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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: VERLÃ„SSLICH GEMEINSAM im Einsatz fÃ¼r mehr Frieden in KrisenlÃ¤ndern - Festakt zum Tag des Peacekeepers 2019 in Berlin</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afrika + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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        <h1>
            VERLÃ„SSLICH GEMEINSAM im Einsatz fÃ¼r mehr Frieden in KrisenlÃ¤ndern - Festakt zum Tag des Peacekeepers 2019 in Berlin         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 9. Juni 2019 09:11:41 +01:00 (60703 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Rund 350 G&auml;ste kamen zum Tag des Peacekeepers am 6. Juni im Weltsaal des Ausw&auml;rtigen Amtes zusammen, unter ihnen viele milit&auml;rische, polizeiliche und zivile Friedenspraktiker. Eine ermutigende friedenspolitische Gro&szlig;veranstaltung mit einem Handicap: Tagesmedien ignorieren sie notorisch seit 2013!</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Im Einsatz f&uuml;r mehr Frieden in Krisenl&auml;ndern&ndash; </strong></p>
<p align="center"><strong>VERL&Auml;SSLICH GEMEINSAM!</strong></p>
<p align="center"><strong>Festakt zum Tag des Peacekeepers 2019 in Berlin</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, Vorstandsmitglied DGVN (09.06.2019)</p>
<p align="center">(Fotos auf <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a> )</p>
<p><strong>Beim inzwischen siebten Tag des Peacekeepers kamen wieder so viele Friedenspraktiker in Berlin zusammen wie bei keiner anderen Gelegenheit in Deutschland. Sie stehen f&uuml;r GEMEINSAME Sicherheits- und Friedensf&ouml;rderung der Nationen, Ressorts und Akteure und sind Mutmacher wider nationalistische und populistische Egozentriker und Alleing&auml;nge.</strong></p>
<p>Im Weltsaal des Ausw&auml;rtigen Amtes versammelten sich am 6. Juni rund 350 G&auml;ste, darunter viele milit&auml;rische, polizeiliche und zivile TeilnehmerInnen an Friedensmissionen, MitarbeiterInnen von Bundes &ndash; und Landesministerien, Durchf&uuml;hrungsorganisationen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Bei dem von den Vereinten Nationen initiierten (und j&auml;hrlich am 29. Mai begangenen) Tag des Peacekeepers sollen die Frauen und M&auml;nner geehrt und ins Licht der &Ouml;ffentlichkeit gebracht werden, die im Auftrag der UN in Krisen- und Friedensmissionen der UN, OSZE, NATO und EU in Konflikt&auml;ndern unter strapazi&ouml;sen und riskanten Bedingungen f&uuml;r mehr Sicherheit und Frieden arbeiten und sonst hierzulande kaum wahrgenommen werden. Stellvertretend f&uuml;r die zzt. rund 3.500 deutschen Peacekeeper wurden je drei PolizistInnen, SoldatInnen und ZivilexpertInnen aus Missionen in Afghanistan (GPPT), Haiti (MINUJUSTH), Ukraine (EUAM), S&uuml;dsudan (UNMISS), Libanon (UNIFIL), Kosovo (KFOR), Niger (EUCAP Sahel), Mai (MINUSMA), Albanien (OSZE) vorgestellt und geehrt.</p>
<p>Der heutige 6. Juni ist auch der 75. Jahrestag des Beginns der alliierten Landung in der Normandie, die zu einem Wendepunkt auf dem Weg zur Befreiung Europas von Nazi-Deutschland wurde. Der Tag erinnert daran, welche verheerenden Folgen es haben kann, wenn die Staaten&ldquo;gemeinschaft&ldquo; nicht rechtzeitig und gemeinsam Friedensbedrohungen und -st&ouml;rer erkennt und gegen sie vorgeht (1930er Jahre), und welche immensen Opfer es fordern kann, die Welt wieder von einem so v&ouml;lkerm&ouml;rderischen Regime zu befreien. Vor diesem Hintergrund sind die UN-Friedenssicherung mit ihren 122 beteiligten Mitgliedsstaaten und andere Systeme kollektiver Sicherheit ein historischer Fortschritt sondergleichen. (Im August 2018 arbeiteten weltweit &uuml;ber 165.000 Menschen in multinationalen Friedenseins&auml;tzen. Hinzu kommen Zigtausende Frauen und M&auml;nner, die in Hilfsorganisationen, staatlicher und nicht-staatlicher Entwicklungszusammenarbeit f&uuml;r Friedensf&ouml;rderung arbeiten.)&nbsp; &nbsp;</p>
<p><strong>Eingeladen</strong> hatten Au&szlig;enminister Heiko Maas gemeinsam mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Innenminister Horst Seehofer. Mitveranstalter war das Zentrum Internationale Friedenseins&auml;tze (ZIF). Ministerin von der Leyen und Minister Seehofer hatten leider kurzfristig abgesagt und wurden von den Staatssekret&auml;ren Benedikt Zimmer und Klaus Vitt vertreten. Der Deutsche Bundestag als Mitauftraggeber der Bundeswehreins&auml;tze war von weniger als einer Handvoll Abgeordneter vertreten (gesehen wurden Gabi Weber und Ottmar von Holtz).</p>
<p><strong>Gru&szlig;worte sprachen</strong> die Ressortvertreter, ausf&uuml;hrlicher und frei <strong>Au&szlig;enminister Heiko Maas</strong> ( <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/maas-peacekeeper/2224746">https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/maas-peacekeeper/2224746</a> )</p>
<p><em>Er berichtet von einem Besuch eines Lagers zur Wiedereingliederung ehemaliger FARC-Rebellen in Kolumbien. &bdquo;M&auml;nner und Frauen, deren Alltag jahrzehntelang nur aus Kampf, Flucht, Gewalt und Gegengewalt bestand. Auf die Frage warum sie vor frei Jahren ihre Waffen niedergelegt haben, deutete einer dieser ehemaligen K&auml;mpfer auf eine H&uuml;tte des Lagers. Es war ein Kindergarten. Und in der Tat war das Lager voller Kinder, die meisten sind unter drei Jahre alt gewesen. Der Frieden &ndash; bei den FARC-K&auml;mpfern in Kolumbien hat er einen regelrechen Babyboom ausgel&ouml;st. Frauen, die dort am Kampf beteiligt waren, durften keine Kinder kriegen, weil die Lager, die man aufgeschlagen hat, alle zwei Tage verlassen und neu aufgeschlagen wurden, damit man nicht gefunden werden konnte. Aber mit einem Mal gab es eine Zukunft f&uuml;r diese Menschen, die vor drei Jahren die Waffen abgelegt haben. Einen Sinn &ndash; auch daf&uuml;r, eine Familie zu gr&uuml;nden.&ldquo; (&hellip;)</em></p>
<p><em>&bdquo;</em><em>Ihr Mut sollte uns Ansporn sein, Sie so gut es geht in Ihren Eins&auml;tzen vor Ort zu unterst&uuml;tzen. Wir schulden Ihnen nichts anderes als gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Sicherheit. Deshalb haben wir den Vereinten Nationen zum Beispiel gepanzerte Fahrzeuge zur Verf&uuml;gung gestellt oder beschaffen Schutzwesten f&uuml;r Peacekeeper in Mali. Das sind vielleicht einfache Dinge, die aber vor Ort in bestimmten Situationen lebensrettend sind.</em></p>
<p><em>Ob im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen oder bei Mandatsdebatten im Bundestag, immer schwingt die Gewissheit mit, dass Sie -weit weg von Berlin oder New York - das umsetzen m&uuml;ssen, was wir dort beschlie&szlig;en. (&hellip;) Wir arbeiten aber auch im Sicherheitsrat daran, Mandate realistisch zu formulieren. Als die neue VN-Beobachtungsmission in Jemen entstanden ist, haben wir uns zum Beispiel daf&uuml;r eingesetzt, Fragen der Unterbringung, der Sicherheit und der Logistik von Beginn an mitzudenken. Auch das sind auf den ersten Blick einfache Dinge. Aber es sind Dinge, die bei so vermeintlich gro&szlig;en Entscheidungen niemals unter den Tisch fallen d&uuml;rfen, wenn wir unserer Verantwortung gerecht werden wollen als diejenigen, die politisch dar&uuml;ber entscheiden. Vielleicht klingt es f&uuml;r den einen oder anderen b&uuml;rokratisch, solche Dinge zu erw&auml;hnen. Aber letztlich wissen Sie doch am besten: Im Feld sind das oft die H&uuml;rden, die Sie von Ihrer eigentlichen Arbeit abhalten.</em></p>
<p><em>Und diese Arbeit ist, wie sicher nicht nur ich hier im Ausw&auml;rtigen Amt finde, das beste Markenzeichen unserer Friedenspolitik. Wenn ich mir Ihre Lebensl&auml;ufe, Ihre Einsatzorte und Arbeitsschwerpunkte anschaue, dann spiegeln sie die ganze Bandbreite dessen, was &bdquo;Frieden sichern&ldquo; tats&auml;chlich ausmacht. Das beginnt bei der Pr&auml;vention, es reicht &uuml;ber die Konfliktbew&auml;ltigung und Stabilisierung bis hin zum Peacebuilding.</em></p>
<p><em>Diesen ja sehr umfassenden Ansatz haben wir als Bundesregierung in unseren Leitlinien f&uuml;r Zivile Krisenpr&auml;vention festgeschrieben. Und wir wollen auch daf&uuml;r sorgen, dass er international &nbsp;gest&auml;rkt wird.</em></p>
<p><em>Das bedeutet zum Beispiel, Generalsekret&auml;r Guterres dabei den R&uuml;cken zu st&auml;rken, Peacekeeping t&auml;rker noch auf Pr&auml;vention auszurichten. &nbsp;Das ist ein wichtiges Thema, denn wir sitzen ja zur Zeit im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Mittlerweile habe ich an einigen Sitzungen dort teilgenommen und auch gelernt &uuml;ber die Arbeitsweise des Sicherheitsrates. Man hat dort manchmal den Eindruck, dass der Sicherheitsrat nach den traditionellen Kriterien &uuml;berhaupt dann erst bereit ist, sich mit Themen zu besch&auml;ftigen, wenn es Tote gegeben hat.</em></p>
<p><em>Im &Uuml;brigen war das erste Thema, das wir im Januar auf die Tagesordnung des Sicherheitsrat gebracht haben, das Thema &bdquo;Klima und Sicherheit&ldquo;. Und damals haben schon viele etwas verst&auml;ndnislos geblickt. Die Toten, scheint es, m&uuml;ssen auch erschossen worden sein - verhungern oder verdursten z&auml;hlt nicht zu dem Portfolio, das der Sicherheitsrat f&uuml;r sich in Angriff nehmen will. Und das m&uuml;ssen wir &auml;ndern.</em></p>
<p><em>Wir m&uuml;ssen auch viel st&auml;rker pr&auml;ventiv solche Gremien nutzen, um nicht Konflikte dann erst wieder einzud&auml;mmen, wenn sie schon entstanden sind, was uns ja bedauerlicherweise in den letzten Jahren nicht sehr erfolgreich gelungen ist im Sicherheitsrat. Sondern wir m&uuml;ssen uns viel mehr damit auseinandersetzen, sie zu verhindern.</em></p>
<p><em>Wir sorgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, auch daf&uuml;r, dass die Erfolge milliardenteurer Peacekeeping-Missionen nicht durch unterfinanzierte Pl&auml;ne zur Friedenssicherung zunichte gemacht werden. Auch das ist ein Thema, das dort aufgerufen werden muss. Deshalb waren wir 2018 gr&ouml;&szlig;ter Geber des Peacebuilding Fonds. Deshalb f&ouml;rdern wir Mediation und flankieren unser Engagement auch durch umfassende Stabilisierungsma&szlig;nahmen und investieren daf&uuml;r viel Geld.</em></p>
<p><em>Und auch auf europ&auml;ischer Ebene wollen wir das zivile Krisenmanagement st&auml;rken. Unser zentraler Beitrag wird die Einrichtung eines Europ&auml;ischen Kompetenzzentrums f&uuml;r ziviles Krisenmanagement hier in Berlin sein. Es soll komplement&auml;r zum ZIF Standards und Empfehlungen f&uuml;r zivile Kriseneins&auml;tze entwickeln, die dann von allen Mitgliedstaaten genutzt werden k&ouml;nnen.</em></p>
<p><em>Liebe </em><em>Peacekeeper</em><em>innen, liebe </em><em>Peacekeeper</em><em>,<br /> ich hoffe, dieses Engagement kommt dann auch vor Ort, im Feld, an. Was bei uns hier in Berlin ankommt, ist jedenfalls die wirklich au&szlig;erordentlich gro&szlig;e Wertsch&auml;tzung, die Ihre Arbeit erf&auml;hrt.</em></p>
<p><em>Ob in Afghanistan, in Mali oder auf dem Westbalkan &ndash; deutsche Expertinnen und Experten genie&szlig;en einen wirklich hervorragenden Ruf - das erlebe ich st&auml;ndig auf meinen Reisen.</em></p>
<p><em>So gut, dass die Nachfrage nach ihnen den Nachwuchs deutlich &uuml;bersteigt. Aber auch daran arbeiten wir, nicht zuletzt mit Hilfe des Zentrums f&uuml;r Internationale Friedenseins&auml;tze. Das ZIF hat in den letzten Jahren weit &uuml;ber tausend zivile Experten sekundiert. Es entsendet rund 300 Wahlbeobachter pro Jahr. Auch die Einsatzvorbereitung geh&ouml;rt nat&uuml;rlich dazu. F&uuml;r all das m&ouml;chte ich Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, liebe Frau Wieland-Karimi, heute ganz herzlich danken.</em></p>
<p><em>Danken m&ouml;chte ich aber nat&uuml;rlich vor allen Dingen auch Ihnen, liebe Peacekeeperinnen und Peacekeeper! Wir m&ouml;gen zwar noch keine feste deutsche Berufsbezeichnung haben, vielleicht brauchen wir das auch nicht. Aber eines sind Sie in jedem Fall: Mutmacher! Denn wer selber Mut zeigt, der macht auch anderen Mut.</em></p>
<p><em>In L&auml;ndern, in denen Polizisten nicht als &bdquo;Freund und Helfer&ldquo; empfunden werden, pr&auml;gen Sie das Bild einer rechtstaatlichen Polizei.</em></p>
<p><em>Sie leben vor, was es hei&szlig;t, als Soldatin oder als Soldat &bdquo;B&uuml;rger in Uniform&ldquo; zu sein.</em></p>
<p><em>Und Sie halten Menschenrechte, Rechtstaatlichkeit und Demokratie hoch an Orten, an denen dies oft Fremdw&ouml;rter sind, auch in deren eigener Sprache.&ldquo; Zum Schluss w&uuml;rdigt der Minister pers&ouml;nlich und konkret die Leistungen der drei Zivilexpertinnen und -experten.</em></p>
<p><strong>Staatssekret&auml;r Vitt</strong> betonte die Bedeutung der Internationalen Polizeieins&auml;tze und Friedensmissionen auch f&uuml;r die Innere Sicherheit Deutschlands. Gegenw&auml;rtig seien 191 Frauen und M&auml;nner im Auslandseinsatz (47 GPPT, 13 MINUSMA, je 7 EULEX Kosovo und EUMM Georgien, je 6 UNAMID und EUAM Moldawien/Ukraine, 4 EUCAP Sahel Niger, u.a., bei 6 Missionen vakant; 72 Frontex &ndash; die Einordnung bei Peacekeeping ist strittig). Besonderer Dank gelte auch dem Technischen Hilfswerk THW, das seit 2017 die UN-Beobachtermission in Kolumbien unterst&uuml;tzt (Zerst&ouml;rung von Handfeuerwaffen, Informations- und Kommunikationsnetzwerk). &nbsp;Insgesamt m&uuml;sse Deutschland seine Entsendungen in internationale Polizeimissionen deutlich erh&ouml;hen. Er und</p>
<p><strong>Staatssekret&auml;r Zimmer</strong> schlossen ausdr&uuml;cklich die Angeh&ouml;rigen, Familien und Freunde der Peacekeeper in ihren Dank sein. <em>(Die k&uuml;rzeren Gru&szlig;worte der Staatssekret&auml;re konnte ich im Netz nicht finden. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen w&uuml;rdigte auf Twitter &bdquo;die Arbeit der M&auml;nner und Frauen, die sich unter der Flagge der UN f&uuml;r den Frieden in der Welt einsetzen. </em>https://twitter.com/BMVg_Bundeswehr/status/1136604945451573248)</p>
<p><strong>&Uuml;bergabe der Peacekeeper-Symbole</strong> durch den Minister und die Staatssekret&auml;re an die <strong>Zivilexpertinnen und Zivilexperten</strong></p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Kerstin Bartsch</span>, Beraterin f&uuml;r die Bek&auml;mpfung des Menschenhandels seit 2017 bei der EU-Mission EUCAP Sahel Niger, Agadez (2002-2012 bei der Internationalen Organisation f&uuml;r Migration IOM in Genf, auf den Philippinen und Jordanien mit dem Schwerpunkt Bek&auml;mpfung von Menschenhandel, Opferschutz, Migrations- und Grenzmanagement)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Sebastian Frowein</span>, Experte f&uuml;r den Schutz von Zivilpersonen bei MINUSMA Mali in Mopti (ab 2011 beim Fl&uuml;chtlingskommissariat der UN in Bunia, DR Kongo, 2013-2015 Berater und Projektleiter bei &Auml;rzte ohne Grenzen in Berlin und der DR Kongo, dann beim UN-B&uuml;ro f&uuml;r humanit&auml;re Angelegenheiten OCHA in Sana`a/Jemen, seit 2018 einer der ersten ZIF-Sekundierten zu einer UN-Mission.</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Dr. Claudia Vollmer</span>, seit 2013 Leiterin der Demokratisierungsabteilung der OSZE-Pr&auml;senz in Albanien (2001-2004 in der Abteilung Wahlen der OSZE im Kosovo, dann viele Kurz- und Langzeitwahlbeobachtungen f&uuml;r das das B&uuml;ro f&uuml;r Menschenrechte und demokratische Institutionen (ODIHR) der OSZE, dann stv. Leiterin der OSZE/ODIHR-Wahlbeobachtungs-missionen in in Ost- und S&uuml;dosteuropa und Zentralasien, in Albanien Schwerpunkt Unterst&uuml;tzung der Wahladministration des Parlaments, der Medien sowie der Zivilgesellschaft und Frauenf&ouml;rderung)</p>
<p><strong>Polzistinnen und Polizisten</strong></p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Polizeihauptmeister Sascha Brunkohl</span>, Deutsches Polizeiprojektteam Afghanistan (GPPT) in Kabul 2018/19 (seit 2002 beim Bundesgrenzschutz/Bundespolizei, ab 2007 Polizeitrainer f&uuml;r Polizeikr&auml;fte in Amok-Lagen und andere lebensbedrohlichen Einsatzlagen, seit 2011 Angeh&ouml;riger der ersten internationalen Einsatzeinheit der Bundespolizei, Eins&auml;tze in Afghanistan, Kosovo, Serbien, auf Lesbos, 2016 an der dt. Botschaft in Kabul; 2018/19 bei der Afghanischen Polizeiakademie in den Fachbereichen Sicherheit, Logistik/F&uuml;hrungs- und Einsatzmittel und Schie&szlig;ausbilder f&uuml;r eigene Kr&auml;fte; bei einem Lkw-Bombenanschlag am 14. Januar auf das Green Village in Kabul wurde er und ein anderer GPPT-Kollege durch Glassplitter verletzt; bei dem Anschlag wurden vier Afghanen get&ouml;tet und &uuml;ber 100 verletzt)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Kriminalhauptkommissarin Karin Hemminger</span>, Ansprechpartnerin f&uuml;r Interpol bei der UN-Mission zur Unterst&uuml;tzung der Justiz in Haiti 2018/19 (ab 1988 LKA Baden-W&uuml;rttemberg, sp&auml;ter Polizeipr&auml;sidium T&uuml;bingen/Bek&auml;mpfung Organisierter Kriminalit&auml;t, 2015 bei UNMIL in Liberia, 2018 bei EUROPOL in Den Haag, in Haiti Unterst&uuml;tzung beim Auf- und Ausbau des haitianischen INTERPOL-Zentralb&uuml;ros)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Kriminaloberrat Tassilo Jurna</span>, Leitender Berater f&uuml;r Kriminaltechnik und Erkennungsdienst bei der EU-Beratungsmission EUAM in der Ukraine 2018/19 (ab 2000 beim BKA, dann beim Mobilen Einsatzkommando, 2008 Leiter des Personenschutzkommandos an der deutschen Botschaft in Bogota, dann F&uuml;hrungsfunktionen im Leitungsstab des BKA)</p>
<p><strong>Soldatinnen und Soldaten</strong></p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Hauptmann Alexander Blunck</span>, Milit&auml;rischer Verbindungsoffizier bei der UN-Mission UNMISS im S&uuml;dsudan 2018 (seit 2007 Bundeswehr, Fallschirmj&auml;ger, Zugf&uuml;hrer und Kompanieeinsatzoffizier beim FSchJRgt 31 in Seedorf, 2016 bei EUTM Somalia f&uuml;r die Ausbildung von Offizieren der somalischen Armee verantwortlich)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Fregattenkapit&auml;n Boris Bollow</span>, Leiter des deutschen Ausbildungskommandos bei UNIFIL im Libanon 2016 und 2018 (seit 1987 Bundeswehr, u.a. Kommandant der Korvette Braunschweig, seit 2008 f&uuml;nf Eins&auml;tze bei UNIFIL, als Chef des Stabes des dt. Kontingentf&uuml;hrers, Verantwortlicher f&uuml;r die Ausbildung der internationalen maritimen Kr&auml;fte von UNIFI)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Feldwebel der Reserve Sarah Reichel</span>, Rechnungsf&uuml;hrerin/Zahlstellenverwalterin bei KFOR im Kosovo Jan.-M&auml;rz 2019 (mit ihr wird erstmalig beim Tag des Peacekeepers eine Beamtin der Bundeswehrverwaltung geehrt; B&uuml;rosachbearbeiterin, erster Einsatz 2018 im Rahmender Einsatzwehrverwaltung als Rechnungsf&uuml;hrerin und Zahlstellenverwalterin bei EUTM Mali)</p>
<p><strong>Im Gespr&auml;ch mit der Moderatorin Simone von Stosch</strong> schildern die neun ausgezeichneten Peacekeeper pr&auml;gnant und kurzweilig ihre T&auml;tigkeit, ihre Schl&uuml;sselerfahrungen und Lehren. (Da heute auf die Einladung eines prominenten internationalen Gastes verzichtet wurde, steht ausreichend Zeit f&uuml;r die Gespr&auml;chsrunden zur Verf&uuml;gung.)</p>
<p>- In Albanien war die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung die Korruption und das viele Gegeneinander-Arbeiten. Sichtbare Erfolge: bei den Kommunalwahlen war die H&auml;lfte der Listenpl&auml;tze f&uuml;r Frauen reserviert; die starke Frauenbeteiligung.</p>
<p>- Nordniger: Die Projektangebote zu Menschenhandel Migration, Organisierter Kriminalit&auml;t wurden von der Zivilgesellschaft sehr gut angenommen. Die Kommunikation mit den vielen dortigen Tuareg sei eine besondere Herausforderung: F&uuml;r sie sei man voll erkennbar; man selbst habe Zugang zu den voll verh&uuml;llten Tuareg nur &uuml;ber die Augen.</p>
<p>- Im Malieinsatz seit mehr als einem Jahr, sehr schwere Sicherheits- und Klimabedingungen: Kaum eine Woche vergehe, wo nicht ein Anschlag auf einen MINUSMA-Konvoi erfolge. Ein gutes Erlebnis war z.B., als man die Gewaltspirale zwischen zwei D&ouml;rfern unterbrechen konnte.</p>
<p>- Im S&uuml;dsudan war er im Umkreis von 400 Kilometern der einzige Deutsche. Das habe Nachteile, z.B. bei der medizinischen Versorgung und der Hygiene in der K&uuml;che, aber auch Vorteile mit sich gebracht: &bdquo;wer eine andere Art von B&uuml;rokratie kennenlernt, der regt sich auch &uuml;ber die deutsche nicht mehr so auf. .Besonders beeindruckend war im S&uuml;dsudan die Freundlichkeit und Lebensfreude der Menschen. Bei einer entsprechenden Umfrage dort und in Deutschland w&uuml;rden die Deutschen wohl schlechter abschneiden. In Afrika habe er gelernt, die Menschen nicht zu bemitleiden, sondern wie sie das Beste aus jeder Situation zu machen.</p>
<p>- Im Libanon brauche man ein Netzwerk an Kontakten, Nach mittlerweile f&uuml;nf Eins&auml;tzen habe er das Netzwerk. Als Leiter des deutschen Ausbildungskommandos sei er teils Ausbilder, teils Vermittler zwischen dem deutschen und dem libanesischen Verteidigungsministerium.</p>
<p>- Mehrfach wird berichtet, wie angesehen und beliebt die deutschen Peacekeeper in den verschiedenen Einsatzl&auml;ndern seien.</p>
<p>- Welche Eigenschaften man in den Eins&auml;tzen vor allem brauche? Vor allem zuh&ouml;ren k&ouml;nnen, Motivation, Mut, Herausforderungen annehmen, viel Geduld.</p>
<p>&nbsp;Wie habe der Einsatz die R&uuml;ckkehrer ver&auml;ndert? Man nehme sich selbst nicht so ernst; man lerne, die Lebensbedingungen in Deutschland ganz anders zu sch&auml;tzen; mehr Gelassenheit (seine Frau k&ouml;nne das aber noch nicht best&auml;tigen); eine stabile Darmflora.</p>
<p><em>(vgl. dazu die europaweit einmalige Langzeituntersuchung zum 22. deutsches ISAF-Kontingent (2010) von A. Seiffert/J. He&szlig;, Zentrum f&uuml;r Milit&auml;rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Zusammenfassung unter </em><a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1576"><em>www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1576</em></a><em> )</em></p>
<p>Im Anschluss an den Festakt lud das Zentrum f&uuml;r Internationale Friedenseins&auml;tze (ZIF) zu einer Begehung der <strong>Ausstellung &bdquo;Weltweit im Friedenseinsatz</strong>: Deutschlands zivile Expertinnen und Experten&ldquo; im Lichthof des AA.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Besuch im Bundestag</span></strong>: Eine Gruppe einsatzerfahrener Polizistinnen und Polizisten verfolgte anschlie&szlig;end im Bundestag von der Zuschauertrib&uuml;ne aus die Plenardebatte zum &bdquo;Bericht der Bundesregierung &bdquo;&uuml;ber das deutsche Engagement beim <strong>Einsatz von Polizistinnen und Polizisten in internationalen Polizeimissionen 2017</strong>&ldquo; (BT-Drs. 19/6540 vom 13.12.2018, <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/065/1906540.pdf">http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/065/1906540.pdf</a> ). Hierzu hatte die Gr&uuml;ne Fraktion den Antrag &bdquo;Ausbau des deutschen Polizeiengagements in internationalen Friedensmissionen voranbringen&ldquo; (19/9273, <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/092/1909273.pdf">http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/092/1909273.pdf</a> ) eingebracht. Anschlie&szlig;end begr&uuml;&szlig;ten der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im BMI, Prof. G&uuml;nter Krings, die Abgeordneten Susanne Mittag (SPD) und Ottmar von Holtz (Gr&uuml;ne, Vors. des Unterausschusses zivile Krisenpr&auml;vention) die G&auml;ste. Dass zu ihnen auch der Bundespolizist Christoph Buik mit seinen bisher acht Auslandsverwendungen geh&ouml;rte, war eine besondere Freude: Als Teilnehmer an der Kosovo Verification Mission der OSZE Anfang 1999 im Kosovo geh&ouml;rt er zu den deutschen Peacekeepern der ersten Stunde, sp&auml;tere Eins&auml;tze bei UNMIK im Kosovo (Mitrovica), im &nbsp;Sudan, Chef der Polizeikomponente bei EUCAP Nestor, zust&auml;ndig f&uuml;r Polizeiaufbau in Somalia, seit 2018 Director der Standing Police Capacity/Police Division im Rang eines Generalmajors in Brindisi/Italien. Buik wurde 2014 beim 2. Tag des Peacekeepers im Schloss Charlottenburg ausgezeichnet.</p>
<p>(Interview mit C. Buik in&nbsp; Bundespolizei kompakt 06/2018, <a href="https://www.bundespolizei.de/Web/DE/04Aktuelles/05Kompakt/2018/kompakt_6-18_file.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3">https://www.bundespolizei.de/Web/DE/04Aktuelles/05Kompakt/2018/kompakt_6-18_file.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3</a> &nbsp;)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Medienresonanz:</span></strong></p>
<p><strong>(a) Im Internet </strong>(prim&auml;r f&uuml;r Interessierte und Suchende)</p>
<p>- &bdquo;Friedensstifter und Mutmacher: Maas ehrt Peacekeeper&ldquo;, Kurzbericht 6.6.2019, AA,</p>
<p><a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/themen/krisenpraevention/peacekeeper/2224686">https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/themen/krisenpraevention/peacekeeper/2224686</a></p>
<p>- &bdquo;Tag des Peacekeepers 2019: Bundesau&szlig;enminister Maas ehrt Peacekeeper&ldquo;, 7.6.2019, ZIF,</p>
<p><a href="https://www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/nachrichten-aus-dem-zif/detailansicht/article/maas-ehrt-peacekeeper.html">https://www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/nachrichten-aus-dem-zif/detailansicht/article/maas-ehrt-peacekeeper.html</a> - &bdquo;Zum International Day of UN-Peacekeepers&ldquo; am 29. Mai, ZIF, <a href="https://www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/nachrichten-aus-dem-zif/detailansicht/article/-4417432117.html">https://www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/nachrichten-aus-dem-zif/detailansicht/article/-4417432117.html</a></p>
<p>- &bdquo;F&uuml;r Frieden und Sicherheit&ldquo;, ausf&uuml;hrlicher Bericht und Gespr&auml;ch mit zwei Geehrten, von Timo Kather und Friederike Beckh, 7.6.2019, BMVg, <a href="https://www.bmvg.de/de/aktuelles/fuer-frieden-und-sicherheit-56128">https://www.bmvg.de/de/aktuelles/fuer-frieden-und-sicherheit-56128</a> ,&nbsp; <a href="https://twitter.com/hashtag/peacekeeper">https://twitter.com/hashtag/peacekeeper</a></p>
<p>- Am 6. und 7. Juni auf @bundeswehrInfo (Twitter) vier Tweets: Erkl&auml;rung der Ministerin, Rede Au&szlig;enminister, Ehrung der drei Soldaten und der neun Peacekeeper, <a href="https://twitter.com/bundeswehrinfo?lang=de">https://twitter.com/bundeswehrinfo?lang=de</a> &nbsp;</p>
<p>- &bdquo;Drei Soldaten f&uuml;r ihren Einsatz als Peacekeeper ausgezeichnet&ldquo;, ausf&uuml;hrlicher Bericht auf der Seite des Deutschen BundeswehrVerbandes, 7.6.2019, DBwV, <a href="https://www.dbwv.de/aktuelle-themen/blickpunkt/beitrag/news/tag-des-peacekeepers-drei-soldaten-erhalten-besondere-auszeichnung/">https://www.dbwv.de/aktuelle-themen/blickpunkt/beitrag/news/tag-des-peacekeepers-drei-soldaten-erhalten-besondere-auszeichnung/</a>&nbsp; <em>(&bdquo;<span style="text-decoration: underline;">Kritik an geringem medialen Interesse</span></em></p>
<p><em>&bdquo;Dass dieser Preis verliehen wird zeigt, dass Sicherheitspolitik mehr ist als Milit&auml;r und wir gemeinsam mit vielen anderen Akteuren erfolgreich sein k&ouml;nnen&ldquo;, betonte Andreas Steinmetz, zweiter Stellvertreter des Bundesvorsitzenden des DBwV. Doch in der Berichterstattung finden solche Ereignisse kaum Erw&auml;hnung, kritisiert Steinmetz das geringe mediale Interesse an dieser und vergleichbaren Veranstaltungen: &bdquo;Die geringe Teilnahme von f&uuml;hrenden, von den staatlichen Medien ist bedauerlich.&ldquo;)</em></p>
<p><strong>(b) Tagesmedien:</strong> Nichts gefunden in FAZ, SZ, taz, FR, Tagesspiegel.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Kommentar: Gespaltene Wertsch&auml;tzung</span></strong></p>
<p>Die inzwischen siebte Feierstunde zum Tag des Peacekeepers ist erneut eine w&uuml;rdige und herzliche Ehrung der Frauen und M&auml;nner, die im Auftrag der Bundesregierung &ndash; die Soldaten&nbsp; auch des Parlaments &ndash; bei internationalen Friedenseins&auml;tzen arbeiten, sich einsetzen, unter erheblichen Belastungen, Herausforderungen, oft auch Risiken. Der Dank kommt ehrlich &uuml;ber. Der Glaubw&uuml;rdigkeit der Reden w&uuml;rde es aber nicht schaden, wenn auch mal bestimmte Probleme angesprochen w&uuml;rden.&nbsp;</p>
<p>Die Programmgestalter verzichteten zum zweiten Mal auf das Extra eines spannenden Ehrengastes (zuletzt der nigerianische Literaturnobelpreistr&auml;ger Wole Soyinka, davor Martin Kobler) oder eines besonderen Berichts aus einem Einsatzland. Da lie&szlig; mehr Zeit f&uuml;r die</p>
<p>Vorstellung der stellvertretend ausgezeichneten Peacekeeper und der Breite und Vielfalt ihrer Expertise, ihrer Aufgaben und Einsatzgebiete. Es sind in den M&uuml;hen der Ebenen erfahrene Friedenspraktiker. Seit mehr als 20 Jahren bin ich vielen Hunderten von ihnen vor allem in Krisenregionen begegnet. F&uuml;r mich sind sie <strong>Diamanten der operativen deutschen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik, die Friedenspolitik</strong> <strong>sein soll.</strong></p>
<p>Von daher ist es ein fortgesetztes Trauerspiel, ja ein lautloser politischer Skandal, dass die Tagesmedien seit sieben Jahren (bis auf ganz wenige Ausnahmen) den Tag des Peacekeepers notorisch nicht wahrnehmen, dass die Lichter der Peacekeeper in der &Ouml;ffentlichkeit unterm Scheffel bleiben. Angesichts der steigenden Flut an Krisenereignissen und sich h&auml;ufender schlechten Nachrichten, die einen begr&uuml;ndet depressiv stimmen k&ouml;nnen, ist die strukturelle Missachtung der Peacekeeper und ihrer multilateralen Praxis ein demokratie- und friedenspolitisches Versagen in den Reihen der Vierten Gewalt.</p>
<p>Versch&auml;rft wird diese faktische Geringsch&auml;tzung der Peacekeeper von Seiten der Medien durch eine gespaltene Wertsch&auml;tzung der Peacekeeper von Seiten der Politik: Die Gru&szlig;- und Dankesworte der Minister und Staatssekret&auml;re waren sicher ehrlich gemeint, aber immer nur nach innen gerichtet, nie an die breitere &Ouml;ffentlichkeit. Auch scheint die Ehrung l&auml;ngst keine Chefsache mehr zu sein. Einzig beim ersten Tag des Peacekeepers 2013 waren mit den Ministern Westerwelle, de Maiziere und Friedrich alle Ressortminister vertreten. In den sechs Folgejahren nahmen dreimal die Au&szlig;enminister teil, zweimal der Innenminister de Maiziere, kein Mal die Verteidigungsministerin. Noch tr&uuml;ber sieht es auf Seiten des Bundestages aus, der doch Mitauftraggeber der Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr ist: &Uuml;ber die Jahre war er in der Regel nur sp&auml;rlich vertreten.</p>
<p>Die Kenntnisse in der deutschen Bev&ouml;lkerung &uuml;ber die Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr sind gering, &uuml;ber die Eins&auml;tze von Zivilexperten und Polizisten bei Friedensmissionen noch viel geringer. Einsatzr&uuml;ckkehrer sp&uuml;ren in Gesellschaft und Politik nur wenig Anerkennung f&uuml;r ihre H&ouml;chstleistung (vgl. die Langzeitstudie des ZMSBw zu Afghanistan-R&uuml;ckkehrern).</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, warum die Peacekeeper mit ihrem enormen friedenspolitischen Potenzial und ihrer besonderen Glaubw&uuml;rdigkeit nicht auch der breiteren &Ouml;ffentlichkeit bekannt gemacht werden. Als aktuelle Zeitzeugen k&ouml;nnten viele von ihnen mit ihren Erfahrungen hervorragend zu einer fundierteren friedens- und sicherheitspolitischen Wahrnehmung und Debatte in der Gesellschaft beitragen. &nbsp;</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Meine Berichte zu den bisherigen Tagen des Peacekeepers: </span></strong></p>
<p>Keine Floskel, sondern Praxis: Einsatz f&uuml;r den Frieden &ndash; gemeinsam. Feierstunde zum Tag des Peacekeepersam 26. Juni 2018 in Berlin, Bericht, <strong>&nbsp;</strong><a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1532">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1532</a></p>
<p>Peacekeeping und vernetztes Handeln mit Gesicht: Festakt zum Tag des Peacekeepers am 23. Oktober 2017 in Berlin, Bericht 29.10.2017, mit Gastredner Wole Soyinka, nigerianischer Literaturnobelpreistr&auml;ger von 1986; anschlie&szlig;end mit ihm Vorstellung des Studienprojekts &bdquo;Krisenfr&uuml;herkennung durch Literaturauswertung&ldquo; (Prof. J. Wertheimer)&nbsp; <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1504">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1504</a></p>
<p>Internationale Verantwortung &ndash; praktisch und mit Leidenschaft: (4.) Tag des Peacekeepers 2016 1. Juni 2016, Mai, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1402">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1402</a> , <a href="http://www.dgvn.de/meldung/tag-des-peacekeepers-2016/">http://www.dgvn.de/meldung/tag-des-peacekeepers-2016/</a> (Fotos auf Facebook)</p>
<p>Bericht vom 3. Tag der Peacekeeper: Starke Frauen, sehr gute Ministerreden - aber wieder fast kein Medienecho! Juni 2015, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1359">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1359</a> , (Fotos auf Facebook)</p>
<p>Gelungener zweiter &bdquo;Tag des Peacekeepers&ldquo;: Internationale Verantwortung ganz praktisch &ndash; von den Medien leider wieder weitgehend negiert, 15. Juni 2014, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1294">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1294</a></p>
<p>Gelungene Premiere: Drei Bundesminister ehren erstmalig deutsche Peacekeeper in Uniformen und Zivil GEMEINSAM &ndash; &bdquo;Tag des Peacekeepers 2013&ldquo;, Juni 2013 (<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1220">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1220</a> , auch auf/in&nbsp; Die Bundeswehr/DBwV 9/2013, Denkw&uuml;rdigkeiten der Politisch-Milit&auml;rischen Gesellschaft Nr. 86), ADLAS Magazin f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik 3/2013, &bdquo;Unauff&auml;llige Premiere&ldquo; <a href="http://www.adlasmagazin.files.wordpress.com/2013/09/adlas-03_2013.pdf">www.adlasmagazin.files.wordpress.com/2013/09/adlas-03_2013.pdf</a></p></div>


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