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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Beitritt der Stadt Haltern am See zum Riga-Komitee</title>
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    <span class="xar-mod-title">Rede von Winfried Nachtwei</span>

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        <h1>
            Beitritt der Stadt Haltern am See zum Riga-Komitee         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 27. Januar 2010 23:34:54 +02:00 (41876 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>AnlÃ¤sslich des Beitritts der Stadt Haltern am See zum Riga-Komitee hielt Winfried Nachtwei folgende Rede:</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                     MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--  --><!--[if gte mso 10]> <mce:style><!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman","serif";} --> <!--[endif]--></p>
<p align="center"><strong>Festakt Beitritt der Stadt Haltern am See zum Riga-Komitee</strong></p>
<p align="center"><strong>am 27. Januar 2010 im Schulzentrum von Haltern</strong></p>
<p align="center"><strong>Rede von Winfried Nachtwei, MdB a.D.</strong></p>
<p>Lieber Herr Abrahamsohn, lieber Alexander Lebenstein, liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Politik mit BÃ¼rgermeister Klimpel an der Spitze, sehr geehrte GÃ¤ste, liebe SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler,</p>
<p><strong>im Sommer 1989</strong>, vor etwas mehr als 20 Jahren, besuchte ich zum ersten Mal die lettische Hauptstadt Riga, die schÃ¶ne alte Hansestadt. Das Baltikum - Lettland, Litauen und Estland - standen noch unter sowjetischer Herrschaft. Aber politisch war schon viel in Bewegung: Im Osten viel Neues.</p>
<p>AngestoÃŸen durch eine BuchverÃ¶ffentlichung (Bernhard Press: Judenmord in Lettland) stieÃŸ ich in Riga auf Spuren dunkelster deutsch-lettischer Vergangenheit:</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  ein heruntergekommenes Viertel, â€ždie Moskauer Vorstadt&quot;, nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt. Hier befand sich von Dezember 1941 bis November 1943 das â€žReichsjudenghetto&quot;, in das binnen zwei Monate ungefÃ¤hr 20.000 jÃ¼dische Menschen aus Deutschland, Ã–sterreich und der Tschechoslowakei â€ževakuiert&quot; worden waren.Das groÃŸe Lager Salaspils einige Kilometer vor der Stadt, errichtet vor allem von jÃ¼dischen HÃ¤ftlingen aus Deutschland.Am Stadtrand der Wald von Bikernieki mit seinen vielen Mulden, den Gevierten aus normalen Bordsteinen darin, Markierungen fÃ¼r die mindestens 55 MassengrÃ¤ber, in denen wÃ¤hrend der Nazizeit Ã¼ber 40.000 Erschossene verscharrt worden waren.</p>
<p>Ich lernte Margers Vestermanis kennen, der als 16-JÃ¤hriger zusammen mit seiner Familie im Oktober 1941 in das Ghetto von Riga gesperrt worden war, er als 19-JÃ¤hriger bei den Partisanen gegen die deutschen Besatzer kÃ¤mpfte.Diese Vergangenheit war eingesperrt in der Erinnerung der wenigen Ãœberlebenden, verdrÃ¤ngt, vergessen von ihrer Umwelt im Osten wie im Westen.An den Orten des Terrors: nichts, rein gar nichts wies daraufhin, dass hier vor allem Juden aus dem damaligen Deutschen Reich gequÃ¤lt, ausgebeutet, ermordet worden waren.</p>
<p><strong>Am 27. Januar 1942</strong>, genau heute vor 68 Jahren verlieÃŸ ein Zug mit 938 jÃ¼dischen Frauen, MÃ¤nnern, Kindern den Dortmunder Hauptbahnhof. Sie kamen aus Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Recklinghausen, Dorsten, Marl und vielen anderen Orten der Region, unter ihnen fÃ¼nf aus Haltern:</p>
<p>Der 14-jÃ¤hrige Alexander Lebenstein zusammen mit seinen Eltern Lotte und Nathan Lebenstein (Nathan war ViehhÃ¤ndler und Teilnehmer am 1. Weltkrieg); Jenny Kleeberg und Hermann Cohn.Angeblich ging es zum â€žArbeitseinsatz im Osten&quot;. Kaum jemand ahnte, konnte ahnen, was in Riga kam.Es war der vierte Zug aus dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen. Die anderen kamen - mit jeweils 1.000 Personen - aus KÃ¶ln, DÃ¼sseldorf, MÃ¼nster/Bielefeld/OsnabrÃ¼ck.Der Dortmunder Zug kam am 1. Februar in Riga am Rangierbahnhof Skirotova an. Von dort waren sieben Monate zuvor einige Zehntausend Letten von den Sowjets nach Sibirien deportiert worden. In Riga herrschte tiefster Winter, noch kÃ¤lter als in diesen Tagen. Die Menschen wurden zum Ghetto getrieben. Dort wurden sie in Wohnungen zusammengepfercht, in denen sie ein wildes Durcheinander vorfanden, gefrorenes Essen auf dem Tisch, Blutspuren.Bald erfuhren die NeuankÃ¶mmlinge, was mit den frÃ¼heren Bewohnern geschehen war:</p>
<p>Zwei Monate vorher, frÃ¼hmorgens am 30. November, mussten die im Ghetto Riga eingesperrten lettischen Juden raus auf die StraÃŸe. Erst wurde gebrÃ¼llt, dann geprÃ¼gelt, schlieÃŸlich geschossen. In Marschkolonnen zogen sie raus zu einem WÃ¤ldchen an der Bahnstation Rumbula. Hier waren groÃŸe Gruben vorbereitet. Ãœber Rampen mussten die Menschen in die Gruben gehen und sich hinlegen. Ein Kommando von zehn Sicherheitspolizisten erschoss die Liegenden. Um ihnen das Mordhandwerk zu erleichtern, stand eine Kiste Schnaps bereit. Viele Uniformierte sahen zu. Deshalb gibt es auch Augenzeugenberichte von dem Massaker, dem an diesem Tag, dem â€žRigaer Blutsonntag&quot;, 15.000 Menschen zum Opfer fielen. Nach einer zweiten Mordaktion am 8. Dezember waren der grÃ¶ÃŸte Teil der jÃ¼dischemÂ  BevÃ¶lkerung Rigas - bis auf wenige tausend â€žArbeitsjuden&quot; - ermordet, war nun â€žPlatz geschaffen&quot; fÃ¼r die angekÃ¼ndigten Transporte aus dem Reich.</p>
<p><strong>Im Ghetto</strong> wurden nach den Herkunftsorten zehn Gruppen gebildet, die Dortmunder, Berliner, KÃ¶lner ..., wurden lettische StraÃŸen umbenannt in Leipziger, Wiener, DÃ¼sseldorfer, Bielefelder StraÃŸe. Die Menschen lebten dicht gedrÃ¤ngt zusammen. Die Essensrationen waren spÃ¤rlich, Â bestanden immer wieder auch aus LebensmittelabfÃ¤llen, zum stinkend und verdorben. Es herrschten strengste Regeln. Verboten war bei Todesstrafe Kontaktaufnahme durch den Zaun, Tauschhandel. Verboten war bei Todesstrafe, Kinder zu gebÃ¤ren.ArbeitsfÃ¤hige wurden zur Zwangsarbeit im Hafen, bei der Reichsbahn, Wehrmacht, SS, in Industriebetrieben wie AEG eingeteilt.WillkÃ¼r war alltÃ¤glich: Bei wem zum Beispiel bei der RÃ¼ckkehr vom Arbeitskommando Brot gefunden wurde, der wurde schnell von Ghettokommandanten Krause auf dem Alten JÃ¼dischen Friedhof erschossen.</p>
<p>Am 5. Februar 1942, nur vier Tage nach Ankunft des Dortmunder Transports, fand ein groÃŸer Appell statt. In DÃ¼namÃ¼nde gebe es ein Arbeitskommando in einer Fischkonservenfabrik, geeignet fÃ¼r Ã„ltere und SchwÃ¤chere. 1.100 jÃ¼dische HÃ¤ftlinge aus Berlin und 400 aus Wien wurden dafÃ¼r ausgesucht, wurden von Lkw`s weggefahren. Nach einigen Tagen mussten Frauen groÃŸe Mengen KleidungsstÃ¼cke sortieren. Die Hosen, MÃ¤ntel, Jacken waren verdreckt, hatten EinschusslÃ¶cher, Blutspuren, einige stammtenÂ  von AngehÃ¶rigen. Da war klar, dass es kein Arbeitskommando DÃ¼namÃ¼nde gab, dass die Menschen vielmehr in den â€žHochwald&quot;, den Wald von Bikernieki gebracht und dort erschossen worden waren.<strong>Die Seite der TÃ¤ter</strong>: Die MÃ¤nner in deutschen und auch lettischen Uniformen, die prÃ¼gelten, schossen, sie waren oft â€žganz normale MÃ¤nner&quot;, treusorgende FamilienvÃ¤ter, Musikliebhaber. Kommandant Krause konnte in einem Moment eine Mutter erschieÃŸen, in anderen Momenten SÃ¼ÃŸigkeiten an Kinder verteilen. Er hieÃŸ auch â€žOnkel Krause&quot;.Solche MÃ¤nner wurden zu MÃ¶rdern, weil alle staatlichen Schranken der Menschlichkeit gefallen waren, weil sie nicht aus ihrer Gruppe ausscheren wollten, weil sie dran gewÃ¶hnt wurden (erst erschossen zehn Mann eine Person, dann fÃ¼nf zwei, schlieÃŸlich schoss einer mit dem Maschinengewehr), weil sie das GrundgefÃ¼hl von Mitmenschlichkeit verloren hatten - dass jeder ein Mensch, ein Mitmensch ist.Aber es gab auch andere Uniformierte: Der alte Mann aus DÃ¼lmen, der mir Anfang der 90er Jahre anlÃ¤sslich meines Riga-Vortrages ein Erlebnis erzÃ¤hlte. Im Krieg war er als Soldat in einem Wehrmachtslazarett in Riga. Auf der StraÃŸe traf er auf den jÃ¼dischen Metzgermeister Jupp Salomon aus DÃ¼lmen, frÃ¼her ein krÃ¤ftiger Mann, jetzt stark abgemagert. Der Soldat schmierte im Lazarett Butterbrote - und legte sie neben Jupp Salomon auf den BÃ¼rgersteig. Direkter Kontakt war ja verboten. Am nÃ¤chste Tag dasselbe. Danach sah der Soldat Jupp Salomon nie wieder.Oder fahnenflÃ¼chtige deutsche Soldaten, die nicht mehr mitmachen wollten beim Krieg, die sich im Ghetto versteckten. Zum Beispiel der SchÃ¼tze Helmut Roggow, der am 27. MÃ¤rz 1942 wegen Kontakten ins Ghetto erschossen wurde. Oder ein Hauptmann Vogler, der Hunderten das Leben rettete.</p>
<p><strong>Die Seite der Opfer</strong>: Vor der Machtergreifung der Nazis waren die Juden oft angesehene, selbstbewusste Deutsche jÃ¼dischen Glaubens, nicht wenige MÃ¤nner TrÃ¤ger militÃ¤rischer Orden. Jahre der Ausgrenzung, Schikane, Entrechtung, fÃ¼r unmÃ¶glich Gehaltenes erleben zu mÃ¼ssen, das konnte Menschen zerbrechen. Viele kÃ¤mpften trotzdem weiter um`s Ãœberleben. Auf dem Arbeitskommando die Suche nach TauschmÃ¶glichkeiten, nach einem Menschen. Organisiert wurde fÃ¼r Kinder und Jugendliche Schulunterricht. Bei der Gruppe Wien trafen sich JÃ¼ngere zum Musizieren, wurden Konzerte veranstaltet, gab es TheaterauffÃ¼hrungen, zum Beispiel â€žNathan, der Weise&quot; - kritisch beobachtet von Ã„lteren.Oder das Beispiel des 22-jÃ¤hrigen Horst Wertheim, BarackenÃ¤ltester in Salaspils: Die BrÃ¼der Erich und Herbert Hanau waren geflohen und dann wieder gefangen worden. Der SS-Mann befahl Wertheim, zehn HÃ¤ftlinge seiner Baracke zur ErschieÃŸung auszusuchen. Darauf der Ã„lteste: â€žHerr SturmbannfÃ¼hrer, nehmen Sie mich als ersten. Die neun anderen wÃ¤hlen Sie aus.&quot; Der Kommandant war Ã¼ber diese Antwort so konsterniert, dass er die Sache auf sich beruhen lieÃŸ.</p>
<p><strong>Es gab Nachbarn</strong>, die nicht wegsahen, die halfen, es gab sogar Wildfremde, die halfen und retteten. Am bekanntesten Janis und Johanna Lipke, er Hafenarbeiter in Riga. Er konnte, wollte sich nicht damit abfinden, was im Ghetto mit den jÃ¼dischen Menschen geschah. Mit Mut, ja Frechheit und Raffinesse gelang es den Lipkes, 55 GhettohÃ¤ftlingen das Leben zu retten.</p>
<p><strong>Nach dem Krieg: </strong>Von den fÃ¼nf Halterner Juden Ã¼berlebte nur Alexander Lebenstein, von den 938 Gefangenen des Dortmunder Transports Ã¼berlebten 121, von den 31.372 ins Baltikum Deportierten 1.147.Diese Ãœberlebenden blieben Ã¼ber Jahrzehnte allein mit ihrer Erinnerung, die mit zunehmendem Alter immer wacher wurde.In den Jahrzehnten sowjetischer Herrschaft wurde nur allgemein der Opfer des Faschismus gedacht, wurde aber Erinnerung an die jÃ¼dischen Opfer systematisch verhindert. In Westdeutschland gab es vereinzelte Prozesse gegen Beteiligte an den Massenmorden von Riga, manche endeten mit unfassbar milden Urteilen.Die Erinnerung Ã¶ffnete sich erst mit dem Zerfall der Sowjetunion, mit der UnabhÃ¤ngigkeit Lettlands 45 Jahre danach Anfang der 90er Jahre.Seitdem habe ich Dutzende von Ãœberlebenden von Ghetto und KZ aus Riga getroffen. Obwohl ihnen von Deutschen FÃ¼rchterliches angetan worden war, hÃ¶rte ich nie einen Vorwurf gegenÂ  d i eÂ Â  Deutschen, gar die Nachkriegsgenerationen. Im Gegenteil. Als ich als einziger nichtjÃ¼discher Deutscher am Ersten Welttreffen der lettischen Juden 1993 in Riga teilnahm, da wurde ich als erstes nach Leutnant Schmidt gefragt. Der hatte sich anstÃ¤ndig verhalten.</p>
<p><strong>Wir in Deutschland heute</strong> kÃ¶nnen das alles nicht wiedergutmachen, gar rÃ¼ckgÃ¤ngig machen.Aber wir kÃ¶nnen anderes tun:</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Die Erinnerung wach halten. Dazu verhalf der Volksbund Deutsche KriegsgrÃ¤berfÃ¼rsorge mit der Errichtung der GedenkstÃ¤tte Bikernieki in Riga. 5.000 Granitsteine zwischen 20 Zentimeter und 1,50 Meter HÃ¶he, dicht gedrÃ¤ngt, symbolisieren die kleinen und groÃŸen jÃ¼dischen Menschen, die hier ermordet, verscharrt, schlieÃŸlich verbrannt worden sind. 2001 wurde die GedenkstÃ¤tte eingeweiht. Dank an die Stadt Haltern, dass sie sich durch Beitritt zum Riga-Komitee die Pflege der GedenkstÃ¤tte unterstÃ¼tzt. Dank an den Volksbund, dass Sie mit den Workcamps Jugendlichen aus Deutschland, Lettland und anderen europÃ¤ischen LÃ¤ndern die MÃ¶glichkeit geben, diese Erinnerungen wachzuhalten und auszutauschen.</p>
<p>Verbindung halten zu den immer weniger Ãœberlebenden. Die Realschule und die Stadt Haltern tun das beispielhaft mit Alexander Lebenstein. Kontakt und UnterstÃ¼tzung auch in Richtung Holocaust-Ãœberlebende im Baltikum, die seit 1998 eine kleine Rente aus Deutschland bekommen. Ist es nicht toll, dass vor ca. zehn Jahren ein junger Mann seinen Lottogewinn von mehreren Millionen in die UnterstÃ¼tzung der Holocaust-Ãœberlebenden im Baltikum steckte?<strong>Lieber Alexander Lebenstein</strong>!</p>
<p>Wir blicken zurÃ¼ck - und wollen heuteÂ  h i n s e h e n, nicht mehr wegsehen, wenn Menschen ausgegrenzt, schikaniert, gequÃ¤lt werden.Wir wollen Mut und Courage zeigen.Â Â  Â Â Â Â Das ist nicht nur ein Versprechen. An dieser Schule ist das Programm und Wirklichkeit.</p>
<p>Danke!</p>
<p>Anmerkungen</p>
<p><strong>Rolf Abrahamsohn</strong> (* 1925 in Marl), Ãœberlebender des Rigaer Ghettos</p>
<p><strong>Alexander Lebenstein</strong> (* 1927 in Haltern am See), Ãœberlebender des Rigaer Ghettos, wohnhaft in Richmond/Virginia in den USA, seit 2008 EhrenbÃ¼rger der Stadt Haltern und Namensgeber der Realschule. Wegen Erkrankung konnte er nicht wie beabsichtigt an dem Festakt teilnehmen. BÃ¼rgermeister Klimpel verlas sein GruÃŸwort. Nach Auskunft seiner Familie lag er am 27. Januar auf der Intensivstation und lieÃŸ alle Freunde lieb grÃ¼ÃŸen. Er fÃ¼hle sich durch viele mails und WÃ¼nsche sehr, sehr geborgen. Am Morgen des 28. Januar starb Alexander Lebenstein in Richmond.Â  Die Erinnerungen von Alexander Lebenstein, erzÃ¤hlt von Don Levin, erschienen unter dem Titel â€žThe Gazebo&quot; in Bloomington/USA 2008. (<a href="http://www.thegazebook.com/">www.thegazebook.com</a>)</p>
<p>Die <strong>Alexander-Lebenstein-Realschule</strong> erhielt 2003 die Auszeichnung â€žSchule gegen Rassismus - Schule mit Courage&quot;.Das <strong>Riga-Komitee</strong> wurde im Mai 2000 in Berlin von 13 StÃ¤dten in Anwesenheit des damaligen BundesprÃ¤sidenten Johannes Rau gegrÃ¼ndet. Es ist ein beim Volksbund Deutsche KriegsgrÃ¤berfÃ¼rsorge angesiedelter Zusammenschluss von Herkunftsorten der Riga-Deportationen mit dem Zweck, die Pflege der GedenkstÃ¤tte in Riga zu unterstÃ¼tzen und die Erinnerung an die Deportieten wachzuhalten. Am 27. Januar traten Haltern und Marl als 36. und 37. Stadt dem Komitee bei. Am 8.-10. Juli 2010 soll in Riga das zehnjÃ¤hrige Bestehen des Riga-Komitees begangen werden.</p>
<p><strong>Weitere Mitwirkende</strong> des Festakts, an dem die Jahrgangsstufen 9 und 10 teilnahmen:</p>
<p>Als Redner BÃ¼rgermeister Bodo Klimpel, Integrationsbeauftragter Thomas Kufen in Vertretung von Landesminister Armin Laschet, LandesgeschÃ¤ftsfÃ¼hrer des VdK, Peter BÃ¼lter;Â  Britta Strege (Gesang), Astrid Strege (FlÃ¼gel), JÃ¼rgen Saalmann (Gitarre).</p></div>


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