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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Kleine Anfrage: Uneinheitliche Musterungspraxis bei Wehrpflichtigen</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Presse-Link + Interview</span>

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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-3-97">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B3%2B97">All of these categories</a>
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        <h1>
            Kleine Anfrage: Uneinheitliche Musterungspraxis bei Wehrpflichtigen         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 17. Oktober 2008 03:31:46 +02:00 (94530 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Winfried Nachtwei hat zur MusterungswillkÃ¼r eine Kleine Anfrage in den Bundestag eingebracht. Die Anfrage findet sich hier:</p></div>
            <div>    <p><strong>Deutscher Bundestag </strong></p>
<p><strong>16. Wahlperiode</strong></p>
<p><strong>Kleine Anfrage</strong></p>
<p><strong>der Abgeordneten Winfried Nachtwei, Kai Gehring, Alexander Bonde, Omid Nouripour, Renate KÃ¼nast, Fritz Kuhn und der Fraktion BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN</strong><strong></strong></p>
<p><strong>Uneinheitliche Musterungspraxis bei Wehrpflichtigen</strong></p>
<p>Die Wehrpflicht in Deutschland wird von vielen jungen MÃ¤nnern und Frauen als ungerecht und diskriminierend empfunden. Mehr als je zuvor ist die Musterung ist fÃ¼r den Wehrpflichtigen der entscheidende Zeitpunkt fÃ¼r seine weitere Lebensplanung geworden. In den vergangenen Jahren wurden die Anforderungen an die Tauglichkeit wiederholt geÃ¤ndert. KÃ¼nftig, so die Bundesregierung, benÃ¶tigen die StreitkrÃ¤fte verstÃ¤rkt sowohl schulisch als auch beruflich gut ausgebildete und technisch versierte Wehrpflichtige mit hohem kÃ¶rperlichen LeistungsvermÃ¶gen.&quot; (BT-Drs. 16/8637) Eigentlicher Grund fÃ¼r das Drehen an der Tauglichkeitsschraube ist die Tatsache, dass bei JahrgangsstÃ¤rken von 350.000 bis 450.000 Wehrpflichtigen und 35.000 Stellen fÃ¼r Grundwehrdienstleistende nur noch maximal 10 Prozent der Wehrpflichtigen Ã¼berhaupt in der Lage ist, den gesetzlich geforderten Grundwehrdienst zu leisten.</p>
<p>Die Zahl der heranziehbaren Wehrpflichtigen drastisch verringert und dem gesunkenen Bedarf angepasst. Die Ausmusterungsquote ist bei den Erstmusterungen von 10Â % (2000) auf 30 % (2006) und zuletzt 40Â % (2007) gestiegen. (vgl. RalfÂ  Siemens: Wehrpflicht, die groÃŸe Lotterie -Â  Zahlen und Fakten zur WillkÃ¼rpraxis <a href="http://www.zentralstelle-kdv.de/pdf/302.pdf">http://www.zentralstelle-kdv.de/pdf/302.pdf</a>) Die auch im internationalen Vergleich vÃ¶llig aus dem Rahmen fallende Ausmusterungsquote ist Ergebnis einer politisch gewollten Steuerung. Unter Verweis, dass das Gros der â€žtauglich Gemusterten&quot; einen Wehr- oder Zivildienst leistet, soll die eklatante Wehrungerechtigkeit in Deutschland verschleiert werden. Verfassungsrechtlich ist diese willkÃ¼rliche Praxis Ã¤uÃŸerst bedenklich.</p>
<p>Dem Musterungsverfahren kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu. Von Betroffenen werden VorwÃ¼rfe erhoben, dass die Musterungspraxis der einzelnen KreiswehrersatzÃ¤mter Ã¤uÃŸerst unterschiedlich ist und die Tauglichkeitswahrscheinlichkeit von Faktoren wie Bildungsniveau und Antragstellung auf Kriegsdienstverweigerung beeinflusst wird.</p>
<p>TauglichkeitsÃ¼berprÃ¼fungen werden in der Regel in den KreiswehrersatzÃ¤mtern und Musterungszentren durchgefÃ¼hrt. Auch das Bundesamt fÃ¼r Zivildienst veranlasst ÃœberprÃ¼fungen der Tauglichkeit. Hierbei wird auch auf vertraglich verpflichtete B-Ã„rztinnnen/B-Ã„rzte zurÃ¼ckgegriffen. Die B-Ã„rzte sind vertraglich gehalten, alle Untersuchungen einschlieÃŸlich der Tauglichkeitsbewertungen nach den &quot;Bestimmungen fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung der Ã¤rztlichen Untersuchung bei Musterung und Diensteintritt von Wehrpflichtigen, Annahme und Einstellung von freiwilligen Bewerbern sowie bei der Entlassung von Soldaten&quot; vorzunehmen und darÃ¼ber ein zivildienstÃ¤rztliches Gutachten auszustellen. Die Empfehlungen kÃ¶nnen durch den Ã„rztlichen Dienst im Bundesamt fÃ¼r Zivildienst korrigiert werden. Es gibt Hinweise, dass die Untersuchungsergebnisse durch B-Ã„rzte dazu gefÃ¼hrt hat, dass in jÃ¼ngerer Zeit verstÃ¤rkt Vertragsverbindungen gelÃ¶st wurden.</p>
<p><strong>Wir fragen die Bundesregierung:</strong></p>
<p>1.Â Â Â Â Â  Wie erklÃ¤rt die Bundesregierung die Tatsache, dass in der Vergangenheit und in anderen LÃ¤ndern im Schnitt um die 10 % eines Jahrgangs als â€žuntauglich&quot; eingestuft wurden, die Bundesregierung aber 40 bis 45 % der deutschen Wehrpflichtigen fÃ¼r nicht wehrdiensttauglich erklÃ¤rt?</p>
<p>2.Â Â Â Â Â  Stimmt der Eindruck, dass die Bundesregierung die Musterungskriterien und die Musterungspraxis dem Rekrutierungsbedarf der Bundeswehr anpasst? Wenn nein, warum nicht?</p>
<p>3.Â Â Â Â Â  Bis zu welcher Ausmusterungsquote ist aus Sicht der Bundesregierung die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht verfassungsrechtlich verantwortbar?</p>
<p>4.Â Â Â Â Â  HÃ¤lt die Bundesregierung es z.B. fÃ¼r unbedenklich, kÃ¼nftig 60 oder 70 % eines mÃ¤nnlichen Geburtsjahrgangs auszumustern?</p>
<p>5.Â Â Â Â Â  Welches Feedback erhalten die Jugendoffiziere hinsichtlich der Wehrpflicht, insbesondere hinsichtlich des Gerechtigkeitsaspekts? Empfinden die Jugendlichen die Wehrpflicht als gerecht?</p>
<p>6.Â Â Â Â Â  Gelten fÃ¼r junge MÃ¤nner und Frauen, die freiwillig einen Dienst in den StreitkrÃ¤ften leisten wollen die gleichen Musterungskriterien und die gleiche Musterungspraxis wie fÃ¼r die Wehrpflichtigen?</p>
<p>7.Â Â Â Â Â  Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass die Bundeswehr durch die groÃŸzÃ¼gigen AusmusterungsgrÃ¼nde nicht in der Lage ist, die besten Bewerber Â fÃ¼r die jeweilige Verwendung zu finden?</p>
<p>8.Â Â Â Â Â  Wie viele Wehrpflichtige wurden</p>
<p>a)Â Â Â Â Â  bundesweit</p>
<p>b)Â Â Â Â Â  pro Bundesland</p>
<p>c)Â Â Â Â Â  pro Kreiswehrersatzamt/Musterungszentrum</p>
<p>in den vergangenen fÃ¼nf Jahren pro Jahr gemustert und wie verteilen sich dabei die jÃ¤hrlichen Musterungsergebnisse prozentual auf die jeweiligen Tauglichkeitsstufen?</p>
<p>9.Â Â Â Â Â  Wie hoch war in den vergangenen fÃ¼nf Jahren</p>
<p>a)Â Â Â Â Â  bundesweit</p>
<p>b)Â Â Â Â Â  pro Bundesland</p>
<p>c)Â Â Â Â Â  pro Kreiswehrersatzamt/ Musterungszentrum</p>
<p>die jÃ¤hrliche Zahl der Wehrpflichtigen, die zum Zeitpunkt der Musterung bereits einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gestellt hatten und wie verteilen sich jeweils die Musterungsergebnisse von gemusterten Antragstellern und Nicht-Antragstellern prozentual auf die jeweilige Tauglichkeitsstufe?</p>
<p>10.Â  Welchen Bildungsabschluss strebten in den vergangenen fÃ¼nf Jahren zum Zeitpunkt der Musterung</p>
<p>a)Â Â Â Â Â  bundesweit</p>
<p>b)Â Â Â Â Â  pro Bundesland</p>
<p>c)Â Â Â Â Â  pro Kreiswehrersatzamt/ Musterungszentrum</p>
<p>die Musterungskandidaten im Jahresdurchschnitt an und wie verteilen sich jeweils die Musterungsergebnisse prozentual auf die jeweilige Tauglichkeitsstufe?</p>
<p>11.Â  Welche MusterungskapazitÃ¤ten sind in den jeweiligen KreiswehrersatzÃ¤mtern/ Musterungszentren gegenwÃ¤rtig vorhanden? In welchem Umfang haben sich diese MusterungskapazitÃ¤ten in den vergangenen fÃ¼nf Jahren jeweils verÃ¤ndert?</p>
<p>12.Â  Mit Hilfe welcher MaÃŸnahmen hat man in jÃ¼ngster Zeit versucht, die MusterungskapazitÃ¤ten zu verbessern?</p>
<p>13.Â  Wie viele Ã„rztinnen und Ã„rzte stehen gegenwÃ¤rtig</p>
<p>a)Â Â Â Â Â  den jeweiligen KreiswehrersatzÃ¤mtern / Musterungszentren</p>
<p>b)Â Â Â Â Â  dem Bundesamt fÃ¼r Zivildienst</p>
<p>fÃ¼r Musterungsaufgaben bzw. ÃœberprÃ¼fungsuntersuchungen zur VerfÃ¼gung und wie viele sind dabei jeweils AngehÃ¶rige der Bundeswehr bzw. auf vertraglicher Basis tÃ¤tig?</p>
<p>14.Â  In welchem Umfang und mit welchem Ziel werden B-Ã„rztinnen und B-Ã„rzte fÃ¼r Musterungs- und ÃœberprÃ¼fungsuntersuchungen eingesetzt?</p>
<p>15.Â  Mit wie vielen B-Ã„rztinnen/B-Ã„rzten hat die Wehrverwaltung in den vergangen fÃ¼nf Jahren jeweils VertrÃ¤ge Ã¼ber die DurchfÃ¼hrung von Untersuchungen im Rahmen von Musterungen und ÃœberprÃ¼fungsuntersuchungen abgeschlossen, wie viele wurden aufgehoben/beendet und wie viele dieser VertrÃ¤ge bestanden am 1.10.2008 noch?</p>
<p>16.Â  Wurden von B-Ã„rzten Erstmusterungen durchgefÃ¼hrt? Wenn ja, wie viele in den RÃ¤umen der KreiswehrersatzÃ¤mter und wie viele in den Praxen oder sonstigen DienstrÃ¤umen der Ã„rztinnen und Ã„rzte?</p>
<p>17.Â  Welche Erfahrungen wurden mit den Untersuchungen durch B-Ã„rztinnen/B-Ã„rzte gemacht? Wie viele Untersuchungsverfahren konnten auf Grund der Untersuchungen dieser Ã„rztinnen und Ã„rzte abgeschlossen werden? In wie vielen FÃ¤llen wurden die Untersuchungsergebnisse angezweifelt bzw. revidiert?</p>
<p>18.Â  Wie viele Ã„rztinnen und Ã„rzte wurden in den vergangenen fÃ¼nf Jahren im Jahresdurchschnitt Ã¼ber Dritte/Leiharbeitsfirmen fÃ¼r Musterungs- und ÃœberprÃ¼fungsuntersuchungen herangezogen?</p>
<p>a)Â Â Â Â Â  Wie viele dieser Ã„rztinnen und Ã„rzte waren am 1.10.2008 noch fÃ¼r KreiswehrersatzÃ¤mter / das Bundesamt fÃ¼r Zivildienst tÃ¤tig?</p>
<p>b)Â Â Â Â Â  Wurde von diesen Ã„rzten Erstmusterungen durchgefÃ¼hrt? Wenn ja, wie viele in den RÃ¤umen der KreiswehrersatzÃ¤mter und wie viele in den Praxen oder sonstigen DienstrÃ¤umen der Ã„rztinnen und Ã„rzte?</p>
<p>c)Â Â Â Â Â  Welche Erfahrungen wurden mit diesen Untersuchungen gemacht? Wie viele Untersuchungsverfahren konnten auf Grund der Untersuchungen dieser Ã„rztinnen und Ã„rzte abgeschlossen werden? In wie vielen FÃ¤llen wurden die Untersuchungsergebnisse angezweifelt bzw. revidiert?</p>
<p>Â </p></div>


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