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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei zur EU-geÂ­fÃ¼hrten Operation Atalanta zur BekÃ¤mpÂ­fung der Piraterie vor der KÃ¼ste Somalias</title>
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    <span class="xar-mod-title">Bosnien + Rede von Winfried Nachtwei</span>

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        <h1>
            Nachtwei zur EU-geÂ­fÃ¼hrten Operation Atalanta zur BekÃ¤mpÂ­fung der Piraterie vor der KÃ¼ste Somalias         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 29. Mai 2009 16:10:49 +02:00 (133920 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Zum Antrag der Bundesregierung &quot;<strong>Anpassung des Einsatzgebietes fÃ¼r die Beteiligung bewaffÂ­neter deutscher StreitkrÃ¤fte an der EU-geÂ­fÃ¼hrten Operation Atalanta zur BekÃ¤mpÂ­fung der Piraterie vor der KÃ¼ste Somalias</strong>&quot; hielt Winfried Nachtwei im Deutschen Bundestag folgenden Redebeitrag:</p></div>
            <div>    <p>VizeprÃ¤sidentin Petra Pau:</p>
<p>Das Wort hat der Kollege Winfried Nachtwei fÃ¼r die Fraktion BÃ¼ndnisÂ 90/Die GrÃ¼nen.</p>
<p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Frau PrÃ¤sidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der UN-Sicherheitsrat hat unverÃ¤ndert recht: Die PirateÂ­rie vor Somalia ist eine Bedrohung internationaler SiÂ­cherheit. Diese Bedrohung betrifft Ã¼brigens zum groÃŸen Teil Seeleute aus der sogenannten Dritten Welt, zuminÂ­dest was die Schiffsbesatzungen angeht. Die Staaten sind deshalb aufgerufen, die Piraterie mit einem BÃ¼ndel von kurzfristig, mittelfristig und langfristig wirkenden MaÃŸÂ­nahmen zu bekÃ¤mpfen und einzudÃ¤mmen. Es wÃ¤re ein sicherheitspolitischer Albtraum, wÃ¼rde die heutige orgaÂ­nisierte KriminalitÃ¤t der Piraterie sich mit transnationaÂ­lem Terrorismus verbinden.</p>
<p>Ausgehend vom Beschluss des EuropÃ¤ischen Rates legt die Bundesregierung mit ihrem heutigen Antrag eine Klarstellung und PrÃ¤zisierung zum Einsatzgebiet vor. Es ist gesagt worden, dass das reale Einsatzgebiet von 3,5Â Millionen auf 5Â MillionenÂ Quadratkilometer erweiÂ­tert wird. Das ist eine unvorstellbar groÃŸe FlÃ¤che. AngeÂ­sichts der realen Verlagerung der Piratenaktionen ist diese Ausweitung zunÃ¤chst einmal plausibel. Aber ist diese MaÃŸnahme auch geeignet, zu einer wirksameren PiratenbekÃ¤mpfung beizutragen?</p>
<p>Kurze Zwischenbilanz: Alle Transporte - die Zahlen sind schon genannt worden - des World Food Programme mit Ã¼ber 150Â 000 Tonnen HilfsgÃ¼tern sind sicher nach Somalia gekommen. 24Â Group-Transits sind sicher durch den Golf von Aden geleitet worden. Die BefÃ¼rchÂ­tung, die nicht wenige hatten, nÃ¤mlich dass es auch zu MilitÃ¤roperationen an Land kommt und dadurch eine unÂ­berechenbare Eskalation in Gang gesetzt wird, hat sich nicht bewahrheitet. So weit ist ein Teilerfolg zu verÂ­zeichnen.</p>
<p>Aber zu der Bilanz gehÃ¶ren auch andere Zahlen, die ebenfalls schon genannt worden sind. Im vorigen Jahr hat es insgesamt 111Â PiratenÃ¼berfÃ¤lle und 42Â Kaperungen gegeben. In diesem Jahr waren es bis Anfang Mai insgesamt 114Â ÃœberfÃ¤lle und 29Â Kaperungen. Man muss sehen, dass in diesem Raum Abertausende von Schiffen unterwegs sind. Von einer wirksamen EindÃ¤mmung der Piraterie ist die Staatengemeinschaft noch sehr weit entÂ­fernt.</p>
<p>Vor Ort sind im Rahmen von drei Operationen mehr als 40Â Kriegsschiffe im Einsatz, darÃ¼ber hinaus etliche unter nationalem Kommando. Hier kann man nicht von einem effektiven Multilateralismus sprechen, sondern nur von einem ausdrÃ¼cklich ungeordneten MultilateralisÂ­mus. Die wichtigste Aufgabe ist, dass wenigstens die vorhandenen KrÃ¤fte viel besser organisiert werden und -Â der Vorschlag ist nicht neu - alles unter ein UN-KomÂ­mando gebracht wird. Dadurch wÃ¼rde die EffektivitÃ¤t siÂ­cher steigen.</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN)</p>
<p>Zum Schluss mÃ¶chte ich MaÃŸnahmen ansprechen, die ausschlaggebend sind - dazu gehÃ¶rt die MilitÃ¤roperation nicht -, aber fast gar nicht berÃ¼cksichtigt werden. ErsÂ­tens. Was geschieht international gegen die HintermÃ¤nÂ­ner, Planer und Finanziers?</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN)</p>
<p>Zweitens. Der Dreh- und Angelpunkt ist die kaputte Staatlichkeit an Land, vor allem in Somalia. Hier sind in den letzten Monaten erste Schritte gemacht worden: Eine Kontaktgruppe hat sich gebildet. Die Ã¤thiopischen Truppen sind abgezogen, was sehr wichtig war, um die Chancen fÃ¼r eine politische KonfliktlÃ¶sung zu erhÃ¶hen. AuÃŸerdem hat im April dieses Jahres eine GeberkonfeÂ­renz in BrÃ¼ssel stattgefunden.</p>
<p>Die sehr schwache Ãœbergangsregierung in MogaÂ­dischu und die sogenannten BehÃ¶rden in Puntland und Somaliland im Norden haben jeweils als DrÃ¤ngendstes von der Staatengemeinschaft gefordert: Bitte helft uns beim Aufbau von Sicherheitsstrukturen und von ein weÂ­nig Staatlichkeit! - DafÃ¼r soll ein GroÃŸteil der Gelder der Geberkonferenz, die 213Â Millionen Euro zugesagt hat, verwandt werden.</p>
<p>Hier stehen wir wieder vor einem Problem: Das Geld steht zur VerfÃ¼gung. Alle sagen, der Aufbau von solchen Strukturen und von zumindest ein wenig funktionierenÂ­der Staatlichkeit sei elementar. Aber dafÃ¼r braucht man auch die entsprechenden PersonalkapazitÃ¤ten.</p>
<p>VizeprÃ¤sidentin Petra Pau:</p>
<p>Kollege Nachtwei, achten Sie bitte auf die Zeit.</p>
<p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Ich komme zum Schluss. - Es darf nicht wieder so abÂ­laufen wie zum Beispiel im Kongo bei den Missionen EUSEC und EUPOL, wo es von deutscher Seite hieÃŸ: Wir haben nicht genÃ¼gend Soldaten und Polizisten, die FranzÃ¶sisch sprechen. - Jetzt kann man diese Leute aus SicherheitsgrÃ¼nden noch nicht dort hinschicken. Aber wenn die politische KonfliktlÃ¶sung etwas weiter voranÂ­geschritten ist, dann muss man auch Ausbilder, Berater usw. - keine Soldaten - hinschicken kÃ¶nnen. DafÃ¼r mÃ¼sÂ­sen jetzt die KapazitÃ¤ten aufgebaut werden, damit man in einem halben Jahr oder in einigen Monaten wirklich entsprechend helfen kann.</p>
<p>Danke schÃ¶n.</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN)</p></div>


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