    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Stalingrad vor 70 Jahren - eine Division aus MÃ¼nster + Westfalen, Speerspitze im Vernichtungskrieg, vernichtet in Stalingrad - Zusammenstellung von W. Nachtwei</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;ptid=1&amp;catid=34-81&amp;aid=1187</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap&amp;ptid=1">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Kosovo + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=32">Balkan</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=34">Kosovo</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=81">Bericht</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=34-81">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=34%2B81">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Stalingrad vor 70 Jahren - eine Division aus MÃ¼nster + Westfalen, Speerspitze im Vernichtungskrieg, vernichtet in Stalingrad - Zusammenstellung von W. Nachtwei         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 28. Januar 2013 15:00:14 +02:00 (47094 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Die 16. Panzer-Division aus MÃ¼nster erreichte am 23. August 1942 als erste die Wolga bei Stalingrad. 128 ihrer MÃ¤nner kehrten nach Jahren aus der HÃ¶lle zurÃ¼ck. Die Erinnerung daran ist zwiespÃ¤ltig, sperrig, aber nÃ¶tig. Der 70. Jahrestag der Kapitulation der 6. Armee am 31. Januar/2. Februar 1943 schien bisher wenig Ã¶ffentliche Beachtung zu finden. Meine Zusammenstellung von AuszÃ¼gen aus der Divisionsgeschichte, aus dem Werk von Antony Beevor und vor allem aus Theodor Pliviers - vergriffenen - Dokumentar-Roman &quot;Stalingrad&quot; von 1945 (!) geben einen Einblick in den damaligen Wahnsinn von Vernichtungskrieg, blindem Gehorsam, Verlorenheit und Selbstvernichtung.</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> 800x600 </xml><![endif]--></p>
<p align="center"><strong>Stalingrad vor 70 Jahren</strong></p>
<p align="center"><strong>16. Panzer-Division aus MÃ¼nster:</strong></p>
<p align="center"><strong>Speerspitze im Vernichtungskrieg, vernichtet in Stalingrad</strong></p>
<p align="center">zusammengestellt von Winfried Nachtwei, MdB a.D., Vorstandsmitglied</p>
<p align="center">â€žGegen Vergessen - FÃ¼r Demokratie&quot; (Januar 2013)</p>
<p><em>In diesen Wochen vor 70 Jahren tobte und brannte die HÃ¶lle von Stalingrad, verbluteten, erfroren, verreckten Abertausende deutsche, rumÃ¤nische und sowjetische Soldaten. Im Norden des Kessel ging eine Division zugrunde, die aus Westfalen stammte: die 16. Panzer-Division, die im August 1940 aus der 16. Infanterie-Division (MÃ¼nster) und dem Panzerregiment 2 aus Eisenach entstanden war. Das Denkmal der 16. Panzer-Division steht - von den wenigsten wahrgenommen - am Kalkmarkt jenseits des Parkplatzes hinter â€žZigarren Lammerding&quot;. Ãœber Jahrzehnte trafen sich ehemalige Soldaten der 16. Panzer- und Infanterie-Division immer wieder in MÃ¼nster, dem ursprÃ¼nglichen Sitz des Divisionsstabes. In den 90er Jahren versÃ¤umte ich, ihre letzten Zeitzeugen zu befragen. </em></p>
<p><em>Die 16. Panzer-Division galt als â€žSpeerspitze der 6. Armee&quot;. Sie erreichte als erste am 23. August 1942 die Wolga nÃ¶rdlich Stalingrad. Schon Mitte November lagen die Leichen von Ã¼ber 4.000 ihrer MÃ¤nner auf dem Divisionsfriedhof an der Bahnstrecke Nord-Stalingrad - Frolow. Nur 128 ihrer Soldaten kehrten nach Jahren der Gefangenschaft wieder in die Heimat zurÃ¼ck. Mit dem Tod der letzten DivisionsangehÃ¶rigen scheint die Erinnerung an diese Division und ihre furchtbare wie mahnende Kriegsgeschichte zu verwehen. Erinnern an Soldaten, die- gezwungen oder Ã¼berzeugt - Â Mitmarschierer und MittÃ¤ter waren und Opfer wurden, ist zwiespÃ¤ltig, fÃ¤llt schwer. Mit den folgenden Materialien will ich einige AnstÃ¶ÃŸe zur Erinnerung geben. In Stalingrad fiel der deutsche Angriffs- und Vernichtungskrieg auf seine militÃ¤rischen Wegbereiter, Mitmarschierer, Macher, vor allem auf die einfacheren Soldaten zurÃ¼ck. Es war eine in jeder Hinsicht verlorene Armee, sich auflÃ¶send im Strudel des Untergangs. In ihrem absoluten, blinden Gehorsam und ihrer RealitÃ¤tsverleugnung wurden Generale, eine ganze militÃ¤rische FÃ¼hrung zum Henker der eigenen Soldaten.</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Quellen:</span></strong></p>
<p>- Antony Beevor: Stalingrad, (1998), MÃ¼nchen (Goldmann) 2001 (<em>auch ausfÃ¼hrlich zur Seite der Roten Armee und ZivilbevÃ¶lkerung)</em></p>
<p>- Jochen Hellbeck: Die Stalingrad-Protokolle - Sowjetische Augenzeugen berichten aus der Schlacht, Frankfurt/M. (Fischer) 2012</p>
<p>- Theodor Plivier: Stalingrad, Roman, Berlin-Ost 1946, zuletzt Kiepenheuer &amp; Witsch Taschenbuch, KÃ¶ln 1983, 1996, 2001, 2. Auflage 2011, mit Nachwort von Hans-Harald MÃ¼ller (<em>Der antimilitaristische Schriftsteller Plivier war als Nicht-KPD-Mitglied seit 1934 in der Sowjetunion im Exil. Er konnte deutsche Feldpostbriefe und TagebÃ¼cher, die der Roten Armee in die HÃ¤nde gefallen waren, auswerten und ausfÃ¼hrlich deutsche Kriegsgefangene aller Dienstgrade interviewen. Der dokumentarische Roman gilt als besonders authentisch. â€žStalingrad&quot; wurde schon 1943/44 in einer deutschsprachigen Moskauer Exilzeitschrift verÃ¶ffentlicht. Nach dem Krieg wurde er in Ã¼ber zwanzig Sprachen Ã¼bersetzt und erreichte eine Weltauflage von mehr als zwei Millionen. Im Berliner Rundfunk wurde der Roman voll vorgelesen und auch als Wandzeitungsroman verbreitet. Ende der 40er Jahre war es das meistrezensierte Buch nach Thomas Manns â€žDoktor Faustus&quot;. Nach Pliviers Flucht aus der sowjetischen Besatzungszone 1947 geriet der Roman dort Ã¼ber Jahrzehnte â€žin Vergessenheit&quot;. In Westdeutschland warnte 1963 der damalige Generalinspekteur Foertsch, ein auf dem Roman basierender Fernsehfilm kÃ¶nne die Soldaten in ihren Aufgaben zur Verteidigung der demokratischen Freiheiten beirren. Plivier diffamierte er als kommunistischen Autor, den Roman als sowjetische Auftragsarbeit.</em>)</p>
<p>- Wolfgang Werthen: Bildband der 16. Panzer-Division, Bad Nauheim 1956</p>
<p>- Ders.: Geschichte der 16. Panzer-Division 1939-1945, hrsg. vom Kameradschaftsbund 16. Panzer- und Infanterie-Division, Kameradenhilfswerk e.V., Bad Nauheim (Podzun) 1958</p>
<p>- Wolfram Wette/Gerd R. UeberschÃ¤r (Hrsg.): Stalingrad - Mythos und Wirklichkeit einer Schlacht, Frankfurt (Fischer) 2012</p>
<p>------------------------------</p>
<p>Gorch Pieken/Matthias Rogg/Sven Wehner (Hrsg.): <strong>Stalingrad - eine Ausstellung des MilitÃ¤rhistorischen Museums der Bundeswehr</strong> in Dresden, Begleitband und Katalog, Sandstein Verlag Dresden 2012, hier: Autor/MHM-Katalog (<em>Die vom 14.12.2012 bis 30.04.2013 laufende Sonderausstellung ist einzigartig: Neben dem militÃ¤rischen Verlauf veranschaulicht die Ausstellung die individuellen Erlebnisse der Soldaten beider Seiten, die Kriegsverbrechen der deutschen Truppen, die Auswirkungen der Schlacht auf die ZivilbevÃ¶lkerung und die Rezeptionsgeschichte der Schlacht. Die HÃ¤lfte der Ã¼ber 500 Objekte stammen aus russischen Museen und Sammlungen! Dass diese Sonderausstellung im MilitÃ¤rhistorischen Museum der Bundeswehr stattfindet, ist - gerade im RÃ¼ckblick auf den Umgang militÃ¤rischer Traditionalisten mit Stalingrad in frÃ¼heren Jahrzehnten - eine hoffnungsvolle und starke Botschaft. Besuch und Katalog sind DRINGEND ZU EMPFEHLEN!)</em></p>
<p><em> ----------------------------------------------- </em></p>
<p><strong>(1) Erste Jahre</strong>:</p>
<p>1939 lagen VerbÃ¤nde der 16. Infanterie-Division in MÃ¼nster (Stab, Teile Inf.Rgt. 79, Teile Art.Rgt. 52), Rheine, Hamm, Soest, LÃ¼denscheid, Arnsberg, Dortmund, Minden. Im Mai 1940 nahm die Division teil am Kriegszug durch <strong>Luxemburg, Belgien nach Frankreich</strong>. Im Juli wurden ihre rÃ¼ckkehrenden VerbÃ¤nde in den Heimatgarnisonen (in MÃ¼nster auf dem Prinzipalmarkt) bei Paraden bejubelt. Danach erfolgte die Teilung der Division: Aus der Masse der 16. I.D. entstand zusammen mit dem Panzerregiment 2 der 1. Pz.Div. die 16. Pz.Div.; als â€žPanzer-Lehr-Division&quot; in RumÃ¤nien, im MÃ¤rz 1941 im Kontext des Balkankriegszuges nach <strong>Bulgarien</strong>.</p>
<p><strong>(2) Angriff auf die Sowjetunion</strong>:</p>
<p>Umfang der deutschen AngriffskrÃ¤fte 81 Infanterie-Divisionen, 17 Panzer- und 15 mot. Divisionen, 9 Polizei- und Sicherungsdivisionen, insgesamt 3.050.000 deutsche Soldaten, zusammen mit verbÃ¼ndeten Armeen sogar vier Millionen, 3.350 Panzer, Ã¼ber 2.000 Flugzeuge - die grÃ¶ÃŸte Angriffsstreitmacht der Geschichte. Die 16. Pz.Div. gehÃ¶rte zur Heeresgruppe SÃ¼d mit der 6. und 7. Armee und der Panzergruppe v. Kleist. (Eine Armee umfasste um 100.000 Mann, eine Division 10.-20.000 Mann)</p>
<p>Am 24. Juni 1941 Ã¼berschritt die 16. Pz.Div. (III. Pz.Korps) die sowjetische Grenze bei Sokal-Krystinopol am Bug. <strong>Stationen</strong>:</p>
<p>- <strong>Uman-Kessel</strong> August 1941: 15 sowjetische Divisionen vernichtet, 100.000 Gefangene.</p>
<p>- Am 16./17. August 1941 eroberte die 16. Pz.Div. Nikolajew am Schwarzen Meer, Allein von den 2.400 Soldaten des Regiments 64 waren inzwischen 269 gefallen und 714 verwundet.</p>
<p>- <strong>Kesselschlacht bei Kiew</strong> im September 1941: â€žDas XI. Korps trieb die Russen von SÃ¼dwesten her der 16. Pz.Div. vor die Rohre. (...) Die Kompanien umgingen keine Ortschaften mehr; sie sÃ¤uberten Dorf fÃ¼r Dorf.&quot; Nach der SchlieÃŸung des Kessels am 24. 9.: â€žInsgesamt wurden 51 russische Divisionen vernichtet, 665.000 Gefangene eingebracht.&quot; (<em>Werthen 1958, S. 65 ff.</em>)</p>
<p>- Schlacht am Asowschen Meer September/Oktober 1941: 100.000 Gefangene.</p>
<p>- Schlacht um Rostow im November 1941, erstmaliger RÃ¼ckzug auf breiter Front.</p>
<p>- Mius-Stellung: Kompanien der Division umfassen durchschnittlich noch 40 Mann, 50% der Gefechtsfahrzeuge ausgefallen. Das Regiment 64 hatte seit 22.6. 1.662 AusfÃ¤lle, 406 Tote, 1.232 Verwundete, 34 Vermisste.</p>
<p>- <strong>Charkow-Kessel</strong> im Mai 1942: allein 31.500 Gefangene durch die 16. Pz.Div., eigene Verluste 700 Mann, insgesamt 240.000 Gefangene. Die 16. Pz.Div. gehÃ¶rt jetzt mit dem XIV. Panzerkorps zur 6. Armee.</p>
<p>- KÃ¤mpfe am GroÃŸen Donbogen im Juli 1942, <strong>Panzerschlacht von Kalatsch</strong>: 8.300 sowjetische Gefangene, 275 Panzer zerstÃ¶rt. Von 13.000 Soldaten der sowjetischen 181. SchÃ¼tzendivision kÃ¶nnen nur 105 Ã¼ber den Don entkommen. â€ž1.000 Panzer waren der Division seit dem 22. VI. 41 zum Opfer gefallen.&quot; (<em>Werthen 1958, S. 104</em>)</p>
<p>â€žBis zum Februar 1942 waren von den etwa 3,3 Millionen sowjetische Soldaten, die bis dahinÂ  in <strong>deutsche Kriegsgefangenschaft</strong> geraten waren, rund zwei Millionen gestorben - verhungert, erfroren, von Seuchen hingerafft und erschossen.&quot; <em>Reinhard RÃ¼rup (Hrsg.): Der Krieg gegen die Sowjetunion 1941-1945, Berlin 1991, S. 108</em>) Von den insgesamt 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg starben bis 1945 Ã¼ber drei Millionen.</p>
<p><strong>(3) Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg</strong>:</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Beevor</span> (S. 33):</em> Das Hauptquartier der 6. Armee arbeitete â€žbeinahe auf dem gesamten Vormarsch von der Westgrenze der Ukraine bis nach Stalingrad mit dem SS-Sonderkommando 4a zusammen, das im RÃ¼cken dieser VerbÃ¤nde sein Unwesen trieb. Und die Stabsoffiziere waren sich der AktivitÃ¤ten dieser SS-Einheiten nicht nur sehr wohl bewusst, sondern sie stellten auch Einheiten zur VerfÃ¼gung, die dabei halfen, Juden in Kiew zusammenzutreiben und sie in die <strong>Todesschlucht von Babij Yar</strong> zu transportieren.&quot; Bei diesem grÃ¶ÃŸten Massaker in der besetzten Sowjetunion am 29./30. September 1941 wurden mehr als 33.000 Menschen ermordet. (Verantwortlicher Planer war der HÃ¶here SS- und PolizeifÃ¼hrer Russland SÃ¼d Friedrich Jeckeln, vormals HSSPF West in DÃ¼sseldorf, ab Oktober 1941 HSSPF Ostland und Russland Nord in Riga. Hier organisierte er die Ermordung von 27.000 Rigaer Juden am 30.11. und 8.12.1941.) Die Propagandakompanie 637 der 6. Armee â€ždruckte die Plakate fÃ¼r einen Sammlungsaufruf an die Juden von Kiew. (..) Das Pionierbataillon 113 sprengte nach dem Massaker die WÃ¤nde der Schlucht, um die Leichen zu begraben.&quot; (Jens Wehner/MHM-Katalog S. 18) Beide Einheiten wurden in Stalingrad vernichtet. Unmittelbar nach den Frontruppen erreichte am 17. August das Sonderkommando 11a von Sicherheitspolizei und SD Nikolajew. Bis zum 31. August wurden ca. 5.000 der ungefÃ¤hr 20.000 jÃ¼dischen Einwohner <strong>Nikolajews</strong> ermordet.</p>
<p>Am 22. August wurden in Belaja Zerkow 90 jÃ¼dische Waisenkinder mit ausdrÃ¼cklicher Billigung des Befehlshabers der 6. Armee, Generalfeldmarschall von Reichenau, erschossen.</p>
<p>Am 10. Oktober 1941 erlieÃŸ von Reichenau den <strong>Befehl Ã¼ber das â€žVerhalten der Truppe im Ostraum&quot;</strong>. Der Soldat habe zweierlei zu erfÃ¼llen:</p>
<p>â€ž<em>die vÃ¶llige Vernichtung der bolschewistischen Irrlehre, des Sowjet-Staates und seiner Wehrmacht; die erbarmungslose Ausrottung artfremder HeimtÃ¼cke und Grausamkeit und damit die Sicherung des Lebens der deutschen Wehrmacht in Russland. Nur so werden wir unserer geschichtlichen Aufgabe gerecht, das deutsche Volk von der asiatisch-jÃ¼dischen Gefahr ein fÃ¼r allemal zu befreien.&quot; Dadurch â€žentstehen auch fÃ¼r die Truppe Aufgaben, die Ã¼ber das hergebrachte einseitige Soldatentum hinausgehen. Der Soldat ist im Ostraum nicht nur KÃ¤mpfer nach den Regeln der Kriegskunst, sondern auch TrÃ¤ger einer unerbittlichen vÃ¶lkischen Idee und der RÃ¤cher fÃ¼r alle BestialitÃ¤ten, die deutschem und artverwandtem Volkstum zugefÃ¼gt wurden. Deshalb muss der Soldat fÃ¼r die Notwendigkeit der harten, aber gerechten SÃ¼hne am jÃ¼dischen Untermenschentum volles VerstÃ¤ndnis haben</em>.&quot; Der Befehlshaber der Heeresgruppe SÃ¼d, Feldmarschall von Rundstedt, unterstÃ¼tze den Befehl voll und ganz.</p>
<p><strong>(4) Schlacht um Stalingrad:</strong></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Werthen </span>(1958, S. 106):</em> <strong>Erste Wehrmachtsdivision an der Wolga</strong>: â€žIn der Nacht zum Sonntag, dem 23. VIII., Ã¼berschritt die 16. Pz.Div. an der Spitze des XIV. Pz.Korps die 140 m lange PontonbrÃ¼cke Ã¼ber den Don. Um 4.30 Uhr brachen die Panzer der KG Sieckenius wie auf dem Exerzierfeld in breitem Keil aus dem BrÃ¼ckenkopf heraus, dicht gefolgt von KG Krumpen und v. Arenstorff. Links rollte die 3., rechts die 60. I.D. (mot.) nach Osten. (...) Nach hartem Gefecht Ã¼berwand die 16. Pz.Div. den Tatarengraben und Ã¼berquerte sÃ¼dlich Kotluban die Bahnlinie Frolow-Stalingrad. EisenbahnzÃ¼ge gingen in Flammen auf. (...) Am frÃ¼hen Nachmittag erblickten die Kommandanten der Panzer am Horizont rechts drÃ¼ben die imposante Silhouette der Stadt Stalingrad, die sich 40 km lang an der Wolga hinstreckte. FÃ¶rdertÃ¼rme und Schlote, HochhÃ¤user und TÃ¼rme sahen aus den Qualmwolken der BrÃ¤nde hervor. (...) Gegen 15.00 Uhr kam feindliches Feuer auf. Von den nÃ¶rdlichen VorstÃ¤dten, Spartakowka mit seinem Traktorenwerk, Rynok und Lataschinka stand russische Flak, von Frauen bedient. Sie empfingen die Angreifer mit ihren Granaten. GeschÃ¼tz fÃ¼r GeschÃ¼tz mussten 37 Feuerstellungen von Pz.Abt. v. Strachwitz und II/64 niedergekÃ¤mpft werden.&quot;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Beevor</span> (S. 129 ff.):</em> Der 23. August wird fÃ¼r die Musterstadt Stalingrad und ihre Bewohner zum Inferno. Dem Angriff der 6. Armee voraus geht der <strong>Angriff der Luftflotte</strong> 4 unter General von Richthofen. Seine Flieger â€žbegannen staffelartig mit dem Abwurf von Bombenteppichen nicht nur auf industrielle Ziele, sondern auf alles. (...) Brandbomben gingen auf die Holzbauten im SÃ¼dwesten der Stadt nieder. Die HÃ¤user dort verbrannten vollstÃ¤ndig. (...) Die groÃŸen Ã–ltanks an der Wolga wurden ebenfalls getroffen. Ein Flammenball schoss etwa 500 m hoch in den Himmel, und wÃ¤hrend der folgenden tage konnte man aus einer Entfernung von mehreren hundert Kilometern die schwarze RauchsÃ¤ule sehen. Bomben zerstÃ¶rten das Telefonamt sowie das Wasserwerk, und selbst das Hauptkrankenhaus von Stalingrad wurde von einer reihe von Bomben getroffen. (..) Der LuftÃ¼berfall auf Stalingrad war der konzentrierteste an der Ostfront Ã¼berhaupt. (..) Die Staffeln der Luftflotte 4 flogen an jenem Tag insgesamt 1.600 EinsÃ¤tze und warfen 1.000 to Bomben ab, wobei sie nur drei Maschinen verloren. Einigen SchÃ¤tzungen zufolge haben sich in Stalingrad zu diesem Zeitpunkt fast 600.000 Menschen aufgehalten, 40.000 wurden in den ersten Wochen der Bombenangriffe getÃ¶tet.&quot;</p>
<p>(General von Richthofen war Befehlshaber der Legion Condor, die 1937 die spanische Stadt Guernica zerstÃ¶rte. Sein VIII. Fliegerkorps zerstÃ¶rte im April 1941 Belgrad und tÃ¶tete 17.000 Zivilisten. Die MHM-Ausstellung zeigt auch die 1921 geb. Jagdfliegerin Lidja W. Litwjak, die im September 1942 den ersten deutschen Bomber Ã¼ber Stalingrad abschoss. â€žAls sie Mitte 1943 tÃ¶dlich abgeschossen wurde, war sie mit mindestens elf Luftsiegen die erfolgreichste Jagdfliegerin der Roten Armee.&quot; MHM-Katalog S. 296. Insgesamt gab es in der Roten Armee drei rein weibliche Flugregimenter.)</p>
<p>Nachdem die 16. Pz.Div., der â€žRammbock des XIV. Panzerkorps&quot;, nahezu ungehindert fast 40 km Ã¼ber die Steppe vorgestoÃŸen war, empfing sie an der Nordwestecke Stalingrads wildes Flakfeuer. â€žDer Widerstand erfolgte von jenen Batterien, die von jungen weiblichen Freiwilligen bedient wurden, die kaum die hÃ¶here Schule verlassen hatten.&quot; Nur wenige hatten das vorher geÃ¼bt, keine war darin ausgebildet. (ErgÃ¤nzender Hinweis bei der MHM-Ausstellung: Arbeiter des Traktorenwerkes hÃ¤tten mit 60 neuen T 34 verhindert, dass die 16. Pz.Div. handstreichartig in die Stadt eindringen konnte. MHM-Katalog S. 41))</p>
<p>â€žIm nÃ¶rdlichen Industrievorort Spartakowka wurden schlecht bewaffnete Bataillone der Arbeitermiliz mit vorhersehbaren Ergebnissen gegen die 16. Pz.Div. in den Kampf geschickt. Studenten der Technischen UniversitÃ¤t, die an der nÃ¶rdlichen Flanke der Stadt GrÃ¤ben aushoben, fuhren auch dann mit ihrer Arbeit fort, als sie bereits von der 16. Pz.Div. unter Feuer genommen wurden.&quot;</p>
<p>Die GeschÃ¼tze der 16. Pz.Div. beschossen Schiffe auf der Wolga, versenkten in wenigen tagen sieben Flussschiffe, darunter einen â€žRaddampfer, der Frauen und Kinder von der Stadt zum Ostufer brachte.&quot;</p>
<p><strong>SeptemberkÃ¤mpfe</strong> (170 ff.) um den Mamai-HÃ¼gel, das Getreidesilo an der Wolga, den Hauptbahnhof, der in fÃ¼nf Tagen fÃ¼nfzehnmal den Besitzer wechselte. <strong>â€žRattenkrieg&quot;</strong>: Die Schlacht von Stalingrad brachte â€žeine vollkommen neue Art der KriegfÃ¼hrung, die sich in den Ruinen des Zivillebens konzentrierte. Der Schutt des Krieges (..) mischte sich mit den TrÃ¼mmern menschlicher WohnstÃ¤tten.&quot; Ein Lagerhaus an der Wolga Ã¤hnelte einem â€žSchichtkuchen mit Deutschen im Obergeschoss, Russen darunter, und weiteren Deutschen unter diesen. Der Feind war oft nicht auszumachen, da jede Uniform vom gleichen dunklen Staub bedeckt war.&quot;</p>
<p>Â </p>
<p><em>Werthen (1958</em>: Ende Oktober â€žtrat an der Front Ruhe ein. Ein Vierteljahr harter, pausenloser KÃ¤mpfe lag hinter der Division. (...) Nun waren die Kompanien ausgeblutet, die Ãœberlebenden abgespannt und Ã¼bermÃ¼det, Waffen und Material abgenutzt. Auffrischung war das Gebot der Stunde. Im Dontal warteten vorbereitete Quartiere, Verpflegungs- und Materiallager auf die erschÃ¶pften GrabenkÃ¤mpfer. Aber die Lage lieÃŸ es nicht zu. Der Der Kampf in Stalingrad war noch nicht siegreich beendet.&quot; (116) Zu dem Zeitpunkt war die Division auf 4.000 Mann zusammengeschmolzen.</p>
<p>Am 17. November griff die 16. Pz.Div. Rynok an, den letzten sowjetischen StÃ¼tzpunkt auf dem Westufer im Norden. Zwei Tage spÃ¤ter: â€žDas Unternehmen der Division gegen Rynok war gescheitert. Die schweren Verluste hatten erneut ihre Kampfkraft geschwÃ¤cht. Schon lagen 4000 ihrer tapfersten MÃ¤nner auf dem <strong>Divisionsfriedhof</strong> an der Bahnstrecke Frolow - Stalingrad. Ein weites Feld von weiÃŸen Kreuzen stand in der weiÃŸen Steppe.&quot; (119)</p>
<p>Am 19. November begann der <strong>sowjetische Zangenangriff</strong> im SÃ¼den und Westen. â€žDie ausgebluteten Kompanien (der 16. Pz.Div.) wurden zu einer Kampfgruppe zusammengefasst; sie marschierte am 20. XI. im Morgengrauen nach Westen&quot; - 60 km zum Don. Im Raum Kalatsch wurden die KrÃ¤fte der Division gespalten, Kampftruppe von UnterstÃ¼tzungseinheiten abgeschnitten. Binnen drei Tagen gelang der Roten Armee die Umfassung der WehrmachtsverbÃ¤nde. â€žAm 23. XI., am Vorabend zum Totensonntag, waren nahezu 300.000 Mann im Kessel. Ein VorstoÃŸ von 120 Panzern in den Kessel hinein wurde schnell zum Stehen gebracht.&quot; (â€žDie GrabenstÃ¤rke der Division betrug etwa 1.000, die GesamtstÃ¤rke 7.000 Mann.&quot; (122)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Plivier</span> (S. 78)</em> aus <strong>Feldpostbriefen</strong> deutscher Soldaten Dezember 1942: Â´Was in den Briefen geschrieben stand, war ein einziger Schrei: â€žLiebe Mutter und Vater! Es gehen sehr harte KÃ¤mpfe, wir haben sehr schwere Verluste, die FriedhÃ¶fe werden von Tag zu tag grÃ¶ÃŸer. Hunderte werden hier begraben. Sie werden in HÃ¤ufchen zusammengelegt. HÃ¤nde ab, Beine ab, KÃ¶rper abgerissen, so geht es hier zu ...&quot;; â€žLiebe Elter und Geschwister! Stalingrad bringt Kranke und Tote von sich. Meine Kompanie kann keinen Angriff mehr machen, wir sind noch 20 Mann ...&quot;; Liebe Schwester! Seit dem 10. Mai dauernd im Einsatz, da sind von uns nicht mehr viel da. Was ich fÃ¼r eine Sehnsucht nach meinen Kleinen habe, kann sich keiner vorstellen ...&quot;; â€žMeine liebe Ilse! Alle vier Stunden auf Wache ziehen. Der Schlaf dazwischen ist nicht viel. Was uns keine Ruhe lÃ¤sst, sind die LÃ¤use. Wird ein bisschen geheizt, sofort macht es sich mit den Viechern bemerkbar. Da wird sich auf der Pritsche hin- und hergeworfen. Der KÃ¶rper ist so gereizt, dass man hineingreifen mag. Zu allem die Verpflegung mit Pferdefleisch, die nicht ein Gramm Fett enthÃ¤lt....&quot;; â€žMeine Lieben! Wir fÃ¼hren hier einen Bunkerkampf, den ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Dieses Ringen um den Tod, wenn Ihr das hier sehen wÃ¼rdet, Ihr wÃ¼rdet schreien, was aus Eurem Halse herausgeht ...&quot;</p>
<p>Â </p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Matthias Rogg/MHM-Katalog S. 158 ff.</span></em>: zur â€žMadonna von Stalingrad&quot;, einer historischen Ikone, gemalt mit Zeichenkohle an Heiligabend 1942 von Dr. Kurt Reuber, evangelischer Pfarrer, Maler und Truppenarzt beim Mun.Bataillon des Versorgungsregiments der 16. Pz.Div.. Im Brief an seine Frau beschreibt er das auf der RÃ¼ckseite einer russischen Landkarte gemalte Bild: â€ž Kind und Mutterkopf zueinander geneigt und von einem groÃŸen Tuch umschlossen. Geborgenheit und UmschlieÃŸung von Mutter und Kind. Mir kamen die johanneischen Worte: Licht, Leben, Liebe. Was soll ich dazu noch sagen? Wenn man unsere Lage bedenkt, in der Dunkelheit, von Tod und Hass umgeben - und unsere Sehnsucht nach Licht, Leben, Liebe, die so unendlich groÃŸ ist in jedem von uns! (..) Als sich nach altem Brauch die WeihnachtstÃ¼r, die LattentÃ¼r unseres Bunkers, Ã¶ffnete und die Kameraden eintraten, standen sie wie gebannt, andÃ¤chtig und ergriffen schweigend vor dem Bild an der Lehmwand.(..)&quot; (Reuber Ã¼berlebte den Kessel und kam in sowjetische Gefangenschaft. Im Dezember 1943 landete er im Offiziersgefangenenlager Jelabuga, wo er sich dem Nationalkomitee Freies Deutschland anschloss. Hier entstand als letztes von ihm Ã¼berliefertes Bild die â€žLagermadonna&quot;. Am 20. Januar 1944 starb er an EntkrÃ¤ftung und fehlender medizinischer Versorgung. (vgl. auch Werthen 1956. S. 132)</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;"> </span></em></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Werthen</span> (1958, S. 131)</em>: â€žAm Jahresanfang konnte die Brotration von tÃ¤glich 200 g Brot nur noch fÃ¼r die MÃ¤nner im Graben ausgegeben werden; rÃ¼ckwÃ¤rtige Dienste erhielten 100 g. Die Leute gruben vor Hunger die gefallenen Pferde aus dem Schnee, aber es gab kein Mehl mehr, um die PferdefleischbrÃ¼he einzudicken; sie sammelten die KÃ¶rner nicht abgeernteter Weizen- und HirseÃ¤hren. Doch der KrÃ¤fteverfall war nicht aufzuhalten. Viele MÃ¤nner starben an SchwÃ¤che.&quot;</p>
<p>Am 8. Januar 1943 Ã¼berbringen sowjetische ParlamentÃ¤re ein Kapitulationsangebot, terminiert auf den 9. Januar 10.00 Uhr. (abgedruckt bei Plivier S. 82)</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Plivier (S. 93):</em> Verlustbilanz: â€ž330.000 Mann hatte der stellvertretende Quartiermeister bei der 6. deutschen Armee am 19. November 1942 auf seinen Bestandslisten. Bis zum 9. Januar 1943 - in einundfÃ¼nfzig Tagen - hatte er 140.000 Mann abzustreichen, soviel waren unter den russischen Waffen, an Hunger, KÃ¤lte, an Krankheit zugrunde gegangen. Es blieben 190.000 Mann.&quot;</p>
<p><strong>(5) Das Ende</strong></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Plivier</span> (S. 114)</em>:â€žDas russische Kapitulationsangebot war abgelehnt worden. Die Folge war die <strong>Liquidierung des Kessels</strong>.&quot; (114) â€žDivisionskommandeure saÃŸen in ihren Bunkern, hockten an ihren Kartentischen Ã¼ber FunksprÃ¼chen, FernsprÃ¼chen, Fernschreiben, die ihre Ias (Erster Generalstabsoffizier, FÃ¼hrungsgehilfe des Kommandeurs) ihnen vorlegten. ... alle fluchten, alle funktionierten, saÃŸen mit ihren Ias zusammen, gaben Befehle aus, lieÃŸen ihre Befehle funken, tasten, (...) nach vorn bringen.&quot; (100) â€žEs gab <strong>Generale</strong>, die vor Wut im Gesicht blau anliefen. Es gab Generalstabsoffiziere, Befehle entgegennehmend und weitergebend, deren Gesichter starre Masken wurden. Es gab TobsuchtsausbrÃ¼che, gab heiser geschriene Stimmen, gab Morphiumspritzen und Veronal, gab Absinken in todÃ¤hnliche Erschlaffung, und es gab Gehorsam ..., verfluchten, verbrecherischen, tÃ¶tenden Gehorsam.&quot; (105) â€žFÃ¼nf deutsche Divisionen flohen - marschierten, in Ordnung, in Unordnung, verpflegt oder von der Verpflegung abgerissen, in AuflÃ¶sung, auseinanderfallend, sich wieder sammelnd, nach Osten. (...) Schneesturm. 28 Grad unter Null.&quot;</p>
<p><strong>Kommandeure</strong>: Oberst Manfred Vilshofen, fast 50 Jahre, Kommandeur eines Panzerregiments zunÃ¤chst im Norden Stalingrads (Parallelen zur 16. Pz.Div., Anm. W.N.) verwandelte sich auf den TrÃ¼mmern seines Regiments in einen KampftruppfÃ¼hrer. â€žDer Kommandeur der Nachbartruppe ist irrsinnig geworden, ein anderer hat sich erschossen; jeden Tag erschieÃŸt sich irgendwo einer; jeden Tag verliert irgendwo einer den Verstand!&quot; (165)</p>
<p><strong>Panikflucht am Flugplatz</strong> Pitomnik: Zwei Jus sind gemeldet. â€žDie SanitÃ¤ter haben (..) an vierzig Schwerverwundete auf das Rollfeld getragen, und das war das Zeichen (..) fÃ¼r die anderen. Und Hunderte humpelten und stolperten, so schnell sie konnten, von den Verwundetenzelten zum Flugplatz. Die eine Ju war ausgerollt, die Propeller drehten sich weiter (..) Die KabinentÃ¼r Ã¶ffnete sich, und mit dem Ausladen wurde begonnen. (..) Die Flakartillerie hatte seit Tagen den Befehl, gegebenenfalls auf die Masse zu schieÃŸen. Die FlakgeschÃ¼tze wurden jetzt auf Erdkampf heruntergekurbelt, aber geschossen wurde nicht. Auf dem Schnee Hunderte von FÃ¼ÃŸen, von Fetzen, Decken, Zeltleinwand umwickelt, schlurfende FÃ¼ÃŸe. Und da waren andere, welche schneller waren, welche die Haufen der FuÃŸ- und HalblÃ¤dierten durchbrachen und mit geweiteten und flackernden Augen, mit aufgerissenen MÃ¼ndern, mit geblÃ¤hten Nasen, keuchend nÃ¤her kamen. (..) SÃ¤cke mit Bohnen, mit Schokolade, mit Brot, Schnapsballons zu Scherben zertreten, dazwischen, auch kaum anderes als SÃ¤cke, Leiber und Gesichter von GestÃ¼rzten. Sie kamen nicht mehr hoch, von filzumwickelten, klumpigen FÃ¼ÃŸen zurÃ¼ckgestoÃŸen, wurden sie zur Masse und wurden sie die BrÃ¼cke zur KabinentÃ¼r. (..) Auch die von der Wache waren betÃ¤ubt von den gellenden Schreien und der von Sterben geschwÃ¤ngerten Luft. Sie benutzten die Kolben ihrer Gewehre, oben angelangt, warfen sie die Gewehre weg und schlÃ¼pften selbst in den Vogel hinein. () Propellergeheul. Aufschreien der zurÃ¼ckfallenden Menge. Die KabinentÃ¼r stand offen. Arme, Beine, KÃ¶rper hingen heraus. (..)&quot; (177)</p>
<p><strong>Wehrmachtspfarrer</strong> Kalser aus HÃ¶xter: â€žProtestanten, Katholiken, Russen drÃ¼ckte er die Augen zu. In dieser Nacht waren es keine von Granat- und Raketensplittern Zerrissene, waren es Geprellte, Gequetschte, AbgestÃ¼rzte, von Deichseln GespieÃŸte, von Pferden Zertretene, Ãœberfahrene, von schweren 8-Tonner Zermanschte, waren es Erfrierende, waren es aus den Verwundetenzelten GeflÃ¼chtete und im Schnee Steckengebliebene.&quot; (181)</p>
<p><strong>RealitÃ¤tsverlust</strong>: TruppenfÃ¼hrer - MÃ¤nner von nÃ¼chterner Ãœberlegung und mit UrteilsfÃ¤higkeit und Entschlusskraft - â€žwaren ahnungslos. NervositÃ¤t, Kopflosigkeit, Verzweiflung anzutreffen, nun, das wÃ¤re allerdings noch verstÃ¤ndlich und bei der Lage der Dinge auch nur natÃ¼rlich; das Ausschwingen des Pendels aber nach der anderen Seite hin und bei Kommandeuren von Regimentern, von Divisionen, von ganzen Armeekorps, bei Vierzig- und FÃ¼nfzigjÃ¤hrigen, also mit zwanzig- und dreiÃŸigjÃ¤hrigem Dienstalter, einen reinen Kinderglauben und geradezu mystisches Vertrauen auf das â€žVersprechen des FÃ¼hrers&quot; anzutreffen, das allerdings war erschÃ¼tternd. SchlieÃŸlich handelte es sich doch um Generale, um Obersten, von denen jeder seine Hand auf Tausenden und Zehntausenden von MÃ¤nnern ruhen hatte. Von Ausbruchsunternehmungen reden sie und gehen soweit, Befehle zu erteilen und Munition und AusrÃ¼stungsgegenstÃ¤nde und Dinge, die nicht auf die â€žReise&quot; mitgenommen werden kÃ¶nnen, in die Luft zu sprengen, nur um am nÃ¤chsten Tag alles wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen und sich dann noch Ã¤rmer und noch mehr des Notwendigen beraubt zu sehen. (..)&quot; (194)</p>
<p>Â </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Beevor (S. 391 f.)</span></p>
<p>â€žAls General Hube (bis 15.9.1942 Kommandeur der 16. Pz.Div., danach des XIV. Pz.Korps) am Tag des 9. Januar, dem Tag der sowjetischen Offensive, in denm Kessel zurÃ¼ckkehrte, berichtete er Paulus (..), dass Hitler sich einfach weigere, die MÃ¶glichkeit einer Niederlage in Stalingrad zur Kenntnis zu nehmen. Der Â´FÃ¼hrer` hatte gar nicht zugehÃ¶rt, als er ihm die VerhÃ¤ltnisse im Kessel schilderte, und stattdessen einen baldigen zweiten Entsatzversuch angekÃ¼ndigt. Einige von Hubes Offizieren waren erschÃ¼ttert, dass ausgerechnet er sich von Hitles VorfÃ¼hrungen eines betÃ¤ubenden Optimismus, der sogenannten Â´HÃ¶hensonnenkur`, beeindrucken lassen hatte.&quot; â€žGeneral Hube erhielt den Â´FÃ¼hrerbefehl`, frÃ¼h am nÃ¤chsten Morgen in einer Focke-Wulf-Condor aus Gumrak auszufliegen, um sich dem Sonderstab von Milch (kurzfristig von Hitler zur Leitung der Luftversorgung eingerichtet) anzuschlieÃŸen. Nach seiner Ankunft am 20. Januar schickte er seinerseits eine Liste von Â´vertrauten, energischen Offizieren`, die man herausbeordern solle, damit sie sich ihm anschlieÃŸen konnten. Wie nicht anders zu erwarten, handelte es sich bei der Mehrzahl dieser Leute nicht um Spezialisten fÃ¼r die Versorgung aus der Luft, sondern um Offiziere seines eigenen Panzerkorps, insbesondere seiner eigenen Division (der 16. Pz.Div.). (419)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Plivier:</span></p>
<p><strong>Behelfs-SanitÃ¤tszug</strong> voll mit Erfrorenen. (249)</p>
<p><strong>VerwundetenhÃ¶hlen</strong>: â€žKeller voller Verwundeter, die niemals Ã¤rztliche Hilfe erhalten hatten, zogen sich in straÃŸenlangen Zeilen unter den HÃ¤userruinen Stalingrads hin, und nicht nur die AuÃŸenbezirke, auch der Stadtkern war von dieser Invasion blutenden Elends Ã¼berschwemmt. Ãœber tausend Schwerverwundete lagen in den Kellereien des Hauses der Roten Armee, an achthundert lagen im Theaterkeller; in den GewÃ¶lben am â€žPlatz der Gefallenen&quot; lagen in dem einen dreihundert, in dem anderen an zweihundert, in dem nÃ¤chsten wieder an zweihundert. Die Schwerverwundeten kamen an dem einen Tag an, und am nÃ¤chsten und am Ã¼bernÃ¤chsten wurden sie als Leichen wieder hinausgetragen, doch es blieb immer die gleiche Menge, und das RÃ¶cheln der sterbenden hÃ¶rte nicht auf. Und zwischen den VerrÃ¶chelnden und Sterbenden lagen die Soldaten der kÃ¤mpfenden Truppe. (..) Im Timoschenko-, im Theaterkeller und anderen Kellereien, die ohne Wirte waren, krochen Massen Versprengter und Marodierender unter; und tÃ¤glich und stÃ¼ndlich waren Erfassungskommandos unterwegs, welche die Leute aufscheuchten und diejenigen, die noch auf den FÃ¼ÃŸen stehen konnten, mit sich nahmen und wieder nach vorn in die Kampflinie warfen. Das war die Agonie einer Armee.&quot; (256) â€žSchwerverwundete lagen auf dem blanken Boden. Zugedeckt waren sie mit ihren MÃ¤nteln. Gesichter wie aus Lehm. Sie lagen eng beieinander. Wenn einer sich rÃ¼hrte, ging die Bewegung und das StÃ¶hnen durch die ganze Reihe. Die Kragen der Feldblusen waren wie von Rauhreif Ã¼berzogen, das waren LÃ¤use, die sich an den NÃ¤hten auf und ab bewegten.&quot; (254)</p>
<p><strong>â€žHenker der eigenen MÃ¤nner&quot;</strong>: Der inzwischen zum General befÃ¶rderte Vilshofen zum Divisionskommandeur GÃ¶nner nach seinem Befehl, der zum Ende der Kampfgruppe DÃ¶llwang fÃ¼hrt: â€žGÃ¶nner, Sie haben in dieser Stunde keinen Kampfauftrag durchgefÃ¼hrt. Sie haben ein Todesurteil vollstreckt! DÃ¶llwang, Hans DÃ¶llwang, mein Junge ... und das ist einer, aber es sind viele, es ist eine ganze Armee. Und GÃ¶nnern, Sie sind nicht der einzige, wenn das Ihr Gewissen zu beruhigen vermag. Sie sind nicht der einzige! Mein Gott, eine Armee ... und Generale, Henker der eigenen Armee, Henker der eigenen MÃ¤nner!&quot; (268)</p>
<p><strong>Operationsraum</strong>: Unter der Ruine des Stadttheaters. â€žDrei Ã„rzte, die an achthundert Verwundete zu betreuen hatten, lÃ¶sten hier einander ab. Das Band blutender Leiber, das Ã¼ber die Operationstische lief, riss Tag und Nacht nicht ab. FÃ¼r einen der Ã„rzte, den Oberarzt Huth, hatte es (..) schon siebzig Tage lang nicht mehr angehalten. Der Unterschied gegen frÃ¼her war nur, dass es kein Verbandszeug, kein SanitÃ¤tsmittel, keine Tetanusspritze, kein ChlorÃ¤thyl, kein Morphium mehr gab. Die einzig verbliebenen Mittel waren die Werkzeuge, war das Skalpell, die SÃ¤ge, die Schere, war der Kessel mit kochendem Wasser zum Sterilisieren der Instrumente, war die Ã¼ber dem Kopf baumelnde helle Operationslampe; und Schmerzen, nicht mehr ertrÃ¤gliche Schmerzen, waren das verbliebene BetÃ¤ubungsmittel, und der Arzt musste jeden glÃ¼cklich preisen, der unter dem Skalpell, unter der SÃ¤ge in seiner Hand das Bewusstsein verlor. Der Unterschied gegen frÃ¼her war auch der, dass die SanitÃ¤tsgehilfen abgemagert und grau waren und dass sie immer hÃ¤ufiger unter der Last der Arbeit und von den DÃ¤mpfen (..) zusammenklappten. (..) Der Arzt stand mit den FÃ¼ÃŸen im Blutschlamm. Aus dem Kessel wallte Dampf. Die groÃŸe Lampe warf Hitze. Kein Fenster, kein Abzugsloch. Als Tomas seinen Kopf auf die Tischplatte legte, fiel sein Blick auf einen KÃ¼bel. Fleischfetzen und obenauf ein abgeschnittener Arm. (..) Aus dem KÃ¼bel wallte Eiterdunst auf in dicker Spirale.&quot; (296)</p>
<p><strong>Feldgendarmen</strong>: Von den Transportflugzeugen fielen Ladungen, â€žBrote und HartwÃ¼rste auch in das Kampfgebiet, auch in die russischen Stellungen, auch auf PlÃ¤tze zwischen den Stellungen, auch in Ruinenhaufen, auf HÃ¶fe und HinterhÃ¶fe, auf Labyrinthwege und Trampelpfade. Und hier waren es (..) Feldgendarmen mit umgehÃ¤ngten Blechschildern vor der Brust, welche auf der Lauer lagen. (..) Wo das Brot oder die WÃ¼rste oder KonservenbÃ¼chsen (..) niedergingen und nÃ¤chtliche Schatten auftaumelten und im nÃ¤chsten Augenblick in einem der vielen LÃ¶cher verschwanden, war das Jagdgebiet der Feldpolizisten. Sie durchkÃ¤mmten zu jeder Stunde die Kellerwelt. (..) Der Beruf, den sie ausÃ¼bten, ernÃ¤hrte seinen Mann noch und, verglichen mit den lÃ¤dierten StalingradkÃ¤mpfern und den Pulvergesichtern aus hundert Gefechten, hatten sie ein strotzendes Aussehen; ihr Auftreten war kein schlappes, und ihre Blicke waren nicht trÃ¼be (..) PlÃ¼nderer sind binnen 24 Stunden zu erschieÃŸen! Lautete der Armeebefehl, hier waren keine 24 Minuten vergangen. Ein FeuerstoÃŸ aus MPs, ein paar nachhallende SchÃ¼sse aus Pistolen, acht Mann waren hingestreckt.&quot; (301 f.)</p>
<p><strong>Generalsrunde </strong>(350-377), die - fiktive - Anklagerede des General Vilshofen: â€žGeneral JÃ¤nicke hatte zwar nicht den berÃ¼hmten Heimatschuss erhalten, aber ein Brett hatte seine Stirn gestreift, und er war in letzter Stunde ausgeflogen. JÃ¤nicke ausgeflogen, verwundet selbstverstÃ¤ndlich, aber ausgeflogen! Pickert ausgeflogen, auf Befehl selbstverstÃ¤ndlich, aber ausgeflogen! Hube ausgeflogen, auf Befehl selbstverstÃ¤ndlich, aber ausgeflogen! Der Quartiermeister vom VIII. Korps ausgeflogen, ohne Befehl und dafÃ¼r auf dem Flugplatz Varnopol ohne Verfahren erschossen! Die sind aus dem Dilemma heraus!Â  Â´Der Oberbefehlshaber hat sich mÃ¼ndlich gegen den Selbstmord entschieden und hat den Selbstmord verboten!` sagte der General aus Gumrak. (..) Der Kommandierende General aus dem SÃ¼den (..): Â´Ich Selbstmord begehen, fÃ¼r diesen hergelaufenen Lumpenkerl? Nein!` (..) Da war Staunen, war Fassungslosigkeit und BestÃ¼rzung, war Angst, sogar panische Angst. Ist es denn mÃ¶glich - ein GÃ¶tzenbild wird umgeworfen, und kein Donner und Feuerstrahl fÃ¤hrt vom Himmel und vernichtet den Frevler? Solches Wort war auf Stalingrader Boden noch nicht ausgesprochen worden, vielleicht in den HÃ¶hlen des Sterbens, doch da war es schwach und ohne Kraft. (..) Hier war es herausgeschleudert worden, um gehÃ¶rt zu werden. (..) Das schwarze Werk zu krÃ¶nen, werden, nach den Soldatenopfern ohne Ende, ohne Sinn, ohne Gnade die Generalsleichen verlangt (..), und GegenstoÃŸ oder Bahndamm oder einfacher Selbstmord gilt dabei gleichviel, nur die Leiche muss her. Der tote Mann spricht nicht mehr. Mit dem toten Mann macht man, was man will. Der Tote Mann ist dann schlieÃŸlich fÃ¼r die Sache gestorben, fÃ¼r die verruchte, bis ins Herz stinkige Sache, und mit seinen Knochen wird getrommelt, auf dass der Zug des Todes weitergehe. (..) Vilshofen: Â´Es handelt sich da natÃ¼rlich um keine brandneue Erkenntnis, Herr General! (..) In unserem Bewusstsein sind doch noch Tatsachen lebendig. Fritsch, Beck, Brauchitsch, Halder, HÃ¶ppner vor Moskau, Sponneck auf Kertsch. Die lange Liste abgesetzter, degradierter, verurteilter Generale. Aber da ist noch die andere grundlegende Tatsache! Wir, unsere Berufskaste, haben dem Â´Hergelaufenen` goldene BrÃ¼cken gebaut und auf seinem Weg Teppiche ausgebreitet (..) Das Volk, das er uns bringen wollte, unser eigenes Volk, dem wir uns entfremdet hatten, er hat es auf den Block geschnallt; und wir haben dabei geholfen, nicht eben mit aufgekrempelten Ã„rmeln, aber eben wie das vollstreckende Instrument, das sich zu dem feierlichen Akt Handschuhe Ã¼berstreift (..)` Das war der Blitz, der Vilshofen durchfuhr. Â´Meine Herren, es ist natÃ¼rlich klar, der ist nichts ohne die ihm geliehene Generalsarmee. Und was Not tut ist die volle Kehrtwendung, (..) kehrt marsch! (..) Wir lieÃŸen ihn seine ungeschlachte Karriere reiten, Ã¼ber Stock und Stein, Ã¼ber VÃ¶lkerrecht und Menschenrecht und Ehre und Soldatenehre, und die Fetzen flogen, und Mord- und Brandbefehle, auch Durchhaltebefehle bis zum letzten Mann und zur letzten Patrone, und Zwiespalt hin und Zwiespalt her, Befehle werden ausgefÃ¼hrt, der Herr reitet, und wir halten mit, dass uns wahrhaftig HÃ¶ren und Sehen und menschliche Betrachtung vergeht, und so finden wir uns wieder, nicht mehr hoch zu Ross, sondern selbst die RÃ¶sser, die blinden, zuschanden gerittenen, so finden wir uns am Ufer der Wolga.` Vilshofen weiter: Â´Welches Denkmal wollen Sie ihm (den Soldaten von Stalingrad) setzen, meine Herren? Er starb den Soldatentod. Das kÃ¶nnen Sie seinem Sockel kaum einmeiÃŸeln. Da war der Mann aus den SchneelÃ¶chern der Stalingrader Westfront. Nach KÃ¤mpfen mit dem Gewehr, nach noch zÃ¤herem Kampf mit der Schippe schleppte er sich todmatt mit traurigen Augen, an den Beinen herab laufend Blut- und KotsoÃŸe, ins Lazarett. Der Arzt untersuchte ihn kaum, denn er roch die Todkrankheit (..) Er lieÃŸ den siechen KÃ¤mpfer auf die Seite legen, und er starb an der Ruhr. (..) Wir sind die ausfÃ¼hrenden Organe von TollhÃ¤uslerbefehlen geblieben, bis zum heutigen Tag. (..) â€žSie starben, damit Deutschland lebe!&quot; Und das ist LÃ¼ge, meine Herren! (..) Der LÃ¼ge mit unserem Tod das schwarze Siegel der Scheinwahrheit aufzudrÃ¼cken, wÃ¼rde sie beflÃ¼geln und wÃ¼rde sie zu einer auf Millionen niedergehenden Todessaat machen. Sie wÃ¤ren gestorben, damit das Verbrechen lebe, damit es weitergehe, damit auch Berliner, Hamburger, Bremer, MÃ¼nchener, NÃ¼rnberger, Wuppertaler Keller den Stalingrader Kellern gleichen, damit auch in Deutschland Leichen wie Holzscheite auf der Strasse liegen, damit auch Ã¼ber Deutschland das Verbrechen und der Lohn des Verbrechens sich riesengroÃŸ aufrecken. (..) Das ist die Lage, unsere besondere Lage, meine Herren: (..) Das Leben empfangen Sie wieder als Lebensurteil! Nur gegen den: Nur gegen ihn und gegen das an Deutschland und den anderen VÃ¶lkern begangene Verbrechen!`&quot;</p>
<p>Â </p>
<p><em>Werthen (1958, S. 134 ff):</em></p>
<p>â€žAm 23.1. traf der RÃ¼ckzugsbefehl vom XI. Korps ein. Die unbeweglichen Fahrzeuge und schweren Waffen wurden zerstÃ¶rt. (...) Noch vor Tagesanbruch nahmen die Nachhuten Abschied von den Schwerverwundeten. Seit es keinen Flughafen mehr gab, konnte ihnen nicht mehr geholfen werden. Sie blieben zurÃ¼ck. Im Stadtgebiet selbst lagen 20 000 unversorgte Verwundete irgendwo zwischen den Ruinen ohne Obdach. An die 20 000 Frostkranke, Ausgehungerte und Versprengte irrten zwischen TrÃ¼mmern umher und suchten Nahrung.</p>
<p>Am Morgen kam die 16. Pz.Div. durch Goroditsche. Mit ihr fluteten fÃ¼hrerlose Einheiten nach Osten, Fahrzeuge stauten sich, Verwundete schrien und flehten, mitgenommen zu werden. Da erschienen russische Schlachtflieger. Da sie keine Abwehr zu befÃ¼rchten hatten, flogen sie wohl 30 Minuten im Tiefflug die verstopften Rollbahnen auf und ab und schossen mit Bordwaffen und warfen Bomben in den grauen Haufen.&quot;</p>
<p>â€žSchwer war das Schicksal der Versprengten. Luftwaffentrupps meldeten sich bei der 16. Pz.Div. zum Einsatz. Aber sie wollten dafÃ¼r etwas zum Essen haben. Es war nichts mehr da. So zogen sie verzweifelt weiter. Alle LÃ¶cher lagen voller Verwundeter, ErschÃ¶pfter und Zusammengebrochener; keiner konnte mehr helfen. Der Divisionsbunker war voll belegt mit Verwundeten, der Stab in ein kleines Nebengelass gedrÃ¤ngt. Der Feind ging 1 km von der Hauptkampflinie offen spazieren und baute in Ruhe seine Waffen hinter SchneewÃ¤llen auf. Die MÃ¤nner sahen es und konnten sich nicht wehren.</p>
<p>Am 30.1. setzte schwerstes Artilleriefeuer ein. Die letzten Ãœberlebenden trugen es unbewegt, zu einem GefÃ¼hl fehlte die Kraft. Mit gelben, ausgemergelten Gesichtern, hohlen Wangen und aufgerissenen Lippen hockten sie in den LÃ¶chern, abgerissene Decken um den Bauch und um die Stiefel gewickelt, verschmutzt und verlaust, die erfrorenen HÃ¤nde am Gewehr. Was noch zusammenhielt und dem Leben einen Sinn gab, war die Kameradschaft. Wer sie verlor, war dem Nichts ausgeliefert.</p>
<p>Am 31.1. unterzeichnete Paulus (..) die <strong>Kapitulation der 6. Armee</strong> und ging in die Gefangenschaft. Der Nordkessel aber hielt noch. (..) Auch die 16. Pz.Div. kÃ¤mpfte noch immer. Am 1.2. lebte die Feuer- und KampftÃ¤tigkeit rundum noch einmal auf. Noch einmal wies die Division alle Angriffe ab. Im Laufe des Tages wurde die 60. I.D. (mot) links Ã¼berrannt. Ein SpÃ¤htrupp meldete, dass der Russe die letzten Reste der Division sammele, fast nur Verwundete. Auch rechts bei der 24. Pz.Div. war der Russe eingebrochen. Die Division war ohne Anschluss. Die kleinen Kampfgruppen mitten im Feind hatten schwere Verluste. Munitionsbestandsmeldung der Division: zwei Kisten Infanteriemunition (gefunden), zwei 10,5 cm Granaten. Es war zu Ende. (..) Die Division war auf KompaniestÃ¤rke zusammengeschmolzen, der Nordkessel nicht mehr als 400 bis 500 m breit. In der Nacht zum 2.2. drang der Russe links weit ins HintergelÃ¤nde ein. (..) Kurz vor Tagesanbruch warf sich Major Dormann mit einigen Verwundeten noch einmal der Umklammerung von links rÃ¼ckwÃ¤rts entgegen. Es war zwecklos, er begegnete einer Gruppe von Verwundeten und Gefangenen, die zwischen russischen Kampfgruppen herumstanden. Er kam allein in die Stellung zurÃ¼ck. Mit Tagesanbruch rollte der Russe auch die letzten Teile der Division von hinten und von der SÃ¼dflanke her auf. Nach kurzem Feuerwechsel war der letzte Widerstand gebrochen. Der <strong>Kampf um Stalingrad war zu Ende</strong>. <strong>(2. Februar:)</strong> Um 9.20 Uhr ging der letzte Funkspruch an die Teile der 16. Pz.Div. auÃŸerhalb des Kessels. (..) 146 300 Gefallene wurden von den Russen in Stalingrad aufgesammelt und verbrannt. (..) 91 000 Mann gingen in Gefangenschaft. Die Verwundeten und Kranken blieben so gut wie unversorgt dem Sterben Ã¼berlassen. Die Gefangenen schleppten sich in langen ZÃ¼gen vom Schlachtfeld. In qualvollen MÃ¤rschen zog ein Teil bei schneidender KÃ¤lte bald nach Osten, bald nach Westen durch die Steppe. Wer zurÃ¼ckblieb, wurde erschossen.&quot;</p>
<p><em>Mit seinen Schlussabsatz versucht Werthen der wahnsinnigen Sinnlosigkeit, dem Staatsverbrechen von Stalingrad noch einen â€žSinn&quot; zu geben</em>: â€žMit ihrem Opfergang hatte die 6. Armee etwa 90 groÃŸe russische VerbÃ¤nde fÃ¼r zwei Monate auf sich gezogen und einen Wiederaufbau der zerrissenen Ostfront westlich des Don erleichtert. Wie im Februar 1943 noch an ein gutes Ende glaubte, mochte damals im Sterben der Armee einen Sinn finden. Die Bedeutung der Niederlage von Stalingrad als Wende des Krieges blieb noch verborgen.&quot; (137)</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;"> </span></em></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Beevor, S. 435: </span></em></p>
<p><strong>Bis zuletzt:</strong> â€žVon Anfang Januar an begann eine wachsende Zahl deutscher Soldaten sich ohne Widerstand zu ergeben oder sogar zum Feind Ã¼berzulaufen. (..) Es gab allerdings auch FÃ¤lle von Offizieren und Soldaten, welche die Evakuierung aus Tapferkeit oder einem fast verrÃ¼ckten Pflichtbewusstsein verweigerten. Leutnant LÃ¶bbecke, der Chef einer Panzerkompanie der 16. Pz.Div. hatte in den KÃ¤mpfen einen Arm verloren, tat aber weiter seinen Dienst, ohne dass die Wunde angemessen behandelt worden war. Sein Divisionskommandeur konnte ihn nicht dazu kurieren, sich kurieren zu lassen. SchlieÃŸlich nahm General Strecker ihn sich vor. â€žIch bitte Sie, mir zu gestatten, bei meinen MÃ¤nnern zu bleiben&quot; erwiderte LÃ¶bbecke sogleich. â€žIch kann sie jetzt nicht allein lassen, bei diesen verzweifelten KÃ¤mpfen.&quot; Stecker erkannte vermutlich aufgrund des Geruchs, dass der Stumpf von LÃ¶bbeckes Arm bereits brandig war. Er musste ihm befehlen, sich in ein Flugzeug zu begeben, das ihn aus dem Kessel zu einem Lazarett brachte.&quot;</p>
<p>â€žNachdem General von Seydlitz am 25. Januar (..) seinen Divisionskommandeuren freigestellt hatte, auf eigene Faust zu entscheiden, ob sie kapitulierten oder nicht, entlieÃŸ ihn Paulus aus seiner Kommandostellung. Er unterstellte nun alle Divisionen Seydlitz` General Walter Heitz, dem Kommandeur des VIII. Korps. Heitz erteilte prompt den Befehl, dem zufolge jeder, der zu kapitulieren versuche, erschossen werden solle. Als Seydlitz und mehr als ein Dutzend anderer Offiziere dennoch die Waffen streckten - darunter die GenerÃ¤le Pfeffer, Korfes und Sanne -, wurde von den deutschen Linien aus mit Maschinengewehren auf sie geschossen, wÃ¤hrend die Sowjets sie wegfÃ¼hrten.(435)</p>
<p>â€žAm 29. Januar, also am Vorabend des 10. Jahrestages von Hitlers MachtÃ¼bernahme, schicke das Hauptquartier der 6. Armee einen Gratulationsfunkspruch aus seinem zerstÃ¶rten Keller hinaus: Â´An den FÃ¼hrer! Zum Jahrestag Ihrer MachtÃ¼bernahme grÃ¼ÃŸt die sechste Armee ihren FÃ¼hrer. Noch weht die Hakenkreuzfahne Ã¼ber Stalingrad. Unser Kampf mÃ¶ge den lebenden und kommenden Generationen ein Beispiel dafÃ¼r sein, auch in der hoffnungslosesten Lage nie zu kapitulieren. Dann wird Deutschland siegen. Heil mein FÃ¼hrer! Paulus, Generaloberst.&quot; (433)</p>
<p>Laut Manfred Kehrig (Stalingrad: Analyse und Dokumentation einer schlacht, 1974) sollen in Stalingrad eingekesselt gewesen sein 232.000 Deutsche, 52.000 â€žHiwi`s&quot; (â€žHilfswillige&quot;, SowjetbÃ¼rger in deutschen Uniformen, teils gezwungen, teils freiwillig), 10.000 RumÃ¤nen, insgesamt etwa 294.000. (498)</p>
<p>â€žWÃ¤hrend der gesamten Operationen um und fÃ¼r Stalingrad hatte die <strong>Rote Armee Verluste</strong> von 1,1 Millionen Mann erlitten, wobei die Zahl der Gefallenen allein 485.751 betrug.&quot; (449) â€žDie sowjetischen BehÃ¶rden lieÃŸen etwa 13.500 ihrer eigenen an den KÃ¤mpfen um Stalingrad beteiligten Soldaten hinrichten - dies entspricht mehr als einer ganzen Division.&quot; (12)</p>
<p>Die <strong>deutschen Verluste</strong>: Bei der LuftbrÃ¼cke in den Kessel gingen 488 Transportflugzeuge und 1.000 Besatzungsmitglieder verloren. Die 9. Flakdivision war vernichtet. (..) â€žDie 6. Armee und die 4. Panzerarmee waren buchstÃ¤blich aufgerieben. Im Kessel allein waren seit Beginn der â€žOperation Uran&quot; etwa 60.000 Soldaten umgekommen und ungefÃ¤hr 130.000 in Gefangenschaft geraten. (..) Insgesamt mÃ¼ssen die AchsenmÃ¤chte mehr als eine halbe Millionen Soldaten verloren haben.&quot; (453)</p>
<p>Â </p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Stalingrad-Protokolle</span></em><span style="text-decoration: underline;">:</span></p>
<p>Protokoll des politischen VerhÃ¶rs des Kriegsgefangenen <strong>Hermann S.</strong>, Leutnant, Adjutant des 1. Btl des Pz.Rgt. 79 der 16. Pz.Div. 8.2.1943 (Katholik, geb. 13.5.1918 in MÃ¼nster, Bankangestellter, ledig. <strong>Heimatadresse: MÃ¼nster</strong>, Westfalen, Hermannstr. 50</p>
<p>1938 zur Armee einberufen. 1941 zum Offizier ernannt. Vom 5. September bis Oktober 1942 befehligte er die 3. Kompanie des 79. Rgt., seit September Adjutant des 1. Btl., das Major Wota befehligte.</p>
<p>â€žWÃ¤hrend der KÃ¤mpfe nÃ¶rdlich von Stalingrad (sÃ¼dlich von Jersowka) vom September bis November verlor das Rgt. 80-90 Prozent seiner stÃ¤rke. Es wurde ununterbrochen aus dem Tross aufgefÃ¼llt, was seine QualitÃ¤t erheblich verschlechterte. (Den grÃ¶ÃŸten Schaden fÃ¼gten uns Ihre Granatwerfer zu, die wir â€žbÃ¶se Waffe&quot; nannten. (..)</p>
<p>Die Stalingrader Operation war ziemlich riskant. Freilich nahmen wir usprÃ¼nglich an, dass es uns gelingen wÃ¼rde, Stalingrad in 2-3 Wochen einzunehmen. Das klappte nicht, zurÃ¼ckgehen konnten wir nicht, da dies eine Bedrohung der kaukasischen Heeresgruppe bewirkt hÃ¤tte. Ãœberhaupt besteht der Fehler unseres Kommandos darin, dass wir vor dem SpÃ¤therbst angreifen mussten und uns infolgedessen nicht an der erreichten Frontlinie in der gebÃ¼hrenden weise verschanzen und auf den Winter vorbereiten konnten. Das haben Sie sich zunutze gemacht, sowohl im vorigen wie in diesem Jahr. Wenn wir am Don geblieben wÃ¤ren, hÃ¤tten wir die MÃ¶glichkeit gehabt, uns richtig zu verschanzen, und es wÃ¤re nicht zur Katastrophe gekommen. Der Hauptgrund fÃ¼r unsere Kapitulation ist: fehlende Nahrung, fehlende KrÃ¤fte, fehlende Munition, aber auch die UnmÃ¶glichkeit, , die Physische UnmÃ¶glichkeit, den Kampf weiterzufÃ¼hren. Die QualitÃ¤t der Soldaten war miserabel (..). Wir hungerten, die meisten waren frostgeschÃ¤digt. Sogar die Offiziere konnten sich vor MÃ¼digkeit und Hunger kaum auf den Beinen halten. Der Mensch kommt an die Grenze seiner MÃ¶glichkeiten, und diese Grenze war am 2. Februar erreicht. Wir ergaben uns. Die Kapitulation erfolgte spontan. Um 6 Uhr morgens wurde mir gesagt, dass russische Panzer zu unserem Unterstand gekommen seien, ich begann zu weinen, ging aus dem Unterstand heraus und legte die Waffe nieder. (..)&quot; (S. 499)</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>â€žTraditionstrÃ¤ger&quot;</strong></p>
<p>Bis in die 80er Jahre waren Bataillone der Bundeswehr TraditionstrÃ¤ger von Regimentern der 16. Pz.Div., z. B. PrGrenBtl 193 und PzArtBtl 195 (MÃ¼nster-Handorf) - PtGrenRgt 79 und PzArtRgt 16. Diese Bundeswehrbataillone sind im Rahme des Truppenabbaus inzwischen alle aufgelÃ¶st.</p>
<p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                             MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <mce:style><!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman","serif";} --> <!--[endif] --> <!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--></p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Â </p>
<p><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <mce:style><!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} --> <!--[endif] --><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--></p></div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
