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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: 20 Jahre Bund-/LÃ¤nder-AG &quot;Internationale Polizeimissionen&quot; - &quot;Diamanten deutscher AuÃŸenpolitik&quot; (Fachtagung)</title>
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    <span class="xar-mod-title">Kosovo + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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            20 Jahre Bund-/LÃ¤nder-AG &quot;Internationale Polizeimissionen&quot; - &quot;Diamanten deutscher AuÃŸenpolitik&quot; (Fachtagung)         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 13. Juli 2014 12:25:30 +02:00 (45535 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Seit 25 Jahren unterst&uuml;tzen deutsche PolizistInnen Internationale Polizeimissionen, seit 20 Jahren gemeinsam mit den L&auml;ndern. Die Fachtagung im Kontext der Innenministerkonferenz zog Bilanz und blickte in die Zukunft. Hier mein Tagungsbericht plus Liste meiner Publikationen zu internationalen Polizeieins&auml;tzen und ein interessanter Vermerk aus dem Jahr 2000.</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>&bdquo;Diamanten deutscher Au&szlig;enpolitik&ldquo; -</strong></p>
<p align="center"><strong>Fachtagung &bdquo;20 Jahre Bund-/L&auml;nderarbeitsgruppe Internationale Polizeimissionen&ldquo;) am 13. Juni 2014 in Bonn</strong></p>
<p align="center">von Winfried Nachtwei, MdB a.D.<a title="" href="#_ftn1">[1]</a></p>
<p><em>Die Bund-/L&auml;nderarbeitsgruppe &bdquo;Internationale Polizeimissionen&ldquo; (AG IPM) koordiniert seit 20 Jahren die Entsendung deutscher PolizeibeamtInnen von Bund und L&auml;ndern in mandatierte Friedensmissionen von OSZE, EU und Vereinte Nationen (VN). Aus diesem Anlass lud das Ministerium f&uuml;r Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen zu einer Fachtagung ins Bonner Haus der Geschichte im Kontext der gleichzeitig in Bonn tagenden Innenministerkonferenz. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re und NRW-Innenminister Ralf J&auml;ger schlossen die Tagung mit Festreden ab. Moderiert wurde die Veranstaltung von Sebastian Schaffstein vom Radio Dortmund. (Artikel zur Tagung unter </em><a href="http://www.polizei.nrw.de/auslandseinsaetze/artikel_8962.html"><em>http://www.polizei.nrw.de/auslandseinsaetze/artikel_8962.html</em></a><em> )</em></p>
<p><em>In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der f&uuml;r VN-Friedensmissionen autorisierten Polizisten von unter 6.000 auf 17.500 verdreifacht! Anfang Juli 2014 waren 255 deutsche PolizistInnen in polizeilichen Auslandseins&auml;tzen. Zusammen mit Rechtsstaatsf&ouml;rderung, Sicherheitssektorreform ist die Polizeikomponente eine zentrale Br&uuml;cke zu nachhaltiger (B&uuml;rger-)Sicherheit und gesellschaftlicher Vertrauensbildung.</em></p>
<p><em>(Im Anhang mein Vermerk zu Internationalen Polizeimissionen aus dem Jahr 2000 - zu Bedeutung, Defiziten und Handlungsbedarf. Fotos auf meiner Facebook-Seite)</em></p>
<p>Im Konferenzsaal des Hauses der Geschichte zeigen Stellplakate Bilder von verschiedenen Polizeimissionen &ndash; angefangen mit Mostar 1994 &uuml;ber Liberia 2011 bis Mali 2013.</p>
<p><strong>Begr&uuml;&szlig;ung</strong> durch Dieter Wehe, langj&auml;hriger Vorsitzender der AG IPM und Inspekteur der Polizei NRW, Dr. Christoph Ehrentraut, Gesch&auml;ftsstelle AG IPM und Referatsleiter BMI, sowie Prof. Dr. Walter H&uuml;tter, Pr&auml;sident Haus der Geschichte.</p>
<p><strong>Dieter Wehe</strong> begr&uuml;&szlig;t unter den &uuml;ber 200, &uuml;berwiegend polizeilichen G&auml;sten, die Bundestagsabgeordnete Anita Sch&auml;fer, CDU, Verteidigung, und die Landtagsabgeordneten</p>
<p>Guido van den Berg, SPD, Innenausschuss, und Verena Sch&auml;ffer, Gr&uuml;ne, innenpolitische Sprecherin. (<em>Dass er den ehemaligen MdB &bdquo;Winni Nachtwei (als) einen unverzichtbaren F&ouml;rderer der polizeilichen Auslandseins&auml;tze in Politik und &Ouml;ffentlichkeit&ldquo; begr&uuml;&szlig;, freut und verpflichtet mich</em>.)</p>
<p>Was war gut, wie kann es sich in den n&auml;chsten 20 Jahren weiter entwickeln? Nach den &bdquo;M&uuml;nchener Reden&ldquo; solle sich Deutschland mehr an der L&ouml;sung von Krisen beteiligen. An Friedensmissionen werde es in Zukunft nicht mangeln.</p>
<p>Herzlich begr&uuml;&szlig;t Herr Wehe auch die anwesenden Kollegen von &bdquo;Lachen Helfen&ldquo; mit dem Vorsitzenden Roderich Thien. Diese Initiative von Soldaten und Polizisten f&uuml;r Kinder in Krisen- und Kriegsgebieten sei eine &bdquo;wunderbare Idee&ldquo;.</p>
<p><strong>Christoph Ehrentraut</strong> betont, dass die L&auml;nder seit nun 20 Jahren ganz entscheidend die Entsendung von Polizisten ins Ausland &nbsp;pr&auml;gen. International h&auml;tten die deutschen Polizisten einen sehr guten Ruf. Die Gesch&auml;ftsstelle der AG IPM sei vor allem Dienstleister f&uuml;r Polizisten im Ausland. Polizisten im Ausland. Die Aussagen des Koalitionsvertrages seien mit Realismus und ausgewogenen L&ouml;sungen umzusetzen, die die Absicht, sich bei Auslandseins&auml;tzen zu steigern, in der Balance mit der Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben im Inland halten.</p>
<p><strong>Die vier Fachvortr&auml;ge</strong> er&ouml;ffnet <strong>Achim Raupach</strong>, Leiter des Dezernats Auslandsverwendungen beim Landesamt f&uuml;r Aus- und Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW, mit einer <strong>Historie der Missionen 1989 bis 2014</strong>:</p>
<p>- 1989 kam die erste VN-Anfrage nach einer deutschen Beteiligung an einer VN-Mission. Es ging um die Absicherung der ersten freien Wahlen und des Unabh&auml;ngigkeitsprozesses in Namibia (UNTAG)<a title="" href="#_ftn2">[2]</a>. In Heimersheim wurden 50 BGS-Beamte auf den Einsatz vorbereitet. F&uuml;r das zugesagte Kontingent von 30 DDR-Volkspolizisten fand man zun&auml;chst nur zehn mit ausreichend Englisch-Kenntnissen. Zwanzig weitere Zivilbeamte wurden kurzfristig zu &bdquo;Polizisten&ldquo; gemacht. Im Einsatz sei das nicht weiter aufgefallen. &nbsp;Die Zusammenarbeit zwischen den Polizisten aus West- und Ostdeutschland im Norden Namibias von April 1989 bis M&auml;rz 1900 sei problemlos gewesen. Zum Teil habe man sogar zusammen gewohnt. Als die Vopos nach Hause zur&uuml;ckkehrten, gab es ihren Arbeitgeber nicht mehr!</p>
<p>- MINURSO in der Westsahara unterst&uuml;tzte Deutschland von 1992 bis Juni 1996 mit bis zu 13 Bundespolizisten, die alle 6-8 Wochen ihre Funktion und Orte wechseln mussten. Das beabsichtigte Referendum wurde nie durchgef&uuml;hrt. Die Mission l&auml;uft bis heute. Ihre Einstellung ist nicht in Sicht. Heute wird MINURSO von einem deutschen Diplomaten (Wolfgang Weisbrod-Weber) geleitet, zwei Bundeswehrsoldaten nehmen als unbewaffnete Milit&auml;rbeobachter an der Mission teil.</p>
<p>- WEU Mission in Mostar: Von August 1994 bis Oktober 1996 nahmen 212 PVP von Bund und &ndash; erstmalig &ndash;L&auml;ndern an der Mission teil. Der EU-Administrator f&uuml;r Mostar Hans Koschnik hatte darauf gedrungen. Die Mission war anf&auml;nglich relativ gef&auml;hrlich.</p>
<p>- OSZE Kosovo Verification Mission (KVM) von Oktober 1998 bis M&auml;rz 1999, 16 PVB von Bund und L&auml;ndern, am 22. M&auml;rz 1999 evakuiert.</p>
<p>- UNMIBH/EUPM in Bosnien &amp; Herzegowina April 1996 bis Dezember 2012 mit bis zu 165 PVB von Bund und L&auml;ndern. Mit der Zeit r&uuml;ckten Training, Beratung und Bek&auml;mpfung der Organisierten Kriminalit&auml;t in den Vordergrund. Mindeststandards wurden erreicht.</p>
<p>- UNMIK im Kosovo ab Sommer 1999 bis heute, bis zu 400 PVB von Bund und L&auml;ndern, operativ-exekutives Mandat.</p>
<p>- EULEX Kosovo M&auml;rz 2008 bis heute, bis zu 120 PVB von Bund und L&auml;ndern.</p>
<p>- Bilaterales German Police Project Team (GPPT) in Afghanistan ab April 2002, seit 2008 bis zu 200 PVB, bis Ende 2014 Reduzierung auf 30 PVB. W&auml;hrend der deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft 2007 wurde EUPOL Afghanistan installiert, deren Start allerdings schwierig gewesen sei. Zur selben Zeit kamen auch drei in der deutschen Botschaft eingesetzte Bundespolizisten&nbsp; durch einen Anschlag um`s Leben. Vermehrte Schutzvorkehrungen wurden n&ouml;tig. EUPOL sei nicht durchg&auml;ngig erfolgreich gewesen. Auf Beschluss des zust&auml;ndigen BMI-Staatssekret&auml;rs wurde das bilaterale GPPT verst&auml;rkt.</p>
<p>- UNMIS(S) in S&uuml;dsudan ab August 2006 mit bis zu zehn PVB. Die Lebensverh&auml;ltnisse seien nicht gut. Zzt. gehe es fast ausschlie&szlig;lich um den Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung. Die Mission sei noch gerade vertretbar. Die Fl&uuml;chtlingslager sind 20 Meter von den Polizei-Containern entfernt.</p>
<p>- UNAMID in Darfur ab Januar 2008 bis heute, bis zu f&uuml;nf PVB, schwierige Mission.</p>
<p>- EUBAM Libyen ab April 2013 bis heute, zum gro&szlig;en Teil nach Malta ausgelagert; ein Erfolg sei nicht absehbar.</p>
<p>&nbsp;- MINUSMA in Mali seit Juli 2013, bis zu zehn PVB. Die Sprachbarriere sei das Problem der Zukunft f&uuml;r die Polizei! In Deutschland gebe es kaum Kollegen mit missionsf&auml;higem Franz&ouml;sisch. Englisch und Franz&ouml;sisch sollten parallel ausgebildet werden.</p>
<p>Insgesamt seien die deutschen Polizisten hoch angesehen, auch bei der jeweiligen Bev&ouml;lkerung. Diese Polizisten m&uuml;ssen sich in vielen Missionen ihre Unterkunft selbst suchen, sich selbst verpflegen. Die Sprachprobleme seien erheblich.</p>
<p>Personal f&uuml;r Missionen in Afrika sei viel schwerer zu finden. F&uuml;r Kosovo finde man schnell zehn PVB, zwei f&uuml;r Afrika mit M&uuml;he.</p>
<p><strong>Hans Koschnik im Gespr&auml;ch mit Dieter Wehe:</strong></p>
<p><em>(Der ehemalige Bremer B&uuml;rgermeister war 1994-1996 EU-Administrator f&uuml;r Mostar in Bosnien &amp; Herzegowina. Auf ihn wurden zwei Anschl&auml;ge ver&uuml;bt. Im Herbst 1996 besuchte ich mit einer gr&uuml;nen Spitzendelegation das schwer kriegszerst&ouml;rte Land und begegnete dort erstmalig deutschen Polizisten im Auslandseinsatz.)</em></p>
<p>Mostar war Mitte der 90er Jahre zum gr&ouml;&szlig;ten Teil zerst&ouml;rt. Man suchte damals Leute mit Aufbauerfahrung und Zeit. Er sei nicht f&uuml;r seine Partei (SPD), sondern f&uuml;r die Bundesregierung dorthin gegangen.</p>
<p>Dass heute mehr als 300 Polizisten an 15 Polizeimissionen beteiligt sind, war damals nicht vorstellbar.</p>
<p>Wenn die Aufgaben Internationaler Polizeimissionen genau beschrieben werden, seien sie ausgesprochen gut. Wo innerstaatliche Entwicklung im Vordergrund stehe, sei die Polizeibeteiligung ganz entscheidend.</p>
<p>Wehe: Angesichts der Haushaltslage werden Personalentsendungen nicht einfacher. Was k&ouml;nne man Kritikern entgegnen?</p>
<p>Koschnik: Generelle Verpflichtung der Polizei sei, &bdquo;Schaden vom deutschen Volk abzuwenden&ldquo;. Daf&uuml;r m&uuml;ssten inzwischen auch andere Teile der Welt ber&uuml;cksichtigt werden.</p>
<p><strong>Dieter Wehe &uuml;ber die AG IPM 1994-2014 (</strong>seit 2002 Vorsitzender der AG IPM):</p>
<p>Am 25. November 1994 fassten die Innenminister in Magdeburg den Beschluss zur Bildung der AG International Police Task Force (IPTF), bald umbenannt in AG IPM. Was zun&auml;chst als befristetes Projekt gedacht war, wurde zu einer dauerhaften Einrichtung. Erst trat man nur bei Bedarf zusammen. Mit der Zeit wurde&nbsp; die AG zu einem st&auml;ndigen Gremium mit st&auml;ndigem Auftrag, mit Beratungs- und Entscheidungskompetenz in allen Fragen der Vorbereitung, Beteiligung und Durchf&uuml;hrung von Auslandsmissionen. Sie bedient sich einer im BMI mit personeller Unterst&uuml;tzung der L&auml;nder eingerichteten Gesch&auml;ftsstelle. Die &bdquo;Leitlinien f&uuml;r den Einsatz deutsche PVB im Rahmen internationaler Friedensmissionen&ldquo; wurden mehrfach &uuml;berarbeitet und sind seit j&uuml;ngstem auch &ouml;ffentlich. Die Kriterien der Personalauswahl wurden vereinheitlicht, Ausstattungsfragen gekl&auml;rt etc. (<a href="http://www.bundespolizei.de/DE/06Die-Bundespolizei/Aufgaben-Verwendungen/International/IPM/IPM_node.html">www.bundespolizei.de/DE/06Die-Bundespolizei/Aufgaben-Verwendungen/International/IPM/IPM_node.html</a> )<a title="" href="#_ftn3">[3]</a></p>
<p>Wichtig sei, in internationalen Organisationen mit eigenen Polizisten vertreten zu sein.</p>
<p>Die eigentliche Betreuung der Polizisten im Einsatz geschehe durch das Bundespolizeipr&auml;sidium.</p>
<p>Die Zusammenarbeit sei einvernehmlich, konstruktiv, von F&uuml;rsorge f&uuml;r die Beamten gepr&auml;gt. Unverzichtbar seien dabei die Beitr&auml;ge der Kirchen.</p>
<p>In Br&uuml;ssel und New York sei immer wieder zu h&ouml;ren: &bdquo;Deutschland ist so gut. Davon wollen wir mehr!&ldquo;</p>
<p>Bisher waren mehr als 9.000 PVB in ca. 30 verschiedenen Missionen von VN, EU und OSZE. Der Bedarf bestehe weiter. Inzwischen schreibe der Spiegel vom &bdquo;Exportschlager Sicherheit&ldquo;. Aber noch stehe Deutschland im Schatten anderer Nationen. Die skandinavischen Nachbarn entsenden seit gut 50 Jahren!</p>
<p>Eine funktionierende Polizei sei eine wesentliche Voraussetzung f&uuml;r dauerhaften Frieden. Die Polizei stehe nicht allein. Im vernetzten Ansatz leiste sie einen Beitrag zur Krisenpr&auml;vention und Konfliktbew&auml;ltigung.</p>
<p>Der Europ&auml;ische Rat von Feira beschloss 2000 die Bereitstellung von insgesamt 5.000 Polizisten f&uuml;r Kriseneins&auml;tze. Deutschland verpflichtete sich zu 910 PVB. Zzt. seien ca. 300 im Ausland, 40 aus NRW (von 40.000 insgesamt), ein Promille. Quantitativ sei das kein ernsthaftes Problem!</p>
<p>Zur Frage eines Entsendegesetzes: Eine konstitutive Zustimmung des Bundestages sei f&uuml;r die Bundeswehr vorgeschrieben beim Einsatz bewaffneter Streitkr&auml;fte. Allerdings gebe es einen gro&szlig;en Informationsbedarf bei Abgeordneten. Sehr lehrreich seien Besuche vor Ort. &nbsp;Aber: &bdquo;Wir sind gegen ein Entsendegesetz.&ldquo;</p>
<p>Notwendig sei Erfahrungssicherung! Vielleicht bei der Dt. Hochschule der Polizei? Dort k&ouml;nne auch Forschung und Evaluierung angesiedelt werden.</p>
<p>Heute fasse die gleichzeitig tagende Innenministerkonferenz einen Beschluss zu Internationalen Polizeimissionen.&nbsp; <em>(&bdquo;20 Jahren Bund-L&auml;nder-Kooperation im Rahmen der Beteiligung Deutschlands an internationalen Polizeimissionen&ldquo; </em><a href="http://www.mik.nrw.de/innenministerkonferenz-nrw-2014/beschluesse.html"><em>www.mik.nrw.de/innenministerkonferenz-nrw-2014/beschluesse.html</em></a> )</p>
<p><strong>Ina Lepel</strong>, Beauftragte f&uuml;r Globale Fragen, zivile Krisenpr&auml;vention im AA:</p>
<p>Die deutschen Polizisten in Friedenseins&auml;tzen seien ein Aush&auml;ngeschild der Bundesrepublik. Die Bilanz sei durchweg positiv, deutsche Expertise weltweit gefragt. Der Bedarf sei gr&ouml;&szlig;er, als wir ihn bedienen k&ouml;nnen.</p>
<p>Polizeiaufbau fordere langen Atem. Wir wollen kein blo&szlig;es Strohfeuer. Polizei m&uuml;sse als Garant von Sicherheit akzeptiert werden. Sie solle nicht einfach verl&auml;ngerter Arm der Machthaber oder Repressionsinstrument sein.</p>
<p>Mit Polizei allein sei in aller Regel Stabilisierung nicht zu schaffen.</p>
<p>Die Zukunft der Missionen sei komplex und vernetzt. Eine zivile Entwicklungsperspektive sei unabdingbar &ndash; eine &ouml;ffentliche Verwaltung frei von Korruption und Misswirtschaft.</p>
<p>Die Bundesregierung sei auf einen umfassenden Ansatz ausgerichtet &ndash; auch im Austausch mit der Zivilgesellschaft. Daf&uuml;r seien leistungsf&auml;hige Strukturen notwendig.</p>
<p>Einige strukturelle Herausforderungen:</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Viele Eins&auml;tze laufen im frankophonen Afrika; hier ist Franz&ouml;sisch-Fortbildung unabdingbar.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die VN fordert vermehrt Spezialisten an, die aber auch in Deutschland besonders gefragt sind.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weltweit nimmt der Bedarf an Polizisten bei der Friedenskonsolidierung immer mehr zu.&nbsp;</p>
<p>Im Hinblick auf die Umsetzung der entsprechenden Passage in der Koalitionsvereinbarung gab es erste Gespr&auml;che in der Bundesregierung. Sehr begr&uuml;&szlig;en w&uuml;rde man, wenn sich Bund und L&auml;nder bald auf konkrete Schritte einigen k&ouml;nnten. Dabei solle es um Fragen der Qualifizierung, Poolbildung, der Erfahrungsauswertung und Finanzierung gehen. Ziel m&uuml;sse sein, &bdquo;das deutsche Engagement in internationalen Friedensmissionen nicht nur qualitativ auf gewohnt hohem Niveau zu halten, sondern auch vom Umfang her auf ein Niveau zu bringen, das Deutschlands F&auml;higkeiten und Verantwortung und den internationalen Erwartungen an unser Engagement entspricht.&ldquo;</p>
<p><strong>Stefan Feller, Police Advisor des VN-Generalsekret&auml;rs:</strong></p>
<p><em>(Die Police Division im VN-Generalsekretariat wurde in Folge des Brahimi-Report im Jahr 2000 als Teil des Department of Peacekeeping Operations, Office of Rule of Law + Security Institutions etabliert.)<a title="" href="#_ftn4"><strong>[4]</strong></a></em></p>
<p>Zzt. gebe es 20 politische und Peacekeeping-Missionen der VN mit 13.000 Polizisten und 89.000 Soldaten &ndash; dabei 27 deutsche Polizisten!</p>
<p>Auf Seiten der VN sei die Erwartungshaltung und Hoffnung gegen&uuml;ber Deutschland deutlich. Die Reduzierung des Afghanistan-Kontingents sollte sich niederschlagen in vermehrter Stellung von deutschen Spezialisten und F&uuml;hrungserfahrenen.</p>
<p>Friedensmissionen &ndash; quo vadis?</p>
<p>Bei einem Brainstorming an der Spitze des VN-Generalsekretariats wurde deutlich: Wir brauchen eine Neuauflage des Brahimi-Reports<a title="" href="#_ftn5">[5]</a>. Dieser sei weiter hochaktuell.</p>
<p>In Mali h&auml;nge viel davon ab, dass es auch die entsprechenden Enabler gebe. Ein Jahr nach Start der Mission st&uuml;nden&nbsp; die aber noch nicht voll zur Verf&uuml;gung. Zugleich &auml;ndere sich die Lage.</p>
<p>Die Situation in&nbsp; der Zentralafrikanischen Republik vergleichen einige mit Ruanda.</p>
<p>Eine wichtige Schlussfolgerung sei die st&auml;rkere Einbeziehung der politischen Missionen des Department of Political Affairs im VN-Hauptquartier in die Polizei-Dimension, verbunden mit Rule of Law.</p>
<p>In Brindisi/Italien sei eine Standing Police Capacity stationiert mit 40 hochqualifizierten Experten. Diese stehen binnen 24/48 Stunden f&uuml;r den Aufbau neuer Polizeikomponenten in Friedensmissionen bereit.</p>
<p>Das Polizeipersonal werde im Wesentlichen von den globalen Sieben<a title="" href="#_ftn6">[6]</a> gestellt.</p>
<p>Vermehrt werden Regionalorganisationen aktiv. Das VN-Budget ist gedeckelt.&nbsp; Die 1.400 Polizisten f&uuml;r ZAR werden in der Masse aus anderen Missionen gewonnen.</p>
<p>In Mali wurden vor einigen Tagen mehrere Peacekeeper get&ouml;tet. In Nord-Mali liegt die Temperatur bei 50/55&deg; C. Da schmilzt elektronische Ausr&uuml;stung! Hubschrauber k&ouml;nnen bei der Hitze nur teilbeladen werden. An Trinkwasser gibt es 1,5 L pro Tag. Die Unterbringung erfolgt teilweise in Zelten, unter B&auml;umen, Gefahr von Skorpionen.</p>
<p>Im Jahr 2013 kamen in VN-Missionen 130 Menschen um`s Leben.</p>
<p>Die Koh&auml;renz der VN-Mitglieder sei heute wesentlich besser als vor 15 Jahren. Es gibt eine engere Zusammenarbeit mit AU und EU.</p>
<p>Im Oktober 2012 fand in Berlin eine gro&szlig;e Konferenz zu VN-Polizei statt (&bdquo;High-Level Conference on International Police Peacekeeping&ldquo;). Im Herbst werde dazu eine weitere Konferenz stattfinden. Ohne deutsche Hilfe sei das nicht m&ouml;glich.</p>
<p>Im Februar 2014 erschien ein zentrales Dokument &bdquo;Was ist internationale Polizeiarbeit?&ldquo;, was unterscheidet sie von nationaler Polizeiarbeit? Daf&uuml;r wurde &bdquo;die Welt&ldquo; konsultiert, fanden Regionalkonferenzen in Oslo und Peking statt.</p>
<p>Inzwischen gebe es eine Vierjahresstrategie mit vier strategischen Bereichen.</p>
<p>Er tr&auml;ume davon, dass die Counterparts dabei seien &hellip; er werbe f&uuml;r ein Polizeiverst&auml;ndnis auf internationaler Ebene!</p>
<p>Warum ist die transnationale Organisierte Kriminalit&auml;t f&uuml;r die VN so wichtig? Sie sei da besonders stark, wo staatliche Strukturen schwach seien.</p>
<p><em>(Die UNPOL-Seite: </em><a href="http://www.un.org/en/peacekeeping/sites/police/index.shtml"><em>www.un.org/en/peacekeeping/sites/police/index.shtml</em></a><em> ; dort auch &bdquo;UN Police Magazine&ldquo; und Links zur internationalen Police Community)</em></p>
<p><strong>VN-/EU-Panel</strong></p>
<p>Moderiert von Dieter Wehe mit Stefan Feller, Ina Lepel, Markus Bierschenk (Referent im BMI), einem Personalvertreter und W. Nachtwei (wegen Ausfall einer EU-Beamtin werde ich kurzfristig dazu gebeten).</p>
<p>Auf die Frage nach einer Bilanz der polizeilichen Auslandseins&auml;tze antworte ich, dass ich bei vielen Begegnungen mit deutschen Polizisten seit 1996 auf dem Balkan, in Afghanistan und anderswo durchweg einen hervorragenden Eindruck gehabt h&auml;tte &ndash; umfassend professionell, sehr respektvoll im Umgang mit ihren &ouml;rtlichen Kollegen, insgesamt &bdquo;Diamanten deutscher Au&szlig;enpolitik&ldquo;. Aber es seien &bdquo;Lichter unterm Scheffel&ldquo;, in der &Ouml;ffentlichkeit kaum bekannt.</p>
<p>Frau Lepel betont den Wunsch des AA, dass mehr PVB ins Ausland entsandt werden. Gefragt wird nach der Zukunft der Afghanistan-Trainingskapazit&auml;t an der Bundespolizeiakademie in L&uuml;beck, die jetzt viel weniger gebraucht wird und schnell verloren gehen k&ouml;nnte.</p>
<p>Ich spreche noch zwei weitere Punkte an: (a) die Durchhaltef&auml;higkeit: Polizeiaufbau braucht Zeit, das gilt auch f&uuml;r die internationale Unterst&uuml;tzung/Begleitung. Gibt es daf&uuml;r die personellen Kapazit&auml;ten? Ich habe erhebliche Zweifel, ob mit den f&uuml;r Nord-Afghanistan ins Auge gefassten 30 Beamten noch eine sinnvolle Beratungst&auml;tigkeit m&ouml;glich sein wird. (b) Der dringende Bedarf an konzeptioneller Kompetenz, Strategieentwicklung und Erfahrungssicherung: Der Vorschlag f&uuml;r einen entsprechenden Lehrstuhl an der Deutschen Hochschule der Polizei steht im Raum.</p>
<p><strong>Festrede von NRW-Innenminister Ralf J&auml;ger</strong></p>
<p>Auslandseins&auml;tze sch&uuml;tzen Menschenrechte. Nur durch zivile Komponenten k&ouml;nne Frieden dauerhaft gesichert werden. Dazu geh&ouml;re wesentlich die Polizei.</p>
<p>Gut seien die R&uuml;ckwirkungen zuhause. Jeder Einsatz trage zu mehr Sicherheit in Deutschland bei.</p>
<p>Aber: Im n&auml;chsten Jahr gehe die Zahl der Polizistinnen und Polizisten zur&uuml;ck. (<em>Ab 2017 werden in NRW mehr Polizisten pensioniert als eingestellt. Zum demografischen Wandel in der Polizei wurde gerade von Minister J&auml;ger eine Expertenkommission berufen, zu der auch der M&uuml;nsteraner Polizeipr&auml;sident Hubert Wimber geh&ouml;rt</em>.) Da stelle sich die Frage, ob wir uns Auslandseins&auml;tze &uuml;berhaupt noch leisten k&ouml;nnen. &bdquo;Wir m&uuml;ssen!&ldquo; Deutschland sei keine Insel. Zzt. seien 0,1% der NRW-Polizei im Auslandseinsatz.</p>
<p>Es gebe viele belastende Erfahrungen im Einsatz. Die Kriseninterventionsteams h&auml;tten sich bew&auml;hrt &ndash; bei Afghanistan wie im S&uuml;dsudan.</p>
<p>Auch in der Forschung sei mehr zu tun. Wirkungen m&uuml;ssen erfasst, Erfahrungen besser genutzt werden.</p>
<p>Polizisten seien Wegbereiter des Friedens und des demokratischen Wandels.</p>
<p><strong>Festrede von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizi&egrave;re</strong></p>
<p>Die St&auml;rkung fragile Staaten habe f&uuml;r die deutsche Politik Priorit&auml;t. Er werbe f&uuml;r die Fortsetzung, ja Ausweitung des Engagements.</p>
<p>1994 stellte der Bundesinnenminister fest, dass der Bund die anstehende WEU-Mission nicht alleine schultern konnte. So kam es zum Beschluss der IMK in Magdeburg zur &bdquo;gemeinsamen Aufgabe von Bund und L&auml;ndern&ldquo;.</p>
<p>Es gebe keine sicheren Inseln mehr auf der Welt. Der Einsatz in Krisenregionen sei nicht ohne Risiko &ndash; der im Inland aber auch nicht. Man tue das Bestm&ouml;gliche zur Risikominimierung.</p>
<p>Am 24. Mai gab es einen Anschlag auf ein Restaurant in Djibouti. Drei ZIF-Mitarbeiter wurden schwer verletzt. Sie wurden von einem MedEvac-Airbus der Bundeswehr zur&uuml;ckgeholt. Ein Kriseninterventionsteam des BMI k&uuml;mmerte sich um die zur&uuml;ckbleibenden Deutschen und andere Internationale.</p>
<p>Er freue sich, dass Innenminister J&auml;ger als Vorsitzender der IMK die Bedeutung der Eins&auml;tze bekr&auml;ftigt habe.</p>
<p>&bdquo;Wir erwarten steigende Nachfrage. Wir werden mehr Verantwortung &uuml;bernehmen m&uuml;ssen. Wir werden nicht immer ja sagen aber auch nicht immer nein sagen.&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Wir leisten einen Beitrag zum Frieden in der Welt.&ldquo;</p>
<p><strong>Schlussbemerkung</strong></p>
<p>Gro&szlig;e Freude machen etliche <strong>Wiederbegegnungen</strong> mit Polizisten, die ich zuerst in Polizeimissionen traf &nbsp;- z.B. Stefan Feller (der Vortag der M&auml;rzunruhen 2004 im Kosovo ist besonders in Erinnerung), Uwe Mainz, Gerd Thielmann (Sarajevo), Achim Schmitz (Mazar-e Sharif 2008), Tom Litges, Bertram Welsing. Am Stand von &bdquo;Lachen Helfen&ldquo; ist wieder Mario Schulz engagiert dabei, gerade zur&uuml;ck von einem sehr fordernden Einsatz bei UNAMID in Darfur.</p>
<p><strong>In den Medien</strong> blieb die Jubil&auml;umsveranstaltung, in der es immerhin um die Bilanzierung und Weiterentwicklung eines hoch bew&auml;hrten Instruments deutscher Au&szlig;enpolitik und die besondere Leistung von &uuml;ber 9.000 Polizistinnen und Polizisten ging,&nbsp; praktisch ohne Resonanz. Zwei Tage vorher fand in Berlin der zweite &bdquo;Tag des Peacekeepers&ldquo; statt. Dem ging es fast genauso &ndash; wie auch der Rede von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck im Nobelinstitut in Oslo, wo er am 11. Juni die norwegische Friedenspolitik lobte. Im krassen Gegensatz dazu fand eine Interview-Bemerkung des Bundespr&auml;sidenten vom 14. Juni zur nicht auszuschlie&szlig;enden Rolle von Milit&auml;reins&auml;tzen schnell breite aufgeregte Aufmerksamkeit. &nbsp;Seine &Auml;u&szlig;erung lag wohl voll im Rahmen der VN-Charta und des Mehrheitskonsens im Bundestag. Spiegel Online u.a. verk&uuml;rzten, verdrehten &ndash; und schon war Gauck zur Denunziation als &bdquo;Kriegstreiber&ldquo; markiert.</p>
<p>Der <strong>Beschluss der 199. Sitzung Innenministerkonferenz</strong> am 13. Juni 2014 in Bonn</p>
<p><em>&bdquo;stellt fest, dass</em></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>deutsche Polizeibeamtinnen und &ndash;beamte in den Missionen aufgrund ihrer Professionalit&auml;t und zielgerichteten Missionsvorbereitung sehr gesch&auml;tzt werden,</em></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Ihr Wirken in den letzten 20 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Sicherheitslage in Krisenregionen geleistet und</em></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Zu einer hohen internationalen Wertsch&auml;tzung der deutschen Polizei im Ausland gef&uuml;hrt hat.</em></p>
<p><em>Aus Sicht der IMK bleibt die Entsendung deutscher Polizeibeamtinnen und &ndash;beamten in internationale Friedensmissionen und bilaterale Unterst&uuml;tzungsprojekte auch in Zukunft ein wirkungsvolles Mittel, au&szlig;enpolitische Belange Deutschlands zu unterst&uuml;tzen, die Innere Sicherheit in einer globalisierten Gesellschaft zu st&auml;rken und am Schutz von Menschenrechten in Konfliktgebieten mitzuwirken. Die IMK misst der Sicherheit der eingesetzten deutschen Polizeibeamtinnen und &ndash;beamten h&ouml;chste Priorit&auml;t bei. (&hellip;)&ldquo;</em></p>
<p>Der <strong>Beirat Zivile Krisenpr&auml;vention beim Ausw&auml;rtigen Amt</strong> betonte in seinem Impulspapier zur St&auml;rkung der Strukturen der zivilen Konfliktbearbeitung in Deutschland vom 23. Juni 2014: &bdquo;<em>Die Tatsache, dass die Teilnahme an internationalen Polizeimissionen inzwischen zu den Kernaufgaben der deutschen Polizeien geh&ouml;rt, muss sich auch in der Personalentwicklung und konzeptionellen Kompetenz niederschlagen. Hier steht zuerst der Bund in der Verantwortung</em>.&ldquo;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Weitere Beitr&auml;ge des Autors zu Internationalen Polizeieins&auml;tzen </span>(unter www.nachtwei.de)</p>
<p>- Gelungener <strong>zweiter &bdquo;Tag des Peacekeepers</strong>&ldquo;: Internationale Verantwortung ganz praktisch &ndash; von den Medien leider wieder weitgehend negiert, 15. Juni 2014</p>
<p>- <strong>Stellungnahme zu 10 Jahren Aktionsplan</strong> zivile Krisenpr&auml;vention im Unterausschuss ZKB des Bundestages am 5.5.2014 , auch unter <a href="http://www.bundestag.de">www.bundestag.de</a> , in &bdquo;Denkw&uuml;rdigkeiten&ldquo; Journal der Politisch-Milit&auml;rischen Gesellschaft Nr. 90; aktualisiert in &bdquo;S+ F Sicherheit und Frieden&ldquo; 3/2014</p>
<p>- Von Namibia in die Welt &ndash; <strong>25 Jahre polizeiliche Auslandseins&auml;tze</strong>. Lebhafte Feierstunde f&uuml;r Teilnehmer an polizeilichen Auslandsverwendungen in 2013 am 2. April 2014 in Berlin, Bericht</p>
<p>- <strong>Parlamentarische Begleitung und Kontrolle bei Internationalen Polizeimissionen</strong>, Impulsreferat (erweitert) auf einer Tagung der Evang. Akademie Loccum, November 2013</p>
<p>- Kurzbericht von der Tagung &bdquo;<strong>Schutzleute als Friedensmacht?</strong> Wie k&ouml;nnen deutsche Polizisten internationale Friedenseins&auml;tze effektiv unterst&uuml;tzen?&ldquo; an der Evang. Akademie Loccum&nbsp; Anfang Dezember 2013, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1256">http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1256</a></p>
<p>&nbsp;- Peacebuilding nach 14 Jahren B&uuml;rgerkrieg &ndash; Erfahrungen <strong>des UN-Friedenseinsatzes UNMIL in Liberia</strong> (mit POK der Bundespolizei Max Fritschen), 30. Mai 2013</p>
<p>- Stefan Feller (NRW) zum <strong>leitenden Polizeiberater des VN-Generalsekret&auml;rs</strong> ernannt: Herzlicher Gl&uuml;ckwunsch! Politische Verpflichtung!</p>
<p>- Reisebericht &bdquo;<strong>17. Afghanistanreise - R&uuml;ckzug aus der Verantwortung</strong>?&ldquo; Dezember 2012, 14 S. (<a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=aricles&amp;func=display&amp;aid=1183">www.nachtwei.de/index.php?module=aricles&amp;func=display&amp;aid=1183</a> )</p>
<p>- <strong>Wem nutzen Internationale Polizeimissionen</strong>? Bericht vom Vortrag im Polizeipr&auml;sidium M&uuml;nster, Mai 2012</p>
<p>- Stellungnahme zum Sachverst&auml;ndigengespr&auml;ch des Innenausschusses des Landtages NRW &bdquo;<strong>Abzug deutscher (NRW-)Polizisten aus Afghanistan</strong>&ldquo; (Antrag der Fraktion DIE LINKE) am 9. Juni 2011 in D&uuml;sseldorf</p>
<p>- <strong>Besuche bei der Polizeiaufbaumission in Afghanistan</strong> 2009-2011, Berichte</p>
<p>- Brief an <strong>Innenminister Speer von Brandenburg wg. des Ausstiegs</strong> seines Landes aus der Aufbauhilfe f&uuml;r die afghanische Polizei, 11.9.2010; Brief an Ministerpr&auml;sident Platzeck, 9.10.2010</p>
<p>- Besuchsbericht<strong>: Ausbildung f&uuml;r polizeiliche Auslandseins&auml;tze</strong> beim Institut f&uuml;r Aus- und Fortbildung der Polizei NRW in Br&uuml;hl, November 2007</p>
<p>- Bericht zum <strong>Expertengespr&auml;ch &bdquo;Polizeiausbildung in Afghanistan&ldquo; </strong>im Rahmen der deutschen Delegation in der NATO-Parlamentarierversammlung am 26.11.2007 im Bundesinnenministerium</p>
<p>- Rede im Bundestag zur <strong>Polizeiaufbauhilfe Afghanistan</strong> (erste Bundestagsdebatte zum Thema!), 9.11.2007</p>
<p>- <strong>Dokumentation</strong> &bdquo;Polizeiaufbau in Afghanistan 2002-2007&ldquo;, eigene Berichte und Initiativen</p>
<p>- &bdquo;<strong>Brandbrief</strong>&ldquo; zur EU-Polizeimission in Afghanistan an die Minister Steinmeier und Sch&auml;uble, Juli 2007 (und Antwort vom 14. August)</p>
<p>- Vermerk <strong>Alarmierende Hinweise: Fehlstart von EUPOL AFG?</strong>, 21.7.2007</p>
<p>- Reisebericht: <strong>Kosovo ein Jahr nach den M&auml;rz-Unruhen</strong>: viel Stagnation und wichtige Fortschritte, M&auml;rz 2005</p>
<p>- <strong>10 Jahre Auslandseins&auml;tze der Polizei NRW</strong>: &bdquo;Diamanten der deutschen Au&szlig;enpolitik&ldquo;, Juni 2004, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;carid=124&amp;aid=507">http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;carid=124&amp;aid=507</a></p>
<p>- Reisebericht: <strong>Polizeimissionen auf dem Balkan &ndash; Gewaltexplosion im Kosovo</strong>. Besuch bei EUPM und UNMIK Police 15.-17. M&auml;rz 2004</p>
<p>- Besuch beim <strong>Projektb&uuml;ro der deutschen Polizei in Kabul</strong> (Leiter Walter Wolf), in: (Erster) Besuch in Kabul &ndash; Langer Atem f&uuml;r Afghanistan, Dezember 2002</p>
<p align="left">- &bdquo;Wer den Frieden will, bereite den Frieden vor. Beitr&auml;ge zur St&auml;rkung der zivilen S&auml;ulen internationaler Friedensmissionen&ldquo;, Dokumentation der Anh&ouml;rung der Bundestagsfraktion von B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen am 12.10.2001, lang &amp; schl&uuml;ssig 14/45 November 2001</p>
<p align="left">- Der Einsatz deutscher Polizisten in Krisengebieten, Bericht &uuml;ber das Referat von PHK Wolfgang Zillekens bei einer Tagung der Heinrich B&ouml;ll Stiftung am 10.6.2001 in M&uuml;nster</p>
<p>- &bdquo;<strong>Ganz normale M&auml;nner&ldquo; &ndash;</strong> <strong>Die Verwicklung von Polizeibataillonen</strong> aus dem Rheinland und Westfalen in den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg, in; Alfons Kenkmann (Hrsg.): Villa ten Hompel &ndash; Sitz der Ordnungspolizei im Dritten Reich, M&uuml;nster 1996</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">ANHANG</span></p>
<h1>Vermerk&nbsp; <strong>Internationale zivile Polizeimissionen</strong> (Epl. 03/05), 12.5.2001</h1>
<p><em>von Winni Nachtwei, MdB (Mitglied Verteidigungsausschuss) an</em></p>
<p><em>Oswald Metzger und Antje Hermenau, die Haush&auml;lter der gr&uuml;nen Fraktion, und die Koordination der innen- und au&szlig;enpolitischen Fraktions-AK`s</em></p>
<p>(1) Internationale nichtmilit&auml;rische Polizeimissionen (CIVPOL) nehmen bei Friedenseins&auml;tzen von VN und OSZE inzwischen eine <strong>Schl&uuml;sselrolle</strong> ein. Besonders deutlich wird das im Kosovo, wo CIVPOL erstmals volle Exekutivbefugnisse hat. KFOR kann nur die &bdquo;gro&szlig;e&ldquo; milit&auml;rische Gewalt unter Kontrolle halten. F&uuml;r die Herstellung von &ouml;ffentlicher Sicherheit hingegen, die Bek&auml;mpfung von Kriminalit&auml;t und den Aufbau eines rechtsstaatlichen Gewaltmonopols ist CIVPOL unverzichtbar, zumal in einer so gewaltt&auml;tigen Gesellschaft wie der des Kosovo.</p>
<p>Dem versp&auml;teten und langsamen Aufbau der UNMIK-Polizei ist zu &bdquo;verdanken&ldquo;, dass UCK und Kriminelle das Sicherheitsvakuum ab Juni 1999 nutzen konnten, ihre Strukturen aufzubauen. Ohne eine starke und wirksame UNMIK-Polizei (und eine funktionierende Justiz etc.) wird KFOR ewig bleiben m&uuml;ssen bzw. zur &bdquo;Besatzungsarmee&ldquo; werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(2) Die <strong>wachsende Bedeutung von CIVPOL</strong> zeigt sich vor allem auf EU-Ebene: Der Gipfel von Feira im Juni 2000 beschloss als erstes nichtmilit&auml;risches Headline Goal die f&uuml;r Polizeimissionen: Bis 2003 will die EU 5.000 Beamte zur Verf&uuml;gung haben, davon 1.000 binnen 30 Tagen. (zurzeit sind 3.300 EU-Polizisten in Auslandseins&auml;tzen.) Weitere Planziele werden erarbeitet zu Fachkr&auml;ften f&uuml;r die St&auml;rkung des Rechtsstaats und der Verwaltung. Nachdem die meisten Staaten schon ihre beabsichtigten Anteile benannt haben, soll im Herbst eine Beitragsstellerkonferenz das offiziell absegnen.</p>
<p>(3) Die <strong>deutschen Beitr&auml;ge</strong> sind mit zurzeit 550 BeamtInnen quantitativ und qualitativ vorbildlich. Deutschland stellt im Kosovo mit 318 Beamten das gr&ouml;&szlig;te Kontingent, zugleich sind dies 25% weniger als die zugesagten 420. Man stelle sich vor, bei KFOR oder SFOR gebe es ein solches Fehl!</p>
<p>Dieses Defizit ist Ausdruck der Tatsache, dass zurzeit die Schallgrenze der &ndash; immer freiwilligen &ndash; Rekrutierung erreicht ist. Die Beamten werden aus dem normalen Dienst abgestellt, fehlen also auf ihren Dienststellen. Nicht selten gibt es unter Kollegen Vorbehalte. Und auch der weiteren Karriere sind Auslandseins&auml;tze keineswegs von vorneherein dienlich. Der Nutzen von Missionserfahrungen f&uuml;r die polizeiliche Arbeit in Deutschland ist l&auml;ngst nicht &uuml;berall erkannt. Die Belastungen der Eins&auml;tze (neun Monate bis ein Jahr) sind extrem, die Polizisten sind auf sich gestellt, arbeiten in einer Gesellschaft, die gepr&auml;gt ist von vorrechtsstaatlichen Normen und breiter Gewaltbereitschaft.</p>
<p>Der Bund stellt ungef&auml;hr 30%, die L&auml;nder nach dem K&ouml;nigsteiner Schl&uuml;ssel den Rest. Allerdings ist das Engagement der verschiedenen L&auml;nder recht unterschiedlich. Vorreiter ist</p>
<p>NRW, das eine vorz&uuml;gliche Ausbildung und Einsatzbegleitung aufgebaut hat und auch als einziges Bundesland selbst&auml;ndig mit der F&ouml;rderung des Zivilen Friedensdienstes begonnen hat. Bisher tr&auml;gt der Bund die einsatzbedingten Zusatzkosten (in 2000 11 Mio. DM), die L&auml;nder zahlen die Geh&auml;lter der Entsandten weiter und dr&auml;ngen auf eine gr&ouml;&szlig;ere Lasten&uuml;bernahme des Bundes. Die Verhandlungen dazu laufen zurzeit.</p>
<p>(4) Der Aufbau von CIVPOL ist weitestgehend eine Sache der Exekutive. Im <strong>Bundestag</strong> findet dieses neue Instrument auff&auml;llig wenig Beachtung &ndash; am ehesten noch im Verteidigungsausschuss, wo die Notwendigkeit von CIVPOL gerade aus &bdquo;Bundeswehrsicht&ldquo; auf der Hand liegt. Wir gr&uuml;nen Verteidiger sind die einzigen aktiv treibenden Kr&auml;fte dabei. F&uuml;r eine wirksame parlamentarische Unterst&uuml;tzung ist das zu wenig.</p>
<p>(5) <strong>Konsequenzen</strong></p>
<p>Um die deutsche CIVPOL-Kapazit&auml;t zu st&auml;rken, sind erhebliche Anstrengungen erforderlich.</p>
<p>Im Herbst hat Deutschland auf der Beitragsstellerkonferenz seinen Anteil zu dem Pool von 5.000 Polizisten zu benennen. Die Gr&ouml;&szlig;enordnung wird bei 1.000 liegen. Zu bedenken ist aber, dass auch ein Auswechseln gew&auml;hrleistet sein muss &ndash; also Rotationsfaktor 2 bis 3. Ohne eine Stellenreserve bei Bund/BGS und L&auml;ndern und eine breite Englisch-F&ouml;rderung in den Polizeien wird das nicht zu machen sein.</p>
<p>Gest&auml;rkt und koh&auml;renter werden m&uuml;ssen Ausbildung, Einsatzbegleitung und Nachbereitung, die bisher in den einzelnen L&auml;ndern noch sehr unterschiedlich praktiziert werden.</p>
<p>Notwendig ist eine Attraktivit&auml;tssteigerung von Auslandsverwendungen, was weniger eine Geldfrage ist.</p>
<p>&Uuml;berf&auml;llig ist schlie&szlig;lich die personelle St&auml;rkung der Gesch&auml;ftsstelle der AG IPTF (International Police Task Force) im BMI, BGS II, 1 (Grundsatzangelegenheiten), die mit ihren zehn Mitarbeitern einen enormen Koordinationsaufwand zwischen Bund und 16 L&auml;ndern zu erledigen hat. Eine &Ouml;ffentlichkeitsarbeit kann deshalb praktisch nicht erfolgen.</p>
<p>Insgesamt ist immer wieder unbegreiflich, wie schlecht CIVPOL in Deutschland und im Einsatz im Vergleich zu Bundeswehr/KFOR ausgestattet ist. Oft fehlt es an simpelsten Dingen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bei den Haushaltsberatungen sollten wir CIVPOL aktiv und initiativ ber&uuml;cksichtigen!</span></p>
<p>(6) <strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p>Die St&auml;rkung des Instruments CIVPOL ist</p>
<p>(a)&nbsp;&nbsp; von der Sache her dringend geboten und strategisch von herausragender Bedeutung. Die bisherige Milit&auml;rlastigkeit von Friedensmissionen ist eher dem Mangel an verf&uuml;gbaren und qualifizierten, differenzierten nichtmilit&auml;rischen Fachkr&auml;ften geschuldet als dem Bedarf eines erweiterten Peacekeeping bzw. Peacebuilding. CIVPOL ist die Schl&uuml;sself&auml;higkeit f&uuml;r weniger milit&auml;rlastige, effizientere und billigere Friedensmissionen;</p>
<p>(b)&nbsp; ein priorit&auml;res Anliegen von EU, VN und OSZE bei ihrem Bem&uuml;hen zur St&auml;rkung nichtmilit&auml;rischer Krisenpr&auml;vention;</p>
<p>(c)&nbsp;&nbsp; passt nahtlos zum Kontext &bdquo;Aktion Ziviles Friedenspersonal&ldquo; des AA;</p>
<p>(d)&nbsp; entspricht voll dem GR&Uuml;NEN Grundanliegen, nichtmilit&auml;rische Alternativen zu st&auml;rken. CIVPOL ist profilrelevant!</p>
<p><strong>Pers&ouml;nliche Anmerkung:</strong></p>
<p>Inzwischen lernte ich eine ganze Reihe von Polizisten mit Auslandseinsatzerfahrung kennen. Sie &uuml;berzeugten alle mit ihrer Lebens- und Bodenn&auml;he, mit ihrer rechtsstaatlichen Hartn&auml;ckigkeit und Unverdrossenheit - aller Hoffnungslosigkeiten in ethnisch verfeindeten und reichlich kriminellen Gesellschaften zum Trotz. Es sind Frauen und M&auml;nner, die bestmotiviert, klug und wirksam eine Arbeit leisten, die an Sisyphos denken l&auml;sst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div><br clear="all" /><hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Ko-Vorsitzender des Beirat Zivile Krisenpr&auml;vention beim Ausw&auml;rtigen Amt, Mitglied im Beirat Innere F&uuml;hrung beim Verteidigungsministerium/AG Einsatzr&uuml;ckkehrer und &ndash;folgen, Vorstandsmitglied der Dt. Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen und von &bdquo;Lachen Helfen&ldquo;</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Von 1884 bis 1915 Kolonie Deutsch S&uuml;dwestafrika. Winfried Nachtwei: Namibia &ndash; Von der antikolonialen Revolte zum nationalen Befreiungskampf, Mannheim 1976. 1904 schlug die kaiserliche &bdquo;Schutztruppe&ldquo; den Herero-Aufstand in einer Art nieder, die in einen V&ouml;lkermord an den Herero m&uuml;ndete. Bericht von der Gedenkfeier 2004, an der erstmalig ein Mitglied der Bundesregierung teilnahm, unter <a href="http://www.nachtwei.de/downloads/gedenken_herero.pdf">www.nachtwei.de/downloads/gedenken_herero.pdf</a>&nbsp;&nbsp;</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> Die Leitlinien umfassen (Stand 21.2.2014) mit Anlagen 100 Seiten und behandeln die nationalen Rechts- und Entscheidungsgrundlagen, die AG IPM, Personalfragen von der Personalauswahl, Vor- und Nachbereitung &uuml;ber Betreuung und versorgungsrechtliche Fragen bis Ausstattung und Aussagegenehmigungen, die nationale F&uuml;hrungsstruktur im Missionsgebiet, Presse- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit, Kostentr&auml;gerschaft.&nbsp; Unter 4.1 Personalstellung Bund/L&auml;nder hei&szlig;t es, die Bundesrepublik &bdquo;beteiligt sich mit bis zu 910 Polizeibeamtinnen und &ndash;beamten an internationalen Friedensmissionen. Diese werden bis zur 450. Personalie zu 1/3 durch den Bund und zu 2/3 durch die L&auml;nder, ab der 451. Personalie zu gleichen Teilen gestellt. Von dem Gesamtkontingent sollen 90 PVB innerhalb von 30 Tagen verf&uuml;gbar sein.&ldquo; (Rapid-Deployment-Kr&auml;fte 60 Bund/30 L&auml;nder f&uuml;r sechs Funktionsmodule)</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref4">[4]</a> Zum RoL-Office im DPKO geh&ouml;ren au&szlig;erdem Security Sector Reform Unit, Strategic Policy &amp; Development Section, Standing Police Capacity, Criminal Law &amp; Judicial Advisory Service, DDR-Section Mine Acton Service u.a.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref5">[5]</a> Bericht der Sachverst&auml;ndigengruppe f&uuml;r die Friedensmissionen der VN an Generalversammlung/Sicherheitsrat vom 21. August 2000, A/55/305, <a href="http://www.un.org/depts/german/sr/sr_sonst/a55305.pdf">www.un.org/depts/german/sr/sr_sonst/a55305.pdf</a></p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref6">[6]</a> Stand 31. Mai 2014 Bangladesh 8.600, Indien 8.000, Pakistan 7.200, &Auml;thiopien 6.200, Ruanda 4.900, Nepal 4.600, Nigeria 4.400 (&hellip;), China 2.100 (13.), S&uuml;dafrika 1.900 (14.), Deutschland 230 (51.) mit 203 Kontingentsoldaten, 19 Polizisten, acht Experts on Mission</p>
</div>
</div></div>


           <br />
                        </div>
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