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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Lehren aus 10 Jahren Aktionsplan Zivile KrisenprÃ¤vention - WIE WEITER? Ã–ffentliche Sitzung des Bundestags-Unterausschusses am 5. Mai in Berlin</title>
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    <span class="xar-mod-title">Kosovo + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=32">Balkan</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=34">Kosovo</a>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
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                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=81">Bericht</a>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=34-81">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=34%2B81">All of these categories</a>
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        <h1>
            Lehren aus 10 Jahren Aktionsplan Zivile KrisenprÃ¤vention - WIE WEITER? Ã–ffentliche Sitzung des Bundestags-Unterausschusses am 5. Mai in Berlin         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 30. April 2014 10:56:46 +02:00 (44998 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>In der Fachwelt (auch international) hoch gelobt, in der &Ouml;ffentlichkeit praktisch unbeachtet - so waren 2004 die Reaktionen auf den vom Bundeskabinett beschlossenen Aktionsplan &quot;Zivile Krisenpr&auml;vention, Konfliktl&ouml;sung und Friedenskonsolidierung&quot;. Nach zehn Jahren ist eine ehrliche Bilanzierung des Aktionsplans und eine Weiterentwicklung und St&auml;rkung des Politikfeldes &uuml;berf&auml;llig. Hier N&auml;heres zur &Ouml;ffentlichen Sitzung des Unterausschusses ...&nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Lehren aus 10 Jahren Aktionsplan Zivile Krisenpr&auml;vention &ndash; </strong></p>
<p align="center"><strong>WIE WEITER? </strong></p>
<p align="center"><strong>&Ouml;ffentliche Sitzung des Bundestags-Unterausschusses mit Sachverst&auml;ndigen am 5. Mai in Berlin</strong></p>
<p>Am 12. Mai 2004 beschloss das Bundeskabinett den Aktionsplan &bdquo;Zivile Krisenpr&auml;vention, Konfliktl&ouml;sung und Friedenskonsolidierung&ldquo;. Er wurde damals als gro&szlig;er konzeptioneller&nbsp; Fortschritt zu mehr Friedensf&auml;higkeit gewertet. Am 5. Mai ber&auml;t der neu gebildete Unterausschuss &bdquo;Zivile Krisenpr&auml;vention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln&ldquo; &uuml;ber die Lehren aus 10 Jahren Aktionsplan. In &ouml;ffentlicher Sitzung (16.00 Uhr Paul-L&ouml;be-Haus E.300, Anmeldung erforderlich) nehmen als Sachverst&auml;ndige Stellung: Dr. <strong>Martina Fischer</strong>, Berghof-Foundation, <strong>Cornelia Brinkmann</strong>, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von &bdquo;Steps for Peace&ldquo;/Institut f&uuml;r Peacebuilding, Dr. <strong>Hans-Dieter Heumann</strong>, Pr&auml;sident der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik, Ex-MdB <strong>Winfried Nachtwei</strong> (Mitinitiator des Aktionsplans). (<a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a03/ua_zks/tagesordnungen/index.html">http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a03/ua_zks/tagesordnungen/index.html</a></p>
<p align="center">---------------------</p>
<p>Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender von B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen und au&szlig;enpolitischer Koordinator richtete ich am 19. Mai 2004 folgendes <strong>Schreiben an Dr. Klaus Scharioth,&nbsp; Staatssekret&auml;r im Ausw&auml;rtigen Amt:</strong></p>
<p><em>Sehr geehrter Herr Staatssekret&auml;r, lieber Herr Dr. Scharioth,</em></p>
<p><em>(&hellip;) Am 12. Mai billigte das Bundeskabinett den <strong>Aktionsplan &bdquo;Zivile Krisenpr&auml;vention</strong>, Konfliktl&ouml;sung und Friedenskonsolidierung&ldquo;.</em></p>
<p><em>Wie Sie sich erinnern, hatte ich mich bei den Koalitionsverhandlungen f&uuml;r dieses Vorhaben eingesetzt. Das Ausw&auml;rtige Amt machte sich sofort an die Umsetzung &ndash; und schaffte gemeinsam mit den vielen anderen Ressorts sowie zivilgesellschaftlichen Experten ein Dokument, das die Querschnittsaufgabe Krisenpr&auml;vention in ihrer ganzen Breite entfaltet, eine beeindruckende Bestandsaufnahme liefert und&nbsp; konkrete Aktionen zur F&ouml;rderung effektiver Krisenpr&auml;vention benennt. Mit dem Aktionsplan ist der&nbsp; Bundesregierung unter Federf&uuml;hrung des Ausw&auml;rtigen Amtes ein gro&szlig;er Wurf gelungen, der international wohl einmalig ist.</em></p>
<p><em>Hierf&uuml;r m&ouml;chte ich Ihrem Haus und den beteiligten Mitarbeitern, angefangenen bei Herrn Martin Fleischer als&nbsp; dem verantwortlichen&nbsp; Projektkoordinator, auch im Namen meiner Fraktion meine hohe Anerkennung und herzlichen Dank&nbsp; aussprechen.</em></p>
<p><em>Im n&auml;chsten Schritt wird es Aufgabe des Parlaments sein, die Umsetzung und Weiterentwicklung des Aktionsplans zu unterst&uuml;tzen und zu f&ouml;rdern. Mir ist die d&uuml;stere Haushaltslage sehr wohl bewusst. Zugleich bin ich aber der festen &Uuml;berzeugung, dass etliche wichtige Aktionen ohne einen Zuwachs an Personal und Ressourcen nicht umzusetzen sind. Als &bdquo;Verteidiger&ldquo; sehe ich zudem eine strategische L&uuml;cke: W&auml;hrend mit der Transformation der Bundeswehr umfassende F&auml;higkeiten f&uuml;r Stabilisierungseins&auml;tze definiert werden (bis zu 14.000 Soldaten in bis zu f&uuml;nf parallelen Operationen &uuml;ber mehrere Jahre), fehlt uns f&uuml;r solche in der Regel multidimensionalen Eins&auml;tze eine ad&auml;quate Kr&auml;fteabsch&auml;tzung auf der polizeilichen und zivilen Seite.&nbsp; Hier sehe ich erheblichen Kl&auml;rungs- und Handlungsbedarf.</em></p>
<p><em>Wir wollen dazu unseren Beitrag leisten. </em></p>
<p><em>Vor etwas mehr als einem Jahr&nbsp; trafen Sie auf meine Bitte hin mit dem Journalisten Michael Gleich zusammen, der sein Medienprojekt <strong>&bdquo;Peace Counts&ldquo;</strong> vorstellte: attraktive und spannende Friedensberichterstattung angesichts der Dominanz von Gewalt- und Kriegsberichterstattung.&nbsp; Dank der F&ouml;rderung durch das AA konnten etliche Einzelvorhaben mit gro&szlig;em Erfolg umgesetzt werden. Die Berichterstattung &uuml;ber &bdquo;Friedensmacher&ldquo; vervielfachte sich meiner Sch&auml;tzung nach und erreichte auch Medien, die ein breiteres &bdquo;Normalpublikum&ldquo; ansprechen. In vielen F&auml;llen war es beste &Ouml;ffentlichkeitsarbeit f&uuml;r vom AA im Rahmen des FEM-Titels gef&ouml;rderte Projekte. Das ist umso bedeutsamer, als diese Projekte ja sonst ohne eine begleitende &Ouml;ffentlichkeitsarbeit auskommen m&uuml;ssen und deshalb wie Lichter unter dem Scheffel wirken.</em></p>
<p><em>Mit Erleichterung und Freude h&ouml;rte ich, dass auch f&uuml;r 2004 eine F&ouml;rderung bewilligt wurde. </em></p>
<p><em>Schlie&szlig;lich noch zum Projekt <strong>&bdquo;Friedenserhaltende Dialoglinie mit gem&auml;&szlig;igten Islamisten</strong> Zentralasiens und Tadschikistans&ldquo;, &uuml;ber das Sie mich im M&auml;rz 2002 ausf&uuml;hrlich informiert haben. Begonnen lange vor dem 11. September zeugt dieses Projekt von ausgesprochener Weitsicht. Am 11. Dezember 2003 konnte in Duschanbe ein Dokument &uuml;ber vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen unterzeichnet und dem Pr&auml;sidenten Rahmonov zugeleitet werden. Damit konnte erstmalig im zentralasiatischen Raum eine Vertrauensbildung zwischen f&uuml;hrenden Islamisten und s&auml;kularen Politikern vermittelt werden. Eine im Rahmen von zivik durchgef&uuml;hrte Evaluation bescheinigt dem Projekt, ausgesprochen erfolgreich zu sein.&nbsp; </em></p>
<p><em>Angesichts der ern&uuml;chternden Bilanz des &bdquo;Krieges gegen den Terror&ldquo; und der Konfliktversch&auml;rfung zwischen der muslimisch gepr&auml;gten Welt und &bdquo;dem Westen&ldquo; kann dieser konstruktive Ansatz gar nicht hoch genug eingesch&auml;tzt werden. </em></p>
<p><em>Umso mehr bin ich &uuml;ber die Nachricht beunruhigt, dass aus haushaltsrechtlichen Gr&uuml;nden das Projekt nicht l&auml;nger als drei Jahre gef&ouml;rdert werden darf.&nbsp; Ein Ausstieg der deutschen Seite zum jetzigen Zeitpunkt k&auml;me zu fr&uuml;h, da der Dialogprozess noch f&uuml;r eine begrenzte Zeit auf ausl&auml;ndische Begleitung angewiesen ist. Nach den Erfolgserfahrungen der letzten Jahre und dem Durchbruch von Dezember 2003 w&uuml;rde der Abbruch der deutschen Unterst&uuml;tzung den ganzen Prozess infrage stellen und zur&uuml;ckwerfen. Das kann und darf nicht sein! </em></p>
<p><em>Mit meinem Kollegen Gernot Erler bin ich in der Sache im Kontakt. Wir sind uns einig, dass die Bundesregierung insgesamt hier einen Weg finden muss, die deutsche Begleitung des Dialogprojektes aufrechterhalten zu k&ouml;nnen. Wir werden dies auch anderen Verantwortlichen der Bundesregierung gegen&uuml;ber deutlich machen. (&hellip;)</em></p></div>


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