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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: 7. Ausgabe der &quot;Better News aus Afghanistan&quot;</title>
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    <span class="xar-mod-title">Internationale Politik und Regionen</span>

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<br />
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        <h1>
            7. Ausgabe der &quot;Better News aus Afghanistan&quot;         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 5. Mai 2010 19:40:28 +02:00 (186720 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>In der Reihe &quot;Better News statt Bad News aus Afghanistan&quot; ist nach sechs Monaten die Ausgabe VII erschienen. Die Devise ist: Wer Frieden gewinnen will, muss mehr die Chancen identifizieren!</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Better News statt Bad News aus Afghanistan VII</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, MdB a.D., Mai 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Allgemeine Vorbemerkung</span>: Schlechte Nachrichten werden am breitesten wahrgenommen. Hohe Aufmerksamkeit finden Gewaltereignisse und MilitÃ¤rfragen. Wenig bis gar nicht wahrgenommen werden Fragen des zivilen Aufbaus. Diese â€žnatÃ¼rliche&quot; Botschaftsdominanz des MilitÃ¤rischen und von bad news wird verstÃ¤rkt durch die ungleichgewichtige Ã–ffentlichkeitsarbeit, wo die KapazitÃ¤ten der zivilen Seite weltenweit hinter denen der militÃ¤rischen Seite hinterherhinken, wo Journalisten fast nur ISAF besuchen und kaum Aufbauvorhaben.</p>
<p>Seit Sommer 2007 verfasse ich diese Zusammenstellung von unbekannten â€žbesseren Nachrichten&quot;, die keineswegs der Relativierung und BeschÃ¶nigung der bad news dienen, aber fÃ¼r ein realitÃ¤tsnahes Gesamtbild unverzichtbar sind. Sie sind essentiell dafÃ¼r, Chancen zu identifizieren, zu nutzen, insgesamt Frieden zu fÃ¶rdern. WER CHANCEN NICHT WAHRNIMMT UND NUTZT, HAT DEN FRIEDEN SCHON VERLOREN! (Better News I-VI unter <a href="../../../../../">www.nachtwei.de</a>)</p>
<p>GrundsÃ¤tzlich zu beachten ist in Afghanistan die Gleichzeitigkeit extrem unterschiedlicher Konflikt-, Sicherheits- und Aufbaulagen zwischen den Regionen, Provinzen, ja Distrikten - von Kriegszonen bis zu boomenden StÃ¤dten wie Mazar und Herat.</p>
<p>Bisher fehlt es an systematischen Wirksamkeitsbewertungen der Aufbauanstrengungen. Bis heute haben weder afghanische Regierung noch UNAMA ein vollstÃ¤ndiges Bild der Aufbauvorhaben. Auch die seit 2006 bestehende ISAF-Datenbank â€žAfghanistan Country Stabilization Picture&quot; leidet unter der unzureichenden Meldebereitschaft etlicher Akteure. Das zustÃ¤ndige Finanzministerium baut seinerseits eine entsprechende Datenbank auf. Ob die Vorhaben Tropfen auf den heiÃŸen Stein oder ein stÃ¤ndig kÃ¼hlender Wasserstrahl sind, lÃ¤sst sich oft nicht beurteilen.</p>
<p>(Parallel fÃ¼hre ich laufend aktualisierte Zusammenstellungen zur militÃ¤risch-polizeilichen Sicherheitslage: â€žSicherheitsvorfÃ¤lle in der Region Nord&quot;,Â  â€žMaterialien zur aktuellen Sicherheitslage Afghanistans (auch Pakistans)&quot; -,Â  eine Sammlung von lauter schlechten Nachrichten. <a href="../../../../../">www.nachtwei.de</a>)</p>
<p>Hinweise, ErgÃ¤nzungen, Korrekturen, Kritiken bitte an mich unter winfried@nachtwei.de. Danke!</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">I Â WIRKUNGEN</span></strong></p>
<p><strong>Ãœberlebenschancen: Sinkende Kindersterblichkeit</strong></p>
<p>2003 lag die Kindersterblichkeit (TodesfÃ¤lle bei Kindern bis 5 Jahre/1.000 Geburten) bei 257, 2006 bei 191, 2008 bei 161, 2009 bei 152. (Brookings Afghanistan Index 2010)</p>
<p>In Worten: AlljÃ¤hrlich bleiben zigtausende Kinder mehr am Leben!!!</p>
<p>Die Vergleichszahlen zeigen zugleich, wie krass die LebensverhÃ¤ltnisse immer noch sind und wie sehr viel noch zu tun ist: 2008 lag die durchschnittliche Kindersterblichkeit weltweit bei 65, in Deutschland um 4.</p>
<p><strong>Trinkwasser</strong></p>
<p>Bisher haben nur ca. 15% der BevÃ¶lkerung verlÃ¤sslichen Zugang zu sauberem Trinkwasser.</p>
<p>Als dt. Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in Herat im Westen 2003 ihre Arbeit aufnahm, gab es dort keine HauswasseranschlÃ¼sse, nur Brunnen und Ã¶ffentliche Zapfstellen. Inzwischen sind knapp 90% der Haushalte an das Trinkwassernetz angeschlossen. Das fÃ¼hrte zu einer deutlichen Verbesserung der LebensqualitÃ¤t und Gesundheit der StadtbevÃ¶lkerung.</p>
<p><strong>Stromversorgung</strong></p>
<p>StromkapazitÃ¤t insgesamt: 1979 396 Megawatt, 2002 243 MW, 2007 652 MW, 2009 1.028,5 MW.</p>
<p>(Brookings Afghanistan Index April 2010)</p>
<p>Lt. ABC/ARD/BBC-Umfrage im Dezember 2009 sagten 55% der Befragten, sie hÃ¤tten Strom, 15% mehr als 2007.</p>
<p><strong>RÃ¤umung von Explosivstoffen</strong></p>
<p>Das von der UNO unterstÃ¼tzte Mine Action Coordination Centre (MACC) zerstÃ¶rte in den ersten beiden Monaten 2010 fast 112.000 verschiedene Arten von Explosivstoffen, darunter 1.727 Anti-Personenminen, 135 Anti-Panzerminen. 50.000 Personen erhielten ein Minen-Risiko-Training. In den beiden Monaten wurden zugleich landesweit 74 Personen durch Explosionen getÃ¶tet oder verletzt.</p>
<p>Bei grÃ¶ÃŸerer UnterstÃ¼tzung kÃ¶nnte das MAC weit mehr schaffen. (UN News Service 29.3.2010)</p>
<p>In 2009 wurden in AFG insgesamt 51.743 Anti-Personenminen, 746 Anti-Panzerminen und 1.152.738 explosive RÃ¼ckstÃ¤nde vernichtet. (UN News Service 15.4.2010)</p>
<p><strong>â€žAbschied von den alten Ketten&quot;</strong></p>
<p>â€žIhre Vorfahren waren noch Sklaven, ihre Eltern Bauern oder TagelÃ¶hner. Sie selbst gehÃ¶ren zur neuen Kabuler Elite: Afghanistans Randgruppe, die Hazara, erobern die Mittelschicht. Ihr Erfolgsrezept: lernen, lernen, lernen.&quot; Reportage von Friederike BÃ¶ge in â€žbrandeins&quot; Mai 2010, S. 136-140.</p>
<p>Vorgestellt wird der 24-jÃ¤hrige Ali Karimi: er studierte Filmwissenschaften, lehrt als Assistenzprofessor an der Uni Kabul.</p>
<p>â€žAli Karimi ist kein Einzelfall. Wie keine andere Volksgruppe des Landes drÃ¤ngen die Hazara in die Schulen und UniversitÃ¤ten. Mit der Intervention des Westens 2001 Ã¶ffnete sich ihnen erstmals ein Fenster zur Gleichberechtigung. Diese Chance haben sie genutzt. Heute belegen Hazara bei den HochschulzulassungsprÃ¼fungen regelmÃ¤ÃŸig die vorderen PlÃ¤tze. (...)</p>
<p>Dabei standen ihre Bildungschancen schlecht, wie Karimis Beispiel zeigt. Der Koran war das einzige Buch im Elternhaus. Weder seine Eltern noch die Nachbarn konnten lesen. Seine Vorbilder waren Kriegshelden. Seine Grundschule war ein zugiges Zelt ohne StÃ¼hle. Und auf dem Gymnasium wurde er von wirren Mullahs unterrichtet. Nichts von alldem hielt ihn vom Lernen ab. (...)</p>
<p>Die Hazara-Provinzen Bamiyan und Daikondi erreichten bei den zentralen HochschulzulassungsprÃ¼fungen 2008 und 2009 die hÃ¶chsten Erfolgsquoten, obwohl sie zu den rÃ¼ckstÃ¤ndigsten Regionen des Landes zÃ¤hlen und manche Schulen dort zum ersten Mal eine 12. Klasse entlieÃŸen. (...)&quot;</p>
<p><strong>Petition einer Shura an das niederlÃ¤ndische Parlament</strong></p>
<p>Am 28.3.2010 berichtete Radio Netherlands Worldwide: In der SÃ¼dprovinz Uruzgan beschloss eine Shura von 100-150 Afghanen, darunter Elders, Maleks und Kommandeure der Distrikte Tarin Kowt, Deh Rawod, Chora und Gizab, eine Petition an das niederlÃ¤ndische Parlament:</p>
<p>â€žWe fear that a withdrawl of Dutch soldiers from Uruzgan lasting significant negative consequences for until now the very successful process of social and economic development of the Province of Uruzgan. Roades, bridges, schools, health centre and administration building have been built and restored. Programs for drinking water supply, irrigation, water reservoirs and electricity supply were realized. Many development programs for farmers and for improving family income have been implemented. 70% of families in Uruzgan have directly benefited from the Dutch economic aid to developing Uruzgan. (...)</p>
<p>The economic and social progress would not have been achieved without military protection of the environment by the Dutch PRT. Afghan security forces are not yet capable for ensuring security and stability in Uruzgan alone by themselves. (...)</p>
<p>In the security network of Uruzgan the Netherlands are essential for Uruzgan because the Dutch ISAF Contingent have developed a strong relation of trust to the population of Uruzgan and without such a relation creating sustain security is not possible in Afghanistan. (...)</p>
<p>We appeal to the elected representatives of the Dutch population, do not leave Uruzgan in the middle of the process of Province Building and please vote for a temporary extension of the ISAF Mission in Uruzgan in the interest of peace in Uruzgan, Afghanistan and throughout the region.&quot;</p>
<p>(<a href="http://www.mw.nl/article/afghans-petition-dutch-stay">http://www.mw.nl/article/afghans-petition-dutch-stay</a>)</p>
<p>Die Petition ist von prominenten FÃ¼hrern des Barakzai-Stammes und anderer StÃ¤mme unterzeichnet. Vertreter des Popolzai-Stammes (zu ihm gehÃ¶ren PrÃ¤sident Karzai und der ehemalige Gouverneur von Uruzgan, Jan Mohammed) nahmen nicht an der Shura teil.</p>
<p>ErgÃ¤nzung zur Ausweitung der <strong>Agriculture Development Zone</strong>: Im November realisierte die UN Food and Agricultural Organization (FAO) ihr Saatgut- und DÃ¼nger-Programm, mit dem 13.000 Familien in vier Distrikten versorgt werden. Die Verteilung wurde von afghanischen NGO`s organisiert, nachderm der Bedarf on Community Development Councils identifiziert worden war. Im Dezember und Januar verteilte die GTZ (International Services) in den Distrikten Chora und Tarin Kowt 400.000 MandelbÃ¤ume. Die Safran-Produktion in November/Dezember 2009 verdoppelte sich fast gegenÃ¼ber 2008. Mehr als 500 Bauern sind in das Projekt involviert. (US-Report on Progress Toward Security and Stability in AFG, April 2010, s.u.)</p>
<p><strong>BMZ-Wirkungsanalyse in Nordost-AFG</strong></p>
<p>â€ž<em>Assessing the Impact of Development Cooperation in North East AFG 2005 - 2009</em>&quot; (erscheint in KÃ¼rze auch in Deutsch):</p>
<p>Basis sind zwei umfangreiche Befragungen von 2.000 Personen aus 80 DÃ¶rfern in je zwei Distrikten der Provinzen Kunduz und Takhar (dt. Verantwortungsbereich) im April 2007 und MÃ¤rz 2009.</p>
<p>Im Unterschied zu 2007 berichten deutlich mehr Gemeinden, dass sie von Entwicklungsprojekten profitiert haben. Eine Mehrheit sieht eine positive Wirkung der internationalen Akteure auf StraÃŸenqualitÃ¤t, Zugang zu Trinkwasser, Stromversorgung und Schulbildung. Eine Wirkung der EZ bei der Schaffung von ArbeitsplÃ¤tzen sieht man nicht.</p>
<p>Anders als 2007 wird jetzt ein Beitrag des afghanischen Staates zur Bereitstellung grundlegener GÃ¼ter wahrgenommen - auf demselben Niveau wie seitens der internationalen Akteure.</p>
<p>Zugleich ist das Misstrauen gegenÃ¼ber internationalen ET-Organisationen gestiegen: 40% sehen durch sie die lokalen und islamischen Werte bedroht.</p>
<p>Die Zustimmung zu den internationalen Truppen hat abgenommen, ist aber noch mehrheitlich: 60,6% glauben, dass diese einen Beitrag zus Sicherheit leisten, 2007 waren es 80%. ZUgleich stieg der Anteil derjenigen, die sich von den internatinalen Truppen bedroht fÃ¼hlen, von 5% auf 30%.</p>
<p>Dramatisch angestiegen ist die allgemeine Bedrohungswahrnehmung: Der Anteil derjenigen, die sich gar nicht bedroht fÃ¼hlten, sackte von 87,3% in 2007 auf 21,1% in 2009 ab. Der Anteil derjenigen, die sich stark bedroht fÃ¼hlten (v.a. durch kriminelle Gruppen, externe Milizen und Taliban), stieg von 3,6% auf 46,5%. Zugleich hielt die Ã¼berwÃ¤ltigende Mehrheit die physische Sicherheit von Haushalten und Gemeinden weiterhin fÃ¼r intakt.</p>
<p>Die Akzeptanz von internationalen Truppen wird wesentlich von der Sicherheits- und Bdrohungswahrnehmung der BevÃ¶lkerung geprÃ¤gt - und nicht von der EZ. ,</p>
<p>(FriEnt Impulse 4/2010, <a href="http://www.frienent.de/downloads/FriEnt_Impulse04_10.pdf">http://www.frienent.de/downloads/FriEnt_Impulse04_10.pdf</a>)</p>
<p><a href="http://www.bmz.de/en/service/infothek/evaluation/BMZEvaluierungsberichte/BMZ_Eval044e_web.pdf">http://www.bmz.de/en/service/infothek/evaluation/BMZEvaluierungsberichte/BMZ_Eval044e_web.pdf</a></p>
<p><strong>Der Zoo von Kabul</strong></p>
<p>In der SZ vom 4. MÃ¤rz berichtete Tobias Matern Ã¼ber en Zoo von Kabul unter der Ãœberschrift â€žEs lebt ein Schwein in Kabul: Der Zoo von Kabul hat den BÃ¼rgerkrieg und blutige Attacken Ã¼berlebt - heute kommen viele Afghanen, um sich zu entspannen&quot;. Im BÃ¼rgerkrieg lag der Zoo an vorderster Front. â€žWÃ¤hrend des Taliban-Regimes machten sich viele Besucher einen SpaÃŸ daraus, die Tiere zu quÃ¤len.&quot; Heute sei der Zoo â€žeiner der wenigen fÃ¼r alle Menschen zugÃ¤nglichen Orte in Kabul - vor allem bei Familien ist er ein beliebtes Ausflugziel. Obwohl er klein ist, bleiben viele Besucher fÃ¼r etliche Stunden. Am Wochenende kommen bis zu 10.000 Frauen und MÃ¤nner. Dass sie gemeinsam die Tiere anschauen, ist in der afghanischen Hauptstadt keine SelbstverstÃ¤ndlichkeit. Ins ino beoispielsweise gehen fast nur MÃ¤nner.&quot;</p>
<p><strong>Sicherheitslage: die groÃŸen Unterschiede</strong></p>
<p>Landesweit nahmen im 1. Quartal 2010 von bewaffneten oppositionellen Gruppen (AOG) initiierte Attacken um mehr als 35% gegenÃ¼ber dem Vorjahrszeitraum zu: Feuerwechsel/Gefechte von 767 auf 983, SprengstoffanschlÃ¤ge von 503 auf 774.</p>
<p>Sehr unterschiedlich ist aber auch im 1. Quartal 2010 die regionale Verteilung der Attacken (<span style="text-decoration: underline;">Region Nord</span>):</p>
<p>Helmand 381, Kunar 312, Kandahar 228, Khost 147, Nangahar 76, <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> 79, Ghazni 71, Badghis 65, Zabul 52, Uruzgan 49, Paktika 43, <span style="text-decoration: underline;">Faryab</span> + Wardak 38, Baghlan 35, Herat 27, Kabul 24, ... <span style="text-decoration: underline;">Sar-e Pul 21, Takhar 19, Balkh 14, Jawzjan 12, ...Badakhshan 4</span>, Bamyan 1, <span style="text-decoration: underline;">Samangan</span> + Panjshir 0.</p>
<p>(The Afghanistan NGO Safety Office/ANSO: ANSO Quarterly Data Report Q. 1 2010,</p>
<p><a href="http://www.afgnso.org/">http://www.afgnso.org</a> )</p>
<p>Im 1. Quartal waren NGO`s von 25 SicherheitsvorfÃ¤llen betroffen gegenÃ¼ber 37 im Vorjahrszeitraum.</p>
<p>Anfang 2010 wurden <strong>8 von 123 Distrikten der Nordregion</strong> als Kriegsgebiete (offener Guerillakrieg) gewertet: 5 davon in der Provinz Kunduz, 2 im angrenzenden Baghlan, 1 (Ghormach) im Nordwesten.</p>
<p>(Gesamtdarstellungen der Sicherheitslage vgl. Halbjahresbericht an den Kongress; ANSO-Berichte; Studien von Cordeman; meine Sicherheitslage s.o.)</p>
<p><strong>Kehrtwende im Distrikt Nawa (Provinz Helmand)?</strong></p>
<p>Bis Juli 2009 konnten sich im Distrikt mit seinen 70.000 Bauern britische und US-Truppen nicht einen Kilometer von ihrer Basis bewegen, ohne attackiert zu werden. Bauern mieden den Kontakt mit den Soldaten.</p>
<p>Das soll sich mit dem Eintreffen von 800 Marines anders geworden sein. Sie schwÃ¤rmten zu FuÃŸ aus, errichteten ca. 20 Patrouillenbasen in DÃ¶rfern und auf Feldern. FÃ¼nf Monate spÃ¤ter und nach nur wenigen SchÃ¼ssen in der Startphase habe sich die Situation radikal geÃ¤ndert: AufstÃ¤ndische hÃ¤tten es wesentlich schwerer, unerkannt zu operieren; Regierungsvertreter trÃ¤fen sich regelmÃ¤ÃŸig mit den Bewohnern, um ihre Beschwerden aufzunehmen; das Distriktzentrum habe sich von einer Geisterstadt zu einem geschÃ¤ftigen Basar gewandelt; die IED-ZwischenfÃ¤lle seien um 90% zurÃ¼ckgegangen.</p>
<p>Diese, wenn auch fragile, Kehrtwende sei ohne bevÃ¶lkerungsorientierte COIN-Techniken nicht mÃ¶glich gewesen, meint Generalmajor Michael Flynn, stellv. Stabschef Intelligence (CJ2) im ISAF Headquarter. (â€žFixing Intel: A Blueprint for Making Intelligence Relevant in AFG, Center for a New American Security, Jan. 2010)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">IIÂ  BEITRÃ„GE ZU AUFBAU UND ENTWICKLUNG</span></strong></p>
<p><strong>Drittes Police Training Center in Kunduz erÃ¶ffnet</strong></p>
<p>Bundesinnenminister de Maiziere und der afghanische Innenminister Atmar erÃ¶ffneten Ende MÃ¤rz das dritte von Deutschland finanzierte Police Training Center in Kunduz. Es umfasst 100 AusbildungsplÃ¤tze.</p>
<p><strong>FÃ¶rderung von Rechtsstaatlichkeit</strong></p>
<p>(a) Das <strong>Heidelberger Max-Planck-Institut</strong> fÃ¼r auslÃ¤ndisches Ã¶ffentliches Recht und VÃ¶lkerrecht fÃ¼hrt(e)Â  mehrere Projekte im Bereich des Justizwesens und der Ã¶ffentlichen Verwaltung durch. FÃ¼nf Projekte wurden abgeschlossen, z.B. UnterstÃ¼tzung des Aufbaus einer afghanischen Verwaltungshochschule, â€žWinterschule&quot; fÃ¼r Dekane und Prodekane der afghanischen juristischen FakultÃ¤ten, Workshops und Konferenzen zur Verfassung. Herausgegeben wurden sieben Max-Planck-Manuals in Dari und Englisch zum Afghanischen Recht: u.a. zum Verfassungsrecht, Fair Trial Standards, Strafrecht, Familienrecht, Rechtsethik.</p>
<p>Vier Projekte dauern an: zu Regeln des fairen Strafverfahrens, Ausbildung von RichteranwÃ¤rtern, Rule of Law in den Provinzen Kunduz, Takhar und Badakhshan, UnterstÃ¼tzung juristischer Bibliotheken.</p>
<p>Das Afghanistanteam wird von Dt. Tilman RÃ¶der geleitet und umfasst 13 ExpertInnen, davon viele AfghanInnen. (<a href="http://www.mpli.de/red/afghanistan">http://www.mpli.de/red/afghanistan</a>)</p>
<p>Finanziert werden die Projekte von AA, EU und DAAD.</p>
<p>(b) Die GTZ trug 2002 bis 2009 zur <strong>Justizsektorreform</strong> bei: Beratung und EinfÃ¼hrung des Nationalen Justizprogramms und des Provincial Justice Coordination Mechanism. Zusammen mit dem afghanischen Innenministerium und dem dt. Polizeiprojektteam wurde das â€žManual fort he Afghan Police and Legal Professionals&quot; erarbeitet, das auch von anderen nationalen und internationalen Oerganisationen als Lehrmaterial verwandt wird.</p>
<p><strong>Meldungen: Dt. BeitrÃ¤ge zu Aufbau und Entwicklung </strong>(aus: Newsletter Dt. EZ mit AFG, MÃ¤rz 2010; AuswÃ¤rtiges Amt; Loccumer Tagung â€žVorrang fÃ¼r Zivil!&quot; Anfang April)</p>
<p>(a) Im Dezember 2009 fand in Moskau die <strong>erste Messe speziell fÃ¼r afghanische Produkte</strong> statt.</p>
<p>Veranstalter war die afghanische ExportfÃ¶rderagentur (EPAA), unterstÃ¼tzt vom BMZ und USAID.</p>
<p>Dt. EZ unterstÃ¼tzte ebenfalls den Aufbau der Afg. InvestitionsfÃ¶rderagentur und der grÃ¶ÃŸten afg. Mikrofinanzbank, der â€ž<strong>First Micro Finance Bank</strong>&quot;: Bis September 2009 vergab sie rund 100.000 Kredite mit einem Volumen von ca. 100 Mio. Euro bei minimaler Ausfallrate. Damit wurden 400.000 Haushalte mit ca. 2,5 Mio. Menschen direkt und indirekt erreicht.</p>
<p>Erhebliche Fortschritte machte die StÃ¤rkung des Ã¶ffentlichen Finanzmanagements. Mit multinationalen konditionalisierten â€žPerformance Incentive Programs&quot; wurden fÃ¼r die afg. Regierung zusÃ¤tzliche Anreize zur Umsetzung zentraler Reformvorhaben geschaffen - u.a. zur ErhÃ¶hung der Staatseinnahmen. Diese stiegen daraufhin im ersten Halbjahr 2009 um 60%. Der afg. Staat kann inzwischen zwei Drittel seiner zivilen Ausgaben aus eigenen Einnahmen bestreiten.</p>
<p>(b) <strong>Community Policing</strong>: Gemeinsam mit dem Afghan Civil Society Forum (ACSF) unterstÃ¼tzte die GTZ erstmalig das Konzept des Community Policing (Nachbarschafts-Polizeiarbeit) in drei Distrikten (Dehdadi, Dawlatabad, Sholgara) der Provinz Balkh. GefÃ¶rdert werden soll damit eine â€žbÃ¼rgernahe&quot; Polizei und ein aktives Zusammenspiel zwischen Polizei und BÃ¼rgern bei der Vorbeugung von Straftaten. Gemeinschaftsrecht soll geschÃ¼tzt und die LegitimitÃ¤t des Staates gefÃ¶rdert werden. Mit Hilfe lokaler Komitees werden Probleme an die Polizei Ã¼bermittelt.</p>
<p>In die Schulungen flossen Erfahrungen des ACSF aus einem Pilotprojekt in Kabul ein, das im Januar 2010 abgeschlossen wurde.</p>
<p>In Dehdadi fanden bisher 9 Schulungen fÃ¼r Polizei- und Justizstellen sowie Trainings statt. Ã„hnliche Projekte laufen in Sholgara und Dawlatabad von November 2009 bis Juli 2010.</p>
<p>(c) <strong>Lehrerausbildung</strong>: Baubeginn des Lehrerausbildungszentrums (Teacher Training Center) in Sar-i Pol in Nord-AFG im Rahmen des BMZ-finanzierten und von GTZ, Kreditanstalt fÃ¼r Wiederaufbau (KfW) und DED umgesetzten Grundbildungsprogramms. Das Programm umfasst Bau und Ausstattung von fÃ¼nf TTC`s samt Wohnheimen und Referenzschulen in Nordafghanistan. Das Gesamtvolumen des Programms betrÃ¤gt 15 Mio. Euro und soll bis Ende 2010 abgeschlossen sein.</p>
<p>Den TTC sind Sub-TCC zugeordnet, in der Provinz Badakhshan allein sechs.Â  Im Sub-TTC Ishkashim/Badakhshan werden 122 Studierende unterrichtet. Im Februar 2010 startete hier ein Methoden-Workshop fÃ¼r DozentInnen, durchgefÃ¼hrt von zwei afghanischen Trainern und einer DED-Expertin.</p>
<p>Bei Besuchen im TTC Mazar 2008 und 2009 erlebte ich dort lern- und lehrbegeisterte Studierende und Lehrende, die mit voller Kraft was fÃ¼r ihre Kinder, Jugendliche und ihr Land schaffen wollen. Es sind menschliche LEUCHTTÃœRME!</p>
<p>(<a href="http://www.bmz.de/de/l%C3%A4nder/partnerl%C3%A4nder/afghanistan/index.html">http://www.bmz.de/de/lÃ¤nder/partnerlÃ¤nder/afghanistan/index.html</a>)</p>
<p>(d) Am 21. und 22. April in der Provinz Balkh Ãœbergabe von zwei vom AA finanzierten <strong>Schulen</strong> (Neubau bzw. Erweiterung und Ausstattung) fÃ¼r Ã¼ber 3.500 SchÃ¼lerInnen.</p>
<p>Am 26. April weihten die Ministerin fÃ¼r Arbeit und Soziales sowie der dt. Botschafter <strong>drei â€žLeuchtturmprojekte&quot; in Feyzabad</strong> ein: das Rathaus fÃ¼r 45 Angestellte; das neue Polizeihauptquartier (den Rohbau besichtigte ich noch im letzten September) mit Verwaltungs- und BÃ¼rogebÃ¤ude, UnterkunftsgebÃ¤ude, AusbildungsrÃ¤ume, Werkstatt- und TechnikgebÃ¤ude, Moschee und GÃ¤stehaus; Berufsschule fÃ¼r Kfz-Mechaniker (Vocational Training Center), wo in Kooperation mit dem DED und dem Â Privatunternehmen â€žAlpha Armouring&quot; eine theoretische und praktische Berufsausbildung angeboten wird.</p>
<p>(e) <strong>Hervorragende Peacebuilder</strong>: <strong>Martin Kobler</strong> neuer Stellvertretender Leiter der UN-Mission in AFG (UNAMA), zustÃ¤ndig fÃ¼r politische Angelegenheiten, z.B. Parlamentswahlen und Beziehungen zum Parlament, Sicherheitssektorreform, Menschenrechte. Der Jurist und Asienwissenschaftler Kobler war zuletzt AA-Abteilungsleiter fÃ¼r Kultur und Kommunikation, vorher Botschafter in Bagdad und Kairo, davor BÃ¼roleiter von AuÃŸenminister Joschka Fischer, davor Vertreter der Bundsrepublik in Jericho. Robert von Lucius in der FAZ v. 10. MÃ¤rz: Â â€ž<em>Flinkes Denken und eine zupackende Art verbinden sich bei Kobler mit Neugier und einem vermittelnden Wesen. Dazu kommt ein unbÃ¤ndiger FleiÃŸ. (...) Wer mit Fischer fÃ¼nf Jahre umgehen kann, ohne sich zu verbiegen, kann wohl alles. Kobler sprudelt von Ideen, fast wie besessen, was BehÃ¤bigeren nicht immer behagt</em>.&quot;</p>
<p><strong>Cornelia Brinkmann</strong> feierte am 30. April mit KollegInnen und langjÃ¤hrigen MitstreiterInnen die GrÃ¼ndung ihresÂ  â€žSteps for Peace Institut fÃ¼r Peacebuilding&quot; gemeinnÃ¼tzige GmbH in Berlin. Beteiligt am Aufbau des Zivilen Friedensdienstes und von ZIVIK ist sie seit 10 Jahren als friedenspolitische Beraterin selbstÃ¤ndig. 2005 arbeitete sie in der afghanischen Nordostprovinz Badakhshan zusammen mit einheimischen NGO`s, Shuren etc. in lokalem Peacebuilding. Aus ihren mehrfachen AFG-Aufenthalten entstand das Handbuch â€žSteps fÃ¼r Peace - Working Manuel for Peace Building and Conflict Management&quot;, 2006 in Dari erschienen, 2008 in Englisch. Das Handbuch richtet sich an</p>
<p>die MitarbeiterInnen nationaler + internationaler Organisationen im Feld und soll sie beim Transformationsprozess der bestehenden Kultur der Gewalt unterstÃ¼tzen. Es vermittelt grundlegende Konzepte und Methoden von Peacebuilding und Konfliktmanagement. Das Handbuch beinhaltet Poster fÃ¼r die Arbeit mit Menschen, die des Lesens und Schreibens nicht kundig sind. (<a href="http://www.steps-for-peace.org/">http://www.steps-for-peace.org</a>)</p>
<p><strong>Skateboard-Projekt in der Provinz Herat</strong></p>
<p>In Karokh in der Provinz Herat begannen im MÃ¤rz 2010 neben der Dorfschule die Bauarbeiten fÃ¼r einen Skateboardpark, den einmal 7.500 Kinder nutzen kÃ¶nnen. Errichtet wird die Anlage von der Titus Dittmann-Stiftung â€žskate-aid&quot; aus MÃ¼nster in Kooperation mit den â€žGrÃ¼nhelmen&quot; (Rupert Neudeck), die die Schule von Karokh als ihre 31. gebaut hatten. Absicht des Projekts ist, mit dem Skateboarding â€žein StÃ¼ck Freude und identitÃ¤tsstiftende BeschÃ¤ftigung in das Leben der oft traumatisierten Kinder und Jugendlichen zu bringen.&quot; Vor Baubeginn wurden als erstes BÃ¤ume gepflanzt - als Zeichen fÃ¼r die Ã¤lteren Dorfbewohner. Die Anlage soll bis Ende April fertig gestellt sein. Der Projektleiter Marc Zanger begann aber schon im MÃ¤rz mit Skateboard-Training. (WestfÃ¤lische Nachrichten 7.4.2010)</p>
<p>Bei einem Empfang der mittelstÃ¤ndischen Wirtschaft in Berlin begegnete der Skateboard-Pionier Titus Dittamm dem GrÃ¼nen Vorsitzenden Cem Ã–zdemir. Beeindruckt von em Afghanistanprojekt sagte Cem seine UnterstÃ¼tzung als â€žskate-aid-Supporter&quot; zu. (WN 15.4.2010)</p>
<p><strong>... und in Kabul</strong>: Die MÃ¤rzausgabe von CHRISMON bringt die 6-seitige Reportage â€žDas schnellste MÃ¤dchen im Park&quot; Ã¼ber Projekt &quot;Skatestan&quot; des 35-jÃ¤hrigen Australiers Oliver Percovich, der vor drei Jahren nach Kabul kam und es gegen viele Warnungen realisierte. Skatestan, zunÃ¤chst 1.750 Quadratmeter groÃŸ, besteht inzwischen aus SchulrÃ¤umen, einer Halle mit Halfpipes und Ramps und wird von ein paar Hundert Kindern besucht. Vorgestellt wird die 12-jÃ¤hrige Fasila, die ihr halbes Leben in einem FlÃ¼chtlingslager in Pakistan verbrachte und danach im Zentrum von Kabul bettelte. Vor einem Jahr lernte sie zufÃ¤llig die Skateboardschule kennen - und erwies sich als Naturtalent. Inzwischen bringt sie nachmittags anderen Kindern das Skateboardfahren bei.</p>
<p>â€žIn AFG ist Sport im Wesentlichen MÃ¤nnersache. Jungs und MÃ¤nner machen Bodybuilding, lassen Drachen steigen und reiten mit beim Volkssport Buzkashi. Skaten ist anders. Wenn Fasila ihre Skatehandschuhe anzieht, sich ein Board schnappt und einer Gruppe von Jungs demonstriert, wie es geht, bleiben erwachsene Passanten stehen und sehen sich die Szene Ã¼berrascht und lÃ¤chelnd an. Es sind genauso viele MÃ¤dchen wie Jungen, die den Sport treiben. Jedenfalls bis zur PubertÃ¤t, bis sie dann doch in die traditionelle Frauenrolle gedrÃ¤ngt werden.&quot;</p>
<p>Vervielfacht hat sich inzwischen die Zahl der UnterstÃ¼tzer, ZuschÃ¼sse kommen von Regierungen in Deutschland, Skandinavien, Kanada und internationalen Hilfsorganisationen. â€žSkaten: ein Sport, der Afghanistan verÃ¤ndert. In ihm sind alle fÃ¼r ein paar Stunden gleich: MÃ¤dchen und Jungen, Paschtunen und Hazara, Sunniten und Schiiten.&quot;</p>
<p><strong>Kulturbeziehungen und akademischer Austausch</strong></p>
<p>Aktuell erschien ist die sehr informative BroschÃ¼re â€žBildung bedeutet Zukunft - Akademischer Aufbau in AFG&quot;, herausgegeben vom Dt. Akademischen Austauschdienst DAAD. EMPFEHLENSWERT! <a href="http://auswaertiges-amt.de/diplo/de/Infoservice/Broschueren/AfghanistanAkadAufbauDAAD.pdf">http://auswaertiges-amt.de/diplo/de/Infoservice/Broschueren/AfghanistanAkadAufbauDAAD.pdf</a>)</p>
<p><strong>Hochschulparterschaften</strong> bestehen seit den 60er Jahren zwischen den Unis Bonn, Bochum, KÃ¶ln und Kabul, Herat und Mazar. Von der aufblÃ¼henden Hochschullandschaft der 70er Jahre war 2001 fast nichts mehr Ã¼brig. Ein FÃ¼nftel der Kabuler Dozenten war im Krieg um`s Leben gekommen, viele andere emigriert. SÃ¤mtliche Ausstattungen waren zerstÃ¶rt oder gestohlen. Verbliebene Dozenten standen auf dem fachlichen Niveau hiesiger Erstsemester. Es gab kein Strom, kein Wasser, keine Literatur und ÃœbungsmÃ¶glichkeiten.</p>
<p>Im Rahmen deutscher Soforthilfe fÃ¼hrten deutsche Hochschulen bis 2004 27 Sommer- und Winterakademien fÃ¼r insgesamt 321 afghanische Dozenten durch. 2004 begann die Vertiefungsphase, wo Herat der zweite Regionalschwerpunkt wurde. Schwerpunkte wurden Informatik, Natur-, Geo- und Wirtschaftswissenschaften und Deutsch, wo dt. UniversitÃ¤ten jeweils die Fachkoordination Ã¼bernahmen: z.B. Geographie, Geologie Uni Bonn; Informatik TU Berlin, Wirtschaftswissenschaften Uni Bochum, Deutsch Uni Duisburg-Essen: Rechtswissenschaften Max Planck Institut fÃ¼r auslÃ¤ndisches Ã¶ffentliches Recht + VÃ¶lkerrecht Heidelberg (u.a. Unis); Politik- und Sozialwissenschaften Uni Erfurt/RWTH Aachen.</p>
<p>2002 bis 2009 wurden insgesamt 1.636 Afghanen und 336 Deutsche gefÃ¶rdert, davon 159 mehrjÃ¤hrige Stipendien, 294 Gastdozenturen, 321 TeilnehmerInnen an vierwÃ¶chigen Winter- und Sommerakademien, 594 StudienaufenthalteÂ  v.a. fÃ¼r afghanische Dozenten (bis 12 Monate), 604 TeilnehmerInnen an bis zu vierwÃ¶chigen Kursen fÃ¼r Dozenten und Graduierte.</p>
<p>FÃ¼r 2010 stehen 2,9 Mio. Euro aus dem AA-Etat zur VerfÃ¼gung. Der Nachteil: Es sind nur jÃ¤hrliche Mittel. WÃ¼nschenswert wÃ¤re eine FÃ¶rderung auch durch das BMZ.</p>
<p>Im MÃ¤rz fanden die ersten Graduiertenfeiern fÃ¼r afghanische Master-Absolventen statt: an der Uni Bochum fÃ¼r 18 in Wirtschaftswissenschaften mit Minister Pinkwart (FÃ¶rderung durch Land NRW und Weltbank; an der TU Berlin fÃ¼r 25 in Informatik mit Staatsministerin Pieper. Nach RÃ¼ckkehr sollen die AbsolventInnen an ihren 6 Heimatunis als Dozenten tÃ¤tig sein und IT-StudiengÃ¤nge aufbauen.</p>
<p>Ein Highlight: Interview mit dem ersten erfolgreichen DAAD-Doktoranden, der kÃ¼rzlich an seine Heimat-Uni zurÃ¼ckgekehrt ist und dort als Dozent wirkt: <a href="http://www.zenithonline.de/kultut/interview/?article=725&amp;cHash=3b535874dd">http://www.zenithonline.de/kultut/interview/?article=725&amp;cHash=3b535874dd</a></p>
<p><strong>Insgesamt</strong> gibt es in AFG ca. 60.000 Studierende in 12 Uni`s und 10 PÃ¤dagogischen Hochschulen. Die vier Uni`s i Kabul allein mit mit 23.000 Studierenden; die Uni Balkh (Mazar) mit 5.200, Herat mit 5.300, Nangarhar mit 6.000 Studierenden, die Uni Khowst 2.500, Kandahar und Takhar je 1.600. Die PH Kunduz hat 990 Studierende, Badakhshan 370 (Zahlen fÃ¼r 2008). Die Uni Herat wuchs in den letzten fÃ¼nf Jahren von 700 auf 7.000 Studierende, die PÃ¤dagogische FakultÃ¤t von 3 auf 2.500 Studierende, Wirtschaftswissenschaften studieren 700 junge Leute.</p>
<p><strong>FernuniversitÃ¤t in Kunduz</strong>: Bastian Kuhl war 12 Jahren bis 2008 bei der Bundeswehr. Nach seinem zweiten AFG-Einsatz grÃ¼ndete er 2005 das â€žAfghan German Management College&quot; mit deutschen Dozenten und afghanischer Verwaltung, an dem ein Business-Bachelor erworben werden kann. 12 Studierende begannen ihr erstes Semester in 2006. Heute sind 350 Studierende aus 17 Provinzen eingeschrieben. Ein Semester kostet 60 Dollar - eine Privat-Uni in Kabul verlangt schnell das 200-fache. FÃ¼r das kommende Semester haben sich 120 Studierende eingeschrieben. Kuhl: â€žAfghanistan ist wie ein trockener Schwamm, der nur darauf wartet, alles aufzusaugen.&quot; (Die Welt 6.4.2010)</p>
<p><strong>Weltkulturerbe: Die Buddhas von Bamiyan</strong></p>
<p>Ira Mazzoni in der SZ vom 30.3.2010: Seit September 2009 ist das Bamiyan-Tal minenfrei. In MÃ¤rz 2001 sprengten die Taliban die aus dem 6./7. Jahrhundert stammenden riesigen Buddha-Statuen von Bamiyan. Seit 2002 arbeitet mit UnterstÃ¼tzung des AuswÃ¤rtigen Amtes und er UNESCO ein Team von ICOMOS Deutschland (Int. Rat fÃ¼r Denkmalpflege) in Kooperation mit der RWTH Aachen und der TU MÃ¼nchen an der Bergung und Dokumentation der Fragmente. Im MÃ¤rz 2010 fand die 8. Internationale Bamiyan-Konferenz am Lehrstuhl Konservierungswissenschaften der Technischen UniversitÃ¤t MÃ¼nchen statt.</p>
<p>Bisher wurden 2.000 Kubikmeter Gesteinsbrocken gerÃ¤umt, 9.000 Fragmente identifiziert und der FuÃŸabdruck des frÃ¼her 55 Meter hohen Buddhas freigelegt. GrÃ¶ÃŸte, bis 60 Tonnen schwere Gesteinsbrocken konnten noch nicht bewegt werden. Die Nischen der kleineren Buddhas wurden gesichert. Zurzeit geht es vor allem um die Konservierung der z.T. brÃ¶selnd-weichen Fragmente.</p>
<p>Bis Herbst diesen Jahres sollen die instand gesetzten HÃ¶hlen und Galerien fÃ¼r das Publikum geÃ¶ffnet werden. UNESO rechnet mit bis zu 100.000 Touristen im Jahr. HierfÃ¼r werden ein neuer Flughafen, Hotels und ein Museum gebaut und StraÃŸen erneuert. Das Aga Khan Entwicklungsnetzwerk arbeitet zusammen mit dem afghanischen Ministerium fÃ¼r Information und Kultur und der Provinzregierung an einem Ã–kotourismus-Konzept. Ein Reisekatalog fÃ¼r Bamiyan einschlieÃŸlich der Band-e-Amir-Seen wurde gerade verÃ¶ffentlicht. â€žIm Bamiyan-Tal soll die friedliche Zukunft Afghanistans beginnen.&quot;</p>
<p>(vgl. ICOMOS DEU (Ed.): <em>The Giant Buddhas of Bamiyan - Safeguarding the Remains</em>, Berlin 2009)</p>
<p><strong>Der afghanische Philosoph Masoud Rahel</strong></p>
<p>Nils Minkmar stellt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 25. April den afghanischen Philosophen Masoud Rahel vor, den er 1976 aus dem Studium in SaarbrÃ¼cken kannte, â€žwo selbst die Professoren MÃ¼he hatten, mit seiner Kompetenz und Verve mitzuhalten.&quot; Nach dem Studium der Mathematik und Physik war er der Philosophie wegen nach Deutschland gekommen. Der sowjetischen Einmarsch verhinderte seine RÃ¼ckkehr. In dem GesprÃ¤ch erklÃ¤rt Rahel sein Land, betont demokratische und zentralstaatliche Traditionen und den â€žUmstand, dass Afghanen sich durchaus selbst zu helfen wissen, dass sie eine stabile und tolerante Gesellschaft kannten und gerne wieder hÃ¤tten.&quot; Den internationalen MilitÃ¤reinsatz befÃ¼rwortet er, Ã¤uÃŸert sich aber kritisch zum Mandat der Bundeswehr, das seiner Meinung nach zu begrenzt gewesen sei.</p>
<p><strong>Medienvielfalt</strong></p>
<p>Auf <strong>ABYZ News Links</strong> sind Ã¼ber den â€ž<em>Afghanistan Newspaper and News Media Guide</em>&quot; 15 Radio- und Fernsehsender, 45 Internet News Media, 14 Zeitungen und News Media, 15 Nachrichtenagenturen verlinkt. (<a href="http://www.abyznewslinks.com/afgha.htm">http://www.abyznewslinks.com/afgha.htm</a>)</p>
<p><strong>Neue Website: Good Afghan News</strong></p>
<p>Seit Ende Januar 2010 ist die Website <a href="http://www.goodafghannews.com/">http://www.goodafghannews.com</a> im Netz. Die Macher stellen sich vor als â€žunabhÃ¤ngige Afghanen mit einer starken Liebe fÃ¼r ihr Land&quot;. Sie seien weder Teil der Regierung noch wÃ¼rden sie fÃ¼r diese arbeiten. Die Website sei auch nicht eine Art PR- oder Propagandaprojekt seitens der Amerikaner oder NATO. Ihre Absicht sei, angesichts der Dominanz von bad news Ã¼ber die guten Dinge zu berichten, die im Land geschehen, aber kaum Beachtung finden.</p>
<p>Die Rubriken sind: afghanische Sportnachrichten, Wirtschaft und Arbeitsbeschaffung, Bildung, Umwelt, Gesundheit, Menschen- und Frauenrechte, Wiederaufbau und Entwicklung, Sicherheit.</p>
<p>Die jÃ¼ngsten Meldungen:</p>
<p>-Â Â  AFG besiegt Irland in der Vorrunde der 3. Weltmeisterschaft im Twenty20-Cricket der Herren, die vom 30.4.-16.5. in West Indies stattfindet. In der Qualifikationsrunde im Februar in den Vereinigten Arabischen Emiraten war AFG als Sieger hervorgegangen (u.a. gegen USA, Kanada, Kenia und Niederlande). Im ersten Spiel der Hauptrunde unterlag inzwischen AFG Indien.</p>
<p>-Â Â  Indien finanziert 13 neue Schulen in Kunar</p>
<p>-Â Â  ErÃ¶ffnung eines neuen psychiatrischen Zentrums in Kabul</p>
<p>-Â Â  Einweihung von instandgesetzten Schulen in Balkh und neuer Schulen in Zabul</p>
<p>-Â Â  Neue Textilfabrik in Jalalabad erÃ¶ffnet</p>
<p><strong>Afghanistan Blog</strong></p>
<p>Der Afghanistan-Blog des PHOENIX-Redakteurs Boris Barschow (â€žNachrichten, Meinungen und andere Blickwinkel&quot;) ist ab 5. Mai unter <a href="http://www.afghanistan-blog.de/">www.afghanistan-blog.de</a> zu erreichen. Der seit Mai 2009 bestehende Blog findet immer mehr Zuspruch. Im April wurde die Website 41.000 mal angeklickt.</p>
<p><strong>â€žDie besten Blogs&quot; in AFG </strong><strong>(lt. SZ 25.1.2010)</strong><strong></strong></p>
<p>-Â Â  <a href="http://www.afghanlord.org/">http://www.afghanlord.org</a></p>
<p>-Â Â  <a href="http://kabulaus.wordpress.com/">http://kabulaus.wordpress.com</a></p>
<p>-Â Â  <a href="http://kabulperspective.wordpress.com/">http://kabulperspective.wordpress.com</a></p>
<p><strong>BÃ¼cher machen Politik: â€žDer gute Amerikaner&quot;</strong></p>
<p>In der ZEIT vom 22.4.2010 schreibt Andrea BÃ¶hm Ã¼ber die hÃ¶chst ungewÃ¶hnliche Resonanz auf â€žThree Cups of Tea&quot; von Greg Mortenson/David Oliver Relin (in Deutsch: â€žDer Traum vom Frieden&quot;, Malik-Verlag; vgl. Better News VI), weltweite Auflag bisher 2,5 Millionen. Es ist die Geschichte eines amerikanischen Bergsteigers, der nach seinem Scheitern am K2 in einem pakistanischen Bergdorf landet, phantastische Gastfreundschaft erfÃ¤hrt - und den Mangel an Schulen. Das wird seine Mission: Dutzende Schulen in entlegendsten Gebieten Pakistans, dann Afghanistans zu errichten. Seine Devise ist: auf die Berge und die Menschen hÃ¶ren. Sein zweites Buch â€žStones into Schools&quot; ist untertitelt mit â€žDen Frieden fÃ¶rdern mit BÃ¼chern statt Bomben&quot;. Mortenson ist nicht nur EhrenbÃ¼rger in vielen pakistanischen und afghanischen DÃ¶rfern. Sein Buch ist PflichtlektÃ¼re fÃ¼r US-Offiziere in Afghanistan. Im Pentagon gilt das Buch als PlÃ¤doyer fÃ¼r den eigenen Strategiewechsel, fÃ¼r den bevÃ¶lkerungsorientierten Teil der Counterinsurgency-Strategie, wo Schutz und Zustimmung der BevÃ¶lkerung Dreh- und Angelpunkt sein sollen.</p>
<p><strong>Zivile HilfskrÃ¤fte in AFG (Stand Ende 2009)</strong></p>
<p>(a) Neben drei BMZ-Vertretern in Feyzabad, Kunduz (mit Taloqan) und Mazar arbeiten landesweit ca. 180 dt. und internationale ExpertInnen und Ã¼ber 1.100 lokale MitarbeiterInnen im Rahmen der vom BMZ finanzierten Programme:</p>
<p>-Â  Â Deutscher Entwicklungsdienst/ded: zwei Hauptamtliche und 30 EntwicklungshelferInnen, davon 20 im â€žStammprogramm&quot; und 10 im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes.</p>
<p>-Â  GTZ: 118 Entsandte, davon 20 im Rahmen von GTZ International Services, 13 vom Centrum fÃ¼r internationale Migration und Entwicklung (CIM), 916 einheimische KrÃ¤fte.</p>
<p>(b)Â  Nichtregierungsorganisationen und sonstige TrÃ¤ger:</p>
<p>-Â  Welthungerhilfe (seit 1992 in AFG): 8 internationale und ca. 400 lokale MitarbeiterInnen;</p>
<p>-Â  Arbeitsgruppe Entwicklung und FachkrÃ¤fte im Bereich der Migration und Entwicklung (AGEF): zzt. 85 HilfskrÃ¤fte, davon 5 deutsche.</p>
<p>-Â  Ã„rzte ohne Grenzen: Seit Oktober 2009 wieder in AFG (Einstellung der Arbeit nach Ermordung von 5 Mitarbeitern in Badghis 2004), Helmand und Kabul, 7 auslÃ¤ndische Mitarbeiter.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  CARE: seit 1961 mit Unterbrechungen in den zentralen, sÃ¼dlichen und sÃ¼dÃ¶stlichen Provinzen, fast 900 MitarbeiterInnen, davon 99% einheimische.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Caritas International: 3 entsandte FachkrÃ¤fte, 9 lokale MitarbeiterInnen.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  medica mondiale: Seit August 2009 Arbeit nur noch innerhalb der Stadtgrenzen von Kabul, Herat und Mazar, Hausbesuche oder Empfang von Klientinnen in den BÃ¼rorÃ¤umen nicht mehr mÃ¶glich. mm will ihr Programm in eine afghanische NGO Ã¼berfÃ¼hren.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Medico International: ein fester Mitarbeiter und 2-4 zeitlich befristet; Zusammenarbeit mit Mine Detection and Dog Center (559 Mitarbeiter) und Organisation for Mine Clearence and Afghan Rehabilitation/OMAR.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  World Vision AFG: 280 MitarbeiterInnen in den Westprovinzen Herat, Badghis und Ghor.</p>
<p>(Sachstand â€ž<em>Zum Einsatz ziviler HilfskrÃ¤fte in AFG</em>&quot; des Wissenschaftlichen Dienstes des Dt. Bundestages, Januar 2010)Â  Nicht erfasst sind in dem Sachstand Projekte und Vereine wie</p>
<p>- Afghanischer Frauenverein, 120 einheimische MitarbeiterInnen</p>
<p>- Kinderhilfe AFG (Dr. ErÃ¶s und Familie) mit einheimischen 2.000 LehrerInnen, Bauarbeitern und MitarbeiterInnen</p>
<p>- Afghanistan-Schulen e.V.</p>
<p>- Katachel e.V. (Sybille Schnehage)</p>
<p>- Chak-e-Wardak Hospital Projekt (Karla Schefter) mit einheimischen 62 MitarbeiterInnen</p>
<p>- Freundeskreis AFG e.V.</p>
<p>- und viele andere Ã¼ber AFGHAN GERMAN ONLINE <a href="http://www.afghan-german.de/">http://www.afghan-german.de</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">IIIÂ  POTENZIALE + CHANCEN</span></strong></p>
<p><strong>Strategische Wirtschafts- und Entwicklungspotenziale</strong></p>
<p>(a) In AFG sollen <strong>Rohstoffe</strong> im Wert von einer Billion Dollar lagern, so das Zwischenergebnis einer Studie der US-ForschungsbehÃ¶rde US Geological Survey, die seit 2004 zusammen mit einer brit. Einrichtung in AFG forscht und lokale Geologen ausbildet. Die Ergebnisse Ã¼bersteigen bisherige SchÃ¤tzungen fÃ¼r Naturgas um das Dreifache und fÃ¼r ErdÃ¶l um das 18-fache. (â€žAfghanistan En DÃ©tail&quot;, MÃ¤rz 2010, <a href="http://www.exop-intel.de/">www.exop-intel.de</a>) Die wichtigsten BodenschÃ¤tze sind Kupfer, Eisenerz, Erdgas, auch Marmor, Halbedelsteine und Uran. (vgl. Better News VI) Die kÃ¼nftigen Steuereinnahmen aus der Aynak-Kupfermine werden auf 400 Mio. Dollar geschÃ¤tzt. Die VN erwarten durch die Mine 8.000 ArbeitsplÃ¤tze und indirekt weitere 30.000.</p>
<p>Im Fall der ausgeschriebenen Eisenerz-Mine in Hajigak/Bamhian hofft das Minenministerium auf 50.000 ArbeitsplÃ¤tze und 3 Mrd. Dollar Jahreseinnahmen. (Friederike BÃ¶ge in FAZ 22.4.2010)</p>
<p>(Notizen MÃ¼tzelburg)</p>
<p>(b) Die <strong>geostrategische Lage</strong> AFG`s birgt groÃŸe Entwicklungspotenziale. AFG sieht sich als kÃ¼nftige Transitstrecke zwischen Zentral- und SÃ¼dasien und kÃ¶nnte vom Wettstreit zwischen Indien (Bau des iranischen Hafens Chahbarah) und Pakistan (Hafen Gwadar) profitieren. Durch die neue BrÃ¼cke im Norden der Provinz Kunduz ist die Verbindung nach Tadschikistan frei. Zwischen Mazar-e Sharif und Usbekistan ist eine Eisenbahnlinie im Bau. Bisher wird die Nutzung dieser neuen Verbindungslinien allerdings durch die schlechte Sicherheitslage beeintrÃ¤chtigt.</p>
<p>Diese gefÃ¤hrdet auch den Baubeginn der Gaspipeline zwischen Turkmenistan und Pakistan/Indien, der fÃ¼r dieses Jahr geplant war. FÃ¼r AFG werden nach Fertigstellung Transiteinnahmen zwischen 160 bis 300 Mio. Dollar erwartet.</p>
<p>(F. BÃ¶ge in FAZ 22.4.2010)</p>
<p>(c) ErÃ¶ffnung der <strong>2. Start- und Landebahn</strong> (3.000 m) des Flughafens Mazar-e Sharif am 6. MÃ¤rz 2010. Mazar ist der wirtschaftliche und Transportknotenpunkt von Nordafghanistan. Die Bundesrepublik und die Vereinigten Arabischen Emirate finanzieren mit 35 Mio. Euro parallel Ausbau und Modernisierung des Flughafens: Bau eines neuen zivilen EmpfangsgebÃ¤udes, von Kontrollturm und Flugzeughallen, Entwicklung eines Flughafenbetriebskonzepts einschlieÃŸlich Ausbildung und UnterstÃ¼tzung.</p>
<p>(d) <strong>Eisenbahnvorhaben</strong>: Ãœberlegungen und Studien laufen zu drei neuen Eisenbahnlinien:</p>
<p>-Â  von Chaman an der pakistanischen Grenze nach Kandahar (110 km)</p>
<p>-Â  von Sangan/Iran nach Herat (207 km)</p>
<p>-Â  von Hazareh Toghay/AFG (gegenÃ¼ber Termez/Uzbekistan) nach Mazar (65 km).</p>
<p>Eine Langzeitstudie der Asian Development Bank zur Eisenbahnentwicklung in der Nordregion deckt zwei prioritÃ¤re Routen ab:</p>
<p>-Â  von Heiratan an der usbekischen Grenze Ã¼ber Mazar nach Herat</p>
<p>-Â  von Skirkhan Bendar an der tadschikischen Grenze Ã¼ber Kunduz und Mazar nach Herat (1.246 km).</p>
<p>(Fertigstellung der Studie angekÃ¼ndigt fÃ¼r April 2010; Basic Area Study AFGHANISTAN Kunduz, hrg. von der Human Factor Analysis Cell der Information Operations Group/Belgien Januar 2010)</p>
<p><strong>KÃ¶pfe und Herzen - Meinungstrends</strong></p>
<p>Meinungsumfragen in AFG stehen angesichts der enormen Fragmentierung des Landes und kultureller Besonderheiten vor ganz besonderen methodischen Schwierigkeiten. Insofern sind Umfrageergebnisse Ã¼ber das Ã¼bliche MaÃŸ hinaus mit Vorsicht zu genieÃŸen, bedarf ihre Methodik besonderer PrÃ¼fung. Sie ist bei der folgenden Umfrage verÃ¶ffentlicht und nachvollziehbar. Bei der ARD war hierfÃ¼r der WDR zustÃ¤ndig.</p>
<p>FÃ¼nfte ABC/ARD/BBC-Umfrage 2010: spektakulÃ¤re Trendwende zum Positiven! VerÃ¶ffentlicht am 11. Januar 2010, jÃ¤hrlich seit 2005, jetzt auf der Basis von mehr als 100 Fragen, befragt wurden 1.554 AfghanInnen in allen 34 Provinzen Ende Dezember 2009. (<a href="http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistanumfrage144.html">http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistanumfrage144.html</a>;</p>
<p>umfassende PrÃ¤sentation von Gary Langer, Director of Polling ABC News: Afghanistan Where Things Stand, Center for Strategic &amp; International Studies/CSIS Washington MÃ¤rz 2010, <a href="http://csis.orgfiles/publication/100312_CSIS_langer-presentation.pdf">http://csis.orgfiles/publication/100312_CSIS_langer-presentation.pdf</a>)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Die wichtigsten Ergebnisse:</span></p>
<p>-Â Â  AFG auf dem richtigen/falschen Weg?Â  2010 70/21 % (2009 40/38 %, 2007 54/24</p>
<p>%, 2005 77/6 %)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Wird es den Kindern besser-gleich/schlechter gehen? 2010 80/11%, 2009 68/14, 2007 51/11;Â  in KunduzÂ  2010 99/1 (2009 64/24); in Kandahar 2010 89/9 (2009 16/73)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  PersÃ¶nliche LebensumstÃ¤nde landesweit/Nordosten positiv im Vgl. zu 2009: Allgemein 71% (+9%)/ 68 (-8%),Â  Sicherheit 54% (-1%)/ 43% (-29%), Arbeitsplatz 41% (+12%)/ 49% (+19%), ElektrizitÃ¤t 39% (+20%)/ 49% (+33%), im Nordosten Bewegungsfreiheit 64% (-21%)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Lage der Frauen richtig/falsch? Wahlrecht fÃ¼r Frauen 88%/12%, auÃŸerhÃ¤usige BerufstÃ¤tigkeit 74%/26%, Frauen in RegierungsÃ¤mtern 68%/30%, Bildung von MÃ¤dchen 88%/11%</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Beurteilung der Arbeit von PrÃ¤sident Karzai eher gut/eher schlecht?Â  2010 72/28% (2009 52/47, 2007 63/36, 2005 83/16)Â  ... der USA positiv/negativ? 2010 38/58% (2009 32/63, 2007 42/52, 2005 68/30)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Sympathien positiv/negativ zu USA 51/45%, Deutschland 58/44 (-3% ggb. 2009, im Nordosten -11 auf 63%), GroÃŸbritannien 38/52, Iran 49/44, Pakistan 16/81, Taliban 10/88</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Aufbauhilfe: persÃ¶nlich von internationaler Hilfe profitiert: Ja 28% (-2%), Nein 66% (-1%)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Korruption: Wie groÃŸ ist dasÂ  Problem? Sehr groÃŸ 76% (+13%), MÃ¤ÃŸig 19% (-2%), Klein 3% (-5%)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Wer stellt die grÃ¶ÃŸte Gefahr dar: Taliban, DrogenhÃ¤ndler,Â  USA? 2010 79%/43%/20% ( 2009 58/13/8/, 2007 52/23/10)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  StÃ¤rke der Taliban: stÃ¤rker/schwÃ¤cher geworden? Insgesamt 30%/40% (2009 43/24), Nordosten 29%/49% (50/25), SÃ¼dwesten 19/40 (55/17)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Umgang mit den Taliban: Sollte Regierung mit ihnen eine Einigung suchen? Verhandeln 65% (+1% ggb. 2009), Nicht verhandeln 28% (+3%)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  TruppenverstÃ¤rkung positiv/negativ: 60%/36%</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Angriffe auf US- und ISAF-KrÃ¤fte gerechtfertigt ja/nein? 2010 8/75 (2009 25/64, 2007 17); in Kunduz 2010 1/81 (2009 16/83), in Kandahar 2010 6/80 (2009 55/42)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Wann sollten die US-Soldaten AFG verlassen: in 18 Monaten (Obama-Vorschlag) 24%, frÃ¼her 22%, spÃ¤ter 21%, abhÃ¤ngig von Sicherheitslage 29%Â  (FrÃ¼here Umfragen: Wann sollten auslÃ¤ndische Truppen abziehen: sofort/in 6-12 Monaten/1-2 Jahren/nach Wiederherstellung der Sicherheit? 2009 21/16/14/42, 2007 14/13/18/42</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  (UnterstÃ¼tzen sie die PrÃ¤senz oder lehnen Sie ab von: US-MilitÃ¤r? 2009 63/36, 2007 71/27;Â  NATO/ISAF? 2009 59/40, 2007 67/30)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  (Haben Sie eine eher positive/negative Meinung von:Â  Taliban 2009 7/91, 2007 13/84; USA 2009 47/52,Â  2007 65/32; PAK 2009 8/91, 2007 19/80; GB 39/54, 2007 49/45; Iran 2009 57/40, 2007 52/45; DEU 2009 61/31, 2007 70/24)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  (Wer spielt eine positive/negative Rolle: RUS 14/33, PAK 5/86, Indien 41/10, USA 44/36, GB 24/38, DEU 36/19)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Medienecho</span>: GroÃŸe Verbreitung in der ARD; in den Printmedien mehr als im Vorjahr, aber trotz der spektakulÃ¤ren Ergebnisse am 12. Januar zurÃ¼ckhaltend bis relativierend: SZ einspaltig â€žAfghanen schÃ¶pfen Zuversicht&quot;, FAZ Kasten â€žDie groÃŸe Mehrheit der Afghanen hÃ¤lt nichts von den Taliban&quot;, FR halbseitig â€žDer Luftangriff von Kundus wirft kein gutes Licht auf die Deutschen - hier wie dort. Afghanen mÃ¶gen die Deutschen weniger - Umfrage: Ansehen nach Luftangriff auf Tanklaster gesunken/Ãœberraschend optimistische Stimmung&quot;, taz zweispaltig â€žUmfrage: Stimmung am Hindukusch besser als Lage - Positiver Stimmungsumschwung bei Afghanen, doch Deutschland verliert an Ansehen&quot;, Spiegel online â€žDeutschland verliert in Afghanistan dramatisch an Ansehen&quot;.Â  Im Unterschied zu Seite-1-Berichten bei AnschlÃ¤gen auf Deutsche bleibt die Reichweite der Umfrage-Berichterstattung begrenzt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Kommentar</span>: Die Umfrageergebnisse lassen sich nicht mit dem Verweis auf das hÃ¶flich-â€žangepasste&quot; Antwortverhalten von Afghanen beiseite wischen. Denn damit sind die sehr unterschiedlichen MeinungsÃ¤nderungen Ã¼ber die Jahre nicht zu erklÃ¤ren.</p>
<p>Die Binnenwahrnehmung der AfghanInnen ist enorm viel besser und hoffnungsvoller (!) als die Fernwahrnehmung von Ã–ffentlichkeit und BevÃ¶lkerung in den ISAF-LÃ¤ndern. Die Unterschiede zwischen den Regionen/Provinzen sind erheblich.Â  Ein sehr positiver Faktor sind die Fortschritte bei der Stromversorgung. Erheblich entschÃ¤rft ist, was ich vor einem Jahr so kommentierte: â€žAlarmierend ist, welch groÃŸe Minderheiten Angriffe auf internationale Truppen fÃ¼r gerechtfertigt halten: Wo es 55% (Kandahar) sind, ist der Kampf um LegitimitÃ¤t verloren. Wo es 16% (Kunduz) sind, ist der Einsatz auf der Kippe.&quot;Â  AuffÃ¤llig ist der erhebliche ZustimmungsrÃ¼ckgang im Norden zu Deutschland, allerdings von einer Ã¼berdurchschnittlichen Ausgangslage her. Hier sollen die rÃ¼cklÃ¤ufige Schutzwirkung des Bundeswehreinsatzes in 2009 und der Luftangriff vom 4. September bei Kunduz eine wesentliche Rolle spielen.</p>
<p>Die Botschaft hinter der geringen medialen Wahrnehmung der Umfrage hierzulande ist eindeutig: Â´Uns interessieren am ehesten noch die eigenen Soldaten in AFG - und am wenigsten, was die Afghanen von alledem halten`. WÃ¤hrend ISAF und USA so sehr wie nie zuvor die BevÃ¶lkerungsorientierung des eigenen Einsatzes betonen, dominieren in Deutschland Selbstbezogenheit und Nabelschau.</p>
<p><strong>BeitrÃ¤ge zur StrategiefÃ¤higkeit, RealitÃ¤tswahrnehmung und</strong></p>
<p><strong>Wirksamkeitsorientierung</strong></p>
<p>Wo Stategiemangel, RealitÃ¤tsverleugnung, -verlust, -verzerrung sowie mangelnde/unklare Wirksamkeit zu den verbreiteten MÃ¤ngeln der AFG-Politiken gehÃ¶ren, sind BeitrÃ¤ge zu ihrer Ãœberwindung schon regelrechte gute Nachrichten.</p>
<p>(a) <strong>5. Halbjahresbericht an den US-Kongress</strong>: <em>Report on Progress Toward Security and Stability in AFG and US Plan for Sustaining the Afghanistan National Security Forces</em>, Washington April 2010, 150 S. Zurzeit mit der umfassendste und detaillierteste Bericht zu AFG: NATO-Strategie, Stand des Aufstandes, ISAF-Operationen, Bewertung der Distrikte (80 Key Terrain districts + 41 Area of Interest districts), Governance, Wiederaufbau + Entwicklung, DrogenbekÃ¤mpfung, Regionalengagement, US-Plan zur StÃ¤rkung der Afghanischen SicherheitskrÃ¤fte.</p>
<p><a href="http://www.defense.gov/pubs/pdfs/Report_Final_SecDef_04_26_10.pdf">http://www.defense.gov/pubs/pdfs/Report_Final_SecDef_04_26_10.pdf</a></p>
<p>(b) <strong>Studien des Center for Strategic &amp; International Studies</strong>/CSIS Washington</p>
<p>- Anthony H. Cordesman: <em>Shape, Clear, Hold + Build: The Full Metric of the Afghan War</em>, 1. MÃ¤rz 2010; <a href="http://csis.org/files/publication/100302_afghan_metrics-combined.pdf">http://csis.org/files/publication/100302_afghan_metrics-combined.pdf</a></p>
<p>- Ders.: <em>Shaping the War in Afghanistan: The Situation in Spring 2010</em>, 9. April 2010; <a href="http://csis.org/publication/shaping-war-afghanistan">http://csis.org/publication/shaping-war-afghanistan</a></p>
<p>- Ders.: <em>Shaping Afghan National Security Forces: What it Will Take to Implement President Obama`s New Strategy</em>, 20. April 2010; <a href="http://csis.org/publivation/shaping-afghan-national-security-forces-0">http://csis.org/publivation/shaping-afghan-national-security-forces-0</a></p>
<p>- Ders.: <em>Agriculture, Food, and Poverty in Afghanistan. Is a &quot;Population-centric&quot; Strategy Possible</em>?Â  26. April 2010; <a href="http://csis.org/publication/agriculture-food-and-poverty-afghanistan">http://csis.org/publication/agriculture-food-and-poverty-afghanistan</a></p>
<p>(c) <em>Afghanistan and Pakistan <strong>Regional Stabilization Strategy</strong></em>, Office of the (US) Special Representative for Afghanistan und Pakistan, updated 24 February 2010: Zehn SchlÃ¼sselinitiativen zu AFG mit Meilensteinen, fÃ¼nf zu Pakistan und vier zur Mobilisierung der internationalen Gemeinschaft</p>
<p><a href="http://www.state.gov/documents/organization/135728.pdf">http://www.state.gov/documents/organization/135728.pdf</a></p>
<p>(d) Bericht einer <strong>Erkundungsreise durch die neun Nordprovinzen</strong> im Februar 2010, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheits- und Wirtschaftslage und dringende HandlungsansÃ¤tze (im Auftrag des ISAF Regional Commander North). Am 1. Mai wurden Brigadegeneral Leidenberger und die beiden Erkunder mit vom PrÃ¤sidenten verliehenen <strong>hÃ¶chsten afghanischen Orden</strong> ausgezeichnet. Angesichts des gespannten VerhÃ¤ltnisses zwischen PrÃ¤sident Karzai und internationalen VerbÃ¼ndeten ist das ein bemerkenswertes Signal.</p>
<p>(e) <strong>DatenÃ¼bersicht</strong> â€ž<em>Unser Krieg</em>&quot; zu Personal, KÃ¤mpfe, Bewaffnung, Logistik + Verpflegung, Aufbauhilfe, Kosten, taz 22.4.2010, <a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F04%2F22%2Fa0013&amp;cHash=99c0efb997">http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F04%2F22%2Fa0013&amp;cHash=99c0efb997</a></p>
<p>(f) Thomas Ruttig/Afghanistan Analyst Network: <strong><em>Organisationsstrukturen der Taliban</em></strong>, Vortrag auf der AFG-Tagung in Bonn Bad Godesberg am 26.3.2010 (vgl. ders.: <em>The Other Side - Dimensions of the Afghan Insurgency: Causes, Actors and Approaches to Â´Talks`</em>, Juli 2009, <a href="http://www.aan-afghanistan.com/index.asp?d=114">http://www.aan-afghanistan.com/index.asp?d=114</a>)</p>
<p>(g) Ben Connable/Martin Libicki: <strong><em>How Insurgencies End</em></strong>, RAND April 2010 (empirische Untersuchung von 89 Aufstandsbewegungen) Â (<a href="http://www.rand.org/pubs/monographs/MG965/">http://www.rand.org/pubs/monographs/MG965/</a>)</p>
<p>(h) Anne Stenersen: <strong><em>Al Qaeda`s Allies</em></strong><em>. </em><em>Explaining the Relationship Between Al-Qaeda and Various Factions of the Taliban After 2001</em>, New America Foundation, April 2010, <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://counterterrorism.newamerica.net/sites/newamerica.net/files/policydocs/stenersen2.pdf">http:counterterrorism.newamerica.net/sites/newamerica.net/files/policydocs/stenersen2.pdf</a></span></p>
<p>(i) Zur <strong>RealitÃ¤t in Kunduz</strong>, die in Berlin viel zu wenig Beachtung findet:</p>
<p>- Marco Seliger: <em>Kunduz - was lÃ¤uft falsch</em>? In: LOYAL 1/2010</p>
<p>- Anita Blasberg/Stefan Willeke: <em>Das Kundus-Syndrom</em>, ZEIT-DOSSIER 4. MÃ¤rz 2010</p>
<p>- Christoph Reuter/Marcel Mettelsiefen: &quot;<em>Kunduz, 4. September, eine Spurensuche</em>&quot; Ausstellung im Kunstraum Potsdam und als Buch bei Rogner &amp; Bernhard, Berlin. Rede von W. Nachtwei zur ErÃ¶ffnung am 223. April unter <a href="../../../../../">www.nachtwei.de</a></p>
<p>(j) <em>The</em> <em>Afghan Conflict - A <strong>Map of Possible Scenarios</strong></em>, eine Visualisierung durch Studierende der Fachhochschule Potsdam, <a href="http://theafghanconflict.de/">http://theafghanconflict.de</a></p>
<p><strong>(k) AnkÃ¼ndigungen:</strong></p>
<p><strong>- Friedensgutachten 2010 </strong>der fÃ¼nf deutschen Friedensforschungsinstitute, Schwerpunkt zu AFG, erscheint am 18. Mai (u.a. mit Beitrag von W. Nachtwei: Der ISAF-Einsatz der Bundeswehr - Einsatz auf der Rutschbahn?)</p>
<p>- Dokumentation der Tagung â€ž<em>Vorrang fÃ¼r Zivil! <strong>Neue deutsche Strategie</strong> fÃ¼r AFG</em>?&quot; Evang. Akademie Loccum 7.-9.4.2010, erscheint demnÃ¤chst</p>
<p>- Dokumentation der Tagung â€ž<strong><em>Wer sind die Taliban</em></strong><em>? AFG und Pakistan im Regiona</em>lkonflikt&quot; Evang. Akademie im Rheinland 26.-28.3.2010 in Bad Godesberg, erscheint demnÃ¤chst</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Faszinierende AFG-Fotos von Ursula Meissner</span></strong></p>
<p>Bei einer AFG-Veranstaltung desÂ  KÃ¶nigsteiner Salons begegnete ich endlich persÃ¶nlich der bekannten Fotojournalistin Ursula Meissner, die neben vielen anderen Krisen- und Kriegsgebieten (u.a. Bosnien, Kosovo, Sierra Leone, Irak, Kongo) bisher zwanzigmal AFG besuchte. Ihr Buch â€ž<em>AFGHANISTAN - Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</em>&quot; bringt einfÃ¼hlsame Bilder und sorgfÃ¤ltig recherchierte Reportagen. Das Buch ermÃ¶glich ein HINSEHEN, das nicht mehr loslÃ¤sst! (<a href="http://www.ursula-meissner.de/">http://www.ursula-meissner.de</a>)</p>
<p>Das Diplomatische Magazin 9/2009 verÃ¶ffentlichte ihre Reportage â€žDemokratie auf wÃ¼stem Boden&quot; Ã¼ber die Ausbildung der afghanischen Polizei.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Better News I-VI unter <a href="../../../../../">http://www.nachtwei.de</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p>Â </p></div>
<p class="xar-quote">
Hin weis:&#160;
                <em>    <p>Bericht als <a href="downloads/bericht/Better-News-VII_Mai-10.pdf">PDF-Datei</a>.</p></em></p>


           <br />
                        </div>
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