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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: BekÃ¤mpfung der Piraterie braucht internationale Regelung</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Presse-Link + Interview</span>

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        <h1>
            BekÃ¤mpfung der Piraterie braucht internationale Regelung         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 19. November 2008 16:14:48 +02:00 (150424 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>AnlÃ¤sslich der Zunahme von Ãœbergriffen von Piraten an der OstkÃ¼ste Afrikas erklÃ¤ren <strong>JÃ¼rgen Trittin,</strong> stellvertretender Fraktionsvorsitzender, und <strong>Winfried Nachtwei</strong>, sicherheitspolitischer Sprecher:</p></div>
            <div>    <p>Das erfolgreiche Vorgehen der Fregatte KARLSRUHE darf nicht darÃ¼ber hinwegtÃ¤uschen, dass die Bundesregierung in der Frage der PirateriebekÃ¤mpfung seit Monaten politisch gelÃ¤hmt ist. Das gegenwÃ¤rtige Durch- und Nebeneinander verschiedener Marinemissionen der Vereinten Nationen, EU, NATO und OEF am Horn von Afrika ist kontraproduktiv. Sie offenbaren ungeklÃ¤rte PrioritÃ¤ten zwischen EU und NATO. Bis heute sind die Rechtsgrundlagen und Befugnisse zwischen den Ministern Steinmeier und Jung nicht geklÃ¤rt. FÃ¼r die Verfolgung von StraftÃ¤tern auf Hoher See mÃ¼ssen rechtstaatlich einwandfreie und international einheitliche Standards gelten.</p>
<p>Mit der EntfÃ¼hrung von Ã–ltankern und Frachtschiffen, die RÃ¼stungsgÃ¼ter an Bord haben, hat die Piraterie vor der KÃ¼ste Somalias eine neue Stufe erreicht. Dieser organisierten KriminalitÃ¤t muss kollektiv und im Rahmen der Vereinten Nationen sowie internationaler Gerichte entgegengewirkt werden. Mit klaren Mandaten â€“ unter Verzicht einer scheinheiligen Berufung auf den Anti-Terrorismus-Kampf. Auf dem Seeweg und durch den Einsatz von Kriegsschiffen allein wird es keine LÃ¶sung geben. Der Einsatz in einem Gebiet, das die achtfache GrÃ¶ÃŸe Deutschlands hat, ist ein Stochern im Nebel und die Befugnisse der MilitÃ¤rs sind begrenzt.</p>
<p>Es ist bekannt, dass die SeerÃ¤uberei vor der KÃ¼ste Somalias verschiedene Ursachen hat. Die Drahtzieher und Profiteure sitzen an Land und kÃ¶nnen inzwischen auf ein internationales Netzwerk zurÃ¼ckgreifen. Nur eine Beendigung des Kriegs in Somalia kann den Kriminellen der Boden entzogen werden. Aber auch die Reedereien, die Fischindustrie, Freizeitsegler unter anderem mÃ¼ssen sich fragen lassen, inwieweit sie Teil des Problems sind.</p>
<p>Die Bundesregierung hat maÃŸgeblich zum internationalen Chaos beigetragen. Verteidigungsminister Jung missbraucht die PirateriebekÃ¤mpfung am Horn von Afrika, um sich eine Verfassungsgrundlage fÃ¼r den Einsatz der Bundeswehr im Innern zu schneidern. Er mÃ¶chte zudem, dass die Bundeswehr weltweit nicht nur im Rahmen von Systemen kollektiver Sicherheit, sondern auch national zur Durchsetzung deutscher Interessen, etwa zur Sicherung von Rohstoff- und Handelswegen, eingesetzt werden kann. Anstatt sich den tatsÃ¤chlichen Problemen zu stellen, nimmt Herr Jung das Grundgesetz als Geisel.</p></div>


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