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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Stefan Feller (NRW) zum leitenden Polizeiberater des VN-GeneralsekretÃ¤rs ernannt: Herzlicher GlÃ¼ckwunsch! Politische Verpflichtung!</title>
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    <span class="xar-mod-title">Irak + Artikel von Winfried Nachtwei fÃ¼r Zeitschriften u.Ã¤.</span>

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                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=39%2B86">All of these categories</a>
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        <h1>
            Stefan Feller (NRW) zum leitenden Polizeiberater des VN-GeneralsekretÃ¤rs ernannt: Herzlicher GlÃ¼ckwunsch! Politische Verpflichtung!         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 4. Mai 2013 17:41:46 +02:00 (28208 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Seit vielen Jahren gehÃ¶rt Stefan Feller zu den erfahrensten deutschen Polizisten in Leitungsfunktionen bei Internationalen Friedensmissionen. Jetzt wechselt er auf die hÃ¶chste Position, die ein deutscher Polizist je in der VN-Welt eingenommen hat. Ich durfte ihm mehrfach begegnen. Seine Ernennung ist hÃ¶chst verdient - und eine Verpflichtung fÃ¼r deutsche Politik, sich nicht mit 17 Polizisten fÃ¼r VN-Friedensmissionen zufrieden zu geben.</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--></p>
<h3>Stefan Feller zum leitenden Polizeiberater des VN-GeneralsekretÃ¤rs ernannt: Â GlÃ¼ckwunsch dem hoch-erfahrenen Polizisten, Verpflichtung fÃ¼r deutsche VN-Politik!</h3>
<p>Â </p>
<p>Am 18. April 2013 ernannte VN-GeneralsekretÃ¤r Ban Ki-Moon Stefan Feller zum Leiter der Abteilung VN-Polizei im Department of Peacekeeping Operations im VN-Hauptquartier. (<a href="http://www.un.org/en/peacekeeping/sites/police/">www.un.org/en/peacekeeping/sites/police/</a> ) Er folgt Ann-Marie Orler aus Schweden. Der leitende Polizeidirektor Stefan Feller aus NRW gehÃ¶rt zu den erfahrensten deutschen Polizisten in Leitungsfunktionen bei Internationalen Polizeimissionen. Von 2000 bis 2004 war er erst stellvertretender, dann Leiter der UNMIK-Police im Kosovo. Diese Mission hatte Exekutivaufgaben und umfasste in 2000 4.700, in 2004 noch 3.500 Polizisten aus 48 Nationen, davon 280 aus Deutschland. 2004 bis 2008 leitete er den Polizeistab beim Generalsekretariat des Rates der EU bzw. die operative Einheit im EuropÃ¤ischen AuswÃ¤rtigen Dienst, von 2008-2012 schlieÃŸlich die EU-Polizeimission in Bosnien-Herzegowina. Im Oktober 2012 spielte Stefan Feller eine maÃŸgebliche Rolle bei der â€žHigh-Level Conference on International Police Peacekeeping&quot; von AA und BMI in Berlin, an der Ã¼ber 100 VN-Mitgliedsstaaten teilnahmen.</p>
<p><strong>Wachstum bei Internationalen Polizeimissionen</strong>: Seit Jahren gewinnt die Polizeikomponente bei VN-Friedensmissionen an Bedeutung und Umfang: 1988 waren 35 Polizisten im VN-Einsatz, 1994 1.677, 2000 5.840. Ende MÃ¤rz 2013 gehÃ¶rten zu den 15 VN-gefÃ¼hrten Missionen 12.551 internationale Polizisten neben 77.900 Soldaten, 1.800 MilitÃ¤rbeobachtern, 16.800 Zivilpersonen (davon 11.700 lokale MitarbeiterInnen).</p>
<p>Die Ernennung von Stefan Feller zum hÃ¶chsten VN-Polizeiberater ist hochverdient und eine Anerkennung fÃ¼r in Internationalen Polizeimissionen durchweg sehr angesehene deutsche Polizisten insgesamt. Aber die Ernennung ist kein Grund zu politischer Selbstzufriedenheit. Denn die deutsche personelle UnterstÃ¼tzung fÃ¼r Internationale Polizeimissionen (und VN-gefÃ¼hrte Friedensmissionen generell) ist Ã¼beraus dÃ¼rftig:</p>
<p><strong>Deutscher RÃ¼ckstand und Nachholbedarf</strong>: Am 31. MÃ¤rz stellte Deutschland von den 12.500 VN-Polizisten ganze 17 - und nahm damit den 54. Platz der Personalsteller ein (Soldaten 176, Platz 41)! Diese reale VernachlÃ¤ssigung VN-gefÃ¼hrter Missionen widerspricht dem VN-Bedarf, dem Anspruch deutscher Politik und Kernkompetenz und ist durch nichts zu rechtfertigen. Mit anderen Worten:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Die Ernennung des deutschen Spitzenpolizisten an die Spitze des VN-Hauptquartiers ist vor allem eine Verpflichtung fÃ¼r deutsche Politik, fÃ¼r Bund und LÃ¤nder, umfassender und ausdauernd zu Internationalen Polizeimissionen beizutragen. Entsprechend der Grunderfahrung, dass die Vereinten Nationen nur so stark sind, wie die Mitgliedsstaaten dafÃ¼r die Voraussetzungen schaffen.</span></p>
<p>Â </p>
<p><strong>RÃ¼ckblicke</strong>: Auf dem Balkan und in Berlin durfte ich Stefan Feller mehrfach begegnen. Dabei lernte ich seine besondere Kompetenz, reiche internationale Erfahrung, seine Bodenhaftung, Offenheit und Herzlichkeit kennen. Sehr deutlich erinnere ich mich an Begegnungen im Kosovo, wo er viel dichter und nÃ¼chterner an der realen Konfliktlage dran war als so mancher KFOR-General - zum Beispiel am 16. MÃ¤rz 2004 in den Stunden vor Ausbruch der MÃ¤rzunruhen.</p>
<h3>Auszug aus meinem Reisebericht â€žPolizeimissionen auf dem Balkan - Gewaltexplosion im Kosovo&quot; MÃ¤rz 2004 (<a href="http://www.nachtwei.de/downloads/civpol_eu_un_04_2004.pdf">www.nachtwei.de/downloads/civpol_eu_un_04_2004.pdf</a> )</h3>
<p>â€žSofort nach Eintreffen in Pristina am Mittag des 16. MÃ¤rz erfahren wir von den sich seit Wochen hÃ¤ufenden <strong>gewalttÃ¤tigen ZwischenfÃ¤llen</strong>. Im Gang zum UNMIK-Polizeichef hÃ¤ngen vor dem BÃ¼ro eines Mitarbeiters Kleinplakate, die Martin Luther King vor einem Foto mit Mahatma Gandhi zeigen und zwei Zitaten von ihnen in Englisch und Albanisch:</p>
<p>â€ž (...) Intolerance is violence to the intellect and hatred in violence to the heart.&quot; (Gandhi 1942) &quot;World peace through nonviolent means is neither absurd nor unattainable. All other methods have failed. Thus we must begin anew. Nonviolence is a good starting point. Those of us who believe in this method can be voices of reason, sanity, and understanding amid the voices of violence, hatred, and emotion. We can very well set a mood of peace out of which a system of peace can be built.&quot; (King 1964)</p>
<p><em>Am 6.3. wurden am Zaun des UN-Hauptquartiers in Pristina 4,5 kg TNT gefunden. Am vergangenen Freitag, 12.3., wurde ein Handgranatenanschlag auf das Haus von PrÃ¤sident Rugova verÃ¼bt. Am gestrigen Montagabend (15.3.) wurde in der serbischen Enklave Caglavica, unmittelbar sÃ¼dlich Pristina, ein serbischer NeunzehnjÃ¤hriger mutmaÃŸlich von albanischen TÃ¤tern durch mehrere SchÃ¼sse schwer verletzt und in das serbische Krankenhaus in Nord-Mitrovica eingeliefert. Seitdem besteht kein Zugang zu ihm, ist also auch die weitere AufklÃ¤rung des Tathergangs (ob ethnischer oder â€žnormal&quot; krimineller Hintergrund) behindert.</em></p>
<p><em>In CaglavicaÂ  wurde daraufhin die VerbindungsstraÃŸe nach Skopje (Skopje-Highway) blockiert. In der nahen, grÃ¶ÃŸeren Enklave Gracanica kam es ebenfalls zu StraÃŸenblockaden. KFOR, UNMIK-Police und Kosovo Police Service (KPS) sind vor Ort. Der Vorwurf ging um, KFOR und UNMIK kÃ¶nnten nicht den Schutz der serbischen Minderheit garantieren. UN- und KFOR-Fahrzeuge wurden mit Steinen beworfen. Heute Vormittag wurde eine Mercedes-Niederlassung demoliert, die sich in Besitz eines Albaners befindet.</em></p>
<p><em>Am heutigen Dienstag fanden landesweit an 27 Orten Demonstrationen gegen die Verhaftung von UCK-â€žKriegshelden&quot;, de facto mutmaÃŸlichen Kriegsverbrechern, statt. Organisiert wurden sie von dem â€žVeteranenverband&quot; der UCK. Die ca. 2.500 Demonstranten in Pristina haben sich inzwischen aufgelÃ¶st. In Prizren waren Parolen zu hÃ¶ren wie â€žunsere Waffenlager sind voll, unsere Geduld geht zu Ende, nieder mit den Vereinten Nationen!&quot; Der BÃ¼rgermeister wurde bedroht, die LDK sei eingeschÃ¼chtert. Die Organisatoren hÃ¤tten Geld, steckten alle in der Organisierten KriminalitÃ¤t.</em></p>
<p>An KFOR ging von UNMIK die Anforderung, landesweit ihre PrÃ¤senz voll hochzufahren. Zzt. laufe ein Prozess der Polarisierung und Fragilisierung, die Lage sei zerbrechlich. Man hat kein gutes GefÃ¼hl, da laufe mehr als Mobilisierung fÃ¼r den Wahlkampf.</p>
<p>Demo-Lagen dÃ¼rfen sich nicht vermischen. Dabei sei das Versammlungsrecht sehr â€žpolizeifreundlich&quot;. KFOR sei bei Bedarf immer schnell vor Ort, binnen einer halben Stunde. Ein taktischer Nachteil seien die wenigen Hubschrauber.&quot;</p>
<p>Â </p>
<p><strong>Drei Monate spÃ¤ter Feier â€ž10 Jahre AuslandseinsÃ¤tze der Polizei NRW&quot; im Bildungs-zentrum BrÃ¼hl des Instituts fÃ¼r Aus- und Fortbildung der Polizei NRW am 19. Juni 2004 (</strong><a href="http://www.nachtwei.de/index.php/articles/507"><strong>www.nachtwei.de/index.php/articles/507</strong></a><strong> )</strong></p>
<p>â€žDas Festzelt ist mit Fototransparenten geschmÃ¼ckt, die verschiedene Motive mit NRW-Polizisten auf dem Balkan und in Afghanistan zeigen: im GesprÃ¤ch mit zwei alten Kosovaren,Â Â  gemeinsame Streife mit indischen und kosovarischen Polizisten, <span style="text-decoration: underline;">UNMIK-Police-Commander Stefan Feller - Deutschlands Spitzen-UN-Polizist.</span></p>
<p>Eine Ausstellung im GebÃ¤ude 9 gibt einen <strong>Ãœberblick Ã¼ber die AuslandseinsÃ¤tze</strong> der deutschen Polizeien und die Beteiligung von NRW dabei.</p>
<p>Am 13. Oktober 1994 reisten erste Beamte aus NRW nach Mostar, um den Aufbau einer multiethnischen Polizei zu unterstÃ¼tzen.</p>
<p>Im Auftrag von Vereinten Nationen, OSZE oder EU helfen sie als Berater, Ausbilder, Beobachter - im Kosovo auch mit Exekutivbefugnis - beim Aufbau einer rechtsstaatlichen Polizei. Wo militÃ¤rische Friedensmissionen â€žvon auÃŸen&quot; fÃ¼r Abwesenheit militÃ¤rischer Gewalt sorgen, arbeiten multinationale Polizeimissionen fÃ¼r selbsttragende Sicherheitsstrukturen. Angesichts eines ganz anderen â€žRechtsbewusstseins&quot;, der meist hohen Gewaltbereitschaft, der Verbreitung von Kleinwaffen, der StÃ¤rke der Organisierten KriminalitÃ¤t ist das eine regelrechte Sisyphusarbeit. FÃ¼r externes Nation (State) Building sind Polizeimissionen ein SchlÃ¼sselprojekt von strategischer Bedeutung.</p>
<p>Insgesamt kamen NRW-PolizistInnen mehr als 750mal zum Einsatz, etliche von ihnen mehrmals. Zurzeit sind 267 deutsche PolizeibeamtInnen in VN-EinsÃ¤tzen und 93 in EU-MissionenÂ  in Bosnien-Herzegowina und Mazedonien. NRW stellt mit 61 BeamtInnen das grÃ¶ÃŸte Kontingent.</p>
<p>Abgeschlossen sind folgende Missionen:</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  WEU Mostar 1994-1996, aus NRW 55 Beamte;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  UN-Mission in Bosnien-Herzegowina (UNMIBH) 1996-2002 295;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  MAPE in Albanien 1997-2001 12;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  Kosovo Verification Mision KVM 1998 bis MÃ¤rz 1999;</p>
<p>Laufende Missionen sind:</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  EU-Polizeimission EUPM mit 16 NRW (72 DEU, 550 insgesamt);</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  -UN-Mission im Kosovo UNMIK mit 35 aus NRW (278 DEU, 3.531 aus 47 Nationen insgesamt), 7-Tage-Woche;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  EU-Mission in Mazedonien PROXIMA mit 4 NRW (20 DEU, 127 insgesamt, Soll 210);</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  Beratermission in Afghanistan mit 4 aus NRW (23 insgesamt aus DEU);</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  UN-Mission in Georgien UNOMIG mit 1 aus NRW (4 aus DEU, 11 insgesamt)&quot;</p>
<p>-</p>
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<p>Â </p>
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