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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Entschlossen + besonnen: Die Gratwanderung des 1. KFOR-Kontingents im Kosovo 1999 - Bericht mit Reden (u.a. meiner) vom Ehemaligentreffen in Regen/Bayer. Wald</title>
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    <span class="xar-mod-title"><p>Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung</p> + Vortrag</span>

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            Entschlossen + besonnen: Die Gratwanderung des 1. KFOR-Kontingents im Kosovo 1999 - Bericht mit Reden (u.a. meiner) vom Ehemaligentreffen in Regen/Bayer. Wald         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 13. August 2019 13:59:39 +02:00 (43046 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Im Gespr&auml;ch mit den Veteranen der ersten Task Force Prizren und &uuml;ber ihrer einmalige Bild-Dokumentation &quot;Dienst f&uuml;r den Frieden im Kosovo&quot; bekam ich so plastische Einblicke in die damaligen Heausforderungen, Belastungen und Leistungen wie nie zuvor. Der Geist und der Zusammenhalt dieser Truppe muss vorbildlich gewesen sein. Mit Entschlossenheit + Besonnenheit wirkten sie f&uuml;r die Einhaltung der Friedensvereinbarungen und zum Schutz aller Bev&ouml;lkerungsgruppen. Dies war offenbar anl&auml;&szlig;lich 20 Jahre KFOR die enzige Ehemaligen-Veranstaltung in Deutschland.&nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center">Entschlossen und besonnen &ndash;</p>
<p align="center">Die Gratwanderung des 1. KFOR-Kontingents 1999</p>
<p align="center"><strong>Ehemaligentreffen des vstkMechBtl/Task Force Prizren</strong></p>
<p align="center">am 27./28. Juli 2019 in Regen/Bayerischer Wald</p>
<p align="center">Kurzbericht und Reden</p>
<p align="center">von Winfried Nachtwei (August 2019)</p>
<p align="center">(Fotos auf <a href="http://www.facebook.cim/winfried.nachtwei">www.facebook.cim/winfried.nachtwei</a> )</p>
<p>Am 10. Juni 1999 endete der Kosovo-Luftkrieg der NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien und der serbische Vertreibungskrieg gegen die kosovoalbanische Bev&ouml;lkerungsmehrheit.</p>
<p>Auf der Grundlage der Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates vom selben Tag und des Bundestagsbeschlusses am 11. Juni r&uuml;ckte am 12./13. Juni 1999 das deutsche verst&auml;rkte Mechanisierte Bataillon an der Spitze der deutsch gef&uuml;hrten Multinationalen Brigade S&uuml;d als Teil des 1. Deutschen KFOR-Kontingents in das Kosovo ein. Auftrag der KOSOVO FORCE (KFOR) war die Absicherung der vereinbarten Friedensregelungen und Gew&auml;hrleistung eines sicheren Umfeldes f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingsr&uuml;ckkehr, also Peacekeeping und Stabilisierung. Ungewiss war, ob der Waffenstillstand, der Abzug der serbischen bewaffneten Kr&auml;fte und die Entmilitarisierung der UCK gewaltsam durchgesetzt werden musste. Dementsprechend kampfstark war der gemischte gepanzerte Einsatzverband der Task Force Prizren mit 33 Leopard-Panzern, 32 Sch&uuml;tzenpanzer Marder und Panzerhaubitzen 2000 eines niederl&auml;ndischen Panzerartilleriebataillons.</p>
<p>Leitverband der damaligen Task Force Prizren war das Panzergrenadierbataillon 112 aus Regen im Bayerischen Wald, unterst&uuml;tzt von je einer Panzerkompanie aus Augustdorf (PzBtl 214) und Luttmersen (PzBtl 33). Ihr Kommandeur war Oberstleutnant i.G. Maximilian Eder.</p>
<p><strong>20 Jahre nach dem KFOR-Einmarsch</strong> trafen sich am letzten Juliwochenende 2019 mehr als 100 Veteranen des <strong>Verst&auml;rkten Mechanisierten Bataillon/TF Prizren</strong>, einige mit ihren Partnerinnen. Meines Wissens war es die einzige Veranstaltung dieser Art in Deutschland. Essen und Getr&auml;nke wurden vom Katholischen Milit&auml;rbischofsamt und dem Dt. Bundeswehrverband gesponsert. Das Kameradschaftstreffenfindet alle f&uuml;nf Jahre in Regen in der Bayerwald-Kaserne des PzGrenBtl 112 statt, jeweils am Wochenende des Pichelsteiner Festes. Oberst a.D. Eder ist dabei die treibende Kraft. (vgl. Bayerwald-Bote, 30. Juli 2019, <a href="https://plus.pnp.de/lokales/regen/3402347_Gedruckte-Erinnerung.html">https://plus.pnp.de/lokales/regen/3402347_Gedruckte-Erinnerung.html</a> )</p>
<p>Ende Juni fand in den Niederlanden ein Veteranentreffen der benachbarten <strong>Task Force Orahovac</strong> statt. Am 25. Juni brachte das kosovarische Fernsehen ein 23-min&uuml;tiges Interview mit dem damaligen Kommandeur des niederl&auml;ndischen Panzerartilleriebataillons dem heutigen Generalleutnant a.D. Ton van Loon, vormals Kommandierender General des D-NL Corps in M&uuml;nster, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=dI3nZ8lAdGU&amp;feature=youtu.be&amp;app=desktop">https://www.youtube.com/watch?v=dI3nZ8lAdGU&amp;feature=youtu.be&amp;app=desktop</a> )&nbsp;</p>
<p>Rechtzeitig zum Treffen erschien die erweiterte Neuauflage der 262-seitigen, gro&szlig;formatigen <strong>Bild-Dokumentation &bdquo;DIENEN F&Uuml;R DEN FRIEDEN IM KOSOVO&ldquo;</strong> KVM/KFOR, 1999, 1. Kontingent, vstkMechBtl, herausgegeben vom PzGrenBtl 112, Maximilian Eder (HePeLo Verlag). Der Band ist ein informations- und facettenreiches Gemeinschaftswerk mit pers&ouml;nlichen Beitr&auml;gen vieler Bataillonsangeh&ouml;riger, Ausz&uuml;gen aus Befehlen, Weisungen, Einsatztageb&uuml;chern. Anschaulich werden die enormen Herausforderungen im Kosovo und vorher in den Fl&uuml;chtlingslagern, die beispielhaften Einsatzleistungen, aber auch Friktionen im Einsatz geschildert. Eine besondere St&auml;rke des Bandes ist, dass verschiedene Perspektiven zur Sprache kommen und auch kritische Erfahrungen offen benannt werden. Schon in der Weisung Nr. 1 des damaligen Bataillons-Kommandeurs Eder und den darin formulierten Grunds&auml;tzen zum bevorstehenden Einsatz vom 05. Juni 1999 deutet sich der vorbildliche Geist und Zusammenhalt an, der im ganzen Einsatz der Task Force geherrscht haben muss.Der Band schlie&szlig;t auf der R&uuml;ckseite mit dem Motto &bdquo;Retten &ndash; Sch&uuml;tzen &ndash; Helfen&ldquo;.</p>
<p>Mit R&uuml;cksicht auf nichtmilit&auml;rische Leser wird auf eine Schilderung der vielen, unfassbaren Grausamkeiten verzichtet, mit denen die Soldaten dort konfrontiert waren. Aber schon einzelne Hinweise lassen die Vielzahl und Sch&auml;rfe traumatisierender Einsatzerlebnisse erahnen.</p>
<p>Der offizielle Teil des Treffens beginnt mit der</p>
<p><strong>Begr&uuml;&szlig;ungsrede des ehemaligen Kommandeurs, Oberst i.G. a.D. Maximilian Eder</strong></p>
<p>Ausgehend von dem Moltke-Zitat &bdquo;<em>Gehorsam ist Prinzip, doch der Mann steht &uuml;ber dem Prinzip</em>&ldquo; spricht er frei zu wesentlichen Werten, illustriert durch Bilder und Karikaturen.</p>
<p>- Vertrauen und Zutrauen;</p>
<p>- Zuversicht &ndash; auch wenn von der Brigade kein schriftlicher Befehl vorlag und keine Rules of Engagement, wir machten es;</p>
<p>- Verantwortung (Karikatur einer Sitzungsrunde, wo jeder mit &bdquo;er war`s&ldquo; auf den anderen zeigt) &ndash; in unserem Verband hat Verantwortung funktionier;</p>
<p>- Handeln in das Ungewisse hinein;</p>
<p>- Tapferkeit und Mut;</p>
<p>- Humanit&auml;re Werte leben (ein Zelt mit Fl&uuml;chtlingen, ein Generalstabsoffizier hoch zu Ross mit Dame hoch zu Ross &ndash; hier scheinen schlechte Erfahrungen durch) &ndash; es war n&ouml;tig, dass wir es gemacht haben. Niemand im Bataillon habe jemals in diesem Einsatz einen Auftrag verweigert oder sich mal dienstunf&auml;hig gemeldet. Nach dem Unfall eines Panzers war die erste Frage von der Brigade, ob der Fahrer ausgeruht war. &bdquo;Nat&uuml;rlich&ldquo; habe er als Kommandeur geantwortet zu einer Zeit, als alle bis an ihre Grenzen gingen und logischerweise nie richtig ausgeruht sein konnten.</p>
<p>- S&auml;ugling im Fl&uuml;chtlingslager Cegrane;</p>
<p>- Die ethischen Prinzipien und humanit&auml;ren Werte, die sie beim Dienen f&uuml;r den soldatischen Auftrag getragen h&auml;tten.</p>
<p>- Vorbild Stauffenberg, Patriot und Christ! Quasi &bdquo;Spiritus Rector&ldquo; f&uuml;r unseren Antrieb, unsere Energie, f&uuml;r unsere Ideale, f&uuml;r das Durchstehen in einem sinnvollen Auftrag.</p>
<p>Anschlie&szlig;end &nbsp;gedenken alle Anwesenden schweigend der im Einsatz f&uuml;r Freiheit und Sicherheit Gefallenen, Get&ouml;teten oder sonst wie ums Leben gekommenen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.</p>
<p><strong>Der Kommandeur des PzGrenBtl 112</strong>, <strong>Oberstleutnant Germar Lacher</strong>, spricht zur aktuellen Lage des Bataillons, insbesondere zur Einf&uuml;hrung des neuen Sch&uuml;tzenpanzers Puma und zur Vorbereitung auf die VJTF 23 (Very High Readiness Task Force 1923) der NATO, bei der das Bataillon mit zwei Kompanien dabei ist.</p>
<p>Das Bataillon war bisher an zwei Eins&auml;tzen in Bosnien, sechs im Kosovo und vier in Afghanistan beteiligt. Als das Bataillon 2010/11 Kr&auml;fte f&uuml;r die Quick Reaction Force f&uuml;r das ISAF RC North stellte, erschoss am 18. Februar 2011 im OP North ein afghanischer Soldat die Regener Soldaten Georg Missula (30), Konstantin Menz (21) und Georg Kurat (22). <em>(Zur Erinnerung an die Gefallenen und die anderen im Dienst gestorbenen Soldaten des Bataillons wurde in der Kaserne ein Gedenkort errichtet)</em> Der F&ouml;rderverein 18. Februar k&uuml;mmert sich um in Not geratene Soldaten.</p>
<p><strong>Als Gastredner sprechen </strong>jeweils rund 30 Minuten<strong> W. Nachtwei, General Erhard B&uuml;hler und Milit&auml;rgeneralvikar Reinhold Bartman</strong>n, die auch Gru&szlig;worte zur Bild-Dokumentation beigesteuert haben. Die anderen Reden habe ich nach meinen Notizen zusammengefasst.</p>
<p><strong>Winfried Nachtwei, MdB a.D.: <span style="text-decoration: underline;">Sicherheitspolitische Rahmenbedingungen von KFOR 1999</span></strong></p>
<p>&bdquo;Doppelt gerne bin ich aus M&uuml;nster in Westfalen nach Regen im Bayerischen Wald gekommen: Mit KFOR bin ich von Anfang an verbunden. Dieses Ehemaligentreffen von KFOR-Veteranen der ersten Stunde ist bundesweit einzigartig.</p>
<p>Zu den sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen des Kosovoeinsatzes 1998/99 spreche ich als jemand, der 1994-2009 Mitglied des Bundestages und des Verteidigungsausschusses war und an 70 Mandatsentscheidungen zu Auslandseins&auml;tzen beteiligt war, also zu deren Auftraggebern geh&ouml;rte. Deutlich erinnere ich mich an die Bundestagsbeschl&uuml;sse vom 16. Oktober 1998 (Androhung von Luftoperationen zur Verhinderung einer humanit&auml;ren Katastrophe im Kosovo), vom 25. Februar 1999 (Extraction Force f&uuml;r die Kosovo Verification Mission der OSZE) und 11. Juni 1999 (KFOR-Anpassung).</p>
<p><strong>Ausgangslage</strong></p>
<p>Als ich 1994 in den Bundestag gew&auml;hlt wurde, stand ich wie auch die Mehrheit meiner Fraktion Auslandseins&auml;tzen sehr skeptisch bis ablehnend gegen&uuml;ber: Wir vermissten energische nichtmilit&auml;rische Ma&szlig;nahmen gegen hauptverantwortliche Gewaltakteure. Wir bef&uuml;rchteten, dass ein milit&auml;risches Eingreifen alles nur viel schlimmer machen w&uuml;rde. Nach dem Massenmord von Srbrenica versch&auml;rfte sich in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit und insbesondere bei den Gr&uuml;nen der Streit um die Berechtigung und Verantwortbarkeit von Auslandseins&auml;tzen. Also reisten wir im Oktober 1996 mit einer Spitzendelegation von Fraktion und Partei nach Bosnien, um uns vor Ort ein realistisches Bild zu machen und unsere Positionen zu kl&auml;ren. Da standen wir nun am Hang von Sarajevo. Ein Zeitzeuge berichtete, wie von hier serbische Scharfsch&uuml;tzen jahrelang in die belagerte Stadt gefeuert hatten, dass allein in Sarajevo rund 10.000 Menschen, &uuml;berwiegend Zivilpersonen, um`s Leben kamen und im Bosnienkrieg insgesamt 200.000 Menschen. &Uuml;ber die Medien hatten wir nat&uuml;rlich immer wieder davon erfahren. Jetzt am Tatort aber gab es kein Wegsehen und kein Verdr&auml;ngen mehr. Jetzt erreichten die Schicksale der Belagerten und die Brutalit&auml;t der Belagerer uns in Kopf und Herz. Unausweichlich erreichte uns, auch wenn es uns unangenehm war, die Erkenntnis: Es gibt Situationen, wo zum Schutz von Bev&ouml;lkerung vor Massengewalt der Einsatz milit&auml;rischer Gewalt notwendig, legitim und verantwortbar sein kann. Zu dieser ersten Schl&uuml;sselerfahrung kam eine zweite: Bei dem deutschen IFOR-Kontingent unter General Riechmann begegneten uns deutsche Soldaten, die den UN-Auftrag, Kriegsgewalt zu verhindern, wirklich ernst nahmen und sich deshalb keineswegs als Soldaten zweiter Klasse empfanden. F&uuml;r die gestandenen Wehrdienstverweigerer in unseren Reihen war das eine &bdquo;positive Entt&auml;uschung&ldquo;.</p>
<p>Unsere Schlussfolgerung aus dem Besuch im Nachkriegs-Bosnien war: Ein zweites Bosnien darf es im Einflussbereich europ&auml;ischer Politik nicht geben!</p>
<p><strong>Vom Kosovokonflikt zu Kosovokrieg</strong></p>
<p>1998 eskalierte der Gewaltkonflikt im Kosovo. In den Jahren zuvor hatte sich die kosovoalbanische Bev&ouml;lkerungsmehrheit gewaltfrei dem serbischen Unterdr&uuml;ckungssystem widersetzt. Als dies erfolglos blieb und auch international kaum Unterst&uuml;tzung fand, griffen vor allem j&uuml;ngere M&auml;nner zur Waffe, entstand die UCK. Ihre Angriffe auf serbische Sicherheitskr&auml;fte beantworteten diese mit unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Gewalt. Die Gewaltspirale drehte sich schneller und schneller. Am 16. Oktober billige der Bundestag mit deutlicher Mehrheit den Antrag der Bundesregierung zur deutschen Beteiligung an Luftoperationen der NATO zur Abwendung einer humanit&auml;ren Katastrophe im Kosovokonflikt.<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> Ausschlaggebend waren der Bericht des UN-Generalsekret&auml;rs Kofi Annan und die Resolution Nr. 1199 des UN-Sicherheitsrates vom 23. September 1998, die angesichts von &uuml;ber 230.000 Binnenvertriebenen vor einer humanit&auml;ren Katastrophe warnten. Als hauptverantwortlich daf&uuml;r galten die serbischen Sicherheitskr&auml;fte. &Uuml;berschattet wurde die Entscheidung durch zwei Dilemmata: Die humanit&auml;r gerechtfertigte Entscheidung war nicht durch ein UN-Mandat gedeckt. Und sie fiel drei Wochen nach der Bundestagswahl, wo eine Verweigerung von B&uuml;ndnissolidarit&auml;t in einer Kernfrage europ&auml;ischer Sicherheit in der Startphase der neuen rot-gr&uuml;nen Koalition den Startabbruch bedeutet h&auml;tte.</p>
<p>In den Folgemonaten wurde mit der Beobachtermission KVM und den Verhandlungen von Rambouillet eine friedliche L&ouml;sung versucht, aber nicht erreicht. Stattdessen eskalierte die Gewalt im Kosovo erneut. Am 24. M&auml;rz begann der NATO-Luftkrieg (&bdquo;Allied Force&ldquo;) gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, der am 10. Juni 1999 endete. Seine Ergebnisse waren zwiesp&auml;ltig:</p>
<p>- Der Luftkrieg dauerte nicht &ndash; wie erwartet &ndash; wenige Tage, sondern 78 Tage.</p>
<p>- Das erste Ziel der Abwendung einer humanit&auml;ren Katastrophe wurde zun&auml;chst nicht erreicht, im Gegenteil. Der serbische Vertreibungsterror nahm nach Abzug der KVM-Beobachter an Fahrt auf, so dass nach einigen Wochen mehr als die H&auml;lfte der kosovarischen Bev&ouml;lkerung aus dem Land getrieben war.</p>
<p>- In Kombination von Luftschl&auml;gen und intensiven, von der Bundesregierung initiierten diplomatischen Verhandlungen und der Einbeziehung Russlands gelang es schlie&szlig;lich, Pr&auml;sident Milosevic zum Einlenken zu bringen, die Massenvertreibung zu stoppen und r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen und eine m&ouml;gliche Totalvertreibung zu verhindern.</p>
<p>W&auml;hrend des Kosovokrieges trugen die Hilfseins&auml;tze deutscher KVM/KFOR-Soldaten in Fl&uuml;chtlingslagern, insbesondere Cegrane, wesentlich zur Bew&auml;ltigung der katastrophalen humanit&auml;ren Lage &ndash; und damit zur Stabilisierung der Nachbarl&auml;nder &ndash; bei.</p>
<p>In der deutschen &Ouml;ffentlichkeit fand der Kosovokonflikt erst schlagartig mit den NATO-Bomben hohes Interesse. Im Bundestagswahlkampf im Sp&auml;tsommer 1998 spielte der blutige Unfriede vor der Haust&uuml;r der EU noch keine Rolle. Vor allem unter Anh&auml;ngern von Gr&uuml;nen und SPD gab es massive Proteste gegen den angeblichen &bdquo;Angriffskrieg&ldquo; der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung. Unbestreitbar war, dass der von Deutschland &nbsp;mitgetragene NATO-Luftkrieg zentralen Programmprinzipien der Gr&uuml;nen widersprach. Aber was tun zum Schutz der kosovoalbanischen Bev&ouml;lkerung gegen den serbischen Vertreibungsterror, von dessen brutalen Realit&auml;ten uns KVM-Beobachtern glaubw&uuml;rdig berichtet hatten? Die Gegner des NATO-Luftkrieges konnten darauf nie eine Antwort geben und relativierten dabei oft die von serbischen Kr&auml;ften ausgehende Gewalt.<a title="" href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p>Als politisch Verantwortliche konnten wir den Proteststurm nur bestehen, weil die Verhinderung eines &bdquo;zweiten Bosnien&ldquo; tats&auml;chlich das ausschlaggebendes Motiv war &ndash; und nicht irgendwelche geopolitischen Interessen -, weil in einer solchen internationalen Krisensituation unbedingt gemeinsam gehandelt werden musste und weil sich die deutsche Diplomatie besonders intensiv und wirksam um eine Verhandlungsl&ouml;sung mit Russland bem&uuml;hte. (<em>Anm.:</em> <em>Ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob wir die damaligen Proteste durchgehalten h&auml;tten, wenn es schon die heutigen &bdquo;sozialen&ldquo; Medien mit ihren shit-hurricane-Potenzialen gegeben h&auml;tte.</em></p>
<p><strong>KFOR-Einmarsch und Start</strong></p>
<p>Am 8. Juni 1999 informierte die Bundesregierung im Verteidigungsausschuss &uuml;ber die Anpassung des KFOR-Operationsplans wegen ver&auml;nderter Risikoanalyse und humanit&auml;rer Lage (&uuml;ber 500.000 Binnenvertriebene): Als erstes m&uuml;sse sich KFOR um die Fl&uuml;chtlinge k&uuml;mmern; die deutsch gef&uuml;hrte Multinationale Brigade S&uuml;d m&uuml;sse von Anfang an alle Schl&uuml;sselaufgaben wehrnehmen.</p>
<p>Am 10. Juni befand sich der Bundestag in Erwartung des UN-Mandats im Stand by. Im Verteidigungsausschuss hie&szlig; es, KFOR solle durch Grenzkontrollen in den ersten 14 Tagen m&ouml;glichst wenige Fl&uuml;chtlinge in das Kosovo zur&uuml;ckkehren lassen. Laut Aufmarschplan des Deutschen KFOR-Kontingents solle zuerst ein verst&auml;rktes Mechanisiertes Bataillon, Leitverband das Panzergrenadierbataillon 112 aus Regen, in das Kosovo einmarschieren. Um 19.05 Uhr wurde aus New York die Verabschiedung der Sicherheitsrats-Resolution gemeldet.</p>
<p>Am 11. Juni Sitzung des Bundestages zum neuen KFOR-Mandat (Aufstockung um 2.500 auf 8.500 Mann): Au&szlig;enminister Fischer: Er hoffe, dass dies der letzte Krieg in Europa sei. Jetzt d&uuml;rfe Krieg nicht wieder Mittel der Politik sein. Es m&uuml;sse das Bem&uuml;hen sein, ihn aus Europa zu verbannen. Die Doppelstrategie sei konsequent durchgehalten worden. Um wieviel schlimmer w&auml;ren die Folgen gewesen, &bdquo;wenn wir weggeschaut h&auml;tten &ndash; die Herrschaft der Gewalt h&auml;tte sich durchgesetzt. (ca. zehn Mal Beifall von fast allen) Laut meinen pers&ouml;nlichen Aufzeichnungen war es ein &bdquo;Vormittag der brennenden Augen&ldquo;.<a title="" href="#_ftn3">[3]</a> Der Bundestag stimmt dem neuen KFOR-Mandat mit der &uuml;bergro&szlig;en Mehrheit von 505 Ja-Stimmen bei 24 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen zu.</p>
<p>Um 13.55 Uhr steht der Bundestagsbeschluss, um 14.03 ist das Bundeswehrkontingent KFOR unterstellt.</p>
<p>Die politische Erleichterung ist riesig. In den Fraktionen r&uuml;cken sofort die vielen anderen Politikthemen nach vorn, die seit Wochen wegen der Fokussierung auf den Kosovokrieg hatten zur&uuml;ckstehen m&uuml;ssen.</p>
<p>Der Verteidigungsausschuss bleibt dran, wird &uuml;ber den Einmarsch und die enormen Herausforderungen der ersten Wochen unterrichtet. Im Oktober 1999 besuchen die Obleute des Verteidigungsausschusses erstmalig das Kosovo und KFOR. Wir sprechen ausf&uuml;hrlich mit General Klaus Reinhardt, dem ersten deutschen COMKFOR, mit der UNMIK-F&uuml;hrung und dem Chef der UNMIK-Police, mit dem Kommandeur der Multinationalen Brigade S&uuml;d und besuchen das russische Fallschirmj&auml;ger-Bataillon in Malisevo und das Einsatzunterst&uuml;tzungsregiment Erebino in Mazedonien. So bekommen wir eindringliche Eindr&uuml;cke von der komplexen Lage und der klugen Auftragserf&uuml;llung durch KFOR.</p>
<p>Eine plastische Vorstellung vom Einsatz des 1. KFOR-Kontingents erhielt ich aber erst durch die hervorragende Bild-Dokumentation der Task Force Prizren:</p>
<p>- In voller Gefechtsbereitschaft der Marsch ins Ungewisse &ndash; musste der Waffenstillstand, der vereinbarte Abzug der serbischen Kr&auml;fte etwa erk&auml;mpft werden?</p>
<p>- Die vielen Spuren von Zerst&ouml;rungen, Gewalt und Grausamkeiten.</p>
<p>- Der Jubel der dankbaren kosovoalbanischen Bev&ouml;lkerung.</p>
<p>- Die Racheakte, Brandstiftungen, unglaublichen Grausamkeiten zwischen den Volksgruppen.</p>
<p>- Die vielen konfrontativen Situationen mit Bewaffneten der Kriegsparteien, wo mit Entschlossenheit und Besonnenheit unabsehbare Explosionen verhindert werden konnten.</p>
<p>- Die schnell zur&uuml;ckflutenden Fl&uuml;chtlingsmassen und die pl&ouml;tzliche Ausweitung des KFOR-Auftrages, die Allzust&auml;ndigkeit von KFOR f&uuml;r &ouml;ffentliche Ordnung.</p>
<p>Mit den vielen Bildern, Dokumenten, ungeschminkten Erfahrungsberichten aus verschiedenen Perspektiven und zeitlichen Abst&auml;nden (damals und heute) ist die Bild-Dokumentation &bdquo;Einsatz f&uuml;r den Frieden im Kosovo&ldquo; des vstkMechBataillon KFOR 1999 eine Publikation, die bundesweit wohl einzigartig ist und eine breite Leserschaft verdient. Sie ist ein fakten- und facettenreiches Zeugnis einer Gemeinschaftsleistung deutscher KFOR-Soldaten, Musterbeispiel eines Einsatzes zum Schutz von Zivilbev&ouml;lkerung, von Auftragstaktik und F&uuml;hren von vorne, von einsatzf&auml;higen und einsatzfreudigen Staatsb&uuml;rgern in Uniform.</p>
<p>Die sp&auml;ter auch aus Afghanistan und anderen Konfliktregionen berichtende Spiegel-Reporterin Susanne Koelbl beobachtete 1999 beim deutschen KFOR-Kontingent eine &bdquo;elektrisierende Spannung&ldquo; und &bdquo;gl&uuml;henden Eifer der Soldaten, die in diesem Chaos virtuos improvisierten und einen beeindruckenden Balanceakt zwischen Sensibilit&auml;t und St&auml;rke demonstrierten.&ldquo;</p>
<p><strong>Bilanz</strong></p>
<p>Am 4. Oktober 2018 wurde Camp Prizren an die kosovarische Seite &uuml;bergeben. Damit endete der deutsche Gro&szlig;einsatz bei KFOR, wo nur noch ca. 70 Bundeswehrsoldaten verblieben.&nbsp; Dieser Schritt war eine historische Z&auml;sur, eine Gelegenheit, an den bisher l&auml;ngsten Auslandseinsatz der Bundeswehr zu erinnern, der seit Jahren auch in der Bundeswehr als &bdquo;vergessener Einsatz&ldquo; gilt. V&ouml;llig zu Unrecht!</p>
<p>Unbestreitbar war der KFOR-Einsatz der Bundeswehr erfolgreich! Der milit&auml;rische Kernauftrag &ndash; Absicherung der Friedensregelungen, F&ouml;rderung eines sicheren Umfelds f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingsr&uuml;ckkehr &ndash; wurde erf&uuml;llt. Verhindert wurde ein bef&uuml;rchtetes &bdquo;zweites Bosnien&ldquo;. Gestoppt wurde die in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts auf dem Balkan grassierende Kriegsseuche. Ich erinnere mich deutlich, dass damals die akute Gefahr eines kriegerischen Fl&auml;chenbrandes gesehen wurde.<a title="" href="#_ftn4">[4]</a></p>
<p>Dass im Kosovo weiterhin viel Arbeits- und Perspektivlosigkeit herrscht, dass Korruption und Organisierte Kriminalit&auml;t verbreitet sind, ist un&uuml;bersehbar, lag aber au&szlig;erhalb der Wirkungsm&ouml;glichkeiten von KFOR.</p>
<p>Weil die &Uuml;bergabe von Camp Prizren nur im Kosovo breite und dankbare Resonanz fand, aber nicht in Deutschland, wandte ich mich brieflich an den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn:</p>
<p><em>&bdquo;Abertausende deutsche KFOR-Soldatinnen und Soldaten haben zusammen mit Kameraden vieler anderer Nationen R&uuml;ckf&auml;lle in den Krieg verhindert und Stabilit&auml;t gef&ouml;rdert. Sie taten das mit hohem Einsatz, Entschiedenheit und viel Klugheit. Sie haben damit Menschenleben gerettet, menschliches Leid gemindert und zu einem friedlicheren Zusammenleben der Volksgruppen beigetragen.</em></p>
<p><em>Die &uuml;ber 130.000 deutschen KFOR-Soldaten haben sich um die Menschen im Kosovo und Westbalkan, um Frieden und Sicherheit in Europa in hohem Ma&szlig;e verdient gemacht. Die KFOR-Veteranen k&ouml;nnen stolz auf ihren Einsatz sein.</em></p>
<p><em>Sie verdienen Aufmerksamkeit, hohe Anerkennung und herzlichen Dank von Seiten der politischen Auftraggeber, aber auch der Gesellschaft insgesamt. Ihre Leistungen sind beispielhaft und ein Eckstein der bundeswehreigenen Tradition.&ldquo;</em></p>
<p>Vor diesem Hintergrund m&ouml;chte ich insbesondere den KFOR-Veteranen des Panzergrenadierbataillons 112 und der Panzerbrigade 12 insgesamt f&uuml;r ihre herausragende Einsatzleistung danken. Es war die Leistung der Truppe vor Ort, dass der Ersteinsatz der Task Force PRIZREN gelang und die Voraussetzungen daf&uuml;r schuf, dass die Kette der folgenden Kontingente ihren Auftrag erf&uuml;llen konnten.<em> (Nach den M&auml;rzunruhen 2004 gelang es dem wesentlich von der Panzerbrigade 12 gestellten 9. Deutschen KFOR-Kontingents, die Lage wieder zu stabilisieren, die KFOR-F&auml;higkeiten gegen&uuml;ber gewaltt&auml;tigen Demonstrationen zu verbessern und Vertrauen zur&uuml;ckzugewinnen</em>.)</p>
<p>Um den 12 Juni diesen Jahres herum waren die 20 Jahre KFOR im politischen Berlin und in den Tagesmedien praktisch kein Thema. Nur am &bdquo;<em>Tag der Einsatzveteranen</em>&ldquo; am 21. Juni demonstrierten am Reichstagsgeb&auml;ude in Berlin rund vierzig Veteranen mit dem Transparent &bdquo;<em>20 Jahre KFOR-Einsatz &ndash; Dank f&uuml;r Euren Dienst!</em>&ldquo;<a title="" href="#_ftn5">[5]</a></p>
<p>So ein Licht wie der KFOR-Einsatz geh&ouml;rt nicht unter den Scheffel, sondern in das Bewusstsein von Bev&ouml;lkerung und Politik!</p>
<p>Umso wichtiger ist das Kameradschaftstreffen an diesem Wochenende und der neu aufgelegte und erweiterte Bildband. Gro&szlig;en Dank, Oberst Maximilian Eder, f&uuml;r Ihre tolle Herausgeberleistung!</p>
<p>Mit dem Beirat Innere F&uuml;hrung werden wir weiterhin darauf dr&auml;ngen, dass die Gemeinschaftsleistung&nbsp; der &uuml;ber 130.000 KFOR Veteranen geb&uuml;hrend wahrgenommen und gew&uuml;rdigt wird.&ldquo;</p>
<p><strong>General Erhard B&uuml;hler, Befehlshaber des Allied Joint Forces Command der NATO in Brunssum: <span style="text-decoration: underline;">R&uuml;ckblick KFOR 1999</span></strong></p>
<p>General B&uuml;hler ist der Region besonders verbunden. Am Arber lernte er Skifahren. In dieser Region war er auch Brigade- und Divisionskommandeur. Im Kosovo war er insgesamt ein Jahr und acht Monate im Einsatz, erst als F&uuml;hrer des 9. Deutschen KFOR-Kontingents nach den M&auml;rzunruhen 2004, dann 2010/11 als COMKFOR. (<em>Im Sommer 2011 verzichtete B&uuml;hler angesichts brisanter Unruhen im Kosovo auf die milit&auml;rische R&auml;umung von Blockaden und erreichte im Grenzkonflikt mit Serbien eine Verhandlungsl&ouml;sung.<a title="" href="#_ftn6"><strong>[6]</strong></a></em>) Als Referent bei Staatssekret&auml;r Wichert 1999 bekam er die Besprechungen auf hoher politischer und milit&auml;rischer Ebene mit, zum Beispiel am 24. M&auml;rz mit Bundeskanzler, Au&szlig;en- und Verteidigungsminister, als der NATO-Luftkrieg begann. Damals waren alle der Auffassung, dass es nur ein, zwei Tage dauern w&uuml;rde. Es wurden dann aber 78 Tage mit 40.000 Einsatzfl&uuml;gen, davon 500 der deutschen Luftwaffe, die ca. 200 Harm-Flugk&ouml;rper verschoss. Erstaunlich war, dass viel weniger milit&auml;risches Potenzial auf serbischer Seite zerst&ouml;rt wurde, als unmittelbar nach den Operationen gemeldet worden war. Vorgaben f&uuml;r die Luftangriffe waren: keine eigenen Opfer, m&ouml;glichst wenig Zivilopfer. Ersteres wurde erreicht, das Zweite nicht. Er erinnert an den Beschuss eines Schnellzuges auf der Moravabr&uuml;cke (<em>12.04.1999, 14 Tote</em>), eines Fl&uuml;chtlingskonvois (<em>14.04. bei Dakovica, 73 Toten</em>) und die Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad (<em>07.05., drei get&ouml;tete chinesische Journalisten</em>).</p>
<p>Dass Milosevic schlie&szlig;lich einlenkte, war wohl der russischen Position geschuldet. Im Mai 1999 war nicht auszuschlie&szlig;en, dass der Einsatz der Extraction/Kosovo Force nicht in einen Stabilisierungs-, sondern in einen Bodenkampfeinsatz mit 100.000 Soldaten gem&uuml;ndet w&auml;re.</p>
<p>KFOR insgesamt sei ein Erfolg gewesen &ndash; mit R&uuml;ckschl&auml;gen 2004 (M&auml;rzunruhen) und 2011. Beide Male geh&ouml;rte zum Kontext, dass KFOR reduziert wurde &ndash; nicht condition based, sondern wegen der Priorisierung des Irakeinsatzes, auf den Kr&auml;fte konzentriert wurden.</p>
<p>Die Lage im Kosovo heute sei nicht vergleichbar mit Kosovo damals. Enorme Fortschritte habe es vor allem auf dem Feld der Sicherheit, der Polizei gegeben. Aber viel gebe es noch zu tun. Eine geringe KFOR-Zahl sei noch einige Jahre n&ouml;tig.</p>
<p>Warum noch keine nachhaltige Stabilit&auml;t erreicht sei? Es gebe keine Vers&ouml;hnung, auf keiner Seite. Und die europ&auml;ische Perspektive: Bisher gebe es keine Visafreiheit f&uuml;r die Kosovaren. Die sei aber gerade f&uuml;r junge Menschen n&ouml;tig, wo ungef&auml;hr die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung j&uuml;nger als 25 Jahre sei.</p>
<p><strong>Video &uuml;ber den Einmarsch der KFOR-Bodentruppen 1999, Bundeswehr</strong>,<a title="" href="#_ftn7">[7]</a></p>
<p><strong>Milit&auml;rgeneralvikar Msgr. Reinhold Bartmann: <span style="text-decoration: underline;">R&uuml;ckblick KFOR 1999</span></strong></p>
<p>Msgr. Bartmann ist Priester der Di&ouml;zese Regensburg und Leiter des Katholischen Milit&auml;rbischofsamtes. Als Milit&auml;rpfarrer war er 420 Tage auf dem Balkan t&auml;tig, 1996 und 1998 in Bosnien, vom 24. M&auml;rz bis 29. Juli 1999 bei KVM/KFOR in Mazedonien, Albanien und Kosovo.</p>
<p>Als Milit&auml;rpfarrer bewege er sich zwischen zwei Welten. Der Grenz&uuml;bergang Blace/ Mazedonien war der Endpunkt der Vertreibungen aus dem Kosovo. Dort wurden die Fl&uuml;chtlinge &bdquo;hingesch&uuml;ttet&ldquo;. Der Staat Mazedonien hatte an ihnen keinerlei Interesse.</p>
<p>In Skopje wurden deutsche Truppen mit Steinen beworfen.</p>
<p>Deutsche Soldaten unterst&uuml;tzen den Aufbau von Fl&uuml;chtlingslagern. Cegrane wuchs in kurzer Zeit von null auf 40.000. Er erinnert sich an einen Besuch von Au&szlig;enminister Fischer und seine Worte, er habe nie gedacht, dass er einmal sagen w&uuml;rde, dass er stolz auf deutsche Soldaten sei.</p>
<p>Der Aufwuchs an Material und Personal ging weiter.</p>
<p>Die Fl&uuml;chtlingslager w&auml;ren nicht &uuml;ber die Zeit gekommen ohne Ihre gro&szlig;e Leistung!</p>
<p>Der Einmarsch lief glimpflich ab. Dann die Aufgaben: f&uuml;r Recht und Ordnung sorgen, Bew&auml;ltigung der Fl&uuml;chtlingsr&uuml;ckkehr, Verhinderung von Rache und Gewalttaten. Die Soldaten zeigten Umsicht und beachteten die Grundwerte. Seitens deutscher Soldaten gab es keinerlei Gr&auml;ueltaten. Wenn sie Gewalt einsetzten, dann sei es angebracht gewesen.</p>
<p>Erinnert sei an die Toten: Oberstabsarzt Sven Eckelmann, der am 30.05.1999 in Durres/Albanien mit seinem Transportpanzer Fuchs t&ouml;dlich verungl&uuml;ckte. Stabsunteroffizier Jacqueline Lenekamp war die erste, die im Kosovo beim Einmarsch eine Leiche abtransportieren musste. (<em>am 13. Juni</em> <em>einen am Dulje-Pass mit zwei Kollegen erschossenen Stern-Reporter</em>)</p>
<p>Den Menschen im Kosovo wurde eine Chance gegeben &ndash; und den nachfolgenden Kontingenten die M&ouml;glichkeit, ein stabiles Zusammenleben zu f&ouml;rdern. Das erste Kontingent legte den Grund daf&uuml;r. Stabilit&auml;t brauche noch weiter Begleitung. Die europ&auml;ischen Staaten seien als erste dazu verpflichtet.</p>
<p>&bdquo;Seien Sie stolz auf das, was Sie geleistet haben.&ldquo;</p>
<p>Bei uns habe es damals die Angst gegeben, was mit den Fl&uuml;chtlingen w&uuml;rde, wenn der Krieg nicht im Sommer beendet w&auml;re, wenn der Winter k&auml;me. Cegrane w&auml;re weggeschwemmt worden!</p>
<p><em>Seine sehr pers&ouml;nliche Rede schlie&szlig;t Msgr. Bartmann mit dem Satz:</em></p>
<p>Pfarrer, ich soag da oans, gleich woas kimmt oder woas passiert, Hauptsach mir san zum Pichelstoaner dahoam!!<br /> (<em>&Uuml;bersetzung</em>: Pfarrer, gleich was noch kommt oder was uns widerf&auml;hrt, Hauptsache wir sind zum Pichelsteiner Fest wieder daheim in Regen.)</p>
<p><strong>(Wieder-)Begegnungen</strong></p>
<p>Reden k&ouml;nnen &uuml;ber Einsatzerfahrungen, die einschneidend waren und pr&auml;gten, die einen nicht loslassen - mit Angeh&ouml;rigen, Bekannten? Am ehesten mit Kameraden. Dazu bestand nach den Reden, beim Pichelsteinerfest, bei den Stationen Puma und Geschichtsraum, beim Wei&szlig;wurstessen&nbsp; reichlich Gelegenheit.</p>
<p>Ich begegne etlichen derjenigen, die im Bildband als Zeitzeugen aus damaliger und heutiger Sicht lebhaft berichten und mit Lob und Kritik nicht hinterm Berg hielten. Ihre Erinnerungen bekommen so f&uuml;r mich Gesicht und Glaubw&uuml;rdigkeit.</p>
<p>Immer wieder hei&szlig;t es, der Einsatz mit dem 1. KFOR-Kontingent sei im Vergleich zu allen anderen Eins&auml;tzen &ndash; auch in Afghanistan &ndash; einzigartig und besonders pr&auml;gend gewesen: Die schnellen Ver&auml;nderungen einer komplexen Lage, die Vielfalt an Aufgaben, f&uuml;r die es keine standardisierten Verfahren gab, das extreme Spektrum an Erlebnissen, Erfahrungen und Gef&uuml;hlen. Zerst&ouml;rungen &uuml;berall, Massengr&auml;ber mit get&ouml;teten Frauen M&auml;nnern und Kindern, grausame Rachemorde und blanker Hass. Und dann beim Einr&uuml;cken jubelnde Menschenmengen, dankbares H&auml;ndesch&uuml;tteln, strahlende Kinderaugen. Schlie&szlig;lich in der Truppe der einzigartige Zusammenhalt, wo die Soldaten an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit gingen und dar&uuml;ber hinaus. Der niederl&auml;ndische Kommandeur, der auch den ihm unterstellten deutschen Soldaten Heimatanrufe per Satellitentelefon erm&ouml;glicht. Ein Einsatz, der ihnen &ndash; so ihr Kommandeur &ndash; trotz aller Strapazen und Entbehrungen sehr viel gegeben habe &ndash; an Erfahrungen, Lebensreife und Erf&uuml;llung.</p>
<p>Ein Offizier bilanziert: &bdquo;<em>Mit dem Aufwand, den Entbehrungen, unserem professionellen Engagement und unserem ganz pers&ouml;nlichen Einsatz haben wir den ethnischen S&auml;uberungen und der grausamen Vernichtung von Menschenleben in unserer Nachbarschaft Einhalt geboten.</em>&ldquo; (Bild-Dokumentation 2019, S. 260)</p>
<p>Ein anderer: &bdquo;<em>Nach meiner &Uuml;berzeugung haben viele Einsatzsoldaten nach der R&uuml;ckkehr ein anderes Koordinatensystem und einen neuen Ma&szlig;stab mitgebracht, um ihr Leben und unsere Gesellschaft zu reflektieren! Was ist wirklich wichtig (&hellip;)!&ldquo; (S.243) &bdquo;Was auf ewig bleibt und nicht vergessen wird: Das Erleben von Kameradschaft, das schnelle Zusammenwachsen einer Task Force und die Bereitschaft, an eigene Grenzen zu gehen, weil das Ziel und die Aufgabe &uuml;berzeugen, bleibt in besonderer Erinnerung. Daran &auml;ndern auch unterschiedliche Ansichten, die eine oder andere kontroverse Bewertung (&hellip;) nichts. Die F&auml;higkeit, f&uuml;r v&ouml;llig neue Herausforderungen und Aufgabenstellungen Probleml&ouml;sungen zu entwickeln und in Handeln umzusetzen, habe ich in besonderer Erinnerung. (&hellip;) Zusammenh&auml;ngende Operationen gr&ouml;&szlig;erer Man&ouml;verelemente gab es nach dem Einmarsch nicht mehr. (&hellip;) &bdquo;It`s a sergeant war&ldquo;. Patrouillen&nbsp; waren das entscheidende Man&ouml;verelement, deren F&uuml;hrer oft die personifizierte Repr&auml;sentanz von KFOR in ihren jeweiligen Einsatzr&auml;umen. (&hellip;) Das F&uuml;hrungsprinzip Auftragstaktik zusammen mit einer entwickelten F&uuml;hrungskultur (Initiative, Verantwortungsbereitschaft, Entschlusskraft, Zuversicht, Mut, Zusammenhalt sowie R&uuml;ckhalt von seinen Vorgesetzten), eine entsprechende Erziehung und Ausbildung der Truppe und ein gewachsenes gegenseitiges Vertrauen zwischen F&uuml;hrern und Gef&uuml;hrten waren die Basis daf&uuml;r, dass die Task Force ihre Aufgabe in &uuml;berdehnten Einsatzr&auml;umen und bei insgesamt nur bedingt hinreichenden Kr&auml;ften erf&uuml;llen konnte.&ldquo; (S. 245)</em></p>
<p>Auch wenn ich mich wiederhole: Die <strong>Bild-Dokumentation &bdquo;DIENEN F&Uuml;R DEN FRIEDEN IM KOSOVO&ldquo; ist dringend zu empfehlen!</strong></p>
<p>Ebenfalls zu empfehlen sind zwei weitere NEUERSCHEINUNGEN zum Kosovoeinsatz:</p>
<ul>
<li><strong>Werner Pfeil, Ein Sommertag im Krieg</strong> &ndash; Mein D-Day im Kosovo, lau Verlag Reinbek 2019. Der Autor war 1978 bis 2010 Berufssoldat und seit 1996 bei Eins&auml;tzen in Bosnien, Kosovo und Afghanistan dabei. Sein KVM/KFOR-Einsatz begann Ende Februar in Griechenland, wo er &ndash; wie danach auch in Mazedonien &ndash; viele Proteste gegen die aufwachsende NATO-Truppe erlebte. Am Einmarsch in das Kosovo war der Augustdorfer im Rahmen der Vorhut des verst&auml;rkten J&auml;gerbataillons von Albanien aus als Kommandant eines Transportpanzers Fuchs beteiligt. Auf Basis seiner Tagebuchaufzeichnungen schildert er sehr konkret und reflektiert die Einsatzwirklichkeit in ihrer ganzen Breite &ndash; und auch seine &Auml;ngste bei verschiedenen Gelegenheiten. Die Intensiverfahrung eines Soldaten erg&auml;nzt sehr gut die multiperspektivische Bild-Dokumentation.</li>
<li><strong>Hans-Peter Kriemann, Der Kosovokrieg 1999,</strong> Reclam Ditzingen 2019. Das Buch basiert auf der Dissertation des am Zentrum f&uuml;r Milit&auml;rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) wirkenden Oberstleutnant. Der Autor schildert genau und mit unabh&auml;ngigem Urteil die politischen, diplomatischen, milit&auml;rischen und gesellschaftlichen Hintergr&uuml;nde und Abl&auml;ufe der NATO-Intervention in Jugoslawien und der deutschen Beteiligung daran. Erstmalig bekommt hiermit eine breitere &Ouml;ffentlichkeit Einblicke in die milit&auml;rischen Planungen in der NATO, im Vorfeld der Intervention ab Ende Mai 1998&nbsp; und nach sechs Wochen Luftkrieg ab Mai 1999 zu einer umfassenden Bodenoffensive. Offen benannt werden politische Zielkonflikte, Differenzen zwischen Verb&uuml;ndeten und Fehleinsch&auml;tzungen bez&uuml;glich der Wirksamkeit eines &bdquo;dosierten&ldquo; Luftkrieges unter Vermeidung eigener Opfer. Differenziert eingegangen wird auch auf damals verbreitete Vorw&uuml;rfe gegen die Glaubw&uuml;rdigkeit der westlichen und deutschen Kosovopolitik. Sehr deutlich wird die Initiativrolle der deutschen Diplomatie (&bdquo;Fischer-Plan&ldquo;) bei der Suche nach einer politischen Konfliktl&ouml;sung unter Wiedereinbeziehung Russlands, die auf Seiten der Verb&uuml;ndeten wie Russlands Widerhall fand und letztendlich erfolgreich war. Die wachsenden Zweifel und Proteste in Deutschland insbesondere bei den Gr&uuml;nen wirkten auf den ersten gr&uuml;nen Au&szlig;enminister wie ein st&uuml;rmischer R&uuml;ckenwind (mit dem hohen Risiko, dadurch aus dem Gleis geworfen zu werden). Das reich illustrierte, gut lesbare Buch bringt eine F&uuml;lle von Sachinformationen und neuen Einblicken. Manchen Zeitgenossen mag eine Milit&auml;rintervention als ein Mittel erscheinen, mit &uuml;berlegener Milit&auml;rgewalt einen Konfliktknoten durchschlagen zu k&ouml;nnen. &bdquo;Der Kosovokrieg 1999&ldquo; verdeutlicht, dass auch moderne milit&auml;rische Planungskompetenz die Unberechenbarkeit eines Krieges (&bdquo;Nebel des Krieges&ldquo;) nicht abschaffen kann und dass eine multinationale Intervention mit so ungleichen Partnern und nationalen &Ouml;ffentlichkeiten zus&auml;tzliche Unberechenbarkeiten produziert. Wo die Erinnerung an den Kosovokrieg &ndash; soweit &uuml;berhaupt vorhanden &ndash; oftmals in damaligen Frontstellungen verharrt, bietet das Buch die einmalige Gelegenheit zur Selbst&uuml;berpr&uuml;fung bisheriger Position &ndash; und insbesondere zum Lernen aus einer Z&auml;sur europ&auml;ischer und&nbsp; deutscher Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik. <em>(Vom ZMSBw erhalte ich zehn Exemplare des Buches zur Verteilung an KFOR-Veteranen)</em></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Weitere Informationen: </span></p>
<p>Als der Krieg nach Europa zur&uuml;ckkehrte<strong>: Berichte + Stellungnahmen zu den&nbsp; Balkan-Kriegen und -Eins&auml;tzen</strong> (v.a. Kosovo) 1995-2019 von W. Nachtwei, Juli 2019, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1592">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1592</a></p>
<p class="ox-73e1200efe-ox-dfd205aac7-ox-5b2ced578c-ox-77a044bbba-ox-74df727a8e-ox-bfd9abb5e9-ox-c90dadb79c-ox-2823e6cfbf-ox-482dddd76f-ox-019d551383-ox-309a5a6a3d-ox-aaca537ff0-ox-c1fe4c283e-default-style">Ende des Kosovokrieges +<strong> Beginn des KFOR-Einsatzes</strong> vor 20 Jahren: <strong>Veranstaltungen und Publikationen</strong>, 18. Juni 2019, <a href="http://www.nachwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1594">www.nachwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1594</a></p>
<div><br clear="all" /><hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> W. Nachtwei, R&uuml;ckblende Kosovo 20 Jahre I, Pers&ouml;nliche Aufzeichnungen aus Bundestag und Fraktion Mai bis Oktober 1998, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1553">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1553</a>&nbsp;</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> R&uuml;ckblende Kosovo 20 Jahre IV, V, Pers&ouml;nliche Aufzeichnungen 28. M&auml;rz, 7, April 2019 <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1581">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1581</a> &nbsp;</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> R&uuml;ckblende Kosovo 20 Jahre VI, Pers&ouml;nliche Aufzeichnungen Juni bis September 2019, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1581">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1581</a></p>
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<p class="ox-73e1200efe-ox-dfd205aac7-ox-5b2ced578c-ox-77a044bbba-ox-74df727a8e-ox-bfd9abb5e9-ox-c90dadb79c-ox-2823e6cfbf-ox-482dddd76f-ox-019d551383-ox-309a5a6a3d-ox-aaca537ff0-ox-c1fe4c283e-default-style"><a title="" href="#_ftnref4">[4]</a> W. Nachtwei, Vergessener Kosovo-Einsatz? Blo&szlig; nicht! 20 Jahre KFOR: erfolgreiche multinationale Kriegsverh&uuml;tung und Friedenssicherung in Europa (VII), Vortrag beim Einsatzf&uuml;hrungskommando, Februar 2019, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1588" target="_blank">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1588 </a></p>
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<p class="ox-73e1200efe-ox-dfd205aac7-ox-5b2ced578c-ox-77a044bbba-ox-74df727a8e-ox-bfd9abb5e9-ox-c90dadb79c-ox-2823e6cfbf-ox-482dddd76f-ox-019d551383-ox-309a5a6a3d-ox-aaca537ff0-ox-c1fe4c283e-default-style"><a title="" href="#_ftnref5">[5]</a> W. Nachtwei, Gelungene Friedenssicherung &ndash; nichts wert?&bdquo;Fremde-Federn&ldquo;-Kommentar in der FAZ 28.06.2019,<a href="http://www.nachwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1595">www.nachwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1595</a>&nbsp; :</p>
<p class="ox-73e1200efe-ox-dfd205aac7-ox-5b2ced578c-ox-77a044bbba-ox-74df727a8e-ox-bfd9abb5e9-ox-c90dadb79c-ox-2823e6cfbf-ox-482dddd76f-ox-019d551383-ox-309a5a6a3d-ox-aaca537ff0-ox-c1fe4c283e-default-style">Ende des Kosovokrieges + Beginn des KFOR-Einsatzes vor 20 Jahren: Veranstaltungen und Publikationen, 18. Juni 2019, <a href="http://www.nachwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1594">www.nachwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1594</a></p>
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<div>
<p><a title="" href="#_ftnref6">[6]</a> Deutscher General l&ouml;st Grenzkonflikt im Kosovo, Hannoversche Allgemeine 05.08.2011,</p>
<p><a href="https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Deutscher-General-loest-Grenzkonflikt-im-Kosovo">https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Deutscher-General-loest-Grenzkonflikt-im-Kosovo</a></p>
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<div>
<p><a title="" href="#_ftnref7">[7]</a> Bundeswehr, Einmarsch der KFOR-Bodentruppen in das Kosovo, 12.07.2019, 7:57, Classix , <a href="https://www.youtube.com/watch?v=I4PIlf8qrm8">https://www.youtube.com/watch?v=I4PIlf8qrm8</a></p>
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