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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Lob + Kritik am Aktionsplan Zivile KrisenprÃ¤vention und seiner Umsetzung </title>
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    <span class="xar-mod-title">Afrika + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

    <table class="xar-width-auto">
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=74-81">Any of these categories</a>
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        <h1>
            Lob + Kritik am Aktionsplan Zivile KrisenprÃ¤vention und seiner Umsetzung          </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 31. Oktober 2016 18:44:57 +02:00 (52126 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Der Beratungsprozess &quot;PeaceLab2016 - Krisenpr&auml;vention weiter denken&quot; bereitete mit seinen &uuml;ber 20 Veranstaltungen und seinem hervorragend best&uuml;ckten Blog das Feld f&uuml;r die k&uuml;nftigen Leitlinien &quot;Krisenengagement und Friedensf&ouml;rderung&quot; der Bundesregierung. Hierf&uuml;r trug ich die wesentlichen positiven und kritischen Stellungnahmen zum Aktionsplan und seinen vier Umsetzungsberichten zusammen.</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Stellungnahmen zu 12 Jahren Aktionsplan Zivile Krisenpr&auml;vention </strong></p>
<p align="center"><strong>und seinen vierUmsetzungsberichten: </strong></p>
<p align="center"><strong>Positive und kritische Bewertungen</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, 9/2016)</p>
<p><em>Seit 2004 gab es zum Aktionsplan und seinen vier Umsetzungsberichten (2006, 2008, 2010, 2014) mehr als drei&szlig;ig Stellungnahmen aus den interessierten Teilen der Fach&ouml;ffentlichkeit (Friedens- und Konfliktforschung, von Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, GKKE, VENRO, Beirat Zivile Krisenpr&auml;vention).<a title="" href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a> Stellungnahmen aus der weiteren au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Fach&ouml;ffentlichkeit wurden nicht bekannt. Das Bundestagsplenum debattierte erstmalig im Dezember 2006 anl&auml;sslich des 1. Umsetzungsberichts &uuml;ber den Aktionsplan.<a title="" href="#_ftn2"><strong>[2]</strong></a>Am 5. Mai 2014 h&ouml;rte der Bundestags-Unterausschuss &bdquo;Zivile Krisenpr&auml;vention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln&ldquo; f&uuml;nf externe Sachverst&auml;ndige zu Lehren aus 10 Jahren Aktionsplan (</em><a href="https://www.bundestag.de/ausschuesse18/a03/ua_zks"><em>https://www.bundestag.de/ausschuesse18/a03/ua_zks</em></a><em> ).</em></p>
<p><em>Im Folgenden sind die Bewertungen zusammengefasst, auf die sich die Stellungnahmen besonders fokussierten.</em></p>
<ul>
<li><strong><span style="text-decoration: underline;">Positiv bewertet wurden</span></strong></li>
</ul>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; durchg&auml;ngig der konzeptionelle Ansatz des Aktionsplans (der drei strategischen Ansatzpunkte, der globalen, regionalen und nationalen Handlungsebene, der nationalen Infrastruktur f&uuml;r zivile Krisenpr&auml;vention/Verankerung als Querschnittaufgabe)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die &ndash; auch f&uuml;r Insider &uuml;berraschende - Breite an Ma&szlig;nahmen und Instrumenten mit Relevanz f&uuml;r zivile Krisenpr&auml;vention;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die Betonung von Koh&auml;renz, des Vorrangs ziviler Mittel (&bdquo;Krisenpr&auml;vention soll vorrangig ziviler Natur sein&ldquo;, II.2), des Prinzips &bdquo;Do no harm&ldquo; (&bdquo;die mit Abstand wichtigste Regel f&uuml;r den Umgang Dritter mit gewaltsamen Konflikten&ldquo;, Aktionsplan Glossar), des multidimensionalen Ansatzes und des &bdquo;langen Atems&ldquo;, des effektiven Dialogs mit der Zivilgesellschaft im Aktionsplan;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die mit dem Aktionsplan bekr&auml;ftigten neueren Instrumente der zivilen Krisenpr&auml;vention (ZIF, ZFD, zivik, DSF, FriEnt), die sich &uuml;ber die Jahre ausgesprochen bew&auml;hrten und deren Ausbau ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;t wurde;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die Etablierung neuer Strukturen (Ressortkreis, Beirat) und der weitere Ausbau neuer Instrumente der zivilen Krisenpr&auml;vention;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die produktive Rolle des 2009 neu gebildeten Unterausschusses Zivile Krisenpr&auml;vention des Ausw&auml;rtigen Ausschusses im Bundestag, die zunehmende Beachtung und auch Implementierung des Politikfeldes in der laufenden Legislaturperiode (Review 2014, neue Abteilung &bdquo;S&ldquo; (Stabilisierung) im Ausw&auml;rtigen Amt, 4. Umsetzungsbericht Dez. 2014).</p>
<ul>
<li><strong><span style="text-decoration: underline;">Kritisch bewertet wurden in der weiteren Umsetzung des Aktionsplans</span></strong></li>
</ul>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die mangelnde Schwerpunktsetzung/Priorisierung angesichts der F&uuml;lle von 161 Aktionen;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die weitgehende Verk&uuml;rzung des Pr&auml;ventionsansatzes auf Konfliktnachsorge und die Vernachl&auml;ssigung der Prim&auml;rpr&auml;vention;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die &bdquo;Entkernung/Verflachung&ldquo; der Krisenpr&auml;vention, wo &uuml;ber R&uuml;stungskontrolle, Abr&uuml;stung und UN-Friedenssicherung hinaus unterschiedslos alle Ma&szlig;nahmen zur St&auml;rkung milit&auml;rischer F&auml;higkeiten von NATO und EU in den Aktionskatalog aufgenommen wurden;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die (zeitweilige) Vernachl&auml;ssigung von R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stung sowie die friedenspolitischen Entgleisungen der R&uuml;stungsexportpolitik</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; das Fehlen eines friedenspolitischen Leitbildes;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; der unzureichend umgesetzte Zusammengang von ziviler Krisenpr&auml;vention und Menschenrechtspolitik;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; das &bdquo;Verschwinden&ldquo; des &bdquo;Do no harm&ldquo;-Prinzips aus den Umsetzungsberichten, der Verzicht auf ressort&uuml;bergreifende Weiterentwicklung;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die Besch&ouml;nigung der erheblichen Koh&auml;renzdefizite in der Praxis der Krisenengagements, der zeitweilige affirmative Umgang mit dem Ansatz vernetzter Sicherheit und der Mangel an Selbstreflexion, gar selbstkritischer Perspektive;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; das Fehlen eines integrierten und politisch hoch angebundenen Fr&uuml;hwarnsystems unter Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die notorische Vernachl&auml;ssigung der Schl&uuml;sselfragen Wirksamkeit und Evaluierung, notwendige F&auml;higkeiten (zivile Planziele) und die daf&uuml;r unabdingbaren finanziellen und personellen Ressourcen; &uuml;ber Jahre dominierte die &ndash; unausgesprochene &ndash; Haltung, ein Mehr an ziviler Krisenpr&auml;vention sei zum Nulltarif zu bekommen; die Diskrepanz zwischen F&auml;higkeiten + Ressourcen der Milit&auml;rpolitik einerseits und der zivilen Krisenpr&auml;vention andererseits ist ungebrochen;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die schwache Rolle des Ressortkreises, der seine Aufgaben (Aktionsplan V.5 &Uuml;bersicht) nur ansatzweise wahrnehmen konnte und &uuml;ber die Funktion Informationsaustausch kaum hinauskam; relativ schwach blieb auch die Rolle des Beirats, wo das Potenzial seiner Mitglieder nur punktuell genutzt werden konnte;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die nie umgesetzte Ank&uuml;ndigung des ersten Umsetzungsberichtes, angesichts der strukturellen &bdquo;Unsichtbarkeit&ldquo;/Sichtbarkeitshindernisse ziviler Krisenpr&auml;vention eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln.</p>
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<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1420">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1420</a></p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Christian Egbering, Tagesordnungspunkt: &bdquo;Zivile Konfliktbearbeitung&ldquo; &ndash; Eine Diskursanalyse anhand von Reden im Deutschen Bundestag, Neum&uuml;nster 2012 (Bockel-Verlag)</p>
</div>
</div></div>


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