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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: DÃ¼sterer 1. Quartalsbericht 2013 des Afghanistan NGO Safety Office/ANSO: Stark zunehmende AufstÃ¤ndischen-Attacken, zu 83% auf afghanische KrÃ¤fte, wachsende SicherheitslÃ¼cken!</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan + Presse-Link</span>

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        <h1>
            DÃ¼sterer 1. Quartalsbericht 2013 des Afghanistan NGO Safety Office/ANSO: Stark zunehmende AufstÃ¤ndischen-Attacken, zu 83% auf afghanische KrÃ¤fte, wachsende SicherheitslÃ¼cken!         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 5. Mai 2013 00:51:32 +02:00 (87811 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Offiziell heiÃŸt es, in Afghanistan schreite die Ãœbergabe der Sicherheitsverantwortung voran. Im vorigen Jahr schien erstmalig der Trend der Jahr zu Jahr zunehmenden SicherheitsvorfÃ¤lle gebrochen - auch wenn sich die Sicherheitslage fÃ¼r die afghanische BevÃ¶lkerung und RegierungskrÃ¤fte noch nicht gebessert hatte. Die ANSO-Daten fÃ¼r das erste Quartal 2013 sind Ã¤uÃŸerst ernÃ¼chternd und beunruhigend.</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--></p>
<p align="center"><strong>DÃ¼ster: 1. Quartalsbericht 2013 des Afghanistan NGO Safety Office (ANSO) meldet Zunahme der AufstÃ¤ndischen-Attacken um 47% und Regionen mit wachsender SicherheitslÃ¼cke!</strong></p>
<p align="center">zusammengefasst von W. Nachtwei (5/2013)</p>
<p>Â </p>
<p>Inzwischen hat das <strong>Afghanistan NGO Safety Office (ANSO</strong>) seinen 1. Quartalsbericht fÃ¼r 2013 verÃ¶ffentlicht. ( <a href="http://www.ngosafety.org/store/files/ANSO%20Q1%202013.pdf">www.ngosafety.org/store/files/ANSO Q1 2013.pdf</a> ) Nach partiellen Lichtblicken im Vorjahr ist die Gesamtbotschaft jetzt ernÃ¼chternd bis alarmierend. Eine erfolgreiche Transition scheint es primÃ¤r auf der Seite der AufstÃ¤ndischen (Wechsel der Angriffs-Zielgruppen), weniger auf Seiten der Pro-RegierungskrÃ¤fte zu geben.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Armed Opposition Group (AOG) AktivitÃ¤ten:</span></strong></p>
<p>Die AOG initiierten Attacken stiegen im 1. Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahrszeitraum von 1.581 um +47% auf 2.331. (Im 1. Quartal 2009 gab es 1.301 AOG Attacken, 2010 1.794, 2011 2.755.) Zu berÃ¼cksichtigen ist dabei, dass der enorme RÃ¼ckgang der Attacken im Vergleichszeitraum 1. Quartal 2012 um 74% mitverursacht war durch einen seit vielen Jahren besonders harten Winter. ANSO schÃ¤tzt nichtsdestoweniger, dass der Trend der gegenwÃ¤rtigen Re-Eskalation anhÃ¤lt und dass <strong>2013 das zweitgewalttÃ¤tigste Jahr seit 2002 (nach 2011) werden kÃ¶nnte</strong>. Der Umfang der ZwischenfÃ¤lle bekrÃ¤ftigt die Annahme der frÃ¼heren ANSO-Berichte, dass der RÃ¼ckgang im Vorjahr nicht Ausdruck geschwÃ¤chter AOG-KapazitÃ¤ten war, sondern Folge einer operativen Pause.</p>
<p><em>(Vgl. ANSO-Jahresbilanz 2012: Nachdem die SicherheitsvorfÃ¤lle Ã¼ber sechs Jahre stÃ¤ndig zugenommen hatten (2007 +36%, 2008 +48%, 2009 +34%, 2010 + 58%, 2011 +28%), gingen sie in 2012 erstmalig um 24% zurÃ¼ck.</em>)</p>
<p>Geblieben bei der AOG-Kampagne sei der bewusste Wechsel der Angriffsziele - von internationalen Truppen zu afghanischen Zielen. <strong>73% der AOG-Attacken richteten sich gegen die afghanischen SicherheitskrÃ¤fte</strong>, 10% gegen Zivilisten, die die staatlichen AutoritÃ¤ten zugerechnet wurden. Nur 4% der AOG-Angriffe richteten sich gegen internationale StreitkrÃ¤fte (IMF), 1% gegen Internationale und Nichtregierungs-organisationen. â€žThe opposition has demonstrated an effective transition to domestic targets while consolidating its position in the East.&quot;</p>
<p>(<em>Anm.: Der Wechsel der Angriffs-Zielgruppen zeigt sich deutlich in den Opferzahlen:</em></p>
<p><em>Die Zahl der ANA-Gefallenen stieg von 282 in 2009 Ã¼ber 550 in 2011 auf 1.200 in 2012.</em></p>
<p><em>Die Zahl der ANP-Gefallenen stieg von 646 in 2009 Ã¼ber 1.400 in 2011 auf 2.200 in 2012. </em><em>(Brookings Afghanistan Index 26.04.2013, <a href="http://www.brookings.edu/about/programs/foreign-policy/afghanistan-index">www.brookings.edu/about/programs/foreign-policy/afghanistan-index</a></em><em> </em></p>
<p><em>Die Zahl der Zivilopfer stieg im 1. Quartal um 30% auf 475 GetÃ¶tete und 872 Verletzte. (Im Vorjahr war die Zahl der Zivilopfer erstmalig seit Jahren um 12% zurÃ¼ckgegangen.) Lt. UN Special Representative Jan Kubis hÃ¤tten die Taliban inzwischen auch GerichtshÃ¶fe und Justizpersonal zu Angriffszielen erklÃ¤rt. Den Angriff auf ein Gericht im westlichen Farah am 3. April, bei dem 46 Personen, darunter 36 Zivilisten getÃ¶tet wurden, bezeichnete er als ein â€žKriegsverbrechen&quot;.)</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">RÃ¤umliche Trends</span></strong><span style="text-decoration: underline;">:</span></p>
<p>Die Grenzprovinzen im SÃ¼den, Osten und Westen trieben in diesem Quartal eine landesweite Eskalation an: Im <strong>Osten</strong> Nangarhar +81% auf 244 und das Richtung Kabul anschlieÃŸende Laghman um 250% auf 147. Hier setzt sich der Trend von 2012 fort, wo Nangarhar und Laghman die grÃ¶ÃŸten ZuwÃ¤chse an AOG-Attacken erfuhren. Hier zielen die AOG-AktivitÃ¤ten auf die Infiltrationsrouten aus Pakistan und die strategisch bedeutsamen Gebiete angrenzend an den Kabul-Tokham-Highway. Die Grenzprovinz Kunar bleibt nach Helmand Spitzenreiter mit 307 AOG-Attacken (+21%).</p>
<p>Der <strong>SÃ¼den</strong> ist weiterhin eine Hochburg der AOG-AktivitÃ¤ten. Wo im Vorjahr noch enorme RÃ¼ckgÃ¤nge beobachtet wurden (Helmand -66% auf 811, Ghazni um -44% auf 968, Kandarhar -15% auf 1.097), stiegen im 1. Quartal 2013 die AOG-Attacken wieder krÃ¤ftig an: Ghazni +127%, Helmand +100%, Kandarhar +17%.</p>
<p>Die <strong>Westprovinzen</strong> (Farah, Herat, Badghis, Faryab) zeigen, wie die AOG erfolgreich die LÃ¼cke fÃ¼llen, die durch den Abzug der internationalen Truppen entstanden ist. In den vier Provinzen nahmen die AOG-Attacken um 72% zu und Ã¼bertrafen damit die Zahlen von 2011, des bisher gewalttÃ¤tigsten Jahres.</p>
<p>Nachdem im <strong>Norden</strong> in 2012 in der Mehrzahl der Provinzen die AOG-Attacken zurÃ¼ckgegangen waren, gab es im 1. Quartal 2013 RÃ¼ckgÃ¤nge nur noch in zwei Provinzen (Baghlan -27%, Samangan -50%). In allen anderen Provinzen nahmen die Attacken wieder zu: In Takhar um 200% auf 12, in Badakhshan um 186% auf 20, in Jawzjan um 142% auf 29, in Balkh um 88% auf 30, in Kunduz um 77% auf 23. In Kunduz wurde eine groÃŸe Zahl an Offensivoperationen internationaler TruppenÂ  und zunehmende AOG-Attacken beobachtet, dazu AktivitÃ¤ten lokaler Milizen.</p>
<p>â€ž<strong><span style="text-decoration: underline;">Incidents by author</span></strong>&quot; (AOG/ANSF/IMF) vom 1. Q. 2012 zum 1. Q. 2013 in den Regionen, wo eine wachsende Kluft zwischen AOG und Pro-RegierungskrÃ¤ften festgestellt wurde:</p>
<p>Badghis +47/-16/-5</p>
<p>FaryaÂ  +48/ +3/ -5</p>
<p>LaghmanÂ  +105/ +5/ -6</p>
<p>Nangarhar +109/+33/-13</p>
<p>Kunar +53/+14/+10</p>
<p>Die Zahl der IMF-Operationen ging im 1. Q. im SÃ¼den um ca. 20% zurÃ¼ck, im Osten zu mehr als 50%, im Westen auf Null. Im Norden gingen die vergleichsweise wenigen Operationen noch mehr zurÃ¼ck, im Nordosten gab es hingegen eine gewisse Zunahme.</p>
<p>Erfolgreiche Transition hieÃŸe, dass die ANSF willens und fÃ¤hig sind, die sich vergrÃ¶ÃŸernde SicherheitslÃ¼cke zwischen signifikanter AOG-PrÃ¤senz und abziehenden IMF zu schlieÃŸen. Dies gelinge nicht in Faryab und Badghis, in den nÃ¶rdlichen Ostprovinzen und in Paktika, einer wichtigen AOG-Infiltrationsroute.</p>
<p><strong>NGO-SicherheitsvorfÃ¤lle</strong>: NGO`s waren von 39 ZwischenfÃ¤llen betroffen, +63% ggb. dem Vorjahrszeitraum. Davon werden 20 den AOG zugeschrieben, 11 ANSF und internationalen Truppen (6 Gefangennahmen, zweimal Eindringen in Kliniken, dreimal â€žMachtmissbrauch&quot;), achtmal Kriminellen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>AOG Attacks 1. Q. 2013 ggb. 1. Q. 2012 </strong>(absolute Zahlen 2013/2012/2011)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Norden</span></p>
<p>TakharÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  +200% auf 12 (4, 5)</p>
<p>BadakhshanÂ  +186% auf 20 (7, 11)</p>
<p>JawjzanÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â  +142% auf 29 (12, 33)</p>
<p>BalkhÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  -+88% auf 30 (16, 31)</p>
<p>FaryabÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  +84% auf 105 (57, 55)</p>
<p>KunduzÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  +77% auf 23 (13, 46)</p>
<p>Sar-e PulÂ Â Â Â Â Â Â  - +10% auf 11 (10, 19)</p>
<p>BaghlanÂ Â Â Â Â Â Â  Â Â Â Â Â -27% auf 11 (15, 16)</p>
<p>SamanganÂ Â Â Â  Â Â Â Â -50% auf 1 (2, 2)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zentral</span></p>
<p>KabulÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Â Â Â Â Â +500% auf 12 (2, 22)</p>
<p>LaghmanÂ Â Â Â Â  Â Â Â Â +250% auf 147 (42, 32)</p>
<p>PanshirÂ Â Â Â Â  Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â +0% auf 0 (0, 0)</p>
<p>BamyanÂ Â Â Â Â Â  Â Â Â Â Â Â -100% auf 0 (2, 1)</p>
<p>Â </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Osten</span></p>
<p>GhazniÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Â Â +100% auf 192 (96, 152)</p>
<p>NangarharÂ Â Â Â  Â Â Â Â Â +81 auf 244 (135, 128)</p>
<p>PaktyaÂ Â Â Â Â Â Â Â  -Â  Â Â Â Â Â +50% auf 24 (16, 140)</p>
<p>KunarÂ Â  Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â +21% auf 307 (254, 338)</p>
<p>PaktikaÂ Â  Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â -10% auf 83 (91, 48)</p>
<p>KhostÂ Â Â Â Â Â Â  Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â -50% auf 94 (188, 326)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">SÃ¼den</span></p>
<p>HelmandÂ Â  Â Â Â Â Â Â Â Â +127% auf 325 (143, 672)</p>
<p>KandaharÂ  Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â +17% auf 188 (161, 249)</p>
<p>UruzganÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  -12% auf 58 (66, 93)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Westen</span></p>
<p>HeratÂ  Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â +103% auf 81 (40, 58)</p>
<p>BadghisÂ  Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â +64% auf 120 (73, 97)</p>
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<p>Â </p>
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