    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei in &quot;Strategie &amp; Technik&quot;: Letzte Chance fÃ¼r Afghanistan?</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;ptid=1&amp;catid=36-81-120&amp;aid=844</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap&amp;ptid=1">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Internationale Politik und Regionen + Afghanistan + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=135">Asien</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=36">Afghanistan</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=81">Bericht</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120-36-81">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120%2B36%2B81">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Nachtwei in &quot;Strategie &amp; Technik&quot;: Letzte Chance fÃ¼r Afghanistan?         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 17. April 2009 14:45:43 +02:00 (173395 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Folgenden Beitrag verfasste Winfried Nachtwei fÃ¼r die Zeitschrift &quot;Strategie &amp; Technik&quot;:</p></div>
            <div>    <h3>Letzte Chance in Afghanistan?</h3>
<p>Winfried Nachtwei MdB, Obmann der Bundestagsfraktion BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen im Verteidigungsausschuss und im Unterausschuss AbrÃ¼stung und RÃ¼stungskontrolle</p>
<p>Die WÃ¤hlerregistrierung in Afghanistan lief viel ungestÃ¶rter als erwartet. In der Nordprovinz Balkh gingen 2008 die SicherheitsvorfÃ¤lle um sieben Prozent zurÃ¼ck, in Sah Pul sogar um 87 Prozent auf zwei VorfÃ¤lle. FÃ¼r dieses Jahr erwartet die UN- DrogenbehÃ¶rde einen weiteren RÃ¼ckgang von AnbauflÃ¤che und Opiumproduktion, einen Anstieg der mohnfreien Provinzen im Norden und Zentrum von 18 auf vielleicht 22. Die politischen Beziehungen zwischen Kabul und Islamabad haben sich deutlich verbessert. Das alles sind gute Nachrichten, die viel zu wenig Beachtung finden und als Chancen genutzt werden.</p>
<p>Die werden aber von Ã¤uÃŸerst beunruhigenden Trends Ã¼berschattet. Dass diese regional sehr verschieden ausgeprÃ¤gt sind, ist nur ein befristeter Trost. Anfang MÃ¤rz Ã¼berschritt die Zahl der SicherheitsvorfÃ¤lle pro Woche die 200. Im Vorjahr wurde diese Marke Ende Mai Ã¼berschritten. In den ersten neun Monaten 2008 stiegen die SicherheitsvorfÃ¤lle im Vergleich zum Vorjahrszeitraum in Kandahar um 54 Prozent auf 820, in Helmand um 188 Prozent auf 490, in den Kabul-Anrainer-Provinzen Wardak um 47 Prozent auf 241, Kapsia um 162 Prozent, in der Nordwestprovinz Badghis um 163 Prozent auf 121 und in Kunduz um 291 Prozent auf 125. Die Attacken auf RegierungsangehÃ¶rige nahmen um 124 Prozent zu, â€žsurface-toair fire&quot; um 67 Prozent. Der Anstieg der Zivilopfer im Jahr 2008 gegenÃ¼ber 2007 um 40 Prozent auf Ã¼ber 2 000 Menschen ist ein Menetekel.<br />Die AufstÃ¤ndischen gewinnen an Kampfkraft, auch wenn ISAF, ANSF und OEF auf taktischer Ebene praktisch immer â€žsiegen&quot;. Die fÃ¼r Regierungsvertreter und Hilfsorganisationen unzugÃ¤nglichen Gebiete wachsen. Eine breite EinschÃ¼chterungs- und Terrorkampagne zielt darauf, die BevÃ¶lkerung von der Zusammenarbeit mit ISAF und der Regierung abzuschrecken.<br />Die politische UnterstÃ¼tzung fÃ¼r die Taliban verharrt weiterhin auf niedrigem Niveau. Allerdings sinkt das Vertrauen der BevÃ¶lkerung in Regierung und Internationale. In Teilen des Landes scheint der Kampf um KÃ¶pfe und Herzen zurzeit verloren. In anderen Regionen verbreitet sich die abwartende Haltung des â€žfence sitting&quot;. Wo sich eine solche â€žNeutralitÃ¤t&quot; verfestigt, kann eine Aufstandsbewegung nicht eingedÃ¤mmt werden, ist die Niederlage eine Frage der Zeit.</p>
<p>Die Gewaltspirale dreht sich mit einer Dynamik, die politisch nur noch begrenzt durchzuhalten ist. Wie sie gestoppt und umgedreht werden kann, wie der Kampf um LegitimitÃ¤t in diesem Wahljahr bestanden werden kann, ist die strategische SchlÃ¼sselfrage. Die neue US-Administration stellt sich diese Frage mit Nachdruck. Bei der MÃ¼nchner Sicherheitskonferenz war der Wille zur Repolitisierung der US- Afghanistanpolitik und zu einer umfassenden StrategieÃ¼berprÃ¼fung unÃ¼berhÃ¶rbar.<br />Richtigerweise steht der regionale Ansatz einer KonflikteindÃ¤mmung zusammen mit Pakistan, Iran, Indien und anderen Anrainern an erster Stelle.</p>
<p>Die Ernennung des diplomatischen Schwergewichts Richard Holbrooke zum US-Sonderbeauftragten fÃ¼r AFPAK, die Initiierung einer Internationalen Afghanistan-Konferenz unter Einbeziehung der Afghanistan- Anrainer sind wichtige erste Schritte.</p>
<p>Ein unideologischer Realismus zeigt sich in der differenzierten Wahrnehmung der AufstÃ¤ndischen und dem forcierten BemÃ¼hen um politische KonfliktlÃ¶sungen mit denjenigen, die potenziell ansprechbar sind, aber auch in der Suche nach erreichbaren und Ã¼berprÃ¼fbaren Aufbauzielen. Nachdem die Staatengemeinschaft zu lange nur den top-down-Ansatz (FÃ¶rderung zentralstaatlicher Institutionen) verfolgt hatte, geht jetzt endlich der Blick mehr auf lokale Strukturen und Akteure. Hier war Ã¼brigens deutsche Politik mit FÃ¶rderung des Tribal Liaison Office seit 2003 Ã¼ber die Heinrich BÃ¶ll Stiftung ausgesprochen weitsichtig.</p>
<p>Die begonnene Aufstockung des US-Kontingents um mindestens 17 000 Soldaten ist eine zwiespÃ¤ltige Angelegenheit. Sie soll schwache PrÃ¤senzen in der Umgebung Kabuls stÃ¤rken, das â€žhold and build&quot; in den Distrikten nach dem â€žclear&quot; ermÃ¶glichen und LuftwaffeneinsÃ¤tze zur UnterstÃ¼tzung von Bodentruppen reduzieren. Wenn die US-Truppen vor Ort aber nicht den Schutz der BevÃ¶lkerung und den Respekt vor den Einheimischen praktizieren, dann werden mehr US-Soldaten nur auf viel mehr Krieg hinauslaufen. Eine â€žNebenfolge&quot; wird sein, dass AufstÃ¤ndische vor der amerikanischen MassivprÃ¤senz in SÃ¼den und Zentral nach Norden ausweichen werden.</p>
<p>Das AuswÃ¤rtige Amt hat mit der Ernennung von Botschafter MÃ¼tzelburg zum Sonderbeauftragten fÃ¼r Afghanistan und Pakistan auf die US-Initiativen reagiert. Diese gute, wenn auch nicht ressortgemeinsame Personalentscheidung kann nicht davon ablenken, dass die Bundesregierung noch nicht den Ernst der Lage erkannt zu haben scheint. Deutsche Afghanistanpolitik hat Grund zu Selbstbewusstsein, aber nicht zu Selbstgerechtigkeit. Als Mitglied des Verteidigungsausschusses erfahre ich immer wieder BeschÃ¶nigungen, Ausblendung der Gesamtentwicklung, Verzicht auf Zieldefinitionen und Wirkungsanalysen, insgesamt ein politisch halbherziges Engagement. Angesichts der gefÃ¤hrlichen AbwÃ¤rtsdynamik in Afghanistan ist das grob fahrlÃ¤ssig. GegenÃ¼ber den Millionen Afghanen, die immer noch ganz besonders auf Deutschland setzen, gegenÃ¼ber den Tausenden Soldaten und Hunderten Aufbauhelfern, Polizisten und Diplomaten aus Deutschland, die in Afghanistan Bewundernswertes leisten, ist das unverantwortlich.</p></div>
<p class="xar-quote">
Hin weis:&#160;
                <em>    <p>Der Beitrag lÃ¤sst sich <a href="downloads/pressespiegel/042009_strategie-und-technik_letzte-chance-fuer-afgh.pdf">hier</a> als PDF-Datei herunterladen.</p></em></p>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
