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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Stutthof-Prozess vorm Landgericht MÃ¼nster: Wer das Rigaer Ghetto bis 1944 Ã¼berlebt hatte, kam ins KZ Stutthof bei Danzig, noch tiefer in die HÃ¶lle. Bericht von Stutthof-Besuch 1994 + Infos</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afrika + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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        <h1>
            Stutthof-Prozess vorm Landgericht MÃ¼nster: Wer das Rigaer Ghetto bis 1944 Ã¼berlebt hatte, kam ins KZ Stutthof bei Danzig, noch tiefer in die HÃ¶lle. Bericht von Stutthof-Besuch 1994 + Infos         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 12. November 2018 23:59:38 +02:00 (38701 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Am 6. November begann vor dem Landgericht M&uuml;nster ein Prozess gegen einen ehemaligen SS-Wachmann im KZ Stutthof bei Danzig. Das KZ Stutthof war hierzulande 50 Jahre nahezu unbekannt, bis heute ist es nur wenig bekannt. 1994 war ich erstmals in Stutthof - auf den Spuren der u.a. aus Westfalen, Rheinland, Berlin nach Riga deportierten Juden. Die Riga-&Uuml;berlebenden kamen ab August 1944 nach Stutthof. Dazu mein damaliger Bericht und Infos zum Stutthof-Prozess.&nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Anl&auml;sslich des KZ-Stutthof-Prozesses in M&uuml;nster:</strong></p>
<p align="center"><strong>Bericht von erstem Besuch dort 1994, Hintergrundinformationen </strong></p>
<p align="center"><strong>&nbsp;</strong>von Winfried Nachtwei (11/2018)</p>
<p align="center">Fotos auf <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Vorbemerkung</span></em><em>: Am 6. November begann vor dem Landgericht M&uuml;nster der Prozess gegen einen ehemaligen SS-Wachmann im KZ Stutthof (1942 bis Ende August 1944). F&uuml;nfzig Jahre lang war die Existenz und die Geschichte dieses Lagers bei Danzig in der Bundesrepublik nahezu unbekannt. Dabei war es das erste Lager, das die Nazis au&szlig;erhalb der deutschen Grenzen errichteten: am 2. September 1939 auf dem Boden der Freien Stadt Danzig. Prozesse gegen Angeh&ouml;rige der SS-Mannschaft von Stutthof gab es in der Bundesrepublik seit mehr als 50 Jahren keine mehr &ndash; und vorher nur vier.</em></p>
<p><em>Mit dem M&uuml;nsteraner Prozess bekommt das Schicksal der Zehntausenden in Stutthof Gequ&auml;lten und Ermordeten erstmalig breitere Aufmerksamkeit. Wo die Nazis alles daf&uuml;r taten, diese Menschen und die Erinnerung an sie zu vernichten, ist es ein Gebot menschlichen Anstandes, die jetzige Chance der Erinnerung wahrzunehmen.</em></p>
<p><em>Auf die Existenz des KZ Stutthof war ich Anfang der 1990er Jahre indirekt gesto&szlig;en. Seit Sommer 1989 forschte ich zum Schicksal der im Dezember 1941 in das Ghetto Riga deportierten j&uuml;dischen Menschen aus dem M&uuml;nsterland (und vielem anderen deutschen Regionen) Von &Uuml;berlebenden und aus der Literatur erfuhr ich, dass ihr Leidensweg ab August 1944 weiter nach Stutthof bei Danzig f&uuml;hrte.</em></p>
<p><em>Vor dem Landgericht M&uuml;nster lief von 1990 bis 1994 ein NS-Kriegsverbrecherprozess gegen einen ehemaligen Hauptmann der lettischen Hilfspolizei, der angeklagt war, wesentlich an der Erschie&szlig;ung von 170 Einwohnern des Weilers Audrini in Ostlettand beteiligt gewesen zu sein. Meine Frau und ich &nbsp;beobachteten den Prozess durchg&auml;ngig. Der Prozess wurde im M&auml;rz 1994 nach 205 Sitzungen wegen Verhandlungsunf&auml;higkeit eingestellt<a title="" href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a>.</em></p>
<p><em>Wenige Monate sp&auml;ter nahm ich auf Einladung der Direktorin des&nbsp; Muzeum Stutthof dort an einer wissenschaftlichen Konferenz teil.</em></p>
<p><strong>(1) Die zweite Verschleppung: Von Riga nach Stutthof. Bericht anl&auml;sslich der&nbsp; Konferenz &bdquo;Die Schicksale der Juden in der Ostseeregion 1939 &ndash; 1945</strong>&ldquo;1994 im Muzeum Stutthof, Oktober 1994:</p>
<p>Am 1. Oktober 1944 traf ein Transport mit 3.155 H&auml;ftlingen aus Riga im KZ Stutthof bei Danzig ein. Unter ihnen auch die 44-j&auml;hrige Berta Gr&uuml;nberg, die am 13. Dezember 1941 mit 34 weiteren Osnabr&uuml;cker Juden in da Ghetto Riga im besetzten Lettland deportiert worden war.</p>
<p>50 Jahre nach der Einbeziehung Stutthofs in die &bdquo;Endl&ouml;sung der Judenfrage&ldquo; fand am 21.-23.09.1994 im Staatlichen Museum Stutthof bei Gdansk die Konferenz &bdquo;Das Schicksal der Juden im Ostseeraum 1939 bis 1945&ldquo; statt. Auf Einladung der &bdquo;Hauptkommission zur Erforschung von Verbrechen gegen das polnische Volk&ldquo;, des Instituts des Nationalen Gedenkens/Kreiskommissionen in Lodz und Danzig, des Rates f&uuml;r die Bewahrung des Gedenkens an Kampf und M&auml;rtyrertum sowie des Museum Stutthof &nbsp;kamen Historiker, Juristen und &Uuml;berlebende aus Polen, Litauen, den USA und Israel zusammen. Einziger deutscher Referent war der M&uuml;nsteraner Historiker und Bundestagsabgeordnete Winfried Nachtwei, der &uuml;ber den Leidensweg der Juden aus dem Raum Osnabr&uuml;ck, M&uuml;nster und Bielefeld berichtete, die &uuml;ber Riga nach Stutthof verschleppt worden waren.</p>
<p>Das Lager Stutthof ist in Deutschland kaum bekannt, in Reisef&uuml;hrern zum Raum Danzig/Westpreu&szlig;en bleibt es meistens unerw&auml;hnt. Dabei war es das erste KZ au&szlig;erhalb des Reiches. Schon am 2. September 1939 war es &ouml;stlich von Danzig an einem von Weichsel, Frischem Haff und Ostsee umgebenen Ort in Betrieb genommen worden. Stutthof sollte der Aussonderung und Vernichtung &bdquo;unerw&uuml;nschter polnischer Elemente&ldquo; in Danzig und Westpreu&szlig;en dienen. Am Sommer 1044 wuchs das Lager gewaltig durch Massentransporte j&uuml;discher H&auml;ftlinge, durch Transporte aus Osteuropa und Auschwitz an.</p>
<p>Am 9. August 1944 traf der erste von vier Transporten aus Riga in Stutthof<strong> ein</strong>. Im &bdquo;Eingangsbuch&ldquo; des Lagers sind die &bdquo;Zug&auml;nge&ldquo; in akkurater Schrift aufgelistet: zum Beispiel die Osnabr&uuml;ckerin Paula Wexsler, die die H&auml;ftlingsnummer 61.731 erhielt, und Ruth Heilbronn aus Lingen mit der Nummer 61.893.</p>
<p>Zum dritten Transport vom 1. Oktober geh&ouml;rten auch <strong>Mutter und Tochter Heimbach</strong> aus Osnabr&uuml;ck (H&auml;ftlingsnummern 94.478 und 94.479). Irmgard Heimbach erinnert sich an die &Uuml;berfahrt: Die SS &bdquo;verfrachtete uns ganz unten in den Grund des Schiffes, wo er Sand lag. Wie die Heringe lagen wir zusammengedr&auml;ngt, (&hellip;) ohne Wasser und Toiletten (&hellip;). Als wir auf offener See waren, herrschte ein gro&szlig;er Sturm. Wir alle waren seekrank und lagen im Sand in unserem eigenen Schmutz. (&hellip;) Durch unsere Seekrankheit hatten wir einen schrecklichen Durst, bekamen aber kein Wasser.&ldquo; In Danzig wurden die H&auml;ftlinge auf offene K&auml;hne verladen, die die Weichsel hinauffuhren. &bdquo;Der Kahn war &uuml;berf&uuml;llt und es war eine entsetzliche Fahrt, da der Kahn dauernd umzust&uuml;rzen drohte.&ldquo; Mit Stockhieben wurden sie in Stutthof empfangen, letzte Habe wie Fotos von Angeh&ouml;rigen wurden ihnen abgenommen und verbrannt. &bdquo;Am anderen Morgen war Appell, welcher stundenlang dauerte. (&hellip;) Sp&auml;ter werden wir registriert. Ich hatte die Nummer 94.479.&ldquo; Von vier weiteren hierher verschleppten Osnabr&uuml;cker Juden &ndash; von Ewald Aul, Bertha und Max Katz und Erna Stern &ndash; findet sich im Archiv von Stutthof keine Spur mehr.</p>
<p>Der 18-j&auml;hrige Ewald Aul, heute Vorsteher der J&uuml;dischen Gemeinde zu Osnabr&uuml;ck, musste wie auch Louis Gr&uuml;nberg aus S&ouml;gel Zwangsarbeit auf der Danziger Stichau-Werft leisten.</p>
<p>Irmgard Heimbach weiter: &bdquo;Wir wussten keinen Tag und kein Datum &ndash; wir kannten nur Appell und Schl&auml;ge. Auch das Krematorium haben wir kennengelernt. Tag und Nacht brannten im Lager acht &Ouml;fen. T&auml;glich suchte man ei den Appellen alte und kranke Leute aus.&ldquo; Die SS trieb sie in den Block 27, zynisch als &bdquo;Erholungsbaracke&ldquo; bezeichnet. Nachts brachten Lkw`s diese Opfer zur Gaskammer direkt gegen&uuml;ber dem Krematorium. &bdquo;T&auml;glich sahen wir diese Todeskandidaten, h&ouml;rten das Schreien und Weinen der Angeh&ouml;rigen, sahen, wie die SS-M&auml;nner M&uuml;tter und T&ouml;chter, Schwestern und innige Freundinnen (&hellip;) mit rohen Faustschl&auml;gen auseinanderrissen.&ldquo; (<em>Augenzeugenbericht von Irmgard Heimbach in: Stationen nach Auschwitz, hrsg. von Peter Junk und Martina Sellmeyer, Bramsche 1988</em>)</p>
<p>Wie m&ouml;rderisch die Lagerverh&auml;ltnisse waren, deutet auch die letzte Spalte des &bdquo;Eingangsbuches&ldquo; an, wo Verlegungen und Todesf&auml;lle vermerkt sind.</p>
<p>- Berta Wolff aus D&uuml;lmen im M&uuml;nsterland starb am 10.12.1944, im &bdquo;Sterbebuch&ldquo; des Monats Dezember trug sie die Nummer 850.</p>
<p>- Berta Gr&uuml;nberg (H&auml;ftlingsnummer 94.043) starb neun Tage sp&auml;ter &ndash; ihre Sterbenummer war 1.754.</p>
<p>- Grete Wolff, Schwester von Berta, starb am 28.12.1944, Nr. 3.060 im Sterbebuch!</p>
<p>Am 25. Januar 1945 begann die Evakuierung des Lagers: Gefangenenkolonnen zogen in tiefstem Winter Richtung Pommern, Es waren Todesm&auml;rsche. Von den Osnabr&uuml;ckern erlebten nur Ewald Aul, Henny und Irmgard Heimbach und Paula Wexsler im Laufe des M&auml;rz ihre Befreiung durch die sowjetische Armee.</p>
<p>W&auml;hrend der Tagung arbeitete eine Gruppe deutscher Zivildienstleiseder in der G&auml;rtnerei und im Archiv der Gedenkst&auml;tte. Diesen von zwei jungen M&auml;nnern der &bdquo;Aktion S&uuml;hnezeichen&ldquo; angeleiteten Friedensdienst empfanden die Konferenzteilnehmer als besonders glaubw&uuml;rdiges Zeichen.</p>
<p><strong>(2) Aus meinen Konferenzaufzeichnungen 1994</strong></p>
<p>Bei der Konferenz referierten mehrere MitarbeiterInnen des Muzeums Stutthof</p>
<p>- Danuta Drywa M.A.&uuml;ber die Vernichtung der Juden im KT Stutthof:</p>
<p>- Dr. Marekl Orski &uuml;ber die Vernichtung der Juden durch Arbeit im KZ Stutthof, im Mutterlager und den Au&szlig;enlagern</p>
<p>- Janina Grabowska-Chalka, Direktorin des Muzeums, &uuml;ber die Judenvernichtung in der letzten Zeit der Existenz des KZ Stutthof.</p>
<p>D. Drywa: Der 29. Juni 1944 sei ein Wendepunkt in der Geschichte des KZ Stutthof gewesen. Aus Auschwitz traf ein erster Transport mit ungarischen J&uuml;dinnen ein. Vorher waren nur kleinere Gruppen j&uuml;discher H&auml;ftlinge nach Stutthof gekommen. Im 2. Halbjahr 1944 kamen &uuml;ber 60.000 H&auml;ftlinge neu in das KZ. Bisher war Stutthof ein Reservoir f&uuml;r Zwangsarbeit in der R&uuml;stungsindustrie im Raum Danzig gewesen.</p>
<p>Mit Ankunft der Judentransporte wurde Stutthof zum Vernichtungslager:</p>
<p>- Im Juli 1944 4.780 litauische Juden, vor allem M&uuml;tter mit kleinen Kindern und Minderj&auml;hrige;</p>
<p>- Ende Juli traf Lagerkommandant Hoppe im Wirtschaftsverwaltungshauptamt in Oranienburg mit SS-Gruppenf&uuml;hrer Gl&uuml;cks zusammen, der ihn &uuml;ber die &bdquo;Endl&ouml;sung der Judenfrage&ldquo; informierte und f&uuml;r Stutthof die Umsetzung bis zum Jahresende befahl;</p>
<p>- am 03. August Eintreffen eines Transports mit 1.500 ungarischen, deutschen, holl&auml;ndischen und tschechischen Juden aus Prag und Theresienstadt;</p>
<p>&nbsp;am 09. August erster Transport aus Riga (ab H&auml;ftlingsnummer 60.713) mit vielen deutschen Juden;</p>
<p>&nbsp;am 01.10. Transport aus Riga nur mit Frauen (H&auml;ftlingsnummer 93.793 bis 95.271), viele aus dem Raum K&ouml;ln, D&uuml;sseldorf/Niederrhein, gr&ouml;&szlig;ere Anteile aus Litauen und Lettland.</p>
<p>(Im unvollst&auml;ndigen Eingangsbuch des KZ Stutthof fand Gisela M&ouml;llenhoff 25 j&uuml;dische Menschen aus M&uuml;nster und 69 aus dem M&uuml;nsterland. Ich fand 75 aus K&ouml;ln, 15 aus Krefeld und je 11 aus Duisburg und M&ouml;nchengladbach.)</p>
<p><strong>(3) Fotos von der Gedenkst&auml;tte Stutthof 1994 </strong>auf <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a></p>
<p><strong>(4) Materialien/Literatur/DVD aus den fr&uuml;hen 1990er Jahren: </strong></p>
<p>- Janina Grabowska, K.L. Stutthof. Ein historischer Abriss, hrsg. von Hermann Kuhn, Edition Temmen Bremen 1993</p>
<p>- Romuald Drynko, Begleitheft zur Gedenkst&auml;tte Stutthof, 1993</p>
<p>- Ewa Ferenc, Bibliografia KL Stutthof, Sztutowie/Gdansk 1993,</p>
<p>- Prospekt Stutthof&nbsp; (in Deutsch), Muzeum Stutthof</p>
<p>- Dokumentarfilm &bdquo;Stutthof&ldquo; auf DVD (Deutsch), Muzeum&nbsp; Stutthof 1998, 60 Min. <em>(u.a. mit den H&auml;ftlingen mit den Nummern 159, 8.076, 21.251, 24.320. (kann zur Verf&uuml;gung gestellt werden)</em></p>
<p>- Hermann Kuhn (Hrsg.), Stutthof &ndash; Ein Konzentrationslager vor den Totren von Danzig (mit Historischem Abriss von Janina Grabowska und Erinnerungen von 24 Stutthof-H&auml;ftlingen), Edition Temmen 1995, 199 S. <em>(Bremen ist mit Danzig und Riga in einer Partnerschaft verbunden)</em></p>
<p>- Donald Steyer, Stutthof &ndash; hitlerowski oboz koncentracyjnyWarschau 1988, 344 S. (mit vielen Fotos und Karten)</p>
<p>- Elzbieta Grot, Rejs Smierci. Ewakuacja Morska Wiezniow KL Stutthof, 1993, 177 S. &nbsp;</p>
<p>- Josef Katz, Erinnerungen eines &Uuml;berlebenden, Kiel 1988 <em>(J. Katz aus L&uuml;beck wurde mit dem Hamburger Transport Anfang Dezember 1941 nach Riga deportiert; 5. Kapitel zu Stutthof)</em></p>
<p>- Heiner Lichtenstein, Im Namen des deutschen Volkes? K&ouml;ln 1984. S. 174 ff (&bdquo;Die Konzentrationslager Gro&szlig;-Rosen und Stutthof. Verschlammt und vergessen&ldquo;)</p>
<p>- Hans-Joachim Schneider, Der SS-Totenkopfsturmbann Stutthof, in: Dachauer Hefte 10, 1994, S. 115 ff.</p>
<p><strong>(5) Neuere Literatur </strong>(<em>nur bei mir vorhandene Titel)</em>)</p>
<p>- Andrej Angrick und Peter Klein, Die &bdquo;Endl&ouml;sung&ldquo; in Riga, Darmstadt 2006, S.430-446 <em>(detaillierte Schilderung der Lager-Entwicklung vom Zivilinternierungslager zum KZ und Vernichtungslager, der Haftbedingungen und des eskalierenden Vernichtungssystems.</em></p>
<p><em>Zwischen dem 29. Juni und 14. Oktober trafen 26 Transporte mit &uuml;ber 47.000 j&uuml;dischen Menschen nach Stutthof, zwischen dem 8. August und 1. Oktober allein 14.395 aus Riga und Libau)</em></p>
<p>&bdquo;Nach den Sch&auml;tzungen von Janina Grabowska sollen seit 1939 in Stutthof und seinen Au&szlig;enlagern 47.000 registrierte H&auml;ftlinge gestorben sein, weiterhin 10.000 bis 20.000 Personen, die sich nicht in der Lagerstatistik wiederfinden, da man sie gleich nach ihrer Ankunft ermordete.&ldquo; (S. 445)</p>
<p>Erinnerungen von Stutthof-H&auml;ftlingen aus Riga: &bdquo;Stutthof erschien, wie h&auml;ufig von &Uuml;berlebenden bekundet wurde, nach den Jahren des Mangels und der Erniedrigung und trotz der vielen Morde und Selektionen in Riga, als das schlimmste Lager, in dem alle Angstphantasien die brutale Realit&auml;t nicht auszumalen vermochten.&ldquo; (S.433)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">(6) Links zum Prozess</span></strong></p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Mitteilungen des Landgericht M&uuml;nster</span> zum Stutthof-Prozess: u.a. Zusammenfassung der Anklage, Sitzungspolizeiliche Anordnung, Liste der akkreditierten Medienvertreter, <a href="http://www.lg-muenster.nrw.de/behoerde/presse/Meldungen/Stutthoff-Prozess/index.php">http://www.lg-muenster.nrw.de/behoerde/presse/Meldungen/Stutthoff-Prozess/index.php</a></p>
<p>- SZ, Jana Stegemann: &bdquo;Ich war nie ein Nazi&ldquo;, 06.11., <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/stutthof-prozess-ich-war-nie-nazi-sagt-der-ehemalige-kz-aufseher-1.4197542">https://www.sueddeutsche.de/politik/stutthof-prozess-ich-war-nie-nazi-sagt-der-ehemalige-kz-aufseher-1.4197542</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1. Sitzungstag, 06.11.2018</span></p>
<p>&nbsp;WN, Elmar Ries: Ehemaliger SS-Mann schweigt zum Prozessauftakt, <a href="https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Borken/3538050-Stutthof-Prozess-Ehemaliger-SS-Wachmann-schweigt-zum-Prozessauftakt">https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Borken/3538050-Stutthof-Prozess-Ehemaliger-SS-Wachmann-schweigt-zum-Prozessauftakt</a></p>
<p>- SZ, J.S.07.11.: Schwer zu ertragen <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/stutthof-prozess-ich-war-nie-nazi-sagt-der-ehemalige-kz-aufseher-1.4197542">https://www.sueddeutsche.de/politik/stutthof-prozess-ich-war-nie-nazi-sagt-der-ehemalige-kz-aufseher-1.4197542</a> ,</p>
<p>- taz, Klaus Hillenbrand: Der vergessliche KZ-W&auml;chter, <a href="http://www.taz.de/Prozessauftakt-gegen-94-jaehrigen-Nazi/!5545192/">http://www.taz.de/Prozessauftakt-gegen-94-jaehrigen-Nazi/!5545192/</a></p>
<p>- FAZ, Alexander Haneke: Fenster in eine dunkle Vergangenheit</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3. Sitzungstag, 13,11.</span></p>
<p>- WN, E.R., 14.11.: &bdquo;Ich bin kein Nazi , ich war nie einer&ldquo;,</p>
<p>- SZ, J.S.: &bdquo;Sie nannten mich Bubi&ldquo;, <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/ns-prozess-in-muenster-sie-nannten-mich-bubi-1.4209895">https://www.sueddeutsche.de/politik/ns-prozess-in-muenster-sie-nannten-mich-bubi-1.4209895</a></p>
<p>- FAZ, A.H.: Das Wort hat der T&auml;ter,</p>
<p>- Welt, Per Hinrichs: Eine Gaskammer will der Ex.SS-Mann nie gesehen haben, <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article183783846/Stutthoff-Prozess-Eine-Gaskammer-will-der-Ex-SS-Mann-nie-gesehen-haben.html">https://www.welt.de/politik/deutschland/article183783846/Stutthoff-Prozess-Eine-Gaskammer-will-der-Ex-SS-Mann-nie-gesehen-haben.html</a></p>
<p>-WDR:&nbsp; <a href="https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/stutthof-prozess-aussage-100.html">https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/stutthof-prozess-aussage-100.html</a></p>
<p>- Deutsche Welle: Fr&uuml;herer KZ-Wachmann gibt sich unwissend, https://www.dw.com/de/fr%C3%BCherer-kz-wachmann-gibt-sich-unwissend/a-46274831</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">4. Sitzungstag, 15.11. </span></p>
<p>- WN: Ehemaliger SS-Mann: Keine Gefangenen-Transporte gesehen, <a href="https://www.wn.de/Muensterland/3550357-Stutthof-Prozess-fortgesetzt-Ehemaliger-SS-Wachmann-Keine-Gefangenen-Transporte-gesehen">https://www.wn.de/Muensterland/3550357-Stutthof-Prozess-fortgesetzt-Ehemaliger-SS-Wachmann-Keine-Gefangenen-Transporte-gesehen</a></p>
<p>- WN, 17.11.: Lese-Reaktionen zum Prozess gegen einen 94-j&auml;hrigen einstigenSS-Wachmann &ndash; &bdquo;Mord verj&auml;hrt nicht&ldquo;</p>
<p>- Welt, P.H.: &bdquo;Gestank vom Krematorium war beim Postenstehen schwer zu ertragen&ldquo;, <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article183914980/Prozess-gegen-Ex-SS-Mann-Gestank-vom-Krematorium-war-beim-Postenstehen-schwer-zu-ertragen.html">https://www.welt.de/politik/deutschland/article183914980/Prozess-gegen-Ex-SS-Mann-Gestank-vom-Krematorium-war-beim-Postenstehen-schwer-zu-ertragen.html</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Allgemein zu NS-Prozessen heute</span></p>
<p>&nbsp;&nbsp;SWR/ARD: Hitlers letzte Mordgehilfen &ndash; Die Story im Ersten, 1. Programm 22.01.2018, <a href="https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/hitlers-letzte-mordgehilfen-100.html">https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/hitlers-letzte-mordgehilfen-100.html</a>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; FAZ, Alexander Haneke: Sp&auml;te Gerechtigkeit. Die kleinen R&auml;dchen im T&ouml;tungssystem, 21.08.2018, <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/ein-sammelband-ueber-die-letzten-ns-verfahren-15736135.html">http://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/ein-sammelband-ueber-die-letzten-ns-verfahren-15736135.html</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">(7) Bei Bedarf kann ich o.g. Materialien zur Verf&uuml;gung stellen:</span></strong></p>
<p><a href="mailto:winfried@nachtwei.de">winfried@nachtwei.de</a> , 0170-3148779</p>
<div><br clear="all" /><hr align="left" size="1" width="33%" />
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<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> W. Nachtwei, R&uuml;ckblick auf vier Jahre Prozessbegleitung, M&auml;rz 2014, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1270">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1270</a> ,</p>
<p>Westf&auml;lische Nachrichten 18. M&auml;rz 1014, <a href="https://www.wn.de/Muenster/2014/03/1479397-Vor-20-Jahren-wurde-der-Prozess-gegen-Boleslavs-Maikovkis-eingestellt-Verbrechen-ohne-Suehne">https://www.wn.de/Muenster/2014/03/1479397-Vor-20-Jahren-wurde-der-Prozess-gegen-Boleslavs-Maikovkis-eingestellt-Verbrechen-ohne-Suehne</a></p>
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