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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Afghanistan-Lehren IV: Es geht doch - UnabhÃ¤ngige Kommission evaluiert norwegisches AFG-Engagement</title>
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    <span class="xar-mod-title">Kosovo + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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    <tr>
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                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
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        <h1>
            Afghanistan-Lehren IV: Es geht doch - UnabhÃ¤ngige Kommission evaluiert norwegisches AFG-Engagement         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 26. Juni 2016 12:48:03 +02:00 (90414 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Eine vom norwegischen Au&szlig;en- und Verteidigungsminister eingesetzte Unabh&auml;ngige Kommission legte jetzt ihren Evaluierungsbericht zum norw. Engagement in Afghanistan von 2001 bis 2014 vor. In Berlin hatten Bundesregierungen und Koalitionsmehrheiten bisher nicht die Kraft dazu.&nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Es geht doch! </strong></p>
<p align="center"><strong>Unabh&auml;ngige Kommission evaluiert das norwegische </strong></p>
<p align="center"><strong>zivile + milit&auml;rische Engagement in Afghanistan 2001-2014</strong></p>
<p align="center">W. Nachtwei</p>
<p>Am 6. Juni 2016 legte eine vom norwegischen Au&szlig;en- und Verteidigungsminister berufene unabh&auml;ngige Evaluierungs-Kommission ihren 230-seitigen Abschlussbericht vor: &bdquo;<em>A good ally: Norway in Afghanistan</em>&ldquo;. Norwegen schafft damit etwas, was die Bundesregierung bis heute &ndash; trotz immer wiederholter Forderungen aus dem Bundestag seit 2006! &ndash; nicht zustande gebracht hat.<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> Die Kommission sollte die Gesamtheit der der norwegischen Beitr&auml;ge zum internationalen Engagement in Afghanistan von 2001 bis 2014 bewerten und Schlussfolgerungen f&uuml;r die k&uuml;nftige Beteiligung an internationalen Operationen ziehen. Geleitet wurde die seit Januar 2015 arbeitende zehnk&ouml;pfige Kommission von Bj&ouml;rn Tore Godal, ehemaliger sozialdemokratischer Parlamentsabgeordneter (1986-2001), norwegischer Au&szlig;enminister (1994-1997), Verteidigungsminister (2000-2001) und Botschafter in Berlin (2003-2007). ( <a href="https://www.regjeringen.no/en/aktuelt/commission_afghanistan/id2341692/">https://www.regjeringen.no/en/aktuelt/commission_afghanistan/id2341692/</a> )</p>
<p>Bisher ist der Bericht nur in Norwegisch erschienen, eine &Uuml;bersetzung ins Englische folgt.</p>
<p>(<a href="https://www.regjeringen.no/contentassets/09faceca099c4b8bac85ca8495e12d2d/no/pdfs/nou201620160008000dddpdfs.pdf">https://www.regjeringen.no/contentassets/09faceca099c4b8bac85ca8495e12d2d/no/pdfs/nou201620160008000dddpdfs.pdf</a> Zwei Mitglieder der Kommission, die Forscherinnen Astri Suhrke und Torunn Wimpelmann vom Christian Michelsen Institute (CMI) in Bergen, haben die Ergebnisse zusammengefasst (<a href="http://www.cmi.no/news/1711-a-good-ally-norway-in-afghanistan">http://www.cmi.no/news/1711-a-good-ally-norway-in-afghanistan</a> ).</p>
<p>Die <strong>Kernthesen des Berichts:</strong></p>
<ul>
<li>Das Gesamtergebnis des internationalen Engagements sei deprimierend. Die Taliban&nbsp; seien st&auml;rker als je zuvor seit 2001. Andauernde Feindseligkeiten w&uuml;rden die Chancen wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung unterminieren. Sie drohen, alle bisher erreichten&nbsp; Fortschritte r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, und schw&auml;chen die M&ouml;glichkeiten, ein stabiles, funktionierendes, demokratisches Staatswesen aufzubauen.</li>
<li>Diese Zust&auml;nde kontrastieren mit den Kosten der Operation: Sch&auml;tzungsweise 90.000 Afghanen und Ausl&auml;nder seien get&ouml;tet worden. Die milit&auml;rischen Gesamtausgaben w&uuml;rden auf 4.500 Mrd. NOK (&uuml;ber 420 Mrd. Euro) und die Entwicklungsausgaben auf 357 Mrd. NOK (um 32 Mrd. Euro) gesch&auml;tzt.</li>
<li>Die internationalen Akteure h&auml;tten Afghanistan und die lokalen Bedingungen, Kultur und Konfliktlinien nur begrenzt verstanden. Die Ziele und Ans&auml;tze der Afghanistanoperationen waren zeitweilig inkonsistent und widerspr&uuml;chlich. Milit&auml;rische &Uuml;berlegungen trieben die Agenda von Statebuilding und Entwicklung. Die Strategie der internationalen Koalition bei der Bek&auml;mpfung von Terrorismus und Aufstand priorisierte kurzfristige Sicherheitsziele. Das st&auml;rkte lokale Machtstrukturen, die korrupt und missbr&auml;uchlich waren.</li>
<li>Extern gest&uuml;tztes Statebuilding &ndash; basierend auf milit&auml;rische Aktivit&auml;ten in gro&szlig;em Umfang, massiven Finanztransfers und schwachen Institutionen &ndash; sei extrem schwierig, in Afghanistan mit seiner von Krieg und Aufruhr gespaltenen Gesellschaft erwies es sich als unm&ouml;glich.</li>
</ul>
<p><strong>Zentrale politische Empfehlungen: </strong>(&hellip;)</p>
<ul>
<li>Interventionen, die einen Regime-Change einschlie&szlig;en, seien ressourcen-intensiv und w&uuml;rden mehr Konflikt schaffen. Erfolgreiches Statebuilding w&auml;hrend eines bewaffneten Konflikts sei schwierig, wenn nicht unm&ouml;glich zu erreichen. Internationales Engagement in Statebuilding m&uuml;sse deshalb auf inklusiven politischen L&ouml;sungen oder ausgehandelten Vereinbarungen basieren. Versuche, Verhandlungsergebnisse zu erreichen, m&uuml;ssten fr&uuml;h beginnen.</li>
</ul>
<p>Das CMI ver&ouml;ffentlichte im Juni eine &bdquo;<em>Review of Norwegian development assistance to Afghanistan 2011-2014</em>&ldquo; (<a href="http://www.cmi.no/publications/5852-review-of-norwegian-development-assistance-to">http://www.cmi.no/publications/5852-review-of-norwegian-development-assistance-to</a> ).</p>
<p>&nbsp;</p>
<div><br clear="all" /><hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Vgl. Fortschrittsbericht Afghanistan 2014 der Bundesregierung einschlie&szlig;lich einer Zwischenbilanz des Afghanistan-Engagements, verfasst vom Sonderbeauftragten der Bundesregierung f&uuml;r Afghanistan und Pakistan, Dr. Michael Koch, Berlin November 2014. Eine Bewertung des deutschen Beitrags wird ausdr&uuml;cklich abgelehnt, weil sich gerade die Bundesregierung stets bem&uuml;ht habe, &bdquo;ihre Beitr&auml;ge konsequent in multilaterale Astimmungen einzubetten.&ldquo; <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/691670/publicationFile/199488/141119-Fortschrittsbericht_AFG_2014.pdf">http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/691670/publicationFile/199488/141119-Fortschrittsbericht_AFG_2014.pdf</a></p>
</div>
</div></div>


           <br />
                        </div>
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