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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Kosovo-Verhandlungen brauchen Sicherheit</title>
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    <span class="xar-mod-title">Kosovo + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
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        <h1>
            Kosovo-Verhandlungen brauchen Sicherheit         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 1. Juni 2006 23:15:09 +02:00 (45413 Aufrufe)            </div>
            <div>    In der Bundestagsdebatte zur VerlÃ¤ngerung des KFOR-Mandats am 1. Juni schilderte <strong>Winfried Nachtwei</strong> Fortschritte und Hauptprobleme im Kosovo, wie er sie gerade bei einem Besuch dort erfahren hatte. In der kritischen Phase der Statusverhandlungen sei KFOR besonders unverzichtbar. Die Rede ...</div>
            <div>      <p>VizeprÃ¤sident Dr. Hermann Otto Solms: </p><p>Das Wort hat der Kollege Winfried Nachtwei von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen.</p><p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): </p><p>Herr PrÃ¤sident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege SchÃ¤fer, es ist die Frage, ob man den serbischen Minderheiten dadurch hilft, dass man jetzt zum Beispiel die KFOR von den Enklaven abzieht. </p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD und der FDP)</p><p>Vor sieben Jahren ging der Kosovo-Luftkrieg der NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien zu Ende. Dieser Krieg war zu Recht sehr umstritten. Es hat danach, so finde ich, viel zu wenig offene, selbstkritische Auswertungen dieses Krieges gegeben. Es Ã¼berwogen VerdrÃ¤ngung einerseits und KriegsschuldvorwÃ¼rfe andererseits. Aber es sind tatsÃ¤chlich einige Konsequenzen gezogen und Lehren umgesetzt worden: der StabilitÃ¤tspakt, die neuen FÃ¤higkeiten der zivilen KrisenprÃ¤vention und Friedenskonsolidierung,</p><p>(Beifall bei Abgeordneten der SPD)</p><p>die zwei SÃ¤ulen der EuropÃ¤ischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und nicht zuletzt die verstÃ¤rkte UNO-Treue und VerlÃ¤sslichkeit der Bundesrepublik Deutschland. Das alles sind wesentliche, tatsÃ¤chliche Konsequenzen.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)</p><p>Vor drei Wochen begann im Kosovo der Einsatz des 14. Kontingents der <strong>Bundeswehr<strong>.</strong></strong> Manche Soldaten sind schon zum dritten Mal oder sogar noch Ã¶fter dabei. Da stellt sich selbstverstÃ¤ndlich die Frage - diese Frage stellen sich auch die Soldaten, die gerade im Saal sind -: Soll das etwa eine unendliche Geschichte werden? </p><p>Als Obleute des Verteidigungsausschusses waren wir vor knapp zwei Wochen im Kosovo. Dort haben wir Verschiedenes festgestellt. Vor zwei Jahren - Sie erinnern sich - waren die schlimmen MÃ¤rzunruhen. Da hatten wir die BefÃ¼rchtung, dass die bis dahin geleistete mÃ¼hsamste Aufbauarbeit vÃ¶llig zusammengebrochen wÃ¤re. Schauen wir genauer hin: Einiges hat sich inzwischen sehr gut entwickelt. Die Kosovo Police Force, von der man annahm, dass sie sich erst einmal gar nicht entwickeln wÃ¼rde, ist jetzt weitestgehend selbststÃ¤ndig und arbeitet insgesamt recht gut und verlÃ¤sslich. Die UN-Polizei ist nur noch in beratender Funktion tÃ¤tig. Das ist ein sehr wichtiger Fortschritt. Die KFOR ist jetzt eindeutig auf konsequenten Minderheitenschutz und auch auf Wiederholungen der MÃ¤rzunruhen vorbereitet.</p><table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="53" height="8"><tbody><tr><td height="8" align="left" valign="top"><p>&nbsp;</p></td></tr></tbody></table><br /><p>Zugleich gehen sie mit den â€žLiaison and Monitoring Teams&quot; jetzt viel dichter an die kosovarische Gesellschaft heran. Das sind eindeutige Fortschritte, ebenso wie die BeschÃ¤ftigungserfolge privatisierter Firmen, in denen etliche Hunderte bis Tausende neuer ArbeitsplÃ¤tze geschaffen wurden. Das sind die positiven VerÃ¤nderungen.</p><p>Zugleich ist die Situation aber auch sehr ernÃ¼chternd. Denn die latente, hoch organisierte Gewalt ist im Kosovo weiterhin enorm und die organisierte KriminalitÃ¤t sehr verbreitet. Es wurde schon darauf hingewiesen, wie mangelhaft die Strafjustiz noch immer arbeitet, insbesondere bei der Aufarbeitung der Verbrechen, die im Rahmen der MÃ¤rzunruhen verÃ¼bt wurden. SchlieÃŸlich ist auch die Situation der Minderheiten weiterhin eine Schande, obwohl es einzelne Gebiete gibt, Orahovac zum Beispiel, in denen sie zumindest einigermaÃŸen gut nebeneinander leben kÃ¶nnen.</p><p>Welche Konsequenzen sind am heutigen Tag zu ziehen? Die jÃ¼ngsten StatusgesprÃ¤che markieren eine politisch besonders heikle Phase; denn die Konfliktparteien halten sich jetzt einigermaÃŸen zurÃ¼ck. Aber es gibt verstÃ¤rkte Anzeichen dafÃ¼r, dass die Welle der Gewalt, wenn es zu nicht zufrieden stellenden Ergebnissen kommt, sehr hoch schlagen kÃ¶nnte. Hier muss die Botschaft der internationalen Gemeinschaft vÃ¶llig klar sein - Kollege Stinner, Sie haben das zu Recht angespro-chen -: Gewalt darf keine â€žLÃ¶sung&quot; mehr sein </p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN, bei der CDU/CSU und der SPD sowie bei Abgeordneten der FDP)</p><p>und Gewalt darf sich nicht mehr lohnen. </p><p>Darauf nicht hinreichend zu achten, dieser Fehler ist in der Vergangenheit immer wieder gemacht worden. Deshalb ist die VerlÃ¤ngerung des <strong>KFOR-Mandats</strong> jetzt - ich wiederhole: jetzt - notwendig und unverzichtbar. Denn jetzt abzuziehen - ich sage wieder: jetzt; vielleicht stellt sich die Situation in einem Jahr schon anders dar; das wÃ¤re am besten -, hieÃŸe, die Enklaven den in den StartlÃ¶chern stehenden GewalttÃ¤tern zu Ã¼berlassen. Das wÃ¤re unverantwortlich.</p><p>Danke schÃ¶n.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP)</p></div>


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