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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei-Rede zum NATO-Gipfel in Riga vom 28. bis 29. November 2006</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afrika + Rede von Winfried Nachtwei</span>

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        <h1>
            Nachtwei-Rede zum NATO-Gipfel in Riga vom 28. bis 29. November 2006         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 10. November 2006 17:16:20 +02:00 (66772 Aufrufe)            </div>
            <div>    Zum NATO-Gipfel in Riga vom 28. bis 29. November 2006 Ã¤uÃŸerte sich fÃ¼r seine Fraktion Winfried Nachtwei. Hier seine Rede:</div>
            <div>    VizeprÃ¤sidentin Gerda Hasselfeldt: <p>Der letzte Redner in dieser Debatte ist Herr Kollege Winfried Nachtwei fÃ¼r die Fraktion des BÃ¼ndnisses 90/ Die GrÃ¼nen. </p><p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): </p><p>Frau PrÃ¤sidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In Riga wird der bisherige US-Verteidigungsminister Rumsfeld nicht mehr dabei sein. Ich denke, ich spreche sehr vielen aus dem Herzen, wenn ich feststelle, dass das ein Gewinn fÃ¼r die NATO und fÃ¼r die internationale Sicherheit ist. </p><p>(Dr. Werner Hoyer [FDP]: Wollen wir erst einmal den Nachfolger angucken!)</p><p>Als Erstes mÃ¶chte ich etwas zur NATO im Einsatz, und zwar nicht pauschal zur NATO im Einsatz, sondern zur <strong>NATO im Friedenseinsatz</strong> sagen: Vor zwei Jahren beim NATO-Gipfel in Istanbul gab es zum einen den KFOR-Einsatz im Kosovo und zum anderen hatte die NATO ein Jahr zuvor die ISAF in Afghanistan Ã¼bernommen. Viele von uns erinnern sich noch sehr deutlich daran, wie das damals war. Man war darauf gekommen, dass Kabul allein nicht ausreicht, sondern dass man auch in die Provinzen gehen muss. Es hat aber im Jahr 2004 unter den NATO-Partnern und VerbÃ¼ndeten enorme MÃ¼hen gekostet, auf ausreichend KrÃ¤fte fÃ¼r die regionalen Wiederaufbauteams in den Provinzen zu kommen. Es gab eine enorme ZÃ¶gerlichkeit, die auch wesentlich mit dem Irakkrieg zu tun hatte. Damals ist entscheidende Zeit verloren gegangen. Inzwischen gibt es die Vollausweitung der NATO-gefÃ¼hrten ISAF nach SÃ¼d- und Ostafghanistan. Seit etlichen Wochen stehen ISAF/ NATO-Truppen erstmalig in der Geschichte der NATO in BodenkÃ¤mpfen, die inzwischen sehr viele Opfer auf allen Seiten gefordert haben.</p><p>SelbstverstÃ¤ndlich wird in Riga das Thema â€žLastenverteilung im BÃ¼ndnis&quot; eine erhebliche Rolle spielen. Im SÃ¼den und im Osten <strong>Afghanistans</strong> ist der Doppelauftrag - auf der einen Seite Sicherheit zu schaffen und auf der anderen Seite Aufbau und Entwicklung zu fÃ¶rdern - besonders kompliziert. FÃ¼r die dort nicht beteiligten ISAF-Nationen ist die Situation im SÃ¼den und Osten nach meinem Eindruck kaum durchschaubar.</p><p>In diesem Zusammenhang mÃ¶chte ich ausdrÃ¼cklich darauf hinweisen, dass es meiner Meinung nach falsch ist, die Arbeit, die im Norden gemacht wird, als so genannten leichten Job abzutun. Wer da war, weiÃŸ, wie kompliziert und riskant die Situation ist. Bisher war man dort aber relativ erfolgreich. Es wÃ¤re vÃ¶llig falsch, die KrÃ¤fte dort zu schwÃ¤chen. Auf der anderen Seite muss auch klar sein, dass sich der relativ erfolgreiche Weg im Norden ohne eine Stabilisierung im SÃ¼den nicht fortsetzen lÃ¤sst.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie des Abg. Markus Meckel [SPD])</p><p>Nun mÃ¶chte ich noch auf den Punkt <strong>â€žKooperation und Partnerschaften&quot;</strong> zu sprechen kommen. Ich meine, dies war in der Vergangenheit eine regelrechte Erfolgsgeschichte. Was vor allem amerikanische VorschlÃ¤ge zu einer Global Partnership angeht - ich brauche nicht zu wiederholen, was meine Vorredner gesagt haben -: Eine solche Entgrenzung des BÃ¼ndnisses wÃ¤re eine vÃ¶llige Ãœberforderung. Dies ist in der Tat abzulehnen. Andere Konsultations- und KooperationsmÃ¶glichkeiten gibt es selbstverstÃ¤ndlich.</p><p>Zum VerhÃ¤ltnis NATO/EuropÃ¤ische Union ist schon einiges Richtige gesagt worden. Dieses Nebeneinander reicht absolut nicht. Wir werden das im Kosovo besonders deutlich sehen. Wenn die UN abziehen, dann muss man zusammenarbeiten. Dasselbe gilt fÃ¼r das VerhÃ¤ltnis zwischen zivilen Organisationen und NATO. Notwendig ist eine Zusammenarbeit auf gleicher AugenhÃ¶he.</p><p>Der Gipfel in Riga ist der erste NATO-Gipfel in einem ehemaligen Staat der Sowjetunion. Hinzu kommt, dass dieser Gipfel an einem ganz besonderen, an einem <strong>historischen Ort</strong> stattfindet. Den meisten ist wahrscheinlich gar nicht bewusst: Vor 66 Jahren befand sich Lettland seit sechs Monaten unter sowjetischer Besatzung. Vor 65 Jahren, am 29. November 1941, wurde in Riga die ErschieÃŸung von mehr als 15 000 Rigenser Juden vorbereitet. Diese ErschieÃŸung wurde von der SS am 30. November 1941 vollzogen. AnlÃ¤sslich des Rigaer NATO-Gipfels an diesem historischen Ort sollte daran erinnert werden, wofÃ¼r MilitÃ¤r notwendig sein kann, nÃ¤mlich zum Schutz des VÃ¶lkerrechts, zum Schutz vor schwersten Menschenrechtsverletzungen. Herr Minister, es wÃ¤re gut, wenn Sie zusammen mit der Kanzlerin in Riga die GedenkstÃ¤tte Rumbula besuchten.</p><p>Ich danke Ihnen.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)</p></div>


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