    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei fÃ¼r eine restriktive RÃ¼stungsexportpolitik</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;ptid=1&amp;catid=11-99-120-134&amp;aid=836</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap&amp;ptid=1">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Libanon</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11">Sicherheitspolitik und Bundeswehr</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=99">Vereinte Nationen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=135">Asien</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=134">Libanon</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-120-99-134">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B99%2B134">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Nachtwei fÃ¼r eine restriktive RÃ¼stungsexportpolitik         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 26. März 2009 19:43:34 +02:00 (114614 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>FÃ¼r eine restriktive RÃ¼stungsexportpolitik setzt sich Winfried Nachtwei in seiner zu Protokoll gegebenen Rede ein:</p></div>
            <div>    <p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Nachdem wir auf Antrag der GrÃ¼nen im Dezember erstmals in dieser Legislaturperiode eine parlamentariÂ­sche Aussprache Ã¼ber die RÃ¼stungsexportpolitik der Bundesregierung hatten, mussten wir erleben, dass die Koalitionsfraktionen alles dafÃ¼r taten, dass die RÃ¼stungsÂ­exportpolitik der Bundesregierung nicht Ã¶ffentlich theÂ­matisiert wird. Die RÃ¼stungsexportberichte und unser Antrag wurden im Eilverfahren und ohne Aussprache durch die AusschÃ¼sse gepeitscht. Und auch heute mÃ¼ssen wir wieder erleben, dass fÃ¼r eine mÃ¼ndliche Aussprache im Parlament keine Zeit ist.</p>
<p>Die GrÃ¼nen mahnen seit Jahren an, dass sich dieser Bundestag intensiver mit der Frage der RÃ¼stungsexportÂ­politik beschÃ¤ftigen muss. Leider scheuen die meisten Fraktionen und Abgeordneten das Thema. Insbesondere die Regierungsfraktionen stellen sich taub und blind. Man beklagt im besten Fall, dass man vonseiten der BunÂ­desregierung zu spÃ¤t unterrichtet wird, und versteckt sich ansonsten hinter der Behauptung, dass die BundesrepuÂ­blik eine besonders restriktive RÃ¼stungsexportpolitik beÂ­treibe und von daher alles in Ordnung sei. In der Union, bei SPD und bei der FDP wird sogar offen gefordert, dass Deutschland sich die RÃ¼stungsexportgeschÃ¤fte nicht entÂ­gehen lassen dÃ¼rfe, dass man eine starke eigene RÃ¼sÂ­tungsindustriekapazitÃ¤t erhalten mÃ¼sse. Und weil der naÂ­tionale Markt das nicht hergibt und unsere Partner in der NATO und EU ihre RÃ¼stungsmÃ¤rkte abschotten, wÃ¤chst der Druck, auÃŸerhalb von NATO und EU AbsatzmÃ¤rkte zu finden.</p>
<p>Wir haben uns oft beklagt, dass die deutschen RÃ¼sÂ­tungsexportberichte so spÃ¤t kommen und andere RegieÂ­rungen ihre Parlamente frÃ¼hzeitiger und umfassender informieren. Eine vernÃ¼nftige parlamentarische BehandÂ­lung ist damit unmÃ¶glich. Selbst die EU wird von der BunÂ­desregierung frÃ¼her und umfassender informiert als der Bundestag. GegenÃ¼ber dem Bundestag wird behauptet, die Ressorts mÃ¼ssten den knapp 30-seitigen Text mit den Tabellen und Schaubildern oft mÃ¼hsam Wort fÃ¼r Wort abÂ­stimmen. Wenn die Bundesregierung mehr Zeit braucht, um dem Bundestag weniger Informationen zu geben als anderen, dann werden wir in Zukunft verstÃ¤rkt dafÃ¼r sorÂ­gen, dass der Bundestag wieder zeitnÃ¤her unterrichtet wird.</p>
<p>Wenn wir uns die vorliegenden Zahlen fÃ¼r die verganÂ­genen Jahren anschauen und auch in Betracht ziehen, was internationale Erhebungen wie die des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI ergeben, dann wird zum wiederholten Mal deutlich, dass von RestriktivitÃ¤t keine Rede sein kann. Obwohl Staaten wie Frankreich, GroÃŸbritannien und Russland immer wieder behaupten, sie wÃ¼rden ihre RÃ¼stungsexporte nun weiter und offensiv ausbauen, landet in der Praxis dann doch die BundesreÂ­gierung mit ihrer vermeintlich restriktiven Exportpolitik regelmÃ¤ÃŸig unter den fÃ¼hrenden RÃ¼stungsexporteuren weltweit. Und selbst wenn Franzosen oder Briten wieder einen spektakulÃ¤ren Export verbuchen kÃ¶nnen, wie zum Beispiel bei der skandalumwitterten Lieferung des EuroÂ­fighters an Saudi-Arabien, verdient die deutsche RÃ¼sÂ­tungsindustrie an diesem GeschÃ¤ft. Die RÃ¼stungsunterÂ­nehmen haben inzwischen ein ausgeklÃ¼geltes und arbeitsteiliges System entwickelt, wie man Ã¼ber FirmenÂ­sitz, Tochterfirmen, Kooperationsprojekte und ZuliefeÂ­rungen die SchwÃ¤chen der jeweiligen nationalen ExportÂ­politik nutzen kann, um am schnellsten und effektivsten zum Ziel zu kommen.</p>
<p>AlljÃ¤hrlich werden auf direktem Wege RÃ¼stungsgÃ¼ter im Wert von mehren hundert Millionen Euro in EntwickÂ­lungslÃ¤nder und in Krisenregionen, 2007 zum Beispiel an Pakistan und Indien, exportiert. Auch Staaten wie Ã„gypÂ­ten, Indonesien, Jordanien, SÃ¼dkorea oder die VereinigÂ­ten Arabischen Emirate werden fleiÃŸig bedient. Wie hoch die Exporte tatsÃ¤chlich sind, was zu welchen Konditionen geliefert wurde, wissen wir nicht. Denn die ExportstatisÂ­tik erfasst lediglich die tatsÃ¤chliche Ausfuhr von KriegsÂ­waffen und nicht die tatsÃ¤chliche Ausfuhr der Ã¼brigen RÃ¼stungsgÃ¼ter oder GÃ¼ter mit doppeltem VerwendungsÂ­zweck. Die Genehmigungszahlen, etwa im KleinwaffenÂ­bereich, sind erschreckend. Im Jahr 2007 hat die BundesÂ­regierung den Export von Kleinwaffen im Wert von 30Â Millionen Euro in Staaten auÃŸerhalb der EU und NATO genehmigt. Amnesty International und andere beÂ­klagen zu Recht, dass diese deutschen Kleinwaffen in Staaten wie Ã„gypten, Indien, Mexiko, Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten nichts verloren haÂ­ben.</p>
<p>Ich halte nichts davon, jegliche RÃ¼stungsexporte zu verfluchen, und auch eine verstÃ¤rkte RÃ¼stungskooperaÂ­tion in Europa bedeutet in meinen Augen nicht zwangsÂ­lÃ¤ufig eine Militarisierung der EU. Im Gegenteil, wir GrÃ¼nen sind sogar der Auffassung, dass wir ÃœberkapaziÂ­tÃ¤ten im RÃ¼stungsbereich nur dann mit Aussicht auf ErÂ­folg abbauen kÃ¶nnen, wenn wir im BÃ¼ndnisrahmen und im Rahmen der EU enger zusammenarbeiten und auf naÂ­tionale AlleingÃ¤nge verzichten. Das heiÃŸt aber grundÂ­sÃ¤tzlich Ja zur europÃ¤ischen RÃ¼stungskooperation. Das heiÃŸt Ja zu einer EuropÃ¤ischen Verteidigungsagentur, soÂ­fern sie endlich in die Lage versetzt werden wÃ¼rde, sich dieses Themas auch ernsthaft annehmen zu dÃ¼rfen. Und das heiÃŸt Ja zu einer restriktiven und verbindlichen geÂ­meinsamen RÃ¼stungsexportpolitik der EU. Im internatioÂ­nalen MaÃŸstab heiÃŸt dies auch Ja zu einem weitreichenÂ­den internationalen Waffenhandelsabkommen, wofÃ¼r sich nicht zuletzt dankenswerterweise zahlreiche NobelÂ­preistrÃ¤ger und NGOs wie Amnesty International, OXFAM und IANSA nachdrÃ¼cklich einsetzen. Viele ExÂ­porte sind in der Regel und im Grundsatz auch nicht zu beanstanden. Aber es gibt hier eine Reihe von GeschÃ¤fÂ­ten, bei denen wir GrÃ¼ne, Menschenrechtsgruppen und viele andere - frei nach den Worten des BundesprÃ¤sidenÂ­ten - sagen: Das tut man nicht.</p>
<p>Eigentlich haben wir mit den RÃ¼stungsexportrichtliÂ­nien und dem Gemeinsamen Standpunkt zu WaffenausÂ­fuhren gute Grundlagen, anhand derer wir entscheiden kÃ¶nnten. Diese Bundesregierung interpretiert diese GrundsÃ¤tze aber nicht mehr restriktiv, sondern extensiv. Nachdem Rot-GrÃ¼n damit Schluss gemacht hat, LÃ¤nder wie Indonesien den NATO-Staaten gleichzustellen, setzt diese Regierungskoalition immer ungehemmter auf ExÂ­porte in Krisenregionen. Die Kanzlerin, der WirtschaftsÂ­minister, der Verteidigungsminister und der AuÃŸenminisÂ­ter reisen nach Pakistan und Indien und bieten den beiden Kontrahenten mit U-Booten, Jagdflugzeugen und HubÂ­schraubern das Modernste an, was deutsche RÃ¼stungsÂ­schmieden zu bieten haben. Die KÃ¤ufer spielen die ExÂ­portnationen hemmungslos gegeneinander aus. Sie wollen ihre eigene RÃ¼stungsindustrie aufbauen, die dann wiederum exportieren muss, um Ã¶konomisch Ã¼berleben zu kÃ¶nnen. Um den Zuschlag zu bekommen, werden nicht selten dubiose Sonderzuwendungen fÃ¤llig. Importeure wie Pakistan und Indien fordern Technologietransfer und KompensationsgeschÃ¤fte in MilliardenhÃ¶he. Die riskanÂ­ten GeschÃ¤fte werden dann auch noch mit milliardenteuÂ­ren Hermes-BÃ¼rgschaften abgesichert.</p>
<p>Wir meinen: Damit muss Schluss sein. Dies widerÂ­spricht eindeutig den Politischen GrundsÃ¤tzen fÃ¼r den RÃ¼stungsexport. RÃ¼stungsexporte sind kein GeschÃ¤ft wie jedes andere. Wir fordern eine stÃ¤rkere ParlamentsbeteiÂ­ligung. Und wir halten es fÃ¼r die Pflicht des Deutschen Bundestages, bei solchen Exporten genauer hinzuÂ­schauen und die Stimme zu erheben. Es geht nicht an, dass der Bundestag Ã¼ber den Einsatz bewaffneter StreitÂ­krÃ¤fte entscheidet, aber bei der Lieferung von Waffen wegschaut und sagt, das ist Aufgabe der Exekutive. Wir GrÃ¼nen haben im Dezember einen Antrag vorgelegt, in dem wir fÃ¼r mehr Transparenz und parlamentarische Kontrolle und einen Systemwechsel in der RÃ¼stungsÂ­exportpolitik geworben haben. Uns geht es um ExportÂ­kontrolle und nicht ExportfÃ¶rderung.</p>
<p>Wir appellieren insbesondere an die RegierungsfrakÂ­tionen: Nehmen Sie Ihre Kontrollaufgabe wahr! UnterÂ­stÃ¼tzen Sie uns dabei, dass der Bundestag in die Lage verÂ­setzt wird, im Vorfeld von strategisch wichtigen oder kritischen Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Es kann nicht sein, dass dem Bundestag mit dem Hinweis auf BeÂ­triebs- und GeschÃ¤ftsgeheimnisse Informationen vorentÂ­halten werden, die RÃ¼stungsindustrie aber weiÃŸ, wann der Bundessicherheitsrat tagt, was auf der Tagesordnung steht und was entschieden wurde. AnschlieÃŸend rÃ¼hmt sich das Unternehmen Ã¶ffentlich fÃ¼r diese AuftrÃ¤ge. Der Bundestag erfÃ¤hrt dann im besten Fall anderthalb Jahre spÃ¤ter offiziell von diesen Exporten, aber nur, wenn er in der Lage ist, die kryptischen und lÃ¼ckenhaften Berichte der Bundesregierung zu entschlÃ¼sseln. So kann und darf es nicht weitergehen.</p>
<p>Bedanken mÃ¶chte ich mich zum Schluss bei der GeÂ­meinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung - GKKE -, bei Amnesty International, OXFAM und den anderen Nichtregierungsorganisationen, die mit ihrer kritischen Beobachtung, ihren Berichten und ihren Forderungen dazu beitragen, dass das Thema RÃ¼stungsexportpolitik auf der politischen Tagesordnung bleibt. In Zeiten einer GroÃŸen Koalition ist dies wichtiger denn je.</p></div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
