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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Lichtblicke? Meine EindrÃ¼cke vom 15. Petersburger Dialog in St. Petersburg</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afrika + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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            Lichtblicke? Meine EindrÃ¼cke vom 15. Petersburger Dialog in St. Petersburg         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 19. Juli 2016 11:15:37 +02:00 (45104 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>K&auml;ltesturz + Vertrauensverlust zwischen Deutschland/dem &quot;Westen&quot; und Ru&szlig;land. Was konnte da der 2001 gegr&uuml;ndete Petersburger Dialog ausrichten? W&uuml;rde er als T&uuml;r&ouml;ffner funktionieren oder nur ein rechthaberisches Aneinandervorbeireden bringen? Hier mein Teileinblick mit Links zu weiteren Artikeln.</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Lichtblicke? Eindr&uuml;cke von der 15. Jahrestagung des Petersburger Dialogs</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei (19. Juli 2016)</p>
<p>2001 war der Petersburger Dialog von dem russischen Pr&auml;sidenten Putin und dem deutschen Bundeskanzler Schr&ouml;der ins Leben gerufen worden. Zuletzt hatte ich am Petersburger Dialog im September 2004 in Hamburg teilgenommen. Die damalige 4. Jahrestagung stand unter dem Eindruck der Massengeiselnahme von Beslan wenige Tage zuvor, bei der &uuml;ber 300 Geiseln ihr Leben verloren.</p>
<p><strong>Offener Dissens beim Petersburger Dialog 9./10.9.2004 in Hamburg</strong></p>
<p><em>Der Kinderarzt und Vermittler Leonid Roschal berichtete aus Beslan Unter dem Schock des Terrors von Beslan wurde ungew&ouml;hnlich direkt diskutiert, es brach ein offener Dissens hinsichtlich der notwendigen Antiterrorstrategie auf. Die russischen Vertreter, unter ihnen M. Gorbatschow, sprachen von einem &quot;Dritten Weltkrieg&quot; und reagierten &auml;u&szlig;erst empfindlich auf westliche Kritik an der russischen Tschetschenienpolitik. &bdquo;Tretet nicht auf unseren wunden Stellen herum!&ldquo; Der EU bzw. Deutschland wurde Kapitulation vorgeworfen. Die deutschen Vertreter betonten hingegen die politische und menschenrechtliche Dimension des Antiterrorkampfes. Man vereinbarte f&uuml;r die Zeit bis zum n&auml;chsten Petersburger Dialog einen Diskussionsprozess, in dem eine Verst&auml;ndigung &uuml;ber einen gemeinsamen Kampf gegen den Terror zwischen Repression und Pr&auml;vention gefunden werden soll. </em></p>
<p><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=_5&amp;aid=24"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=_5&amp;aid=24</em></a></p>
<p><strong>&bdquo;Russland und Deutschland im Angesicht globaler Herausforderungen&ldquo;</strong></p>
<p><strong>Die 15. Jahrestagung</strong> des Petersburger Dialogs am 14./15. Juli fand nach vier Jahren erstmalig wieder in Russland und seit 2008 erstmalig wieder in St. Petersburg statt. Ich war als externer Referent in der AG &bdquo;Zivilgesellschaft&ldquo; eingeladen. Unter dem Dachthema &bdquo;<em>Russland und Deutschland im Angesicht globaler Herausforderungen</em>&ldquo; kamen &uuml;ber 250 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Kultur zusammen. Es war die bisher gr&ouml;&szlig;te Jahrestagung. Partner und F&ouml;rderer des Petersburger Dialogs sind Ausw&auml;rtiges Amt, alle f&uuml;nf deutsche politische Stiftungen von Hanns Seidel bis Rosa Luxemburg, Gazprom, Linde Group, Deutsche Bank, Siemens, Metro Group, SAP u.a.</p>
<p>Unter den deutschen TeilnehmerInnen sehe ich die deutschen Vorstandsmitglieder des Petersburger Dialogs Marieluise Beck, MdB, Franz Josef Jung, MdB, Ex-Verteidigungsminister, Lothar de Maizi&egrave;re (Ehrenvorsitzender) sowie Gernot Erler (s.u.), Andrea Fischer (Ex-Gesundheitsministerin), Antje Volmer (Ex-Bundestagsvizepr&auml;sidentin), Sonja Begalke (Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft), Peter Franck (Amnesty International), Ralf F&uuml;cks (s.u.), Rainhard G&ouml;hner (BDA), Hans-Peter Heumann (Ex-Pr&auml;sident der BAKS), Alexander Kallweit (FES), Walter Kaufmann (HBS), Harald Kindermann (DGAP), Gabriele Krone-Schmalz, Gregor Mayntz (Rheinische Post, Vors. Bundespressekonferenz), Tobias M&uuml;nchmeyer (Greenpeace), Hermann Parzinger (Pr&auml;s. Stiftung Preu&szlig;ischer Kulturbesitz), Thomas Paulsen (K&ouml;rber-Stiftung), Alexander Rahr (Ru&szlig;landkontrovers.de), Ernst-J&ouml;rg von Stuttnitz (Ex-Botschafter in Moskau), Horst Teltschik (Ex-Vors. M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz), Hans-Peter Uhl, MdB, Michael Wedell (Metro AG).</p>
<p>(Fotos auf <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a> )</p>
<p>Die Tagung war mit besonderer Spannung erwartet worden: Vor dem Hintergrund der akuten Ukrainekrise und der realen &bdquo;Dialog&ldquo;-Situation bei den Treffen des Petersburger Dialogs waren 2014 mehrere deutsche NGO`s (Amnesty International, Heinrich B&ouml;ll Stiftung, K&ouml;rber Stiftung; <a href="https://www.boell.de/de/2014/10/13/reform-petersburger-dialog-ueberfaellig">https://www.boell.de/de/2014/10/13/reform-petersburger-dialog-ueberfaellig</a> ) ausgestiegen und hatte die Bundesregierung die Jahrestagung in Sotschi abgesagt. Auch die parallel zur Jahrestagung stattfindenden deutsch-russischen Regierungskonsultationen sind seither ausgesetzt. Nach einer &Ouml;ffnung der Mitgliedschaft und des Lenkungsausschusses f&uuml;r weitere kritischere Pers&ouml;nlichkeiten und NGO`s hatte Roland Pofalla, fr&uuml;herer Kanzleramtsminister und heutiger Bahnvorstand, den langj&auml;hrigen deutschen Ko-Vorsitzenden Lothar de Maizi&egrave;re abgel&ouml;st. Angesichts des west-russischen Vertrauensabsturzes und des NATO-Gipfels wenige Tage zuvor war die Frage, wieweit &uuml;berhaupt ein Dialog m&ouml;glich sein w&uuml;rde.</p>
<p>( <a href="http://www.petersburger-dialog.de/petersburg2016">http://www.petersburger-dialog.de/petersburg2016</a> , Medienecho: <a href="http://www.petersburger-dialog.de/medienecho-zum-15-petersburger-dialog-2016">http://www.petersburger-dialog.de/medienecho-zum-15-petersburger-dialog-2016</a> )</p>
<p>Am ersten Tag gedachten die Teilnehmer auf dem Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof der Opfer der fast 900-t&auml;gigen Belagerung Leningrads durch die deutsche Wehrmacht. Hier sind mehr als 470.000 Einwohner Leningrads und 50.000 Soldaten beerdigt. <a href="http://www.memorialmuseums.org/denkmaeler/view/798/Gedenkst%C3%A4tte-und-Museum-Piskarjowskoje-Friedhof">http://www.memorialmuseums.org/denkmaeler/view/798/Gedenkst%C3%A4tte-und-Museum-Piskarjowskoje-Friedhof</a></p>
<p><strong>Er&ouml;ffnungsplenum</strong></p>
<p>Hier sprachen die Ko-Vorsitzenden Wiktor Subkow (Aufsichtsratsvorsitzender von Gazprom) und Roland Pofalla, der stv. Vorsitzende der Staatsduma Sergej Schelesnjak, der deutsche Botschafter R&uuml;diger Freiherr von Fritsch, der Gouverneur von St. Petersburg Georgi Poltawtschenko, und als Hauptredner der Erste Hamburger B&uuml;rgermeister Olaf Scholz und die Gouverneurin des Gebiets Wladimir Swetlana Orlowa. Von russischer wie deutscher Seite wurde das viele historisch Verbindende zwischen Russland und Deutschland sowie Hamburg und St. Petersburg herausgestellt, aber auch eindringlich auf den deutschen &Uuml;berfall und die Hungerblockade gegen Leningrad eingegangen.</p>
<p>Die Notwendigkeit von Dialog wurde so oft beschworen, wie ich es seit Jahren nicht auf offiziellen Veranstaltungen erlebt habe. Pofalla: Um globale Herausforderungen gemeinsam zu bew&auml;ltigen, sei Vertrauen die wichtigste Grundlage. Wenn das verloren gehe, m&uuml;sse alles f&uuml;r die Wiederherstellung von Vertrauen getan werden. Das gehe nur im offenen Dialog. Von Fritsch: Die Br&uuml;cken, die wir aufgebaut haben, seien zu nutzen. Die guten Beziehungen seien ein Mosaik. Zu guten deutsch-russischen Beziehungen gebe es keine Alternative.</p>
<p>Die erste Voraussetzung von Dialog, n&auml;mlich gegens&auml;tzliche Positionen beim Namen zu nennen, geschah recht deutlich und ohne Proteste: Pofalla bezeichnete die Annexion der Krim und die Unterst&uuml;tzung der Separatisten in der Ost-Ukraine als v&ouml;lkerrechtswidrig. Das sei f&uuml;r uns nicht akzeptabel. Sorgen bereite auch, dass 130 NGO`s als &bdquo;ausl&auml;ndische Agenten&ldquo; registriert worden seien, &Uuml;berf&auml;lle auf Menschenrechtsverteidiger im Nordkaukasus und auf Teilnehmer eines Geschichtswettbewerbs von MEMORIAL in Moskau unter den Augen der Polizei. Gut sei gewesen, dass der Petersburger Dialog letzteres &ouml;ffentlich verurteilte.</p>
<p>Der Petersburger Gouverneur daraufhin: Die angebliche Annexion der Krim sei in Wirklichkeit eine Wiedervereinigung gewesen, bef&uuml;rwortet von 95% der Bev&ouml;lkerung. (<em>Beifall</em>) Und das mit den &bdquo;ausl&auml;ndischen Agenten&ldquo; sei keine Neuigkeit der russischen Gesetzgebung. Das habe man aus Gesetzen demokratischer Staaten entlehnt.</p>
<p>Mit dem &bdquo;Peter-Boenisch-Ged&auml;chtnispreis&ldquo; wurden zwei russische Journalistinnen und ein Deutscher ausgezeichnet. (<em>Namen folgen</em>) Mit dem Sonderpreis geehrt wurde der Vorsitzende des Moskauer Journalistenverbandes, der seit 33 Jahren Chefredakteur einer Zeitung ist. Zur Sprache kommt dabei das in Moskau geplante Denkmal f&uuml;r die &uuml;ber 400 russischen Journalisten, die in den letzten 25 Jahren in Aus&uuml;bung ihres Berufes um`s Leben gekommen sind.</p>
<p><em>Zum Plenum &bdquo;Hoffen auf den Neustart&ldquo;, Gregor Mayntz auf RP ONLINE, 15. Juli </em><a href="http://www.rp-online.de/politik/hoffen-auf-den-neustart-aid-1.6121228"><em>http://www.rp-online.de/politik/hoffen-auf-den-neustart-aid-1.6121228</em></a><em> ; &bdquo;Das Event, das Deutschlands Putin-Problem offenlegt&ldquo;, Julia Smirnova, WELT vom 15. Juli, </em><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article157059895/Das-Event-das-Deutschlands-Putin-Problem-offenlegt.html"><em>http://www.welt.de/politik/ausland/article157059895/Das-Event-das-Deutschlands-Putin-Problem-offenlegt.html</em></a></p>
<p>Am 15. Juli tagten die inzwischen zehn Arbeitsgruppen zu Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Bildung und Wissenschaft, Kultur, Medien, Zukunftswerkstatt, Kirchen in Europa, &Ouml;kologische Modernisierung (neu, Ralf F&uuml;cks, Ko-Vorsitzender der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung, als deutscher Koordinator) und Gesundheit &uuml;ber f&uuml;nfeinhalb Stunden.</p>
<p><strong>&bdquo;Meine&ldquo; AG &bdquo;Zivilgesellschaft</strong>&ldquo;</p>
<p>tagte zum Thema &bdquo;<em>Umgang mit dem Erbe von Krieg und totalit&auml;rer Vergangenheit</em>&ldquo;, moderiert von Prof. Michail Fedotow, Menschenrechtsbeauftragter des russischen Pr&auml;sidenten und Vorsitzender des Rats f&uuml;r Entwicklung der Zivilgesellschaft und Menschenrechte beim Pr&auml;sidenten, und SPD-MdB Gernot Erler, Koordinator der Bundesregierung f&uuml;r die zwischengesellschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland (u.a.). Neben den Koordinatoren erkenne ich auch Ida Kuklina, Mitglied des Lenkungsrates des Petersburger Dialogs und Union der Komitees der Soldatenm&uuml;tter Russlands. Ihr war ich erstmalig im Februar 2004 bei einer Tagung von Petersburger Dialog, B&ouml;ll-Stiftung + Soldatenm&uuml;ttern zu &bdquo;Zivildienst in Russland und Deutschland&ldquo; in Moskau begegnet. (Kurzbericht s.u.)</p>
<p>Die Sitzung beginnt mit einer Schweigeminute f&uuml;r die Opfer des Terroranschlags von Nizza in der letzten Nacht. (24 Stunden sp&auml;ter die n&auml;chsten Horrornachrichten aus der T&uuml;rkei: Milit&auml;rputschversuch)</p>
<p>In der folgenden Aussprache zu aktuellen Themen berichtet die deutsche Seite zur Fl&uuml;chtlingssituation in Deutschland und zum Anwachsen rechtspopulistischer Bewegungen. Zur Sprache kommen dabei der Fall &bdquo;Lisa&ldquo;, der unwidersprochen als Propagandaoperation bewertet wird, und die Sympathien rechtspopulistischer Kr&auml;fte in Europa f&uuml;r die Politik des Kreml. Eine Vertreterin der &bdquo;Soldatenm&uuml;tter&ldquo; betont, dass die Migration global und unaufhaltsam sei und friedlich geregelt werden m&uuml;sse. Die Vertreterin einer russischen NGO thematisiert das seit 2015 in Kraft getretene NGO-Gesetz, das bei der gestrigen Vor-Sitzung der AG schon ausf&uuml;hrlicher behandelt worden war. (Bisher sind 130 Gruppen als &bdquo;ausl&auml;ndische Agenten&ldquo; registriert &ndash; und damit gebrandmarkt) Sogar drei NGO`s zur HIV-Vorbeugung gelten inzwischen wegen EU-Unterst&uuml;tzung als &bdquo;ausl&auml;ndische Agenten&ldquo; &ndash; und seit Mai auch das von der Landesregierung Schleswig-Holstein betriebene Hanseb&uuml;ro Kaliningrad. Eine positive Tendenz sei, dass staatliche soziale Dienstleistungen entstaatlicht w&uuml;rden. NGO`s bekommen jetzt Zugang zum Markt der sozialen Dienstleistungen.</p>
<p>Ausf&uuml;hrlich wird der <strong>Fall Valentina Cherevatenko</strong> besprochen. Sie leitet die Organisation &bdquo;Frauen am Don&ldquo; im Gebiet Rostov. Seit 1983 ber&auml;t die Organisation in Fragen des Familien-, Renten- und Wohnungsrechts und bei Familienkonflikten. Psychologen der Gruppe arbeiten mit Opfern aus Konfliktgebieten im Nordkaukasus (Tschetschenien, Beslan &hellip;), nach Terroranschl&auml;gen und Naturkatastrophen. V. Cherevatenko ist Mitglied des Petersburger Dialogs und des Deutsch-Russischen Sozialforums im Petersburger Dialog sowie Kooperationspartnerin der Heinrich B&ouml;ll Stiftung. Gegen sie wurde k&uuml;rzlich das erste Strafverfahren auf der Grundlage des &bdquo;Agentengesetzes&ldquo; er&ouml;ffnet. Der Vorwurf: Sie habe sich geweigert, die &bdquo;Frauen vom Don&ldquo; freiwillig in das Agentenregister eintragen zu lassen. Ihr drohen bis zu zwei Jahren Haft. Einm&uuml;tig stellt die AG fest, dass der Fall Valentina (wie auch der des Hanseb&uuml;ros) die deutsch-russischen Beziehungen belaste. (Das Sozialform hat sich vor einem Monat mit einem Brief an Pr&auml;sident Putin gewandt.)</p>
<p><strong>Zum TOP 2 &bdquo;Umgang mit der Vergangenheit</strong> und Bewahrung der Geschichtserfahrung f&uuml;r die Zukunft&ldquo; halten Impulsvortr&auml;ge Prof. Volkhard Knigge, Leiter der Gedenkst&auml;tte Buchenwald + Mittelbau/Dora, sowie Dr. Andrej Sorokin, Direktor des Russischen Staatsarchivs f&uuml;r soziopolitische Geschichte (ehemaliges Zentrales Parteiarchiv).</p>
<p><strong>Zum TOP 3 &bdquo;Bewahrung der Geschichtserinnerung</strong> &ndash; Erfahrungen des Zusammenwirkens von Staat und Gesellschaft&ldquo; halten k&uuml;rzere Impulsreferate</p>
<p>- Markus Meckel, Pr&auml;sident des Volksbundes Deutsche Kriegsgr&auml;berf&uuml;rsorge, &uuml;ber &bdquo;R&uuml;ckgabe der Namen&ldquo; &ndash; Projekt f&uuml;r die Rehabilitierung der sowjetischen und deutschen Kriegsgefangenen;</p>
<p>- J&ouml;rg Morr&egrave;, Leiter des Deutsch-Russischen Museums in Karlshorst (historischer Ort der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, 1967-94 Sowjetisches Kapitulationsmuseum) &uuml;ber die Arbeit der einmaligen, am 10. Mai 1995 er&ouml;ffneten deutsch-russischen Einrichtung. Es ist das einzige Museum bundesweit, das mit einer Dauerausstellung an den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion erinnert. ( <a href="http://www.museum-karlshorst.de/">http://www.museum-karlshorst.de/</a> )</p>
<p>- W. Nachtwei &uuml;ber Regionale Formen der Erinnerungskultur in Westfalen (Gedenkst&auml;tten in NRW, exemplarisch &bdquo;Verschollen in Riga&ldquo; und Riga-Komitee als einzigartiges Erinnerungsnetzwerk von inzwischen 54 Kommunen, Stolpersteine, Br&uuml;cken der Erinnerungen zwischen Generationen, Nationen und Erinnerungskulturen);</p>
<p>-Irina Scherbakowa, Leiterin des Bildungsprogramms von MEMORIAL, &uuml;ber gemeinsame deutsch-russische Projekte von MEMORIAL; <a href="https://www.memorial.de/">https://www.memorial.de/</a> , <a href="http://www.memo.ru/eng/">http://www.memo.ru/eng/</a></p>
<p>&nbsp;Roman Romanow, Direktor des Staatlichen GULAG-Museums, &uuml;ber Projekte der Stiftung Wahrung des Gedenkens an die Opfer der Repression; <a href="http://www.gmig.ru/">http://www.gmig.ru/</a> , <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article148271680/Ein-Gulag-Museum-raeumt-mit-dem-Stalin-Mythos-auf.html">http://www.welt.de/politik/ausland/article148271680/Ein-Gulag-Museum-raeumt-mit-dem-Stalin-Mythos-auf.html</a></p>
<p>Natalia Timofejewa, Prorektorin f&uuml;r internationale Beziehungen des Hochtechnologie-Instituts in Woronesch, und Sonja Begalke, Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) &uuml;ber &bdquo;Lernen mit Interviews: Zwangsarbeiter 1939-1945&ldquo; &ndash; ein deutsch-russisches Bildungsprojekt von EVZ und Institut Woronesch. (<a href="http://www.stiftung-evz.de/start.html">http://www.stiftung-evz.de/start.html</a> )</p>
<p>Die AG &bdquo;Zivilgesellschaft&ldquo; erlebte ich als sehr informativ, offen, kritisch und dialogisch.</p>
<p><strong>Gesamtberichte</strong></p>
<p>Ein differenziertes und farbiges Bild von anderen AG`en (Medien, Politik) und vom Schlussplenum ergeben die Berichte von Gregor Mayntz, &bdquo;<em>Hoffnungsvolles im deutsch-russischen Verh&auml;ltnis &ndash; Die &Uuml;berraschung von St. Petersburg</em>&ldquo;, RP ONLINE 17. Juli&nbsp; <a href="http://www.rp-online.de/politik/ausland/deutsch-russisches-verhaeltnis-die-ueberraschung-von-st-petersburg-aid-1.6126592">http://www.rp-online.de/politik/ausland/deutsch-russisches-verhaeltnis-die-ueberraschung-von-st-petersburg-aid-1.6126592</a> und von Anna Veronika Wendland, &bdquo;<em>Streiten an der Neva &ndash; Eindr&uuml;cke vom 15. Petersburger Dialog</em>&ldquo;, in Ukraine Nachrichten 18. Juli 2016:</p>
<p><em>&bdquo;(&hellip;) Ich bin seit kurzem Mitglied des Petersburger Dialogs, aufgenommen im Zuge der &Ouml;ffnungs- und Diversifizierungspolitik seines deutschen Zweiges. Im Einzelnen bedeutet dies, dass die spezifische Legierung der &Auml;ra Schr&ouml;der/Putin, die sich mehrheitlich aus Politikern und Wirtschaftsvertretern mit einem Interessenschwerpunkt im russischen Rohstoffmarkt zusammensetzte, nun einige zivilgesellschaftliche und wissenschaftliche St&ouml;rzonen aufweist, die den Dialog weniger festgelegt, weniger harmonies&uuml;chtig und weniger vorhersehbar machen als zu fr&uuml;heren Zeiten. Die Frage allerdings, ob die Neuerung auf deutscher Seite ausreiche, um zu einer neuen Qualit&auml;t von Dialog zu f&uuml;hren, muss ich nach meinen individuellen Erfahrungen, vor allem jenen in der Arbeitsgruppe Politik, leider vorl&auml;ufig mit Skepsis beantworten. (&hellip;)&ldquo;&nbsp; </em><a href="https://ukraine-nachrichten.de/streiten-neva-eindr%C3%BCcke-15-petersburger-dialog_4469"><em>https://ukraine-nachrichten.de/streiten-neva-eindr%C3%BCcke-15-petersburger-dialog_4469</em></a></p>
<p><strong>R&uuml;ckblick Zivilgesellschaftliche Tagung in Moskau 2.-3. Februar 2004</strong></p>
<p>Teilnahme an der Tagung <strong>&bdquo;Zivildienst in Russland und Deutschland&ldquo;</strong> von Petersburger Dialog, der Koalition f&uuml;r einen alternativen Zivildienst, B&ouml;ll-Stiftung und den&nbsp; &bdquo;Soldatenm&uuml;ttern&ldquo;. Seit Januar ist in Russland ein Zivildienstgesetz in Kraft, das voll auf Abschreckung setzt: Dreieinhalb Jahre statt zwei Jahre Wehrdienst, heimatferne Stationierung, Dienst auch in den Streitkr&auml;ften. Deutlich wird die unmenschliche Situation der Wehrdienstleistenden, das System der Leibeigenschaft und krassen Gewalt in der russischen Armee, in der sich mehr als 1000 Wehrpflichtige/Jahr selbst t&ouml;ten. Erstmalig sitzen hier im Rahmen des Petersburger Dialogs NGO-Vertreter und Vertreter von Ministerien (Arbeit und Verteidigung) an einem Tisch. Zur deutschen Delegation geh&ouml;ren Bisch&ouml;fin Margot K&auml;smann (Pr&auml;sidentin der Zentralstelle KDV), Zivildienstexperten, die Ex-MdB Helmut Lippelt (Gr&uuml;ne) und Karl-Heinz Hornhues (CDU) sowie der Bundeswehrgeneral Keerl (mit reichlich Bosnien- und Mazedonien-Erfahrung).</p>
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