    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Dass Massaker in Peking vor 25 Jahren: &quot;DAS GROSSE VERGESSEN&quot; (+ Streit um das EU-Waffenembargo vor 10 Jahren)</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;ptid=1&amp;catid=34-81&amp;aid=1289</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap&amp;ptid=1">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Kosovo + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=32">Balkan</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=34">Kosovo</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=81">Bericht</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=34-81">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=34%2B81">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Dass Massaker in Peking vor 25 Jahren: &quot;DAS GROSSE VERGESSEN&quot; (+ Streit um das EU-Waffenembargo vor 10 Jahren)         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 1. Juni 2014 23:55:40 +02:00 (32054 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Es geschah f&uuml;nf Monate vor dem friedlichen Mauerfall des 9. November 1989. Es erinnert daran, dass es in der DDR auch ganz anders h&auml;tte laufen k&ouml;nnen. In der SZ vom Wochenende (31.5.2014) zwei aufw&uuml;hlende Seiten von bzw. mit Kai Strittmatter (und Hu Jia) &uuml;ber ein Staatsverbrechen, das in China erfolgreich vergessen gemacht wurde... &nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Massaker an der chinesischen Demokratiebewegung vor 25 Jahren: &bdquo;DAS GROSSE VERGESSEN&ldquo; </strong></p>
<p align="center"><strong>(und der Streit um das EU-Waffenembargo vor 10 Jahren)</strong></p>
<p align="center">von Winfried Nachtwei (2. Juni 2014/29.10.2004)</p>
<p><strong>Am 4. Juni j&auml;hrt sich zum 25. Mal das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen) in Peking. </strong></p>
<p>&bdquo;<em>Es war nicht nur das Ende der Demokratiebewegung, es war auch das Ende eines gro&szlig;en Volksfestes, eines Happenings, bei dem sich Millionen B&uuml;rger an sich selbst und an ihrer neu gefundenen Freiheit berauschten, an ihrem Traum von einem besseren China. &acute;Ich wei&szlig; nicht, was wir wollen`, hatte einer der Studenten auf dem Platz im &Uuml;berschwang gerufen. &acute;Ich wei&szlig; nur: Wir wollen mehr davon.`</em></p>
<p><em>Sie bekamen dann Kugeln und Bajonette in jener Nacht vom 3. Auf den 4. Juni 1989. Panzer rollten und brachten die Nacht zum Zittern. Studenten, Arbeiter, Unbeteiligte wurden zermalmt, erschossen, erstochen, Hunderte oder Tausende, bis heute kennt man die Zahl nicht. Es war, aus der Sicht der Partei, im Blick zur&uuml;ck, ein Erfolg. (&hellip;) All das Blut in jener Nacht, all der Terror danach, sie retteten die Kommunistische Partei Chinas, in einer Zeit, da sozialistische Regime anderswo zu Staub zerfielen.</em>&ldquo; (Kai Strittmatter, S&uuml;ddeutsche Zeitung 31.5.2014) Der langj&auml;hrige China-Korrespondent schildert auf Seite 1 der SZ-Wochenendbeilage das von der KP erzwungene &bdquo;gro&szlig;e Vergessen&ldquo;: wo Netzzensoren Begriffe wie &bdquo;jenes Jahr&ldquo; und &bdquo;jenen Tag&ldquo;, in diesen Tagen auch &bdquo;trauern&ldquo; auf den Index setzen. (bisher nicht im Netz zu finden) Auf der letzten Seite der SZ-Beilage ein Skype-Interview Strittmatters mit <strong><span style="text-decoration: underline;">Hu Jia</span></strong>, der jedes Jahr wieder an das Massaker erinnerte und deshalb dreieinhalb Jahre eingesperrt wurde, &uuml;ber das absurde Leben unter Hausarrest und Totalkontrolle. (Das Interview wortgleich in der Berner Zeitung: <a href="http://www.bernerzeitung.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Ich-zeigte-Mao-den-Stinkefinger/story/24748040">www.bernerzeitung.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Ich-zeigte-Mao-den-Stinkefinger/story/24748040</a> )</p>
<p>Der chinesische Schriftsteller <strong><span style="text-decoration: underline;">Liao Yiwu</span></strong> verfasste 1989 das Gedicht &bdquo;Massaker&ldquo;, das schnell enorme Verbreitung fand. Er wurde daf&uuml;r vier Jahre inhaftiert und schwer misshandelt. &Uuml;ber Jahre f&uuml;hrte er im Untergrund Interviews, um die Geschichte der Opfer und &Uuml;berlebenden des Tiananmen-Massakers zu dokumentieren (&bdquo;Die Kugeln und das Opium &ndash; Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens&ldquo;, Fischer-Taschenbuch 2014). 2011 konnte er China verlassen, 2012 wurde ihm der Friedenspreis des DeutschenBuchhandels verliehen.</p>
<p>Auf YouTube ist der &ndash; bis heute unbekannte - &bdquo;<strong><span style="text-decoration: underline;">Tank Man</span></strong>&ldquo; zu sehen, der sich am Tag nach dem Massaker auf der Stra&szlig;e des Ewigen Friedens einer Panzerkolonne entgegenstellt: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qq8zFLIftGk">www.youtube.com/watch?v=qq8zFLIftGk</a></p>
<p>Die 90-min&uuml;tige Dokumentation &bdquo;The Memory of Tiananmen 1989&ldquo; von &bdquo;Frontline&ldquo; (US-TV-Dokumentar-Programm) ist mit Begleitmaterial zu finden unter <a href="http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/tankman">www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/tankman</a></p>
<p>Auf meiner Facebook-Seite habe ich Fotos vom Tiananmen und Stra&szlig;e des Ewigen Friedens (Richtung Peking-Hotel) eingestellt, die ich dort 1979 (plus &bdquo;Mauer der Demokratie&ldquo;) und 2014 gemacht habe: <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a></p>
<p><strong>Vor zehn Jahren erreichte das &bdquo;gro&szlig;e Vergessen&ldquo; auch Berlin</strong>:</p>
<p>Bundeskanzler Schr&ouml;der erkl&auml;rte im Dezember 2003 bei einem China-Besuch, er wolle sich f&uuml;r die Aufhebung des 1989 verh&auml;ngten Waffenembargos gegen China (und f&uuml;r die Lieferung der Hanauer MOX-Brennelementefabrik) einsetzen. Mit beidem kam der sonst als durchsetzungsstark geltende Kanzler nicht durch. Wie und warum das so geschah, beschrieb ich als zust&auml;ndiger AK-Koordinator in einer internen Aktuellen Information vom 29. Oktober 2004 (hier erstmals ver&ouml;ffentlicht):</p>
<p>Aktuelle Information</p>
<p><strong>Bundestagsbeschluss gegen die Aufhebung des </strong></p>
<p><strong>EU-Waffenembargo</strong></p>
<p><strong>Zweiter China-Kracher entsch&auml;rft</strong></p>
<p>Anfang Dezember 2003 machte der Kanzler w&auml;hrend seiner China-Reise Aussagen, die schnell &bdquo;China-Kracher&ldquo; hie&szlig;en: V&ouml;llig unerwartet bef&uuml;rwortete er die Aufhebung des Waffenembargos und die Ausfuhr der Hanauer Brennelementefabrik.</p>
<p>Fast elf Monate sp&auml;ter haben sich die Koalitionsfraktionen mit dem Bundestagsbeschluss vom 28. Oktober eindeutig gegen die Aufhebung des Embargos gewandt und f&uuml;r den Pr&uuml;fprozess in der EU hohe politische H&uuml;rden formuliert. Zusammen mit dem in &auml;hnliche Richtung gehenden FDP-Antrag sprach sich somit der gesamte Bundestag in diesem Sinne aus. Kommentatoren &auml;u&szlig;erten Respekt vor der Positionierung der Koalitionsfraktionen und sprachen von einem &bdquo;guten Tag des deutschen Parlaments&ldquo;. Wir Gr&uuml;ne als Betreiber des Koalitionsantrags erreichten einen Erfolg, den die aller meisten Beobachter Anfang des Jahres - und vor allem nach dem Hanau-Erfolg - nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tten.</p>
<p>Die EU verh&auml;ngte das Embargo 1989 in Reaktion auf das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens. In den 15 Jahren seit dem hat sich China gewaltig ver&auml;ndert. Eine Aufhebung des Embargos w&auml;re nichts desto weniger ein &auml;u&szlig;erst problematisches Zeichen angesichts der katastrophalen Menschenrechtssituation, der Unterdr&uuml;ckung ethnischer Minderheiten, der Spannungen mit Taiwan. W&auml;hrend vor allem Frankreich seit Jahren auf die Aufhebung des Waffenembargos dr&auml;ngt, sehen die USA dies als Verletzung ihrer strategischen Interessen.</p>
<p><strong>Der Beschluss</strong>:</p>
<p>Der Bundestag schlie&szlig;t sich dem Beschluss des Europ&auml;ischen Parlaments an, das sich schon im Dezember 2003 gegen die Aufhebung ausgesprochen hatte.</p>
<p>Angesichts des laufenden &Uuml;berpr&uuml;fungsverfahrens in der EU fordert der Bundestag die Bundesregierung auf, sich an der &Uuml;berpr&uuml;fung des Embargos vor dem Hintergrund der Menschenrechte und der friedlichen Streitbeilegung zu beteiligen. Bis zum Vorliegen anderer verbindlicher Regelungen &ndash; etwa in Form eines weiterentwickelten, verbindlichen EU-Verhaltenskodex zu Waffenexporten &ndash; soll an dem Embargo festgehalten werden.</p>
<p>Eine Aufhebung kann in Betracht gezogen werden, wenn es Fortschritte</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bei der raschen Ratifizierung und Umsetzung des VN-Paktes &uuml;ber politische und b&uuml;rgerliche Rechte</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bei der weiteren Umsetzung der j&uuml;ngsten Verfassungs&auml;nderungen im Bereich der Menschenrechte und des Privateigentums</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bei der St&auml;rkung substantieller Autonomierechte f&uuml;r ethnische Minderheiten gibt.</p>
<p>Zugleich sind die friedliche Streitbeilegung mit Taiwan und die Nichtverbreitung von Material und Technologien im Zusammenhang mit Massenvernichtungswaffen und Tr&auml;gerraketen entscheidungsrelevante Aspekte.</p>
<p>Wenn es im Rahmen der Embargo-&Uuml;berpr&uuml;fung zu dem angestrebten weiterentwickelten, verbindlichen EU-Verhaltenskodex zu Waffenexporten k&auml;me, w&auml;re das ein weit &uuml;ber den Einzelfall China hinausgehender Erfolg f&uuml;r eine restriktive europ&auml;ische R&uuml;stungsexportpolitik.</p>
<p><strong>Der Weg zu diesem Beschluss</strong> war &auml;u&szlig;erst m&uuml;hsam und langwierig.</p>
<p>Von Anfang positionierte sich die gr&uuml;ne Bundestagsfraktion in dieser Frage eindeutig, am 8. und 9. Dezember mit Beschl&uuml;ssen von Fraktionsvorstand und Fraktion.</p>
<p>Zun&auml;chst stand der Streit um Hanau im Vordergrund, der in gutem Zusammenwirken unserer Fraktion mit Hanau-kritischen SPD-Kollegen und der IPPNW-Kampagne &bdquo;Hanau selber kaufen&ldquo; zu einem guten Ende gebracht werden konnte.</p>
<p>Inzwischen hatte die FDP einen Antrag gegen die Aufhebung des Waffenembargos in den Bundestag eingebracht. In unserem Arbeitskreis &bdquo;Internationale Politik und Menschenrechte&ldquo; waren wir uns einig: der FDP-Antrag war f&uuml;r uns nicht ablehnungsf&auml;hig &ndash; au&szlig;er, wir h&auml;tten eine bessere Alternative.</p>
<p>Im M&auml;rz/April traf unsere Forderung nach einem eigenen Koalitionsantrag bei der SPD noch auf Ablehnung.</p>
<p>Anfang Mai wiederholte der Kanzler anl&auml;sslich des Besuches des chinesischen Ministerpr&auml;sidenten in Berlin die Forderung nach Aufhebung des Embargos. Der Unterausschuss Abr&uuml;stung debattierte das Thema. Vor allem die Abgeordneten Polenz und Nachtwei widersprachen sehr deutlich der vorgetragenen &bdquo;Regierungsposition&ldquo;.</p>
<p>Als der FDP-Antrag im Menschenrechts- und Ausw&auml;rtigem Ausschuss mit den Enthaltungen und Ja-Stimmen aus der Koalition angenommen wurde, musste sich die SPD doch auf einen Koalitionsantrag einlassen. Ausgehend von unserem Entwurf ging das Aushandeln mit SPD und Kanzleramt &uuml;ber Monate. Dabei war schon bemerkenswert, welche Formulierungen f&uuml;r das Kanzleramt &bdquo;nicht hinnehmbar&ldquo; waren.</p>
<p>Obwohl wir um den intensiven Widerstand der US-Regierung gegen die Aufhebung des Embargos und ihr massives Einwirken auf verschiedene EU-Staaten wussten, nutzten wir diese Schiene nicht aus.</p>
<p>Noch vor einer Woche war ich zusammen mit Ludger Volmer und Hans-Josef Fell Gastgeber einer Delegation des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses der Volksrepublik China: Nach einem intensiven Austausch zu Erneuerbaren Energien und Atomenergie sprachen wir auch sehr direkt &uuml;ber das Waffenembargo. Das schuf Klarheit f&uuml;r beide Seiten &ndash; und minderte die gute Gespr&auml;chsatmosph&auml;re keineswegs.</p>
<p><strong>Der parlamentarische Erfolg</strong> wurde entgegen der meisten Erwarten m&ouml;glich, weil wir mit klarer Position geschlossen und&nbsp; beharrlich agierten, aber zugleich den Konflikt hinter den Kulissen und kontrolliert hielten. Hilfreich dabei war der FDP-Antrag, der als Druckmittel funktionierte. Bei Hanau gab es einige &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit und sehr hilfreiche Unterst&uuml;tzung. In Sachen Waffenembargo war die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit viel geringer. Trotzdem haben wir es geschafft.</p>
<p>Mit dem Bundestagsbeschluss sind von deutscher Seite die H&uuml;rden gegen eine unverantwortliche Aufhebung des Embargos erh&ouml;ht. Das &auml;ndert nichts daran, dass der Kanzler laut Aussage des Regierungssprechers weiter an seiner bisherigen Meinung festh&auml;lt. Das wird aber das Verhalten der Bundesregierung auf EU-Ebene beeinflussen und die Position derjenigen st&auml;rken, die das Embargo aus sicherheits- und friedenspolitischer Perspektive betrachten.</p>
<p><strong>Freude</strong> &uuml;ber diesen Etappen-Erfolg d&uuml;rfen wir leider nur still empfinden, jeder Triumph w&auml;re kontraproduktiv. Das sollte aber nicht davon abhalten, diesen Erfolg wenigstens geb&uuml;hrend zur Kenntnis zu nehmen und nicht den &uuml;blichen Mechanismus zu pflegen, nur bad news als good news wahrzunehmen.</p>
<p>&Auml;rgerlich ist, dass solche koalition&auml;re Krisenbew&auml;ltigung enorm viel Arbeitszeit absorbiert, die dringender f&uuml;r konstruktive Politik ben&ouml;tigt w&uuml;rde.</p>
<p><strong>Antrag von SPD und B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen und Protokoll</strong> <strong>der Bundestagsdebatte</strong> vom 28.10.2004 unter <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=35&amp;aid=47">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=35&amp;aid=47</a> &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
