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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Eigene Geschichte im Vordergrund statt falsche KontinuitÃ¤ten - VorschlÃ¤ge zur bundeswehreigenen Traditionspflege (Artikel in &quot;Gegen Vergessen - FÃ¼r Demokratie&quot;)</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Presse-Link + Interview</span>

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                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B3%2B97">All of these categories</a>
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        <h1>
            Eigene Geschichte im Vordergrund statt falsche KontinuitÃ¤ten - VorschlÃ¤ge zur bundeswehreigenen Traditionspflege (Artikel in &quot;Gegen Vergessen - FÃ¼r Demokratie&quot;)         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 27. November 2018 23:06:06 +02:00 (166529 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Streitkr&auml;fte, die -erstmalig in der deutschen Geschichte - der Wahrung des Friedens und dem demokratischen Rechtsstaat verpflichtet und an das V&ouml;lkerrecht gebunden sind, brauchen ein gemeinsames Selbstverst&auml;ndnis. Traditionspflege kann + sollte leistet dazu beitragen. Es reicht ganz und gar nicht, wenn milit&auml;rische Traditionspflege nur dann in &Ouml;ffentlichkeit und Politik interessiert, wenn Verdacht auf Wehrmachtsbesch&ouml;nigung besteht. &Uuml;berf&auml;llig ist der Blick auf Ereignisse, Personen, Entwicklungen, die als beispiel- und vorbildhaft, gar traditionsw&uuml;rdig gelten k&ouml;nnen. Dazu mache ich Vorschl&auml;ge. &nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Eigene Geschichte im Vordergrund statt falsche Kontinuit&auml;ten &ndash;</strong></p>
<p align="center"><strong>Vorschl&auml;ge zur bundeswehreigenen Traditionspflege</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei</p>
<p align="center"><em>(erschienen in &bdquo;GEGEN VERGESSEN &ndash; F&Uuml;R DEMOKRATIE, Heft 98 November 2018, hrg. von Gegen Vergessen &ndash; F&uuml;r Demokratie e.V. Berlin, <a href="https://www.gegen-vergessen.de/fileadmin/user_upload/Gegen_Vergessen/Mitgliederzeitschrift/GVFD-Magazin_98-2018_web.pdf">https://www.gegen-vergessen.de/fileadmin/user_upload/Gegen_Vergessen/Mitgliederzeitschrift/GVFD-Magazin_98-2018_web.pdf</a> , S. 24 ff.)</em></p>
<p>In Politik und &Ouml;ffentlichkeit wird milit&auml;rische Traditionspflege in der Regel nur dann zu einem Thema, wenn etwas &bdquo;passiert&ldquo; ist und Verdacht auf Wehrmachtsverharmlosung besteht. So war es auch 2017, als Verteidigungsministerin von der Leyen nach skandaltr&auml;chtigen Vorkommnissen in der Truppe eine &Uuml;berarbeitung des Traditionserlasses von 1982 anordnete. Dies war auch &uuml;berf&auml;llig. Denn in 35 Jahren hatte sich Entscheidendes ge&auml;ndert: Ende des Ost-West-Konflikts, der neue Auftrag Krisenbew&auml;ltigung, erste Kriegserfahrungen, die fortschreitende multinationale Integration, die volle &Ouml;ffnung der Bundeswehr f&uuml;r Frauen und die Aussetzung der Wehrpflicht, die sch&auml;rfere Bewertung der Wehrmacht und das Abtreten der Kriegsgeneration.</p>
<p><strong>Stellenwert von Tradition in der Bundeswehr</strong></p>
<p>Streitkr&auml;fte haben generell einen besonderen Bedarf an gemeinsamem Selbstverst&auml;ndnis, an innerem Zusammenhalt und damit auch an Vorbildern und Traditionen.</p>
<p>Die konkreten Traditionsbed&uuml;rfnisse in der Bundeswehr sind sehr verschieden je nach Truppengattungen und Verb&auml;nden, nach N&auml;he und Ferne zum milit&auml;rischen Kampf. Haupttr&auml;ger von Traditionen sind Verb&auml;nde. Bei der j&uuml;ngsten &Uuml;berarbeitung des Traditionserlasses wurde erstmalig auch nach den Traditionsbed&uuml;rfnissen der Soldaten gefragt.</p>
<p>Tradition ist laut Erlass ein Prozess der &bdquo;wertegeleiteten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit&ldquo; und zu unterscheiden von Brauchtum einerseits und (Milit&auml;r-)Geschichte andererseits. In Streitkr&auml;ften, die auf das Grundgesetz und das V&ouml;lkerrecht verpflichtet sind und deren Soldaten eben keine S&ouml;ldner sein sollen, geh&ouml;ren das WIE und das WOF&Uuml;R des soldatischen Verhaltens und Handelns untrennbar zusammen. Milit&auml;rische Leistungen k&ouml;nnen milit&auml;rfachlich sehr lehrreich und auch erinnernswert sein. F&uuml;r sich allein und losgel&ouml;st vom WOF&Uuml;R und den Grundwerten des Soldatenberufs im Rechtsstaat k&ouml;nnen sie aber nicht traditionsw&uuml;rdig sein. Wehrmachtsverb&auml;nde sind also generell nicht traditionsw&uuml;rdig.</p>
<p>Welche Ereignisse, Operationen und Personen aus der Bundeswehrgeschichte, aus der deutschen (Milit&auml;r-)Geschichte sind f&uuml;r Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr beispielhaft, vorbildhaft, vielleicht traditionsw&uuml;rdig? Womit k&ouml;nnen sich Bundeswehr-soldaten identifizieren, worauf k&ouml;nnen sie berechtigt stolz sein?</p>
<p>Milit&auml;rische Traditionen erlauben R&uuml;ckschl&uuml;sse auf das Selbstverst&auml;ndnis und den Geist von Streitkr&auml;ften. Sie beeinflussen ihr Bild in der &Ouml;ffentlichkeit, das Vertrauen in ihren Friedens- und Schutzauftrag und damit auch ihre Akzeptanz. Insofern sind milit&auml;rische Traditionen nicht einfach eine innere Angelegenheit der Truppe. Sie sollten auch gegen&uuml;ber der Gesellschaft verst&auml;ndlich sein und &uuml;berzeugen k&ouml;nnen. Daf&uuml;r ist von entscheidender Bedeutung, dass die Traditionspflege glaubw&uuml;rdig und ehrlich ist, Graut&ouml;ne benennt und berechtigtes Selbstbewusstsein nicht mit Sch&ouml;nrednerei und Selbstbeweihr&auml;ucherung verwechselt.</p>
<p><strong>Vorschl&auml;ge zu einer bundeswehreigenen Traditionsbildung </strong></p>
<p>Jahrelang galt mein Hauptinteresse den Schattenseiten der Traditionspflege der Bundeswehr. Als Fachpolitiker im Verteidigungsausschuss wussten wir immer schnell, was nicht ging.</p>
<p>Konstruktive Vorschl&auml;ge waren nicht unsere St&auml;rke.</p>
<p>Der neue Traditionserlass richtet den Fokus auf &uuml;ber 60 Jahre Bundeswehrgeschichte &ndash; zu Recht. Konkrete Vorschl&auml;ge zur bundeswehreigenen Traditionspflege mache ich vor dem Hintergrund zahlloser Begegnungen mit Bundeswehrangeh&ouml;rigen und rund vierzig Besuche in Einsatzgebieten seit Mitte der 1990er Jahre&nbsp; &ndash; und vor dem Hintergrund langj&auml;hriger Besch&auml;ftigung mit dem deutschen Vernichtungskrieg im Osten, mit Kolonialkriegen und dem Vietnamkrieg. Die folgenden Ereignisse, Verhaltensweisen, Personen halte ich f&uuml;r beispiel- und vorbildhaft, zum Teil auch traditionsw&uuml;rdig. Sie wurden in Vortr&auml;gen bei Veranstaltungen des Heeres ausf&uuml;hrlich dargestellt. (Erh&auml;ltlich &uuml;ber den Autor) Bei allem Beispielhaftem spreche ich auch Schattenseiten, zwiesp&auml;ltige und schlechte Traditionen an.</p>
<p><strong>Die fr&uuml;he Bundeswehr</strong> Mitte der 60er Jahre: Die erste Wehrpflichtarmee in und f&uuml;r die Demokratie auf deutschem Boden! Wesentlich&nbsp; mit aufgebaut von 40.000 ehemaligen Wehrmachtsangeh&ouml;rigen, von denen viele den fundamentalen Wandel zu einer neuen Art von Armee mittrugen. Auch wenn der Ton damals rauer war. Der Autor erlebte den &bdquo;Staatsb&uuml;rger in Uniform&ldquo;, wo ein Soldat mehr verbriefte Rechte hatte als ein Student an der damaligen Ordinarien-Uni.</p>
<p><strong>Internationale Hilfseins&auml;tze</strong> begannen 1960 mit der Erdbebenhilfe f&uuml;r Agadir/Marokko. Seitdem leistete die Bundeswehr &uuml;ber 130 internationale Hilfseins&auml;tze. Mit der Hamburger Sturmflut 1962 begann die Traditionslinie der innerdeutschen Katastrophenhilfe der Bundeswehr.</p>
<p><strong>Bundeswehr im Kalten Krieg</strong>: Der Wille zur Kriegsverh&uuml;tung und Friedenssicherung war ein historischer Paradigmenwechsel. Bei Gro&szlig;&uuml;bungen bew&auml;hrte sich der deutsche F&uuml;hrungs-prozess. Zusammen mit der praktizierten transatlantischen und westeurop&auml;ischen Integration entstanden hier zentrale Traditionslinien.</p>
<p>Dass dies einherging mit enormer Hochr&uuml;stung, mit der Gratwanderung der atomaren Abschreckung und &bdquo;Heimatverteidigung&ldquo;, die mehrfach knapp am Super-GAU vorbeischrammte, ist sehr erinnernswert, aber sicher nicht traditionsw&uuml;rdig.</p>
<p><strong>R&uuml;ckkehr des Krieges nach Europa</strong>: Von 1992 1996 unterst&uuml;tzte die Bundesluftwaffe mit 1.412 Hilfsfl&uuml;gen die Luftbr&uuml;cke in das belagerte Sarajevo. Mit einer Spitzendelegation meiner Fraktion besuchte ich im Oktober 1996 das kriegszerst&ouml;rte Bosnien. Ein Jahr nach dem Friedensvertrag von Dayton wurde f&uuml;r uns Kritiker von Auslandseins&auml;tzen am Hang von Sarajevo die Erkenntnis unausweichlich, dass in bestimmten Situationen zum Schutz vor Massengewalt der Einsatz milit&auml;rischer Gewalt notwendig, legitim und verantwortbar sein kann. Bei IFOR begegneten uns Bundeswehrsoldaten, die unter General Riechmann den VN-Auftrag der Kriegsverh&uuml;tung &uuml;berzeugt in die Tat umsetzten. Das Kommando Spezialkr&auml;fte&nbsp; f&uuml;hrte mehrere Zugriffsoperationen gegen mutma&szlig;liche Kriegsverbrecher durch, die dem Internationalen Strafgerichtshof f&uuml;r das ehemalige Jugoslawien &uuml;berstellt wurden. Als im September 2012 nach 17 Jahren die deutsche Beteiligung am multinationalen Bosnieneinsatz endete, hatte die Bundeswehr gewaltarm, erfolgreich und vorbildhaft zum Auftrag Kriegsverh&uuml;tung in Bosnien beigetragen. Wahrlich ein Grund, stolz darauf zu sein! Hierzulande fand dieser Gro&szlig;erfolg&nbsp; keine Beachtung und wurde weitgehend vergessen.</p>
<p><strong>Nachkriegsstabilisierung im Kosovo</strong>: Der Kosovo-Luftkrieg der NATO 1999 geschah ohne ein UN-Mandat und ist bis heute heftig umstritten. Letztlich wurde aber die Totalvertreibung der Kosovo-Albaner verhindert, ihre Massenvertreibung r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht. Sehr erinnerungswert, aber wenig traditionsw&uuml;rdig war der R&uuml;ckschlag der M&auml;rzunruhen 2004. Umso mehr wurde danach aus Fehlern gelernt.</p>
<p><strong>Afghanistan: vom Stabilisierungseinsatz zur Aufstandsbek&auml;mpfung</strong>: Bei einem Besuch in Kunduz im Mai 2007 waren die Aufbaufortschritte auff&auml;llig. Zwei Wochen sp&auml;ter der Schock: Auf dem Markt fielen drei Bundeswehrsoldaten und sieben afghanische Zivilisten einem Selbstmordattent&auml;ter zum Opfer. Die Solidarit&auml;tsresolution der Rechtsgelehrten, &Auml;ltesten, Lehrerschaft, Sch&uuml;ler und Handwerksgenossenschaft der Provinz Kunduz erkl&auml;rte, die Anwesenheit des deutschen PRT sei so &bdquo;notwendig wie das Wasser zum Leben.&ldquo; Die schrittweise Verschlechterung der Sicherheitslage seitdem wurde in Berlin sch&ouml;ngeredet und verdr&auml;ngt. Zutage trat eine beispielhaft schlechte Tradition.</p>
<p><strong>Im Krieg</strong>: Am 29. April geriet eine Patrouille des PRT Kunduz in einen komplexen, milit&auml;risch gef&uuml;hrten Hinterhalt. Der Hauptgefreite Sergej Motz vom J&auml;gerbataillon 292 fiel als erster Bundeswehrsoldat im Gefecht.</p>
<p>Am 4. Juni 2009 behaupteten sich Kr&auml;fte der Quick Reaction Force (QRF) 3 in einem f&uuml;nfst&uuml;ndigen Gefecht gegen bis zu 100 Aufst&auml;ndische ohne Verluste. Hauptfeldwebel Jan Hecht schilderte sp&auml;ter, wie hervorragend selbst&auml;ndig seine Soldaten sich dabei bew&auml;hrten und R&uuml;cksicht auf die Zivilbev&ouml;lkerung nahmen.</p>
<p>Mit der QRF 5 f&uuml;hrte ab April 2010 erstmalig ein Gefechtsverband der Bundeswehr geschlossen &uuml;ber mehrere Monate au&szlig;erhalb des Feldlagers einen Kampfeinsatz in der Provinz Baghlan. Hier gelang es in offensiver Operationsf&uuml;hrung, die Aufst&auml;ndischen zur&uuml;ckzudr&auml;ngen und Aufbauma&szlig;nahmen zu erm&ouml;glichen. Das geschah in Abstimmung mit &Auml;ltesten, entschlossen, klug und mit besonderer R&uuml;cksicht auf die Bev&ouml;lkerung.</p>
<p>(Dass der ISAF-Einsatz 2014 kein sicheres Umfeld zur&uuml;cklie&szlig;, lag an strategischen Fehlern des internationalen Einsatzes und einem kollektiven politischen F&uuml;hrungsversagen in ma&szlig;geblichen Hauptst&auml;dten.)</p>
<p>Die von mir geleitete unabh&auml;ngige<strong> G36-Kommission</strong> brachte umfassende Einblicke in die scharfen Seiten der deutschen Auslandseins&auml;tze. Milit&auml;rische Gewalt wurde insgesamt zur&uuml;ckhaltend bis gar nicht, in der kriegerischen Phase des ISAF-Einsatzes auf der taktischen Ebene insgesamt kontrolliert und wirksam eingesetzt. Bei den &uuml;ber 150 befragten infanteristischen K&auml;mpfern war der Staatsb&uuml;rger in Uniform noch deutlich erkennbar.</p>
<p>Hoch angesehen sind die unbewaffneten deutschen Milit&auml;rbeobachter In extrem fordernden UN-Missionen.</p>
<p><strong>Andere Kameraden und Partner</strong>: Schon lange selbstverst&auml;ndlich ist die Multinationalit&auml;t. Oft haben Bundeswehrsoldaten auch vorbildhaftes Verhalten bei verb&uuml;ndeten Kameraden erlebt. 14 US-Soldaten wurden im Mai 2010 mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold ausgezeichnet, weil sie beim Karfreitagsgefecht unter schwerem Beschuss tote und verwundete Bundeswehrsoldaten mit ihren Hubschraubern ausgeflogen hatten.</p>
<p>Im Stabsgeb&auml;ude des Deutsch-Niederl&auml;ndischen Korps in M&uuml;nster befand sich zur Kriegszeit der Sitz des Befehlshabers im Wehrkreis VI, aus dem 14 Divisionen in den Angriffskrieg gegen die europ&auml;ischen Nachbarn geschickt wurden. Die seit 22 Jahren bestehende enge milit&auml;rische Integration der ehemaligen Kriegsgegner ist ein Vertrauensbeweis sondergleichen. Das Korps ist zugleich ein Pionier des vernetzen Ansatzes, der Zusammenarbeit mit Polizisten, Diplomaten und Zivilexperten. Diese Tradition im Werden zeigt seit 2013 allj&auml;hrlich am Tag des Peacekeepers Gesicht.</p>
<p>Wenn solche und andere F&auml;lle von beispielhaftem Verhalten bekannt gemacht werden, k&ouml;nnen sie Identifikation und Zusammenhalt in einer Bundeswehr, die f&uuml;r kollektive Friedenssicherung steht, f&ouml;rdern und zugleich gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung erreichen.</p>
<p>Das muss aber einhergehen mit einer Wirkungsbilanz der Eins&auml;tze, mit einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, mit verst&auml;rkter historisch-politischer Bildung in der Bundeswehr. Eine Traditionspflege, die g&auml;ngige Sch&ouml;nrednerei auf den Umgang mit der eigenen Geschichte ausdehnt, w&auml;re kontraproduktiv. Eine selbstbewusste und ehrliche Traditionspflege in der Parlamentsarmee Bundeswehr braucht nicht zuletzt das konstruktive, nicht nur reaktive&nbsp; Interesse von Politik und Gesellschaft.</p>
<p><strong>Winfried Nachtwei</strong> war 1994-2009 Mitglied des Bundestages (Verteidigungsausschuss) und ab 2002 sicherheits- und abr&uuml;stungspolitischer Sprecher der Fraktion B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen. Er ist Mitglied des Beirats Innere F&uuml;hrung/Verteidigungsministerium und des Beirats Zivile Krisenpr&auml;vention der Bundesregierung sowie des Vorstandes von Gegen Vergessen &ndash; F&uuml;r Demokratie und der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Hinweis:</span> Viele Beitr&auml;ge zu Auslandseins&auml;tzen, Erinnerungsarbeit, Friedens- und Sicherheitspolitik&nbsp; unter <a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a></p></div>


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