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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nach ISAF WIE WEITER? Stellungnahme zur Zukunft des dt. AFG-Engagements (nicht nur Resolute Support) beim GrÃ¼nen-FachgesprÃ¤ch im Bundestag </title>
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    <span class="xar-mod-title">Afghanistan + Vortrag</span>

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        <h1>
            Nach ISAF WIE WEITER? Stellungnahme zur Zukunft des dt. AFG-Engagements (nicht nur Resolute Support) beim GrÃ¼nen-FachgesprÃ¤ch im Bundestag          </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 6. Dezember 2014 19:49:51 +02:00 (78195 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Am 31. Dezember endet nach 13 Jahren der ISAF-Gro&szlig;einsatz. Am 18. Dezember beschlie&szlig;t der Bundestag &uuml;ber die Teilnahme an der Nachfolgemission Resolute Support - unverzichtbar, &uuml;berfl&uuml;ssig, gef&auml;hrlich? Dazu meine Stellungnahme beim &ouml;ffentlichen Fachgespr&auml;ch der Gr&uuml;nen Bundestagsfraktion. Ich werbe f&uuml;r eine verl&auml;ssliche + verantwortliche Aufbaupartnerschaft. Alles andere k&ouml;nnte viel teurer werden.&nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Nach ISAF, vor Resolute Support Mission:</strong></p>
<p align="center"><strong>Fachgespr&auml;ch der Gr&uuml;nen Bundestagsfraktion: &bdquo;AFGHANISTAN &ndash; Welche Optionen gibt es f&uuml;r das weitere Engagement der Internationalen Gemeinschaft?&ldquo; am 2.12.2014 im Bundestag,</strong></p>
<p align="center"><strong>Stellungnahme von Winfried Nachtwei, MdB a.D.</strong></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Vorbemerkung</span></em><em>: Nach 13 Jahren endet am 31. Dezember 2014 der ISAF-Gro&szlig;einsatz. Am 18. Dezember beschlie&szlig;t der Bundestag &uuml;ber den Antrag der Bundesregierung &uuml;ber die deutsche Beteiligung an der Nachfolgemission Resolute Support (RSM) der NATO. Im Vorfeld dieser Entscheidung sollte das &ouml;ffentliche Fachgespr&auml;ch eine Gelegenheit sein, &uuml;ber die Perspektiven des internationalen und deutschen zivilen wie milit&auml;rischen Engagements in Afghanistan zu debattieren. Begr&uuml;&szlig;t von der Fraktionsvorsitzenden Katrin G&ouml;ring-Eckardt, moderiert von dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Frithjof Schmidt, MdB nahmen als externe Experten Stellung Thomas Ruttig, Co-Direktor von &bdquo;Afghanistan Analysts Network&ldquo;, Dr. Cornelius Friesendorf, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Robert Lindner, Oxfam, und ich. Nadia Nashir, Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins, war leider kurzfristig erkrankt. Erfreulich viele Abgeordnete und MitarbeiterInnen der gr&uuml;nen Fraktion nahmen an dem Fachgespr&auml;ch teil. Unter den vielen G&auml;sten sah ich auch etliche Frauen und M&auml;nner mit reicher, z.T. vielj&auml;hriger Afghanistanerfahrung. Die Fraktion setzte mit dem &ouml;ffentlichen Fachgespr&auml;ch ihre unter den Parteien herausragende Tradition fort, strittige friedens- und sicherheitspolitische Themen in aller &Ouml;ffentlichkeit zu debattieren &ndash; oftmals sogar stellvertreten f&uuml;r die Gesellschaft.</em></p>
<p><em>Die folgende Stellungnahme ist gegen&uuml;ber dem m&uuml;ndlichen Vortrag erheblich erweitert.</em></p>
<p><em>Zur Erinnerung an die Anf&auml;nge des Afghanistaneinsatzes und zur vertieften Bilanzierung des deutschen Afghanistanengagements vgl. einige Beitr&auml;ge.<a title="" href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a></em></p>
<p>Vielen Dank der Fraktion f&uuml;r dieses Fachgespr&auml;ch, wo sich andere hei&szlig;e Krisen und Konflikte nach vorne geschoben haben, wo nach 13 Jahren Afghanistanm&uuml;digkeit verbreitet - und auch nachvollziehbar - ist, wo Afghanistan f&uuml;r Politiker kein Winner-Thema ist.</p>
<p>Von 2001 bis 2009 war ich an allen Afghanistanentscheidungen des Bundestages beteiligt (bis 2006 auch zustimmend). Ich sehe mich deshalb weiter in Mitverantwortung f&uuml;r ein verl&auml;ssliches und verantwortliches deutsches Afghanistanengagement. Verpflichtet f&uuml;hle ich mich dabei den abertausenden Afghanistan-R&uuml;ckkehrerInnen in Uniform und Zivil, die gro&szlig;e Strapazen und Risiken auf sich genommen haben, die f&uuml;r ihre hoch professionelle und umsichtige Arbeit Aufmerksamkeit und Anerkennung verdienen und deren Einsatz nicht umsonst gewesen sein darf.</p>
<p><strong>Afghanistan-Engagement im Umbruch</strong></p>
<p>Zu Ende geht der ISAF- Gro&szlig;einsatz,</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; der am 22. Dezember 2001 mit gro&szlig;em Konsens im Bundestag beschlossen wurde. Das friedenspolitische Ziel der UN &ndash; einem kriegszerr&uuml;tteten Land auf dem Weg vom Krieg zum Frieden zu helfen - war damals nahezu selbstverst&auml;ndlich;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; der sich 2002 entgegen vielen Bef&uuml;rchtungen zun&auml;chst hoffnungsvoll entwickelte;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; wo im Jahr 2006 erstes Wetterleuchten J&uuml;rgen Trittin und mich zu einem Warn-Brief an die Minister der Afghanistan-Ressorts veranlasste. Die Warnrufe &ndash; auch von etlichen Offizieren &ndash; stie&szlig;en bei der Bundesregierung auf taube Ohren. Damals kehrte erkennbar &ndash; zun&auml;chst im S&uuml;den - Krieg nach Afghanistan zur&uuml;ck;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; der mit der Zeit zum kompliziertesten, teuersten und opferreichsten internationalen Kriseneinsatzes im Auftrag der UN wurde;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; wo niemand von Erfolg, viele von Scheitern, andere von mehr oder weniger Licht und Schatten sprechen.</p>
<p><strong>Aufbaupartnerschaft</strong></p>
<p>Zum ersten Mal nach 13 Jahren Afghanistanengagement soll im kommenden Jahr die zivile Aufbauhilfe Vorrang haben: Deutschland plant weiter 430 Mio. Euro f&uuml;r Aufbau und Entwicklung, 282 Mio. Euro f&uuml;r den beabsichtigten Bundeswehreinsatz (+ 150 Mio. zur Unterst&uuml;tzung der Sicherheitskr&auml;fte). Im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit arbeiten vor Ort ca. 2.000 Menschen (mehr als 1.700 Einheimische und 240 Entsandte), im Kontext RSM werden bis zu 850 Bundeswehrangeh&ouml;rige beteiligt sein.</p>
<p>Der Antrag der Bundesregierung zur Beteiligung an der NATO-Mission &bdquo;Resolute Support&ldquo; fokussiert sich einzig und allein auf den Milit&auml;reinsatz, spricht die zivile Dimension nur pauschal in einem Absatz der Begr&uuml;ndung an. Was im Rahmen des Parlamentsbeteiligungsgesetzes verpflichtend und korrekt ist, finde ich politisch ausgesprochen beschr&auml;nkt. So wird die milit&auml;rlastige Wahrnehmung und Diskussion eines Engagements fortgesetzt, das wesentlich ein zivil-milit&auml;risches und zunehmend ein ziviles ist. Der Polizeiaufbau, f&uuml;r die Innere Sicherheit des Landes von zentraler Bedeutung, wird mit keinem Wort erw&auml;hnt!<a title="" href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p>Ich m&ouml;chte deshalb mit der Aufbauhilfe anfangen.</p>
<p><strong>Die Schwerpunkte</strong> der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wurden in der neuen L&auml;nderstrategie Afghanistan zusammengefasst. (<a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1275">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1275</a> ):</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gute Regierungsf&uuml;hrung,</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; nachhaltige Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungsf&ouml;rderung,</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Energie,</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Trinkwasser, Wassermanagement, Abwasser- und Abfallentsorgung,</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bildung + Ausbildung.</p>
<p>Die Schwerpunkte werden jeweils in den Schritten Ausgangslage, nationale Politik und Unterst&uuml;tzung durch die Gebergemeinschaft, Ziele und Ansatz der dt. EZ (mit Indikatoren der Zielerreichung) und Steuerung und Schnittstellen bearbeitet. &Uuml;ber die f&uuml;nf Schwerpunkte hinaus thematisiert die Strategie die Zusammenarbeit im Gestaltungsspielraum: nach aktuellem Bedarf thematische Akzente au&szlig;erhalb der Schwerpunkte; Ma&szlig;nahmen zur Funktionsf&auml;higkeit und Wirksamkeit des gesamten Politikfeldes (Wirkungsmonitoring und &ndash;erfassung, Kommunikation, Beseitigung des Poliovirus, Sicherheitsmanagement, Entwicklungsbeauftragte des BMZ in den Nordprovinzen).</p>
<p>Der systematische Ansatz dieser Strategie ist ein erheblicher Fortschritt. Dass er erst zw&ouml;lf Jahre nach Start des AFG-Engagements gelingt, verweist auf das Versagen der Vorg&auml;ngerregierungen, relativiert aber nicht den jetzigen Fortschritt. Eindringlich zu hoffen ist, dass diese besondere Anstrengung nicht durch Abst&uuml;rze in den n&auml;chsten Monaten konterkariert, gar zunichte gemacht werden.</p>
<p>Ich m&ouml;chte hier exemplarisch einige Leuchtt&uuml;rme deutscher Entwicklungszusammenarbeit nennen, die bisher alle unterm Scheffel stehen:</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Im Rahmen des Basic Education Programme sechs von Deutschland gef&ouml;rderte Teacher Training Colleges (mit 43 Au&szlig;enstellen und 41 Praxisschulen) in Feyzabad, Taloqan, Kunduz, Mazar-e Sharif, Sar-e Pul und in Kabul. 2013 schlossen dort &uuml;ber 4.000 Studierende ihr Lehrerstudium ab. Vier Mal habe ich seit 2008 das TTC in Mazar besucht und dort bei den k&uuml;nftigen Lehrerinnen und Lehrern eine tolle Motivation erlebt.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; In Mazar und Kabul unterst&uuml;tzt die Bundesrepublik zwei Technical Teacher Training Academies (Berufsschullehrer) mit 1.225 Pl&auml;tzen. Lehrlinge der traditionellen Basarbetriebe und Kleinunternehmen (35-60% einer Altersgruppe) k&ouml;nnen k&uuml;nftig an der Ausbildung in Berufsschulen teilnehmen.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Seit 2012 wurde an f&uuml;nf Unis der Studiengang Verwaltungswissenschaften aufgebaut, anf&auml;nglich geplant mit 200 Studierenden pro Jahr, heute mit 2.000 Studierenden. Getragen wird der Studiengang von den jeweiligen Fakult&auml;ten, unterst&uuml;tzt von der Uni Potsdam.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das von der GIZ aufgebaute Programm &bdquo;Alphabetisierung und nachholende Grundbildung&ldquo; f&uuml;r Polizisten: 200 einheimische Trainer im Jahr 2012 in den neun Nordprovinzen, heute 2.000 Trainer in 33 Provinzen. (<a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1317">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1317</a> )</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schlie&szlig;lich das Regional Police Taining Center in Mazar mit 1.200 Ausbildungspl&auml;tzen, das zweitgr&ouml;&szlig;te Polizeiausbildungszentrum des Landes.</p>
<p>Bei vielen Besuchen in Afghanistan fragte ich mich bei einzelnen Projekten immer wieder: Ist das nur der Tropfen auf den hei&szlig;en Stein oder ein k&uuml;hlender Wasserstrahl. Alles, was ich gerade ansprach, ist deutlich mehr als &bdquo;nur&ldquo; ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein!</p>
<p>Diese Aufbauanstrengungen brauchen politischen Willen, Durchhaltef&auml;higkeit, Verantwortung auf Langstrecke. Die sind ganz und gar nicht selbstverst&auml;ndlich. Die Kurzatmigkeit des politischen und medialen Alltags l&auml;uft dem zuwider. Trotzdem den notwendigen langen Atem und strategische Geduld zu f&ouml;rdern, zu organisieren, ist eine besondere, meines Erachtens bisher kaum thematisierte Herausforderung.</p>
<p>Wirksame Aufbauunterst&uuml;tzung ist auch angewiesen auf ein ausreichend sicheres Umfeld f&uuml;r das &bdquo;Bodenpersonal&ldquo;. Projektbetreuung nur durch Fernsteuerung &uuml;ber Skype funktioniert auf die Dauer nicht. Die Sicherheit ziviler Kr&auml;fte in Afghanistan basiert zuerst auf der Bev&ouml;lkerungsn&auml;he der Projekte (praktizierte local ownership), dann auf einem gut vernetzten Risiko Management. Das deutsche Country Risk Management Office (RMO) hat sich bisher sehr bew&auml;hrt. Drittens h&auml;ngt die Sicherheit der zivilen Kr&auml;fte an der Zuverl&auml;ssigkeit der afghanischen Sicherheitskr&auml;fte und viertens bisher im Extremfall auch am internationalen/deutschen Milit&auml;r.</p>
<p>Nach allem, was ich h&ouml;rte, ist bisher die Sicherheit der deutsch beauftragten EZ-MitarbeiterInnen ausreichend gew&auml;hrleistet. Auch in Provinzen ohne ISAF (Feyzabad, Kunduz) arbeiten noch GIZ-B&uuml;ros mit einheimischen und entsandten Kr&auml;ften. Dasselbe gilt f&uuml;r Hilfs- und Aufbauprojekte von NGO`s. Die Lage vor Ort ist buntscheckig: Kleinkrieg in einigen Distrikten; dazwischen und daneben arbeiten Menschen, Hilfsorganisationen, Entwicklungsprojekte. Chancen nutzen, wo es eben geht! Das zu wissen, ist gerade auch f&uuml;r potenzielle SpenderInnen in Deutschland wichtig. NGO`s wie der &bdquo;Afghanische Frauenverein&ldquo; k&ouml;nnen auch im Raum Kunduz erfolgreich und verl&auml;sslich wirken. Manche NGO`s (Ursula N&ouml;lle`s &bdquo;Afghanistan Schulen&ldquo;, &bdquo;Freundeskreis Afghanistan&ldquo;, Chak-e Wardak Hospital von Karla Schefter, Kindernothilfe von Dr. Er&ouml;s u.a.) arbeiten seit vielen Jahren &ndash; z.T. seit den 80er Jahren - unabh&auml;ngig von Milit&auml;r vor Ort.</p>
<p><strong>Deutsche Beteiligung an Mission Resolute Support</strong></p>
<p>Auftrag der Mission ist laut Stationierungsabkommen zwischen afghanischer Regierung und NATO und laut Antrag der Bundesregierung, die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte (ANSF) durch Ausbildung, Beratung und Unterst&uuml;tzung zu bef&auml;higen, ihre Sicherheitsverantwortung wahrzunehmen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Die Aufgaben</span> des Bundeswehrkontingents dabei sind:</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Train, Advise, Assist (TAA) auf h&ouml;chsten Ebenen des Ministeriums, der St&auml;be des 209. ANA Corps (zust&auml;ndig f&uuml;r den ganzen Norden), des Operational Coordination Center (alle in Mazar/Provinz Balkh), von zentralen Schulen der Streitkr&auml;fte (nationale institutionelle Ebene) sowie der h&ouml;chsten F&uuml;hrungsebene der afghanischen Spezialkr&auml;fte in Mazar. (Das &nbsp;Stationierungsabkommen betont st&auml;ndig den &bdquo;non-combat&ldquo;-Charakter von Ausbildung, Beratung und Unterst&uuml;tzung.)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sicherung, Schutz und ggfs. Evakuierung + Bergung milit&auml;rischer + ziviler Kr&auml;fte von RSM und angezeigten zivilen Kr&auml;ften der internationalen Gemeinschaft (&bdquo;in extremis support&ldquo;) im Rahmen der vorhandenen Kr&auml;fte und F&auml;higkeiten und in Abstimmung mit der afghanischen Regierung.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mitwirkung an der F&uuml;hrung von RSM, im Norden als Rahmen-Nation f&uuml;r die F&uuml;hrung und den Betrieb des TAA-Command North (TAAC-N) in Mazar</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Verwundetenlufttransport.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Die Kr&auml;fte</span>: Die ca. 12.000 RSM-SoldatInnen (dazu ca. 1.000 US-Soldaten f&uuml;r eine &Uuml;bergangszeit) verteilen sich &uuml;ber die &bdquo;Nabe&ldquo; Kabul und die &bdquo;Speichen&ldquo; der Regionalzentren, im Norden das TAAC-N in Mazar mit 1.200 bis 1.400 SoldatInnen, gestellt von rund 20 Nationen. Von den bis zu 850 Bundeswehrangeh&ouml;rigen sind ca. 700 in Mazar und 150 in Kabul stationiert. Rund 80 sind f&uuml;r die Kernaufgabe vorgesehen. In Teams von 5-10 SoldatInnen sind sie nicht Personen, sondern Strukturen zugeordnet. Die Teams arbeiten &bdquo;innerhalb des Zauns&ldquo;, also in Camp Marmal und Camp Shaheen (am &ouml;stlichen und westlichen Stadtrand von Mazar), nicht drau&szlig;en und im Einsatz. Allerdings darf TAA-Personal und erforderliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r bestimmte Aufgaben im gesamten RSM-Gebiet im Einzelfall und zeitlich begrenzt eingesetzt werden. Das gilt auch f&uuml;r die Berater der F&uuml;hrung der afghanischen Spezialkr&auml;fte. Der Stab des TAAC-N umfasst 88 Personen, die H&auml;lfte davon stellt die Bundeswehr. Die Masse der SoldatInnen ist f&uuml;r den Grundbetrieb der hochtechnisierten &bdquo;Kleinstadt&ldquo; Camp Marmal eingeplant: Logistik, St&auml;be, Sanit&auml;tswesen (Feldlazarett Role 2, notfallchirurgische Versorgung; Role 3, klinische Akutversorgung, in Kabul).</p>
<p>Selbstschutz (force protection) wird durch armenische, mongolische, georgische und niederl&auml;ndische Infanteriekr&auml;fte gestellt. Die Force-Protection-Kompanie ist multinational bis zur Zug-Ebene (mit je ca. 30 Soldaten, das &uuml;bliche &bdquo;Man&ouml;verelement&ldquo;), die Quick-Reaction-Kompanie wird durch Georgien gestellt. Die Zusammenarbeit mit den Armeniern, Mongolen, Niederl&auml;ndern ist seit Jahren eingespielt und gilt als verl&auml;sslich. Georgische Soldaten werden zzt. in Hammelburg z.B. an Dingos ausgebildet.</p>
<p>Die deutschen RSM-Soldaten haben selbstverst&auml;ndlich eine milit&auml;rische einsatzvorbereitende Ausbildung durchgemacht, sind also grunds&auml;tzlich kampff&auml;hig. Das Bundeswehrkontingent verf&uuml;gt allerdings &uuml;ber keine deutsche Kampftruppen-Einheit vor Ort.</p>
<p>Dem TAAC-N stehen insgesamt f&uuml;nf milit&auml;rische CH-53-Hubschrauber (drei deutsche, zwei d&auml;nische) zur Verf&uuml;gung, au&szlig;erdem eine bestimmte Hubschrauber-Flugstundenzahl ziviler Contraktoren. Die Bundeswehr hat keine Transall mehr vor Ort. Angesichts der Gr&ouml;&szlig;e der Nordregion (H&auml;lfte Deutschlands) ist die Beweglichkeit von RSM von vorneherein &auml;u&szlig;erst begrenzt.</p>
<p>RSM ist in drei Phasen angelegt:</p>
<p>1. Wirken in Kabul und den Speichen der Regionen; 2. Konzentration auf Kabul; 3. R&uuml;ckverlegung der Truppen aus Afghanistan.</p>
<p>Anf&auml;nglich ging die US-Planung dahin, dass die 2. Phase schon zur Jahreswende 2015/16 beginnen sollte und der Totalabzug Ende 2016. Ob das noch die gegenw&auml;rtige Planung ist, wei&szlig; ich nicht. F&uuml;r mich stellt sich aber vor allem die Frage, ob eine solche starre und kurze Phasenabfolge noch irgendwas mit dem Bedarf des Landes und der Sicherheit seiner Menschen zu tun hat oder einzig und allein innenpolitisch motiviert ist.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vergleich mit ISAF:</span></p>
<p>Der Unterschied zwischen ISAF und RSM ist nicht einfach ein gradueller, sondern ein fundamentaler:</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Auftrag: Bei ISAF F&ouml;rderung eines &bdquo;sicheren Umfelds&ldquo; durch &bdquo;Sicherheitsoperationen&ldquo; im ganzen Spektrum (von Patrouille bis Kampfeinsatz/Aufstandsbek&auml;mpfung), durch Ausbildung + Beratung + Unterst&uuml;tzung auch im (Kampf-)Einsatz sowie eigenst&auml;ndige ISAF-Operationsf&uuml;hrung; bei RSM nur &bdquo;non-combat&ldquo;-Beratung + -Unterst&uuml;tzung von nationalen, regionalen + h&ouml;chsten Spezialkr&auml;fte-F&uuml;hrungsebenen, keine operative Rolle. RSM ist ein Beitrag zur Sicherheitssektorreform auf der Spitzenebene.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kr&auml;fte + F&auml;higkeiten: Bei ISAF Kampftruppen und Luftstreitkr&auml;fte, auch mit schweren Waffen, &uuml;ber 800 St&uuml;tzpunkte landesweit; bei RSM nur kleine, leicht bewaffnete infanteristische Komponente f&uuml;r den Selbstschutz eigener Kr&auml;fte und &bdquo;in-extremis-support&ldquo; f&uuml;r angezeigtes Zivilpersonal; minimale Luftbeweglichkeit, weniger als ein Zehntel des Personalumfangs von ISAF, im Oktober 2014 noch weniger als 30 internationale St&uuml;tzpunkte; parallel zu RSM Polizeiberater: im bilateralen German Police Project Team (GPPT) bis 50 PolizistInnen, bei EUPOL ca. 10-20 Deutsche.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einsatzrealit&auml;t und -risiken: Bei ISAF standen die Einsatzkr&auml;fte der Bundeswehr seit 2008/2009 im Raum Kunduz und Baghlan (nicht in den Provinzen Badakhshan und Balkh) in einem (Klein-)Krieg mit st&auml;ndigem Lebensrisiko au&szlig;erhalb der St&uuml;tzpunkte; die RSM-Kr&auml;fte sind demgegen&uuml;ber in Distanz zu Konfliktzonen stationiert, bewegen sich und arbeiten fast nur im besonders gesch&uuml;tzten Bereich; das Risiko von Kampfhandlungen ist viel geringer, aber nicht auszuschlie&szlig;en.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vom Auftrag und Kr&auml;fteansatz her ist RSM viel &bdquo;weniger&ldquo; als ein Peacekeeping-Einsatz.</p>
<p><strong>Bewertung</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">(a) Grunds&auml;tzlicher Bedarf: notwendig oder &uuml;berfl&uuml;ssig?</span></p>
<p>Der energische Aufbau der afghanischen Sicherheitskr&auml;fte begann versp&auml;tet erst 2006 (seitens der USA) und 2008 (seitens der Bundesrepublik). Nach inzwischen sechs/acht Jahren forcierter Ausbildungs- und Aufbauhilfe haben sich die ANSF besser entwickelt, als viele internationale Ausbilder es anf&auml;nglich erwartet hatten. Fast alle Operationen planen und f&uuml;hren die ANSF inzwischen selbst&auml;ndig. Etliche hochkritische Gro&szlig;ereignisse (so die beiden Wahlg&auml;nge 2014) wurden erfolgreich bew&auml;ltigt. Die &ouml;fter ge&auml;u&szlig;erte Erwartung, der Abzug internationaler Truppen w&uuml;rde konfliktmindernd wirken, best&auml;tigte sich aber bisher nicht, im Gegenteil. Die Aufst&auml;ndischen fokussierten ihre Angriffe jetzt so sehr auf die ANSF wie nie zuvor. Allein zwischen M&auml;rz und August 2013 fielen 950 afghanische Soldaten und 2.200 afghanische Polizisten &ndash; 130 Tote pro Woche, mehr als das Doppelte der Afghanistan-Toten der Bundeswehr insgesamt. In etlichen Gebieten gewannen die Aufst&auml;ndischen Operationsfreiheit zur&uuml;ck oder sogar die Kontrolle &uuml;ber ganze Distrikte (z.B. Teile der Provinz Kunduz, dreit&auml;gige K&auml;mpfe in Camp Bastion, dem erst vor einem Monat von Briten und US-Kr&auml;ften ger&auml;umten Gro&szlig;st&uuml;tzpunkt in Helmand). Die Anschl&auml;ge in Kabul haben sich in diesem Jahr gegen&uuml;ber 2013 fast verdoppelt. Im ersten Halbjahr 2014 lag die Zahl der Zivilopfer landesweit mit 1.564 Toten und 3.289 Verletzten so hoch wie nie seit 2002. (vgl. UNAMA-Halbjahresbericht I/2014, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1300">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1300</a> )</p>
<p>ISAF lie&szlig; kein sicheres Umfeld zur&uuml;ck, die ANSF k&ouml;nnen es bisher nicht fl&auml;chendeckend gew&auml;hrleisten. Die in k&uuml;rzester Zeit hochgezogenen ANSF stehen unter dem Druck extremer Verluste, hoher Fluktuation und einem politischen F&uuml;hrungsvakuum seit dem ersten Wahlgang im April. Solche Sicherheitskr&auml;fte sind noch sehr fragil und l&auml;ngst nicht gefestigt. Lebensnotwendig sind sie nicht nur auf die f&uuml;nf Milliarden US-Dollar der internationalen Gemeinschaft pro Jahr angewiesen, sondern auch auf personelle Beratung und Unterst&uuml;tzung. Ohne Vor-Ort-Beratung und &ndash;Unterst&uuml;tzung w&auml;re &ndash; so meine &Uuml;berzeugung &ndash; das schnelle Wegbr&ouml;ckeln der ANSF vorprogrammiert.</p>
<p>Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang auch an &ndash; in der &Ouml;ffentlichkeit wenig bekannte - internationale Erfahrungen mit extern gest&uuml;tztem Institutionenaufbau. Laut World Development Report 2011 der Weltbank brauchten&nbsp; die schnellsten 20 L&auml;nder durchschnittlich f&uuml;r die Einordnung des Milit&auml;rs in die Politik 17 Jahre, f&uuml;r eine deutliche Qualit&auml;tssteigerung der B&uuml;rokratie 20 Jahre und f&uuml;r Durchsetzung von Rule of Law 41 Jahre. Vor diesem Hintergrund ist eine Erwartung, Sicherheitskr&auml;fte innerhalb von acht Jahren weitgehend aufbauen zu k&ouml;nnen, eine v&ouml;llige Illusion.</p>
<p>Nicht von ungef&auml;hr habe ich deshalb meine Afghanistan-Vortr&auml;ge in den letzten Jahren oft unter die Frage gestellt: &bdquo;Nach den Aufbau-Illusionen nun die Abzugs-Illusionen?&ldquo;</p>
<p>Weitere, f&uuml;r RSM ins Feld gebrachte Argumente sind:</p>
<p>- Die Nachfolgemission transportiert viel breiter und f&uuml;r viele in der Bev&ouml;lkerung glaubw&uuml;rdiger die Botschaft bleibender Unterst&uuml;tzung als die relativ wenig auff&auml;llige Entwicklungszusammenarbeit.</p>
<p>- Zumindest in der Vergangenheit war f&uuml;r die deutschen Polizeiberater und &ndash;ausbilder von ausschlaggebender Bedeutung, dass sie sich an Bundeswehr und ihre Kapazit&auml;ten &bdquo;anlehnen&ldquo; konnten. Ohne Abst&uuml;tzung auf Bundeswehr-Infrastruktur und Logistik w&uuml;rde Polizeiaufbauhilfe in einem Land wie Afghanistan erheblich erschwert, vielleicht sogar unm&ouml;glich gemacht.</p>
<p>- Ein Ausstieg Deutschlands aus RSM w&uuml;rde der Nordregion, einem Landesteil mit dem gr&ouml;&szlig;ten Chancenpotenzial, die dort erfahrene und angesehene Rahmennation Deutschland entziehen. Sollen dann die USA &uuml;bernehmen, denen viele eher Schlimmes zutrauen? (<em>Nachtrag: Wegen unzureichender Truppenstellung anderer Verb&uuml;ndeter f&uuml;r die Speiche Kandahar haben die USA inzwischen ihr Kontingent um ca. 1.000 Soldaten aufgestockt.)</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">(b) Aussichtsreich,</span> <span style="text-decoration: underline;">leistbar, verantwortbar?</span></p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Aussicht auf Wirksamkeit?</span> Eine Schl&uuml;sselfrage ist, ob RSM so aufgestellt und ausgestattet ist, dass sie ihren Auftrag auch mit guter Wahrscheinlichkeit erf&uuml;llen kann: K&ouml;nnen so wenige &bdquo;Hochwertberater von Spitzenpersonal&ldquo; nach Erfahrung mit anderen Missionen &uuml;berhaupt die gew&uuml;nschte Wirkung erzielen? Oder ist ein solcher Einsatz in Wirklichkeit blo&szlig;e Augenwischerei, Symbolpolitik zum Zweck der eigenen Gesichtswahrung? Verpasst wurde wieder die Chance, wie schon l&auml;nger gefordert endlich realit&auml;tsnahe, &uuml;berpr&uuml;fbare Ziele zu formulieren und dar&uuml;ber Exitkriterien zu identifizieren. So bleibt die Frage der Einsatzdauer &uuml;ber die Ma&szlig;en im Ungewissen.</p>
<p>- Wieweit ist mit den vorhandenen Bundeswehrkr&auml;ften die Rettungskette und eine Evakuierungsf&auml;higkeit im Extremfall &ndash; auch f&uuml;r angezeigtes Zivilpersonal - gew&auml;hrleistet? Wieweit sind die deutschen Kr&auml;fte bei einer pl&ouml;tzlichen Lageversch&auml;rfung auf US-Kr&auml;fte angewiesen?</p>
<p>- Unklar ist f&uuml;r mich bisher die <span style="text-decoration: underline;">Rolle des US-Kontingents</span> mit seinen 9.800 SoldatInnen plus &bdquo;&Uuml;bergangskr&auml;ften&ldquo;, die laut k&uuml;rzlicher Weisung von Pr&auml;sident Obama einen &uuml;ber RSM hinausgehenden, auch Kampfauftrag haben. Hierf&uuml;r sollen vor allem Spezialkr&auml;fte vorgesehen sein. Ungekl&auml;rt ist f&uuml;r mich, ob dies von afghanischer Seite eindeutig so gew&uuml;nscht ist (als Unterst&uuml;tzung auf Anforderung in prek&auml;ren Situationen der ANSF), ob die USA dar&uuml;ber eine eigene Agenda der Terror- und Aufstandsbek&auml;mpfung verfolgen k&ouml;nnen, ob damit das Signal der non-combat-RSM und afghanischen Sicherheitsverantwortung nicht konterkariert werden k&ouml;nnte und der unter Afghanen verbreitete Generalverdacht, die USA wollten immer in Afghanistan bleiben, verst&auml;rkt w&uuml;rde? Im Norden sind bisher nur ca. 10 US-Soldaten im Stab des TAAC-N vorgesehen. Dem TAAC-N k&ouml;nnten sie angesichts des non-combat-Auftrages von RSM ja nicht unterstellt sein.</p>
<p>(Hier geht es um ein hei&szlig;es, oft tabuisiertes Thema des Afghanistaneinsatzes: den strategischen Dissens zwischen milit&auml;rischer Aufbauabsicherung einerseits und milit&auml;rischer Terrorbek&auml;mpfung andererseits, wo &ndash; vereinfacht - die einen um K&ouml;pfe und Herzen der Bev&ouml;lkerung warben, w&auml;hrend andere K&ouml;pfe und Herzen trafen.)</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Alternative UN-Mission?</span> W&uuml;rden nicht besser die Vereinten Nationen die ISAF-Nachfolgemission &uuml;bernehmen? Prinzipiell w&auml;re es w&uuml;nschenswert, wenn die UN eine solche Mission leisten k&ouml;nnten. Das k&ouml;nnen sie gegenw&auml;rtig nicht (den UN mangelt es am meisten an hochqualifiziertem Milit&auml;rpersonal, am ehesten bekommen die UN von den Mitgliedsstaaten Infanteriekr&auml;fte). Das wollen die UN meines Wissens auch nicht. Und vor allem sind die Willenserkl&auml;rungen der afghanischen Seite eindeutig - der Loya Jirga, der Regierung der nationalen Einheit, der zwei Kammern des afghanischen Parlaments.</p>
<p>(c) <span style="text-decoration: underline;">V&ouml;lkerrechtliche Grundlage</span></p>
<p>Bisher gibt es f&uuml;r RSM kein Mandat des UN-Sicherheitsrates. Die Bundesregierung bem&uuml;ht sich nach eigenen Aussagen sehr um ein Mandat. Es hei&szlig;t zugleich, ein UN-SR-Mandat sei wegen der Einladung durch die legitime Regierung Afghanistans und weil RSM keine exekutive Funktion habe, v&ouml;lkerrechtlich auch nicht zwingend n&ouml;tig.</p>
<p>Ich erinnere mich in dem Zusammenhang an den Mazedonien-Einsatz 2001. Die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung bem&uuml;hte sich gerade vor dem Hintergrund des mandatslosen Kosovoeinsatzes (1998/1999) um ein UN-Mandat. Die mazedonische Regierung betonte aber ihr souver&auml;nes Recht, andere Staaten um milit&auml;rische Hilfe zu bitten (f&uuml;r eine freiwillige Entwaffnungsoperation). Sie lehnte die Einschr&auml;nkung ihrer Souver&auml;nit&auml;t durch ein UN-Mandat ab. Um den Friedensprozess voranzubringen, beharrte die Bundesregierung nicht auf einem UN-Mandat. Am Ende war das internationale Mazedonien-Engagement (mit der kleinen, blo&szlig; flankierenden Milit&auml;rmission) voll erfolgreich. Ein akut drohender B&uuml;rgerkrieg wurde damals verhindert.</p>
<p>Am 20. November 2014 debattierte die UN-Generalversammlung den Bericht des UN-Generalsekret&auml;rs zur Situation in Afghanistan und einen Antragsentwurf, der von 42 Mitgliedsstaaten eingebracht worden war, darunter Afghanistan, Deutschland, Indien, Japan, Niederlande, Norwegen, Schweden, Schweiz, VAR, Gro&szlig;britannien, Vietnam.<a title="" href="#_ftn3">[3]</a> (<a href="http://www.un.org/en/ga/search/view_doc.asp?symbol=A/69/L.20">http://www.un.org/en/ga/search/view_doc.asp?symbol=A/69/L.20</a> ) Die Resolution ermutigte alle Partner, den Kabul-Prozess zu unterst&uuml;tzen, eine tiefe und breite internationale Partnerschaft f&uuml;r eine wachsende afghanische Verantwortlichkeit und Ownership auf dem Feld der Sicherheit, Regierungsf&uuml;hrung und Entwicklung aufzubauen. Der Vertreter der Russischen F&ouml;deration erkl&auml;rte zu den Sicherheitsabkommen Afghanistans mit den USA und der NATO, seine Delegation beabsichtige nicht, das souver&auml;ne Recht Afghanistans, so zu handeln, in Frage zu stellen. Der Vertreter Chinas sagte, angesichts der ernsten Sicherheitslage des Landes m&uuml;sse Afghanistan bei seinen Anstrengungen, nationale Stabilit&auml;t und Sicherheit durch Capacity Building bei Sicherheitskr&auml;ften und Polizei zu erreichen, unterst&uuml;tzt werden. Der Vertreter Irans wies auf die Resolutionen der Generalversammlung zur Unterst&uuml;tzung von Ausbildung und Unterst&uuml;tzung der ANSF hin, in denen sich der starke Wille der internationalen Gemeinschaft zeige, Afghanistan Souver&auml;nit&auml;t, Unabh&auml;ngigkeit und nationale Einheit zu respektieren.</p>
<p>F&uuml;r eine RSM begr&uuml;&szlig;ende Resolution des UN-SR soll es zzt. eine breite Bereitschaft unter den Mitgliedern geben. Allein bei Russland gebe es erhebliche Schwierigkeiten.</p>
<p>(d) <span style="text-decoration: underline;">Politische Altlast? Blo&szlig; weg?</span></p>
<p>Der Afghanistandiskurs in Deutschland ist von viel Selbstbezogenheit gepr&auml;gt (&bdquo;was macht der Einsatz mit uns?&ldquo;) und auff&auml;llig wenig von der Frage, was der Einsatz f&uuml;r die AfghanInnen bewirkt und was dort nottut. &bdquo;Afghanistan&ldquo; erscheint vielfach als eine politische &bdquo;Altlast&ldquo; und Klotz am Bein, den man am liebsten loswerden m&ouml;chte. Gerade aus der Sicht von Abgeordneten, die mit den ersten Afghanistanmandaten nichts zu tun haben und die jetzt mit einer beunruhigenden H&auml;ufung n&auml;her liegender Krisen und Kriege fertig werden m&uuml;ssen, w&auml;re das verst&auml;ndlich.</p>
<p>Insbesondere Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne stehen hier aber weiterhin in besonderer Verantwortung: Der ISAF-Einsatz wurde vom rot-gr&uuml;nen Kabinett und der Bundestagsmehrheit von SPD und Gr&uuml;nen 2001 auf den Weg gebracht. Neben richtigen Ans&auml;tzen &ndash; Betonung eines umfassenden Ansatzes der Terror(ursachen)bek&auml;mpfung und bev&ouml;lkerungsorientierter Aufbauhilfe statt Antiterrorkrieg &ndash; trug die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung auch Mitverantwortung f&uuml;r strategische Startfehler und verpasste Chancen: die Untersch&auml;tzung der Herausforderung Aufbau Afghanistan, das jahrelange Mini-Engagement beim Polizeiaufbau (Lead-Rolle Deutschlands!), die konzeptionelle Schw&auml;che (erstes, d&uuml;rftiges AFG-Konzept der Bundesregierung erst im September 2003), keine Definition eines gesamtpolitischen (nicht nur milit&auml;rischen) &bdquo;End-States&ldquo;. Zun&auml;chst fortgesetzt von der ersten Gro&szlig;en Koalition r&auml;chten sich diese Fehler in den Folgejahren, letztlich in enormen Kosten, schmerzhaften Opfern und vielen Entt&auml;uschungen.</p>
<p>Gr&uuml;ne nehmen f&uuml;r sich in Anspruch, sich besonders f&uuml;r Menschenrechte und Frauenrechte, f&uuml;r UN-Friedenssicherung einzusetzen. Das zeigte sich schon in den 80er und 90er Jahren in besonderer Verbundenheit mit den Frauen in Afghanistan, mit den kriegsgeschundenen Menschen dort. Vor diesem Hintergrund k&ouml;nnen f&uuml;r Gr&uuml;ne beim Thema Afghanistan innenpolitische Erw&auml;gungen nicht ausschlaggebend sein.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">J&uuml;ngste + fr&uuml;heste Ver&ouml;ffentlichungen zu Afghanistan</span></strong>(fast alles unter <a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> )</p>
<p>- <strong>Kurzbilanz Afghanistan</strong>-Engagement, November 2014</p>
<p>- Bericht von der Einweihung des &bdquo;<strong>Waldes der Erinnerung</strong>&ldquo; am 15. November 2014</p>
<p>- <strong>15 Jahre Ziviler Friedensdienst</strong> &ndash; Verabschiedung von elf ZFD-Fachkr&auml;ften nach <strong>Afghanistan</strong>, Burundi, Kongo, Kosovo, Sierra Leone, Timor Leste. LICHTblicke und R&uuml;ckblicke, Bericht Oktober 2014 (Fotos auf Facebook)</p>
<p>- Die Politik und Afghanistan: <strong>Pers&ouml;nliche Bilanz und Ausblick</strong> eines parlamentarischen Mitauftraggebers, September 2014 (f&uuml;r eine Buchver&ouml;ffentlichung)</p>
<p>- <strong>Wen interessiert noch</strong> <strong>Afghanistan</strong>? <strong>Vortragsreihe zum Ende des ISAF-Gro&szlig;einsatzes</strong> und den neuen, nahen Kriegen und Krisen (Zweibr&uuml;cken, Ramstein, Kaiserslautern), Bericht Oktober 2014</p>
<p>- Wer wei&szlig; schon, dass in <strong>Afghanistan</strong> 2000 Frauen und M&auml;nner im Auftrag der deutschen Entwicklungszusammenarbeit arbeiten? <strong>Unbekannte Better News</strong> aus Loccum zu Aufbauhilfe und Evaluierung, 5. Oktober 2014 (Fotos auf Facebook) (<a href="http://www.nachtwei.de/index.php?articles&amp;func=display&amp;aid=1317">www.nachtwei.de/index.php?articles&amp;func=display&amp;aid=1317</a></p>
<p>- Jenseits der &uuml;blichen Selbstbet&auml;tigung &ndash; <strong>20 Jahre deutsche Beteiligung an Interventionen</strong> verweisen auf eine einzige Lehre, ipg-journal (Internationale Politik und Gesellschaft) der Friedrich-Ebert-Stiftung, 8. September 2014 (<a href="http://www.ipg-journal.de/schwerpunkt-des-monats/interventionen/">www.ipg-journal.de/schwerpunkt-des-monats/interventionen/</a></p>
<p>- <strong>Umzingelung von Kunduz</strong>: Warum die Taliban wieder so erfolgreich sind. Neueste AAN-Studie zu Distrikten, 2.9.2014</p>
<p>- <strong>Alarmierende Nachricht jetzt auch aus Kunduz</strong>: Belagerung durch mehr als 2000 Aufst&auml;ndische, 28.8.2014</p>
<p>- Erstmalig <strong>Langzeitstudie zu deutschen AFG-R&uuml;ckkehrern</strong>: Vom Stabilisierungs- zum Kampfeinsatz &ndash; was macht das mit den Soldaten?, August 2014</p>
<p>- Truppen ziehen ab, der Krieg brennt weiter in Afghanistan: <strong>Zunahme der Zivilopfer um 24%</strong> auf 4.853 Tote und Verletzte, durch Bodenk&auml;mpfe um 89%! (UNAMA-Bericht I/2014), 14. Juli 2014 (<a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=detail%25aid=1300">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=detail%aid=1300</a> )</p>
<p>- <strong>Bilanzierung und Evaluierung von deutschen Auslandseins&auml;tzen</strong>, in: Verantwortung zu sch&uuml;tzen: <strong>Interventionspolitik seit 1990 &ndash; eine friedensethische Bilanz</strong>, Analysen und Empfehlungen, hg. Von Thomas Hoppe, vorgelegt von der AG Gerechter Friede der Dt. Kommission Justitia et Pax, Juni 2014</p>
<p>- &bdquo;Diamanten deutscher Au&szlig;enpolitik&ldquo; &ndash; Fachtagung &bdquo;<strong>20 Jahre Bund-/L&auml;nder-AG Internationale Polizeimissionen&ldquo;</strong> am 13. Juni 2014 in Bonn, Juli 2014 (Fotos auf Facebook)</p>
<p>- Hunderte durch Schlammlawine begraben &ndash; <strong>Dringender Hilfsaufruf f&uuml;r die &Uuml;berlebenden</strong> in Badakhshan in Nordost-Afghanistan von Winfried Nachtwei und Rainer L. Glatz, Generalleutnant a.D., 7. Mai 2014</p>
<p>- ISAF zieht ab, Entwicklungszusammenarbeit bleibt! <strong>Neue deutsche EZ-Strategie zu AFG</strong> &bdquo;Verl&auml;ssliche Partnerschaft&ldquo;, 31.3.2014</p>
<p>- &ldquo;<strong>Enough with the Killing of Civilians!&ldquo;</strong> Der Serena-Angriff in Kabul und die Antwort der Zivilgesellschaft, Kommentar M&auml;rz 2014)</p>
<p>- <strong>Sicheres Umfeld? Mehr Frieden durch Abzug?</strong> Der Anstieg der Zivilopfer in Afghanistan um 14% auf 8.615 Tote und Verletzte spricht dagegen (UNAMA-Jahresbericht 2013 &uuml;ber Zivilopfer), 16.2.2014</p>
<p>- Eher Anst&ouml;&szlig;e als Orientierung &ndash; Anmerkungen zur <strong>Afghanistan-Stellungnahme der EKD</strong> vom Januar 2014, 2.2.2014</p>
<p>- <strong>Selbstmordangriff auf internationale Aufbauhelfer</strong> in Kabul &ndash; Entsetzen, Mitgef&uuml;hl, Solidarit&auml;t! (&bdquo;Taverna du Liban&ldquo;) Mit Beileids- und Unterst&uuml;tzungsschreiben an die Frauen und M&auml;nner von EUPOL, 19. Januar 2014</p>
<p>- &bdquo;<strong>Blo&szlig; nicht weg aus Afghanistan? Blo&szlig; nicht! Nur wie?</strong>&ldquo;, Vortrag bei der XXVII. Afghanistan-Tagung der Evang. Akademie Villigst &bdquo;Der Frieden ist der Ernstfall &ndash; Afghanistan nach 2014&ldquo; am 15. Dezember 2013 (<a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> 30.12.2013)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Ausgew&auml;hlte fr&uuml;here Beitr&auml;ge</span></strong></p>
<p>- <strong>Blo&szlig; weg? Blo&szlig; nicht!</strong> <strong>Was zu tun ist in Afghanistan</strong>, taz 25. Mai 2013</p>
<p>- Reisebericht &bdquo;<strong>17. Afghanistanreise - R&uuml;ckzug aus der Verantwortung</strong>?&ldquo; Dezember 2012, 14 S. (<a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> 20.12.2012, letzter von 14 AFG-Reiseberichten)</p>
<p>- <strong>Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr &ndash; Von der Friedenssicherung zur Aufstandsbek&auml;mpfung</strong>, in: Anja Seiffert, Phil C. Langer, Carsten Pietsch (Hrsg.): Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan &ndash; Sozial- und politikwissenschaftliche Perspektiven, Jahresschrift 2011 des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr, Dezember 2011</p>
<p>- Zehn Jahre Afghanistaneinsatz: <strong>Nach den Aufbau-Illusionen nun die Abzugs-Illusionen?</strong> In: Die Bundeswehr, Mitgliedermagazin des Dt. Bundeswehrverbandes, November 2011</p>
<p>- <strong><span style="text-decoration: underline;">Wie alles anfing:</span></strong> <strong>11. September bis 22. Dezember 2001</strong> &ndash; Von New York nach Afghanistan aus Berliner Sicht, Pers&ouml;nliche Aufzeichnungen von W.N, August 2011, 30 S.</p>
<p>- Stellungnahme zum Sachverst&auml;ndigengespr&auml;ch des Innenausschusses des Landtages NRW &bdquo;<strong>Abzug deutscher (NRW-)Polizisten aus Afghanistan</strong>&ldquo; (Antrag der Fraktion DIE LINKE) am 9. Juni 2011 in D&uuml;sseldorf</p>
<p>- GENAUER HINSEHEN: (1) <strong>Sicherheitsvorf&auml;lle AFG</strong>-Nord Aug. 2010 &ndash; Anfang Mai 2011; (2) Sicherheitsvorf&auml;lle AFG landesweit (ohne RC North) bis Anfang Mai 2011; (3) Sicherheitsvorf&auml;lle nach Wochen/Regionen + Kategorien bis April 2011</p>
<p>- <strong>Better News</strong> statt Bad News aus AFG, Folge VII, 12 S., Mai 2010</p>
<p>- Stellungnahme: <strong>Krieg in Afghanistan &ndash; Bundeswehr im Krieg</strong>: F&uuml;hrt die Bundeswehr Krieg? August 2009, aktualisiert November 2009</p>
<p>- <strong>Brief</strong> an die Minister Steinmeier, Jung, Wieczorek-Zeul und Sch&auml;uble zur akuten Situation in Afghanistan gemeinsam mit J&uuml;rgen Trittin, 5.9.2006</p>
<p>- <strong>Stellungnahme</strong>: Dringende Fragen: <strong><span style="text-decoration: underline;">Afghanistan auf der Kippe?</span></strong> Juli 2006</p>
<p>- W.N./Ludger Volmer: <strong>Vorschl&auml;ge zur Pr&auml;zisierung des Afghanistan-Konzepts</strong> der Bundesregierung, 22.9.2003</p>
<p>- <strong>Reisebericht</strong>: Kabul im August 2003 &ndash;Afghanistanpolitik am Scheideweg, August 2003</p>
<p>- <strong>Stellungnahme</strong>: &Uuml;ber Kabul hinaus? Einige Anmerkungen zu einer m&ouml;glichen Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan, 6.8.2003</p>
<p>- <strong>Reisebericht</strong>: Besuch in Kabul: Langer Atem f&uuml;r Afghanistan, Dezember 2002</p>
<p>- <strong>Stellungnahme</strong>: Anmerkungen zur Mandatsverl&auml;ngerung &bdquo;Enduring Freedom&ldquo;, von Claudia Roth und W. Nachtwei, 14.11.2002</p>
<p>- <strong>Stellungnahme</strong>: Anforderungen an eine Kabul-Schutztruppe, 21.12.2001</p>
<p>- <strong>Brief</strong> an Fraktionsvorstand, AK IV, Parteivorstand, gr&uuml;ne Minister: Afghanistan-Krieg/Innere Lage (EILT &ndash; INTERN), 2.11.2001</p>
<div><br clear="all" /><hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Die Politik und Afghanistan: <strong>Pers&ouml;nliche Bilanz und Ausblick</strong> eines parlamentarischen Mitauftraggebers, September 2014 (f&uuml;r einen Sammelband zur Bilanz und Lehren des Afghanistaneinsatzes im M&auml;rz 2015); <strong>Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr &ndash; Von der Friedenssicherung zur Aufstandsbek&auml;mpfung</strong>, in: Anja Seiffert, Phil C. Langer, Carsten Pietsch (Hrsg.): Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan &ndash; Sozial- und politikwissenschaftliche Perspektiven, Jahresschrift 2011 des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr, Dezember 2011; <strong>11. September bis 22. Dezember 2001</strong> &ndash; Von New York nach Afghanistan aus Berliner Sicht, Pers&ouml;nliche Aufzeichnungen von W.N, August 2011, 30 S.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Seit vielen Jahren fordert nicht nur die Gr&uuml;ne Fraktion, in Mandaten f&uuml;r Schwerpunktmissionen auch die zivilen und polizeilichen Ziele, Aufgaben und Ressourcen anzusprechen. Nicht, um nun auch die Beitr&auml;ge des AA, BMZ und BMI einer Art erweitertem Parlamentsvorbehalt zu unterwerfen, sondern um die nichtmilit&auml;rischen Komponenten eines Kriseneinsatzes &uuml;berhaupt angemessen in den Fokus zu nehmen und sie zu kr&auml;ftigen. Ihre Minimalwahrnehmung und Unterausstattung ist eine durchg&auml;ngige Erfahrung von 20 Jahren deutscher Beteiligung an internationalen Kriseneins&auml;tzen. Vgl. meine Stellungnahme in der Bundestagskommission zu Parlamentsrechten und Auslandseins&auml;tzen, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1313">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1313</a> Die &bdquo;zivile L&uuml;cke&ldquo; wird durch parallele Entschlie&szlig;ungsantr&auml;ge &ndash; in diesem Jahr &bdquo;Transformationsdekade mit zivilen Mitteln erfolgreich gestalten&ldquo;, Drs. 18/3405 &ndash; nicht ausgeglichen. Die Medienberichterstattung zur 1. Lesung am 5.12.2014 blieb weitestgehend auf die Milit&auml;rmission beschr&auml;nkt.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> Afghanistan, Australia, Belgium, Bosnia and Herzegovina, Bulgaria, Croatia, Czech Republic, Denmark, Egypt, Estonia, Germany, Greece, Hungary, India, Iraq, Israel, Italy, Japan, Kazakhstan, Latvia, Liechtenstein, Lithuania, Luxembourg, Malaysia, Malta, Montenegro, Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Republic of Korea, Serbia, Singapore, Slovakia, Slovenia, Sweden, Switzerland, Thailand, Ukraine, United Arab Emirates, United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and Viet Nam. Zusammenfassender Bericht zur Resolution und Debatte unter <a href="http://www.un.org/press/en/2014/ga11589.doc.html">www.un.org/press/en/2014/ga11589.doc.html</a></p>
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                        </div>
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