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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: KrisenprÃ¤vention in der 3. Dimension: Besuch im Weltraumlagezentrum und anderen Luftlagezentren in Kalkar-Uedem</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan + Presse-Link</span>

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        <h1>
            KrisenprÃ¤vention in der 3. Dimension: Besuch im Weltraumlagezentrum und anderen Luftlagezentren in Kalkar-Uedem         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 8. April 2013 00:27:37 +02:00 (117114 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p><img style="margin: 5px; float: left;" title="Besuch im Weltraumlagezentrum und in Luftlagezentren in Kalkar-Uedem" src="images/article/wintervortrag.jpg" alt="Besuch im Weltraumlagezentrum und in Luftlagezentren in Kalkar-Uedem" width="250" />Eine Vortragsveranstaltung in Goch am Niederrhein bot die Gelegenheit, Einrichtungen einer anderen Art von KrisenprÃ¤vention und Gefahrenabwehr zu besuchen - darunter das noch junge Weltraumlagezentrum. Hier der Bericht.</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--></p>
<p align="center"><strong>KrisenprÃ¤vention in der 3. Dimension: Besuch im Weltraumlagezentrum und in Luftlagezentren in Kalkar-Uedem</strong></p>
<p>Â </p>
<p>AnlÃ¤sslich meines Afghanistan-Vortrages in Goch (<a href="http://www.nachtwei.de/index.php/articles/1198">www.nachtwei.de/index.php/articles/1198</a> ) besuchte ich auf Einladung von Generalleutnant Wundrak in Kalkar-Uedem mehrere Lage- und FÃ¼hrungszentren: das <strong>Combined Air Operations Centre</strong> der NATO (CAOC), das <strong>Nationale Lage- und FÃ¼hrungszentrum Sicherheit im Luftraum</strong> (NLFZSiLuRa) und das <strong>Weltraumlagezentrum</strong>.</p>
<p><strong>Das CAOC</strong> ist zzt. zustÃ¤ndig fÃ¼r die LuftraumÃ¼berwachung gegenÃ¼ber fremden militÃ¤rischen und unbekannten Luftfahrzeugen in der Air Policing Area 2 mit Benelux, Deutschland und Baltikum und ca. 5.500-6.000 Flugbewegungen/Tag. Dem CAOC sind neun QRA Basen (Quick Reaction Alert) mit AbfangjÃ¤gern zugeordnet. In 2012 gab es in der Area 2 insgesamt 96 â€žDrÃ¤ngeleien&quot; in der Luft, davon 43 Ã¼berm Baltikum. 22 Ã¼ber Deutschland. Ab Juli ist das CAOC Uedem zustÃ¤ndig fÃ¼r ganz Nordeuropa.</p>
<p><strong>Das NLFZ Sicherheit im Luftraum</strong> ist zustÃ¤ndig fÃ¼r den zivilen Luftverkehr Ã¼ber Deutschland und wird gemeinsam betrieben von Bundeswehr, BMI und Bundesverkehrsministerium. Die Flugsicherung steht Ã¼ber Lotsen in stÃ¤ndigem Kontakt zu Luftfahrzeugen. Nach fÃ¼nf Minuten ohne Funkkontakt kann die Dt. Flugsicherung nur warnen und umleiten. Nur die Luftwaffe kÃ¶nne Ã¼berprÃ¼fen, ob der Funkkontakt aus Schusseligkeit verloren wurde oder ob eine Gefahr drohe. In 2004 ging 444 Mal der Funkkontakt verloren, heute ist es - bei gestiegenem Flugaufkommen - die HÃ¤lfte. AbfangjÃ¤ger steigen ca. 25 Mal/Jahr auf. Taktische Air Policing MaÃŸnahmen sind Alarmierung, Abfangen, AbdrÃ¤ngen, WarnfeuerstoÃŸ, BekÃ¤mpfung. Jeder arbeite in seiner RessortsÃ¤ule. Binnen weniger Minuten habe man ein gemeinsames Lagebild. AbfangjÃ¤ger seien innerhalb von zehn bis zwÃ¶lf Minuten in der Luft. Bei einem AKW mÃ¼sste binnen kÃ¼rzester Frist Ã¼ber eine Abschaltung entschieden werden. Ein Dilemma dabei: Abschalten und spÃ¤teres Hochfahren koste insgesamt einen zweistelligen Millionenbetrag. Das NLFZ arbeitet nach den â€žGemeinsamen GrundsÃ¤tzen von Bund und LÃ¤ndern Ã¼ber die Zusammenarbeit bei der Abwehr von Gefahren fÃ¼r die Sicherheit im deutschen Luftraum durch RENAGADE-Luftahrzeuge&quot; (RENAGADE-ZusammenarbeitsgrundsÃ¤tze) vom 1. September 2012.</p>
<p><strong>Das deutsche Weltraumlagezentrum</strong> wird von Bundeswehr und Dt. Luft- und Raumfahrtagentur (Bundeswirtschaftsministerium) seit 2009 betrieben. Hier arbeiten elf Soldaten und zwei Zivilisten. Bis 2020 soll das Zentrum auf 43 militÃ¤rische und zehn zivile Dienstposten aufwachsen. Der Leiter, Oberst Holzhauer, ist mir zuletzt im Beirat zivile KrisenprÃ¤vention beim AA begegnet. FÃ¼r die Bundeswehr sei es ein sehr neues Thema. Hier geht es um die Weltrauminfrastruktur und die ihr drohenden Gefahren, um Weltraumverkehr, WeltraummÃ¼ll (Space Debris) und Weltraumwetter. Ãœber den WeltraummÃ¼ll hinaus gelten als potenzielle Gefahren Ãœberlastung und â€ž Scherzaktionen&quot;, Anti-Satelliten/Abschuss vom Boden, Manipulation der DatenÃ¼betragung, Angriffe auf die Bodeninfrastruktur.</p>
<p>Ein GroÃŸbildschirm zeigte den Globus umgeben von einem dichten Schwarm unterschiedlich groÃŸer und farbiger Punkte, ein auf den ersten Blick faszinierend-prÃ¤chtiges Bild. Aber die Punkte visualisieren mehrere zehntausend Objekte - von ca. 900 Satelliten Ã¼ber Raketenstufen (gelb) bis â€žWeltraumschrott&quot; (grÃ¼n). In dem Raum bis 36.000 km HÃ¶he sind ca. 17.000 Teile mit mehr als zehn Zentimeter erfasst. Aber schon Objekte von einem Zentimeter DurchmesserÂ  kÃ¶nnen bei einer Kollision wie eine Handgranate wirken, wenn sich die eigene Geschwindigkeit von 8-9 km /Sek. bei Frontalkollision verdoppelt. Teile unter einem Zentimeter Durchmesser (z.B. Schlacke, Farbpartikel) gibt es ca. 1 Million. Massen an WeltraummÃ¼ll entstanden 2007, als China einen eigenen Satelliten abschoss (mehrere 1.000 Teile), 2009 durch die Kollision eines US-amerikanischen und russischen Satelliten, im Oktober 2012 durch die Explosion einer russischen Raketenstufe.</p>
<p>Aufgabe des Weltraumlagezentrums ist, Flugbahnen von Objekten zu beobachten, zu berechnen und vor Kollisionen zu warnen, damit ggfs. AusweichmanÃ¶ver eingeleitet werden kÃ¶nnen. FÃ¼r das deutsche SAR-Lupe Satelliten-AufklÃ¤rungssystem (Synthetic Aperture Radar) reichen 12 Stunden Vorwarnzeit nicht aus fÃ¼r AusweichmanÃ¶ver.</p>
<p>Zum Weltraumlagezentrum gehÃ¶rt auch das Weltraumwetter, wo Sonnenwinde und kosmische Strahlen z.B. die Genauigkeit von Navigationssystemen beeinflussen.</p>
<p>Die EU investiert inzwischen viel Geld fÃ¼r die Identifizierung und Herausnahme von WeltraummÃ¼ll - solche Methoden kÃ¶nnten auch offensiv genutzt werden.</p>
<p>Internationale Kooperation findet statt mit den USA, Frankreich, EU, European Space Agency ESA und NATO. Interesse besteht auch u.a. bei der UNO.</p>
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