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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Einladung: RIGA-Vortrag am 13.12. im Rathaus MÃ¼nster</title>
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    <span class="xar-mod-title">Irak + Artikel von Winfried Nachtwei fÃ¼r Zeitschriften u.Ã¤.</span>

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        <h1>
            Einladung: RIGA-Vortrag am 13.12. im Rathaus MÃ¼nster         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 9. Dezember 2011 20:10:27 +02:00 (26361 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Am 13.12.1941, genau vor 70 Jahren, wurden 390 jÃ¼dische Frauen, MÃ¤nner und Kinder nach Riga im besetzten Lettland deportiert. Damit begann der Massenmord an den frÃ¼heren jÃ¼dischen Nachbarn von nebenan. HierÃ¼ber berichtet W. Nachtwei in seinem bebilderten Vortrag am 13.12. um 20.00 Uhr im Rathaus MÃ¼nster. Die Einladung ...</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <mce:style><!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} --> <!--[endif] --><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--></p>
<p align="center"><strong>EINLADUNG</strong></p>
<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">Vor 70 Jahren: Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga</span></strong></p>
<p align="center">Vortrag von Winfried Nachtwei am</p>
<p align="center">Dienstag, 13.12.2011, 20.00 Uhr im Rathaus MÃ¼nster</p>
<p align="center">(Veranstalter: â€žGegen Vergessen - FÃ¼r Demokratie&quot;, Gesellschaft fÃ¼r Christlich-JÃ¼dische</p>
<p align="center">Zusammenarbeit MÃ¼nster, Geschichtsort Villa ten Hompel)</p>
<p>Andere Themen scheinen aktueller und dringlicher zu sein. Nach fast 50 Jahren Vergessen und VerdrÃ¤ngen ist dieses Thema anders aktuell.</p>
<p>Am 13. Dezember 1941 verlieÃŸ ein Deportationszug mit 390 Frauen, MÃ¤nnern und Kindern aus MÃ¼nster und dem MÃ¼nsterland den GÃ¼terbahnhof MÃ¼nster. Nachdem in OsnabrÃ¼ck 200 und in Bielefeld 420 weitere Menschen in den Zug gezwungen worden waren, fuhr er Richtung Riga. Dort, im â€žReichsjudenghetto&quot;, im KZ Salaspils und Wald von Bikernieki begann der Massenmord an den jÃ¼dischen Menschen aus MÃ¼nster, aus Westfalen und anderen Teilen Deutschlands.</p>
<p>In den Tagen zuvor waren ZÃ¼ge mit jeweils 1000 Menschen aus Berlin, NÃ¼rnberg, Stuttgart, Hamburg, KÃ¶ln, Kassel und DÃ¼sseldorf nach Riga gefahren, am 15.12. folgte ein Zug aus Hannover, am 27.1.1942 einer aus Dortmund.</p>
<p>Ihr Schicksal war Ã¼ber viele Jahrzehnte weitgehend unbekannt. Die vielen MÃ¶rder und Helfershelfer kamen Ã¼berwiegend ungeschoren davon. Vor 22 Jahren stieÃŸ ich im noch sowjetischen Riga auf die Spuren der Deportierten und lernte Ãœberlebende von Ghetto und KZ kennen. Im Dezember 1989 berichtete ich im Regenbogensaal der GrÃ¼nen in MÃ¼nster erstmalig in einem Diavortrag von dieser Spurensuche.</p>
<p>1991 fanden in etlichen deutschen StÃ¤dten erste Erinnerungsveranstaltungen an die verschollenen, frÃ¼heren Nachbarn statt. Wo in Riga KEIN WORT an die Deportierten erinnerte, wo der deutsche Staat ehemaligen AngehÃ¶rigen der lettischen Waffen-SS eine Kriegsversehrtenrente zahlte, Ãœberlebende von Ghetto und KZ aber KEINE MARK aus Deutschland bekamen, startete ich zusammen der ZEIT-Journalistin Marianna ButenschÃ¶n eine Kampagne fÃ¼r eine â€žwÃ¼rdige EntschÃ¤digung der Holocaust-Ãœberlebenden&quot; und zusÃ¤tzlich eine Spendensammlung fÃ¼r ein Mahnmal in Riga. Die Fraktionen im Rat der Stadt MÃ¼nster, OsnabrÃ¼ck und Bielefeld und ihre OberbÃ¼rgermeister gehÃ¶rten zu den ersten UnterstÃ¼tzern.</p>
<p>Anfang 1998 konnte endlich eine staatliche â€žEntschÃ¤digungszahlung&quot; fÃ¼r die ehemaligen Ghetto- und KZ-HÃ¤ftlinge in Osteuropa durchgesetzt werden. Am 30. November 2001 wurde in Riga Bikernieki eine wÃ¼rdige GedenkstÃ¤tte eingeweiht, die mit Hilfe des Volksbundes Deutscher KriegsgrÃ¤berfÃ¼rsorge und von im Deutschen Riga-Komitee zusammen geschlossenen 13 Herkunftsorten der Deportierten errichtet worden war. AnlÃ¤sslich des zehnjÃ¤hrigen Bestehens des Riga-Komitees (inzwischen fast 40 Orte) besuchten im Juli 2010 ReprÃ¤sentanten von 24 deutschen StÃ¤dten Riga. MÃ¼nster gehÃ¶rt zu den GrÃ¼ndungsmitgliedern des Riga-Komitees. Delegationen aus MÃ¼nster nahmen an den Gedenkfeiern 2001 und 2010 teil.</p>
<p>Den bebilderten Vortrag hielt ich inzwischen ca. 120 mal in mehr als 50 StÃ¤dten, in den letzten Wochen in GÃ¼tersloh, Duisburg, Hamburg, Hannover, Ulm, Stuttgart, Berlin, Moers und Bielefeld.</p>
<p>Nachdem vor 70 Jahren die meisten Menschen WEGSAHEN, als ihre frÃ¼here jÃ¼dischen Nachbarn verschwanden, wÃ¤re es gut, wenn anlÃ¤sslich des 70. Jahrestages mÃ¶glichst viele MÃ¼nsteranerinnen und MÃ¼nsteraner ins Rathaus kÃ¤men - zum HINSEHEN.</p>
<p><strong>Bei den VortrÃ¤gen werbe ich um UnterstÃ¼tzung fÃ¼r das Spendenkonto â€žRiga&quot; des Ehepaar Hanna und Wolf Middelmann aus GÃ¶ttingen: Seit 1993 (!) sammeln sie zu Gunsten der immer weniger Ãœberlebenden von Ghetto und KZ in Baltikum und bauten bei inzwischen 36 Besuchen herzliche Beziehungen zu ihnen auf: 100 499 433 bei Sparkasse GÃ¶ttingen (BLZ 260 500 01)</strong></p>
<p>Â </p></div>


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