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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Bei Jugendlichen, die in den Ferien was Besonderes leisten: Workcamp in Riga und Sommerakademie in Salem</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afrika + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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            Bei Jugendlichen, die in den Ferien was Besonderes leisten: Workcamp in Riga und Sommerakademie in Salem         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 7. August 2012 23:59:20 +02:00 (116483 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p><img style="float: left; margin: 5px;" title="Mit Jugendlichen in Riga" src="images/article/P1070454.JPG" alt="Mit Jugendlichen in Riga" width="250" />Bei Dreharbeiten in Riga fÃ¼r die Dokumentation &quot;Verschollen in Riga&quot; interviewte ich mehrere Jugendliche eines Workcamps des Volksbundes Deutsche KriegsgrÃ¤berfÃ¼rsorge. Im Salem International College am Bodensee referierte ich bei der 7. Sommerakademie &quot;Talent im Land - Stipendien fÃ¼r begabte Zuwanderer&quot;. Hier der Bericht von hoffnungsvollen Begegnungen.</p></div>
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<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Bei Jugendlichen, die in den Ferien was Besonderes leisten: Workcamp in Riga und Sommerakademie in Salem</span></strong></p>
<p><strong>In der lettischen Hauptstadt Riga</strong> traf ich auf deutsche und lettische Jugendliche, die dort in einem 14-tÃ¤gigen Workcamp des <em>Volksbundes Deutsche KriegsgrÃ¤berfÃ¼rsorge/Landes-verband Bremen</em> GrÃ¤ber von Naziopfern und Soldaten pflegten. Der Bremer Landesverband fÃ¼hrt in Lettland Workcamps seit inzwischen 20 Jahren durch. Dass die Bundeswehr dies durch Stellung von Bus und Fahrer sowie Sonderurlaub fÃ¼r einen Teamer unterstÃ¼tzt, ist anerkennenswert. (<a href="http://www.volksbund.de/bremen/bremen-jugendarbeit.html">www.volksbund.de/bremen/bremen-jugendarbeit.html</a> )</p>
<p>Anlass meines inzwischen ca. 15. Rigabesuches seit 1989 waren die Dreharbeiten fÃ¼r die Dokumentation â€ž<strong><em>Verschollen in Riga</em></strong><em> - Die Deportationen ins Â´Reichsjudenghetto`</em>&quot;, Buch und Regie JÃ¼rgen Hobrecht, Produktion Polis Film. UnterstÃ¼tzt wird das Projekt u.a. von etlichen StÃ¤dten des Deutschen Riga-Komitees, dem Volksbund und insbesondere dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe. 1991 hatte ich JÃ¼rgen bei einem ersten Dokumentarfilm Ã¼ber die Deportation der westfÃ¤lischen Juden nach Riga unterstÃ¼tzt. Damals begleiteten wir Frau O. und Herrn A., die 1941 von OsnabrÃ¼ck aus nach Riga verschleppt worden waren und nach 50 Jahren erstmalig an die dÃ¼steren Orte ihrer Jugend zurÃ¼ckkehrten - zum Beispiel die damalige <em>Bielefelder StraÃŸe</em> zwischen <em>Leipziger und KÃ¶lner</em> StraÃŸe.</p>
<p>Mit dem einheimischen Kameramann Sascha und dem Tonmann Artur, zwei sehr professionellen, einsatzfreudigen und frÃ¶hlichen jungen MÃ¤nnern, begleiteten wir nun zwanzig Jugendliche zu den verschiedenen Orten des Naziterrors in Riga: Rangierbahnhof Skirotava, ehemaliges Ghetto, GedenkstÃ¤tten Rumbula und Salaspils. Im Wald von Bikernieki erinnern 55 MassengrÃ¤ber und eine eindringliche, vom Volksbund 2001 errichtete GedenkstÃ¤tte an die weit Ã¼ber 30.000 hier ermordeten Menschen, darunter Tausende aus Deutschland. Hier interviewte ich acht der Jugendlichen, die sehr offen, lebhaft und Ã¼berzeugend Ã¼ber ihre BeweggrÃ¼nde und EindrÃ¼cke sprachen. AusfÃ¼hrliche Interviews fÃ¼hrte der Filmautor auch mit Dr. Alexander Bergmann, 87 Jahre, langjÃ¤hriger Vorsitzender des Vereins der ehemaligen jÃ¼dischen Ghetto- und KZ-HÃ¤ftlinge Lettlands, und Margers Vestermanis, 87 Jahre, BegrÃ¼nder und langjÃ¤hriger Direktor des Museums â€žJuden in Lettland&quot;, zu dessen frÃ¼hen UnterstÃ¼tzern ich gehÃ¶re. (<a href="http://www.jewishmuseum.lv/">www.jewishmuseum.lv</a>) Hier begegnete ich auch Mitchell Lieber aus Chicago, der vor mehr als zehn Jahren die Seite <a href="http://www.rumbula.org/">www.rumbula.org</a> aufgebaut hat und nun an dem Filmprojekt â€ž<em>Rumbula`s Echo</em>&quot; Ã¼ber die Ermordung der Rigaer Juden arbeitet. (<a href="http://www.rumbulasecho.org/">www.rumbulasecho.org</a> )</p>
<p><strong>Im Salem International College</strong> in Ãœberlingen/Bodensee war ich direkt anschlieÃŸend Referent bei der 7. Sommerakademie â€ž<em>Talent im Land Baden-WÃ¼rttemberg und Bayern</em>&quot;/SchÃ¼lerstipendien fÃ¼r begabte Zuwanderer. Die Ã¼ber 80 Jugendlichen aus Ã¼ber 20 LÃ¤ndern beschÃ¤ftigen sich mit â€žGerechtigkeit - Alles was Recht ist? Auftrag, Anspruch, Wirklichkeit&quot; aus den Perspektiven der Wirtschaft, Politik, Medien, Jura, Medizin, Umwelttechnologien. Die Stipendiaten werden von erfahrenen Dozenten auf dem Niveau der ersten UniversitÃ¤tssemester angeleitet. In â€žmeiner&quot; Projektgruppe â€žPolitik&quot; befassten sich Jugendliche aus Afghanistan, Irak, Iran, Israel, Kroatien, Kasachstan, Russland, Sri Lanka und TÃ¼rkei mit der internationalen Schutzverantwortung (R2P), den konkreten FÃ¤llen Libyen und Syrien, mit Interventionen und KrisenbewÃ¤ltigung sowie dem Atomwaffensperrvertrag und Iran. Moderiert von Julika Bake und Dr. Andreas Bock von der Uni Augsburg (Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung) erlebte ich hier ein buntes, diskussionsfreudiges und hoch intelligentes VÃ¶lkergemisch mit bestem Deutsch, viel Initiative, KreativitÃ¤t und vor allem Lachen. TrÃ¤ger des Stipendienprogramms sind die Robert Bosch Stiftung, die Baden-WÃ¼rttemberg-Stiftung, die Stiftung Bildungspakt Bayern und das Bayerische Kultusministerium. In den beiden LÃ¤ndern werden jeweils Ã¼ber 150 Stipendiaten gefÃ¶rdert. <a href="http://www.bosch-stiftung.de/talentimland">www.bosch-stiftung.de/talentimland</a></p>
<p>Â </p>
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<p>Â </p></div>


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