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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Rede von Winfried Nachtwei zum Haushalt des Bundesministeriums fÃ¼r Verteidigung</title>
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    <span class="xar-mod-title">CIVPOL-IPM + Rede von Winfried Nachtwei</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
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       <td valign="top" class="xar-padding-none">
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=124-29">Any of these categories</a>
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</td>
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   </table>




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        <h1>
            Rede von Winfried Nachtwei zum Haushalt des Bundesministeriums fÃ¼r Verteidigung         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 28. November 2007 23:50:54 +02:00 (157974 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>
In seiner Rede zum Einzelplan 14 im Rahmen der Haushaltsdebatte befasste sich Winfried Nachtwei unter anderem mit den AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr. Hier seine Rede:
</p>
</div>
            <div>    VizeprÃ¤sident Dr. h. c. Wolfgang Thierse: 
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Das Wort hat nun Winfried Nachtwei, Fraktion BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen. 
</p>
<p>
Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): 
</p>
<p>
Herr PrÃ¤sident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich kann direkt an die AusfÃ¼hrungen des Kollegen Arnold anschlieÃŸen und mit dem weitermachen, was heute ansteht: Nach zwei Jahren sollte man versuchen, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Ich will allerdings keine Insiderdiskussion fÃ¼hren, auch wenn die Versuchung sehr groÃŸ ist. 
</p>
<p>
Es bleibt dabei - ich habe das vor Ort auf dem Balkan, in Afghanistan, vor der KÃ¼ste Libanons und anderswo erfahren -, dass die BundeswehrangehÃ¶rigen professionell und wirksam zur EindÃ¤mmung groÃŸer Gewalt beitragen. Sie tun das im Auftrag der Vereinten Nationen und im Auftrag dieses Bundestages. DafÃ¼r ist ihnen und ihren AngehÃ¶rigen, die indirekt beteiligt sind, ausdrÃ¼cklich zu danken. 
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN, bei der CDU/CSU, der SPD und der FDP)
</p>
<p>
Zugleich kÃ¶nnen wir aber feststellen - das gilt vor allem seit dem letzten Jahr -, dass die <strong>AuslandseinsÃ¤tze der Bundeswehr</strong> zunehmend an Akzeptanz verlieren. Vor einigen Wochen hat das Institut fÃ¼r Demoskopie Allensbach Zahlen verÃ¶ffentlicht, nach denen der Anteil der BevÃ¶lkerung, der diese AuslandseinsÃ¤tze ablehnt, von 2005 bis 2007 von 34 auf 50 Prozent gestiegen ist. Die BevÃ¶lkerungsumfrage des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr kommt zu etwas niedrigeren Werten und Ã¤uÃŸert sich etwas zurÃ¼ckhaltender, es stellt aber eine Ã¤hnliche Tendenz fest. Diese Tendenz spÃ¼ren wir, die Mitglieder der verschiedenen Parteien, auch in unseren Wahlkreisen. 
</p>
<p>
Herr Minister, was ist Ihre Reaktion darauf? Wie verhalten Sie sich angesichts dieses objektiv vorhandenen Vertrauensverlustes gegenÃ¼ber der Politik und der Bundesregierung? Sie haben uns einen Brief geschrieben, Ihre Zwischenbilanz nach zwei Jahren Politik im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich. Dort steht im Hinblick auf dieses Problem der folgende Satz: â€žDeshalb werbe ich fÃ¼r einen breiten Dialog.&quot; PersÃ¶nlich, sozusagen bilateral, kaufe ich Ihnen das ab. Die Frage ist nur, ob es tatsÃ¤chlich einen politischen Dialog gibt. 
</p>
<p>
Seit 2006 kÃ¶nnen wir feststellen - das gilt fÃ¼r die Mitglieder der verschiedenen Fraktionen ebenso wie fÃ¼r andere -, dass Ã¼ber die Wirksamkeit von AuslandseinsÃ¤tzen, die Kriterien fÃ¼r AuslandseinsÃ¤tze und die Probleme im Zusammenhang mit den groÃŸen, komplizierten State-Building-Projekten auf multinationaler Ebene insgesamt immer stÃ¤rker diskutiert wird. VorschlÃ¤ge hinsichtlich der Kriterien kamen vom Kollegen Schockenhoff, von der CSU-Landesgruppe und von Volker Perthes, also von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Auch im Friedensgutachten der fÃ¼nf Friedensforschungsinstitute wurden VorschlÃ¤ge geÃ¤uÃŸert. 
</p>
<p>
Vor wenigen Wochen hat die <strong>Evangelische Kirche in Deutschland</strong> eine <strong>Friedensdenkschrift</strong> vorgelegt, in der sie, ausgehend vom VerstÃ¤ndnis eines gerechten Friedens, eine Ethik rechtserhaltender Gewalt entwickelt. Diese Friedensdenkschrift markiert Grenzen des Rechts auf Selbstverteidigung. Es wÃ¤re sehr interessant gewesen, wenn das Parlament diesen Aspekt in der Diskussion Ã¼ber die Fortsetzung der Operation Enduring Freedom stÃ¤rker berÃ¼cksichtigt hÃ¤tte. Diese Operation - wir gehen in das siebte Jahr - bezieht sich ja ausdrÃ¼cklich auf ein geradezu endlos definiertes Selbstverteidigungsrecht. 
</p>
<p>
In dieser Denkschrift wird auch die ethische FragwÃ¼rdigkeit - das ist zu bescheiden formuliert -, die ethische IllegitimitÃ¤t des Drohens mit Atomwaffen festgestellt. Was bedeutet das fÃ¼r die fortgesetzte nukleare Teilhabe der Bundesrepublik Deutschland? Was bedeutet das angesichts der Tatsache, dass Sie, Herr Minister, weiterhin von Tornadobesatzungen verlangen, dass nukleare EinsÃ¤tze geÃ¼bt werden?
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN)
</p>
<p>
Das ist endgÃ¼ltig nicht mehr zumutbar. 
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN)
</p>
<p>
Wie steht es nun um das spannende Angebot eines konstruktiven Dialogs? Ich habe den Eindruck, dass Sie und Ihr Haus nur Monologe, aber keinen politischen Dialog fÃ¼hren.
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der FDP)
</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="53" height="8">
	<tbody>
		<tr>
			<td height="8" align="left" valign="top">
			<p>
			&nbsp;
			</p>
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
<br />
<p>
Sie haben den <strong>umfassenden Ansatz</strong> und die <strong>vernetzte</strong> <strong>Sicherheitspolitik</strong> mit dem WeiÃŸbuch mehr in den Mittelpunkt gestellt. Das ist ausdrÃ¼cklich zu befÃ¼rworten; das ist notwendig. Sehen wir uns aber einmal an: Das auf der NATO-Ebene in verschiedenen Komitees zu verankern ist das eine. Das ist natÃ¼rlich notwendig. Aber wie sieht es am Boden aus? Wie sieht da die Umsetzung aus? Ich will ein Beispiel dazu nennen: Sicherheitssektorreform, Polizeireform. Wir mussten in der vorherigen Woche in der <em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung</em> lesen, was Ihr Kollege Innenminister SchÃ¤uble dazu gesagt hat. Ich zitiere:
</p>
<p>
Mehr deutsche Polizisten zur Ausbildung der afghanischen Kollegen lehnte er indes ab - was die Anforderungen an die Polizisten betreffe, seien die Amerikaner dazu besser in der Lage. 
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<p>
(JÃ¼rgen Trittin [BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN]: Peinlich!)
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<p>
Solche Worte - das muss ich sagen - sind eine ausdrÃ¼ckliche Kapitulation vor dem, was gerade in Afghanistan notwendig ist. 
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der FDP)
</p>
<p>
Sie sabotieren ausdrÃ¼cklich den umfassenden Ansatz, der wohl insgesamt von der Bundesregierung vor sich hergetragen wird. Ich muss sagen: Dieser umfassende Ansatz muss im Kabinett anfangen, damit er nicht nur Schall und Rauch bleibt.
</p>
<p>
Danke schÃ¶n.
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der FDP)
</p>
</div>


           <br />
                        </div>
   </div>
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