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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei zum Antrag &quot;Wehrpflicht Ã¼berwinden - Freiwilligenarmee aufbauen&quot;</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Libanon</span>

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                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B99%2B134">All of these categories</a>
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        <h1>
            Nachtwei zum Antrag &quot;Wehrpflicht Ã¼berwinden - Freiwilligenarmee aufbauen&quot;         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 18. Juni 2009 00:22:45 +02:00 (107087 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Folgende Rede hielt Winfried Nachtwei zum Antrag  &quot;Wehrpflicht Ã¼berwinden - Freiwilligenarmee aufbauen:</p></div>
            <div>    <p>VizeprÃ¤sidentin <strong>Dr.Â h.Â c. Susanne Kastner</strong>:</p>
<p>Letzter Redner in dieser Debatte ist der Kollege Winfried Nachtwei, BÃ¼ndnisÂ 90/Die GrÃ¼nen.</p>
<p><strong>Winfried Nachtwei</strong> (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Frau PrÃ¤sidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Minister, Ihre Rede war ein Beispiel dafÃ¼r, wie man erfolgreich aneinander vorbeireden kann.</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP)</p>
<p>Dass unsere Soldatinnen und Soldaten in den Auslands-einsÃ¤tzen zur EindÃ¤mmung von Gewalt und zur VerhÃ¼tung von Krieg im Namen der Vereinten Nationen Ausgezeichnetes leisten, ist zumindest hier bei diesen vier Fraktionen unstrittig. Darum geht es nicht.</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP)</p>
<p>In meinen vier Minuten nur zu einzelnen Stichpunkten. ZunÃ¤chst zur Wehrpflicht: Die heutige Restwehrpflicht, von der man ja sprechen muss, ist sicherheitspolitisch in der Tat nicht mehr notwendig und deshalb als Grundrechtseingriff auch nicht mehr legitimierbar.</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP sowie des Abg. Paul SchÃ¤fer [KÃ¶ln] [DIE LINKE])</p>
<p>Die Bundesregierung antwortet auf die GroÃŸe Anfrage der FDP zu diesem Punkt bezeichnenderweise, dass von einem Jahrgang, 430Â 000 junge MÃ¤nner, im Jahre 2007Â  68Â 000 als Grundwehrdienstleistende eingezogen wurden. Dies zeigt sehr deutlich, wie â€žnÃ¶tig&quot; die Bundeswehr die Grundwehrdienstleistenden hat. Es zeigt auch etwas anderes: dass die Wehrgerechtigkeit wirklich am Boden liegt.</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP)</p>
<p>Wir alle stellen fest - das erleben auch die Jugendoffiziere -, dass sie den jungen Leuten, die betroffen sind, die Wehrpflicht nicht mehr plausibel machen kÃ¶nnen.</p>
<p>(Dr.Â Stephan Eisel [CDU/CSU]: Das stimmt ja nicht!)</p>
<p>Ich glaube, dass es in KÃ¼rze auch dem Bundesverfassungsgericht nicht mehr plausibel zu machen ist. Es wÃ¤re eigentlich ein Gebot der Politik, nicht immer erst auf Karlsruhe zu warten, sondern selbst vernÃ¼nftige Alternativen zu entwickeln. VernÃ¼nftige Alternativen liegen auf dem Tisch, nÃ¤mlich die EinfÃ¼hrung eines freiwilligen flexiblen Kurzdienstes, der jungen MÃ¤nnern und Frauen offensteht und 12 bis 24Â Monate dauert. Wir haben dazu VorschlÃ¤ge gemacht, die FDP ebenfalls.</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP)</p>
<p>Mein nÃ¤chster Punkt betrifft die Aufgaben der Bundeswehr. Hier haben wir es mit einem grundsÃ¤tzlichen Problem zu tun. Ich glaube, es gibt keinen Bereich staatlichen Handelns, der in seiner Aufgabenbestimmung so wenig rechtlich normiert ist. Das Grundgesetz nennt die Verteidigung, die Wahrung der kollektiven Sicherheit und das Verbot der Vorbereitung von Angriffskriegen. Das ist es aber auch schon. Ich glaube, dass wir mehr Auftragsklarheit brauchen. Der BundeswehrVerband hat bereits die EinfÃ¼hrung eines Bundeswehraufgabengesetzes vorgeschlagen. Ich glaube, das sollte vom Bundestag ernsthaft erwogen werden.</p>
<p>(Beifall des Abg. Omid Nouripour [BÃœND-NISÂ 90/DIE GRÃœNEN])</p>
<p>Nun zum Stand der Transformation. Die Antworten der Bundesregierung auf die GroÃŸe Anfrage bestanden aus den Ã¼blichen PlattitÃ¼den, die auch heute wieder, wenn auch mit mehr Worten, vom Minister vorgetragen wurden: Es gibt zwar einige Probleme, aber wir sind auf dem richtigen Weg. - Wenn man allerdings die RealitÃ¤t betrachtet, dann stellt man fest, dass es etwas anders aussieht. Wie wÃ¤re es sonst zu erklÃ¤ren, dass es etliche Jahre nach Beginn der Transformation Soldatinnen und Soldaten mit SpezialfÃ¤higkeiten gibt, welche so oft in den Einsatz mÃ¼ssen, dass es weit Ã¼ber das ertrÃ¤gliche MaÃŸ hi-nausgeht?</p>
<p>Ein Zweites. Seit einiger Zeit bleibt meine Frage auch im Ausschuss unbeantwortet, wie weit die derzeitige Bundeswehr von der nationalen Zielvorgabe entfernt ist, bis zu 14Â 000 Soldaten in bis zu fÃ¼nf parallele StabilisierungseinsÃ¤tze in verschiedenen EinsatzrÃ¤umen zu schicken. Man kann sich das heutzutage nicht vorstellen, wo GrÃ¶ÃŸenordnungen von 7Â 000 bis 8Â 000 Soldaten die Grenze der Belastbarkeit darstellen.</p>
<p>SchlieÃŸlich: Wie soll eine solche nationale Vorgabe Sinn machen, wenn es bei den fÃ¼r StabilisierungseinsÃ¤tze immer wichtigeren polizeilichen und zivilen KrÃ¤ften keine Zielvorgaben gibt? Herr Minister, der viel beschworene Comprehensive Approach - was die Ausgewogenheit der KrÃ¤fte bzw. die FÃ¤higkeiten angeht - hinkt in seiner Fundierung den Vorgaben hinterher, wie es stÃ¤rker nicht geht.</p>
<p>Diese Punkte stellen eine LÃ¼cke im Transformationsprozess dar. Aber der Transformationsprozess betrifft nicht nur die Bundeswehr, sondern die gesamte Sicherheitspolitik.</p>
<p>Ich muss schlieÃŸen, verweise aber auf die Fortsetzung dieser Debatte zu dem Thema â€žzivile KrisenprÃ¤vention und FriedensfÃ¶rderung&quot;.</p>
<p>Bis gleich.</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP)</p></div>


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                        </div>
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