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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Erweiterung des Verteidigungsfalls ist ein gefÃ¤hrlicher Irrweg</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + <p>Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung</p> + Afghanistan + Presse-Link</span>

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        <h1>
            Erweiterung des Verteidigungsfalls ist ein gefÃ¤hrlicher Irrweg         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 9. Mai 2006 12:56:00 +02:00 (66480 Aufrufe)            </div>
            <div>    AnlÃ¤sslich des Streits um die Neudefinition des Verteidigungsfalls erklÃ¤ren <strong>Winfried Nachtwei,</strong> sicherheitspolitischer Sprecher, und <strong>Alexander Bonde,</strong> Mitglied des Verteidigungsausschusses:  </div>
            <div>    <p>Die Union unternimmt einen erneuten Anlauf, um durch eine VerfassungsÃ¤nderung den bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Innern breit zu ermÃ¶glichen. Statt die Bundeswehraufgaben nach der Ã¤uÃŸeren Erweiterung nun auch nach innen zu entgrenzen, sollte die Bundesregierung endlich die Ã¼berfÃ¤llige, breite sicherheitspolitische Debatte ermÃ¶glichen. Sie muss die Geheimhaltung um das WeiÃŸbuch zur Sicherheitspolitik der Bundesrepublik beenden und es noch im Entwurfstadium dem Parlament und der Ã–ffentlichkeit zur Diskussion stellen. Der bisherige Plan, dass WeiÃŸbuch vor der Sommerpause im Kabinett zu verabschieden und dann zu verÃ¶ffentlichen, zerstÃ¶rt jede echte Debatte.</p>   <p>Offenbar geht es Innenminister SchÃ¤uble - von Verteidigungsminister Jung mit nebulÃ¶sen Andeutungen sekundiert - lÃ¤ngst nicht nur um eine verfassungsgemÃ¤ÃŸe Regelung fÃ¼r Bedrohungssituationen in der Luft oder von See, fÃ¼r die die FÃ¤higkeiten der Organe der inneren Sicherheit nicht ausreichen.  </p>   <p>Wer generell den Verteidigungsfall neu, also weiter, definieren will, Ã¶ffnet das Tor fÃ¼r umfassende EinsÃ¤tze der Bundeswehr mit Kriegswaffen im Innern. Dies hÃ¤tte erstens gravierende rechtliche Konsequenzen: BundeswehreinsÃ¤tze im nach innen erweiterten Verteidigungsfall wÃ¼rden Ã¼ber die enge Rechtsbindung von EinsÃ¤tzen polizeilicher Gewalt  hinausgehen und hÃ¤tten nur noch das KriegsvÃ¶lkerrecht als Rahmen. Dies hÃ¤tte zweitens gravierende Auswirkungen auf die PrimÃ¤raufgabe der Bundeswehr, zur Ã¤uÃŸeren Sicherheit der Bundesrepublik im Rahmen kollektiver Sicherheit beizutragen. Der &quot;Verteidigungsauftrag im  Innern&quot; kÃ¤me den Innenministern entgegen, die Soldaten als Hilfspolizisten angesichts reduzierter PolizeikrÃ¤fte wÃ¼nschen. Dadurch wÃ¼rde ein erheblicher Teil der StreitkrÃ¤fte absorbiert, der dringend fÃ¼r die AuslandseinsÃ¤tze zur GewÃ¤hrleistung der kollektiven Sicherheit benÃ¶tigt wird.</p>   <p>SchlieÃŸlich stellt sich die Frage, wie die Rechte des Parlaments bei diesem neu definierten V-Fall gefasst werden sollen: Bisher muss der V-Fall mit Zweidrittelmehrheit des Parlaments beziehungsweise des Gemeinsamen Ausschusses als Notparlament festgestellt werden. Es drÃ¤ngt sich der Verdacht auf, dass hier die Eingriffsrechte der Exekutive massiv ausgeweitet, die Rechte der BÃ¼rger und des Parlaments zugleich massiv reduziert werden sollen. Im Zusammenhang mit dem WeiÃŸbuch ist erwÃ¤genswert, ob ein Bundeswehraufgabengesetz nicht die sinnvollste und am ehesten konsensfÃ¤hige LÃ¶sung ist, die Aufgaben der Bundeswehr im Rahmen der verfassungsrechtlichen Vorgaben klar und zeitgemÃ¤ÃŸ zu definieren. Deshalb gehÃ¶ren das Thema WeiÃŸbuch sowie die zukÃ¼nftigen sicherheitspolitischen Grundlagen unter Anwesenheit des Ministers auf die Tagesordnung der morgigen Verteidigungsausschusssitzung.</p></div>


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