahrungen aus 20 Jahren Kriseneins&auml;tzen und die neuen, nahen Kriege</em>&ldquo;</p>
<p>- Gesellschaft f&uuml;r Sicherheitspolitik Landau/Pfalz in Kooperation mit Kulturzentrum Altstadt und Frank-Loeb-Institut der Uni Koblenz-Landau Vortrag &bdquo;<em>Afghanistan: Chancen und Risiken nach 13 Jahren ISAF</em>&ldquo;</p>
<p>- Kurztagung der Deutschen Sektion der Internationalen Juristenkommission-Kommission &uuml;ber &bdquo;<em>Parlamentsbeteiligung bei au&szlig;enpolitischem Handeln der Bundesregierung</em>&ldquo; Stellungnahme zu den Empfehlungen der &bdquo;R&uuml;he-Kommission, unter den Teilnehmern sechs Richter am Bundesverfassungsgericht</p>
<p>- Jahresempfang des Reservistenverbandes in Augustdorf Vortrag &bdquo;<em>Afghanistan &ndash; was nun? Eine Bilanz der Bundeswehrauslandseins&auml;tze aus politischer Sicht</em>&ldquo;, 150 G&auml;ste&nbsp;</p>
<p>- Kommando Heer in Strausberg Vortrag &bdquo;<em>Truppenf&uuml;hrung aus Sicht eines Politikers</em>&ldquo; im Rahmen der Offiziersweiterbildung</p>
<p>- Seminar &bdquo;Deutschlands Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik&ldquo; von Prof. S. Gareis an der Uni M&uuml;nster Vortrag &bdquo;<em>Sicherheitspolitische Entscheidungsprozesse am Beispiel von Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr</em>&ldquo;</p>
<p>- Podium &bdquo;<em>Reflexive Praxis oder wie lebt es sich mit Engagement?</em>&ldquo; bei der Jahrestagung des Fachverbands Philosophie in Springe mit Prof. J&uuml;rgen Hannemann (&bdquo;Philosophie der Hoffnung&ldquo;), Franziska Martinsen (Uni Hannover) und Lars Schr&ouml;der (Hannah-Arendt-Gymnasium Barsighausen)</p>
<p>- Reservistentag des Einsatzf&uuml;hrungskommandos Vortrag &bdquo;<em>Bilanz und Lehren des Afghanistaneinsatze aus Sicht eines politischen Auftraggebers</em>&ldquo;</p>
<p>- Gedenkstunde f&uuml;r den Frieden im Rathaus Greven am Volkstrauertag, Ansprache: <em>&bdquo;Nie wieder!&ldquo; Nie wieder? Verantwortung zum Schutz vor Krieg und Massengewalt</em></p>
<p><strong>Publikationen</strong>: Deutlich zugenommen haben meine aktuellen Berichte und Beitr&auml;ge auf <a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> (2015: 52, 2014: 60) zu friedens- und sicherheitspolitischen Themen und Ereignissen, die in den herk&ouml;mmlichen Medien kaum oder keine Beachtung finden. Sie wurden oftmals auch von anderen Verteilern und Blogs &uuml;bernommen und weiterverbreitet. Viele Textbeitr&auml;ge flankiere ich mit Fotos auf <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a> , wodurch sich interessante Querverbreitungen ergeben. Meine mediale Reichweite&nbsp; ist verglichen mit fr&uuml;her stark geschrumpft, die Wirkung aber teilweise konzentrierter. &Uuml;ber individuelle E-Mail-Verschickungen erreiche ich meine Zielgruppen, darunter viele Multiplikatoren, aber recht gut. (Spitzenreiter auf <a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> sind Reisebericht Kongo vom 24.5.2008 mit 64.800 Aufrufen, Sicherheitsvorf&auml;lle AFG Nord 2010 vom 5.8.2010 &uuml;ber 34.000.)</p>
<p><strong>Medienkontakte</strong> haben sich weiter reduziert auf einige ausf&uuml;hrliche Hintergrundgespr&auml;che (z.B. mit dem japanischen, &ouml;ffentlich-rechtlichen TV-Sender NHK zu deutscher Parlamentsbeteiligung bei Auslandseins&auml;tzen). Eine Ausnahme war die G36-Kommission: W&auml;hrend der Kommissionsarbeit gehe ich zur&uuml;ckhaltend und dosiert mit Presseanfragen um. Zur Vorstellung des Abschlussberichts kommen mehr als 30 Journalisten. Erleichtert stelle ich fest, dass ich den klaren Umgang mit den Medien noch nicht verlernt habe.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Offen sind die M&uuml;nsteraner Lokalzeitungen f&uuml;r pers&ouml;nliche Kurzmeldungen, aber auch f&uuml;r spezielle aktuelle Angebote.</p>
<p>Einzelne <strong>wissenschaftliche Interviews</strong> (z.B. zu Politikerreisen in Krisengebiete) und mehrere Zeitzeugen-Interviews mit Sch&uuml;lerInnen im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespr&auml;sidenten.</p>
<p>Neu hinzugekommen sind <strong>informelle Beratungsauftr&auml;ge</strong> (z.B. Kommentierung von Publikationen aus der Friedens- und Konfliktforschung)</p>
<p>Zugenommen haben selbst gew&auml;hlte&nbsp; <strong>umfangreichere Rechercheaufgaben</strong> (zu Krisenfr&uuml;herkennung, Parlamentsbeteiligung bei Auslandseins&auml;tzen und Wirksamkeitsevaluierung, Milit&auml;rsoziologie und Sicherheitspolitik, Merkmale der aktuellen Krisen). Afghanistan bleibt ein Feld dauernder Recherche.</p>
<p><strong>Zentrale Themen</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">(1) Lernen aus der Geschichte? Riga/Baltikum, Deutsch-Niederl&auml;ndisches Korps, &bdquo;Nie wieder!&ldquo; Nie wieder?</span></strong></p>
<p><strong>&bdquo;Fast gelungene Kriegspr&auml;vention&ldquo;. </strong>Bei den K&ouml;nigsbronner Gespr&auml;chen zur &bdquo;<em>Herausforderung Gleichzeitigkeit von Krisen</em>&ldquo; am 27./28. M&auml;rz sto&szlig;e ich gegen&uuml;ber vom Veranstaltungssaal&nbsp; auf die Gedenkst&auml;tte f&uuml;r Georg Elser. Eine Woche sp&auml;ter Preview des Films &bdquo;Elser &ndash; Er h&auml;tte die Welt ver&auml;ndert&ldquo; mit dem Hauptdarsteller in M&uuml;nster.</p>
<p>Am 8. November 1939 hatte seine Bombe Hitler und andere Nazi-Gr&ouml;&szlig;en im M&uuml;nchner&nbsp; B&uuml;rgerbr&auml;ukeller um 13 Minuten verfehlt. H&auml;tte der 36-j&auml;hrige Schreiner Georg Elser aus dem schw&auml;bischen K&ouml;nigsbronn Erfolg gehabt, w&auml;re der gerade begonnene Krieg sicher anders verlaufen, w&auml;ren wahrscheinlich nicht zig Millionen Menschen Weltkrieg und V&ouml;lkermorden zum Opfer gefallen.</p>
<p>Im Film von Oliver Hirschbiegel verk&ouml;rpert <strong>Christian Friedel</strong> aus Dresden fulminant den lebensfrohen, grundfriedlichen Handwerker, der von Anfang an den Nazi-Kurs durchschaut , sich widersetzt und nach dem M&uuml;nchner Abkommen im Alleingang akribisch den Tyrannenmord vorbereitet &ndash; um viel gr&ouml;&szlig;eres Blutvergie&szlig;en zu verhindern. Nach f&uuml;nfeinhalb Jahren KZ-Haft wurde Georg Elser am 9. April 1945 erschossen.</p>
<p><strong>Nach 1945</strong> wurde Georg Elser viele Jahre totgeschwiegen und bis in die 90er Jahre in der offiziellen deutschen Erinnerungskultur kaum gew&uuml;rdigt. Obwohl seine Tat hervorsticht im Hinblick auf ihren fr&uuml;hen Zeitpunkt, ihr gigantisches Pr&auml;ventionspotenzial, ihre Konsequenz und die innere St&auml;rke des im Alleingang handelnden Individuums. Im Verh&ouml;r sagte er, er sei ein freier Mensch. Dann m&uuml;sse man das Richtige tun. Ohne Freiheit sterbe alles ab.</p>
<p>&nbsp;<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1349">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1349</a></p>
<p><strong>Erinnerungs- und sicherheitspolitische Beobachtungen in Riga</strong>: Im Vorfeld des 2. Symposiums des Dt. Riga-Komitees recherchiere ich sechs Tage in Riga &ndash; auf den Spuren der sowjetischen und der Naziokkupation sowie zur aktuellen sicherheitspolitischen Lage. Vor dem Hintergrund gespaltener traumatischer Erinnerungen werden der Krieg in der Ukraine und die hybriden Operationen Russlands gegen&uuml;ber dem Baltikum als besonders bedrohlich empfunden. Nachdem die meisten in Mittel- und Westeuropa von der Ukraine-Eskalation &uuml;berrascht wurden, ist im Baltikum wirksame Krisenpr&auml;vention + Stabilisierung gefragt. Mein Reisebericht&nbsp; <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1363">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1363</a>&nbsp; .&nbsp;</p>
<p><strong>2. Symposium des Dt. Riga-Komitees</strong>, unterst&uuml;tzt vom Volksbund Deutsche Kriegsgr&auml;berf&uuml;rsorge, im historischen Rathaus von M&uuml;nster: Umfassend zur Sprache kommt die Gleichzeitigkeit sehr gegens&auml;tzlicher kollektiver Erinnerungen. Verschiedene Initiativen aus dem M&uuml;nsterland pr&auml;sentieren ihre Erinnerungsprojekte. Skype-Interview mit Margers Vestermanis in Riga (<a href="http://www.volksbund.de/partner/deutsches-riga-komitee.html">http://www.volksbund.de/partner/deutsches-riga-komitee.html</a> )</p>
<p><strong>90. Geburtstag von Alexander Bergmann</strong>, seit 1993 Vorsitzender des Vereins der ehemaligen j&uuml;dischen Ghetto- und KZ-H&auml;ftlinge Lettlands, am 30. Mai in Riga mit seinen beiden Kindern, Freunden, Mitstreitern, Unterst&uuml;tzern aus Deutschland. (Am 12. Januar 2016 starb Sascha Bergmann. <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1387">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1387</a> )</p>
<p><strong>&bdquo;<em>Srebrenica vor 20 Jahren: &quot;Nie wieder!&quot; und der Ernstfall.</em></strong><em> Die Zeugin, der Streit, die Lehren</em>&ldquo;: Mit Srebrenica kehrte V&ouml;lkermord nach Europa zur&uuml;ck. Reichlich Anlass zu selbstkritischer R&uuml;ckbesinnung, vor allem aber zum LERNEN. Dazu einige Dokumente, angefangen bei Joschkas &quot;Brief-Bombe&quot; vom 30. Juli 1995, und Angebote. (Juli 2015 auf</p>
<p><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1364">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1364</a> )</p>
<p><strong>20 Jahre Deutsch-Niederl&auml;ndisches Korps</strong> am 29. August in M&uuml;nster in Anwesenheit des niederl&auml;ndischen K&ouml;nigs Willem-Alexander. Die lokale Berichterstattung kreiste vor allem um den sympathischen K&ouml;nig. Die historische Einmaligkeit des Deutsch-Niederl&auml;ndischen Korps wird deutlich vor dem Hintergrund seiner Vorg&auml;nger im Stabsgeb&auml;ude am Schlossplatz. Hier befand sich 1940 u.a. der Befehlshaber des Wehrkreises VI der Wehrmacht, in dem insgesamt 14 Divisionen f&uuml;r den Krieg gegen die europ&auml;ischen Nachbarn aufgestellt wurden, darunter zwei f&uuml;r den Angriff auf Holland und Belgien.</p>
<p>1983 demonstrierten wir mit der damaligen Friedensbewegung vor dem I. Korps der Bundeswehr gegen die geplanten Mittelstreckenraketen und die Beteiligung von Verb&auml;nden des Korps am &bdquo;atomaren Heimatschutz&ldquo;.</p>
<p>Mehrfach begegnete ich Angeh&ouml;rigen des 1. GE-NL Korpsstabes bei Kriseneins&auml;tzen, insbesondere in Afghanistan. In meinem Bericht zum 20-j&auml;hrigen Bestehen des Korps konstatierte ich &bdquo;Positive Kontinuit&auml;tsbr&uuml;che und friedenspolitische Chancen. &bdquo;Noch nie war Milit&auml;r in M&uuml;nster so dicht am Motto des Westf&auml;lischen Friedens &acute;Pax optima rerum`.&ldquo; (<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1370">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1370</a> )</p>
<p><strong>&bdquo;<em>Nie wieder!&ldquo; Nie wieder? Verantwortung zum Schutz</em></strong><em> vor Krieg und Massengewalt</em>: Ansprache bei der Gedenkstunde der Stadt Greven zum Volkstrauertag im Rathaus der Stadt &ndash; anderthalb Tage nach den Terroranschl&auml;gen von Paris.</p>
<p>&bdquo;<strong>Gegen Vergessen &ndash; F&uuml;r Demokratie</strong>&ldquo;, Mitgliederversammlung am 21. November im Duisburger Rathaus: Die 36 Regionalen AG`en brachten insgesamt 423 Veranstaltungen auf die Beine. Die kleine Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung in der Gedenkst&auml;tte Deutscher Widerstand bringt sehr professionell Projekte voran, die aktueller nicht sein k&ouml;nnten: z.B. Argumentationstraining gegen rechte Parolen mit Peer-Training f&uuml;r Jugendliche und junge Erwachsene, Weiterbildung f&uuml;r lokale Akteure im Programm gegen Rechtsextremismus, Pr&auml;ventionsnetzwerk gegen religi&ouml;s begr&uuml;ndeten Extremismus etc. Inzwischen ist der Verein anerkannt als &bdquo;bundeszentraler Tr&auml;ger&ldquo; der professionellen Arbeit gegen politischen Extremismus.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">(2) Wachsender Stellenwert der Krisenpr&auml;vention und UN-Friedenssicherung</span></strong></p>
<p><strong>Neue Aufmerksamkeit f&uuml;r zivile Krisenpr&auml;vention</strong>: Am 6. Februar debattierte der Bundestag &uuml;ber den 4. Umsetzungsbericht der Bundesregierung zu ihrem Aktionsplan zivile Krisenpr&auml;vention von 2004. Erstmalig redete ein Au&szlig;enminister ausf&uuml;hrlich und kundig zum Thema, erstmalig lief eine Plenardebatte zu dem Thema zur besten Zeit, erstmalig erhielt das Politikfeld so breiten Zuspruch quer durch alle Fraktionen.</p>
<p>Am 10. Februar besuchte Bundespr&auml;sident Joachim Gauck das Zentrum Internationale Friedenseins&auml;tze (ZIF) und lud anschlie&szlig;end zum Bellevue-Forum &bdquo;<em>Experten f&uuml;r den Frieden &ndash; Deutschlands zivile Beitr&auml;ge zur internationalen Konfliktl&ouml;sung</em>&ldquo; ein. Erstmalig besuchte ein Bundespr&auml;sident das vor 13 Jahren gegr&uuml;ndete ZIF. (Mein Bericht&nbsp; <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1341">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1341</a> )</p>
<p><strong>Sondersitzung des Beirats Zivile Krisenpr&auml;vention </strong>am 2. M&auml;rz im Ausw&auml;rtigen Amt: Der Bertelsmann-Transformations-Index (BTI) als Instrument der Krisenpr&auml;vention; Analyseinstrumente des BMZ; Ergebnisse des Review-Prozesses</p>
<p><strong>22. Sitzung des Beirats Zivile Krisenpr&auml;vention</strong> am 27. April u.a. zu verst&auml;rkter Einbeziehung von Zivilgesellschaft auf dem Feld der Krisenpr&auml;vention, Stabilisierung; Wei&szlig;buch-Prozess und Schnittstellen zur zivilen Krisenpr&auml;vention; mittelfristige FinanzplanungUkraine &ndash; Erfahrungen mit early warning, early action; Umbau des ZIF zur Entsendeorganisation; Review-Prozess.</p>
<p><strong>Review 2014 &ndash; eine &uuml;berf&auml;llige Premiere mit neuen Chancen: </strong>Artikel zu den Konsequenzen des Review-2014-Prozesses des Ausw&auml;rtigen Amtes in: Ute Finckh-Kr&auml;mer/Michael Vietz, Zivile Konfliktbearbeitung in der deutschen Au&szlig;enpolitik, Berlin (AphorismA) 2015.</p>
<p><strong>&bdquo;Den Frieden f&ouml;rdern, nicht den Krieg&ldquo;, </strong>Schwerpunkt des Juli-Heft der &bdquo;WELT-SICHTEN&ldquo;, Magazin f&uuml;r globale Entwicklung und &ouml;kumenische Zusammenarbeit, ausf&uuml;hrliches Gespr&auml;ch mit Bernd Ludermann, Chefredakteur (<a href="https://www.welt-sichten.org/artikel/28922/wege-zum-frieden-bahnen">https://www.welt-sichten.org/artikel/28922/wege-zum-frieden-bahnen</a> )</p>
<p><strong>Aufbau der neuen Abteilung S &bdquo;Krisenpr&auml;vention, Stabilisierung und Konfliktnachsorge&ldquo; </strong>im Ausw&auml;rtigen Amt<strong>: </strong>Endlich legt sich das AA Arbeitsmuskel f&uuml;r das Politikfeld zu, darunter auch Grundsatzfragen und fragile Staaten (S01), Fr&uuml;hwarnung und Szenarienplanung (S04), Stabilisierung und Mediation (S03), ZIF, Zivilgesellschaft, RtoP (S06) etc.Gespr&auml;che mit Abteilungsleiter und Stellvertreterin, mehreren Referatsleitern und Mitarbeitern. Schnell vertrauensbildend ist, dass mir etliche von fr&uuml;heren Verwendungen, v.a. in Krisenregionen, bekannt sind.</p>
<p><strong>Erneute Berufung in den (6.) Berat Zivile Krisenpr&auml;vention</strong>, der am 2. November erstmalig in neuer Zusammensetzung zusammentrifft. J&ouml;rn Gr&auml;vingholt (DIE) und ich werden zum dritten Mal f&uuml;r zwei Jahre zu den Vorsitzenden gew&auml;hlt. Themen sind u.a. Umsetzung der Review-Ergebnisse und Wei&szlig;buch-Prozess, Leader`s Summit on Peacekeeping, Evaluierung, Fluchtkrise.</p>
<p><strong>Gespr&auml;ch des Beirats mit Abgeordneten des Unterausschusses Zivile Krisenpr&auml;vention</strong> am 14. Dezember &uuml;ber den 4. Umsetzungsbericht&nbsp;</p>
<p><strong>Tagung Internationale Krisenpr&auml;vention</strong> in der Evang. Akademie Th&uuml;ringen in Neudietendorf in Kooperation mit der Uni Jena am 28./29. November: Referat im Workshop &bdquo;Zur Wirksamkeit ziviler und milit&auml;rischer Instrumente der Pr&auml;vention&ldquo; neben Brigadegeneral Kay Brinkmann (bis Oktober Senior Military Adviser UNAMA in Kabul) und Teilnahme am Schlusspodium &bdquo;Pr&auml;vention wirksamer planen und gestalten&ldquo; mit Brinkmann, Thomas Bagger (Leiter Planungsstab AA), Caroline Kruckow (Brot f&uuml;r die Welt/FriEnt), Prof. Christoph Meyer (King&acute;s College, London) und Prof. Michael Haspel. Besonders spannend die Vortr&auml;ge von Prof. Meyer (&bdquo;Early Warning, Early Action and the Pitfalls of Crisis Prevention&ldquo;) und Rainer Hermann/FAZ (&ldquo;Der arabische Krisenbogen&rdquo;).</p>
<p><strong>&bdquo;Krisenpr&auml;vention im Kontext dt. Au&szlig;en- und Friedenspolitik</strong>&ldquo;, Veranstaltungsreihe der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung in Kooperation mit dem Forum Ziviler Friedensdienst: &bdquo;<em>Immer nur das Milit&auml;r? Der zivilen Krisenpr&auml;vention mehr Einfluss verschaffen!</em>&ldquo; am 10. M&auml;rz mit Heidi Meinzolt, Thomas Nehls und mir; &bdquo;<em>Ich sehe was, was Du nicht siehst. Krisen fr&uuml;h erkennen, zivile Pr&auml;vention st&auml;rken!</em>&ldquo; mit Martina Fischer (Berghof-Foundation), R&uuml;diger K&ouml;nig (Leiter der neuen Abtlg S im AA) und Tom Koenigs, MdB, am 2. Juni (&nbsp; <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1342">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1342</a> ); &bdquo;<em>Zwischen</em><em> Atemlosigkeit und Schockstarre: Wege zum Frieden im Angesicht von Terror und Gewalt &ndash; Jahresr&uuml;ckblick</em>&ldquo; mit MdB Franziska Brantner, Prof. Hajo Gie&szlig;mann, Dr. Sylke Tempel (Chefredakteurin IP-Internationale Politik). Alle Abende hervorragend moderiert von Oliver Knabe/ForumZFD.</p>
<p><strong>Internationale Polizeimissionen: </strong>Thema der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratie der Gr&uuml;nen am 28. Februar in K&ouml;ln mit Dieter Wehe, Vorsitzender der AG IPM und Inspekteur der NRW-Polizei, und mir als Referenten</p>
<p><strong>&bdquo;Mehr deutsche Polizei in UN-Friedenseins&auml;tzen!&ldquo;</strong> Mein Standpunkt-Beitrag im Themenheft &bdquo;UN-Polizeiarbeit&ldquo; der Zeitschrift &bdquo;Vereinte Nationen&ldquo; der Dt. Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen, 2/2015 (<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1354">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1354</a> )</p>
<p>&bdquo;<strong>Bundeswehr in UN-gef&uuml;hrten Friedenseins&auml;tzen</strong>&ldquo; &ndash; internes Fachgespr&auml;ch der Gr&uuml;nen Bundestagsfraktion am 13. Januar u.a. mit Martin Kobler, SRSG in der DR Congo</p>
<p><strong>Teilnahme an der Kommando&uuml;bergabe beim UN-Ausbildungszentrum</strong> der Bundeswehr in Hammelburg am 26. M&auml;rz von Oberst Rainer Barz (Kdr seit 10 Jahren) an Oberst Michael Uhrig; ich bin der einzige aus dem &bdquo;politischen Berlin&ldquo;.</p>
<p><strong>3. Tag des Peacekeepers </strong>am 10. Juni, jetzt auf Einladung von Innenminister de Maizi&eacute;re im neuen BMI. 270 G&auml;ste, die meisten aktive und ehemalige TeilnehmerInnen an UN-mandatierten Eins&auml;tzen. Anl&auml;sslich des 15-j&auml;hrigen Jubil&auml;ums der UN-Sicherheitsratsresolution 1325 stehen in diesem Jahr &bdquo;Frauen, Frieden und Sicherheit&ldquo; im Vordergrund. Gastrednerin ist die UN-Untergeneralsekret&auml;rin Phumzile Mlambo-Ngcuka, Exekutivdirektorin von &bdquo;UN Women&ldquo;. Stellvertretend geehrt wurden je drei Polizistinnen, Soldatinnen und Zivilexpertinnen.</p>
<p>Die Peacekeeper erleben die Veranstaltung als glaubw&uuml;rdige Anerkennung und Unterst&uuml;tzung ihrer Arbeit. Die Ehrung deutscher Peacekeeper in Zivil und verschiedenen Uniformen war wieder ein friedenspolitisches Gro&szlig;ereignis. Vertreten sind&nbsp; viele Verantwortliche aus den Ressorts, die LeiterInnen von ZIF und zivik, das Einsatzf&uuml;hrungskommando und mehrere Inspekteure der Bundeswehr. Der Bundestag ist mit drei Abgeordneten wie in den Vorjahren nur sp&auml;rlich vertreten. Angesichts der sonst so hoch gesch&auml;tzten Parlamentsbeteiligung bei Auslandseins&auml;tzen und dem Anspruch von &bdquo;Parlamentsarmee&ldquo; ist mir diese faktische Geringsch&auml;tzung des Tages des Peacekeepers unbegreiflich. (Mein Bericht (<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1359">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1359</a> )</p>
<p><strong>Fachtagung des DGVN-Forschungsrates &bdquo;70 Jahre VN</strong> &ndash; Legitimit&auml;t, Krise und Potenzial&ldquo; am 8. Oktober in der Hamburger Landesvertretung, Teilnahme am Panel &bdquo;<em>Was bleibt von der Friedensmacht UN? Herausforderungen f&uuml;r die Sicherheitspolitik</em>&ldquo; mit Prof. Joachim Koops, Wibke Hansen, Thomas Fitschen und Prof. Johannes Varwick.</p>
<p><strong>&bdquo;Deutsches Engagement in UN-Friedenssicherung: Tun wir genug?&ldquo;</strong> ZIF-Breakfast-Briefing am 24. September im Internationalen Club des AA mit Wolfgang Weisbrod-Weber, zuletzt SRSG f&uuml;r Westsahara, Dr. Thomas Fitschen, Beauftragter f&uuml;r die VN, Cyber-Au&szlig;enpolitik und Terrorismusbek&auml;mpfung im AA.</p>
<p><strong>70 Jahre Vereinte Nationen: Festakt</strong> am 21. Oktober in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Ged&auml;chtniskirche mit Bundespr&auml;sident a.D. Horst K&ouml;hler als Festredner. Unter den 500 G&auml;sten Botschafter und Gesandte aus 36 L&auml;ndern. (Mein Bericht <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1375">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1375</a> )</p>
<p>Die VN wurden vor 70 Jahren &bdquo;<em>nicht gegr&uuml;ndet, um der Menschheit den Himmel zu bringen, sondern um sie vor der H&ouml;lle zu bewahren</em>&ldquo; &ndash; so der zweite UN-Generalsekret&auml;r Dag Hammarskj&ouml;ld. Heute sind die VN dringlicher denn je: Wirksamere Vereinte Nationen gegen die Kriegsbr&auml;nde, humanit&auml;ren Gro&szlig;katastrophen und globalen Herausforderungen. K&ouml;hler h&auml;lt eine herausragende, wirklich gro&szlig;e Rede, eine nachdenkliche, selbstkritisch-ehrliche, ermutigende Ruck-Rede an die Regierungen und Zivilgesellschaften, die Chancen der Vereinten Nationen endlich besser zu nutzen. Eine so orientierungsstarke und wichtige Rede habe ich zur internationalen Politik seit Jahren nicht geh&ouml;rt. Sie verdient breiteste Beachtung. (Der <strong>Redetext</strong> unter <a href="http://www.dgvn.de/fileadmin/user_upload/DOKUMENTE/Vortraege/Festakt_K%C3%B6hler/Festakt_70_Jahre-RedeK%C3%B6hler.pdf">http://www.dgvn.de/fileadmin/user_upload/DOKUMENTE/Vortraege/Festakt_K%C3%B6hler/Festakt_70_Jahre-RedeK%C3%B6hler.pdf</a> )</p>
<p><strong>F&uuml;r politisch skandal&ouml;s</strong> halte ich allerdings die Null-Berichterstattung &uuml;ber die Rede in den deutschen Tagesmedien. Warum erhalten Hetzreden bei Pegida breiten medialen Resonanzraum, w&auml;hrend eine solche bedeutende Hoffnungsrede trotz breiter Vorabinformation der Presse ausnahmslos (!) ignoriert wird? (Dass dies kein blo&szlig;es Tagesvers&auml;umnis war, zeigt die &bdquo;verl&auml;ssliche&ldquo; Nichtberichterstattung &uuml;ber die friedenspolitischen Gro&szlig;ereignisse der inzwischen drei &bdquo;Tage des Peacekeepers&ldquo; in Deutschland wie auch den &bdquo;Leaders` Summit on Peacekeeping&ldquo; mit seinen spektakul&auml;ren Blauhelm-Zusagen am 28. September in New York.)</p>
<p>&bdquo;<strong>Deutschland muss eine aktivere Rolle in den Vereinten Nationen</strong> einnehmen&ldquo;, sagt der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im BMVg Markus Gr&uuml;bel bei seinem Vortrag &bdquo;<em>Die sicherheitspolitische Verantwortung f&uuml;r Europa und die Welt am Beispiel des deutschen Engagements im Rahmen der Vereinten Nationen</em>&ldquo; beim Parlamentarischen Abend der Gesellschaft f&uuml;r Sicherheitspolitik und der Dt. Gesellschaft f&uuml;r Wehrtechnik am 24. November in der Hessischen Landesvertretung. Dazu macht er konkrete Vorschl&auml;ge &ndash; ein Lichtblick! In einer anschlie&szlig;enden &bdquo;Kurzintervention&ldquo; danke ich den Veranstaltern ausdr&uuml;cklich f&uuml;r die Aufsetzung des Themas und unterst&uuml;tze die Forderung nach verst&auml;rktem UN-Engagement als weitsichtig und klug.</p>
<p><strong>Mitgliederversammlung der Dt. Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen/DGVN</strong> am 5. Dezember in Berlin: Dem intensiven Wirken der gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstandsmitglieder ist zu verdanken, dass der Zuschuss des Ausw&auml;rtigen Amtes f&uuml;r die DGVN in 2016 um 50% auf 980.000 Euro steigt. Angesichts der verbreiteten Nichtwahrnehmung der UN in Deutschland ein &uuml;berf&auml;lliger Schritt. Mit gro&szlig;er Dankbarkeit und viel Beifall verabschiedet die Versammlung die bisherige Generalsekret&auml;rin Beate Wagner und &bdquo;VN&ldquo;-Chefredakteurin Anja Papenfu&szlig;,&nbsp; Mit gro&szlig;em Elan und &uuml;berzeugend stellen j&uuml;ngere Mitglieder die &bdquo;Junge DGVN&ldquo; vor, insbesondere &bdquo;UN im Klassenzimmer&ldquo; und das Projekt &bdquo;Jugenddelegierte&ldquo; (jetzt 122 Bewerbungen nach ca. 80 in vergangenen Jahren; <a href="http://www.dgvn.de/junge-dgvn/">http://www.dgvn.de/junge-dgvn/</a> ). Beschluss der Resolution &bdquo;Fluchtursachen wirksam bek&auml;mpfen, multilaterale Zusammenarbeit ausbauen, UNHCR st&auml;rken&ldquo;.</p>
<p><strong>Die letzte Streubombe der Bundeswehr</strong> wird am 25. November zerst&ouml;rt &ndash; von urspr&uuml;nglich &uuml;ber einer halben Millionen Beh&auml;lter mit Streumunition Ende der 80er Jahre.&nbsp; (FAZ 26.11.2015) Damit ist das Osloer Abkommen &uuml;ber die weltweite &Auml;chtung von Streumunition&nbsp; von der Bundesrepublik drei Jahre vor Fristende voll umgesetzt. Ein Schritt in diese Richtung gelang mir vor zehn Jahren, am 18. April 2005, in Verhandlung mit BMVg-Staatssekret&auml;r Dr. Eickenboom vor dem Hintergrund unseres Koalitionsstreits um MEADS: Vereinbart wurde die schnellstm&ouml;gliche Aussonderung und Vernichtung&nbsp; von Streumunition ohne Selbstzerlegemechanismus und mit einer Blindg&auml;ngerquote &uuml;ber 1% (sowie ein &bdquo;substanziellen Beitrag&ldquo; des BMVg zu Projekten des Aktionsplans Zivile Krisenpr&auml;vention. Der 10-Mio.-Beitrag aus dem Verteidigungsetat wurde dann zu einer wesentlichen Starthilfe f&uuml;r den Provincial Development Fund f&uuml;r Nordostafghanistan, in dem erstmalig afghanische und deutsche Seite gemeinsam Aufbauprojekte beschlossen. Sp&auml;ter erfuhr ich, dass diese Gelder &bdquo;Nachtwei-Millionen&ldquo; genannt wurden.)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">(3) Kommission &bdquo;G36 im Einsatz&ldquo;: die scharfe Seite der deutschen Auslandseins&auml;tze</span></strong></p>
<p>Am 2. April, Gr&uuml;ndonnerstag, erreicht mich v&ouml;llig &uuml;berraschend der Anruf von Verteidigungsministerin von der Leyen mit der Bitte, ob ich den Vorsitz der geplanten G36-Kommission &uuml;bernehmen k&ouml;nne. Sie brauche jemand mit Bundeswehr- und Afghanistan-Kenntnis und Unabh&auml;ngigkeit. Ich sagte noch am selben Tag zu. Bild am Sonntag drei Tage sp&auml;ter: &bdquo;Gr&uuml;ner leitet Gewehr-Kommission&ldquo;.</p>
<p>Ausschlaggebend waren f&uuml;r mich: Als Mitglied des Verteidigungsausschusses war ich bis 2009 an 70 Mandatsentscheidungen zu Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr beteiligt, davon allein 20 zu Afghanistan. Das Land besuchte ich bisher 18 Mal, zuletzt im Februar. Meine Mitverantwortung f&uuml;r die entsandten Soldatinnen und Soldaten (aber auch Polizisten und Entwicklungsexperten) endete nicht 2009, sondern h&auml;lt bis heute an. Sie schlug sich erstens nieder im st&auml;ndigen Dr&auml;ngen auf systematische Einsatzevaluierungen und St&auml;rkung ziviler und pr&auml;ventiver F&auml;higkeiten. Sie schlug sich zweitens nieder im Beirat Innere F&uuml;hrung, in dem die Einsatzr&uuml;ckkehrer und einsatzbedingte Sch&auml;digungen meine Arbeitsschwerpunkte sind.</p>
<p>Weil der Afghanistaneinsatz gerade in meiner Fraktion hoch umstritten war und weil die ministeriellen Informationen ausgesprochen unzureichend waren, recherchierte und ver&ouml;ffentlichte ich seit 2003, verst&auml;rkt seit 2007 intensiv zur Entwicklung der Sicherheits- und Aufbaulage in Afghanistan. Ich bem&uuml;hte mich um kritisch-unabh&auml;ngige Lagebeurteilungen und Wirkungsorientierung. Die Kommissionsarbeit sah ich als Herausforderung, Einblick in die sch&auml;rfsten Seiten der deutschen Auslandseins&auml;tze, insbesondere des Afghanistaneinsatzes zu bekommen und dabei mit den blutigen Konsequenzen der eigenen politischen Auftr&auml;ge konfrontiert zu werden. Gerade bei hochmoralisch legitimierten Eins&auml;tzen werden diese Konsequenzen oft ausgeblendet.</p>
<p><strong>Auftrag der unabh&auml;ngigen Kommission</strong> &bdquo;Untersuchung des Einsatzes des G36-Sturmgewehrs in Gefechtssituationen&ldquo; war zu kl&auml;ren, ob deutsche Soldaten im Zusammenhang mit Pr&auml;zisionsabweichungen des G36 in Eins&auml;tzen zu Schaden gekommen oder einem erh&ouml;hten Risiko ausgesetzt worden sind.</p>
<p>Die Kommissionbestand aus dem ehemaligen Wehrbeauftragten Hellmut K&ouml;nigshaus und mir als Vorsitzendem. Als milit&auml;rische Berater beigestellt waren uns Generalmajor Johann Langenegger, Kommandeur der 1. Panzerdivision, und Oberstleutnant i.G. Lutz Kuhn. Unterst&uuml;tzt wurden wir von einem siebenk&ouml;pfigen Sekretariat unter Leitung von Oberst i.G. Oliver Kohl. Die Kommission startete Anfang Juni und legte ihren Abschlussbericht am 14. Oktober vor. Es war eine Vollzeitaufgabe.</p>
<p><strong>Durchforscht wurden</strong> alle Gefechtsberichte der Bundeswehr, die Datenbank des Informationssystems Einsatzerfahrungen der Bundeswehr, alle diesbez&uuml;glichen Feldj&auml;gerberichte, Jahresberichte &uuml;ber besondere Vorkommnisse und M&auml;ngel mit/an Waffen und Munition, Meldungen zum G36 und Erkenntnisse anderer Nutzerstaaten. Im Zentrum der Untersuchungen standen Befragungen von einsatz- und gefechtserfahrenen Soldaten. &Uuml;ber 500 Soldatinnen und Soldaten wurden identifiziert, &uuml;ber 150 wurden befragt, 350 weitere angeschrieben. Etliche antworteten schriftlich. Die Soldaten aller Dienstgradgruppen berichteten aus allen gr&ouml;&szlig;eren Eins&auml;tzen, der Schwerpunkt lag beim Afghanistaneinsatz der Jahre 2009-2012. Viele waren mehrfach in Afghanistan im Einsatz, etliche hatten 15, 20 Gefechte durchgemacht. Die Soldaten waren in ihren freiwilligen Stellungnahmen uneingeschr&auml;nkt offen. Oft betonten sie, vorher mit Kameraden &uuml;ber ihre G36-Erfahrungen gesprochen zu haben &ndash; und dabei zu einem einhelligen Urteil gekommen zu sein. Einzelne bedankten sich ausdr&uuml;cklich, dass jetzt endlich ihre praktischen Erfahrungen gefragt waren.</p>
<p>Die Gespr&auml;che mit Soldaten des Karfreitagsgefechts, des komplexen Hinterhalts vom 29. April 2009 und vieler anderer Gefechte empfand ich immer wieder als ausgesprochen aufw&uuml;hlend.</p>
<p><strong>Schwerpunkt der Untersuchungen: </strong>Die Kommission verschaffte sich auch einen &Uuml;berblick &uuml;ber Erfahrungen mit dem G36 in der Ausbildung und in &Uuml;bungen, insbesondere beim Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg und beim KSK in Calw. Angesichts der Tatsache,</p>
<p>- dass es beim Bosnieneinsatz maximal zu einigen wenige Warnsch&uuml;ssen,</p>
<p>- beim KFOR-Einsatz zu vereinzelten Schusswechseln gekommen war,</p>
<p>- aus dem Kongoeinsatz und den Marineeins&auml;tzen keine Schusswaffeneins&auml;tze gemeldet wurden,</p>
<p>- beim ISAF-Einsatz in Afghanistan zwischen 2001 und 2005 nur ein Schusswechsel gemeldet wurde (allerdings gab es bei sieben Angriffen mit Sprengfallen in vier Jahren acht Gefallene und &uuml;ber 40 Verwundete)</p>
<p>konzentrierten sich die Untersuchungen auf den Afghanistaneinsatz ab 2006 und insbesondere ab 2009. In Afghanistan waren Bundeswehrsoldaten insgesamt &uuml;ber 380 Mal mit gegnerischen Angriffen konfrontiert, mindestens 150 Mal kam es dabei zu Schusswechseln und Gefechten. (2010 war das kampfintensivste Jahr mit rund 130 Feindkontakten, davon &uuml;ber 50 mit eigenem Schusswaffeneinsatz)</p>
<p><strong>Das Ergebnis der Untersuchungen</strong> war klar und eindeutig: Kein deutscher Soldat ist im Zusammenhang mit Pr&auml;zisionsabweichungen des G36 gefallen, verwundet worden oder einem konkreten erh&ouml;hten Risiko ausgesetzt gewesen. Es stellte sich heraus, dass die meisten Soldaten bei gegnerischer Feuerer&ouml;ffnung durch IED oder RPG-Beschuss gefallen oder verwundet worden waren, bevor &uuml;berhaupt ein einziger G36-Schuss gefallen war. (Zusammenfassung + Links <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1374">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1374</a> )</p>
<p>Die Vorstellung der Berichtsergebnisse am 14. Oktober und 4. November im Verteidigungsausschuss traf bei den Abgeordneten auf gro&szlig;es Interesse, Erleichterung und keinerlei Einw&auml;nde. Die Medienresonanz war fl&auml;chendeckend und prominent. Nachtr&auml;gliche Zweifel an den Kommissionsergebnissen wurden nicht bekannt. Selbstkritische Beitr&auml;ge von solchen Journalisten, die die Causa G36 ohne R&uuml;cksicht auf Einsatzerfahrungen der Soldaten &uuml;berskandalisiert hatten, wurden nicht bekannt.</p>
<p>Da der Abschlussbericht leider nicht voll ver&ouml;ffentlicht wurde (auch nicht bundeswehrintern), fanden weitere wichtige, von mir bei der Pressepr&auml;sentation und im Ausschuss wohl benannte Erkenntnisse keine weitere Beachtung:</p>
<p>- zum Schusswaffeneinsatz in den Bundeswehreins&auml;tzen insgesamt, der &ndash; au&szlig;er bei Afghanistan 2006 ff. &ndash; ausgesprochen selten war (s.o.) und die verzerrende Darstellung von Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr unterschiedslos als Kriegseins&auml;tze widerlegt;</p>
<p>- zu Gefechtsverl&auml;ufen, die jetzt erstmalig systematisch &bdquo;von au&szlig;en&ldquo; untersucht wurden, und dem Gefechtsverhalten deutscher Soldaten in asymmetrischen Szenarien;</p>
<p>- zur Professionalit&auml;t, Einsatzmotivation und &ndash;belastung, zur Besonnenheit und Rechtstreue der Bundeswehrsoldaten im Einsatz, im Gefecht.</p>
<p>(Allerdings: Eine systematische Untersuchung der Wirkungen der deutschen Beteiligungen an internationalen Krisenengagements, insbesondere in Afghanistan, steht noch aus!)</p>
<p>Den Kommissionsmitgliedern wurde erneut eindringlich deutlich, wie extrem die Anforderungen an Einsatzsoldaten in Bodenk&auml;mpfen sind. Unsere pers&ouml;nliche Begegnung mit der kriegerischen Einsatzrealit&auml;t der Bundeswehrsoldaten in Afghanistan bekr&auml;ftigte unsere Grundhaltung, dass Bundesregierung und Bundestag h&ouml;chst verantwortlich mit dem Einsatz von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr umgehen m&uuml;ssen: bei der den Entscheidungen zu Eins&auml;tzen, zur Einsatzausstattung und &ndash;f&uuml;hrung, bei der Wirkungskontrolle und insbesondere auch gegen&uuml;ber den Einsatzr&uuml;ckkehrern und ihren Familien. Von diesen tragen etliche oft noch lange an den Einsatzfolgen, w&auml;hrend ihre Auftraggeber l&auml;ngst mit anderen Aufgaben befasst sind.</p>
<p>Die besondere politische Sorgfaltspflicht gilt meines Erachtens genauso f&uuml;r den Export des G36. Dass ab Dezember 2005 immer wieder der Export von Tausenden G36 nach Mexiko genehmigt wurde und ab 2006 der von vielen Tausenden G36 nach Saudi-Arabien, war ein eklatanter Versto&szlig; gegen diese friedens- und sicherheitspolitische Sorgfaltspflicht.</p>
<p><strong>Die Arbeitsbedingungen </strong>waren hervorragend: volles Akteneinsichts- und Befragungsrecht, Unterst&uuml;tzungspflicht aller Bundeswehrstellen, direkte Anbindung an Staatssekret&auml;r Hoofe, v&ouml;llige &ndash; externe wie innere &ndash; Unabh&auml;ngigkeit. Perfekte materielle, aber vor allem personelle Ausstattung. Die Zusammenarbeit mit den einsatzerfahrenen, hoch kompetenten, kritischen und geistig unabh&auml;ngigen Mitarbeitern war bestens organisiert, ausgesprochen offen, produktiv und bereichernd. Wo der Primat der Politik immer au&szlig;er jedem Zweifel stand, erfuhr ich zugleich die milit&auml;risch organisierte, strukturierte Arbeitsweise von ihrer besten Seite. Aufschlussreich waren Einblicke in Alltagsrituale und Organisationskultur von Ministerium und Bundeswehr. Streckenweise unglaublich war, was ich bei Unterhaltungen alles an&nbsp; bundeswehrinternen Absurdit&auml;ten erfuhr. Umso erfreulicher und ermutigender waren die vielen Begegnungen mit sehr kompetenten, zupackenden und nachdenklichen Bundeswehrangeh&ouml;rigen.</p>
<p><strong>Dankesbrief der Ministerin</strong> schon am 16. Oktober: &bdquo;Ihre Kommission hat hervorragende Arbeit geleistet. Ich bin &auml;u&szlig;erst beeindruckt von der empathischen und zeitaufw&auml;ndigen Methode und Gr&uuml;ndlichkeit, mit der Sie sich der f&uuml;r mich wichtigsten und dringendsten Frage angenommen haben. Der Frage, ob die technischen Defizite des G36 zu Tod, Verwundung oder Gef&auml;hrdung unserer Soldatinnen und Soldaten gef&uuml;hrt hat. Dass dem nicht so ist, hat mich unbeschreiblich erleichtert. (&hellip;)&ldquo;</p>
<p><strong>Ein &bdquo;Begleitschatten&ldquo; der Kommissionsarbeit</strong> war, dass ich in der &bdquo;Verarbeitung&ldquo; der internationalen Krisenentwicklung und der anschwellenden Fluchtkrise nicht mehr nachkam.</p>
<p><strong>(4) Afghanistan: Sicherheitsabsturz, Sinnverlust - bleibende Verantwortung und Lernen, Lernen!</strong></p>
<p><strong>Erster Afghanistanbesuch nach ISAF-Ende</strong> (18. insgesamt) Mitte Februar anl&auml;sslich des Kommandowechsels bei Resolute Support, &uuml;berf&auml;llig nach zweieinhalbj&auml;hriger Pause. Trotz der kurzen Zeit ergeben sich erhebliche Einblicke: die aktuelle Lage im Norden, den Ansatz von Train, Advise, Assist&nbsp; bei Resolute Support, das erheblich ausged&uuml;nnte Camp Marmal, die auf 12 deutsche Polizisten geschrumpfte Polizeiberatung in Mazar, mehrere von Deutschland gef&ouml;rderte Entwicklungs- und Aufbauprojekte. Ausgesprochen solide und hoffnungsvoll das Berufsbildungsprojekt auf dem Campus Takhta Pul mit der k&uuml;nftigen Agrartechnikerschule, einer Berufsschullehrerakademie und einer Technikerschule; traumhaft der Spaziergang ganz in Ruhe um die Blaue Moschee; das deutsche Generalkonsulat.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>(Bericht &bdquo;Ihr habt die Uhr &ldquo; <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1345">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1345</a> )</p>
<p>Trotz der Konkurrenz anderer Gro&szlig;krisen komme ich immer wieder auf Afghanistan zur&uuml;ck: angesichts besonderer Gewaltereignisse, durch bevorstehende Vortr&auml;ge und Artikel, &uuml;ber Monate in den Befragungen von gefechtserfahrenen Afghanistanr&uuml;ckkehrern, in Vorbereitung der 29. Afghanistan-Tagung in Villigst Ende November.</p>
<p><strong>Kunduz &ndash; eine Woche im April: </strong>Informationen zum Beginn der Fr&uuml;hjahrsoffensive der Taliban am 24. April im Raum Kunduz unter <a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> . Zwei Tage zuvor</p>
<p><strong>&bdquo;Lehrstunde AFG&ldquo;</strong> von Deutscher Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik und Dt.-Atlantischer Gesellschaft (Teilnehmer am Panel 1 zur Sicherheit) im Bundespresseamt. Andere Panels zu Entwicklung, guter Regierungsf&uuml;hrung. Am 23. April Vorstellung des Sammelbandes</p>
<p>&bdquo;<strong><em>Am</em></strong><em> <strong>Hindukusch - und weiter?</strong> Die Bundeswehr im Auslandseinsatz: Erfahrungen, Bilanzen, Ausblicke</em>&ldquo;, hrsg. Von Rainer L. Glatz und Rolf Tophoven (Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung). Von mir stammt der Beitrag &bdquo;&ldquo;<em>Die Politik und Afghanistan: pers&ouml;nliche Bilanz und Ausblick eines politischen Auftraggebers</em>&ldquo;. Meine unangenehme Kernaussage<em>: &bdquo;Der Knackpunkt des abgedrifteten Afghanistaneinsatzes war ein kollektives politisches F&uuml;hrungsversagen.</em>&ldquo; http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1353</p>
<p><strong>6 Monate nach Abzug von ISAF: H&ouml;chstzahl an Zivilopfern, v.a. unter Frauen und Kindern,</strong> Anstieg komplexer und Suizid-Attacken um 78%! Meine Zusammenfassung und Kommentierung des UNAMA-Halbjahresberichts zu Zivilopfern verfasst am schwarzen Freitag des 7. August, als um 1.00 Uhr morgens im Kabuler Stadtteil Shah Shaheed ein mit Sprengstoff beladener Lkw explodiert, 15 Menschen t&ouml;tet und mehr als 400 verletzt; als sich am Abend am Haupteingang der Polizeiakademie ein Selbstmordattent&auml;ter in Polizeiuniform inmitten einer Gruppe zur&uuml;ckkehrender Polizeisch&uuml;ler in die Luft sprengt und 26 von ihnen ermordet, 27 verwundet; als kurz sp&auml;ter Bewaffnete ein Camp von RSM beim Flughafen angreifen und einen RSM-Soldaten und acht Wachm&auml;nner t&ouml;ten. <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1366">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1366</a></p>
<p><strong>Better News von Aufbauprojekten</strong>: Aktuell zum Berufsbildungsprojekt in Takhta Pul bei Mazar; zum neuen Radio- und TV-Studio in Samangan; zur Er&ouml;ffnung des neuen Geb&auml;udes der Nationalen Umweltschutz-Agentur in Feyzabad; erstmals deutscher Botschafter auf Dari bei Ariana TV: <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1368">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1368</a>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Eroberung von Kunduz &ndash; ein Weckruf!? </strong>Am 28. September erobern die Taliban Kunduz innerhalb weniger Stunden. Erst nach 15 Tagen k&ouml;nnen die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte mit US-Unterst&uuml;tzung die Stadt zur&uuml;ckgewinnen. Genau zum Zeitpunkt der Kunduz-Eroberung spreche ich mit einem Soldaten, der mir von seiner Patrouille berichtet, die am 29. April 2009 in einen komplexen Hinterhalt geraten war. Hierbei fiel zum ersten Mal ein Bundeswehrsoldat im Kampf. Interview von Andre Bochow mit mir in der M&auml;rkischen Oderzeitung: <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1373">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1373</a> .</p>
<p><strong>&bdquo;Freundschaft verpflichtet &hellip; 100 Jahre deutsch-afghanische Beziehungen&ldquo;</strong> ist das Motto der 29. Afghanistan-Tagung am 27.-29. November in der Evang. Akademie Villigst/Ruhr, zu deren Vorbereitungsteam ich geh&ouml;re. Dazu mein Bericht mit Erinnerungen an den Deutschlandbesuch des afghanischen K&ouml;nigs Amanullah 1928: <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1380">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1380</a></p>
<p><strong>Alarmsignale, Hoffnungszeichen &ndash; Afghanistan-Nachrichten, die hierzulande nicht durchdringen: </strong>zum Beispiel die gr&ouml;&szlig;te Demonstration gegen politische Gewalt seit Jahrzehnten. Am 11. Und 12. November, unmittelbar vor den Terroranschl&auml;gen von Paris, sollen allein in Kabul mehr als 20.000 Menschen auf die Stra&szlig;e gegangen sein. Der Ansto&szlig; war die Ermordung von sieben Hazara wenige Tage zuvor in der Provinz Zabul. Zum Beispiel die weiteren Fortschritte auf dem Berufsbildungs-Campus Takhtar Pul bei Mazar-e Sharif. (<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1381">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1381</a> )</p>
<p><strong>Bundestagsdebatte zur Fortsetzung und Aufstockung von Resolute Support</strong> am 17. Dezember: Der Entschlie&szlig;ungsantrag meiner fr&uuml;heren Fraktion veranlasst mich, wenige Stunden vor der Debatte der Fraktion zu schreiben: Zu der &auml;u&szlig;erst beunruhigenden Sicherheitslage in Afghanistan werde faktisch keine Position bezogen. Das nenne ich einen &bdquo;Offenbarungseid&ldquo;. Nach der Plenardebatte und vor dem Hintergrund des UN-Untersuchungsberichts zur Taliban-Besetzung von Kunduz, der Reportage &bdquo;<em>Gigantischer Beutezug</em>&ldquo; von Susanne Koelbl im Spiegel und dem Bericht des UN-Generalsekret&auml;rs zur Situation in Afghanistan nehme ich umfassend zu den Reden aller Fraktionen Stellung: &bdquo;<em>Stell Dir vor, es ist Krieg, ISAF geht, es gibt Kriegsopfer mehr denn je &ndash; und kaum jemand sieht noch hin&ldquo;: </em><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1383"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1383</em></a>&nbsp; In Afghanistan ist deutsche Politik so dicht an Fluchtursachen - ihrer Bek&auml;mpfung wie ihrer Bef&ouml;rderung - wie in wenigen anderen Regionen. J&uuml;ngste UN-Berichte sind alarmierend. In der Debatte schlug sich das nur sehr begrenzt wieder. Realit&auml;tsflucht und Verdr&auml;ngung sind l&auml;ngst nicht &uuml;berwunden. Die Gr&uuml;nen MdB Frithjof Schmidt und Agnieszka Brugger laden mich danach zu einem Gespr&auml;ch ein, das unsere Positionen kl&auml;rt und verst&auml;ndlicher macht.</p>
<p><strong>Erfahrungen und Lehren - Ver&ouml;ffentlichungen</strong>: (a)<strong> <em>Selbstkritische Bilanz und dringende Lehren nach 13 Jahren deutschen Afghanistaneinsatzes</em></strong>, in: Robin Schr&ouml;der, Stefan Hansen (Hrsg.), Stabilisierungseins&auml;tze als gesamtstaatliche Aufgabe &ndash; Erfahrungen und Lehren aus dem deutschen Afghanistaneinsatz zwischen Staatsaufbau und Aufstandsbek&auml;mpfung (COIN)</p>
<p><a href="http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783845249018-401/selbstkritische-bilanz-und-dringende-lehren-nach-13-jahren-deutschen-afghanistaneinsatzes">http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783845249018-401/selbstkritische-bilanz-und-dringende-lehren-nach-13-jahren-deutschen-afghanistaneinsatzes</a></p>
<p><strong><em>(b) &bdquo;Dranbleiben! 13 Jahre in Afghanistan&ldquo;</em></strong> in: ADLAS Magazin f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik (Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen/BSH) 3/2015, S. 52-59, (<a href="https://adlasmagazin.files.wordpress.com/2015/12/adlas-2015-03.pdf">https://adlasmagazin.files.wordpress.com/2015/12/adlas-2015-03.pdf</a> ):</p>
<p><strong>&bdquo;Zinkjungen. Afghanistan und die Folgen&ldquo; von Swetlans Alexijewitsch</strong>, der diesj&auml;hrigen Literatur-Nobelpreistr&auml;gerin: Nachdem in der Sowjetunion die Realit&auml;t des eigenen Krieges in Afghanistan jahrelang vertuscht worden war, lie&szlig; die wei&szlig;russische Autorin 1989 &uuml;berlebende Soldaten, Versehrte und Witwen, Krankenschwestern und M&uuml;tter von Gefallenen zu Wort kommen. &Uuml;ber einen grenzenlos grausamen Krieg, in dem mindestens 50.000 Sowjetsoldaten fielen, in dem Zehntausende verst&uuml;mmelt und seelisch zerst&ouml;rt wurden.&nbsp; Ein Panzersch&uuml;tze: <em>&bdquo;Ich habe geschossen und niemand geschont. Ich konnte ein Kind t&ouml;ten. Gegen uns haben ja alle gek&auml;mpft: M&auml;nner, Frauen, Alte, Kinder &hellip;&ldquo; Eine Krankenschwester: &bdquo;Wir hatten nichts. Eine Spritze f&uuml;r alle &hellip; Die Offiziere haben Alkohol zur Bet&auml;ubung gekriegt, die Wunden haben wir mit Benzin ausgewaschen. (&hellip;) Den ganzen M&auml;rz hindurch wurden die abgetrennten Arme, Beine, das, was von unseren Soldaten und Offizieren &uuml;brig geblieben war, gleich neben den Zelten auf einen Haufen geworfen. Die Leichen waren halb nackt, die Augen ausgestochen, Sterne auf R&uuml;cken und Bauch geritzt. (&hellip;) Wie muss man sein Volk hassen, um es in so einen Krieg zu schicken!</em>&ldquo;</p>
<p><strong>Devise Genauer Hinsehen!</strong> Liste meiner Beitr&auml;ge und Berichte zu Afghanistan 2001-2016: <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1393">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1393</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">(5) Einsatzr&uuml;ckkehrer und Einsatzfolgen</span></strong></p>
<p>Einsatzr&uuml;ckkehrern (Soldaten, Polizisten, Zivilexperten) begegne ich relativ h&auml;ufig und bei verschiedenen Anl&auml;ssen: regelm&auml;&szlig;ig bei Veranstaltungen, beim Tag des Peacekeepers, zahlreich und intensiv im Kontext der G36-Kommission. Zu etlichen halte ich Mail-Kontakt.</p>
<p><strong>In der AG &bdquo;Einsatzr&uuml;ckkehrer und Einsatzfolgen</strong>&ldquo; des Beirats Innere F&uuml;hrung befassen wir uns laufend mit der aktuellen Lageentwicklung zu Einsatzverwundeten (in 2014 204 PTBS-Neuerkrankungen) und Einzelf&auml;llen, Sporttherapie nach Einsatzsch&auml;digung (Besuch der Sportschule und des Zentrums f&uuml;r Sportmedizin der Bundeswehr in Warendorf), Betreuungsma&szlig;nahmen der Evang. Milit&auml;rseelsorge und des Bundes Deutscher Veteranen, neue Einsatzformen und deren Herausforderungen (Verabschiedung von Empfehlungen zum neuen Missionsmodell an die Ministerin).</p>
<p>Weitere wichtige Themen sind das Lernen aus den Eins&auml;tzen und der Umgang mit der sich verschlimmernden Lage in Afghanistan, die f&uuml;r viele Einsatzr&uuml;ckkehrer den Sinn ihres Einsatzes infrage stellt. <strong>Mitarbeit im Netzwerk der Hilfe/AG 3</strong> &bdquo;M&ouml;glichkeiten der Unterst&uuml;tzung von einsatzgesch&auml;digten Soldaten und Soldatinnen sowie Reservisten und Reservistinnen&ldquo;. <a href="http://www.bundeswehr-netz.de/hinterbliebene-familien-ptbs-solidaritaet.html">http://www.bundeswehr-netz.de/hinterbliebene-familien-ptbs-solidaritaet.html</a> , <a href="https://www.bundeswehr-support.de/bws/">https://www.bundeswehr-support.de/bws/</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">(6) Konzeptionelle Weiterentwicklungen: Partizipationsphase zum Wei&szlig;buch 2016</span></strong></p>
<p>Nachdem in der Vergangenheit Wei&szlig;b&uuml;cher und Verteidigungspolitische Richtlinien immer unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit und des Parlaments erstellt und erlassen wurden, ist die geplante &Ouml;ffnung des Prozesses zu interessierten und Fach&ouml;ffentlichkeiten ein wichtiger Fortschritt.</p>
<p>Ein Grundwiderspruch der federf&uuml;hrend vom BMVg erarbeiteten Wei&szlig;b&uuml;cher von 1994 und 2006 war, dass sie erst einen umfassenden Sicherheitsbegriff entfalteten und dann nur milit&auml;rische Schlussfolgerungen zogen. (<em>Vgl. unten einige Kommentare zum Wei&szlig;buch 2006</em>) Damit wurde einer Fehlinterpretation Vorschub geleistet, als solle jedwede Sicherheitsbedrohung milit&auml;risch beantwortet werden.</p>
<p>Auch das elfte Wei&szlig;buch soll unter Federf&uuml;hrung des BMVg in Abstimmung mit den anderen Ressorts erarbeitet und nach Beschluss des Bundeskabinetts das zentrale sicherheitspolitische Grundlagendokument der Bundesregierung sein. Wo grunds&auml;tzlich Konsens besteht &uuml;ber ein umfassendes Verst&auml;ndnis von Sicherheitspolitik, wo der Primat bei der politischen Konfliktl&ouml;sung liegt und Milit&auml;r diese in bestimmten F&auml;llen nur absichern und unterst&uuml;tzen kann &ndash; m&uuml;sste da das strategische Grundlagendokument zur deutschen Sicherheitspolitik nicht ressortgemeinsam unter Federf&uuml;hrung des Ausw&auml;rtigen Amtes erstellt werden? Oder w&auml;re nicht als &bdquo;Dach&ldquo; eine Friedens- und Sicherheitsstrategie angesagt? Diese sinnvolle Option hat offenbar zzt. aber keine Chancen, weil ma&szlig;gebliche Kr&auml;fte der Regierung, angefangen wohl beim Kanzleramt, eine umfassende und ressortgemeinsame Strategiebildung ablehnen.</p>
<p><strong>Mit einer Auftaktveranstaltung</strong> am 17. Februar beginnt die &ouml;ffentliche Phase der Erarbeitung des &bdquo;<em>Wei&szlig;buch 2016 zur Sicherheitspolitik und Zukunft der Bundeswehr</em>&ldquo;.</p>
<p>Von den vier parallelen Arbeitsgruppen moderiere ich die AG 3 zu Perspektiven des nationalen Handlungsrahmens und Gesamtstaatlichem Ansatz mit MdB Florian Hahn, GIZ-Vorstandssprecherin Tanja G&ouml;nner, Prof. Matthias Herdegen und Dr. Klaus Naumann auf dem Podium. Nach dem Auftakt folgten zehn (geplant urspr&uuml;nglich vier) <strong>Workshops</strong> f&uuml;r eingeladenes Fachpublikum mit anschlie&szlig;enden Kolloquien in gr&ouml;&szlig;erem Rahmen. Vor dem Hintergrund meiner beiden Beir&auml;te nahm ich an f&uuml;nf Workshops teil: Perspektiven des nationalen Handlungsrahmens in der BAKS, Herausforderung Krisenfr&uuml;herkennung im AA (als Referent), Perspektiven Entwicklung und Sicherheit (bei der GIZ), Bundeswehr in der Gesellschaft und Perspektiven der Bundeswehr teil. (<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1356">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1356</a> )</p>
<p><strong>Zus&auml;tzliche Teilnahmen</strong>:</p>
<p>- Kamingespr&auml;ch der Evang. Akademien zu &bdquo;<em>Ziviler Krisenpr&auml;vention, Konfliktbearbeitung und vernetztem Handeln im neuen Wei&szlig;buch</em>&ldquo; am 20. April in Berlin (Impuls),</p>
<p>- Veranstaltung der&nbsp; Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung/GKKE &bdquo;<em>Leitbild Frieden - Was bedeutet das f&uuml;r die Sicherheitspolitik?</em>&ldquo; am 23. September in Berlin,</p>
<p>- Veranstaltung der Evang. Akademien zu &bdquo;<em>Evangelische Perspektiven auf die deutsche Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik. Eckpunkte zum Wei&szlig;buch 2016</em>&ldquo; am 14. Oktober in Berlin (<a href="https://www.ekd.de/EKD-Texte/eckpunkte_sicherheitspolitik.html">https://www.ekd.de/EKD-Texte/eckpunkte_sicherheitspolitik.html</a> )</p>
<p>- Tagung &bdquo;<em>Friedens- und Au&szlig;enpolitik im neuen Wei&szlig;buch</em>&ldquo; am 16.-18. November an der Evang. Akademie Loccum (Input)</p>
<p>- Expertenworkshop zur &bdquo;<em>Strategischen Vorausschau 2040</em>&ldquo; am 3. Dezember im BMVg in Bonn</p>
<p>- Diskussion um eine gemeinsame Stellungnahme der Kommission &bdquo;Europ&auml;ische Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr&ldquo; zum Wei&szlig;buch-Prozess am 8. Dezember im ISFH (Die Stellungnahme <a href="https://ifsh.de/file-IFSH/IFSH/pdf/aktivitaeten/BW-Kommission_Weissb%C3%BCcher.pdf">https://ifsh.de/file-IFSH/IFSH/pdf/aktivitaeten/BW-Kommission_Weissb%C3%BCcher.pdf</a> )</p>
<p>Meine Stellungnahmen zum Wei&szlig;buch-Prozess:</p>
<p>- &bdquo;<em>WEISSBUCH 2016 (&hellip;)&ldquo; &ndash; Endlich mit breiterer sicherheitspolitischer Debatte? Auftakt in Berlin</em>&ldquo; mit Stellungnahmen zum Wei&szlig;buch 2006, Februar 2015 (<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1342">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1342</a> )</p>
<p>- &bdquo;<em>Buntbuch statt Wei&szlig;buch. F&uuml;r die Aufnahme nicht-milit&auml;rischer Akteure in die Sicherheitspolitik</em>&ldquo;, Artikel in &bdquo;<em>Zur Sache Bw &ndash; Evang. Kommentare zu Fragen der Zeit</em>&ldquo; 1/2015 (<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1361">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1361</a> )</p>
<p>- &bdquo;<em>Kl&auml;rungsbedarfe und Empfehlungen zum Wei&szlig;buch 2016</em>&ldquo;: Bei der Loccumer Tagung im November vorgetragen, schriftliche Fassung angek&uuml;ndigt, aber bisher nicht geschafft.</p>
<p>(Viele Anregungen dazu im j&uuml;ngsten Doppelvortrag &bdquo;<em>20 Jahren dt. Friedens- und Sicherheitspolitik &ndash; Umbr&uuml;che + Erfahrungen - und Zivile Friedensf&ouml;rderung und Schutzverantwortung &ndash; Fortschritte + Hemmnisse</em>&ldquo; vom M&auml;rz 2016, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1395">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1395</a> )</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Herzlichen Dank</span></em></strong><em> f&uuml;r Ihr/Euer Interesse, f&uuml;r fruchtbaren Austausch, Anregungen, Widerspruch, Ermutigungen, Zusammenwirken &ndash; ich freue mich auf die Fortsetzung!</em></p>
<p><em>M&uuml;nster, 7. April 2016 Winfried Nachtwei (</em><a href="mailto:winfried@nachtwei.de"><em>winfried@nachtwei.de</em></a><em> ; 0170-314 8779) </em></p>
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