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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Kollaps der afghanischen SicherheitskrÃ¤fte, Regierung + Warlords, Taliban zurÃ¼ck an der Macht - Historische Niederlage des Westens</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afghanistan + ErklÃ¤rung nach Â§ 31 GOBT</span>

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                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=135">Asien</a>
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        <h1>
            Kollaps der afghanischen SicherheitskrÃ¤fte, Regierung + Warlords, Taliban zurÃ¼ck an der Macht - Historische Niederlage des Westens         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 17. August 2021 07:03:07 +01:00 (73165 Aufrufe)            </div>
            <div></div>
            <div>    <p>&nbsp;</p>
<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">Kollaps der afghanischen Sicherheitskr&auml;fte + Regierung, </span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">Taliban zur&uuml;ck an der Macht &ndash; Historische Niederlage des Westens</span></strong></p>
<p align="center">&nbsp;(laufend aktualisiert zur Sicherheitslage, Stand 15.-17.08.2021)</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Vorbemerkung</span></em><em>: Die Informationsquellen zur Lage in Afghanistan werden sp&auml;rlicher, der Propagandaanteil nimmt zu. Die folgende Zusammenstellung kann deshalb nur grobe Einblicke in die Lageentwicklung geben. Da die internationalen Medien zzt. ausf&uuml;hrlich das Chaos am Kabuler Flughafen und die internationalen Evakuierungsbem&uuml;hungen berichten und hier die Lage besonders dynamisch und un&uuml;bersichtlich ist, bringe ich dazu keine Berichte. Hier Links zu meinen <span style="text-decoration: underline;">Zusammenstellungen zur Sicherheitslage</span> seit Jahresbeginn: </em></p>
<p><em>- Zur Lage 09.-14.08. fallende Provinzhauptst&auml;dte), (<a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1715">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1715</a> </em></p>
<p><em>- Zur Lage August </em><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1713"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1713</em></a><em> mit j&uuml;ngstem SIGAR-Report</em></p>
<p><em>- Zur Lage Juli </em><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1709"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1709</em></a></p>
<p><em>- Zur Lage Juni&nbsp; </em><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1704"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1704</em></a></p>
<p><em>- Zur Lage April </em><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1691"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1691</em></a></p>
<p><em>- Zur Lage Feb / M&auml;rz </em><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1680"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1680</em></a></p>
<p><em>- Zur Lage Jan / <span style="text-decoration: underline;">Feb </span></em><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1677"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1677</em></a><em>. </em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Thomas Ruttig / taz 17.08,. &bdquo;Taliban &uuml;bernehmen Afghanistan: Die letzten Tage von Kabul &nbsp;</span></strong>Auf die Macht&uuml;bernahme der Taliban folgen Chaos und Angst: Pl&uuml;nderungen, Selbstzensur, Angriffe auf Frauen.</p>
<p>BERLIN <em>taz</em> | Die geordnete Macht&uuml;bergabe an die Taliban ist gescheitert. Der Plan der USA und der Regierung in Kabul, eine &Uuml;bergangsregierung unter ihrem Einschluss zu bilden, <a href="https://taz.de/US-Debatte-ueber-Afghanistan/!5789630/" target="_blank">brach zusammen</a>, bevor er zu Ende diskutiert werden konnte. Auch eine zweiw&ouml;chige Feuerpause, um die &Uuml;bergabe geordnet zu managen, kam nicht zustande. Stattdessen &uuml;bernahmen die Taliban ungehindert die alleinige Macht. Bereits am Abend sa&szlig; der Chef ihrer Milit&auml;rkommission, also der Quasiverteidigungsminister, Kari Salahuddin, im Kabuler Pr&auml;sidentenpalast.</p>
<p>Am Montag erkl&auml;rten sie den Krieg f&uuml;r beendet, das sie nun das gesamte Land kontrollierten. Das stimmt nicht ganz. Die kleine Provinz Pandschir n&ouml;rdlich von Kabul, als Anti-Taliban-Hochburg bekannt, ist wohl noch nicht besetzt.</p>
<p>Talibansprecher Muhammad Naim teilte gestern mit, die Bewegung w&uuml;rde mit der Regierungsbildung beginnen. Man wolle &bdquo;kein isoliertes Land&ldquo; regieren &ndash; ein Gespr&auml;chsangebot an die Weltgemeinschaft. Talibanvizechef Mullah Baradar sprach von einer &bdquo;offenen, inklusiven islamischen Regierung&ldquo;, ein Zeichen, dass auch Nichttaliban einbezogen werden sollen. Das k&ouml;nnte auch die Erkl&auml;rung daf&uuml;r sein, dass die erwartete Ausrufung eines islamischen Emirats noch nicht erfolgte.</p>
<p>Der Macht&uuml;bernahme der Taliban leistete Vorschub, dass der bisherige Pr&auml;sident Aschraf Ghani am Sonntagnachmittag das Land verlassen hatte. Unklar blieb, ob das eine Vorbedingung der Taliban f&uuml;r eine &Uuml;bergangsl&ouml;sung war oder der USA, die ihn schon lang nicht mehr unterst&uuml;tzten, oder eine <a href="https://taz.de/Abzug-aus-Afghanistan/!5789435/" target="_blank">&uuml;berst&uuml;rzte Flucht</a>. Mit seinen zwei engsten Vertrauten &ndash; dem nationalen Sicherheitsberater, Hamdullah Moheb, und seinem engsten Mitarbeiter, Fasl Fasli, lie&szlig; er sich zun&auml;chst nach Tadschikistan fliegen und von dort aus nach unbest&auml;tigten Berichten nach Oman. Ghani besitzt die US-Staatsb&uuml;rgerschaft, Moheb ist afghanisch-britischer und Fasli afghanisch-schwedischer Staatsb&uuml;rger.</p>
<p>Warlords und Regierungsmitglieder fl&uuml;chten ins Ausland</p>
<p>Aus den sozialen Medien schlagen Ghani nun Anschuldigungen entgegen, er sei mit gro&szlig;en Geldbetr&auml;gen ausgereist. Dazu kommen Wut &uuml;ber sein Scheitern nach Jahren gro&szlig;sprecherischer Pl&auml;ne und H&auml;me. Noch k&uuml;rzlich hatte Ghani erkl&auml;rt, er w&uuml;rde lieber im Amt sterben als fliehen.</p>
<p>Nach Ghanis Flucht entstand ein Dreierrat, der f&uuml;r sich in Anspruch nahm, mit den Taliban weiter &uuml;ber deren Macht&uuml;bernahme zu verhandeln &ndash; offenbar auch in der Hoffnung, dabei selbst weiter eine politische Rolle spielen zu k&ouml;nnen. Dazu geh&ouml;ren der fr&uuml;here Pr&auml;sident Hamid Karsai, der ber&uuml;chtigte Mudschaheddinf&uuml;hrer Gulbuddin Hekmatjar und Ghanis interner Hauptrivale Abdullah, zuletzt Vorsitzender des f&uuml;r Verhandlungen mit den Taliban zust&auml;ndigen Rats f&uuml;r Nationale Vers&ouml;hnung. Die Taliban haben bisher kein Zeichen ausgesandt, dass sie diesen Rat ernst nehmen. W&auml;hrenddessen haben sich f&uuml;hrende Warlords und Regierungsmitglieder ins Ausland gerettet.</p>
<p><em>Keine K&auml;mpfe in Kabul</em></p>
<p>Nach Ghanis Abreise l&ouml;sten sich die letzten Regierungsstrukturen auf. Darunter war die Polizei, die bis zum Abend aus dem Stadtbild Kabuls verschwand. Daraufhin kam es zu ersten Pl&uuml;nderungen und &Uuml;berf&auml;llen auf Passanten. Viele Teile Kabuls wurden &uuml;ber das vergangene Jahr zunehmend von kriminellen Netzwerken geplagt, die teilweise von hohen Politikern protegiert wurden. Sie versorgten sich offenbar mit Waffen der sich aufl&ouml;senden Polizei, oder Polizisten schlossen sich ihnen an. Das nahmen die Taliban zum Anlass, entgegen fr&uuml;heren Zusagen nach Kabul einzur&uuml;cken. Bereits am Sonntagabend hatten sie alle Polizeikommandanturen in Kabul &uuml;bernommen, einen ehemaligen Parlamentsabgeordneten als Polizeichef und einen Gouverneur aus den eigenen Reihen eingesetzt. Ab 21 Uhr galt eine n&auml;chtliche Ausgangssperre.</p>
<p>Gek&auml;mpft wurde in Kabul nicht, wie das Internationale Rote Kreuz gestern best&auml;tigte. Kontakte der taz in Kabul berichteten aus den Stadtteilen Kart-i-Nau im S&uuml;dosten und Chuschhal Mena im Wesen, dass einige Gesch&auml;fte wie B&auml;ckereien ge&ouml;ffnet, aber Banken noch geschlossen seien, die aber wieder Geld von der Zentralbank erhalten sollen. Autos w&uuml;rden zwar kontrolliert, aber nicht durchsucht. Dies gelte auch f&uuml;r weibliches Personal. Es wurde auch berichtet, Taliban suchten nach gepanzerten Fahrzeugen und solchen von Armee und Polizei, offenbar um sie zu beschlagnahmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich vereinzelt um Kriminelle handelt, die sich als Taliban ausgeben und die Angst der Bev&ouml;lkerung ausnutzen.</p>
<p><em>Angst vor den Taliban</em></p>
<p>Internet- und Stromversorgung liefen normal, damit auch weiter unabh&auml;ngige afghanische Onlinemedien. Der unabh&auml;ngige Sender Tolo in Kabul sei nach Waffen durchsucht worden; die Taliban h&auml;tten sie eingezogen, aber zugesichert, den Sender zu sch&uuml;tzen. Das berichtete Tolo &uuml;ber Twitter. Einige TV- und Radiosender h&auml;tten ihr Programm &bdquo;gem&auml;&szlig;igt&ldquo; und &bdquo;islamisiert&ldquo;, hie&szlig; es in sozialen Medien.</p>
<p>Eine Talibandelegation suchte den Gesundheitsminister Wahid Madschruh auf und ersuchte ihn, &bdquo;wie bisher&ldquo; weiterzuarbeiten. In Kundus sollen Beh&ouml;rdenmitarbeiterinnen von der Arbeit nach Hause geschickt worden sein, in Kabul Studentinnen. Es k&ouml;nne aber auch vorauseilender Gehorsam der Universit&auml;tsverwaltung sein. Ebenfalls auf sozialen Medien hie&szlig; es, die Furcht vor den Taliban &bdquo;vergifte&ldquo; bereits den &ouml;ffentlichen Raum. Frauen und M&auml;dchen w&uuml;rden von Passanten beschimpft, dass die Taliban &bdquo;wegen euch&ldquo; gekommen seien und sie jetzt &bdquo;disziplinieren&ldquo; w&uuml;rden.&ldquo; <a href="https://thruttig.wordpress.com/2021/08/17/taleban-beherrschen-afghanistan-wieder/">https://thruttig.wordpress.com/2021/08/17/taleban-beherrschen-afghanistan-wieder/</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">FAZ 16.08., &bdquo;Taliban nehmen Kabul ein &ndash; K&auml;mpfen w&auml;re sinnlos gewesen&ldquo; vpm Stefanie Glinski, </span></strong>Niemand leistet Gegenwehr, als die Taliban nach Kabul zur&uuml;ckkehren. Die Menschen f&uuml;rchten die Islamisten, zun&auml;chst aber die Gesetzlosigkeit &ndash; denn die Tore der Gef&auml;ngnisse stehen weit offen. (&hellip;)<a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/taliban-nehmen-kabul-ein-warum-kaempfen-sinnlos-gewesen-waere-17486559.html">https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/taliban-nehmen-kabul-ein-warum-kaempfen-sinnlos-gewesen-waere-17486559.html</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">TOLOnews 16.08., Kabul City Quiet, Residents Apprehensive First Day Under Taliban </span></strong></p>
<p><strong>The city of Kabul noticeably changed during its first day under the rule of the Taliban.</strong></p>
<p>The majority of shops, businesses, government institutions and offices were closed.</p>
<p>Traffic was sparse, but some residents traveled in private cars.</p>
<p>The public presence of women was noticeably reduced, with no large gatherings of women in the city, which would have been common on other days.</p>
<p>Speaking to TOLOnews, a number of residents said that the government institutions must reopen as soon as possible so that the people can carry on with their affairs.</p>
<p>Some Afghans expressed concern over the presence of illegal armed groups in the city.&nbsp;Some residents pledged&nbsp;to avoid leaving their homes.</p>
<p>Deh Afghanan is the main area in the city of Kabul and is usually very crowded, but on Monday it was quiet. (&hellip;)<a href="https://tolonews.com/index.php/afghanistan-174253">https://tolonews.com/index.php/afghanistan-174253</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">TOLOnews 16.08., &bdquo;Rapid Escape of Ghani, Afghan Leaders Harshly Criticized&ldquo;</span></strong></p>
<p><strong>The fleeing of former Afghan president Ashraf Ghani and his aides has been harshly criticized by Afghans who say Ghani played with the &quot;blood of the people&quot; and &quot;committed treason&quot; by abandoning his post after making pledges to stay. Other officials and political leaders were also taken to task for rapidly fleeing despite pledges to stay and fight to the end.</strong></p>
<p>Outraged Afghans noted that Ashraf Ghani, his deputies, ex-NSA Hamdullah Mohib and other officials had repeatedly spoken of remaining in the country, but they left even before the end of the foreign forces' mission in Afghanistan.&nbsp;</p>
<p>RIA news agency, quoting a Russian embassy official who in turn quoted witnesses, said that Ghani fled with four cars &quot;full of money&quot; and had to leave some money &quot;lying on the tarmac,&quot; Reuters reported, adding it &quot;could not independently confirm the veracity of his account immediately.&quot;</p>
<p>As the fighting intensified, Ghani and his aides pledged they would remain in the country. Ghani during a speech two weeks ago even criticized the Afghan king Amanullah, who reigned in the 1920s, for leaving the country.</p>
<p>&ldquo;Amanullah Khan is dear to me, you know it, but he escaped and left us alone. I will not escape,&rdquo; Ghani said.</p>
<p>&ldquo;They are welcome even if they come through force, but we will not leave,&rdquo; Mohib said last month.</p>
<p>Some former politicians and leaders also publicly vowed not to leave, making pledges that they would fight to the end. &nbsp;&nbsp;</p>
<p>&ldquo;If my bullets are finished, if I am arrested and I have a weapon and our people are around us, no force will be able to take me alive. Martyrdom is my pride,&rdquo; said Atta Mohammad Noor of Jamiat-e-Islami.</p>
<p>&ldquo;I will see martyrdom as an honor and I will not leave this country,&rdquo; said Marshal Abdul Rashid Dostum, head of Junbish-e-Milli.</p>
<p>Afghans speaking to TOLOnews said that these leaders should not have done this to the people. (&hellip;)<a href="https://tolonews.com/index.php/afghanistan-174252">https://tolonews.com/index.php/afghanistan-174252</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Thomas Ruttig / taz 15.08., &bdquo;Taliban &uuml;bernehmen die Kontrolle - Afghanistans bisherige Regierung streckt die Waffen. </span></strong>Gemeinsam mit den USA handelt sie die Macht&uuml;bergabe an die Taliban aus. <a href="https://taz.de/Praesident-Ghani-hat-Afghanistan-verlassen/!5793771/">https://taz.de/Praesident-Ghani-hat-Afghanistan-verlassen/!5793771/</a></p>
<p>In Afghanistans Hauptstadt Kabul hat die US-Regierung offenbar eine <a href="https://taz.de/Nachrichten-aus-Afghanistan/!5793725/" target="_blank">kampflose Macht&uuml;bernahme durch die Taliban</a> arrangiert. Nachdem das afghanische F&uuml;hrungsmitglied Abdullah Abdullah am Sonntagnachmittag best&auml;tigte, dass der bisherige Pr&auml;sident Aschraf Ghani das Land in Richtung Tadschikistan verlassen hat, ordnete die Taliban-F&uuml;hrung den Einmarsch ihrer K&auml;mpfer in die afghanische Hauptstadt an &ndash; um angesichts der Flucht der bisherigen Machthaber Pl&uuml;nderungen zu verhindern und damit anderen Menschen kein Schaden zugef&uuml;gt werde, wie es in einer Erkl&auml;rung hie&szlig;.</p>
<p>Seit Freitag hatten die Taliban fast alle noch in Regierungshand befindlichen Provinzhauptst&auml;dte ohne Gegenwehr eingenommen und am Sonntagmorgen waren sie in einige Au&szlig;enbezirke Kabuls einger&uuml;ckt. Zun&auml;chst ordnete die Taliban-F&uuml;hrung an, ihre K&auml;mpfer sollten Kabul &bdquo;nicht mit Gewalt&ldquo; betreten.</p>
<p>Afghanistans bisheriger Innenminister Abdul Sattar Mirsakwal und Verteidigungsminister Bismillah Muhammadi wandten sich mit der Zusicherung an die Bev&ouml;lkerung, es werde nicht zu K&auml;mpfen kommen. Damit war klar, dass Afghanistans Armee und Polizei keinen Widerstand mehr leisten und Stra&szlig;enk&auml;mpfe vermieden w&uuml;rden. (&hellip;)</p>
<p><em>Viele Warlords offenbar auf der Flucht</em></p>
<p>Der Fall von Kabul erfolgte dennoch schneller als von vielen erwartet. Erst am Freitag war mit der nordafghanischen Stadt <strong>Masar-i-Scharif</strong>, dem letzten Stationierungsort der Bundeswehr, Afghanistans vorletzte Gro&szlig;stadt an die Taliban gefallen. Gestern folgten die beiden letzten Regionalzentren, <strong>Dschalalabad</strong> im Osten und <strong>Bamian</strong> in Zentralafghanistan, sowie die Provinzhauptstadt Maidanschahr am S&uuml;dwestrand Kabuls und mehrere l&auml;ndliche Distrikte der Provinz Kabul.</p>
<p>Bamian liegt im Siedlungsgebiet der schiitischen <strong>Hasara</strong>, die besonders unter dem Talibanregime vor 2001 gelitten hatten. Aber das Gebiet war nicht mehr zu halten, nachdem <a href="https://taz.de/Sieg-der-Taliban-in-Nord-Afghanistan/!5788483/" target="_blank">mehrere ihrer Warlords</a> entweder zu den Taliban &uuml;bergelaufen waren oder mit ihnen Deals geschlossen hatten. Auch der Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt <strong>Bagram</strong>, n&ouml;rdlich von Kabul, bis vor Kurzem Hauptquartier der US-Milit&auml;rs, wurde kampflos &uuml;bergeben.</p>
<p>Die Warlords, die bisherigen US-Hauptverb&uuml;ndeten im Kampf gegen die Taliban, waren schnell aus dem Feld geschlagen. Ihre Milizen leisteten wie Armee und Polizei kaum Widerstand. Zwei der wichtigsten, Abdul Raschid Dostum und Atta Muhammad Nur, flohen offenbar &uuml;ber die afghanische Nordgrenze nach Zentralasien, nachdem sie sich in den letzten Tagen noch einmal martialisch in ihren Generalsuniformen fotografieren lie&szlig;en.</p>
<p>Auch Vizepr&auml;sident Amrullah Saleh, enger Vertrauter des 2001 von al-Qaida ermordeten Mudschaheddinf&uuml;hrers Ahmad Schah Massud sowie der USA, verschwand von der Bildfl&auml;che. Zuletzt war er schon einmal in Tadschikistan aufgetaucht, von wo aus Massud in den 1990er Jahren den Wi&shy;derstand organisiert hatte. Saleh k&ouml;nnte versuchen, das nachzumachen. Massuds Hochburg, das Pandschirtal, wurde bisher noch nicht von Talibank&auml;mpfern besetzt.</p>
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