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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei: Reisebericht Afghanistan September 2009 (Teil 2)</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afrika + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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            Nachtwei: Reisebericht Afghanistan September 2009 (Teil 2)         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 13. Oktober 2009 20:42:29 +02:00 (173470 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Teil 2:</p></div>
            <div>    <p><strong>Sicherheitslage Nord</strong></p>
<p>Zur Erinnerung die Dimensionen der Nordregion: 1.300 km W-O und 390 km N-S, d.h. ungefÃ¤hr die halbe FlÃ¤che Deutschlands, allerdings mit viel schwierigerer Geografie und kaum Infrastruktur. Die Provinz Kunduz ist so groÃŸ wie Rheinland-Pfalz und das Saarland. Fahrtdauer Kunduz - Feyza bisher 12 Stunden.</p>
<p><strong>(1) Konzentrationen von SicherheitsvorfÃ¤llen</strong>/AnschlÃ¤gen gibt es im Nordwesten vor allem im Distrikt <span style="text-decoration: underline;">Ghormach</span> und um <span style="text-decoration: underline;">Meymaneh</span>, die Hauptstadt der Provinz Faryab, entlang der Ringroad in den Provinzen <span style="text-decoration: underline;">Jowzjan und Balkh</span> westlich und sÃ¼dlich von Mazar, am stÃ¤rksten rund um <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> bis Imam Shahib und Archi an der tadschikischen Grenze und nach SÃ¼den in die Provinz Baghlan, schlieÃŸlich westlich Feyzabad im Nordosten.</p>
<p>Im Problemdistrikt Ghormach konnten viele Checkpoints von ANA, ANP und Stand-By-Police etabliert werden. Inzwischen kippt die Lage wieder: die ANA ist abgezogen, Stand-By-Police sei mit AufstÃ¤ndischen verstrickt, die kaum bezahlte ANP (von 90 $ Sold kommen nur 60 an!) werde schwÃ¤cher. Wieder einmal kamen Aufbauprojekte nur spÃ¤rlich zustande. Polizeiausbildung lÃ¤uft nicht wie geplant, Distrikt- und Provinzgouverneur blockieren sich gegenseitig.</p>
<p>Im Problemdistrikt Chahar Darreh westlich von Kunduz zeigt sich besonders deutlich der Zusammenhang von Sicherheit und Entwicklung: Anfang des Jahres wurden dort Ã¼ber ein Sonderprogramm Millionen in den Aufbau gesteckt. Mit der Zuspitzung der Sicherheitslage ab FrÃ¼hjahr war das alles hinfÃ¤llig.</p>
<p><strong>(2) ISAF- und Soldaten-Erfahrungen</strong>: Jede dt. Schutzkompanie, jede Teileinheit der Quick Reaction Force war inzwischen in Gefechten. Jeder kennt jemanden, der verwundet wurde. Die Soldaten mÃ¼ssen mit sehr unterschiedlichen Risikolagen klarkommen, von high-risk-Strecken bis zur GesprÃ¤chsaufklÃ¤rung, wo man das Fahrzeug verlÃ¤sst. Beispielhaft sei das Verhalten der Infanteriekompanie des PRT Kunduz: Nachdem sie gegen 9.30 Uhr mit Handwaffen und PanzerfÃ¤usten beschossen worden war, kehrte sie mit 9 Verwundeten ins Camp zurÃ¼ck - und fuhr um 17.00 wieder raus zur Polizeistation Chahar Darreh. Das verweist auf eine enorme Einsatzdichte. Meiner EinschÃ¤tzung, dass es vielleicht mehr seelische als physische Verwundungen gebe, wird nicht widersprochen. Konkretere Angaben gibt es nicht. Berichtet wird von extremen Einsatzbedingungen. In der FÃ¼hrerkabine stieg die Temperatur auf 80Â° C!</p>
<p>Wo Truppe vor Ort bleibe (und nicht nur mal auftauche), seien die Reaktionen aus der BevÃ¶lkerung sofort freundlicher und offener, gelinge Stabilisierung.</p>
<p>Elementar fÃ¼r die Einsatzbereitschaft ist die sanitÃ¤tsdienstliche Versorgung. Die NATO-Zeitvorgabe ist, dass ein Verwundeter 90 Minuten nach Verwundung auf einem Operationstisch sein soll. Die Karte mit 1-Stunden-Radien (boden- und Hubschrauber gestÃ¼tzt) zeigt eine weitgehende Abdeckung im deutschen Hauptverantwortungsbereich im Norden und LÃ¼cken im Nordosten. (90 Minuten ein Flug Mazar-Feyza) FlÃ¼ge bei Dunkelheit sind nur sehr eingeschrÃ¤nkt mÃ¶glich.</p>
<p>Die grÃ¶ÃŸten und gefÃ¤hrlichsten Ausstattungsdefizite bestehen bei den Hubschraubern. Bei einem Bestand von 9 CH-53 Hubschraubern vor Ort sei es mehrere Tage nicht mÃ¶glich gewesen, mit 2 Hubschraubern Feyza anzufliegen. Die RÃ¼cksicht auf die deutsche Industrie und ihre Langsamkeit dÃ¼rfe doch nicht heiÃŸen, dass man erst in etlichen Jahren Ã¼ber die notwendigen FÃ¤higkeiten verfÃ¼ge. Diese brauche man hier und heute. Also mÃ¼sse man ein Ãœbergangsmodell leasen. Dabei sei die Umschulung der Besatzungen ausdrÃ¼cklich nicht das Problem.</p>
<p>Zu schaffen mach der Ersatz fÃ¼r im Einsatz beschÃ¤digte geschÃ¼tzte Fahrzeuge. Der komme nicht nach, so dass die Zahl der geschÃ¼tzten Fahrzeuge sinke. Ein Ã„rgerpunkt ist die Frage individueller VerÃ¤nderungen an Fahrzeugen, z.B. mehr Schutz bei Selbstmordattacken durch eine dickere Schraube. Wo man vor Ort einfache technische LÃ¶sungen hat, sei das Genehmigungsverfahren Ã¼ber Deutschland ausgesprochen bÃ¼rokratisch und schwerfÃ¤llig.</p>
<p><strong>(3)</strong> <strong>ANA-UnterstÃ¼tzung</strong>: Besuch des dt. Operational Mentoring Liaison Teams (OMLT) in Camp Shaheen einige km sÃ¼dwestlich von Mazar. Hier ist das Hauptquartier des 209. ANA Corps unter Generalmajor Murat, dem - erfolgslosen - Verteidiger der Buddha-Statuen von Bhamyan.</p>
<p>Der ANA-Aufbau ist ein SchlÃ¼sselelement der ISAF Exit-Strategie.</p>
<p>Die ANA insgesamt umfasst 92.000 genehmigte Stellen, die in den nÃ¤chsten Monaten auf 134.000 angehoben werden sollen. Anvisiert, aber noch nicht beschlossen ist eine EndstÃ¤rke von 240.000 (Polizei 162.000).</p>
<p>Das 209. Shaheen Corps hat zzt. 7.713 Dienstposten und soll in 2 Jahren auf 10.573 anwachsen. Das Ist liegt bei Ã¼ber 7.000 Soldaten. Die Abwesenheitsrate betrÃ¤gt 16% (1.100). Ursachen sind die geringe Bezahlung (100 $, + 80 $ bei Einsatz), die vielen Operationen, die extrem lange Abwesenheit von den Familien. General Murad plant die Aufstellung einer 3. Brigade.</p>
<p>Die Ausbildung der ANA lÃ¤uft schon weitgehend selbstÃ¤ndig. Ihre Ausstattung ist zu 100% US-amerikanisch. Ihre Fernmeldetechnik ist z.T. besser als die der Bundeswehr. Daraus ergibt sich eine vÃ¶llige strukturelle AbhÃ¤ngigkeit von den USA.</p>
<p>Die 70 Mann des dt. OMLT sind mit 27 beim Corpsstab, 2 bei der 1. Brigade, 24 beim 2. Kandak (Bataillon) der 1. Brigade, 17 beim 5. Kandak. DarÃ¼ber hinaus sind dem Corps 97 Berater von 6 weiteren Nationen, insbesondere Norweger zugeordnet (v.a. ). DEU ist hier die Leadnation.</p>
<p>Die Capabiliy Milestones (CM) definieren die FÃ¤higkeitsstufen:</p>
<p>CM 1 Einheiten haben die volle BefÃ¤higung, Counterinsurgency-Operationen auf Bataillonsebene zu planen, durchzufÃ¼hren und durchzuhalten, KoalitionsunterstÃ¼tzung nur noch bei LuftnahunterstÃ¼tzung und medizinischer Evakuierung;</p>
<p>CM 2 Einheiten haben dieselbe BefÃ¤higung mit KoalitionsunterstÃ¼tzung;</p>
<p>CM 3 Einheiten haben diese BefÃ¤higung teilweise auf Kompanieebene mit KoalitionsunterstÃ¼tzung;</p>
<p>CM 4 Einheiten sind aufgestellt, aber noch nicht zu Counterinsurgency-Operationen in der Lage.</p>
<p>Von CM 4 bis CM 1 dauert es ca. 2 Jahre.</p>
<p>WÃ¤hrend die Hauptquartiere des Corps und der 1. Brigade in Mazar und zwei ihrer Kandaks CM 1 erreicht haben, liegt die 2. Brigade in Kunduz mit ihren Kandaks Ã¼berwiegend bei CM 3, ist also noch schwach.</p>
<p>Die Command and Control (C2) Struktur der OMLT`s steht zwischen den Parallelstrukturen von ISAF-HQ, ISAF-Regional Command, PRT einerseits und dem US-amerikanischen Combined Security Transition Command-Afghanistan (CSTC-A), der Task Force Phoenix (&gt; 6.000 Personen), Task Force Warrior (&gt; 1.000) im Norden. Kommentar eines Offiziers: Inzwischen kÃ¶nne man mit dieser Doppelstruktur leben. Aus der CSTC-A-Publikation â€žThe Enduring Ledger&quot; (<a href="http://www.cstc-a.com/">www.cstc-a.com</a>) vom August ist zu entnehmen, dass am 10. September CSTC-A und die NATO Training Mission AFG (NTM-A) zu einem integrierten Stab zusammengefÃ¼hrt wurden, gefÃ¼hrt von einem Kommandierenden General mit Doppelhut.</p>
<p>(<em>Kommandeur der CSTC-A ist Generalmajor Richard Formica. Im MÃ¤rz empfahl er seinen Soldaten â€žThree Cups of Tea&quot; von Greg Mortenson zur LektÃ¼re. Der New-York-Times-Bestseller ist die Geschichte eines US-Bergsteigers, der nach dem Scheitern am K 2 im Karakorum die Gastfreundschaft eines pakistanischen Gebirgsdorfes erlebt - und das Fehlen jeder Schule. Schulen in den entlegendsten und vernachlÃ¤ssigsten Gebieten Pakistans, dann Afghanistans zu bauen, wurde seine Mission. Nach dem 11.September erklÃ¤rte er seine Bildungsoffensive zur Alternative zum militÃ¤rischen â€žwar on terror&quot; und das â€žHÃ¶ren auf die Menschen und Berge&quot; zur obersten Devise. Das Buch ist inzwischen als â€žDer Traum vom Frieden&quot; auf Deutsch erschienen</em>.)</p>
<p>Die internationalen OMLT begleiteten die ANA seit Januar bei 10 Operationen, darunter OP Tofan Ã¼ber 5 Monate in Ghormach, OQAP im Juli in Kunduz, vom Juni bis Oktober Wahlabsicherung. Hier habe die ANA zusammen mit ANP die zentrale Rolle gespielt. Nichtdeutsche OMLT gingen auch mit in den SÃ¼den. FÃ¼r die Mentoren ist der Aufbau von Vertrauen, die persÃ¶nliche Beziehung zu ihren ANA-Offizieren das A+O. Sie sind wie deren Schatten, eine Art zweiter Chef. Verfehlt ist jedes forsche Auftreten oder als â€žWeihnachtsmann&quot; zu kommen.</p>
<p>Der Corps-Kommandeur befiehlt in die Kandaks hinein. Ihm wird alles gemeldet, er befiehlt alles. Entscheidendes FÃ¼hrungsmittel ist das Handy. Der Kommandeur habe auf allem den Daumen drauf. Da gebe es wenig eigenes Denken. Vorausschauende Planung finde kaum statt. Bundeswehr hat immer Versorgung fÃ¼r 48 Stunden, die ANA manchmal gar nichts. FÃ¼r 5 Tage habe es einmal 6 Flaschen Wasser gegeben. Nichtsdestoweniger mache die Arbeit mit den Afghanen SpaÃŸ.</p>
<p><strong>Feyzabad/Badakhshan</strong></p>
<p>Mit CH-53-Transporthubschrauber im â€žKonturenflug&quot; (150 km/h in ca. 12 m HÃ¶he) von Mazar in 90 Minuten nach Feyzabad: Durch die offene Heckklappe ergeben sich spektakulÃ¤re Blicke auf eine grandiose Landschaft: zuerst wÃ¼stenÃ¤hnliche Ebene, nach 30 Minuten huschen wir Ã¼ber einen ersten Kamm; nach 35 Minuten ein Flusstal mit grÃ¼nen Feldern, GehÃ¶ften; nach 45 Minuten AsphaltstraÃŸe und Ãœberlandleitung, Fahrspuren kreuz und quer; Aufstieg ins Gebirge, steiler Sinkflug nach dem Kamm, kleine Viehherden, schaukelnder Kurvenflug; nach 50 Minuten Felder mit Menschengruppen, ein Hund lÃ¤uft uns hinterher, Herdentiere stieben auseinander; nach 60 Minuten steiles Hochgebirge, links oder rechts ragen FelswÃ¤nde hoch, fast zum Greifen nah, dann stÃ¼rzt der Blick in AbgrÃ¼nde; an entlegendsten Orten tauchen Menschen, einzelne Tiere, kleine Herden auf; Panoramablick auf eine Gebirgskette; nach 65 Minuten grÃ¶ÃŸerer Gebirgsfluss, schrÃ¤g aufragende Felsplatten; nach 75 Minuten erkenne ich das tief eingeschnittene Kocha-Tal mit der Trasse der StraÃŸe Nr. 302 von Kunduz nach Feyzabad. Wo sich frÃ¼her eine strapaziÃ¶se Piste herschlÃ¤ngelte, verlÃ¤uft jetzt eine AsphaltstraÃŸe, nur noch von kurzen Baustellen unterbrochen. Bis Jahresende soll die von USAID finanzierte Lebensader fertig sein.</p>
<p>Wir landen auf der Stahlplattenpiste von - so heiÃŸt es tatsÃ¤chlich - â€žFeyzabad International Airport&quot; mit seinem halbzerstÃ¶rten kleinen â€žFlughafengebÃ¤ude&quot;. Die zweimotorige deutsche Transall darf hier nicht landen, weil sie bei Ausfall eines Triebwerkes mit einem einzigen Triebwerk nicht mehr aus dem Tal heraus kÃ¤me. Bei NÃ¤sse gibt es hier keinen Flugbetrieb, weil dann ein Bremsen auf den Stahlplatten unmÃ¶glich ist. Schwedische Hercules` fliegen inzwischen Feyza nicht mehr an. Somit ist das hiesige Bundeswehr-PRT voll und ganz auf die Hercules-Transporter anderer VerbÃ¼ndeter angewiesen. Hinzu kommt, dass keine Bundeswehr-Hubschrauber vor Ort sind. Mit anderen Worten: Die Transportanbindung von Feyza ist gewagt.</p>
<p>Die Provinz Badakhshan umfasst 44.000 qkm (fast so groÃŸ wie Niedersachsen) und erstreckt sich Ã¼ber 300 x 450 km von 1.200 m bis 5./7.000 m HÃ¶he an der Grenze zu Pakistan und China.</p>
<p>Statt von Entfernungen spricht man Erreichbarkeiten: in den Norden braucht man 8-9 Stunden, nach SÃ¼den &gt; 24 Stunden, nach Westen (Takhar) 5 Stunden (nach Fertigstellung der StraÃŸe 2,5 Stunden), in den Vakhan-Korridor 2 Tage.</p>
<p>Von den 1,2 Mio. Einwohnern leben 90% auf dem Land. Hier sterben 6,5% der MÃ¼tter bei Geburt eines Kindes (in Kabul 0,6%), 19% der Kinder sterben vor ihrem 5. Lebensjahr (2001 waren es 25%), 13% haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, 4% zu Strom. Badakhshan ist die Ã¤rmste Provinz Afghanistans. Zugleich ist der Bildungsstand in den â€žStÃ¤dten&quot;, die historisch â€žlinke Hochburgen&quot; waren, vergleichsweise hoch.</p>
<p>Die Einflussgebiete der zentralen Machthaber liegen westlich und Ã¶stlich des Kocha-Flusses, Nasir Mohammed ist der lokale Powerbroker. HauptbetÃ¤tigungsgebiet der Organisierten KriminalitÃ¤t ist der Schmuggel nach Norden. Der Chef der Grenzpolizei soll hier in besonderer Weise verwickelt sein. Auch wenn in der traditionellen Schlafmohnprovinz Badakhshan die AnbauflÃ¤che stark zurÃ¼ckgegangen ist (UNODC meldet 400 ha, der Gouverneur spricht von 1.300 ha), gibt es in der Provinz noch viele Labore. Jemand nennt Badakhshan einen kleinen Narko-State, wo hÃ¶chste AutoritÃ¤ten mit Drogengeldern zu tun hÃ¤tten. AufstÃ¤ndische machen sich lÃ¤ngs der 302 im Westen bemerkbar. Diese bieten fÃ¼r den Einsatz in der Provinz Kunduz bis 1.000 $.</p>
<p>Vom HÃ¶henrÃ¼cken auf der Ostseite des Kocha-Flusses wurden bis Ende 2008 ab und zu Raketen ins Tal geschossen, zuletzt am 2. Mai. Am 27.7. wurde ein letzter IED-Anschlagsversuch rechtzeitig aufgeklÃ¤rt und verhindert.</p>
<p>Das PRT Feyzabad umfasst 506 Soldaten und 23 Zivilisten, die Schutzkompanie hat 110 Soldaten.</p>
<p>Insgesamt sei Badakhshan eine der sichersten Provinzen.</p>
<p>Trotz Ramadan und Freitag kommen viele Menschen zu den GesprÃ¤chen in den Landgemeinden und zum afghanischen Essen am Abend im PRT.</p>
<p>Der stellv. Gouverneur nennt den raschen Ausbau von StraÃŸen (dabei auch Alternativroute nach Kabul Ã¼ber Panshir statt Kunduz) und den Ausbau von Hochschulen (5.000 Abiturienten/Jahr) als zentrale Aufgaben, wo internationale UnterstÃ¼tzung wÃ¼nschenswert wÃ¤re.</p>
<p>Das AA fÃ¶rdert vor allem auch Projekte, die greifbar Verbesserung bringen. Ein Beispiel: In dem Dorf 60 km sÃ¼dÃ¶stlich von Feyza, wo im Mai der mutmaÃŸliche<strong> </strong>Terrordrahtziehers Abdul Razeq festgenommen worden war, fand einige Tage spÃ¤ter eine Shura statt. Der Gouverneur habe eine gute Rede gehalten, die deutsche Seite habe ihn mit neuen Projekten unterstÃ¼tzt. Damit sei sichtbar das Zeichen gesetzt worden: â€žEs lohnt sich.&quot;</p>
<p>Ein besonderes Problem sei, dass Jungens von hier in groÃŸer Zahl auf Madrasen (Religionsschulen) in Pakistan geschickt wÃ¼rden und dann oft stark radikalisiert zurÃ¼ckkÃ¤men. Warum gebe es hier nicht â€žJungenschulen&quot; mit dann gemÃ¤ÃŸigter Ausrichtung?</p>
<p>Bei den Fahrten durch Feyza und Umgebung bewegen wir uns erstaunlich frei, sogar in Batash, wo die Bundeswehr mal gewisse â€žProbleme&quot; hatte. WÃ¤hrend uns ein uniformierter Sprachmittler begleitet, wollte ein anderer das Risiko nicht eingehen. Als Vorbild wird genannt der neuere US-Botschafter Eikenberry, der kÃ¼rzlich Badakhshan besuchte und ungeschÃ¼tzt auf die Menschen zuging. Das gehe hier noch, diese Chancen mÃ¼sse man nutzen! Zugleich erfahren wir in der Stadt und abseits der HauptstraÃŸe, wie arm und rau die Ausgangslage ist - und wie schnell man auch mit dem GelÃ¤ndefahrzeug stecken bleiben kann.</p>
<p><strong>Kunduz</strong></p>
<p><strong>(1) RÃ¼ckblick</strong>: Seit 2004 besuchte ich fast zehnmal Kunduz. Bis zum vorigen Jahr waren die Fortschritte mit HÃ¤nden zu greifen. Im FrÃ¼hjahr 2007 hatte es etliche Monate ohne ZwischenfÃ¤lle gegeben. Seit Verhaftung einer Terrorzelle war Ruhe. Das Ã¤nderte sich schlagartig mit dem Selbstmordanschlag auf dem Markt von Kunduz am 19. Mai 2007, dem drei Bundeswehrsoldaten zum Opfer fielen. Auch wenn es damals eine breite Solidarisierung aus der BevÃ¶lkerung gab (â€žWir brauchen das PRT so nÃ¶tig wie das Wasser zum Leben&quot;), verschlechterte sich danach die Sicherheitslage, verstÃ¤rkt seit Sommer/Herbst 2008, extrem seit April 2009. Seitdem gab es immer wieder Gefechte Ã¼ber mehrere Stunden, fiel am 29.4. erstmalig ein Bundeswehrsoldat im Kampf, tÃ¶teten Bundeswehrsoldaten erstmalig in der Geschichte der Bundeswehr etliche Gegner im Kampf. Inzwischen ist die Rede von vielen hundert AufstÃ¤ndischen.</p>
<p>Als Ursachen fÃ¼r die krasse RÃ¼ckwÃ¤rtsentwicklung in Kunduz werden genannt eine schwache Provinzregierung seit Jahren; der Ã¼ber Jahre vernachlÃ¤ssigte Polizei- und Armeeaufbau (Streichung von Ã¼ber 500 Polizeistellen im Vorjahr, wodurch ganze Distrikte praktisch ohne Polizei waren); im Vergleich zu Bedarf und Erwartungen zurÃ¼ckbleibende AufbaubemÃ¼hungen; wachsende EnttÃ¤uschungen Ã¼ber Zentral- und Provinzregierung; in die Paschtunengebiete zurÃ¼ckstrÃ¶mende und wenig integrierte FlÃ¼chtlinge aus Pakistan (250.000 im ganzen Norden); die jÃ¼ngere Vergangenheit von Teilen der Provinz als letzte Talibanhochburg 2001; aus Pakistan einsickernde KÃ¤mpfer; unzureichende PrÃ¤senz von ISAF/Bundeswehr in der FlÃ¤che und Initiativverlust im vorigen Jahr; Kunduz als strategischer Angriffspunkt der Taliban im Norden, seitdem die dritte ISAF-Nachschubroute Ã¼ber Kunduz geht.</p>
<p>Dieses Mal besuche ich Kunduz nicht, weil die Soldaten dort anderes zu tun haben, als einen Politiker, der dann sowie so nicht aus dem PRT rauskommt, zu betreuen.</p>
<p><strong>(2)</strong> <strong>Luftangriff bei Kunduz</strong> am 4.9.: Er war eine menschliche und auch politische Katastrophe. Er ging einher mit einem gravierenden politischen Versagen des Verteidigungsministers im Umgang mit diesem Ereignis.</p>
<p>In Deutschland wurde kaum wahrgenommen, dass die Bundeswehr am 3.9. im nÃ¶rdlich gelegenen Distrikt Archi in einem schweren Gefecht stand. Auf 4 km wurde die zur UnterstÃ¼tzung herangezogene Schutzkompanie des PRT Feyzabad immer wieder von 40-60 AufstÃ¤ndischen beschossen, es gab 4 Verwundete und 7 beschÃ¤digte Fahrzeuge, ein Dingo brannte aus. Die zur Hilfe gerufene ANA-Einheit kam nicht. Sie verblieb in der Polizeistation von Archi.</p>
<p>Alle Seiten hÃ¤tten sich jetzt anders verhalten als sonst: Die Bundeswehr, die bisher Zivilopfer weitgehend vermieden habe, verantwortet jetzt erstmalig eine hohe Zahl an Zivilopfern. Die US-Seite, deren LuftwaffeneinsÃ¤tze in den zurÃ¼ckliegenden Jahren immer wieder viele Zivilopfer gefordert hatte, reagierte jetzt so schnell und verurteilend wie nie zuvor. Auf afghanischer Seite schlieÃŸlich soll es - so mehrere zivile GesprÃ¤chspartner - viel weniger EmpÃ¶rung und EntschÃ¤digungsforderungen geben als frÃ¼her bei solchen FÃ¤llen. Von offizieller Seite in Kunduz, aber auch in Kabul habe es sogar viel Zustimmung gegeben. Zu vermuten ist, dass die Reaktionen in den paschtunischen Siedlungsgebieten entgegengesetzt waren.</p>
<p>Bundeswehrsoldaten wehren sich gegen Vorverurteilungen des PRT-Kommandeurs und kritisieren die harsche US-Kritik: â€žDie Amis predigen Wasser und trinken Wein!&quot;</p>
<p>Bundeswehroffiziere distanzieren sich zugleich von einer auf afghanischer Seite verbreiteten Haltung, die gerne viel hÃ¤ufiger LuftnahunterstÃ¼tzung hÃ¤tte und den Eindruck erweckt, als lasse sich das Taliban-Problem mit einigen weiteren Luftangriffen lÃ¶sen. Ich erinnere mich an eine Szene bei unserem Juni-Besuch in Kunduz, als der Geheimdienstchef den deutschen PRT-Kommandeur frozelnd anmachte wegen seiner militÃ¤rischen ZurÃ¼ckhaltung. Dieser nahm das ganz gelassen.</p>
<p><strong>(3) Lageentwicklung in Kunduz</strong>: Beschuss, Hinterhalte und AnschlÃ¤ge gibt es fast tÃ¤glich, manchmal mehrfach am Tag. 6 Gebiete im SÃ¼den, Osten und Norden der Provinz sind fÃ¼r Regierung und SicherheitskrÃ¤fte no-go-areas. Rundum Kunduz tauchen vermehrt illegale Checkpoints auf. Drohungen erhalten inzwischen sogar KrankenhÃ¤user. Bundeswehr nahm das Rote Kreuz von SanitÃ¤tsfahrzeugen weg, weil diese bevorzugt angegriffen wurden. Ã„lteste Ã¤uÃŸerten, sie hÃ¤tten den Einfluss auf die Militanten verloren. (Unter ihnen sollen inzwischen etliche internationale KÃ¤mpfer, u.a. aus Usbekistan und Tschetschenien, als Ausbilder sein.) Deutsche EZ kann aus Kunduz nicht mehr raus. Berichtet wird von der Waffenausgabe an Zivilisten und ehemalige Kommandeure, die sich selbst gegen AufstÃ¤ndische/Taliban wehren wollen. Dies wird von Kennern der Region interpretiert als Wetterleuchten einer BÃ¼rgerkriegsentwicklung fÃ¼r den Fall, dass ISAF und afg. SicherheitskrÃ¤fte ihre Puffer- und Schutzfunktion immer weniger realisieren. Fazit: ISAF/Bundeswehr und afg. SicherheitskrÃ¤fte sind hier an der Grenze ihrer LeistungsfÃ¤higkeit. Wenn die Schutzkompanie des PRT Feyzabad zur VerstÃ¤rkung nach Kunduz muss, dann gibt es hier offenbar keine Reserven mehr. Mit dem gegenwÃ¤rtigen Ansatz ist im nÃ¤chsten Jahr Schluss mit Kunduz!</p>
<p><strong>(4)</strong> <strong>Dringender Vorschlag</strong> von General Vollmer (Regionalkommandeur Nord): Bisherige Operationen zur RÃ¼ckgewinnung der Kontrolle Ã¼ber Gebiete mit AufstÃ¤ndischen-Einfluss/Dominanz wirkten wie ein Scheibenwischer. Die Militanten wurden rausgedrÃ¤ngt und kehrten nach Abzug von ISAF und afg. SicherheitskrÃ¤ften wieder schnell zurÃ¼ck. Um Gebiete auch halten zu kÃ¶nnen, seien mehr PolizeikrÃ¤fte unabdingbar. Zzt. hat die Provinz mit ihren 770.000 Einwohnern knapp 1.200 Polizisten. Das Soll liegt 200 Polizisten hÃ¶her. Im Vorjahr hatte die Zentralregierung schon 537 Polizisten von Kunduz abgezogen, gegen den Protest des Provinzpolizeichefs. Ergebnis: Es gab Distrikte praktisch ohne Polizei.</p>
<p>Ausgehend von der BevÃ¶lkerungsdichte und Bedrohungslage berechnete ISAF einen Mehrbedarf von 2.500 Polizisten. Weil Kabul aber keine Aufstockung im Norden finanzieren will bzw. kann, schlÃ¤gt Vollmer vor, Deutschland solle fÃ¼r zwei Jahre die PolizeigehÃ¤lter direkt zahlen - bei 140 $ pro Polizist und Monat wÃ¤ren das 9 Mio. $. GroÃŸbritannien habe das in Helmand mit 3.500 Polizisten gemacht. Die ruhigeren Wintermonate mÃ¼ssten fÃ¼r die Rekrutierung und Ausbildung genutzt werden. Ausreichend AusbildungskapazitÃ¤ten habe man dafÃ¼r. JETZT mÃ¼sse damit begonnen werden.</p>
<p>Zugleich fehle es an kurzfristig wirksamen Programmen fÃ¼r ArbeitsplÃ¤tze.</p>
<p>In der Bundespressekonferenz wischten die Pressesprecher des AA, BMVg, BMI und BMZ mit lakonischen Bemerkungen zur Seite: Deutschland zahle schon in den LOFTA-Fond ein. AuÃŸerdem sei eine Polizeiaufstockung Sache der afghanischen Regierung.</p>
<p>Anmerkung: Es ist der Gipfel der Ignoranz, den Vollmer-Vorschlag so abzutun. Das umso mehr, als die Bundesregierung bis zur Stunde keinerlei Aussagen macht, wie die Ã¤uÃŸerst bedrohliche Entwicklung in der Provinz gestoppt und gedreht werden kann.</p>
<p>(Nach mehreren erfolglosen Fragen dazu im Verteidigungsausschuss an die Bundesregierung habe ich deshalb noch die <strong>Kleine Anfrage</strong> â€žZur aktuellen Lage in AFG&quot;, Drs. 16/14057 eingebracht. Die am 5.10. eingetroffene Antwort weicht den SchlÃ¼sselfragen aus und offenbart erneut eine RealitÃ¤tsverleugnung sondergleichen. Wer so in der jetzigen Situation auf Parlamentarierfragen antwortet, verwirkt jedes politische Vertrauen.)</p>
<p>Meine VortrÃ¤ge â€žAFG: wie weiter?&quot; beendete ich immer mit dem Foto von lachenden, lebhaften Jungs, die wir im Oktober 2006 an einem HÃ¼gel bei Ali Abad sÃ¼dlich Kunduz trafen, verbunden mit dem Appell, alles zu tun, dass nicht auch sie perspektivlos - und dann auch zornig werden.</p>
<p>Ali Abad ist die Gegend, wo es inzwischen dauernd zu AnschlÃ¤gen und Feuerwechsel kommt, wo der Luftangriff mit mehr als 100 Toten geschah. Wer weiÃŸ, welche dieser Jungs heute noch leben, das Lachen verlernt haben, zornig geworden sind, geschossen haben?</p>
<p><strong>Lauter BrÃ¼cken</strong></p>
<p><strong>BrÃ¼cke zwischen den Welten</strong>: Am 17.9. bin ich per Handy der grÃ¼nen Wahlkampfkundgebung auf dem Prinzipalmarkt in MÃ¼nster mit JÃ¼rgen Trittin und Maria Klein-Schmeink, der grÃ¼nen Bundestagskandidatin zugeschaltet: â€žHallo Maria, hallo JÃ¼rgen, hallo liebes MÃ¼nster&quot;. Ãœber die Lautsprecher berichte ich live aus mehr als 5.000 km Entfernung Ã¼ber die aktuelle Lage in Afghanistan und meine jÃ¼ngsten EindrÃ¼cke. Nachher erfahre ich, dass die Kundgebungsteilnehmer mucksgebannt die FernÃ¼bertragung verfolgt hÃ¤tten.</p>
<p>Soldaten des Deutsch-NiederlÃ¤ndischen Korps aus MÃ¼nster sind am 13. September den MÃ¼nster-Marathon in Kabul â€žmitgelaufen&quot; - auf dem Laufband.</p>
<p><strong>Deutsch-afghanische BrÃ¼cken</strong>: NÃ¶rdlich des PRT Feyzabad Ã¼berqueren wir den Kocha-Fluss Ã¼ber die â€žBrÃ¼cke der deutsch-afghanischen Freundschaft&quot;. Die Bundeswehr errichtete die massive 150 m lange Stahlkonstruktion zwischen November und Juli aus eigenen Mitteln. Die nÃ¤chsten BrÃ¼cken sind 5 km sÃ¼dlich in Feyzabad und 60 km nÃ¶rdlich.</p>
<p>Zwei Tage vorm Ende des Ramadan, dem Eid-Fest, gibt der AA-Vertreter im PRT Feyza im Meeting-House â€žFeyzabar&quot; ein afghanisches Essen fÃ¼r uns und afghanische GÃ¤ste - zwei Ortsvorsteher, den stellv. Gouverneur, den Uni-Rektor, den Leiter der Justizabteilung der Provinz, den ANA-MilitÃ¤r-geistlichen u.a..</p>
<p><strong>Deutsch-amerikanische BrÃ¼cken</strong>: In der riesigen US-Botschaft in Kabul sprechen wir mit Vertretern der Abteilung Development and Economic Affairs, die bis vor kurzem als Generalkonsul in DÃ¼sseldorf bzw. an der US-Botschaft in Berlin waren. Beim Rausgehen begegnen wir neben Botschafter Eikenberry, den ich zuletzt in Berlin als bemerkenswert selbstkritischen General in NATO-Verwendung erlebte, eine altbekannte US-Diplomatin, die an der Berliner Botschaft fÃ¼r deutsche Innenpolitik zustÃ¤ndig war.</p>
<p><strong>FriedensbrÃ¼cken</strong>: Bei UNAMA in Mazar spricht der UNAMA-Vertreter fÃ¼r die auch die Vorbereitungen fÃ¼r den Internationalen Friedenstag am 21. September an: Ausgerufen 2001 von der VN-Generalversammlung wird er seit Jahren von Zehntausenden in Afghanistan begangen, verbunden mit dem Aufruf zu einer eintÃ¤gigen Waffenruhe - von Regierung, ISAF wie auch Taliban. Der Aufruf wurde 2008 weitgehend befolgt, in diesem Jahr nach UNAMA-Meldung anscheinend auch. Diese gute Neuigkeit erlebte das Ã¼bliche Schicksal von good news: Sie fand keine mediale Verbreitung. Wer sucht schon nach Hoffnungszeichen und Chancen?</p>
<p><strong>Schlussfolgerungen</strong></p>
<p>(1) Die Instandsetzung der Flutschutzmauer in Qaraqusi am Kocha-Fluss und die kleine BrÃ¼cke in Batash/Feyzabad sind offenkundig sinnvoll und nÃ¶tig. Auch wenn die PDF-Gelder fÃ¼r 2009 alle vergeben sind, dÃ¼rfte es hier an einigen tausend Euro nicht scheitern.</p>
<p>- Dasselbe gilt fÃ¼r die mutigen Demokratie-Pioniere von RADIO AMO unter Abdul Basir Haqjo.</p>
<p>- Ebenso sinnvoll wÃ¤re die Ausstattung des Kabuler Wirtschaftsgymnasiums fÃ¼r MÃ¤dchen mit den dringend benÃ¶tigten SchulbÃ¼chern. Wer wÃ¤re hier zur UnterstÃ¼tzung bereit?</p>
<p>- In Badakhshan ist Deutschland der wichtigste internationale Akteur, weil am meisten prÃ¤sent. Das beinhaltet Chancen, die aber auch viel mehr und umfassend genutzt werden mÃ¼ssen.</p>
<p>(2) Vor mehr als drei Jahren warnte ich nach einer Reise in den afghanischen Norden â€žAFG auf der Kippe?&quot;, vor mehr als zwei Jahren schlug ich Alarm wegen des stockenden Polizeiaufbaus und EUPOL-Desasters. In all den Jahren erfuhr ich von Seiten der Bundesregierung und aus den Reihen der GroÃŸen Koalition wohl viel persÃ¶nliche Zustimmung, zugleich aber ein fÃ¼rchterlich langsames Lernen und Umsteuern.</p>
<p>Ich teile die EinschÃ¤tzung der neuen US-FÃ¼hrung, dass die Zeit enorm drÃ¤ngt, dass im kommenden Jahr die Wende zum Besseren erreicht werden muss, andernfalls das groÃŸe Scheitern mit seinen verheerenden Konsequenzen nicht mehr aufzuhalten ist.</p>
<p>ÃœberfÃ¤llig ist jetzt eine selbstkritische Bilanzierung des deutschen AFG-Engagements, seiner Wirksamkeiten, Defizite, Leistungen und Fehler durch eine unabhÃ¤ngige Kommission. Diese hÃ¤tte zugleich Empfehlungen fÃ¼r eine kÃ¼nftige AFG-Politik zu formulieren. Noch besser wÃ¤re es, wenn die Regierungsressorts und der Bundestag die Kraft dazu hÃ¤tten. Aber nach dem Umgang der Parlamentsmehrheit mit entsprechenden Initiativen der GrÃ¼nen in den letzten Jahren habe ich da groÃŸe Zweifel. Nur so besteht eine Chance, die gegenwÃ¤rtige AbwÃ¤rtsdynamik zu stoppen und umzukehren sowie breit verlorene Akzeptanz, ja GlaubwÃ¼rdig zurÃ¼ckzugewinnen - bei der BevÃ¶lkerung, aber auch bei den Soldaten.</p>
<p>(3) Ein Sofortabzug von Bundeswehr und anderen ISAF-Truppen hÃ¤tte nicht - wie von manchen versprochen - ein weniger an Gewalt und Krieg zur Folge, sondern eine enorme Gewalteskalation sowie einen Destabilisierungsschub fÃ¼r die sowieso schon wankende Atommacht Pakistan. Erwartet wird dann eine schnelle TalibanmachtÃ¼bernahme im SÃ¼den und Osten und ein RÃ¼ckfall in die frÃ¼hen 90er Jahre, d.h. Kampf der Warlords und Milizen in anderen Landesteilen. Ein Sofortabzug wÃ¼rde einhergehen mit einem Massenabzug von Entwicklungshelfern, von Beratern fÃ¼r den Polizei- und Armeeaufbau. Verbleibende kleinere Hilfsorganisationen und NGO`s kÃ¶nnten das nicht ausgleichen. Die Vorstellung, ein Sofortabzug von ISAF kÃ¶nne einhergehen mit einer krÃ¤ftigen Aufstockung von Hilfe, ist deshalb illusionÃ¤r.</p>
<p>Wie das diesjÃ¤hrige Friedensgutachten der fÃ¼nf deutschen Friedensforschungsinstitute zu Recht feststellt: Ausschlaggebend fÃ¼r eine nachhaltige Kriegsbeendigung ist die StÃ¤rkung von Staatlichkeit, von gesellschaftlichen Governance-Strukturen auf verschiedenen Ebenen.</p>
<p>Ausschlaggebend fÃ¼r den Abzug oder befristeten Verbleib der ISAF-Truppen ist die Haltung der afghanischen BevÃ¶lkerung. KÃ¶nnte nicht eine Volksabstimmung in Afghanistan Ã¼ber Abzug oder begrenztem Verbleib der internationalen Truppen ein geeigneter Weg sein, um die Legitimationsfrage vor Ort zu klÃ¤ren?</p>
<p>(4) Angesichts der weiter eskalierenden Gewalt und der nicht erkennbaren Wirkungen der bisherigen US-TruppenverstÃ¤rkungen erscheinen mir weitere groÃŸe Truppenaufstockungen keine LÃ¶sung. Gerade intime Kenner der afghanischen Konfliktgeschichte drÃ¤ngen zunehmend darauf, dass mit ganz anderer IntensitÃ¤t nach politischen VerhandlungslÃ¶sungen mit den Spitzen von Taliban und AufstÃ¤ndischen gesucht werden mÃ¼sse. Hier gebe es de facto erhebliche Differenzierung und teilweise auch politisches Denken, aber natÃ¼rlich keine Erfolgsgarantien.</p>
<p>(5) Auch wenn politische Verhandlungen die Rahmenbedingungen des internationalen Engagements erheblich verÃ¤ndern kÃ¶nnen, Ã¤ndert das nichts an der grundsÃ¤tzlichen Dringlichkeit, die deutschen Aufbauanstrengungen viel wirksamer zu machen. Definiert und vereinbart werden mÃ¼ssen Ã¼berprÃ¼fbare Zwischenziele auf den zentralen Aufbaufeldern, abgeleitet aus dem dringlichen Bedarf, realistisch im Hinblick auf die afghanischen MÃ¶glichkeiten, ehrgeizig im Hinblick auf die deutschen Anstrengungen. Dies muss einhergehen mit einer Neuaufstellung der Planungs- und FÃ¼hrungsorganisation der deutschen AFG-Politik: Wo AFG lÃ¤ngst die grÃ¶ÃŸte Herausforderung bundesdeutscher AuÃŸen- und Sicherheitspolitik ist, ist eine ressortgemeinsame AFG Task Force notwendig, geleitet von einer Person mit Kabinettsrang mit politischem Gewicht und Gesicht. Warum soll in Deutschland nicht mÃ¶glich sein, was andere VerbÃ¼ndete lÃ¤ngst vormachen?</p>
<p>Auf die Aufbauziele hin sind die entsprechenden FÃ¤higkeiten und Ressourcen zu mobilisieren. Sie sind die Ausgangslinie fÃ¼r eine militÃ¤rische Abzugsperspektive von wenigen Jahren. Statt Kleckern ist endliches intelligentes Klotzen angesagt!</p>
<p>(6) Zu den dringend notwendigen Ressourcen gehÃ¶rt eine personelle StÃ¤rkung der dt. Botschaft und ihrer AuÃŸenvertretungen im Norden. Mit ganzen drei Referenten des HÃ¶heren Dienstes in der Botschaft ist die lt. RessortzustÃ¤ndigkeit beanspruchte FederfÃ¼hrung des AA fÃ¼r den ganzen AFG-Einsatz nicht realisierbar. (Die brit.Botschaft mit ihren ca. 800 AngehÃ¶rigen hat allein 3 Referenten fÃ¼r afg. Innenpolitik!) Ebenfalls hoch dringlich ist eine StÃ¤rkung der Cultural Advisers der Kommandeure.</p>
<p>(7) Die energische Aufbauanstrengung muss sich in einem umfassenden Afghanistan-Mandat des Bundestages niederschlagen, wo neben den militÃ¤rischen Aufgaben, FÃ¤higkeiten und Ressourcen auch die zentralen zivilen und polizeilichen Aufgaben, FÃ¤higkeiten und Ressourcen festgelegt werden. Es reicht nicht, parallel zum Bundeswehrmandat unverbindliche politische â€žGirlanden&quot;-AntrÃ¤ge zu beschlieÃŸen.</p>
<p>(8) Bundesregierung und Bundestag haben inzwischen zig-tausend Soldaten und - grob geschÃ¤tzt - mehr als tausend Polizisten, Entwicklungshelfer und Diplomaten nach Afghanistan entsandt. UnabhÃ¤ngig von der politischen Haltung zum Afghanistaneinsatz haben diese Menschen das Interesse, die Aufmerksamkeit und die UnterstÃ¼tzung der ganzen deutschen Gesellschaft verdient.</p>
<p>Zugleich ist es an der Zeit, ihr groÃŸes Erfahrungspotenzial nicht weiter brach liegen zu lassen, sondern es in geeigneter Weise einzubeziehen und zu nutzen. Die deutsche Afghanistan-Diskussion braucht die BeitrÃ¤ge dieser erfahrenen Leute.</p>
<p>Die AFG-Diskussion wird erschwert durch eine sehr unÃ¼bersichtliche und widersprÃ¼chliche Entwicklung und die natÃ¼rliche Dominanz schlechter und Gewalt-Nachrichten. Sie ist darÃ¼ber hinaus hierzulande geprÃ¤gt von vielen gesinnungsstarken Meinungen, wenig Kenntnis, von regierungsamtlichen BeschÃ¶nigungen, von Zerrbildern und Halbwahrheiten. (Letztes Beispiel â€žHallo Ãœ-Wagen&quot; auf WDR 5 am 3. Oktober aus MÃ¼nster) Das sind permanente Arschtritte fÃ¼r die Tausenden Frauen und MÃ¤nner in verschiedenen Uniformen und in Zivil, die in AFG trotz alle Belastungen und Risiken hervorragende Arbeit leisten. WÃ¼rden diese sich dort so schludrig auffÃ¼hren, wie hier Ã¼ber sie und AFG geredet wird, wÃ¤ren sie alle schon hochkant aus dem Land geflogen. Man kann wahrlich sehr geteilter Meinung Ã¼ber den AFG-Einsatz sein. Aber BemÃ¼hen um Sorgfalt, Hinsehen, RealitÃ¤tsnÃ¤he sollte das Mindeste sein.</p>
<p>(9) Bundesregierung und Bundestag entsandten Soldaten, Polizisten, Zivilexperten und Diplomaten in einen Einsatz, der sehr fordernd, belastend und teilweise hoch riskant ist. Belastend ist der Einsatz manchmal noch mehr fÃ¼r die AngehÃ¶rigen zu Hause. Diesen Menschen gegenÃ¼ber ist die Politik in der Pflicht, alles dafÃ¼r zu tun, dass ihr Einsatz Aussicht auf Erfolg hat und Sinn macht.</p>
<p>Das ist in der Politik der Bundesregierung noch keineswegs angekommen.</p>
<p><strong>Danke sehr!</strong></p>
<p>fÃ¼r die hervorragende UnterstÃ¼tzung und Begleitung unserer Reise an</p>
<p>- Christian Jetzlsperger, Politischer Referent Botschaft Kabul</p>
<p>- Sibylle Osten, Referentin fÃ¼r Polizeiaufbau, Rechts- und Konsularwesen, Botschaft Kabul</p>
<p>- Thomas Lehmann, GTZ Kabul</p>
<p>- Kurt-Georg StÃ¶ckl-Stillfried, Political Adviser RC North (AA)</p>
<p>- Hendrik Schmitz Guinote, BMZ Mazar</p>
<p>- Oberstleutnant Carsten Bruns, ISAF Mazar</p>
<p>- Oberst i.G. Sven KorweslÃ¼hr, Kommandeur PRT Feyzabad</p>
<p>- Jan-Christian van Thiel, Ziviler Leiter des PRT Feyzabad</p>
<p><strong>Anhang I</strong></p>
<p><strong>SicherheitsvorfÃ¤lle 8.-23.9.2009 (Auszug aus meinen â€žMaterialien zur Sicherheitslage ..&quot;)</strong></p>
<p>Am 8.9. in <span style="text-decoration: underline;">Kabul</span> 100 m sÃ¼dlich des Haupteingangs des Flughafens (KAIA) morgens Selbstmordattentat mit Kfz, 4 afg. Zivilpersonen getÃ¶tet, 3 US-, 5 belg. Soldaten, 14 afg. Und 2 US-Zivilisten verwundet. Zeitgleich Beschuss des KAIA-GelÃ¤ndes mit Raketen. In Sirkanay/<span style="text-decoration: underline;">Kunar</span> bei Feuergefecht mit OMF 4 US- und 8 ANA-Soldaten getÃ¶tet, 2 ANA-Soldaten vermisst.</p>
<p>Am 9.9. Befreiungsaktion britischer Kommandoeinheiten fÃ¼r einen am 5.9. in <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> entfÃ¼hrten westlichen und afghanischen Reporter. Der afghanische Reporter, 2 Zivilisten, ein Soldat und unbekannte Zahl von Militanten kommen dabei um`s Leben. In Nad Ali/<span style="text-decoration: underline;">Helmand</span> vor dem brit. Camp Bastion durch SelbstmordattentÃ¤ter mit Kfz 5 Zivilpersonen getÃ¶tet, je 3 brit. und US-Soldaten und 5 Zivilpersonen getÃ¶tet.</p>
<p>Am 10.9. in Kandahar/<span style="text-decoration: underline;">Kandahar</span> 2 Polizisten bei OMF-Ãœberfall getÃ¶tet. In Andar/<span style="text-decoration: underline;">Ghazni</span> ein poln. Soldat bei OMF-Angriff getÃ¶tet. In Ghaziabad/<span style="text-decoration: underline;">Konar</span> ein US- und ein ANA-Soldat bei Feuergefecht getÃ¶tet, 9 Soldaten verwundet.</p>
<p>Am 12.9. in Bala Buluk/<span style="text-decoration: underline;">Farah</span> OMF-Angriff auf einen Konvoi des World Food Programm. Bei dem anschlieÃŸenden Feuergefecht mehr als 50 Militante, 7 ANA Soldaten und 2 US Soldaten getÃ¶tet. Im Dorf Wazir nahe <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span>-Stadt am frÃ¼hen Morgen 10 Militante durch Luftangriff bei einer Suchaktion gegen Kommandeure und Drahtzieher von AnschlÃ¤gen. In Imam Shahib/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> bei einem nÃ¤chtlichen Angriff auf eine Polizeistation 8 Polizisten getÃ¶tet, 2 vermisst. In <span style="text-decoration: underline;">Uruzgan</span> 14 Zivilpersonen durch IED getÃ¶tet. In Maydan Shar/<span style="text-decoration: underline;">Wardak</span> 2 US-Soldaten durch IED und Handwaffenbeschuss getÃ¶tet.</p>
<p>Am 13.9. in Panjwayi/<span style="text-decoration: underline;">Kandahar</span> ein kanad. Soldat durch IED getÃ¶tet.</p>
<p>Am 14.9. in Maywand/<span style="text-decoration: underline;">Kandahar</span> 2 US-Soldaten durch IED getÃ¶tet.</p>
<p>Am 15.9. in Maydan Shahr/<span style="text-decoration: underline;">Wardak</span> 2 ANA Soldaten durch IED getÃ¶tet. In Saydabad/<span style="text-decoration: underline;">Wardak</span> 2 US-Soldaten und ein Sprachmittler durch IED schwer verwundet. In Tere Zayi/<span style="text-decoration: underline;">Khowst</span> 2 US-Soldaten durch IED schwer verwundet. In Khash Rod/<span style="text-decoration: underline;">Nimruz</span> 3 US-Soldaten durch IED getÃ¶tet In Kandahar/Kandahar 4 Zivilpersonen und ein ANA Soldat durch fahrradgestÃ¼tzes IED getÃ¶tet, 19 weitere verwundet.</p>
<p>Am 16.9. in Nahri Sarraj/<span style="text-decoration: underline;">Helmand</span> ein brit. Soldat durch IED getÃ¶tet.</p>
<p>Am 17.9. in Ghormach/Badghis ein ANA Soldat bei OMF Angriff getÃ¶tet. In Zhari/Kandahar ein US-Soldat durch IED getÃ¶tet, 5 weitere schwer verwundet. In Panjwayi/<span style="text-decoration: underline;">Kandahar</span> ein kanad. Soldat durch IED getÃ¶tet, 11 verwundet. In Nahri Sarraj/<span style="text-decoration: underline;">Helmand</span> 6 brit. Soldaten durch IED getÃ¶tet. In Naw Zad/<span style="text-decoration: underline;">Helmand</span> 5 US-Soldaten durch OMF-Beschuss verwundet. In <span style="text-decoration: underline;">Kabul</span> Selbstmordattentat mit Kfz gegen einen ital. ISAF-Konvoi auf der FlughafenstraÃŸe 700 m vom ISAF-HQ entfernt, 6 ital. Soldaten und 10 Zivilpersonen getÃ¶tet, 52 Zivilisten und 4 Soldaten verwundet.</p>
<p>Am 18.9. in Nahri Sarraj/<span style="text-decoration: underline;">Helmand</span> 3 brit. Soldaten bei OMF-Angriff verwundet. Im selben Distrikt 4 dÃ¤n. Soldaten durch IED verwundet. In Garmser/<span style="text-decoration: underline;">Helmand</span> 2 US-Soldaten durch IED verwundet. In Charkh/Lowgar 2 US-Soldaten durch IED getÃ¶tet.</p>
<p>Am 19.9. in Nahri Sarraj/<span style="text-decoration: underline;">Helmand</span> 1 dÃ¤n. Soldat durch OMF-Beschuss getÃ¶tet. In Bagram/<span style="text-decoration: underline;">Parwan</span> ein US-Soldat bei Raketenbeschuss getÃ¶tet, 6 verwundet. In Dahani-I-Ghuri/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> ein ungar. Soldat durch IED verwundet.</p>
<p>Am 21.9. in Nahri Saraj/Helmand 1 brit. Soldat durch IED getÃ¶tet, 2 verwundet. In Kandahar/Kandahar ein US-Soldat durch IED getÃ¶tet. (Internationaler Friedenstag, an dem UNAMA zum eintÃ¤gigen Waffenstillstand aufgerufen hat; Befehl von COM ISAF McChrystal und ANA, keine Offensivoperationen durchzufÃ¼hren).</p>
<p>Am 22.9. in Mahmudi Raqi/<span style="text-decoration: underline;">Kapisa</span> 5 US-Soldaten durch IED verwundet. In Farah 5 Zivilpersonen in Kfz durch IED getÃ¶tet.</p>
<p>Am 23.9. in Panjwayi/<span style="text-decoration: underline;">Kandahar</span> 7-kÃ¶pfige Familie in KFZ durch IED getÃ¶tet.</p>
<p><strong>Anhang II <span style="text-decoration: underline;">JÃ¼ngste Berichte und Stellungnahmen (unter www.nachtwei.de)</span></strong><strong></strong></p>
<p>- Zum ISAF-Luftangriff am 4. September 2009 bei Kunduz, Informationen und Stellungnahme 9.9.</p>
<p>- Vortrag beim Benefizkonzert â€žLachen helfen&quot; in Afghanistan, 28.8.2009 in St. Augustin, auch in Dari</p>
<p>- Vor den Wahlen in Afghanistan und Deutschland: Die deutsche Afghanistanpolitik braucht Ehrlichkeit und Konsequenz statt BeschÃ¶nigung und Halbherzigkeit, Diskussionsbeitrag August 2009</p>
<p>- Krieg in Afghanistan - Bundeswehr im Krieg: FÃ¼hrt die Bundeswehr Krieg? August 2009</p>
<p>- (Klein-)Krieg bei Kunduz - Weizenrekordernte nebenan, Bereicht von einer Reise nach Kabul + Kunduz Juni 2009</p>
<p>- AWACS-Einsatz Ã¼ber Afghanistan: mehr Sicherheit oder mehr Krieg? Beratungspapier 19.6.2009</p>
<p>- Pakistan im April - Visite am Abgrund, Reisebericht Mai 2009</p>
<p>- â€žBetter News statt Bad News aus Afghanistan&quot;, V/Juni ,IV/MÃ¤rz 2009, III/November, II/September 2008, I/August 2007</p>
<p>- Materialien zur Sicherheitslage Afghanistans, lfd. aktualisiert seit Sommer 2007, (intern), September 2009 (Kurzfassung 15 S., Langfassung 73 S., Auszug Sicherheitslage Nord 10 S.)</p>
<p>- Vor der ISAF-Mandatsentscheidung: JÃ¼ngste EindrÃ¼cke aus Kabul, Mazar-e Sharif und Kunduz, Bericht von der Obleutereise Ende September/Anfang Oktober 2008</p>
<p>- Kurswechsel statt Sofortabzug - Zur Forderung nach einem kurzfristigen Truppenabzug aus Afghanistan, Stellungnahme 26.9.2008</p>
<p>- Viele Lichtblicke bei immer mehr DÃ¼sternis - Besuch in West-, SÃ¼d-, Zentral-, Nord-Afghanistan<strong>, </strong>Reisebericht September 2008</p>
<p><strong>Meine Koordinaten ab Ende Oktober 2009</strong><strong>: </strong>Nordhornstr. 51, 48161 MÃ¼nster, 0251/86530; 0171/1973 655; privat: w.a.nachtwei@arcor.de, neue dienstliche Mailadresse kommt in KÃ¼rze.<strong></strong></p>
<p>www.nachtwei.de bleibt.</p>
<p>Teil 1 des Reiseberichts findet sich <a href="index.php/articles/news/930">hier</a>.</p>
<p>Der komplette Reisbericht findet sich als PDF-Datei <a href="downloads/bericht/reise_afghanistan_sept-2009.pdf">hier</a>.</p></div>


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